Jeden Tag mit Jesus

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    • Jeden Tag mit Jesus

      Aus eigener Kraft können wir Gottes Willen nicht tun.
      Wenn wir als Christen nicht in enger Gemeinschaft mit Christus leben und nicht vom Heiligen Geist erfüllt sind, haben wir ein Problem: Wir müssen unser Glaubensleben nur mit Hilfe unserer eigenen menschlichen Kräfte und Fähigkeiten führen. Das kann nicht funktionieren, denn aus eigener Kraft können wir den Willen Gottes nicht erfüllen. Paulus drückte diese Wahrheit folgendermaßen aus:
      „Die Gesinnung des Fleisches [ist] Feindschaft gegen Gott … denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie kann das auch nicht.“ (Röm 8,7 EB)
      Oder freier ausgedrückt „Denn unser selbstsüchtiger Wille lehnt sich gegen Gott auf.
      Er gehorcht seinen Geboten nicht; er kann es gar nicht.“ (GNB) Ellen White schrieb dazu: „Wer versucht, den Himmel durch seine eigenen Werke zu erreichen, indem erdas Gesetz hält, versucht das Unmögliche. Zwar kann der Mensch nicht ohne Gehorsam gerettet werden; aber seine Werke sollen nicht von ihm selbst stammen. Christus soll in ihm ‚das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen’ wirken [Phil 2,13].“1
      Was passiert, wenn man versucht, etwas zu tun, das die eigenen Kräfte übersteigt? Wir werden enttäuscht sein. Zweifel an der Wirksamkeit des Glaubens könnte aufkommen.
      Manche strengen sich nach einer solchen Erfahrung noch mehr an als vorher, Andere resignieren oder geben den Glauben sogar ganz auf.Gott wünscht sich aber für jeden von uns ein Leben in der Gemeinschaft Christi aus der Kraft des Heiligen Geistes. Er möchte, dass wir Freude, Kraft und Siege erleben. Jesus versprach: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“ (Apg 1,8) Und Paulus betete für die Christen, dass Gott ihnen „Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen.“ (Eph 3,16)die Folgen eines lebens aus eigener Kraft
      Ein Glaubensleben aus eigener Kraft – ohne den Heiligen Geist – hat negative, ja, schlimme Folgen für den Einzelnen. Diese summieren sich und zeigen sich dann auch in der Gemeinde. Dazu gehören:
      • ausgeprägte Kritikfreudigkeit,
      • Zunahme weltlicher Wertvorstellungen,
      • Streit (vgl. 1 Kor 3,3) und Unversöhnlichkeit,
      • das Entwickeln von Plänen und
      Strategien, die unnötige Zeit und Mittel verschlingen und letztlich kaum etwas bringen,
      • allgemeine „Unfruchtbarkeit” und Erfolglosigkeit selbst bewährter Vorgehensweisen,
      • ein Exodus eines großen Teils der Jugend aus der Gemeinde.
      Natürlich war nicht alles falsch, was wir getan haben, und Gott hat zweifellos auch unseren menschlichen Einsatz gesegnet. Aber um wie viel besser wären die Verhältnisse in den Familien, den Adventgemeinden und in der Verwaltung, wenn wir in der Fülle des Heiligen Geistes gelebt und gearbeitet hätten.Religion statt Christusbeziehung
      Warum ist ein „fleischliches“ Christsein manchmal schwer zu erkennen?
      Weil auch das Leben eines fleischlichen Christen mit „Religion“ gefüllt ist. Deshalb merkt er oft nicht, dass ihm das Entscheidende fehlt: die innige Gemeinschaft mitChristus durch den Heiligen Geist.
      Wenn wir es nicht zulassen, dass Christus unser Leben in allen Bereichen regiert, dann steht er vor der Tür und klopft an (Offb 3,20). Und er sagt:
      Wenn du mich nicht hereinbittest, werde ich nicht hereinkommen. Stattdessen werde ich dich ausspucken (V. 16).
      Als Siebenten-Tags-Adventisten gründen wir unseren Glauben auf das feste Fundament der Bibel. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir „die Wahrheit haben“, und meinen, dass wir darin allen anderen Kirchen etwas voraus haben. Wir können unseren Glauben gut begründen. Und weil wir das Richtige glauben und sagen, meinen wir, es sei alles in Ordnung. Das macht es aber schwer, das Problem des „Fleischlichseins” zu erkennen. Und noch eines kommt hinzu: Möglicherweise hindert uns auch unser Stolz daran, die Einschätzung Jesu über Laodizea anzunehmen. Das mag besonders für den schwer sein, der eine leitende Funktion in der Gemeinde innehat.
      Gott möchte uns zu geistlichen Christen machen.
      Doch es gibt Hoffnung: In 1. Korinther 3,1–3, wo Paulus das Thema der fleischlichen Christen angesprochen hat, finden wir dreimal den Begriff „noch“. „Ihr seid noch fleischlich“ beeutet: Niemand muss in diesem Zustand bleiben. Gott möchte aus fleischlichen geistliche Adventisten machen.
      Gott mag auch in diesem Bereich
      über die „Zeit der Unwissenheit hinweggesehen“ haben (Apg 17,30a), aber die negativen Folgen eines lauen Christseins müssen wir tragen – sowohl im
      persönlichen als auch im Gemeindeleben. In diesem Zusammenhang sollte sich jeder von uns fragen: Welchen Einfluss hätte es auf meine Ehe, meine Familie und meinenDienst in der Gemeinde gehabt, wenn ich immer schon erfüllt vom Heiligen Geist gelebt hätte?das Geheimnis heißt „täglich“!
    • Fortzetzung

      Wer mit dem Heiligen Geist erfüllt sein will, muss sich täglich Christus weihen und täglich neu um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist bitten.
      Jesus sagte: „Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lk 9,23) Das bedeutet, täglich
      der Selbstsucht abzusagen und sich freiwillig in allem Jesus unterzuordnen.“ Ellen White schrieb dazu: „Jesus zu folgen erfordert, sich am Beginn von ganzem Herzen zu bekehren, und diese Bekehrung jeden Tag zu wiederholen.“2 „Auch wenn unsere Hingabe bei der Bekehrung vorbehaltlos war, nützt uns das gar nichts, wenn wir sie nicht jeden Tag erneuern; aber eine Hingabe, die die Gegenwart umfasst, ist frisch, echt und von Gott annehmbar.“3 Morris Venden schlägt in dieselbe Kerbe: „Bei Jesus zu bleiben, und zwar durch eine tägliche Erneuerung unserer Hingabe, ist ebenso wichtig, wie anfangs zu ihm zu kommen. … Die tägliche Verbindung zu Christus führt zur beständigen Übergabe – sich jeden Moment auf ihn zu verlassen.“4Die Bitte um Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist gleichbedeutend mit der Bitte an Jesus, in uns zu bleiben, denn der Sohn Gottes wohnt durch den Heiligen Geist in uns (vgl. Joh 14,17–18). Warum aber täglich? In 2. Korinther 4,16 schrieb Paulus: „… der innere
      [Mensch wird] von Tag zu Tag erneuert“. Diese tägliche innere Erneuerung geschieht durch den Heiligen Geist.
      Deshalb betete Paulus für die Christen:
      „… dass er euch Kraft gebe … stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet werdet”. (Eph 3,16) Christus wohnt durch den Heiligen
      Geist in uns; der gibt uns Kraft und bringt die Liebe Gottes in unser Herz (vgl. Röm 5,5b).Gott erwartet, dass wir im Heiligen Geist leben. Paulus forderte die Epheser – und damit auch uns – auf: „Lasst euch vom Geist erfüllen!“ (Eph 5,18b) Johannes Mager erklärte aufgrund der Untersuchung der griechischen Ausdrucksweise: „Der Satz kann auch so wiedergegeben werden: ‚Lasst euch beständig und immer wieder neu mit Geist erfüllen.‘“5
      Laut Epheser 1,13 hatten die Epheser bereits den Heiligen Geist empfangen („ … seid auch ihr, da ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist“), dennoch mussten sie sich immer wieder neu mit dem Geist erfüllt lassen.

      Ellen White erklärte: „Jeder Mitarbeiter Gottes sollte um die tägliche [Erfüllung] mit dem Geist Gottes bitten.“ „Wer von der Heiligen Schrift … angesprochen wurde und ihren Lehren folgen möchte, muss täglich [dazu]lernen, täglich [neuen] Eifer und neue geistliche Kraft empfangen, die jedem wahren Gläubigen in der Gabe des Heiligen
      Geistes zur Verfügung steht.“7„Wir brauchen die beständige Verbindung mit dem göttlichen Beistand, damit wir
      vorwärtskommen. Vielleicht besitzen wir ein gewisses Maß des Geistes Gottes, aber durch Gebet und Glauben sollten wir beständig nach einem größeren Anteil des Geistes streben.“8
      Weiter erklärte sie: „Du brauchst jene tägliche Liebestaufe, die in den Tagen der Apostel alle zu einem Herz und einer Seele zusammenschloss.“9
      Paulus erklärte, dass „die Liebe Gottes … in unsere Herzen durch den Heiligen Geist ausgegossen“ ist (Röm 5,5b).
      Die tägliche Geistestaufe bzw. Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist also zugleich eine tägliche Liebestaufe bzw. die Erfüllung mit der Agape-Liebe Gottes. Au-ßerdem bricht die Erfüllung mit dem Heiligen Geist die Kraft der Sünde (vgl. Gal 5,16) und befähigt uns, Zeugen Jesu zu sein (Apg 1,8).
      Im alten Israel waren die täglichen Morgen- und Abendbrandopfer die Grundlage des Gottesdienstes (4 Mo 28,3–4). „Das Brandopfer verkörperte die völlige Hingabe des Opfernden an den Herrn. Hier behielt der Mensch nichts für sich, alles gehörte Gott.“10 Ellen White erklärte dazu: „Die Stunden des Morgen- und Abendopfers sah man als heilig an; sie wurden für das ganze jüdische Volk zu bestimmten Gebetszeiten … Diese Gewohnheit ist den Christen Vorbild für ihre Morgen- und Abendandacht. Gott missbilligt zwar Zeremonien ohne den Geist der Anbetung, er sieht aber mit Wohlgefallen auf die, die ihn lieben und sich morgens und abends vor ihm beugen, um Vergebung ihrer Sünden zu erlangen und ihn um den notwendigen Segen zu bitten.“11 Die tägliche Andacht ist
      die Grundlage des geistlichen Lebens.
      Personen, die keine oder nur selten stille Zeit mit Gott verbringen – vielleicht nur einmal pro Woche im Gottesdienst – werden nicht geistlich stark sein können. Das wirdzwangsläufig geistliche Mangelerscheinungen und ein „fleischliches“ Christsein zur Folge haben.
      Wird fortgesetzt

      Helmut Haubeil ist Pastor i. R.

      Auszug aus Adventisten aktuell, April 2013
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      Ich wünsche uns allen das wir dies schaffen "JEDEN TAG MIT JESUS"

      Das ist für mich eine Prophetische Rede,

      Wünsche uns allen einen gesegneten Sabbat.

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