Sind Zeugen Jehovas Christen?

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    Jan schrieb:

    komisch, dass ich keinen Unterschied zum Christentum sehe, wenn ich das lese. Ich bekomme den Eindruck, dass Islam christlicher Lebensstil ist - Glaube - Gebet - Ethik..

    warum nennen wir uns nicht Muslime? ...


    Und was ist mit Jesus, als GOTT und dem Heiligen Geist?
    Was ist mit dem Kreuzestod und der Auferstehung, konstituierend für das Christentum?

    Tut mir leid, aber ich verstehe Deine Aussage "dass ich keinen Unterschied zum Christentum sehe" nicht! ewgwrgt
    Liebe Grüße, Heimo
  • muss man den Heiligen Geist erklären können, um ihn bitten, weil Gott ihn uns sonst nicht geben möchte?!? Ich glaube nich.. sein Wirken ist wichtig aber wenn ich Glauben als Beziehung zu Gott sehe, dann muss ich nicht solche theologischen Glaubenspunkte noch mitreinnehmen

    Dass Gott für uns am Kreuz starb ist wohl ein großer Unterschied, aber komischerweise leben auch Muslime christlich und reden von Vergebung, Barmherzigkeit
    Katholiken oder die heutigen Protestanten interessieren sich leider meistens auch nicht für Jesus und das Kreuz. Dementsprechend ist der christliche Rahmen schon sehr weit und auch Zeugen Jehovas sind Christen, obwohl sie nicht glauben, Jesus war Gott

  • Jan schrieb:

    ...Dementsprechend ist der christliche Rahmen schon sehr weit und auch Zeugen Jehovas sind Christen, obwohl sie nicht glauben, Jesus war Gott
    NEIN, da muss ich widersprechen, Zeugen Jehovas sind keine Christen (jedenfalls nicht für mich). Wer Jesus nicht als den Sohn Gottes, in dem Gott für uns Mensch geworden, gestorben und auferstanden ist anerkennt, ist KEIN Christ.
    .
    Liebe Grüße, Heimo
  • Nein, auch keine Moslems - denn die sind noch später entstanden.

    Christen werden die Menschen, die an Jesus als den Sohn Gottes und Erlöser glauben, laut Bibel erstmals in Antiochia genannt (~40 - 45 n.Chr. nach meiner Schätzung, hab jetzt nicht nachgeschlagen, wann Paulus dort war):

    Apg 11,26 schrieb:

    ... und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. Es geschah ihnen aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.
    Liebe Grüße, Heimo
  • wenn Adventismus und Christentum die richtige Religion ist, muss es damals auch schon die richtige Religion gewesen sein. Wer im AT Gott aufrichtig gefolgt ist, war nach meinem Verständnis ein Christ/Adventist, siehe auch Heiligtumslehre die im AT fußt und von Jesus handelt.

    HeimoW schrieb:

    NEIN, da muss ich widersprechen, Zeugen Jehovas sind keine Christen (jedenfalls nicht für mich). Wer Jesus nicht als den Sohn Gottes, in dem Gott für uns Mensch geworden, gestorben und auferstanden ist anerkennt, ist KEIN Christ.
    Wikipedia sagt zur Lehre der ZJ: "Nur aufgrund der Erlösung der Menschheit durch den Tod Jesu, des persönlichen Glaubens an den Wert dieses Opfers und einem, nach Gottesmaßstäben ausgerichteten Leben, könne der Gläubige Vergebung von Sündenschuld erlangen. Nur durch Jesus sei demnach ewiges Leben möglich. "
    Dort werden sie deshalb auch "christliche Religionsgemeinschaft" genannt.

    Ich finde es nicht nett, wenn man anderen die Anerkennung nimmt. Auch von uns Adventisten wird ja oft gesagt, wir seien werksgerecht und keine echten Christen, was natürlich nicht stimmt; darum gehe ich mit meinem Nächsten auch nicht so verurteilend um.

  • Wer Jesus Christus nicht als Sohn Gottes anerkennen kann, ist für mich kein Christ, das hat nix mit "Anerkennung" zu tun, sondern nur damit, was für mich konstituierend für das Christ-Sein ist: Wer Jesus nicht als den Sohn Gottes, in dem Gott für uns Mensch geworden, gestorben und auferstanden ist anerkennt, ist KEIN Christ.

    GOTT stirbt für uns Menschen, das ist das genuin christliche Alleinstellungsmerkmal. Menschen opfern sich auch in anderen Religionen (z.B. Promentheus, der sogar ein HalbGott war).

    Wenn Dir die Göttlichkeit Christi als Unterscheidungsmerkmal (Christ vs. Nichtchrist) nicht so bedeutend scheint - ok, Deine Entscheidung. .

    .
    Liebe Grüße, Heimo

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

  • Heimo,

    jeder ZJ wird Dir widersprechen, wenn Du ihm unterstellst, dass sie nicht glauben, dass Jesus Gottes Sohn sei, in dem Gott Mensch wurde, starb und auferstand. Sie glauben auch wie alle anderen Groß- und Kleinkirchen, dass Jesus nicht nur für uns starb, sondern dass er stellvertretend für die Menschen starb und dass Menschen nur gerettet werden können, wenn sie an dieses stellvertretende Opfer Jesu glauben und dieses stellvertretende Opfer auch im Glauben annehmen. Das glaubst du doch auch als Adventist so, und wenn dieser Glaube das "genuin christliche Alleinstellungsmerkmal" ist, wie Du es wörtlich formuliert hast, (hast Du das so gemeint?) wie kannst Du ihnen dann das Christsein absprechen?


    Könntest du vielleicht noch sagen, was an diesem speziellen Glaubenspunkt der ZJ, wie ich es hier nochmal für sie präzisierte, anders ist, als das, was du und auch andere Christen glauben? Kann es sein, dass du glaubst, dass GOtt für uns Menschen stirbt, wie Du es tatsächlich formuliert hast, und die ZJ nur glauben, dass Jesus als Sohn Gottes für uns Menschen starb? Oder besteht der Unterschied darin, dass du zwar glaubst, dass Jesu wohl für uns Menschen starb, aber nicht, dass er stellvertretend für uns Menschen starb, wie es die ZJ glauben? Rein sprachlich und auch sinngemäß könnte das ja wirklich etwas Anderes sein - oder nicht?


    Ansonsten ist der einzige Unterschied zwischen Adventisten und ZJ - was zumindest die Person Jesus betrifft - der, dass ZJ glauben, dass Jesus nicht von Ewigkeit her existiert, wie der Vater, sondern dass Jesus das erste "Geistgeschöpf" ist, das der Vater in diesem Universum vor den Engeln geschaffen hat und ihm dann aber die Macht verliehen hat, Himmel und Erde zu schaffen. Jesus ist aber im Glauben der ZJ weder so ewig, noch so allmächtig, noch so allwissend wie der Vater und aus diesem Grunde wird er auch von ZJ nicht persönlich angebetet. Wer das tut, der begeht in ihren Augen Götzendienst.

    Der Erfinder dieser Lehre über Jesus war Arius, der bekannte Bischof von Alexandrien im 4. Jahdt. Ihm gegenüber stand Athanasius, ebenfalls ein Bischof von Alexandrien, der die Meinung vertrat, Jesus wäre nicht von Gott geschaffen, sondern von ihm vor den Engeln aus seinem Schoß heraus als buchstäblicher Sohn gezeugt. Aus diesen zwei Ansichten über die Gottheit und Menschlichkeit Jesu entstand im 4. Jahrhdt. der sogenannte Arianische Streit, der das Christentum schon damals und bis heute sehr gespalten hat und sogar zu großen Kriegen und Verfolgungen führte

    Adventisten glauben hingegen, dass Jesus weder von Gott geschaffen, noch gezeugt wurde, sondern dass er schon von Ewigkeit her als zweite Person neben Gott Vater existiert hat und sein Leben nicht erst vom Vater erhalten hat, und dass er somit auch alle göttlichen Eigenschaften, wie sie auch der Vater hat, in sich selbst hat. Deshalb beten wir ihn auch an, ohne dass uns jemand deshalb Götzendienst vorwerfen kann. Ob alle Adventisten das tatsächlich so glauben, zeigt sich oft erst, wenn man das Thema so etwa zur Sprache bringt.

    Das nur zur besseren Darstellung der ZJ in der Frage Jesu als Gottes Sohn.

    Armin



  • Armin Krakolinig schrieb:




    Könntest du vielleicht noch sagen, was an diesem speziellen Glaubenspunkt der ZJ, wie ich es hier nochmal für sie präzisierte, anders ist, als das, was du und auch andere Christen glauben? Kann es sein, dass du glaubst, dass GOtt für uns Menschen stirbt, wie Du es tatsächlich formuliert hast, und die ZJ nur glauben, dass Jesus als Sohn Gottes für uns Menschen starb?
    ...



    Exakt, es geht darum, dass sich Gott für uns Menschen "opfert", nicht der Mensch oder ein anderes Geschöpf "geopfert" wird.:

    HeimoW schrieb:

    ... Wer Jesus nicht als den Sohn Gottes, in dem Gott für uns Mensch geworden, gestorben und auferstanden ist anerkennt, ist KEIN Christ. ...


    Armin Krakolinig schrieb:


    Adventisten glauben hingegen, dass Jesus weder von Gott geschaffen, noch gezeugt wurde, sondern dass er schon von Ewigkeit her als zweite Person neben Gott Vater existiert hat und sein Leben nicht erst vom Vater erhalten hat, und dass er somit auch alle göttlichen Eigenschaften, wie sie auch der Vater hat, in sich selbst hat. Deshalb beten wir ihn auch an, ohne dass uns jemand deshalb Götzendienst vorwerfen kann.
    Ich denke, nicht nur Adventisten glauben das - oder?
    Liebe Grüße, Heimo
  • HeimoW schrieb:

    Jan schrieb:

    ...Dementsprechend ist der christliche Rahmen schon sehr weit und auch Zeugen Jehovas sind Christen, obwohl sie nicht glauben, Jesus war Gott
    NEIN, da muss ich widersprechen, Zeugen Jehovas sind keine Christen (jedenfalls nicht für mich). Wer Jesus nicht als den Sohn Gottes, in dem Gott für uns Mensch geworden, gestorben und auferstanden ist anerkennt, ist KEIN Christ.
    .
    Aber ist es nicht so, dass die Adventisten aus der Millerbewegung, also den Zeugen Jehovas, hervorgegangen sind und auch ähnliche Grundwerte vertreten? Vielleicht solltest du dich auch mal intensiver damit beschäftigen!
  • bloody schrieb:

    Aber ist es nicht so, dass die Adventisten aus der Millerbewegung, also den Zeugen Jehovas, hervorgegangen sind und auch ähnliche Grundwerte vertreten? Vielleicht solltest du dich auch mal intensiver damit beschäftigen!
    Ich denke, ich habe mich ausreichend damit beschäftigt und weiss daher: Nein, so (wie von Dir geschrieben) ist (war) es nicht! Die Zeugen sind nicht "die Millerbewegung" (auch nicht deren direkte Fortführung) und die Adventisten sind nicht aus den Zeugen hervorgegangen.
    Liebe Grüße, Heimo
  • Hallo.
    Als die Millerbewegung 1844 auseinander brach, spaltete sie sich in mehrere Gruppen auf. Die größte Gruppe gab den Glauben an die Wiederkunft Jesu auf, andere blieben bei Miller und bildeten die Ersten-Tags-Adventisten, von denen sich der erste STA-Missionar Michael Belina Czechowski nach Europa senden ließ (er blieb aber selbst STA und gründete die erste Adventgemeinde Europas in der Schweiz). Diese Gruppe gibt es noch heute in den USA und zählt ca. 10 000 Glieder.

    Eine andere Gruppe hörte nicht auf ständig neue Termine für die Wiederkunft Jesu aus zu errechnen. Mit ihnen kam um 1870 Charles Taze Russel, ein Kaufhauskönig ähnlich wie Woolworth, in Verbindung. Er kaufte dem Führer dieser Gruppe die Rechte an ihren Publikationen ab und gründete um 1880 die Wachtturm-Gesellschaft. Dies sind die heutigen Zeugen Jehovas. Gemäß ihrer Tradition haben sie die Bekanntgabe neuer Termine fortgesetzt: 1874, 1914, 1918, 1925, 1975. Ab dann gab es noch keinen neuen Termin. ZJ legen die Bibel dispensationalistisch aus

    Eine der kleinsten Restgruppe war damals die Gruppe um James und Ellen White und Joseph Bates. Letzteren kann man als den eigentlichen Gründer der S i e b e n t e n - Tags-Adventisten ansehen. Er erkannte auf Grund einer längeren Unterredung mit einer Siebenten-Tags-B a p t i s t i n die Sabbatwahrheit und publizierte sie. Die Whites feierten damals noch den Sonntag und wollten vom Sabbat nichts wissen. Damals hielten die S.T.-Baptisten eine weltweite Gebetszeit ab, damit die Welt doch den Sabbat erkennen möchte. Als Folge entstanden dann wir.

    Die Vorväter der STA wurden lediglich durch eine Zeitschrift, die James White heraus gab (Signs of the Times), lose zusammen gehalten. Diese Gruppe bestand ausschließlich aus früheren Anhängern Millers. Erst 1863 organisierte sich diese Gruppe, auch unter den Zwängen des amerikanischen Bürgerkrieges. Damals waren nur die Mitglieder von Kirchen auf Antrag vom Waffendienst befreit, nicht aber die Mitglieder kleiner unorganisierter Ortsgemeinden.

    Bei der Organisation zur Kirche der STA machten aber nicht alle örtlichen Gruppen mit. Einige blieben außen vor. Sie traten nach dem 2. Weltkrieg unter die Bezeichnung "Weltweite Kirche Gottes" unter ihrem damaligen Leiter Herbert W. Armstrong in Erscheinung. Doch gegenwärtig sind sie nach seinem Tod wieder in einige Gruppen zerfallen.

    Liebe Grüße von benSalomo.
  • Der Thread und die Diskussion sind zwar schon eine Weile her, aber ich möchte Bezug nehmen auf die Diskussion von Heimo W und Armin Krakolinigk über das Christusverständnis der Zeugen Jehovas:

    Ich habe ein Jahr lang mit Zeugen Jehovas diskutiert und muß sagen, zumindest meine Gesprächspartner waren sehr eherliche, halbwegs offene und freundliche Menschen.
    Die ZJ glauben dass Jesus Gottes Sohn ist und für uns am Kreuz gestorben ist - genau wie alle Christen und die STA - da gibt es tatsächlich keinen Unterschied!

    Sie haben aber ein anderes Verständnis der Dreieinigkeit: hier sind Gott Vater und Jesus 2 verscheidene Personen und Gott der Vater steht höher und ist unendlich (im Alter und jeder Beziehung) während der Sohn tatsächlich ein Geschöpf Gottes ist - was ja auch sehr gut in die Vater-Sohn Beziehung passt.

    Offen gesagt, ist mir das Gottesbild der ZJ hier klarer und verständlicher als das mystifizierte Trinitätsverständnis der Katholen, Evangelen und auch der STA!

    Man kann den ZJ defnitiv nicht den christlichen Charakter absprechen!

    Aber sie haben - ebenso wie die STA eine Reihe von Sonderlehren, die es in anderen christlichen Konfessionen nicht gibt und an denen ich mich stören würde.
    Wenn sie nach 1-jährigem Missionsversuch übrigens keinen Erfolg hatten (wie bei uns), dann werden sie sehr böse und lassen sich nie wieder blicken - das fand ich jetzt sehr abschreckend nachdem wir fast Freunde geworden waren (aber das ist ein anderes Kapitel).

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

  • Auch wenn es Stofi nicht liest:

    Stofi schrieb:

    Man kann fragen, wie du Sonderlehre definierst?
    Sonderlehren sind Lehren, die außer einer Glaubensgruppe/Kirche/Gemeinde niemand hat. Wie bei den STA eben die Heiligtumslehre. Bei den Zeugen Jehovas die unsichtbare Wiederkunft Christi im Jahre 1914. Und die man nicht 1:1 biblisch begründen kann. Begründungen, die durch Bibeltextauslegungen möglich sind, gelten hier nicht. Ob richtig oder falsch steht da eigentlich nicht an. Wobei natürlich von der "Mehrheit" an der Richtigkeit gezweifelt wird. Sonderlehre deshalb, weil sie abgesondert von anderen Kirchen gelehrt und geglaubt wird.


    Stofi schrieb:

    Wer hat die richige "Hauptlehre", von der manche Gemeinden (angeblich auch STA - nach deiner Aussage) abweichen?
    Die (richtige) Hauptlehre ist für Christen:

    1. Jesus Christus als der Messias.

    2. Rettung ausschließlich aus Glauben und Gnade.

    Besonders im Punkt 2. gibt es Abweichungen.


    Stofi schrieb:

    Wer bestimmt, was eine richtige - und was demnach eine Sonderlehre ist ?
    Die Bibel in ihrer Gesamtheit. Ohne Verbiegen der Texte durch fantastische Auslegungen.

    ***
  • Nachtperle schrieb:

    Auch wenn es Stofi nicht liest:

    Stofi schrieb:

    Man kann fragen, wie du Sonderlehre definierst?
    Sonderlehren sind Lehren, die außer einer Glaubensgruppe/Kirche/Gemeinde niemand hat. Wie bei den STA eben die Heiligtumslehre. Bei den Zeugen Jehovas die unsichtbare Wiederkunft Christi im Jahre 1914. Und die man nicht 1:1 biblisch begründen kann. Begründungen, die durch Bibeltextauslegungen möglich sind, gelten hier nicht. Ob richtig oder falsch steht da eigentlich nicht an. Wobei natürlich von der "Mehrheit" an der Richtigkeit gezweifelt wird. Sonderlehre deshalb, weil sie abgesondert von anderen Kirchen gelehrt und geglaubt wird.



    ***
    Meines Wissens glauben die ZJ nicht, das Jesus im Jahre 1914 unsichtbar wiedergekommen ist, sondern sie behaupten jetzt: Jesus habe im Jahre 1914 (auch das wurde wegen Ausbruch des 1. Weltkriegs wieder auf einen späteren Zeitpunkt verlegt) seine Königreichsherrschaft im Himmel angetreten.

    Was immer das konkret heißen mag.

    Sie haben aus meiner Sicht den gleichen Fehler gemacht wie die Urväter der STA, nämlich versucht den Zeitpunkt Christi Wiederkunft zu berechnen.

    Nachdem das Ereignis nicht eintrat kamen sie - ebenso wie die STA - auf die Idee, ein anderes - nicht überprüfbares Ereignis - mit der Jahreszahl zu verknüpfen.

    Ursprünglich sollte lt. ZJ Jesu Wiederkunft auf die Erde im Jahre 1914 stattfinden.

    Die STA hatten dafür 1844 errechnet - und - nachdem es nicht eintrat - sich auf ein Ereignis im Himmel "besonnen", das ebenfalls niemand nachprüfen kann.

    Eine Wertung der Vorgänge erspare ich mir (steht mir auch nicht zu) - aber jeder kann sich selbst seinen Reim darauf machen!


    Den Begriff SONDERLEHRE hast Du gut definiert, Nachtperle.
    Im allg. wird der Begriff als Abweichung von den Lehren der großen Kirchen (Katholische, Evangelische) genutzt, insbes. als Speziallehre einzelner Glaubensgruppen (die dann oft Sekten genannt werden - Abspaltung, Splittergruppe).
  • Rilo1 schrieb:

    Meines Wissens glauben die ZJ nicht, das Jesus im Jahre 1914 unsichtbar wiedergekommen ist, sondern sie behaupten jetzt: Jesus habe im Jahre 1914 (auch das wurde wegen Ausbruch des 1. Weltkriegs wieder auf einen späteren Zeitpunkt verlegt) seine Königreichsherrschaft im Himmel angetreten.
    Das ist ja die unsichtbare Wiederkunft. Weil diese Herrschaft im Himmel stattfand, konnte sie von dem Menschen nicht gesehen werden. Nur an den "Zeichen" erkannt.

    Zitat aus edem Wachtturm 1.10.1983
    Dieses ganze Wiederherstellungswerk mit seinen kleinen Anfängen in der Nachkriegszeit war der Beginn der „Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat“; es war das Werk, das die unsichtbare Wiederkunft und Gegenwart des verherrlichten Jesus Christus kennzeichnen sollte.

    Aus dem Wachtturm 1.6.1990:
    Nachdem Jesus den Auftrag erteilt hatte, weltweit zu predigen, fuhr er in den Himmel auf. Dabei bewegte er sich, vom Standpunkt seiner Jünger aus betrachtet, nach oben und gelangte später in die himmlische Gegenwart seines Herrschers und nahm eine Tätigkeit im geistigen Reich auf (1:9-11). Als Jesus durch eine Wolke vor den Blicken seiner Apostel verborgen war, löste er den Fleischesleib, den er angenommen hatte, wieder auf. Zwei Engel erschienen und erklärten, er werde ‘in derselben Weise kommen’. Und so ist es auch gewesen. Nur Jesu Jünger sahen seinen Weggang, und nur Jehovas Zeugen erkennen seine unsichtbare Wiederkunft.

    ***