Einschläferung von Tieren

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    • Einschläferung von Tieren

      Hallo zusammen,

      da ich mir nicht sicher bin, ob Einschläferung bei Tieren vor Gott in Ordnung ist oder nicht, wollte ich mal fragen, wie ihr das so seht? (Ich selbst wollte niemals meine Hündin einschläfern lassen, hatte aber gestern keine andere Wahl, weil sie sonst verblutet wäre und eine Op nichts mehr gebracht hätte, da sie zu alt war. Dennoch stelle ich mir nach wie vor die Frage, ob das in Ordnung war von mir. Schließlich ist Gott der Herr über Leben und Tod!)

      LG

      Aaron
    • Aaron schrieb:

      da ich mir nicht sicher bin, ob Einschläferung bei Tieren vor Gott in Ordnung ist oder nicht, wollte ich mal fragen, wie ihr das so seht? (Ich selbst wollte niemals meine Hündin einschläfern lassen, hatte aber gestern keine andere Wahl, weil sie sonst verblutet wäre und eine Op nichts mehr gebracht hätte, da sie zu alt war. Dennoch stelle ich mir nach wie vor die Frage, ob das in Ordnung war von mir. Schließlich ist Gott der Herr über Leben und Tod!)

      Ja, es ist richtig und in Ordnung in einem angebrachtem Fall Tiere einzuschläfern oder auch zu erschießen (z.B. Pferd das sich ein Bein gebrochen hat usw.)
      Die Menschen sind Hüter und "Verwalter" der Schöpfung, in deinem Fall bin ich persönlich dafür auch wenn es schwer ist einzuschläfern.
      Sollte es Gott dienlich sein beim langsamen qualvollen Sterben deiner Hündin zuzusehen?
      Ich denke du hast deinem Hund einen allerletzten Gefallen getan in dem du ihr die Schmerzen beim Sterben so klein wie möglich gehalten hast.

      Meine persönliche Meinung: Es war richtig und die beste Möglichkeit das Leid zu beschränken.Denn wenn der Tod eines Tieres zu Nahrungszwecken in Kauf genommen wird dann ist das Einschläfern in diesem Fall erst Recht "richtig" weil zur Schmerzbegrenzung nötig.
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Mein Rüde Olli hatte zum Schluß ein faustgroßes aggressives Krebsgeschwür in der Nähe der Milz und wäre wenige Tage später vermutlich beim Platzen des Geschwürs innerlich verblutet.
      Er hatte aufgrund der dauernden Schmerzen im unteren bauchraum schon deutlich an Bewegungsspielraum verloren obwohl wir ihm leichte Schmerzmittel gegeben haben.
      Mein Olli hat an dem letzten Tag dieses Winters noch einmal seinen Kopf im Schnee gewälzt - sonst wälzte er sich genüßlich mit dem ganzen Körper - darum wußte ich daß Seine Zeit gekommen war, denn er hatte nach der Diagnose ca. ein Halbes jaht früher nur noch ca. 2 Monate zu leben.
      Ich hatte ihm versprochen bis zum letzten Augenblick bei ihm zu bleiben und habe mein Versprechen auch gehalten.

      Trotz der trauer, die ich auch heute manchmal noch empfinde wenn ich daran denke würde ich heute absolut sicher ganz genauso handeln weil ich davon überzeugt bin, daß ich auch auf diese Weise meine Verantwortung für die mir anvertraute Schöpfung wahrnehmen kann und muß!
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Stephan Zöllner schrieb:

      und wäre wenige Tage später vermutlich beim Platzen des Geschwürs innerlich verblutet.
      Also hast du praktisch das selbe miterlebt wie ich. Meine Hündin hatte zwar kein Geschwür, aber sie war voller Eiter und fing auch schon an zu bluten, wegen ihrer Gebärmutterentzündung.
      Trotz der trauer, die ich auch heute manchmal noch empfinde wenn ich daran denke würde ich heute absolut sicher ganz genauso handeln weil ich davon überzeugt bin, daß ich auch auf diese Weise meine Verantwortung für die mir anvertraute Schöpfung wahrnehmen kann und muß!
      Denkst du wirklich?
    • Unsere Hündin, die ich als 10jähriger bekommen habe und die uns leider nur 10 Jahr begleitet hat, war ein ähnliches Schicksal beschieden wie ihr es oben berichtet. Es war ein Geschwür im Bauchraum und nach einer Operation, die teuer und notwendig war, aber leider nichts gebracht hat, war der schwere Gang zum Tierarzt der nächste verantwortungsvolle Schritt. Ich habe mir immer geschworen (tu ich sonst überhaupt nicht), dass ich diese Verantwortung wahrnehme. Es ist schwer über das nachzudenken...nach der Spritze zum Einschlafen beim Tierarzt...die Tierarztpraxis hat ihr immer schon Stress verursacht...habe ich ihr den Kopf gehalten bis sie eingeschlafen ist..................
    • Aaron schrieb:

      Denkst du wirklich?

      Ja - ganz sicher!

      Ich würde jedem Tier für das ich irgendwie verantwortlich bin einen Tod gewähren, der so schnell und schwerzarm (sterben ist nie Schmerzfrei!) ist wie mir möglich ist.
      Auch die Ärzte in den Krankenhäusern tun ganz ähnliche Dinge bei Krebs-Patienten im Endstadium, denn sie geben gerade so viel Schmerzmittel, daß der Patient noch nicht an dem Morphin (oder Derivat) stirbt aber möglichst wenig Schmerzen hat.

      Im Übrigen habe ich keine Angst vor dem Tod aber ich wünsche mir mein Sterben so schmerzlos wie möglich - und genau das wünscht sich ganz sicher jedes Tier ...
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Aaron schrieb:

      Hallo zusammen,

      da ich mir nicht sicher bin, ob Einschläferung bei Tieren vor Gott in Ordnung ist oder nicht, wollte ich mal fragen, wie ihr das so seht? (Ich selbst wollte niemals meine Hündin einschläfern lassen, hatte aber gestern keine andere Wahl, weil sie sonst verblutet wäre und eine Op nichts mehr gebracht hätte, da sie zu alt war. Dennoch stelle ich mir nach wie vor die Frage, ob das in Ordnung war von mir. Schließlich ist Gott der Herr über Leben und Tod!)

      LG

      Aaron
      Hallo Aaron,
      hmm, ich könnte mir vorstellen, daß dem Hund durchs Einschläfern ein längerer Leidensweg erspart worden ist.
      Ich hatte früher als Kind mal ein Russenkaninchen namens Flotti. Das hatten meine Eltern auch einschläfern lassen.
      Was jedoch nicht ok war: Sie sprachen im Vorfeld nicht mit mir darüber und taten dies, während ich in der Schule war. :I
      Ich hatte lange damit zu kämpfen, ob mein Kaninchen durch die Spritze sehr leiden mußte. Eigentlich bis zu meinem 34. Lebensjahr, als ich durch meinen Blinddarmdurchbruch 2 OPs im Krankenhaus und kurz danach eine Darmspiegelung hatte. Da ich da die Betäubung bzw. das medizinische Schlafen als ziemlich schmerzlos erlebt habe, konnte ich seither meinen inneren Frieden damit schließen, daß mein Kaninchen beim Einschläfern nicht unnötig leiden mußte. :)
      Was Deinen Hund angeht: Meinst Du, daß es vor Gott in Ordnung wäre, wenn er unnötig leiden müßte, weil Du ihn nicht einschläfern lassen willst? Oder doch eher, daß ihm damit längeres Leiden erspart bleibt?
      Ich meine, das Letzteres eher vor Ihm in Ordnung ist, und daß Er diese Motive versteht. Auch, wenn der Abschied von einem geliebten Haustier ähnlich schwer sein kann wie der von einem geliebten Menschen.
      Daher wünsche ich Dir, daß Jesus Dich in dieser Situation jetzt auch total tröstet und mal ganz fest umarmt! :)