1844 - Ein prophetisches Datum

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    • Das ist genau der Punkt, an dem STA scheitern, wenn sie auf die Tradition der Gruppe um Crosier, Edson, Hahn, den Whites, Bates u. s. w. lieber hören als auf die Schrift.

      Miller und Snow haben vor 1844 den Yom Kippur (Lev. 16) als "Ende der Gnade"/"Scheidung der Schafe von den Böcken verstanden. Ihr Fehler war, diesen Tag mit Daniel 8:14. zu identifizieren. Jesus sagte Matth.24:36. "... weiß niemand..."

      Vergleiche die Kap. 1-6 in Levitikus mit Kap. 16 und Du wirst den Unterschied erkennen.

      Am Yom Kippur gibt es keine "Sündopfer" im Sinne von Lev. 1-6. In Kap. 16 ist nur von "Sünde" die Rede (im Grundtext).
      Der Übertragungsritus wird nur vom Hohenpriester auf den "Sündenbock" vollzogen. Das ist nicht "Rechtfertigung" sondern "Reinigung/Entsühnung". Die Übersetzung "Großer Versöhnungstag" ist falsch und irreführend. Es muss heißen Entsühnungstag/Reinigungstag (Lev. 16:10.11.16.17.19.20.27.30.33.34.)
    • freudenboten schrieb:

      Am Yom Kippur gibt es keine "Sündopfer" im Sinne von Lev. 1-6. In Kap. 16 ist nur von "Sünde" die Rede (im Grundtext).
      Der Übertragungsritus wird nur vom Hohenpriester auf den "Sündenbock" vollzogen. Das ist nicht "Rechtfertigung" sondern "Reinigung/Entsühnung". Die Übersetzung "Großer Versöhnungstag" ist falsch und irreführend. Es muss heißen Entsühnungstag/Reinigungstag (Lev. 16:10.11.16.17.19.20.27.30.33.34.)
      Hallo lieber Freudenbote,
      das "Kippur" kommt im Hebräischen von kaphar (H3722) und bedeutet wörtlich "zudecken". Nicht Versöhnungstag, nicht Entsühnungstag und nicht Reinigungstag wäre eine wortwörtliche Übersetzung des Yom Kippur, sondern "Großer Zudecktag". Versöhnung, Entsühnung und Reinigung sind Folgen/Ergebnisse des "Zudeckens". Und was und wie wird am Yom Kippur "zugedeckt"? Es wird mit dem "sündlosen" Blut des Opfertieres (auf welches keine Sünden gelegt wurden) das "sündhafte" Blut der Sündopfer, die über das Jahr gebracht wurden und dessen Blut an Heiligtum gespritzt wurde, "überdeckt". Damit wird...

      1. der ursprüngliche Zustand der Einweihung wiederhergestellt (=wiedergeweiht),
      2. das Heiligtum wieder für "rein" erklärt (=gereinigt),
      3. die Sünden des Volkes "juristisch" getilgt (=gerechtfertigt)
      4. letztendlich die Beziehung zwischen Gott und dem Volk in Ordnung gebracht (=versöhnt).


      Ich halte daher auch die Bezeichnung "Großer Versöhnungstag" für nicht irreführend, sondern für sinngemäß richtig. Wie auch immer man nun Daniel 8,14 übersetzen mag, es kommt auch da für mich sinngemäß aufs gleiche hinaus. Von daher sehe ich in diesen Vers und im Zusammenhang mit Daniel 7 auch den Beginn des "himmlischen Yom Kippur" bzw. des "Vorwiederkunftsgerichts"/"Untersuchungsgerichts", in dem Jesu Blut wirksam gemacht wird für den Gläubigen und an dessen Ende Satan in die Wüste getrieben wird.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Eisegese oder Exegese? Zu drei der angeführten Punkte finde ich keine Belege im Text.

      In Lev. 16 steht als Erklärung V. 19.30. "reinigen" V. 21.22. "fortschaffen".

      Zur Erfüllung durch Jesus:

      Die Passah-Symbolik erfüllte sich an einem Tag. Analog wird die Wiederkunft Christi ein Tag sein. (Hebräer 9:27.28. Offenbarung 18:8.17.19.)

      Miller und Snow erwarteten die "Reinigung"/Ende der Gnadenzeit mit der Wiederkunft analog an einem Tag. Diese Erwartung scheiterte am Termin. Das muss nicht bedeuten, dass ihre Gleichsetzung von Wiederkunft = Beginn des Entsühnungstags = Ende der Gnadenzeit falsch war. Falsch war die Verbindung des Entsühnungstages mit Daniel 8:14. In Lev. 16 ist weder wörtlich (zadaq) noch sinngemäß (Handauflegung) von Rechtfertigen/Versöhnen die Rede.

      Nach 1844 brachte O. R. L. Crosier die protestantische Auffassung von fortgesetzter Sündenvergebung/Rechtfertigung, auch nach Beginn des "Yom Kippur", in die "enttäuschte" "kleine Schar" um Edson. Hahn, White u. a. ein. Crosiers protestantische Sicht stand im Widerspruch zu Snows und dehnte die Gnadenzeit bis ans Ende des Millenniums aus.

      Schlussfolgerung: Snow hatte Recht, dass die Gnadenzeit endet, wenn der Entsühnungstag beginnt. Crosier hatte Recht, dass der Entsühnungstag (einschl. Brandopfer!) bis zum Ende des Millenniums geht. Problematisch war, dass die Gruppe Crosiers Sicht teilweise zustimmte, die Sicht Snows jedoch ohne Prüfung verwarf.

      Zusammenfassung: Der Entsühnungstag beginnt mit der Wiederkunft Christi und endet mit dem "Feuer vom Himmel".

      Die Milleriten hätten sowohl Snows als auch Crosiers Fehler entdeckt, wenn sie Lev. 23:23.24. Aufmerksamkeit geschenkt hätten: Das Vorwiederkunftsgericht beginnt mit der "Siebten Posaune" Daniel 7:9.10. Offenbarung 11:15.-18. Das Vorwiederkunftsgericht endet mit dem "Entsühnungstag".

      Ein Blick ins Wörterbuch zeigt deutlich die Unsicherheit (betr. "bedecken" )mit kappar und die Unterscheidung von zadaq.
    • freudenboten schrieb:

      Nach 1844 brachte O. R. L. Crosier die protestantische Auffassung von fortgesetzter Sündenvergebung/Rechtfertigung, auch nach Beginn des "Yom Kippur", in die "enttäuschte" "kleine Schar" um Edson. Hahn, White u. a. ein. Crosiers protestantische Sicht stand im Widerspruch zu Snows und dehnte die Gnadenzeit bis ans Ende des Millenniums aus.
      Beides ist mir alles zu hoch und kommt mir sehr "wirr" vor - ich halte da mich lieber an die biblische Wahrheit, dass Jesus Christus unser einmaliges Sündopfer ist und bleibt

      freudenboten schrieb:

      Die Milleriten hätten sowohl Snows als auch Crosiers Fehler entdeckt, wenn sie Lev. 23:23.24. Aufmerksamkeit geschenkt hätten: Das Vorwiederkunftsgericht beginnt mit der "Siebten Posaune" Daniel 7:9.10. Offenbarung 11:15.-18. Das Vorwiederkunftsgericht endet mit dem "Entsühnungstag".
      ?????????????????????????????????????????????
    • freudenboten schrieb:

      Warum erwarteten die Milleriten die Wiederkunft Christi 1844 (Daniel 8:14.) Und welche Erklärung versuchen STA nachträglich für das Nichterscheinen Jesu.
      Weil sie eine falsche Verknüpfung zwischen Dan.8,14 + Dan.9,25 gezogen hatten (Berechnung: 457 v.Chr. (= angebl. Erlass des Artaxerxes zum Wiederaufbau Jerusalems!) + 2.300 Jahre = 1844 n.Chr.).
      Die nachträgliche Erklärung besagte, dass Jesus 1844 nicht zur Reinigung auf die Erde gekommen sei - sondern zur Reinigung in das himmlische Heiligtum im Allerheiligsten!
    • freudenboten schrieb:

      Eisegese oder Exegese? Zu drei der angeführten Punkte finde ich keine Belege im Text.

      In Lev. 16 steht als Erklärung V. 19.30. "reinigen" V. 21.22. "fortschaffen".
      Ich habe nicht umsonst von "sinngemäß" geschrieben. Für was steht denn deiner Meinung nach die Reinigung des Heiligtums, welches durch die Blutapplikation ("überdecken" - kaphar) geschieht? Welche Symbolik steckt für dich dahinter? Was sollte den Israeliten damit vermittelt werden? Welche Bedetung hat dieser Ritus aus Sicht des NTs durch Jesus Christus?

      "Gerecht" (tsadaq, H6663) und "rein" (taher, H2891) sind Synonyme (Suche nach "rein gerecht" - Lutherbibel 1984 :: BibleServer Mobile), somit sind dann auch die dazu gehörigen Verben "reinigen" und "rechtfertigen" Synonyme. Ich verstehe daher nicht, warum diese beiden Begriffe für dich eine grundsätzlich(?) unterschiedliche Bedeutung haben?

      In Daniel 8,14 wird H6663 und in 3. Mose wird H2891 verwendet - "sinngemäß" wird aber das gleiche gemeint. Es reicht meiner Meinung nach nicht einfach nur Wort mit Wort zu vergleichen. Es sollten auch die jeweiligen Sinnzusammenhänge hinzugezogen werden, d.h. die jeweiligen eigenständigen Kontexte und Intensionen der Texte.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      Es reicht meiner Meinung nach nicht einfach nur Wort mit Wort zu vergleichen. Es sollten auch die jeweiligen Sinnzusammenhänge hinzugezogen werden, d.h. die jeweiligen eigenständigen Kontexte und Intensionen der Texte.
      immer wieder wurde darfauf hingewiesen
      immer wieder wird dies nicht ernst genug genommen
      l.g.y.
    • Das ist genau die Frage nach dem Sinn des Rituals, ob am Entsühnungstag Sünde zugedeckt oder aufgedeckt und "beseitigt" werden soll.
      Es gibt im alten Hebräischen (Semitische Sprache) aus Prinzip keine pluralistischen "Synonyme" wie in westlichen Sprachen. Jede Wortwurzel (triliterales Verb) trägt ihren eigenen Grundsinn, und der geht bei allen Flexionen/Wortarten nie verloren.

      Daher muss man bei zadaq (gerecht, vollkommen sein) und kapar (entsühnen, wegnehmen) unterscheiden, welche Grundbedeutung jede Wurzel hat. Zadaq kommt in Sühneriten nicht vor, weil es im Opfersystem um sinnbildliches Wegnehmen von Sünden von einem und auflegen auf den anderen geht (Stellvertretung). Diesen Vorgang beschreibt die Wurzel kapar. Am Entsühnungstag (Lev. 3:16.) wird Sünde nicht von einem Mitglied des Volkes auf ein Opfertier übertragen (keine Handauflegung wie Lev. 1-3), es findet nur Übertragung vom Heiligtum/Hohenpriester auf den "Sündenbock" statt (Handauflegung).

      Zadaq hingegen beschreibt allgemein Rechtfertigung/Gerecht/Vollkommen/Angemessen sein (Entsprechung nicht Entsühnung) vor Gott.

      Interessant ist in Offenbarung 6:9.ff. "dass sie ruhen müssten noch eine kleine Zeit". Dies entspricht dem Yom Teruah (Alarm-/Warnungstag Lev. 23:24.25. Offenb. 11:15.-18. 14:6.-13.) und der Zeitspanne bis zum Yom Hakippurim. (Lev. 23:27. vgl. Offenbarung 11:15.-18.)

      Ob taher und zadaq "synonym" sind wage ich zu bezweifeln, sie kommen auch in unterschiedlichem Sinnzusammenhängen vor. Taher und kapar kommen im Sinnzusammenhang (Lev. 16) vor.

      Für "bedecken" steht kas(s)ah (betreffend Chatah, Sünde) als Wortwurzel.

      Der Irrtum Millers/Snows entstand durch die King-James-Bibel, welche zadaq (Daniel 8:14.) irrtümlich mit "reinigen" wiedergibt. Reinigen (kapar) gehört zur Wiederkunft Christi/"Ende der Gnadenzeit" und anschließendem Tausendjährigen Gericht (2. Petrus 3:8.-13.).

      Zadaq hingegen gehört zum Yom Teruah/Siebte Posaune Daniel 7:9.10. Offb. 6:9.-11. 11:15.-19. 14:6.-13.

      Miller/Snow hatten Recht, dass Levitikus 16 mit "kapar" sich aufs Ende der Gnadenzeit/Wiederkunft Christi bezieht. Sie hatten nicht Recht, dass sich dies mit Daniel 8:14. erfüllen würde. Snow korrigierte seinen Fehler (Lev. 23:24.25. kommt vor 27.ff.) leider nicht mehr.

      Crosier und die Gruppe der STA-Pioniere korrigierten den Fehler auch nicht. Stattdessen behaupteten sie (aufgrund Hebräer 9:11., welches nicht zeitgleich mit Hebr. 9:7. ist), Jesus sei 1844 zum "Versöhnungsritus" ins himmlische "Allerheiligste eingetreten". Crosier (protestantisch) behauptete im Gegensatz zu Snow, dass die Gnadenzeit am Yom Kippur weiterginge, sogar über die Wiederkunft hinaus bis ans Ende des "Millenniums"!

      Diese Entscheidung für Crosiers Auffassung gegen die Snows durch die STA-Pioniere korrigierte nicht den Fehler Millers/Snows (falsch 1844 = Yom Kippur, richtig: 1844 = Yom Teruah) sondern führte zu dem "Folgefehler", Crosiers "Gnadenzeit" zu übernehmen, allerdings nur bis zur Wiederkunft, nicht (wie Crosier) bis zum Ende des Millenniums.

      Hiram Edsons Entdeckung des "himmlischen Heiligtums" Hebräer 9:11. war zwar richtig, hat aber nichts mit der Zeit der Entsühnung/Reinigung am Yom Kippur (Verse 7.28.) zu tun. Hebräer 9:11.ff. zeigt die Erfüllung des "Yom Tenufah" (Lev. 23:10.-14.), welcher in die Passah-Woche (Offenbarung 4+5) fällt.

      Eine theologische Konsequenz aus dieser protestantischen Vermischung von rechtfertigen mit reinigen im Vorwiederkunftsgericht ist die unsichere Spannung zwischen Rechtfertigung, Gnade einerseits und Heiligung, Gehorsam andererseits.
    • freudenboten schrieb:

      Das ist genau die Frage nach dem Sinn des Rituals, ob am Entsühnungstag Sünde zugedeckt oder aufgedeckt und "beseitigt" werden soll.


      Die Sünde des Volkes, welche durch das Blut der täglichen Sündopfer im Heiligtum symbolisiert wird, wird bildlich mit "sündlosen" Blut zugedeckt (kapar H3722). Kapar bedeutet wortwörtlich in diesem Zusammenhang (!) zudecken/abdecken (H3722 - kaphar - Strong's Hebrew Lexicon (KJV)). Mit anderen Worten aus NT-Sicht: Christi vollkommene Gerechtigkeit tritt im Gericht an die Stelle unserer unvollkommenen Gerechtkeit, wodurch wir durch Gottes Gnade vor ihm gerecht dastehen - einschlägige Bibelstellen dazu muss ich nicht bringen, oder?

      Und ja, zusätzlich dazu wird Sünde beseitigt, indem sie auf den Asasel-Bock gelegt wird, welcher dann in die Wüste geführt wird. Dies geschieht am Ende nach den 1000 Jahren, wenn Satan (= Asasel) endgültig gerichtet wird.

      (Edit: die Frage, die hier stand hat sich erledigt)


      freudenboten schrieb:

      Ob taher und zadaq "synonym" sind wage ich zu bezweifeln, sie kommen auch in unterschiedlichem Sinnzusammenhängen vor. Taher und kapar kommen im Sinnzusammenhang (Lev. 16) vor.
      Kannst du mir Bibelstellen zeigen, in denen taher und zadaq gegensätzlich gebraucht werden? Wenn es um "Reinheit" im geistlichen Sinne geht - wie in Daniel 8,14 (!) - dann ist damit auch "Gerechtigkeit" gemeint, wie in den von mir verlinkten Bibelstellen.

      Beispiele der Paralellismen:

      Hi 4,17
      Wie kann
      ein Mensch
      gerecht sein vor Gott
      oder
      ein Mann rein sein vor dem, der ihn gemacht hat?

      Hi 17,9
      Aber der Gerechte hält fest an seinem Weg,
      und wer reine Hände hat, nimmt an Stärke zu.

      Ps 18,21
      Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit,
      er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.


      Es geht ja nicht um hygienische Missstände ("schmutzige Hände", Krankheiten), sondern um geistliche Missstände (Sünde). Parallel dazu empfehle ich den Umgang mit Aussatz am Menschen und Schimmel am Haus (beides 3. Mose 14) mit der Reinigung des Heiligtums (3. Mose 16) zu vergleichen. Da gibt es interessante Parallelen - nicht alles ist gleich, ich erkenne aber trotzdem klare Anspielungen. Das der Umgang mit (immaterieller / geistlicher) Sünde und (materieller / fleischlicher) Krankheit miteinander verglichen wird ist ein besonderes Anschauungsbeispiel für die Prinzipien Gottes.

      freudenboten schrieb:

      Eine theologische Konsequenz aus dieser protestantischen Vermischung von rechtfertigen mit reinigen im Vorwiederkunftsgericht ist die unsichere Spannung zwischen Rechtfertigung, Gnade einerseits und Heiligung, Gehorsam andererseits.
      Gerade weil es nicht als Synoynom verstanden wird (du nennst es Vermischung?), gibt es diese unsichere Spannung. Du schreibst von "zudecken" ODER "beseitigen", doch letzten Endes ist es für mich ein UND - und dadurch habe ich keine unsichere Spannung.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • nach Gesenius-Wörterbuch sind die Bibelstellen mit "kapar" sortiert. Selbst Vergleichen lohnt sich. Vielleicht ist Strongs "theologisch" sortiert? Das ist ja eines der Probleme beim Theologie-Studium!

      Ich nehme mir noch Zeit zur Prüfung Deiner Sätze im einzelnen.

      Ich bin auch nicht durch STA darauf gekommen, sondern der Anstoß kam, als ich begriff, dass "Yom Teruah" (Levitikus 23:24.25.) Beginn des "himmlischen Gerichtes" sein muss nicht erst "Yom Hakippurim".

      Ich will nicht ausschließen, dass kapar mit "bedecken" anfängt. Das Wesentliche Ziel im Kontext von Lev. 16 ist aber nicht das zudecken sondern das "Wegnehmen" der Sünde vom Heiligtum, Übertragen auf den Sündenbock und Fortschaffen, also der gesamte Vorgang, der die antitypische Wiederkunft Christi einschließt. das erfüllte sich nicht 1844.
    • freudenboten schrieb:

      als ich begriff, dass "Yom Teruah" (Levitikus 23:24.25.) Beginn des "himmlischen Gerichtes" sein muss
      Also ich kann bei Levitikus 23:24.25 beim besten Willen nichts von einem "himmlischen Gericht" - geschweige denn vom Beginn desselben lesen. In der neuen Lutherbibel 2017 steht da folgendes:
      Der Neujahrstag
      23 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
      24 Sage zu den Israeliten: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr Ruhetag halten mit Posaunenblasen zum Gedächtnis, eine heilige Versammlung.
      25 Da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem HERRN Feueropfer darbringen.

      Es geht hier also um den Neujahrstag (laut Überschrift in der Lutherbibel!) der Juden nach deren bürgerlichem Kalender, in welchem der 7. religiöse(Text!)Monat Tischri (babylon. Monatsnamen*) bzw. Etanim (kanaanit. Monatsnamen*) dem ersten (1.) Monat eines neu gezählten jüdischen Jahres entspricht. Der Monat Tischri ist der September - Oktober nach unserem Kalender! ===> Daher beginnt das jüdische Jahr immer im September oder Oktober. (laut jüd. Kalender sind wir 2017 im Jahre 5.777)

      Ich kann m.E. einen - allerdings weit hergeholten - Bezug nur herstellen zwischen dem Posaunenblasen und der Posaune die beim Herabkommen des Herrn Jesus vom Himmel (1.Thessalonicher 4,16) erschallt, und an das sich dann das Gericht anschließt. freudenboten, hast Du das so verstanden?

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      * zu den Kalendern im AT ---> siehe "NEUE INDUKTIVE STUDIENBIBEL (NISB)", deutsche Ausgabe 2013, Tabelle >Der jüdische Kalender< auf Seite 213 zu 3. MOSE 23

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Leider eine irreführende Überschrift.
      Es handelt sich um die Posaune/Shofar des Siebten Neumonds.
      Die Bezeichnung rosh hashana kommt nicht Gott/Mose, sondern sie ist abgeleitet von den babylonischen/persischen Königen, welche ihr Herrschaftsjahr mit diesem Neumond begannen. Auch als nachexilische Monatsnamen übernahmen die Juden babylonische/persische. Das mosaische Jahr beginnt mit dem ersten Frühlingsneumond (Ex. 12:2. 13:4. Außer Abib haben die Monate bei Mose nur Zahlen, wie die Wochentage, keine Namen.) Auch die "Posaunen" der Johannesoffenbarung Jesu Christi basieren auf dieser Zählung. Jesus und seine Apostel lehnten die "babylonischen" Ausätze der Ältesten, den Rabbinismus, ab.

      1. Thessalonicher 4:16. 1. Korinther 15:52. Die "Letzte Posaune" am Tag des Erscheinens des Menschensohnes ist nicht die "Siebte Posaune" sondern, Levitikus 25:10., die Posaune der Befreiung am 50. Yom Hakippurim/Entsühnungstag.
      Die "letzte Posaune" ist also ein weiteres Indiz dafür, dass der (Typus/Antitypus) "Yom Hakippurim" mit dem Tag der Wiederkunft Christi beginnen wird, nicht mit Daniel 8:14. (1844)

      Der Ausdruck "himmlisches Gericht" gründet sich auf Daniel 7:9.10. Offenbarung 6:10.11. 11:15.-18. 14:13.

      Die Parallele zwischen Offenbarung 10:6.7. 11:15.-18. und Daniel 8+10-12 ist mehr als deutlich!
    • freudenboten schrieb:

      Jesus und seine Apostel lehnten die "babylonischen" Aufsätze der Ältesten, den Rabbinismus, ab.
      Aber Jesus war doch selbst "Rabbi" = Lehrer oder stimmt das auch wieder nicht?

      freudenboten schrieb:

      Die "Letzte Posaune" am Tag des Erscheinens des Menschensohnes ist nicht die "Siebte Posaune" sondern, Levitikus 25:10., die Posaune der Befreiung am 50. Yom Hakippurim/Entsühnungstag.
      Lieber Freudenboten, eine sehr interessante Meinung! 2017 ist das 50. Jahr der Befreiung Jerusalems vom Joch der Araber am 7. Juno 1967!

      Wird also Deiner Auslegung nach, dann am 7.6.2017 die letzte Posaune erschallen und wir entrückt werden? Gott gebe es so, dass es so kommen möge!
    • Man hat die Lehre daraus gezogen, keine Zeitpunkte mehr zu berechnen. Zumindest die Adventisten. Die Zeugen J. zum Beispiel nicht. die haben fleißig weitergerechnet.
      Ich denke nicht das eine "Ausrede" gesucht haben, um nicht das Gesicht zu verlieren. Das war sowieso weg. Rund fünfzig Leute sind übriggeblieben von Hunderttausenden.
      Fakt ist doch, die Berechnung von Miller war richtig (in dem Sinne das die proph. Zeitketten ihr Ende fanden) und interessanterweise hatte Miller sich fast 18 Jahre Zeit gelassen bevor er sich öffentlich dazu äußerte.
      "Bis das Heiligtum wieder geweiht würde." - der falsche wenn auch verständliche Schluss war, dass man davon ausgegangen ist, das Heiligtum sei die Erde. Die Weihe wäre dann natürlich die Wiederkunft. Im allgemeinen wusste man zu dieser Zeit noch nicht, das es laut der Bibel auch ein Heiligtum im Himmel gibt. Dann wären die Schlüsse aus dieser Berechnung auch ganz andere.
      Darauf sollten wir uns konzentrieren.
      Und wer hier meint, es sei gar nichts passiert, der solle mir bitte mal sagen wie er die Zeitketten versteht. :greet:
    • DerEwigeStudent schrieb:

      Und wer hier meint, es sei gar nichts passiert, der solle mir bitte mal sagen wie er die Zeitketten versteht.
      Hi

      Ich gehöre zu denen, die glauben dass an diesem Datum genau nichts passiert ist, ausser dass viele Menschen wohl Gott enttäuscht den Rücken zugedreht haben. Trotzdem kann ich Dir keine Alternative anbieten, allerdings habe ich mich auch nie um eine Alternative gekümmert. Ich wüsste nicht, zu was das gut sein sollte und ich finde, man kann auch aus der Bibel eine völlig unnötige Wissenschaft machen. Das benötige ich persönlich aber nicht, es würde mich in meinem Glauben auch nicht vorwärtsbringen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi