Gott ist anders....

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    • Gott ist anders....

      Heute im Bibelgespräch wurde mir wieder mal klar, dass man Gott nicht in unsere Vorstellungen drücken kann. Aber wie oft tun wir das. "Das kann Gott doch nicht zulassen, so kann doch Gott nicht sein..." usw. Für Habakuk war es damals auch schwer(oder gar nicht) zu verstehen, dass gerade die ungläubigen Babylonier das Strafgericht ausführen sollen. Gibt es in unserem Leben nicht auch Situationen wo wir meinen - niemals kann das von Gott sein? Oft denken wir doch: So müßte Gott jetzt eingreifen, so müßte Er handeln, diese Musik kann Ihm doch nicht gefallen usw. Aber Gott läßt sich eben nicht menschlich erklären oder gar erfassen.
    • RE: Gott ist anders....

      Margit schrieb:

      ...Aber Gott läßt sich eben nicht menschlich erklären oder gar erfassen.

      Ja, DANKE, das ist massiv zu unterstreichen!

      Menschen können von Gott nur wissen, was Er ihnen offenbart (durch die Bibel und ihre Lebenserfahrungen) und nachdem es da immer Unterschiede im Bibelverständnis und in der Lebenserfahrung geben muss, ist eine gewisse "Varianz" zwingend. Wo die unterdrückt wird, herrscht nicht "Rechtgläubigkeit" wie manche meinen, sondern unchristlicher Zwang.

      Wer meint entscheiden oder aussagen zu können, was Gott "tun kann", "getan haben könnte" oder gar "tun muss" ist nichts anderes als ein (häufig verkappter und / oder unbewusster) Gotteslästerer. Gott ist autonom und an keine vom Menschen (aus der Bibel oder sonstwo) abgeleitete Verhaltensregel gebunden.

      Allerdings vertraut der Gläubige (wohl zu Recht) darauf, dass Gott seine Verheißungen wahrmacht. Dabei muss man aber immer in Demut bedenken, wie häufig in der (in der Bibel geschilderten und auch historisch dokumentierten) Heilsgeschichte göttliche Verheißungen missverstanden wurden.
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      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      Allerdings vertraut der Gläubige (wohl zu Recht) darauf, dass Gott seine Verheißungen wahrmacht. Dabei muss man aber immer in Demut bedenken, wie häufig in der (in der Bibel geschilderten und auch historisch dokumentierten) Heilsgeschichte göttliche Verheißungen missverstanden wurden.
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      In Habakuk 2,Vers 4a steht in der Hfa: "Nur wer Gott vertraut wird leben!" Es geht immer um Vertrauen. Und Vertrauen kann nur entstehen, wenn es eine persönliche Beziehung gibt und man diesen großen unerklärbaren Gott eben ganz persönlich kennenlernt und Erfahrungen mit Ihm macht. Ja, auch Erfahrungen, die man eben manchmal nicht versteht, weil sie so gar nicht in unser Bild von Gott passen. Aber trotzdem an Ihm festhalten....
    • Ich muss mich selber immer wieder ermahnen, dass Gottes Logik anders ist als unsere.
      Wie oft passiert es mir, dass ich bete lieber Gott hilf mir, aber so wie ich es am liebsten hätte.
      Gott funktioniert nicht nach irgendeiner menschlichen Formel. Das ist doch das tolle an Gott, dass wir uns immer wieder überraschen lassen können und uns immer wieder in Geduld üben müssen.
      Eines ist sicher: Gott sieht alles im voraus und deshalb handelt er manchmal anders als wir es uns wünschen!
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • Margit schrieb:

      "Das kann Gott doch nicht zulassen, so kann doch Gott nicht sein..." usw. Für Habakuk war es damals auch schwer(oder gar nicht) zu verstehen, dass gerade die ungläubigen Babylonier das Strafgericht ausführen sollen. ...
      Ein Konflikt (Strafe) von den "Eigenen" führt nur zur Diskussion, Beleidigung, Rechthaberei, Streit (du hat mir nichts zu sagen, du hast nicht das recht zu richten, kehre erst vor eigener Tür), usw.

      Das, was wirklich als Erziehung, als Strafe, wirkung zeigt, ist die "Erniedrigung" durch einen Fremden, durch einen Heiden, durch den Feind.......

      Gott hat die Erniedrigung von Heiden für Sein Volk zugelassen, um es zu Erziehen, zur Besinnung zu führen.... ZUM SCHLUSS aber STRAFT ER DIE HEIDEN unwideruflich.

      Gott ist der beste Psycholog und der beste Erzieher.

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    • Stofi schrieb:

      Gott hat die Erniedrigung von Heiden für Sein Volk zugelassen, um es zu Erziehen, zur Besinnung zu führen.... ZUM SCHLUSS aber STRAFT ER DIE HEIDEN unwideruflich.


      Es ist schon sonderbar welche Unterschiede und Bewertungen wir manchmal vornehmen.

      Hier ist ein Prophet der das Unrecht des eigenen Volkes sieht und darum leidet und betet, das Gott ihm hilft bei seinem Leid!

      Gott gibt ihm Antwort (er erhört ihn als die Zeit reif ist). Er erklärt ihm alles ,wie er vorgeht ,was er macht und warum er es macht.

      Gott beseitigt das Böse egal von wem es kommt und wie.
      Das Elend ist kurzfristig nicht beseitigt, aber es tröstet den Propheten das er Antwort von Gott bekommt und das Gott handelt.

      Das er Gott zu Barmherzigkeit noch Aufruft zeigt hier seine Herzenseinstellung. Diese Nähe und Zuversicht machen ihn trotz dem Elend Glücklich.
      Wenn ich manchmal höre was wir aus dem Evangelium und der frohen Botschaft machen,macht es mich schon traurig!
      Auch in unserer Zeit sieht nicht alles toll aus trotzdem gibt uns Gott zu handeln, Gutes zu tun und Zuversicht das er alle Tage bei uns ist!
      Das lässt mich das Elend der heutigen Welt besser ertragen...
    • Die Seiten der Bibel, auf denen die Strafe des Volke Gottes durch die Heiden geschieht, kannst du für dich heraus reißen, sie sind aber dennoch da. Selbstverständlich TRÄGT Gott in allem Leid, aber das ist eben DIE ERFAHRUNG!! ... Er erzieht Seine Kinder mit einem blutenden Herzen. Die Frage hier ist die, warum Gott grade die Heiden benutzt (hat), um das Volk Israel zu strafen. Ich versuchte es mit meinem Verständnis zu erklären. Der Gott der Bibel ist kein KuschelGott, der immer und immer nur liebe Sachen geschehen lässt.... das ist eben das Thema der Lektion und das Thema auch dieses Threads.

      .
    • Auch wenn es nur so halb passt, bei dem Titel kam mir sofort folgendes in den Sinn:

      Gott ist anders

      Sie hatte solche Sehnsucht,
      Gott persönlich zu erfahrn.
      Sie tat, was man ihr sagte,
      hielt sich ganz genau daran.
      Sie sah die andern lächeln
      und sie spielte ihr Spiel mit
      sie hört von all den Wundern,
      doch sie hält nur mühsam Schritt.
      Je mehr die andern jubeln
      desto trauriger wird sie.
      Sie fragt sich immer wieder
      Warum spüre ich das nie.

      Gott ist anders als du denkst
      als das, was du von ihm kennst
      Menschen haben sich geirrt
      und dein Bild von ihm verwirrt.
      Er ist anders als du glaubst
      als du dir zu fühlen erlaubst
      wenn du ihm Vertrauen schenkst,
      ist Gott anders als du denkst.

      Er war ein Überzeugter,
      wusste alles ganz genau
      so wie man es ihn lehrte
      sagte er es andern auch
      bevor ihn jemand fragte
      kannte er die Antwort schon
      und hoffte auf die Liebe
      seines Vaters als sein Lohn
      und manchmal kamen Zweifel
      bin das wirklich ich
      Oder sind es hohle Worte,
      diesen Gott, den gibt es nicht.

      Gott ist anders als du denkst
      als das, was du von ihm kennst
      Menschen haben sich geirrt
      und dein Bild von ihm verwirrt.
      Er ist anders als du glaubst
      als du dir zu fühlen erlaubst
      wenn du ihm Vertrauen schenkst,
      ist Gott anders als du denkst.

      Sie gingen noch zur Kirche
      irgendetwas hielt sie dort
      die braven Kinder wurden
      so erzogen an dem Ort
      der Pfarrer war gebildet
      und die Predigt war modern
      nur auf die alten Regeln
      hörte man nicht gern
      Da kam die große Krise
      und ihr Schicksal war zu schwer
      Familientraditionen halfen ihnen
      da nicht mehr.

      Gott ist anders als du denkst
      als das, was du von ihm kennst
      Menschen haben sich geirrt
      und dein Bild von ihm verwirrt.
      Er ist anders als du glaubst
      als du dir zu fühlen erlaubst
      wenn du ihm Vertrauen schenkst,
      ist Gott anders als du denkst.

      Albert Frey



      @ingeli: tolle Geschichte!:good:
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • Stofi schrieb:

      Der Gott der Bibel ist kein KuschelGott, der immer und immer nur liebe Sachen geschehen lässt.... das ist eben das Thema der Lektion und das Thema auch dieses Threads.


      Ich denke das das keiner behauptet.

      Meine Devise ist, wehret den Anfängen.Das kann Gott nicht aber wir.

      Trotzdem ist es kein Gott der durch Drohung führt, sondern durch sein liebendes Wort!

      Er sagt auch klar: bis hierher und nicht weiter!
    • Gott ist für mich primär Liebe. Er hat zwar überhaupt keine Freude, wenn ich sündige, aber trotzdem hilft er mir immer wieder auf und sagt: Probier es einfach noch einmal. Gott kann eben das Herz anschauen (etwas das kein Mensch kann) und weiss daher wie ernst es Du meinst. Er beurteilt primär Deine Einstellung und Dein Bemühen und nicht was Du erreicht hast. Ich glaube es werden Menschen das ewige Leben erlangen, die aus unserer Sicht Vieles total falsch gemacht haben und es werden Menschen scheitern, die aus unserer Sicht vorbildliche Christen waren. Ganz einfach, weil Gott eben das Gesamte beurteilen kann und nicht nur die messbaren Resultate wie wir Menschen. Das Ganze ist im Grunde genommen sehr einfach und für jeden Verständlich, dazu braucht man kein Studium, aber die Umsetzung finde ich unendlich schwer.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Bogi111 schrieb:

      Trotzdem ist es kein Gott der durch Drohung führt, sondern durch sein liebendes Wort!
      Oi, oi, dann lies mal, was Er für Ungehorsam oder für Ablehnung androht.... Ausrottung, Krankheiten, Verschleppung, Tod ..einfach brutale Schläge


      Bogi111 schrieb:

      Er sagt auch klar: bis hierher und nicht weiter!

      Was ist das anderes, als Drohung?

      .
    • Bogi111 schrieb:




      Du hast es offenbar nicht verstanden was "führen" bedeutet!

      Wenn Du nach Deinem Gottesbild Kinder erziehst, dann gute Nacht...

      @Bogi, so entfernt man sich sachte vom Thema, gelle. Lies, bitte noch ein mal, worauf ich was geantwortet habe und wie du darauf reagierst hast. ......
      Keine weiteren Worte und gerne auch dir ne gute n8. :D
    • Stofi schrieb:

      Lies, bitte noch ein mal, worauf ich was geantwortet habe und wie du darauf reagierst hast. ......


      Kurz und bündig! Ich denke das wir ein besonderes Gottesbild haben... Wir hatten ja auch einen Führer...

      Je weiter man südlich kommt verstärkt sich das Gefühl ... ;)
    • Habakuk - Kapitel 1: Hat Gottes Erbarmen ein Ende?


      Margit schrieb:

      Heute im Bibelgespräch ...

      Für Habakuk war es damals auch schwer(oder gar nicht) zu verstehen, dass gerade die ungläubigen Babylonier das Strafgericht ausführen sollen.
      Heute im Bibelgespräch von Sonntag, 5. Januar 2020 begannen wir bei den Schorndorfer APIS das Habakuk - Buch des AT: 1. Kapitel!


      Hier der Bibeltext:

      Klage über das Unrecht
      1 Dies ist die Last, die der Prophet Habakuk geschaut hat. 2 HERR, wie lange soll ich schreien, und du willst nicht hören? Wie lange soll ich zu dir rufen: »Frevel!«, und du willst nicht helfen? 3 Warum lässt du mich Bosheit sehen und siehst dem Jammer zu? Raub und Frevel sind vor mir; es geht Gewalt vor Recht. 4 Darum ist das Gesetz ohnmächtig, und die rechte Sache kann nie gewinnen; denn der Gottlose übervorteilt den Gerechten; darum ergehen verkehrte Urteile.
      Gottes Strafgericht durch die Chaldäer
      5 Schaut hin unter die Völker, seht und verwundert euch! Denn ich will etwas tun zu euren Zeiten, was ihr nicht glauben werdet, wenn man davon sagen wird. 6 Denn siehe, ich will die Chaldäer erwecken, ein grimmiges und schnelles Volk, das hinziehen wird, so weit die Erde ist, um Wohnstätten einzunehmen, die ihm nicht gehören. 7 Grausam und schrecklich ist es; es gebietet und zwingt, wie es will. 8 Seine Rosse sind schneller als die Panther und bissiger als die Wölfe der Steppe. Seine Reiter sprengen herbei. Seine Reiter kommen von ferne. Sie fliegen, wie die Adler eilen zum Fraß. 9 Sie kommen allesamt, um Schaden zu tun; ihre Gesichter schauen nach vorn. Sie raffen Gefangene zusammen wie Sand. 10 Sie spotten der Könige und verlachen die Fürsten. Alle Festungen sind ihnen ein Scherz; sie schütten Erde auf und erobern sie. 11 Alsdann brausen sie dahin wie ein Sturm und jagen weiter; so machen sie ihre Kraft zu ihrem Gott.
      Wo bleibt Gottes Gerechtigkeit?
      12 Aber du, HERR, bist du nicht mein Gott, mein Heiliger, von Ewigkeit her? Lass uns nicht sterben; sondern lass sie uns, o HERR, nur eine Strafe sein, und lass sie, o unser Fels, uns nur züchtigen. 13 Deine Augen sind zu rein, als dass du Böses ansehen könntest, und dem Jammer kannst du nicht zusehen! Warum siehst du dann aber den Treulosen zu und schweigst, wenn der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als er? 14 Du lässt es den Menschen gehen wie den Fischen im Meer, wie dem Gewürm, das keinen Herrn hat. 15 Sie ziehen's alles mit der Angel heraus und fangen's mit ihrem Netze und sammeln's mit ihrem Garn. Darüber freuen sie sich und sind fröhlich. 16 Darum opfern sie ihrem Netze und räuchern ihrem Garn, weil durch diese ihr Anteil so fett und ihre Speise so üppig geworden ist. 17 Sollen sie darum ihr Netz immerdar ausleeren und Völker umbringen ohne Erbarmen?


      Hier die Auslegung der Bibelstunde:

      Habakuk lebte etwa zur Zeit des Propheten Jeremia zwischen 650 und 605 v.Chr.

      Habakuk 1,1-4: „Warum siehst du dem Jammer zu?” ---> Gewalt vor Recht! (Vers 3)

      In der Zeit von ca. 627 - 600 v.Chr. haben die Juden die Gebote mit Füßen getreten!
      Vers 4: Das Gesetz ist ohnmächtig. Habakuk treibt's um: „Wie kann das sein, dass Du zuguckst?”

      Verse 5-11:

      Vers 6: Chaldäer erwecken wird Gott, die grausam und schrecklich sind! (Vers 7) ---> Gott kündigt das Gericht an! Das Gericht über sein Volk, das 70 Jahre Gefangenschaft erdulden muss!
      Aber: 70 Jahre - ein Menschenleben - hat des Babels Weltherrschaft gedauert!
      Es bleibt das Erschrecken für den Propheten!

      Verse 12-17:

      Das Entsetzen und Fragen des Habakuk bleibt. Seine Hoffnung ist: „lass sie uns nur eine Strafe sein!” (Vers 12).

      Gott hat sein Volk gehalten, nach 70 Jahren wieder befreit! Für Gott war das Maß voll! Gott lässt einen Rest übrig - aber nicht mehr im Lande. Gottes ERBARMEN hatte noch kein Ende!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • Gott ist so sehr anders, dass Jesus Christus die Menschen als böse empfand, was sie bis auf den heutigen Tag sind. Sonst wäre die Welt eine andere.

      Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten! (Mt 7,11)

      Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken? So wenig könnt auch ihr Gutes tun, die ihr ans Böse gewöhnt seid. (Jer 13,23)