Eva und die Schlange

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    • Eva und die Schlange

      Huhu,

      kurz und schmerzlos, zwei Fragen:

      1. Warum wure Eva nicht stutzig, als die chlange sprach? Wenn zu mir ein Tier spräche. wäre ich doch ehr verwundert. Neugierde? Aber dann ist man doch umso vorsichtiger.

      2. Warum wurde die Schlange für das bestraft, was Satan mit ihr machte? Die kann nun wirklich nichts dafür. Vorausgesetzt wir legen die gängige Meinung zu Grunde, dass Tiere eben nur triebgesteuert sind. Dann konnte sie sich doch gar nicht dagegen währen!

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • sanfterengel schrieb:

      1. Warum wure Eva nicht stutzig, als die chlange sprach? Wenn zu mir ein Tier spräche. wäre ich doch ehr verwundert. Neugierde? Aber dann ist man doch umso vorsichtiger.
      sie hätte stutzig werden müssen. Ich denke, dass es trotz der paradisischen Zustände im Garten Eden nicht üblich war, dass Tiere sprechen konnten.

      Andererseits war gerade das so interessant: Diese Schlange konnte sprechen, offensichtlich weil sie von der Frucht gegessen hat. Das machte die Frucht natürlich noch viel interessanter.


      sanfterengel schrieb:

      2. Warum wurde die Schlange für das bestraft, was Satan mit ihr machte? Die kann nun wirklich nichts dafür. Vorausgesetzt wir legen die gängige Meinung zu Grunde, dass Tiere eben nur triebgesteuert sind. Dann konnte sie sich doch gar nicht dagegen währen!
      Schwierige Frage. Gott richtet gerecht, die Schlange hatte also einen (uns im Umfang nicht näher bekannten!) Anteil an der Versuchung. Wahrscheinlich lies sie es mit sich machen...wollte selbst über ihr Wesen hinauswachsen...hatte also willentlichen Anteil daran. Das ist aber alles nur Spekulation!


      meine paar Gedanken dazu.

      viele Grüße

      Tricky
    • Vielleicht ist diese Schilderung des Sündenfalls auch nur bildlich zu verstehen. Es ist eine Fabel. Denn:

      - Schlangen konnten und können nicht reden. Auch an anderen Stellen der Bibel wird der gefallene "Engel des Lichts" als Schlange bezeichnet. Auf welche Weise er Eva verführte, ist gar nicht so wichtig. Aber er hat es getan.
      - Adam war die ganze Zeit bei Eva. Er hat also alles mitbekommen und seine Frau nicht daran gehindert, zu essen. Ihn trifft die gleiche Schuld wie seine Frau. Auch wenn später die Forderung nach Unterordnung gegen die Frau damit begründet wird, dass Eva zuerst aß, aber: Das ist einfach ungerecht. Adam war mindestens ein Mitläufer.
      - Als Gott Adam, Eva und die Schlange verfluchte, war die Schlange - also Satan? - auch anwesend. Ich les den Fluch nicht als auf das Tier Schlange bezogen (Schlangen fressen keine Erde, das machen Regenwürmer vielleicht). Es ist der Fluch, der Satan auferlegt ist: Aus dem Himmel verstoßen und von allen verachtet, muss er auf der Erde kriechen und "Erde fressen" - also kann nur noch Geschöpfe verderben, die aus Erde gemacht sind - und richtet sein Unheil an. Was allerdings ein Nachkomme Satans sein soll, das ist eine Frage. Vielleicht einer der gefallenen Engel?
    • sanfterengel schrieb:

      1. Warum wure Eva nicht stutzig, als die chlange sprach? Wenn zu mir ein Tier spräche. wäre ich doch ehr verwundert.
      Ich sag mal so:

      1. Kommt es drauf an, was es für ein Tier ist. Denn, es gibt ja auch sprechende Tiere, wie einen Papagei z.B. Das ist auch ein Tier, dass sprechen kann. Und er wird das vermutlich auch damals schon getan haben und Adam und Eva, wird es von daher nicht unbekannt gewesen sein, dass er das kann.

      2. Auch, wenn so nichts davon in der Bibel erwähnt wird: Vieleicht konnten ja damals noch alle Tiere sprechen. Wir wissen ja, dass bei Gott kein Ding unmöglich ist. Er lies ja sogar eine Eselin sprechen: 4Mo 22,28 Da tat JHWH der Eselin den Mund auf und sie sprach zu Bileam: Was hab ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast?

      3. Wir wissen ja, dass Satan auch die Lichtgestalt eines Engels annehmen kann. Warum also sollte er nicht auch die Gestalt einer Schlange annehmen können? Obwohl es dann natürlich schon seltsam ist, dass überhaupt die "Gattung" Schlange als solche bestraft wurde und deshalb bis heute z.B. noch auf dem Bauch kriecht als Strafe. Denn, wie du ja auch schon schriebst:


      Warum wurde die Schlange für das bestraft, was Satan mit ihr machte? Die kann nun wirklich nichts dafür. Vorausgesetzt wir legen die gängige Meinung zu Grunde, dass Tiere eben nur triebgesteuert sind. Dann konnte sie sich doch gar nicht dagegen währen!
      Eine mögliche Erklärung aber wäre vieleicht, (und ich behaupte nicht, dass es so war!) dass die Schlange nach dem drittel der Engel das nächste Wesen war, das von Satan verfürhrt vieleicht sogar hypnotisiert wurde von ihm. Da würde dann wiederum das passen, was Tricky u.a. schrieb:

      Gott richtet gerecht, die Schlange hatte also einen (uns im Umfang nicht näher bekannten!) Anteil an der Versuchung. Wahrscheinlich lies sie es mit sich machen...wollte selbst über ihr Wesen hinauswachsen...hatte also willentlichen Anteil daran.
      Soweit mir bekannt ist, kann niemand gegen seinen Willen hypnotisiert werden.
      Angenommen, die Schlange wurde von Satan hypnotisiert, dann war es auch so, dass sie selbst es so wollte und sich als Werkzeug für Satan mißbrauchen lies. Aus was für Grunden auch immer. Was dann folgte, war eine Kettenreaktion nach folgendem Schema:

      1. Satan hypnotisiert die Schlange.

      2. Die Schlange hypnotisiert Eva.

      Beides geschah aber wie gesagt immer nur deshalb, weil es der eigene Wille war sowas mit sich machen zu lassen.


      Hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.


      LG dir. ;)


      Aaron




    • RE: Eva und die Schlange

      sanfterengel schrieb:

      1. Warum wure Eva nicht stutzig, als die chlange sprach? Wenn zu mir ein Tier spräche. wäre ich doch ehr verwundert. Neugierde? Aber dann ist man doch umso vorsichtiger.


      Meine persönliche Sichweise ist folgende: Eva war im Paradies, sie hat dort beispielsweise auch ihre Nacktheit nicht als Mangel erkannt, weil es im Paradies auch keiner war. Argwohn war in diesem paradiesischen Leben sicher ein Fremdwort. Wenn wir uns ein Leben nach der Wiederkunft Jesu vorstellen, haben auch hier schon andere in verschiedenen Threads geschrieben, dass sie sich vorstellen, wie sie neben Raubkatzen liegen werden, weil ihnen diese nichts mehr tun werden etc. Ich stelle mir das Paradies als einen Platz voller Urvertrauen vor, solange man das Wort Gottes befolgt hat, konnte einem dort nichts passieren. Daher hat Eva die Schlange einmal ohne Vorurteile und ohne Argwohn angehört. Wieso diese sprechen konnte, ist für mich zweitrangig. Mich beschäftigt eher die Frage, wie Satan die Schlange für sich gewinnen konnte und wieso es ausgerechnet eine Schlange war.

      sanfterengel schrieb:

      2. Warum wurde die Schlange für das bestraft, was Satan mit ihr machte? Die kann nun wirklich nichts dafür. Vorausgesetzt wir legen die gängige Meinung zu Grunde, dass Tiere eben nur triebgesteuert sind. Dann konnte sie sich doch gar nicht dagegen währen!


      Wir wissen nicht, in welchem Zustand sich die Tiere im Paradies befunden haben, oder gibt die Bibel darüber irgendwo einen Hinweis, den ich noch nicht kenne? Auch in unserer gefallenen Welt wissen wir Menschen nicht genau, ob Tiere ein Gewissen haben können und welche Grenzen ihnen gesetzt sind. Wir können nicht mit ihnen sprechen, daher finden wir darauf keine Antwort, wir können nur mit ihrem Verhalten experimentieren und Antworten herauslesen, die wir aus unserem eigenen menschlichen Verhalten kennen und von uns selbst ableiten, wir interpretieren sozusagen etwas in die Tiere hinein, ein Feedback darauf haben wir noch von keinem Tier bekommen. Wenn die Schlange aber ausschließlich triebgesteuert gewesen wäre, hätte sie Satan nicht für sich gewinnen können, dazu bedarf es einer Form von Intelligenz, die wir Schlangen in unserer derzeitigen Welt nicht zutrauen.

      kleinstein schrieb:

      Es ist eine Fabel.


      Gibt es einen Literaturwissenschafter hier? Für mich ist es eine Parabel (de.wikipedia.org/wiki/Parabel_(Sprache)), oder täusche ich mich?

      kleinstein schrieb:

      Adam war die ganze Zeit bei Eva. Er hat also alles mitbekommen und seine Frau nicht daran gehindert, zu essen. Ihn trifft die gleiche Schuld wie seine Frau. Auch wenn später die Forderung nach Unterordnung gegen die Frau damit begründet wird, dass Eva zuerst aß, aber: Das ist einfach ungerecht. Adam war mindestens ein Mitläufer.


      Daher wurde auch Adam aus dem Paradies verstoßen. Er hat sich genauso verführen lassen, wie zuvor Eva. Ich denke, die Forderung nach Unterordnung der Frau wird seit Jahrtausenden etwas falsch verstanden, nämlich als etwas gänzlich Negatives. In der damaligen Zeit war es ganz normal, dass der Mann für die Außenkontakte zuständig war, während die Frau den Haushalt geführt hat. In Entscheidungssituationen hatte der Mann viel mehr Erfahrung, daher hat es einen Sinn gemacht, dass die Frau sich untergeordnet hat. In unserer gefallenen Welt ist diese Unterordnung oft missbraucht worden, in vielen noch nicht so emanzipierten Gesellschaften kommt es heute noch zu einem deutlichen Machtmissbrauch durch Männer. Wenn Männer aber so leben würden, wie das Gott für sie vorgesehen hat, würden sie ihre Frauen auch in einer ihnen untergeordneten Rolle gut behandeln. Da dies eben nicht immer der Fall ist, hat die Frau auch das Recht sich zu wehren bzw. in unserer heutigen Gesellschaft mit einer ganz anderen Arbeitsteilung auch das Recht sich zu entfalten. Männer, die auf Machtmissbrauch aus sind, finden zu Unrecht oft ihre Rechtfertigung darin, dass sich die Frau ihnen unterzuordnen hat, verschweigen dabei aber gleichzeitig, dass die Frau auch in dieser Rolle gut behandelt werden sollte, ein Ideal, das in der gefallenen Welt scheinbar nicht erreicht werden kann.
    • @Kleinstein

      Mein lieber Kleinstein,

      ich weiß zwar nicht, ob Schlangen wirklich keine Erde fressen, und auch nicht reden konnten, wie du behauptest, aber
      mir ist wohl bekannt, dass Schlangen (wie auch nachgewiesen worde) früher Beine hatten und nicht wie heute auf dem Bauch krochen. Hier ist u.a. ein Bericht darüber:
      spiegel.de/wissenschaft/natur/…ine-an-land-a-412015.html

      Dort steht u.a. folgendes:

      Lediglich bei einigen primitiven Arten wie den Riesenschlangen findet man Reste von Becken und Oberschenkel.


      Aber auch auf folgender Seite findest du dazu Informationen:
      bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=18


      Dort steht u.a:

      Doch ergibt sich aus dem Fluch, "auf deinem Bauch sollst du kriechen", dass die Schlange vorher Beine gehabt haben muss.


      Der verstorbene Atheist, Professor Ernst Haeckel wies auf Grund seiner Forschungen nach, dass etliche Schlangen, z.B. die Riesenschlangen Boa und Tython, noch einige unnütze Knochenstückchen im Leibe haben, welche die Reste verlorengegangener Hinterbeine sind.(Reclams Universal Bibliothek, "Natur und Mensch", von E. Haeckel, Seite 39). Damit hat uns dieser ungläubige Gelehrte einen großen Dienst erwiesen, der dazu angetan ist, auch dem strengsten Bibelkritiker klar zu machen, dass das Wort Gottes inspiriert (eingegeben) ist. Obiger bekannte Bibelleugner musste selbst den Beweis erbringen, dass die Bibel wahr ist. Die Paradiesschlange hat Beine gehabt. Durch den Fluch: "auf dem Bauch sollst du kriechen", verlor sie die Beine. Die anatomische Veränderung ist, wie wir gesehen haben, heute noch nachweisbar. Was also Gottes Wort nicht sagte, ist durch das Objekt selbst nachgewiesen und zwar durch die "unnützen" Knochenstückchen bei den Riesenschlangen. Dieser Tatsachenbericht ergänzt und erklärt also aufs deutlichste die biblische Mitteilung. Wie weise ist Gottes Wort! Wie töricht der Unglaube!


      Von daher denke ich mal, liegt doch die Möglichkeit sehr nahe, dass es sich nicht um eine Fabel sondern um einen Tatsachenbericht handelt.





      LG dir. ;)


      Aaron
    • Hallo Kleinstein,

      - Adam war die ganze Zeit bei Eva. Er hat also alles mitbekommen und seine Frau nicht daran gehindert, zu essen.


      Adam war nicht die ganze Zeit bei Eva. Er hat also nicht alles mitbekommen----auch diese Behauptung und die daraus schlußgefolgerten Konsequenzen habe ich schon öfters gehört.

      Biblische Begründungen jedoch werden für beide Behauptungen nicht gegeben.
      Kannst Du zumindest für deine Variante eine bibl. Begründung angeben?
      y.
    • RE: @Kleinstein

      Aaron schrieb:

      Von daher denke ich mal, liegt doch die Möglichkeit sehr nahe, dass es sich nicht um eine Fabel sondern um einen Tatsachenbericht handelt.


      Um gleich Missverständnisse hintanzuhalten, mein Einwurf mit der Parabel hat nichts damit zu tun, dass ich es nicht für einen Tatsachenbericht halten würde, sondern beschränkt sich einzig und alleine auf die Erzählform. In der Bibel sind unterschiedliche Erzählformen anzutreffen, was aber nichts damit zu tun hat, ob sich Dinge tatsächlich so ereignet haben, oder nicht, sondern nur darüber Aufschluss gibt, dass es darin unterschiedliche Erzählstile gibt, derer sich Menschen auch heute bedienen.
    • @Yokurt
      Ich empfinde es als ärgerlich, wenn du nach biblischen Belegen rufst, obwohl du selber Augen im Kopf hast und das Einfachste in 30 Sekunden selber finden und nachlesen kannst.
      Genesis 3,6b: "Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß."

      @Karoline
      Ich hab es Fabel genannt, weil Fabeln Erzählungen sind, in denen Tiere als handelnde Persönlichkeiten vorkommen. Ob es nun besser als Parabel bezeichnet wird - ich bin kein Experte :)

      @Aaron
      Aha. Nun werden sogar schon die Ergebnisse der Evolutionsforscher in "unserem" Sinne umgedeutet. Nun: Wir Menschen haben mit dem Steißbein das Rudiment eines Schwanzes. Hatten Adam und Eva deswegen Schwänze? Und - menschliche Embyronen haben Kiemenansätze. Sind wir deswegen höherentwickelte Fische? Ich find das Triumphgeheul, dass die Schlangen Beinansätze in ihrem Skelett haben, an der Stelle fehl am Platze. Wer A sagt, muss auch B sagen. Man kann nicht der Wissenschaft heute hinterherlaufen, wenn sie einem sagt, was man hören will - und sie morgen dann verteufeln, wenn das Gegenteil der Fall ist. Das ist eine Frage der Aufrichtigkeit.
    • kleinstein schrieb:

      @Aaron
      Aha. Nun werden sogar schon die Ergebnisse der Evolutionsforscher in "unserem" Sinne umgedeutet. Nun: Wir Menschen haben mit dem Steißbein das Rudiment eines Schwanzes. Hatten Adam und Eva deswegen Schwänze? Und - menschliche Embyronen haben Kiemenansätze. Sind wir deswegen höherentwickelte Fische? Ich find das Triumphgeheul, dass die Schlangen Beinansätze in ihrem Skelett haben, an der Stelle fehl am Platze. Wer A sagt, muss auch B sagen. Man kann nicht der Wissenschaft heute hinterherlaufen, wenn sie einem sagt, was man hören will - und sie morgen dann verteufeln, wenn das Gegenteil der Fall ist. Das ist eine Frage der Aufrichtigkeit.


      Das hat mich auch etwas erstaunt. Aber für mich ist die Frage der Bestrafung der Schlange insoferne unerheblich, weil mit dem Sündenfall sowieso generell alle Tiere gemeinsam mit Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, und daher ohnedies alle bestraft wurden. Auch Säugetiere beispielsweise gebären ihre Jungen unter Schmerzen, nicht nur Frauen. Und Schlangen fressen mit ihrer Beute Erde mit, die an der Beute anhaftet, die schadet ihnen aber aus unserem Verständnis heraus nicht (das ist laut google eine häufige Frage von Terrarienbesitzern, ob sie sich da Sorgen machen müssen).
    • Karoline schrieb:

      Um gleich Missverständnisse hintanzuhalten, mein Einwurf mit der Parabel hat nichts damit zu tun, dass ich es nicht für einen Tatsachenbericht halten würde, sondern beschränkt sich einzig und alleine auf die Erzählform.
      Ich habe auch nicht bestritten, dass du es für einen Tatsachenbericht hälst, liebe Karoline. Keine Sorge. ;)

      Die Antwort war für Kleinstein bestimmt.


      LG dir. ;)


      Aaron
    • kleinstein schrieb:

      @Aaron
      Aha. Nun werden sogar schon die Ergebnisse der Evolutionsforscher in "unserem" Sinne umgedeutet. Nun: Wir Menschen haben mit dem Steißbein das Rudiment eines Schwanzes. Hatten Adam und Eva deswegen Schwänze? Und - menschliche Embyronen haben Kiemenansätze. Sind wir deswegen höherentwickelte Fische? Ich find das Triumphgeheul, dass die Schlangen Beinansätze in ihrem Skelett haben, an der Stelle fehl am Platze. Wer A sagt, muss auch B sagen. Man kann nicht der Wissenschaft heute hinterherlaufen, wenn sie einem sagt, was man hören will - und sie morgen dann verteufeln, wenn das Gegenteil der Fall ist. Das ist eine Frage der Aufrichtigkeit.
      Mein lieber Kleinstein, ich denk, da hast du mich völlig falsch verstanden.
      Ich habe hier gar nichts umgedeutet!!! Ich wollte dir nur zeigen, dass sehr wohl auch die Möglichkeit besteht, dass es sich um einen Tatsachenbericht und nicht zwangsläufig um eine Fabel handeln muß, wie du schriebst. Und was das ganze mit Triumpfgeheul zu tuen haben sollen, ist mir auch schleierhaft. ?( Im Übrigen, wüßte ich nicht, was daran verkehrt sein sollte (so wie es ja der Schreiber von bibelkommentare.de auch tat) zu schreiben, zu welchen Ergebnissen Leute gekommen sind, die die nicht an Gott glauben, wenn durch diese Ergebnise gezeigt wird, dass es doch einen Gott gibt, und, dass das was in der Bibel berichtet wird (wie z.B. in diesem Fall über die Schlange) Wahrheit ist. Und es ging mir auch überhaupt nicht darum hier mit der Evolution etwas beweisen zu wollen. Ich habe lediglich mitteilen wollen zu welchem Ergebnis Wissenschaftler kamen und was die Ausgrabung einer Schlange (die schon sehr alt ist) ergeben hat. Das heißt aber nicht, dass ich daran glaube, dass dieses Tier tatsächlich schon so alt ist, wie die Evolutionswissenschaftler behaupten. Fakt ist aber, dass dieses Tier mal gelebt hat und es sich tatsächlich um eine Schlange handelt, die schon entweder mehrere Hunderte oder Tausende Jahre alt ist! Und nur darum ging es mir. Um den Fakt!!! Nicht darum evolutionistische sondern biblische Aussagen zu unterstützen, die du lieber Kleinstein, als Fabel bezeichnest.
    • Hallo Kleinstein,

      Genesis 3,6b: "Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß."
      sorry für deinen Ärger-----ich hoffe Du kannst mir verzeihen.

      ich hatte diese Situation mit dem Gespräch von Eva mit der Schlange (war Adam Anwesend oder nicht?) verwechselt.
      y.
    • Yokurt schrieb:

      - Adam war die ganze Zeit bei Eva. Er hat also alles mitbekommen und seine Frau nicht daran gehindert, zu essen.


      Adam war nicht die ganze Zeit bei Eva. Er hat also nicht alles mitbekommen----auch diese Behauptung und die daraus schlußgefolgerten Konsequenzen habe ich schon öfters gehört.

      Biblische Begründungen jedoch werden für beide Behauptungen nicht gegeben.

      Nach der Bibel war Adam bei Eva, auch wenn EGW (wie mir mal gesagt wurde) was anderes schreibt:
      1Mo 3,6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Wenn Adam direkt bei der Diskussion mit der Schlange dabei gewesen wäre, dann verwundert es mich doch, dass:

      -) weder Eva mit Adam darüber spricht...was in diesem Fall wohl normal gewesen wäre

      -) auch Adam nicht mit der Schlange diskutiert


      Adam wäre also als stummer Zeuge dabeigestanden und hätte einfach nur von der Frucht gegessen nachdem Eva auch gegessen hätte. Eigenartige Vorstellung, meiner Meinung nach - aber biblisch nicht auszuschließen - sage ich auch dazu.
    • Wenn wir sagen, dass die Schlange mit/zu Eva gesprochen hat, dann beschränken wir die Sprache der Schlange nicht auf irgendwelche Laute, die der menschlichen Sprache ähnlich sind, die der Mensch verstehen kann. Sondern wir meinen vielmehr, dass die Schlange mit Intelligenz gesprochen hat: sie hat verstanden, was Eva sagte, und gab darauf passende, kluge Antworten. Soetwas kann man vom heutigen Papagei nicht erwarten. Zwar macht er (machmal) verständliche Geräusche, aber diese sind keineswegs intelligent, sondern repititorischer, "maschineller", "reflexartiger" Art. Mit einem (heutigen) Papagei kann man nicht mal über das Wetter sprechen. Somit ist die Analogie - Schlange sprach (ungefähr) auf gleiche Weise wie Papageien heute - unpassend. Im sprachlichen Sinne, spricht der Papagei nicht.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo Tricky,

      Adam wäre also als stummer Zeuge dabeigestanden und hätte einfach nur von der Frucht gegessen nachdem Eva auch gegessen hätte. Eigenartige Vorstellung, meiner Meinung nach - aber biblisch nicht auszuschließen - sage ich auch dazu.
      als Prinzip verstanden wäre demnach zunächst mal "Alles" was nicht explizit in der Schrift steht----wo also eine (denkbare Info) Lücke bleibt,ist biblisch nicht auszuschließen, oder?

      Es bleibt also grundsätzlich mal für diese (oft erhebliche) Lücken ein Interpretationsspielraum. Das ist uns schon bewußt oder?
      Gem.welcher Regeln ist nun mit solchen "Info-Lücken-Angeboten" (adv. Verständnis) umzugehen?
      l.g.y.
    • HeimoW schrieb:

      Warum "nicht auszuschließen"? Steht doch explizit im Text, dass er dabei war.
      Ich möchte nicht allzuviel daüber spekulieren, aber man könnte auch deuten.

      Elberfelder:
      1 Mo 3/6 Und die Frau sah, daß der Baum gut zur Speise und daß er eine Lust für die Augen und daß der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er aß.

      Schlachter 2000:
      1 Mo 3/6 Und die Frau sah, daß von dem Baum gut zu essen wäre, und daß er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.


      Wie gesagt für mich ist es aus bestimmten Gründen unlogisch, dass der Mann, der bei ihr war und einfach nur alles das tat, was ihm die Frau anschafft, problematisch. Es passt auch nicht damit zusammen, dass Gott die Frau nach dem Sündenfall "unter" den Mann stellt. Bitte jetzt keine Diskussion über das "unter", das vielleicht an einer anderen Stelle - mir fällt gerade kein unpassenderes Unwort ein. Wenn dann müssten beide gleich bestraft bzw. gleich benachteiligt sein nach dem Sündenfall - da bin ich bei kleinstein - in der logischen Schlußfolgerung. Aber so war es eben nicht. Die Frau wurde anders behandelt. Mit welcher Begründung, wenn nicht wie im Timotheus Text sie es war, die betrogen wurde. Er aber in gewisser Weise aus Liebe zu ihr danach auch von der Frucht nahm.

      Wie verstehst du den Vers von Paulus:

      1 Tim 2/13 denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; 2/14 und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung.

      Adam war dort und hat nichts gesehen, nichts gehört, nichts gesagt und wurde dann schlußendlich auch nicht betrogen? Wie von wem denn nicht betrogen, er war doch dort und hat genauso den ??wahren?? Worten der Schlange zugehört? Aber nur Eva hat sich betrügen lassen? Wie soll man den Timotheus Text umdeuten, wenn Adam dabei war?

      Wie gesagt es ist für mich logischer (was per se noch nichts heißt, das sage ich natürlich auch dazu), wenn der Text aus 1. Mo 3,16 so zu verstehen ist, dass Eva dem Mann gab, der mit ihr im Garten Eden war, der zu ihr gehörte, der bei ihr war, der ihr zuzurechnen war, der ihr anhangte (wie es danach von Gott auch bestimmt wird). Im Gesamtkontext der Erzählung über den Sündenfall macht es in meinen Augen einfach mehr Sinn.
    • Yokurt schrieb:

      als Prinzip verstanden wäre demnach zunächst mal "Alles" was nicht explizit in der Schrift steht----wo also eine (denkbare Info) Lücke bleibt,ist biblisch nicht auszuschließen, oder?

      Yokurt schrieb:

      Es bleibt also grundsätzlich mal für diese (oft erhebliche) Lücken ein Interpretationsspielraum. Das ist uns schon bewußt oder?
      Gem.welcher Regeln ist nun mit solchen "Info-Lücken-Angeboten" (adv. Verständnis) umzugehen?
      Das wäre jetzt mehr oder weniger eine Grundsatzdebatte:

      -) was nicht da steht, ist nicht passiert

      -) was man nicht ausschließt kann eingeschlossen werden

      -) was mir nicht in den Kram passt, dass interpretiere ich raus


      Ich habe gerade dem Heimo erklärt warum es für mich keinen Sinn macht, dass beim Baum der Erkenntnis Adam neben Eva stand und ihr ins Ohr flüstert "Koste erst du von der Frucht, dann nehm ich, weil die Strafe ist dann nicht so schlimm für mich". Entschuldigt's bitte die Ironie, aber diese Situation ist mir zu skurril.