Wer oder was ist die Hure Babylon? (Offb 17+18)

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    • Wer oder was ist die Hure Babylon? (Offb 17+18)

      Beim Durchlesen dieses Links stellt sich für mich folgende Frage/Problem zum Begriff Hure Babylon:
      Der Begriff "Hure Babylon" in Offenbarung 17, insbesondere der Ausdruck und die Beschreibung "Babylon die Mutter aller Huren" in Vers 17,5.
      führt bei der Verkündigung in der heutigen (säkularisierten und bibelfernen) Gesellschaft nicht selten zu extrem frauenfeindliche Assoziationen bis hin zum Verdacht sexueller Prüderie als Kampfmotto religiöser Splittergruppen. Die in manchen Zeitschriften dieser Gruppen gezeigten bildlichen Darstellungen über Offenbarung 17 in Form von "verführerischen" Frauen sind oft tatsächlich an schmuddeliger Frauenfeindlichkeit kaum zu überbieten.
      In der normalen Umgangssprache würde man heutzutage Untreue in Bezug auf Beruf, Politik oder z.b. einen Wechsel der Religion nicht umbedingt als "Hurerei" bezeichnen.

      Inwieweit hat die Entstehung des Begriffs "Hure Babylon" mit Tempelprostitution (praktiziert vorwiegend bei Heiden) im Alten Testament zu tun?
      mit lieben Grüßen
      conradi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von conradi ()

    • Link zum biblischen Kernbegriff und seinem Ursprung

      Braut oder Hure Babylon

      Babylon manifestiert sich überall dort wo diese der Selbsterlösungsversuche oder des Mißtrauens gegen Gott die beweggründe sind.

      Das kann sowohl fromm getrant sein als auch humanistisch - das spielt keine Rolle.

      Hure ist nur das was verlobt (versprochen) oder verheiratet ist. Die Hurerein Babylons ist also jede fromme Form des Abkehrens von Gott oder die fromme Selbstüberhebung in allen Kirchen oder frommen Kreisen ...
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stephan Zöllner ()

    • Babylon in der Offenbarung des Johannes - eine kurze Zusammenstellung

      Nach der bekannten Regel: "die Bibel legt sich selber aus" wollen wir zunächst einmal die Bibeltexte über Babylon aus der Apokalypse kurz anführen und die wesentlichen Merkmale herausnehmen.
      Babylon wird sowohl als gefallene Frau (Offb. 14:8; 18:2; 17:3-6.9), als Hure (Offb. 17:1f.4f.15f) und gleichzeitig als große Stadt (Offb. 14:8; 17:18; 18:10.16.18f.21) bezeichnet. Babylon ist eine weltweite Macht, die alle Völker verführt mit dem Zorneswein ihrer Hurerei (Offb. 14:8; 17:2.4;18:3; 19:2). Sie ist eine Behausung der Dämonen (Offb. 18:2) und arbeitet mit Zauberei (Offb. 18:23), so dass sie spiritistische, okkulte und charismatische Kräfte offenbart. Babylon arbeitet und verbindet sich mit den Königen oder politischen Mächten dieser Erde, so dass Gott diese Bündnisse zwischen geistlicher und weltlicher Macht als Hurerei bezeichnet (Offb. 18:3; 17:2), und ihr gelingt es schließlich sogar, die politischen Mächte zu beherrschen (Offb. 17:18). Ferner ist Babylon eine reiche und pompöse Einrichtung, die äußerlich mit Gold, Perlen und Edelsteinen prunkt (Offb. 17:4; 18:16). Sie ist eine intolerante, verfolgende Macht, die das Blut der Heiligen, der Propheten, der Knechte Gottes und Zeugen Jesu vergossen hat (Offb. 17:6; 18:24; 19:2). Ihren Sitz hat Babylon auf sieben Bergen (Offb. 17:9).
      Wegen all dieser Gräuel und Verbrechen wird Babylon als Mutter der Gräuel auf Erden (Offb. 17:5) bezeichnet und von ihren Sünden berichtet, die bis an den Himmel reichen (Offb. 18:5). Außerdem ist Babylon nicht allein, sie besitzt als Mutterhure Töchter, die sich ebenfalls geistlicher Hurerei befleißigen (Offb. 17:5; Mutter der „Hurerei“ heißt nach dem Grundtext eigentlich: Mutter der „Huren“).

      Welche Macht symbolisiert Babylon?

      Bevor wir einige wesentliche Kennzeichen herausgreifen, möchte ich noch auf folgende biblische Grundlage bezüglich "Frau" und "Stadt" hinweisen: Die Bibel benutzt häufig den Ehebund als Sinnbild des Bundes Gottes mit seiner Gemeinde. Christus wird als Bräutigam und die Gemeinde als Braut bezeichnet (Offb. 21:9). Eine tugendhafte Frau versinnbildet eine reine Gemeinde und ein gefallenes Weib bzw. Hure eine abtrünnige Kirche (vgl. die treue Frau im hellen Lichterglanz der Wahrheit und des Evangeliums in Offb. 12:1 mit der unsauberen, blutdürstigen und abgefallenen Hure in Offb. 17:4-6).
      Ebenso wird der „großen Stadt“ Babylon die „große Stadt“ Jerusalem gegenübergestellt (Offb. 21:10; „große“ in den meisten biblischen Handschriften). Die Symbolik der Stadt als Sinnbild für die Gemeinde Jesu wird auch sehr deutlich in Offb. 11:2, wonach "die heilige Stadt" zertreten wird 1260 Tage bzw. Jahre (1 prophetischer Tag ist nach dem Jahr-Tag-Prinzip = 1 reales Jahr; vgl. Hes. 4:4-6). Die 1260 Tage begegnen uns in Offenb. 13:5 als 42 Monate. In Offb. 12:14 sind es dreieinhalb Zeiten (vgl. Dan. 7:25) und in Vers 6 wieder 1260 Tage, wobei beide Zeiten sich auf das gleiche Ereignis beziehen. Es handelt sich bei allen Zeitangaben um die gleiche Zeitspanne von 1260 Jahren, die von 538 n.Chr bis 1798 n.Chr. abgelaufen ist. In Offb. 11:2 versinnbildlicht die "Heilige Stadt" also Jesu Gemeinde, die verfolgt oder "zertreten" wurde. Wir begegnen besonders in Offenb. 11:2 der Christozentrik, bei der die biblische Stadt Jerusalem geistlich und weltweit als Symbol für die Gemeinde Gottes geschildert wird. Und so ist das Gegenstück "Babylon" aus christozentrischer Sicht ebenfalls ein Symbol der feindlichen Macht - damals geographisch, politisch gegenüber Jerusalem - gegen die Übrigen oder dem geistlichen Jerusalem. Christozentrik besagt in diesem Fall, dass (fast) alle Prophezeiungen, die zeitlich über den Kreuzestod Jesu hinausgehen nicht mehr politisch, geographisch oder buchstäblich zu deuten sind, sondern weltweit und geistlich. Weissagungen im Alten Testament, die sich auf die Nation Israel beziehen und nach dem Kreuz erst in Erfüllung gehen - besonders in der Endzeit -, sind deshalb in etlichen Fällen auf die weltweite Gemeinde Jesu zu beziehen oder von dem buchstäblichen auf das geistliche Israel zu modifizieren. Dies betrifft auch besonders die Weissagung über Harmagedon, Euphrat usw. in Offb. 16. Diese biblischen Namen dürfen wir deshalb nicht mehr buchstäblich deuten, sondern weltweit und geistlich - so ist dann z.B. der Euphrath mit seinen großen Wassermassen ein Symbol für das Völkermeer, usw.

      Nun noch einige wichtige Fragen zu den Bibeltexten über Babylon:

      Welche Macht hat wie keine andere viele Millionen Heilige oder Christen getötet?
      Welche größte und einflussreichste Kirche war einst rein und ist gefallen durch Bündnisse mit Kaisern und Königen?
      Welche Mutterkirche prunkt mit Gold, Edelsteinen und äußerer Aufmachung?
      Welche Kirche beansprucht und strebt nach Weltherrschaft?
      Welche Stadt ist wegen ihrer 7 Hügel bekannt, wo Babylon ihren Sitz hat?
      In welcher Kirche erleben wir "Zeichen und Wunder" durch Himmelserscheinungen, Botschaften und charismatisches Wirken?
      Welche Kirche reicht den Gräuelbecher vieler Irrlehren allen Völkern dar, anstatt diesen den reinen "Wein" der Wahrheit einzuschenken?
      Und welche Mutterkirche besitzt Tochterkirchen, die aus ihr entstanden, die etliche Irrlehren übernommen haben, die heute auch charismatisch wirken, und sich ebenfalls mit staatlicher Macht verbinden, so dass sie als Hurentöchter bezeichnet werden?

      Die Beantwortung dieser Fragen dürfte eigentlich klar sein.

      So mag die deutsche Weltfeld-Sabbatschullektion I/1994 auf S. 140 das bisher Gesagte kurz zusammenfassen:
      „Babylon` (Offb. 14,8) faßt die dreifache religiöse Union der letzten Zeit zusammen (das Papsttum, den abgefallenen Protestantismus und den Spiritismus), die Gottes Wahrheit und Gottes Volk bekämpft (Siehe Offb 13; 16,13). Jede Kirche, die unbiblische Glaubenslehren lehrt, ist ein Teil des modernen ´Babylon`“.
      MfG

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Neo-Apostel ()

    • Danke, Neo-Apostel.

      Es ist so einfach: Wie du sagst, die Bibel legt sich selber aus! Schön, dass es (noch) Adventisten gibt, die das begreifen und anzuwenden wissen.

      Mal ernsthaft, was Babylon ist sollte man als Adventist wissen. Es ist der weltweite Zusammenschluss von gefallenen Kirchen, dem Spiritismus und der weltlichen Macht. Konkret besteht das endzeitliche Babylon aus dem Papsttum (das Tier aus dem Meer, die Mutter der Hurerei), der USA (das Tier aus der Erde, der falsche Prophet) und der UNO (die Drachenmacht, die 10 Könige aus Offb 17), die sich in einer antigöttlichen Union verbinden und die Neue Weltordnung errichten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende () aus folgendem Grund: Das Wort "noch" kann man sich sparen. Es grenzt schon an einer Unterstellung.

    • Konkret besteht das endzeitliche Babylon aus dem Papsttum (das die sich in einer antigöttlichen Union verbinden und die Neue Weltordnung errichten.


      Das heisst, die offiziele Aussage der STA ,verhälltnis zu anderen Kirchen, ist Dir schnuppe.

      Du glaubst auch wirklich das Satan die Zügel in der Hand hat und nicht Gott! Nachzulesen bei Jesaja 10.

      20 Zu der Zeit werden die Übriggebliebenen von Israel und was entkommen ist vom Hause Jakob sich nicht mehr verlassen auf den, der sie schlägt, sondern sie werden sich verlassen auf den HERRN, den Heiligen Israels, in Treue.
      21 Ein Rest wird sich bekehren, ja, der Rest Jakobs, zu Gott, dem Starken.
      22 Denn wäre auch dein Volk, o Israel, wie Sand am Meer, so soll doch nur ein Rest in ihm bekehrt werden. Verderben ist beschlossen und bringt Fluten von Gerechtigkeit.
      23 Denn Gott der HERR Zebaoth wird Verderben ergehen lassen, wie beschlossen ist, im ganzen Lande.
      24 Darum spricht Gott der HERR Zebaoth: Fürchte dich nicht, mein Volk, das in Zion wohnt, vor Assur, der dich mit dem Stecken schlägt und seinen Stab gegen dich aufhebt, wie es in Ägypten geschah.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Johannes schrieb:

      Es ist so einfach: Wie du sagst, die Bibel legt sich selber aus! Schön, dass es (noch) Adventisten gibt, die das begreifen und anzuwenden wissen.

      Dann versuch mal in dem Posting zu trennen, wo "die Bibel sich selbst" auslegt und wo sie vom Autor ausgelegt wird...
      Der erste Absatz ist ja überwiegend eine Zusammenfassung der Bibeltexte, wenn es aber z.B. heisst: "die gleiche Zeitspanne von 1260 Jahren, die von 538 n.Chr bis 1798 n.Chr. abgelaufen ist" dann hat das mit "die Bibel legt sich selbst" aus absolut nichts mehr zu tun (was nichts über die "Richtigkeit" der Auslegung aussagen soll).
      Dennoch sollte man auseinanderhalten, was sich aus einer sinnvollen Zusammenstellung von Bibeltexten ergibt (wobei dann der einzige offene Punkt ist, was man als sinnvoll ansieht) und was eine Auslegung ist, wo ausserbiblische Informationen einfließen.


      Eine wesentlich Frage ist übrigens (hier wird das wie üblich einfach unterstellt) ob die 1260 Tage (Jahre), die 3 1/2 Zeiten und die 42 Monate wirklich immer die gleiche Periode behandeln. Warum stellt sich die Frage? Weil z.B. 40 Tage / 40 Jahre (ebenso wie anderen Zeiträume) in der Bibel auch mehrfach auftauchen, aber erkennbar unterschiedliche Ereignisse betreffen...
      .
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Johannes schrieb:

      Es ist so einfach:

      Aber Du machst es Dir auch ausgesprochen einfach!
      Solange "Babylon" und "Hure" immer die Anderen sind hast Du den Kern der Sache noch nicht verstanden, denn das Volk Israel hat selbet in Jesus Gegenwart genauso gedacht (Wir sind Abrahams Kinder!) obwohl Jesus ihnen das Gegenteil längst nachgewiesen hatte. Sie glaubten es dennoch noch, auch Jahrhunderte lange klare Botschaften von berufenen Propheten halfen nicht zur notwendigen Selbstreflektion ... darum darf man erwarten, daß nicht nur diese schön fromm zur Hölle fahren werden weil sie nicht bemerken wollten, daß sie längst sellbst der geistlichen Verwirrung anheim gefallen waren ...
      Babylonisches Denken beginnt schon dort wo ein falscher Fokus / eine falsche Perspektive gesetzt wird. Und das ist hier bereits geschehen ...
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Johannes schrieb:

      Es ist so einfach:

      Aber Du machst es Dir auch ausgesprochen einfach!
      Solange "Babylon" und "Hure" immer die Anderen sind hast Du den Kern der Sache noch nicht verstanden, denn das Volk Israel hat selbet in Jesus Gegenwart genauso gedacht (Wir sind Abrahams Kinder!) obwohl Jesus ihnen das Gegenteil längst nachgewiesen hatte. Sie glaubten es dennoch noch, auch Jahrhunderte lange klare Botschaften von berufenen Propheten halfen nicht zur notwendigen Selbstreflektion ... darum darf man erwarten, daß nicht nur diese schön fromm zur Hölle fahren werden weil sie nicht bemerken wollten, daß sie längst sellbst der geistlichen Verwirrung anheim gefallen waren ...
      Babylonisches Denken beginnt schon dort wo ein falscher Fokus / eine falsche Perspektive gesetzt wird. Und das ist hier bereits geschehen ...


      Du hast recht wir Adventisten sehen immer gerne den Splitter bei den anderen und übersehen unseren Balken.
      Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
      Matthäus 28 / 20
    • hardy schrieb:

      Du hast recht wir Adventisten sehen immer gerne den Splitter bei den anderen und übersehen unseren Balken.

      Das ist nur eine fatale aber allgemein menschliche Schwäche - nichts spezifisch Adventistisches!
      Darum gehört eine sachliche Selbst- und Fremd-Reflektion als Grundlage des Glaubens unbedingt dazu um in der Heiligung leben zu können.
      Wer dabei glaubt es erkannt zu haben ist vermutlich schon wieder vom Pferd gefallen ...
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Es ist traurig zu sehen in welcher geistlichen Finsternis sich viele Adventisten heutzutage befinden.

      Gott hat der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Seiner Gnade durch Ellen White und die Pioniere soviel Licht geschenkt und hier sind wir nun, am Ende der Zeit und kurz vor Jesu Wiederkunft und diskutieren darüber, was Babylon ist...

      Statt also durch intensives Bibelstudium zu tieferen Erkenntnissen des prophetischen Wortes zu gelangen, wie es eigentlich unsere Aufgabe wäre, tun wir das Gegenteil und verbringen unsere Zeit damit die Fundamente des Adventismus zu untergraben und die Mauern weiter einzureißen. :sad:

      Dieser Bibeltext (Jeremia 6, 1-30) hier ist für uns und unsere Zeit, bitte lest ihn unter Gebet durch und versteht die Warnung, die JHWH an uns richtet:

      Spoiler anzeigen

      Bibelstelle

      Der Herr warnt Jerusalem vor einer drohenden Belagerung 1 Flieht, ihr Kinder Benjamins, aus Jerusalems Mitte, und stoßt in das Schopharhorn in Tekoa, und über Beth-Kerem richtet ein Zeichen auf; denn ein Unheil droht von Norden her und ein großes Verderben! 2 Die Liebliche und Verzärtelte, die Tochter Zion, gebe ich hiermit der Vernichtung preis. 3 Hirten mit ihren Herden werden zu ihr kommen; ihre Zelte werden sie aufschlagen rings um sie her, und jeder wird sein Teil abweiden. 4 »Heiligt einen Krieg gegen sie! Auf, laßt uns am Mittag hinaufziehen!« – »Wehe uns, der Tag neigt sich, und die Abendschatten dehnen sich!« 5 »Auf, laßt uns bei Nacht hinaufziehen und ihre Paläste zerstören!« 6 Denn so hat der Herr der Heerscharen befohlen: Fällt Bäume und schüttet einen Wall auf gegen Jerusalem! Das ist die Stadt, die heimgesucht werden soll; denn lauter Gewalttat ist in ihrer Mitte. 7 Wie ein Brunnen sein Wasser hervorsprudeln läßt, so haben sie ihre Bosheit hervorsprudeln lassen; von Gewalttat und Bedrückung hört man in ihr; Leid und Mißhandlung muß ich beständig mit ansehen. 8 Laß dich warnen, Jerusalem, damit sich meine Seele nicht ganz von dir losreißt, damit ich dich nicht zur Wüste mache, zu einem unbewohnten Land! 9 So spricht der Herr der Heerscharen: Am Überrest Israels wird man Nachlese halten wie am Weinstock. Lege nochmals deine Hand an wie ein Weinleser an die Ranken! 10 Zu wem soll ich reden, wem Zeugnis ablegen, daß sie darauf hören? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten; sie können nicht darauf achten. Siehe, das Wort des Herrn ist ihnen zum Hohn geworden; sie haben keine Lust daran. 11 Und ich bin erfüllt von dem Grimm des Herrn, daß ich ihn kaum zurückhalten kann. Gieße ihn aus über die Kinder auf der Gasse und zugleich über die Schar der jungen Männer! Ja, Mann und Frau sollen gefangen werden, Alte und Hochbetagte. 12 Ihre Häuser sollen anderen zugewandt werden, samt den Äckern und Frauen; denn ich will meine Hand ausstrecken gegen die Bewohner dieses Landes! spricht der Herr. 13 Denn vom Kleinsten bis zum Größten trachten sie alle nach unrechtem Gewinn, und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lügen um. 14 Und sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen: »Friede, Friede!«, wo es doch keinen Frieden gibt. 15 Schämen sollten sie sich, weil sie Greuel verübt haben! Aber sie wissen nicht mehr, was sich schämen heißt, und empfinden keine Scham. Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit ihrer Heimsuchung werden sie stürzen! spricht der Herr. 16 So spricht der Herr: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf wandeln!« 17 Und ich habe Wächter über euch bestellt: Achtet doch auf den Schall des Schopharhorns! Sie aber sprechen: »Wir wollen nicht darauf achten!« 18 So hört nun, ihr Völker, und du, Gemeinde, erkenne, was mit ihnen geschieht! 19 Höre es, Erde! Siehe, ich will Unheil über dieses Volk kommen lassen, die Frucht ihrer Gedanken; denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und mein Gesetz, das haben sie verworfen. 20 Was soll mir der Weihrauch von Saba und das köstliche Gewürzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer sind mir nicht wohlgefällig, und eure Schlachtopfer sind mir nicht angenehm! 21 Darum, so spricht der Herr: Siehe, ich will diesem Volk Steine des Anstoßes in den Weg legen, damit Väter und Kinder zugleich daran zu Fall kommen; der Nachbar und sein Freund werden miteinander umkommen! 22 So spricht der Herr: Siehe, es kommt ein Volk aus dem Land des Nordens, und eine große Nation erhebt sich von den äußersten Enden der Erde. 23 Mit Bogen und Wurfspieß sind sie bewaffnet; grausam sind sie und ohne Erbarmen. Ihr Lärmen ist wie das Brausen des Meeres, und auf Pferden reiten sie, gerüstet wie ein Mann zum Kampf gegen dich, o Tochter Zion! 24 Als wir von ihnen hörten, da wurden unsere Hände schlaff; Angst ergriff uns, Wehen wie eine Gebärende. 25 Geh ja nicht aufs Feld hinaus und betritt die Straße nicht! Denn das Schwert des Feindes [verbreitet] Schrecken ringsum. 26 Gürte Sacktuch um dich, o Tochter meines Volkes, und wälze dich in der Asche; trauere wie um den einzigen Sohn, halte bittere Klage! Denn plötzlich wird der Verwüster über uns kommen. 27 Ich habe dich zum Prüfer über mein Volk bestellt, zum Goldprüfer, damit du ihren Weg erkennst und prüfst. 28 Sie sind alle widerspenstige Empörer, gehen als Verleumder umher; Erz und Eisen sind sie, Verderber alle miteinander. 29 Der Blasebalg schnaubt; vom Feuer ist das Blei verzehrt, vergebens hat man geschmolzen und geschmolzen; die Bösen werden doch nicht ausgeschieden! 30 »Verworfenes Silber« nennt man sie, weil der Herr sie verworfen hat.
    • @Johannes

      Statt also durch intensives Bibelstudium zu tieferen Erkenntnissen des prophetischen Wortes zu gelangen, wie es eigentlich unsere Aufgabe wäre, tun wir das Gegenteil und verbringen unsere Zeit damit die Fundamente des Adventismus zu untergraben und die Mauern weiter einzureißen. :sad:
      Nein, wir versuchen gerade, diese Fundamente zu verstehen. Was Ellen White sagte, ist uns nicht ausreichend. Bitte am Thema bleiben!
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ich glaube man macht es sich zu einfach, wenn man eine Gruppe, Gemeinschaft etc. als Babylon bezeichnet. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, gehört fast jeder Gläubige von Zeit zu Zeit zu Babylon. Für mich ist man Babylon, wenn Gott nicht mehr an der ersten Stelle steht. Dann mutiert man meiner Meinung nach zur Hure, weil man quasi fremd geht und etwas anderes Gott vorzieht. Zumindest mir geschieht das leider immer wieder, ich habe es alleine Gottes Gnade zu verdanken, dass ich mich immer wieder zu Jerusalem umwandeln kann.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Prophetieauslegung und Selbstüberhebung zwei verschiedene Dinge!

      Stephan Zöllner schrieb:

      Aber Du machst es Dir auch ausgesprochen einfach!
      Solange "Babylon" und "Hure" immer die Anderen sind hast Du den Kern der Sache noch nicht verstanden, denn das Volk Israel hat selbet in Jesus Gegenwart genauso gedacht (Wir sind Abrahams Kinder!) obwohl Jesus ihnen das Gegenteil längst nachgewiesen hatte. Sie glaubten es dennoch noch, auch Jahrhunderte lange klare Botschaften von berufenen Propheten halfen nicht zur notwendigen Selbstreflektion ... darum darf man erwarten, daß nicht nur diese schön fromm zur Hölle fahren werden weil sie nicht bemerken wollten, daß sie längst sellbst der geistlichen Verwirrung anheim gefallen waren ...
      Babylonisches Denken beginnt schon dort wo ein falscher Fokus / eine falsche Perspektive gesetzt wird. Und das ist hier bereits geschehen ...
      Ich kann diesem Gedankengang nicht folgen, dass Prophetieauslegung über "Babylon" gleichzusetzen ist mit Stolz oder Richtgeist - nur weil es den anderen betrifft. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ich aufgrund klarer Aussagen der Heiligen Schrift eine bestimmte Macht - z. B. das Papsttum - identifiziere, heißt das doch noch lange nicht, dass ich den Kern der Sache nicht verstanden hätte und mich selbst überschätze. Hier ist also weder eine "falsche Perspektive gesetzt" worden, noch ist dies "babylonisches Denken". Dafür lenkt solch eine Argumentation von der eigentlichen Fragestellung ab, was denn unter "Babylon" zu verstehen sei. Darüber gilt es sachlich mit klaren Argumenten zu argumentieren und nicht dem anderen Teilnehmer irgendwelche falsche Selbstreflexion zu unterstellen.
      MfG
    • Neo-Apostel schrieb:

      Ich kann diesem Gedankengang nicht folgen, dass Prophetieauslegung über "Babylon" gleichzusetzen ist mit Stolz


      Genau um das geht es. Stolz! Jesus hat uns zu Demut aufgerufen.
      Was hat Satan Jesus auf dem Tempel angeboten? Die Reiche und die Herrlichkeit dieser Welt. Wenn er ihn Anbetet.
      Er ist der Fürst dieser Welt.
      Durch Jesu Tod am Kreuz ist Babylon gefallen. Satan ist besiegt! Wir,die sich zu Jesus bekennen stehen unter Gottes Schutz!
      Keine Absonderung aus der Welt oder Kampf gegen Satan werden uns da behilflich sein.

      Was bleibt ist der Kampf des Bösen gegen das Gute! Durch alle Gesellschaftschichten,Kirchen und....
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Wer dabei glaubt es erkannt zu haben ist vermutlich schon wieder vom Pferd gefallen ...
      Das ist nach meiner bisherigen Einsicht vermutlich der Umstand, der am entscheidendsten ist und der einen anspornen sollte, unablässig aufmerksam zu sein.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Einige Beiträge habe ich in DIESEN Thread verschoben!

      Über die Frage, inwieweit die Fundamente des adventistischen Glaubens revidierbar sind, bitte dort weiter besprechen. Hier lediglich die dort gewonnenen Resultate nutzen. Ob diese Resultate richtig oder falsch sind, ist nicht der Gegenstand dieses Threads.

      ;)
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Prophetieauslegung und Selbstüberhebung zwei verschiedene Dinge!

      Stephan Zöllner schrieb:

      Aber Du machst es Dir auch ausgesprochen einfach!
      Solange "Babylon" und "Hure" immer die Anderen sind hast Du den Kern der Sache noch nicht verstanden, denn das Volk Israel hat selbet in Jesus Gegenwart genauso gedacht (Wir sind Abrahams Kinder!) obwohl Jesus ihnen das Gegenteil längst nachgewiesen hatte. Sie glaubten es dennoch noch, auch Jahrhunderte lange klare Botschaften von berufenen Propheten halfen nicht zur notwendigen Selbstreflektion ... darum darf man erwarten, daß nicht nur diese schön fromm zur Hölle fahren werden weil sie nicht bemerken wollten, daß sie längst sellbst der geistlichen Verwirrung anheim gefallen waren ...
      Babylonisches Denken beginnt schon dort wo ein falscher Fokus / eine falsche Perspektive gesetzt wird. Und das ist hier bereits geschehen ...
      Ich kann diesem Gedankengang nicht folgen, dass Prophetieauslegung über "Babylon" gleichzusetzen ist mit Stolz oder Richtgeist - nur weil es den anderen betrifft. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Wenn ich aufgrund klarer Aussagen der Heiligen Schrift eine bestimmte Macht - z. B. das Papsttum - identifiziere, heißt das doch noch lange nicht, dass ich den Kern der Sache nicht verstanden hätte und mich selbst überschätze. Hier ist also weder eine "falsche Perspektive gesetzt" worden, noch ist dies "babylonisches Denken". Dafür lenkt solch eine Argumentation von der eigentlichen Fragestellung ab, was denn unter "Babylon" zu verstehen sei. Darüber gilt es sachlich mit klaren Argumenten zu argumentieren und nicht dem anderen Teilnehmer irgendwelche falsche Selbstreflexion zu unterstellen.
      MfG