Erziehung und Erziehungsmaßnahmen in der Bibel

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    • Nein Karoline, jetzt verdrehst Du schon etwas :)
      Du wirst nie jemanden finden der behauptet alles immer richtig zu verstehen - keiner hat das hier geschrieben..
      Keiner hat geschrieben dass man NICHT nachfragen darf -- wirklich keiner.

      Wie Du sicher schon bemerkt hast, versuche ich klar und einfach zu schreiben .
      Was mir auffällt ist , dass Du praxisbezogene Argumentation weitgehenst ausblendest .. ich schätze Du hast noch keine Kinder ?

      Freu Dich - Du wirst schnell merken dass das "Bauchgefühl" oft der bessere Ratgeber ist als 1000 Erziehungsbücher :)

      LG
      Helensche
    • Hallo Yokurt,

      Du hast den richtigen Vers zitiert : "Geistlich beurteilen" - das zeigt sich darin was ein Mensch mit der Erkenntnis TUT. Ob er das Gelesene im Leben anwendet - oder ob er es einfach als Wissensaufnahme sieht.

      Bei der Kindererziehung beruht das ganze noch verstärkend darauf dass ja um das Leben geht. Um das Leben unseres eigenen Herzblutes - das uns doch näher ist - naturgemäss - als "Fremde".

      Dass auch unsere Kinder in erster Linie Gott gehört - sollte uns auch bewusst sein. Und da Gott uns ewiges Leben geben will und uns liebt , können wir sicher sein dass Sein Wort eine gute Basis ist.

      Deswegen sollten wir gut aufpassen dass es nicht oberflächlich ist - danke für den Hinweis .

      LG
      Helensche (Mutter von 2 Söhnen , beide 30 Jahre und wohlgeraten :) )
    • Mir ist es egal, was im Alten Testament bez. Züchtigung steht. Für mich kämen Schläge in der Erziehung nie in Frage. Man kann Kinder auch ohne Schläge erziehen. Ich halte mich da an die Gebote Jesu, liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Mich selbst würde ich auch nicht schlagen,warum sollte ich das mit meinen Kindern tun. Ich verstehe unter Züchtigung viel mehr, dass man die Kinder erzieht. Man versucht also das Gute in den Kindern zu fördern und das Böse zu minimieren. Jesu musste auch nie Gewalt anwenden, warum sollte ich also Gewalt anwenden. Die Bibel ist immer auch ein Spiegel der damaligen Gesellschaft und was damals Gut und Recht war muss heute nicht mehr zwingend Gut sein.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ich schlage meine Kinder nicht.

      Ich kann mir Jesus nicht vorstellen, wie er jemanden - einen Erwachsenen oder ein Kind - schlägt. Eine solche Szene ist auch nicht beschrieben, oder? Wohl aber die Hinwendung zu den Kindern.
      Körperliche Gewalt ist immer der Ausdruck der Ohnmacht. Ich habe kein alternatives Erziehungsmittel mehr? Dann halt eine Backpfeife. Natürlich ist Gewalt eine Intervention die Wirkung hat, aber welche? Natürlich lieben Kinder auch eine schlagende Oma (s.o.) oder Mama oder einen Papa... was sollen sie auch sonst machen?
      Und dann zum Thema Gottes Wort und Wille. Wer meint im Garten Eden wären Schläge gottgewolte Erziehungsmittel gewesen? OK.
      In der Weisheitsliteratur sollten wir sehen, dass es sich um Weisheiten von Menschen handelt, nicht aber um ein "so spricht der Herr".
      Könnte es sein, dass wir heute weiser sind, also Salomo? Immerhin ist prophezeit, dass Weisheit und Wissen zunehmen werden... Im Übrigen hat Jesus selbst ein Gebot von Mose, von Gott legetimiert inhaltlich kritisiert: Den Scheidebrief - erlaubt von Mose, aber nicht gewollt von Gott - trozdem - zugestanden. Ist es deswegen empfehlenswert, einen Scheidebrief auszustellen?
      Es ist also nicht so einfach - weshalb zum Schluss komme: Jesus hat es nicht gemacht, ich mache es auch nicht. Mal sehen, was meine Kinder dazu sagen, wenn sie erwachsen sind...
    • Hallo Tobias, mit der Peitsche hat Jesus den Tempel von den Profitmachern gereinigt ...

      Und wie Du richtig schreibst - es ist kein "so spricht der Herr" . Das habe ich schon geschrieben. Die körperliche Zucht von Kindern war NIE Teil des Gesetzes. Wohl aber Schläge bei Erwachsenen. Die Bibelstelle habe ich angegeben.

      Ja - weise war Salomon .. nur wie lange war es ??

      Endete er nicht als entsetzlich unzüchtiger und schwer unmoralischer Mann ? Im Götzendienst verstrickt - eben durch seine Vielweiberei ?

      Ja -auch Salomon kann man unterschiedliche sehen :)

      LG
      Helensche
    • Helensche schrieb:

      Hallo Tobias, mit der Peitsche hat Jesus den Tempel von den Profitmachern gereinigt ...

      Sehr interessantes Argument: Tempelreinigung. Nur Johannes 2 berichtet davon, dass Jesus ezwas zur Hilfe nahm:
      "14 Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen.
      15 Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um
      16 und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!"

      Matthäus 21,12ff; Markus 11,15ff und Lukas 19,45ff sagen dazu nichts. Nicht mal Luther 84 schreibt "Peitsche". Mal abgesehen davon, dass es sich eben um erwachsene Händler handelte, lese ich nicht, dass Jesus die Geißel nutze um jemanden zu schlagen. Vielmehr nutze Jesus sie, scheinbar um "alle" zum Tempel hinaus zu "treiben"; Schafe und Rinder treibt man gewöhnlich mit einem Stock oder einer Geißel (bestehend aus mehreren Stricken), weil sie sich sonst nicht unbedingt bewegen. Ich würde also davon ausgehen, dass er die Stricke nicht nutzte um Menschen zu schlagen, sondern die Tiere herauszutreiben. Ich glaube hätte er jemanden dabei geschlagen, hätten die Tempelaufseher und Pharisäer nach mosaischem Recht sicher eine berechtigte Anklage gegen Jesus geführt - was aber an keiner Stelle erwähnt wird.

      Aber vielleicht noch was zur Erziehung:
      "Zorn mit Schweigen begegnen — Im Schweigen liegt eine wunderbare Macht. Wenn man dich mit ungeduldigen Worten angreift, rechtfertige dich nicht. Wenn man einem zornigen Menschen antwortet, wirkt das meistens wie eine Peitsche, die ihn zu noch größerem Zorn antreibt. Zorn, dem man mit Schweigen begegnet, dagegen ebbt schnell ab." EGW Intellekt, Charakter und Persönlichkeit — Band 2, Seite 125

      "Eine harte und strenge Erziehung ist genauso schlecht wie eine zu lasche und nachgiebige. Einer der schrecklichsten und folgenschwersten Fehler ist der, daß man meint, man müsse einem Kind “den Willen brechen”. Mag sein, daß der Schaden, den man dadurch anrichtet, nicht überall gleich groß ist — schließlich sind die Menschen unterschiedlich veranlagt —, aber mit Gewalt wird man nicht mehr als eine Scheinunterwerfung erreichen, die nur für einige Zeit verdeckt, daß derart gequälte Kinder innerlich nur um so rebellischer sind. Und wenn es wirklich gelingen sollte, ein Kind völlig zu beherrschen, ist das, was dabei herauskommt ein einziges Trauerspiel. Einen Menschen, der zum Ebenbild Gottes geschaffen ist, und den der Schöpfer mit Vernunft ausgestattet hat, darf man nicht wie ein Tier dressieren — auch nicht zu Gehorsam und Wohlverhalten. Haustiere müssen es lernen, sich ihrem Herrn unterzuordnen, weil der für sie denken und die Situation beurteilen muß. Wenn man solche Methoden auf Kinder anwendet, was nicht gerade selten geschieht, macht man sie zu mehr oder weniger unterwürfigen Werkzeugen. Verstand, Wille und Gewissen werden von anderen beherrscht. Gott will nicht, daß so etwas geschieht. Wer es dennoch tut und damit die Persönlichkeit des Kindes zerstört, lädt schwere Schuld auf sich, deren Folgen nicht abzusehen sind." EGW, Erziehung, Seite 288.
    • Hallo Tobias, hmmm , also dann kann die Situation mit Simeon , der von Gott die Prophezeiung bekommen hat dass er erst sterben werden wenn er den von Gott gesandten Messias gesehen hat - auch nicht stimmen - wird dies doch nur in Lukas 2 berichtet..

      Dann ist auch Jesus nicht das gekommene Wort - es wird nur im Joh berichtet...

      Es wird sicher noch andere Begebenheiten geben die man nur in einem der 4 Evangelien nachlesen kann.. alle perdu?

      Und Jesu manchmal sehr harte Wortwahl war ... manchmal sehr harsch ... oja !

      Aber bitte .. das hat nichts mit Erziehung zutun .. und Du spirchst ja von einer harten und strengen Erziehung - also eher lieblos. Davon hat niemand hier geschrieben.
      Liebe ist und bleibt der Boden jeder Erziehung. Liebe ist gepaart mit Züchtigung . Auch bei uns Erwachsenen.

      Die kann unterschiedlich sein - eine unmoralischer Lebenswandel kann einen durchaus z.B. körperlich züchtigen = Geschlechtskrankheiten . Und seelisch : zerbrochene Beziehungen, kaputte Familien, traumiatisierte Kinder ... Jugendliche die schon beziehungsgestört sind bevor sie überhaupt reif sind zu einer festen Bindung..

      Unsauberkeit am Körper kann krank machen - übertriebene Suaberkeit auch. Unmässigkeit beim Essen macht dick - und bringt damit die damit verbundenen Leiden.

      Und jetzt das positive "Züchtigen" : ein Kind lernt schwimmen - es wird sicherlich mal ganu ungangenehm Wasser schlucken. Es lernt Radfahren .. es wird seine blauben Flecken bekommen ... es wird mal runterfallen beim klettern ... der Boden verwandelt sich nicht in Watte ....

      Fussballspielen ... Handball , Turnen , Herumtollen ... sagen wird mal : pro Kind brauchen wr 10 Meter Pflaster und ne Tonne Wundpaste :D
      Oder willst Du dass Deinem Kind nie was passiert?? Dann passiert dem Armen ja nie was :D langweilig !

      Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Willen brechen und Willen durchlassen..
      Das eine ist für das Kind genauso schädlich wie das andere...


      LG
      Helensche
    • Aus dieser Erklärung denke ich, dass Peitsche oder Geißel der gleiche Begriff ist.

      universal_lexikon.deacademic.com/41810/Gei%C3%9Fel

      Hier noch eine weitere Erklärung:

      Johannes 2, 14-17 (Interlinearübersetzung Griechisch-Deutsch)

      14 Und er fand im Tempel die Verkaufenden Rinder und Schafe und Tauben und die Geldwechsler sitzend,
      15 und gemacht habend eine Peitsche aus Binsenstricken, alle trieb er hinaus aus dem Tempel, sowohl die Schafe als auch die Rinder, und der Geldwechsler schüttete
      er aus das Wechselgeld, und die Tische warf er um,
      16 und zu den die Tauben Verkaufenden sagt er: Schafft weg dies von hier! Nicht macht das Haus - meines Vaters zu einem Haus (des) Handels!
      17 (Es) erinnerten sich - seine Jünger, dass geschrieben ist: Der Eifer - um dein Haus wird verzehren mich.

      Der sanftmütige Jesus eifert um die Ehre Gottes. Und genau da wird er anders, als mancher sich wünscht oder vorstellt. Er ist eben kein Softie, sondern ein kerniger Mann mit Autorität und Verantwortung vor seinem Vater. Es kann ihn nicht kalt lassen, wenn der Vater verunehrt wird.
      Mache Gott zu deinem Gegenüber in all deinen Gedanken, egal ob im Auto, beim Einkaufen oder vor dem Computer. Besprich mit Gott genau das, was du gerade tust. Es wird dein Leben verändern. Hans Peter Royer
    • Ups - bitte lesen was ich schrieb.

      Helensche schrieb:

      Es wird sicher noch andere Begebenheiten geben die man nur in einem der 4 Evangelien nachlesen kann.. alle perdu?

      Warum, würdest Du das annehmen? Ich nicht. Ich habe ja an keiner Stelle bestritten, dass er eine Geißel benutzt hat.
      Dazu vielleicht nich was aus Wikipedia:
      "Das Wort Peitsche hat im Sprachgebrauch weitgehend das ursprüngliche Wort Geißel verdrängt, das heute im Hochdeutschen nur noch in der Bedeutung Züchtigungsinstrument und übertragen im Sinne von Strafe verwendet wird.[Duden] ‚Geißel‘ findet sich schon ahd. kaisala, geisila, geisla. Nach Grimm ist es ursprünglich nur der Stiel selbst, weil es sich auch für einfache Hütestöcke findet. Der Übergang auf die Bedeutung ‚Peitsche‘ dürfte in der Zeit der Entlehnung des zweiteren Worts stammen. Bei Grimm ist die Schreibung Geisel ohne »sz« (bzw. heute »ß«) noch das Lemma.[8]"
      Was scheinbar doch für einen Stock (zum treiben der Tiere) spricht, als Peitsche im Sinne einer Lederpeitsche zum Knallen.
      Es würde daher ein Photo helfen...

      Zurück zum Thema: Warum ich es interessant finde, dass nur Johannes berichtet, dass Jesus was in die Hand genommen hat, ist gerade, dass auch die anderen drei das Ereignis an sich für so wichtig erachten es aufzuschreiben, aber drei von vier nicht berichten, dass Jesus etwas in die Hand genommen hat. Ich würde vermuten, das sie es aber geschrieben hätten, wenn Jesus mit einer Geißel nach Menschen geschlagen hätte, wenn sie schon alle schreiben, dass Jesus auch die Tische umwarf. Schon das war ja ungeheuerlich. Glaubst Du also, das Jesus der das Ohr des Römers heilt, auf der anderen Seite Menschen mit der Peitsche schlägt? Ich nicht. Und Johannes hat es nicht geschrieben. Und die anderen drei auch nicht. Das ist der Bericht der Bibel...

      Helensche schrieb:

      Die kann unterschiedlich sein - eine unmoralischer Lebenswandel kann einen durchaus z.B. körperlich züchtigen = Geschlechtskrankheiten .

      Das ist leider neben dem Thema, wir disskutieren ja Menschliches verhalten in Form von Gewalt.

      Helensche schrieb:

      Und jetzt das positive "Züchtigen" : ein Kind lernt schwimmen - es wird sicherlich mal ganu ungangenehm Wasser schlucken. ... Handball , Turnen , Herumtollen ... sagen wird mal : pro Kind brauchen wr 10 Meter Pflaster und ne Tonne Wundpaste :D Oder willst Du dass Deinem Kind nie was passiert?? Dann passiert dem Armen ja nie was :D langweilig !

      Ich würde schon wollen, dass ihm nichts passiert - akzeptiere aber des etwas passiert. Aber Schläge der Erwachsenen "passieren" nicht.

      Helensche schrieb:

      Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Willen brechen und Willen durchlassen..
      Das eine ist für das Kind genauso schädlich wie das andere...

      So formuliert beschreibst zu zwei Extreme, von dem aber das eine, nämlich Willen brechen, keine Abstufung zulässt, entweder ich breche den Willen oder nicht. EGW schreibt ja "mit Gewalt wird man nicht mehr als eine Scheinunterwerfung erreichen" und da hat sie recht. Welchen Zweck haben denn die Schläge in ihrem Kern? Unterwerfung.
    • Hallo Tobias,

      selbstverstädnlich sind Kinder ihren Eltern unterworfen - untertan. Was ist daran falsch? Nichts - nicht das geringste . Und in einer Famlie stellen nun mal die Eltern - vornab der Vater (so denn noch vorhanden) die Regeln auf . Logisch oder?
      ich möchte doch einmal klarstellen dass ich von Eltern mit Herz und Verstand rede und nicht - wie das oft schon als "normal" angesehen wird Misshandlern - denen ist nur mit staatlicher Gewalt beizukommen .
      Oft denke ich wenn man über dieses Thema spricht - wie wären nur noch von Kinderprüglern umgeben.
      Wenn man mit Lehrern / Kindergartenpädagogen redet hat man ein ganz anderes Bild : Erziehung ist Fremdwort - "bitte danke" unbekannt - jedes Kindchen hat heute seine "Pläsirchen" auf die man Rücksicht zu nehmen hat (umgekehrt wird s schon schwieriger).
      Und dann gibt Lehrer die misstrauisch werden wenn ein Kind folgsam und fleissig, höflich und lernbereit ist - man vermutet "Misshandlung".

      Wir leben wirklich in einer völlig verdrehten Welt ... ?(

      Ich denke z.B. dass einige Kinder noch leben würden - hätten sie z.B. im Strassenverkehr ihren Eltern GEHORCHT und sich ihren Anweisungen UNTERORDNET -.
      Umgekehrt genauso - Eltern die ihre Kindern zu frei lassen und nicht richtig beobachten - Badeunfälle - Teich und Poolunfälle.

      Gewalt = heisst nicht perse Brutalität. Es bedeutet Autorität.
      Wieviele Jugendliche haben Probleme eine Lehrstelle zu finden ? Schau Dir das Benehmen an - sie kennen ihre Rechte ( ohne je auch nur irgendwas geleistet zu haben ) aber Pflichten - da wird s holprig.

      Kinder sind keine "Partner" - Eltern -Kind ist ganz klar ein "Oben-Unten" Verhältnis einer der vorgibt - einer der sich richtet.
      Und da wir es nun mal mit der Bibel, dem Wort Gottes der Wahrheit zutun haben - und wir hier die höchste Form der gelebten Liebe erlernen können , ist es bestimmt nicht sinnlos dass darin auch durchaus von körp. Züchtigung geschrieben steht.

      Wir stehen unterm dem staatlichen Verbot - ergo halten wir uns daran. Somit müssen wir andere Formen der Konsequenzen haben. Rein staatlich gesehen ist JEDE Form von "Gewalt" aber in der Erziehung verboten - was immer sie darunter verstehen.

      Aber wer weiss , vielleicht sind ja staatliche Einrichtungen wie Kleinstkinder und Säuglingskrippen und Ganztagsschulen wirklich die bessere Alternative als Gottes Bild der Familie : Vater-Mutter-Kinder ( sorry ich meinte natürlich : Elter 1 , Elter 2 und Kinder)

      Unterwirf Dich der staatlichen Gewalt - da werden Sie geholfen ;)

      LG
      Helensche
    • @Helensche

      Von den Gegnern von Schlägen gegenüber Kindern, werden die wenigsten bestreiten, dass Kinder Regeln benötigen, Erzogen werden müssen, Liebe bedürften und auch mal bestraft werden müssen. Nur erachte ich Schläge als die falsche Erziehungsform. Schläge haben überhaupt keinen Vorteil. Wenn ja, würde ich gerne wissen, was der Vorteil von Schlägen und Gewalt gegenüber Gewaltloser Erziehung sein soll.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Tut mir Leid, Helensche, Du wirfst mir zuviel in einem Topf um darauf eingehen zu können. Vieles stimmt ja von dem was Du schreibst, nur eine Begründung für die zwingende Notwendigkeit von Körperstrafen finde ich nicht - nur eine Rechtfertigung aus den Sprüchen Salomos und einer zweifelhaften Auslegung von Joh. 2. Für mich viel zu dünn.
      Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich in einer anderen Lebenswirklichkeit zu Hause bin. Bei unseren Kindern im Kindergarten und Schule wird Bitte und Danke gesagt, höfliche Kinder wertschätzend behandelt und deren Eltern mit viel Respekt, Achtung zu Sympatie begegnet.
      Es würden auch viele Kinder noch leben, würden sie von ihren Eltern nicht geschlagen worden sein.
      Gewalt, in dem Sinne wie wir darüber reden, meint nicht Autorität sondern Körperstrafe. Darum geht es hier in diesem Austausch. So und nun noch zur vorweggenommenen Sinnhaftigkeit von dem was in der Bibel steht:
      2. Mo. 21. 20: "Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden. 21 Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld."
      Diese Regel hatte bestimmt einen Sinn - und verbesserte die Situation der Sklaven erheblich. Aber auch heute? Nach Deiner Hermeneutik: Ja. Ich hätte damit nach biblischer Ethik ein Problem...

      Ach - jetzt sehe ich Deinen Punkt: Nicht dafür, aber auch nicht dagegen. Ich meine so eine Position gibt es nicht. Wer nicht dagegen ist, ist dafür.
    • Tobias ..

      nirgends habe ich von zwingender Notwendigkeit geschrieben - nirgends !

      Im Gegenteil : meine Haltung ganz klar - wenn möglich NICHT !

      Ich schliesse es nur nicht aus !

      Dir sind zuviele Punkte drinnen ? Genau das IST der Punkt .

      Erziehung ist reales Leben nicht theoretisches Reden.

      LG
      Helensche
    • Ich denke, diese Diskussion wäre viel sinnvoller / fruchtbringender, wenn wir nicht (nur) theoretisieren, sondern viel mehr aus praktischen Erfahrungen erzählen würden. Und zwar gehört zu solchen Erfahrungen, dass man die Kinder wirklich groß gezogen hat und sie heute auch sieht - wie sie geworden sind. Sind sie so geworden, wie sich es Gott wünschen würde? Demütig, Gottesfürchtig, gehorsam, liebend, nachfolgend...?

      Wenn jemand über Seine großgewordene Kinder etwas Gutes erzählen kann, folgt daraus nicht automatisch, dass alle anderen Erziehungsmethoden schlecht sind. Ein anderer könnte mit seinen Erziehungsmethoden vielleicht noch bessere Ergebnisse erzielt haben. Hier ist nicht nur die Frage ob "Gut" oder "Schlecht", sondern auch ob "Gut" oder "Besser" oder "Noch besser". Und manche Erziehungsmethoden haben sowohl ihre Vor- als auch ihre Nachteile. Bei der Beurteilung müssen dann alle Aspekte in Betracht gezogen werden. Auch gilt, dass jeder Mensch individuell ist, dementsprechend wahrscheinlich auch unterschiedliche Erziehungsmethoden geeignet oder nicht geeignet sind.

      Meine Meinung: eine richtige Erziehung erkennen ist eine Wissenschaft für sich, und heute hat man noch nicht alles erkennen können. Deshalb sollte man darüber nicht streiten. Bringt eure persönliche Beispiele, wie ihr eure Kinder erzogen habt und was aus ihnen heute geworden ist. Diese Beispiele sind für dieses Thema entscheidend und überzeugend.

      Nützlich wäre es auch, wenn sich jemand mit persönlichen Erfahrungen melden würde, der beruflich bei Kindererziehung tätig ist bzw. Absolventen im Bereich des sozialen Lebens, Pädagogik und der Kindererziehung.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Guter Vorschlag !

      Beginnen möchte ich damit dass ich 2 Söhne hae - einen leiblichen und einen Stiefsohn. Beide Jahrgang 1983 :)
      Zu meiner Zeit beim 1. (leiblich) war es so dass die Meinung noch herrschte (anti-autoritäre Zeitalter ) man dürfe einen Säugling niemals und unter keinen Umständen schreien lassen - wegen der seelischen Schäden ...
      Resultat war : Mütter mir blanken Nerven - völlige Überforderung - nur noch müde - dominiert vom Säugling - kurz und gut wir waren fix und fertig..

      ich zog nach ein paar Monaten (ca halbes Jahr) einen Schlussstrich unter den Irrwahn und kam in eine Normalität : aus mir dem Gerenne bei jedem Piep! Natürlich gabs ein Geplärre wenn es ums Schlafen ging - egal - er schlief dann schon. Ich ging dann einfach ab und zu ans Bettchen -streichelte ein wenig über den Rücken oder Kopf - liess ihn aber liegen (ohne Licht aber Türe auf). So wusste er er war nicht allein - aber es gab kein heraus nehmen.
      Als dann die Zeit kam wo er anfing : ich muss aufs Clo - ich habe Durst ect :) : Wasserglas ans Bett - aufs Clo ok - aber ganz leise. kein herkommen um zu spielen oder Fernseh schauen oder sonstwas - kein Licht im Zimmer. (es war genug hell um zur Toillette zu gehen und zurück)
      Auch dies war schnell passé.
      Gute-Nacht-geschichten waren auch immer da :)
      Da das Zähneputzen vom 1. Zahn an alltäglich war . war auch das nie ein Streitpunkt .

      Ich denke Kinder wachsen in die gelebte Konsequenz hinein.
      Nach ein paar Wochen schlief er ruhig durch

      TV : immer nur bestimmte Serien / Filme - nie ein dauerndes laufen lassen. Viel draussen sein und spielen war normal -- viel Gemeinschaft mit anderen Kindern.
      Spielzeug war eher rar - solche Kinderzimmer die jedem Spielzeuggeschäft Konkurrenz machen finde ich furchtbar - vor allem weil das Aufräumen für die Kids oft schlicht nicht mehr machbar ist.

      Natürlich gab es mal Gemurre .. "ich mag nicht " ... dem kann leicht abhelfen : Kind kommt hungrig aus der Schule .. kein Essen ??? Ganz einfach "Mama mag nicht" :D das hab ich echt gemacht ! Wo ist meine Lieblingshose ? Nicht gewaschen ?? Nö -- Mama "mag nicht" :D so lernte er dass auch "Nicht-Mögen-Dinge" nötig sind :)

      Das mal zu Beginn - wer hat andere Tips?
      LG
      Helensche
    • Gott geht es vor allen Dingen darum, die Menschen für das ewige Leben tüchtig => fähig zu machen. Dazu müssen ALLE erzogen werden. Erwachsene, wie auch Kinder. Und da ein kleines Bäumchen elastischer ist, als ein alter Baum, liegt es nur auf der Hand, dass die Erziehung, (Schule, Sprache, fremde Sprache, Handwerkliches Können, usw.) in der Kindheit und Jugendalter einfach geht. Das Gehirn formt sich leicht, nimmt auf.

      So benutzt Gott für die unterschiedlichsten Menschen auch unterschiedlichste Erziehungsmethoden. Genau dieses Prinzip gilt auch oder grade für die Erziehung der Kinder. Dem einen Kind kannst Du eine Woche Hausarrest geben, bei dem anderen reicht schon ein scharfer Blick.

      Weil die Rute als eine von Züchtigungsmaßnahmen in der Bibel benutz wird, heißt, dass eine körperliche Strafe etwas normales war. Wenn Gottes Menschen zu Erziehung eine Rute benutz(t)en, darf es keine Mißhandlung sein, diese wäre aufs schärfste zu verurteilen.

      Gott sagt uns aber eine viel, viel schlimmere Erziehungsmaßnahme, wenn sonst nichts helfen soll:

      Mt.5, Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf's von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.

      Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.

      Das ist schon sehr heftig... und DOCH laufen in den Gemeinden keine Einäugigen oder Einarmigen.

      Hier ist der Schlüssel für diese Ausgangsfrage: Die Erziehung oder Züchtigung muss KONSEQUENT sein. Sie soll auch "weh" tun (ein Computerverbot z.B. kann auch sehr schmerzhaft sein.) Schreibt E.G.W. nicht etwas davon, dass man mit einem ungehorsamen Kind erst reden, beten und dann eine bestimmte Maßnahme (Strafe) bestimmt?..... das Kind kann aber sein Fehler einsehen und um Vergebung bitten (Die Eltern z.B.). Das alles gehört zur Züchtigung dazu. Ein Seelenschmerz kann mehr weh tun, als ein physischer.

      .
    • Sandkastenerinnerung :)

      Währen der Hausarbeit kam mir folgende (nun doch schon sicher 20 Jahre her) Erinnerung ;D

      Ich sass bei einem Spielplatz im Sommer .. im Park ... on der Nähe ein schöner grosser Sandplatz für Kinder. Es warne ca 5 Kinder anwesend darunter ein Mädchen mit ca 3 Jahren. Ein richtig verzogenes Ding !
      Dort lief sie hin schmiss Sand auf die Kinder oder brüllte los wen ihr etwas nicht in den Kram passte. Mama lief immer mal wieder hin und erklärte "lieb freundlich" warum man dies und das nicht machen sollte ... tut ja weh .. beisst in den Augen ... blablabla ..
      Einem eta 5 jährigen Bubem war dies dann doch zuviel und stiess die Kleine - nach einem weiteren Sandschneesturm über seinm Kopf - um ! Es schubbst sie dass si auf dem Popo landete. Völlig verständlich .
      Mama kam gerast und schimpfte (!!! aha sie kann also auch anders ! ) mit dem "grossen Buben" der doch "es besser wissen soll - das Mädchen ist doch noch SOOO klein " :D
      In der Zwischenzeit gesellte sich eine andere Mama mit einem ca 2 jähren (Bub oder Mädl weiss sich nimmer) und - dass sehr bald auch die Bosheit der Kleinen zu spüren bekam. Nun hatte Mädchen-Mama Ärger mit Klein-Kind-Mama ... und Mädchen-Mama wollte nun der Tochter (ENDLICH!) das Schäufelchen aus der Hand nehmen ... oha .. die landete aber erst mal mit Wucht in Mama Gesicht ... mit Gebrüll ...

      Mit hochrotem zornigem Gesicht verliessen Mama und Kleindrachen den Platz. Die 2 waren dann noch eine Zeitlang Gesprächesthema ...

      LG
      Helensche
    • Also Jakob, jetzt bin ich etwas irritiert über Deine Intervention. Du denkst es wäre hilfreicher, wenn wir alle mal erzählen, welche Erziehung gelungen ist, weil Erziehung eine Wissenschaft für sich ist?
      Wir hatten als Ausgangspunkt dieser Diskussion eine Frage, wie wir zu biblischen Aussagen stehen. Diese drehen sich um Körperstrafen in der Erziehung von Kindern.
      Jakob, Erziehung als Wissenschaft ist die Reflektion von Meinung und Verhalten, nicht ein Verhalten zu beschreiben: Ich erziehe so und stellt euch vor, wass ich schon erlebt habe... das ist sicher nett, bietet aber kaum Erkenntnisgewinn.
      "Erziehung ist reales Leben nicht theoretisches Reden." Ja aber wird Erziehung nicht theorie-gesteuert, ist es ein untauglicher Versuch zu erziehen! ... um es mal drastisch zu sagen. :)
      Leider erziehen wir viel zu oft so aus dem Bauch heraus. Wenn ich nicht begründen kann, warum ich etwas tue oder nicht, verstehe ich nicht, was ich mache und setze mich mit den Folgen nicht kritisch auseinander. Also fände ich es durchaus weiterhin spannend, über die grundsätzliche Frage "Schläge ja oder nein" mit unterschiedlichen Auffassungen zu streiten. Vielleicht können wir etwas daraus lernen.

      Zu Stofi:
      "Wenn Gottes Menschen zu Erziehung eine Rute benutz(t)en, darf es keine Mißhandlung sein, diese wäre aufs schärfste zu verurteilen." Ich meine, eine Rute zu benutzen ist immer eine Mißhandlung.

      Worum geht es bei der Züchtigung: darum Schmerzen zuzufügen - seelische oder körperliche ? so verstehe ich Deinen Beitrag.
      Oh weih, ich habe bei keiner meiner Erziehungsmaßnamen den Zweck Schmerzen zuzufügen, weder seelische noch körperliche. Mein Zweck ist immer Schaden von meinem Kind oder den Anderen abzuwenden. Dazu braucht man keine Schmerzen - denn mit Schmerzen lernt man - und das Kind - nichts oder nicht das richtige. Erfahrungen, die mit Schmerz verbunden sind, hemmen sogar physiologisch das Lernen. Was ich mit der Rute lerne ist allenfalls: Wenn ich nicht tue was Mama sagt, kommt Papa und schlägt mich. Das tut weh - das möchte ich vermeiden.
      Was das Ausgangsproblem war, also warum Mama etwas möchte, wird nicht verarbeitet und daraus wird nichts gelernt. Bin ich dann so groß, dass Papa mir körperlich gleich- oder unterlegen ist, brauche ich diese Form von Verhaltensvermeidung nicht mehr, weil ich mich ggf. körperlich durchsetzen kann - ergo: Das eigentlich schändliche Ausgangsverhalten kann ich nun gefahrlos wieder aufnehmen...

      Und wenn Du Jakob, diesen Worten mehr Bedeutung beimisst, weil ich erziehe: Ich habe zwei Kinder (5 und 8). Meine Frau und ich erziehen ohne Schläge, Kopfnüsse oder Klatscher auf Po, Hand oder in das Gesicht - wie ich auch erzogen worden bin. Ich glaube, meine Beiden sind auf einem guten Weg. Ich befasse mich aber auch berufsmäßig mit der professionellen Erziehung (also nicht der Elternarbeit). Aber in diesem Spektrum der Erziehung ist die Rute natürlich kein Thema mehr...

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