Die Taufe bei den Adventisten

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    • Die Taufe bei den Adventisten

      Huhu,

      durch ein Gespräch am Sabbat bin ich auf die Frage gekommen, ob die Taufe, wie wir STA sie praktizieren wirklich biblsich ist. Die Gründe, die mir genannt wurden, waren für mich nachvollziehbar, dass wir da Revidierungsbedarf haben. Bin eben zufällig über ein Video gestolpert, dass ich dazu hier einfüge.



      Wie ist Eure Meinung dazu?

      Liebe Grüße

      Kathrin

      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • sanfterengel schrieb:

      durch ein Gespräch am Sabbat bin ich auf die Frage gekommen, ob die Taufe, wie wir STA sie praktizieren wirklich biblsich ist.
      Meinst du damit im Konkreten die Praxis, dass es Taufunterricht gibt und die Taufe mit der Mitglied gekoppelt ist?

      Zum Taufunterricht kann ich nur sagen, dass dies, genauso wie die Sabbatschule, eine sehr segensreiche Institution ist - vorrausgesetzt sie wird "richtig" durchgeführt. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit und bin sehr froh darüber gewesen, dass unser Prediger sich für mich soviel Zeit genommen hatte. Meine Meinung dazu ist, das wir hier in der westlichen und eigentlich sehr reichen Welt ein wunderbares Vorrecht haben, so etwas ohne Zeitdruck durchführen zu können. In anderen Ländern sieht das möglicherweise anders aus, aber ich denke wir sollten das Beste aus unseren Möglichkeiten hier und jetzt machen, und da empfinde ich einen ausführlichen, konstruktiven und hinterfragenden Taufunterricht als etwas definitiv positives.
      Ich verstehe eigentlich auch garnicht, was gegen einen Taufunterricht spricht? Ich muss mir extra Zeit nehmen...ich muss extra irgendwohin fahren...ich komme mit dem "Lehrer" nicht zu recht...ich weiß eh schon alles...usw.???
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      Ich verstehe eigentlich auch garnicht, was gegen einen Taufunterricht spricht?
      Meiner Meinung nach gar nichts. Wenn ich mir z.B. die Begebenheit von Philippus und den Kämmerer in der Bibel ansehe, hat Philippus ihn den nicht auch vorher (wenn auch nur ganz kurz) unterrichtet, indem er ihm erklärte, dass es sich bei der Stelle in Jesaja um Jesus handelte?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aaron ()

    • Wenn ich den Missionsbefehl lese und dabei die Reihenfolge beachte, fällt folgendes auf:

      Matth. 28, 19-20 Hfa
      19 Geht hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen! Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!
      20 Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!"

      die Person:
      1. zur Nachfolge auffordern
      2. taufen
      3. lehren

      Die STA lehrt erst und tauft hinterher. In der Bibel steht es genau umgekehrt.
      Wichtig bei der Taufe ist für mich nicht die Bindung an eine Denomination oder Lehre, sondern die Lebensübergabe an Jesus. Das bedeutet nichts anderes, als der Welt den Rücken zu kehren und Jesus als seinen Herrn mit allen Konsequenzen und ganzem Einsatz für IHN anzuerkennen.
      Immanuel, o süsses Wort! Mein Jesus heisst mein Hort, Mein Jesus heisst mein Leben.
      Mein Jesus hat sich mir ergeben, Mein Jesus soll mir immerfort Vor meinen Augen schweben.
      Mein Jesus heisset meine Lust, Mein Jesus labet Herz und Brust. BWV 248
    • Das stimmt so nicht, @jüngerjesu, die Taufe geschieht anhand des Glaubens.

      Röm 10,17 So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.

      Johannes der Täufer hat in der Wüste gepredigt, das Volk hat durch seine Predigten geglaubt und sich zur Taufe entschieden.... als Bekenntnis ihren Glaubens. So war das bei allen anderen Taufen, die wir in der Bibel lesen, auch. Jesus hat Seine Jünger in die Welt geschickt um das Evangelium zu predigen und dann zu taufen. ERST gibt es die Predigt, dann kommt hoffentlich der Glaube, dann erst die Taufe.

      Die Taufe ist also der Erste Schritt eines Wiedergeborenen. So zu leben, wie Jesus gelebt hat, ist der Weg danach, der Weg mit Jesus - er nennt sich Heiligung. Natürlich sollte man nach der Taufe nicht aufhören zu lehren und zu lernen. Aber der Lehrstoff ist ein etwas anderer.

      .
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon.
    • Ich habe schon mehrfach die Frage gestellt bekommen, ob auch bei uns STA eine biblische Taufe OHNE gleichzeitige Aufnahme in die Freikirche der STA möglich ist.
      Das ist nach meinem Kenntnisstand aber nicht der Fall, sicher auch aus guten Gründen, aber für mich nicht so konkret biblisch zu belegen.
      Durch unsere "Taufvoraussetzungen" fühlen sich wohl die meisten Prediger nicht frei, jemand zu taufen, wenn er z.B. noch raucht oder z.B. in einer nichtehelichen Gemeinschaft lebt. Andererseits sagt uns Paulus, dass wir als Neubekehrte eben, was das geistliche Leben angeht, noch Kinder sind und erst zum vollen "Mannesalter" heranwachsen sollen.

      Ich befürworte sehr den sogenannten Taufunterricht als Möglichkeit, mit dem Suchenden die (wesentlichen) Glaubensinhalte der Bibel zu besprechen und zu erarbeiten, habe aber für die oben engegebene Frage nur die Antwort, dass wir es als STA eben so handhaben und damit wohl auch gut "gefahren" sind bisher.
      Vielleicht gibt es ja Gläubige, die einen Menschen auf das Bekenntnis seines Glaubens an die Erlösung durch Jesus taufen ??

      Gruß
      Ludwig
    • lpu schrieb:

      Durch unsere "Taufvoraussetzungen" fühlen sich wohl die meisten Prediger nicht frei, jemand zu taufen, wenn er z.B. noch raucht oder z.B. in einer nichtehelichen Gemeinschaft lebt. Andererseits sagt uns Paulus, dass wir als Neubekehrte eben, was das geistliche Leben angeht, noch Kinder sind und erst zum vollen "Mannesalter" heranwachsen sollen.

      Ich befürworte sehr den sogenannten Taufunterricht als Möglichkeit, mit dem Suchenden die (wesentlichen) Glaubensinhalte der Bibel zu besprechen und zu erarbeiten, habe aber für die oben engegebene Frage nur die Antwort, dass wir es als STA eben so handhaben und damit wohl auch gut "gefahren" sind bisher.
      Vielleicht gibt es ja Gläubige, die einen Menschen auf das Bekenntnis seines Glaubens an die Erlösung durch Jesus taufen ??

      Gruß
      Ludwig

      Hallo Ludwig,

      die Taufe ist nur eine symbolische Handlung für das, was in Wirklichkeit geschehen sollte sein. Das Begraben des alten fleischlichen Menschen, auferstehen tut ein neuer Mensch. Das Rauchen und andere unzüchtige Handlungen gehören zum fleischlichen Menschen. Wenn laut Römer 6 der alte Mensch tot ist, wie kann oder darf er dann noch rauchen? Etwas ist verkehrt das Verständnis oder die Bibel, was meinst was?
    • nachtfalter schrieb:


      Das Rauchen und andere unzüchtige Handlungen

      Also ich war nie Raucher in den nun fast 6 Jahrzehnten meines Lebens, aber Rauchen mit "anderen unzüchtigen Handlungen" gleichzusetzen finde ich einfach unerhört!
      Das eine ist eine klare (sogar besonders bedeutungsvolle) Sünde nach der Heiligen Schrift, das andere nicht gesund, aber wohl keine "explizite" Sünde!
      Liebe Grüße, Heimo
    • Danke, nachtfalter !


      Das beantwortet aber leider nicht die Frage, warum Taufe und STA-Mitgliedschaft nur zusammen möglich sind in unserer Kirche.
      Wie gesagt, ich kann damit gut leben, habe aber keine konkrete biblische Begründung dafür.

      Unsere Taufvoraussetzungen haben meines Erachtens (vielleicht auch spez. in Deutschland?) einen hohen Level, vor allem, wenn 100-prozentige Erfüllung zum Zeitpunkt der Taufe vorausgesetzt wird.
      Konkretes Beispiel: Sollte jemandem die Taufe verwehrt werden, wenn er noch raucht, obwohl er das nicht als richtig ansieht und dagegen kämpft, es aber noch nicht geschafft hat? Sicher bezeugen wir ihm, dass Jesus mächtig ist und ihn sofort befreien kann, und das in verschiedenen Fällen schon getan hat. Leider aber bei ihm noch nicht.

      LG
      Ludwig
    • lpu schrieb:

      Konkretes Beispiel: Sollte jemandem die Taufe verwehrt werden, wenn er noch raucht, obwohl er das nicht als richtig ansieht und dagegen kämpft, es aber noch nicht geschafft hat? Sicher bezeugen wir ihm, dass Jesus mächtig ist und ihn sofort befreien kann, und das in verschiedenen Fällen schon getan hat. Leider aber bei ihm noch nicht.
      Das ist ein klassisches Beispiel, wie Menschen von der Liebe Jesu durch Äußerlichkeiten und menschliche Urteile über Verhaltensnormen ferngehalten werden. Wenn schon eine Aufnahme in die Gemeinde wegen eines fehlenden Bekenntnisses zu einem der 28 Glaubenspunkte Probleme machen kann, so ist eine Taufverweigerung nur aus diesem Grund wohl kaum biblisch zu begründen. Ich habe es nicht selten in meiner Zeit bei der Adventjugend erlebt, dass Mitglieder wegen (seltener) "Fehltritte" in dieser Richtung auf das Übelste gemobbt und ausgegrenzt wurden.
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • Ich habe den Artikel schon gelesen, aber ich sehe bei dieser Argumentationskette ein Grundproblem:
      Damals gab es nur eine christliche Gemeinde, und diese wird wohl nicht als Bedingung das Bekenntnis zu 28 Glaubenspunkte für eine Mitgliedschaft benötigt haben.
      Bei der Vielzahl christlicher Kirchen heutzutage ist die (Erwachsenen) Taufe und die Mitgliedschaft zu einer bestimmten Kirche
      etwas differenzierter zu betrachten. Die junge christliche Gemeinde im 1. Jahrhundert war eine neue aufstrebende Bewegung und kannte wahrscheinlich kaum ein Kirchenrecht oder Statut, sie hatte noch keine gemeindeübergreifende Institution.

      Immerhin werden ja manchmal Taufen anderer Kirchen in der Adventgemeinde (und umgekehrt) anerkannt.
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • HeimoW schrieb:

      nachtfalter schrieb:


      Das Rauchen und andere unzüchtige Handlungen

      Also ich war nie Raucher in den nun fast 6 Jahrzehnten meines Lebens, aber Rauchen mit "anderen unzüchtigen Handlungen" gleichzusetzen finde ich einfach unerhört!
      Das eine ist eine klare (sogar besonders bedeutungsvolle) Sünde nach der Heiligen Schrift, das andere nicht gesund, aber wohl keine "explizite" Sünde!
      ich habe weder über das Rauchen noch über unzüchtige Handlungen eine Beurteilung abgegeben, (mässige deinen Eifer an falscher Stelle und lies richtig) ich will damit nur sagen, beides ist bei einem wiedergeboren Menschen, was ja die Taufe bezeugen soll, nicht mehr vorhanden. Im anderen Fall wäre er nicht wiedergeboren, somit sollte er auch nicht getauft werden.
    • Hallo stofi,


      Danke für Deine Info. Diese Argumentationskette ist schlüssig abezogen auf eine Zugehörigkeit zum Leib, von dem Jesus das Haupt ist.
      Menschen mit dem Ansinnen, sich taufen zu lassen ohne damit einer bestimmten Denomination beizutreten argumentieren u.a. damit, zwar schon dem "Leib" angehören zu wollen, aber eben nicht einer bestimmten Religionsgemeinschaft (siehe posting von conradi)
      Sie verstehen es so, dass sie mit der Taufe in die große Schar der Nachfolger Jesu eintreten und sich später vielleicht je nach Erkenntnisstand u.U. auch der Freikirche der STA als Organisation anschließen werden. So ist mir das jedenfalls schon mindestens 2x begegnet.

      LG Ludwig
    • nachtfalter schrieb:

      ...beides ist bei einem wiedergeboren Menschen, was ja die Taufe bezeugen soll, nicht mehr vorhanden Im anderen Fall wäre er nicht wiedergeboren, somit sollte er auch nicht getauft werden.
      Alle Raucher sind nicht "wiedergeboren" und können daher nach Joh. 3 nicht ins Reich Gottes ?? Eine kühne Behauptung......
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • lpu schrieb:

      Hallo stofi,


      Danke für Deine Info. Diese Argumentationskette ist schlüssig abezogen auf eine Zugehörigkeit zum Leib, von dem Jesus das Haupt ist.
      Menschen mit dem Ansinnen, sich taufen zu lassen ohne damit einer bestimmten Denomination beizutreten argumentieren u.a. damit, zwar schon dem "Leib" angehören zu wollen, aber eben nicht einer bestimmten Religionsgemeinschaft (siehe posting von conradi)
      Sie verstehen es so, dass sie mit der Taufe in die große Schar der Nachfolger Jesu eintreten und sich später vielleicht je nach Erkenntnisstand u.U. auch der Freikirche der STA als Organisation anschließen werden. So ist mir das jedenfalls schon mindestens 2x begegnet.

      LG Ludwig

      Hmm, zum Christsein gehört dazu, dass man einer Ortsgemeinde verbunden ist. Das mag Situationen geben, in denen das nicht praktikabel ist, weil es in 100km Umkreis in den Bergen von Afghanistan keine anderen Christen gibt, aber unter normalen Umständen gehört dazu, dass man einer Ortsgemeinde angehört. Wenn man sich nun bei den STA taufen lassen will, ohne sich einer Ortsgemeinde der STA anzuschließen, dann würde ich empfehlen, sich einfach dort taufen zu lassen, wo man sich gemeindemäßig ansiedeln will. Anders sehen würde ich das nur dann, wenn sich jemand biblisch taufen lassen will, und dessen Kirche (z.B. ev-luth) das nicht macht. Aber auch da würde ich schon zurückfragen, ob es dann nicht besser wäre, auch die Kirche zu wechseln.

      Heiko
    • nachtfalter schrieb:

      ich habe weder über das Rauchen noch über unzüchtige Handlungen eine Beurteilung abgegeben, (mässige deinen Eifer an falscher Stelle und lies richtig) ich will damit nur sagen, beides ist bei einem wiedergeboren Menschen, was ja die Taufe bezeugen soll, nicht mehr vorhanden. Im anderen Fall wäre er nicht wiedergeboren, somit sollte er auch nicht getauft werden.

      Du hast Beides zusammen- / gleichgestellt, schade daß Dir dabei (immer noch) entgangen ist, dass Du Äpfel mit Pferdeäpfeln vergleichst!
      .
      Liebe Grüße, Heimo