Der Christ als Unternehmer

    • Der Christ als Unternehmer

      Mir fällt auf, dass es verhältnismäßig wenige adventistische Unternehmer gibt. Nur wenige davon wiederum sind auch wirklich gut - haben hoch innovative Produkte, die das Leben der Anwender verbssern.

      Meine Frage ist: Woran liegt das? In der evangelikalen Welt spricht man von der "Kingdom Company", der "Jesus Company", der "pro-Jesus-Company", oder der "God@work Company," während sich ASI bei uns sich in erster Linie damit beschäftigt, wie man wen am Besten unterstützen kann und somit meines Erachtens einem "Serciveclub" ähnlich ist. Es gibt in der evangelischen Welt auch den Führungskongress, siehe fuehrungskraeftekongress.de/kongress-2013.html.

      Ich denke, dass es auch höchste Zeit ist, über christliches Marketing oder christliche Markenführung zu sprechen, christliches Recruting und Mitarbeiter-Entwicklung nach ihren persönlichen Gaben (man kann über Google denken wie man will, aber dort wird manches, was wir ansatzweise in Ellen Whites Buch "Erziehung" stehen haben, durch die Human Resources-Abteilung gelebt!), über die Kunst, innovativ zu sein oder formschöne, gefällige und technisch hochentwickelte Produkte zu gestalten und zu vermarkten und viele andere interessante Bereiche, die gute Unternehmen auszeichnen und die sie von schlechten trennen.

      Gute Unternehmen verdienen interessanterweise auch in der Krise ihr Geld. Ein österreichischer Edelstahlerzeuger ist beispielsweise in allen Geschäftsfeldern unter den ersten drei am Weltmarkt und technologisch führend - er konnte auch 2008, als die Krise der Branche zusetzte und der Umsatz um gut 40 Prozent einbrach, mit der weltweit besten Performance verglichen mit dem Wettbewerbern punkten. Und das mit Standorten in sogenannten Hochlohn- bzw. Hochpreisländern wie Österreich, Schweden und Deutschland.

      Wo stehen adventistischen Unternehmen im Vergleich dazu? Sind wir bloß Händler oder ist die Optimo als Bogenhofen Spin-off eine Ausnahme? Warum gibt es keine oder kaum adventistischen Steve Jobs', Nicola Teslas, Isaak newtons, Henry Fords, Thomas Edisons u.v.a.?

      Das einzige Buch, das in diese Reichtung geht ist meines Wissens "Gott, Geld & Glaube" von Helmut Haubeil und Gerhard Padderatz.

      Irre ich mich oder ist uns (brotlose) künstlerische Erziehung wie Musik deutlich wichtiger als eine Sammlung von verwerteten Patenten, auch in stürmischen Zeiten gut funktionierenden Unternehmen, innovativen Produkten mit hohem Anwendernutzen (wer sagt, dass das nächste iPhone nicht durch ein adventistisches Unterhmen kommen kann?), zufriedenen Mitarbeitern?

      Ich denke, auch als Adventist sollte man Patente haben und umsetzen, ohne schlechtem Gewissen Unternehmer sein, hoch innovativ und kompromisslos kundenorientiert sein und in seiner Branche zu den Weltbesten gehören. Oder?
      "Der Unterschied zwischen dem, was wir tun,
      und dem, wozu wir fähig sind,
      würde die meisten Probleme dieser Welt lösen."

      Ghandi
    • Ich weiss nicht, wie das bei Euch ist, aber in meiner Kirche trifft man immer auch Unternehmer an, das sind teilweise Einmannbetriebe oder auch grössere Betriebe mit mehreren hundert Mitarbeitern. Man braucht dazu aber keine christlichen Bücher, welche einem sagen, wie man Marketing und Entwicklung zu betreiben hat. Die Marktgesetze, die da gelten, gelten für alle. Die Frage ist halt immer wie weit man diese zum persönlichen Profit ausreizen will. Und genau da kommen die christlichen Tugenden zum Tragen, es sind nicht die Lehrbücher, die schlecht sind, sondern der Unternehmer der die nur zum eigenen Wohl und maximalen Profit umsetze möchte. Trotzdem kann jeder christliche Unternehmer auch von Krisen getroffen werden, Dein Beispiel Highwaymann mag ja gut und schön sein, hat aber wenig mit christlichem Leben zu tun, meine Arbeitgeber zum Beispiel liefert 80% der Produkte an die Automobilindustrie, da kann dann ein Unternehmen noch so christliche Grundsätze pflegen und wird trotzdem von der Krise getroffen, wenn diese die Automobilindustrie betrifft. Aber auch in Krisensituationen wird sich zweigen wer nur auf Profit aus ist und wer nicht. Abraham war ja zum Beispiel auch ein sehr reicher Mann und ist dabei Gott trotzdem immer treu geblieben.
      Letzten Endes muss jeder selbst entscheiden, ob er Unternehmer werden will oder nicht. Ich für mich könnte das im grossen Stil nicht vorstellen, aber ich habe keine Probleme wenn das jemand tun will.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ich habe einmal vor Jahren in christlichen Betrieben gearbeitet, ich möchte diese Zeit nicht missen. Da war das Beriebsklima anders wie im Weltlichen. Wir sind herausgefordert gewesen frei zu sein und keine Probleme von zu Hause mit in den Betrieb zu bringen, kein Getratsche über andere. Das beste für den Kunden zu tun und für ihn da zu sein.
      Die Ausrichtung waren Christus und die Gebote Gottes.
      Es war wichtig das alles gut aufgebaut war, das es ein gutes Bild für den Kunden hatte, das es ansprechend war. Das nichts unordentlich rum lag. Das wirkte sich auf den Umsatz aus. Auch gab es mal Tage wo der Umsatz beim Tag schwach war und kurz vor Schluß kam jemand rein und machte einen Großeinkauf und der Umsatz war getan.

      Aus dem Erlös wurde der Zehnte abgegeben.

      Übrigens aus dem Erlös von Deichmann Schuhe wird auch der Zehnte abgegeben.
    • Auch der Präsidentschaftskandidat der Republikaner in den USA, der die Wahl verlor, hat aus seinem Einkommen seiner Mormonenkirche in 2011 rund 4,2 Millionen DOllar an Zehnten gezahlt.
      LGv. benSalomo.

      Übrigens: Ich hörte vor Jahren, dass die Firma, die die T-Shirts mit dem Krokodil herstellte, eine STA-Firma sei. Sie sei aber später verkauft worden.

      In Düsseldorf gab es die Zentrale der Rhenania-Kaufhäuser, auch von einem Adventisten.##Mir sind eine ganze Reihe von adventistischen Betrieben bekannt.
    • asideutschland.de/mitgliedschaft/info-voraussetzungen.html

      Ordentliche Mitglieder können sein: Unternehmer und Unternehmen, Missions-Institutionen oder Missionsgruppen, die die Ziele des Vereins aktiv unterstützen. Ihre Tätigkeit erstreckt sich auf geschäftliche, ärztliche, erzieherische, wohltätige und/oder allgemein missionarische Bereiche.
    • Anspruch und Vergleichbarkeit?

      Highwayman schrieb:

      Mir fällt auf, dass es verhältnismäßig wenige adventistische Unternehmer gibt. Nur wenige davon wiederum sind auch wirklich gut - haben hoch innovative Produkte, die das Leben der Anwender verbssern.

      Bist Du sicher, daß dieser Anspruch und diese Aussage stimmt?

      1. Die wirkliche Hochleistung wird oft im Kleinkram des Alltags geleistet und muß nicht an die große Glocke gehängt werden.
      2. Als Christlicher Unternehmer mache ich mit soetwas keine Werbung! In den USA sieht das aber anders aus weil dort eine ganz andere Mentalität herrscht. Darum ist das nicht vergleichbar.
      3. Hast Du schon von dem Ulmer STA-Ingenier gehört, der das Patent auf wartungsfreie Pipeline-Ventile inne hat? Ich weiß das nur wil ich ihn persönlich kennen gelernt habe.
      4. Weißt Du wie hoch die Finanzierungs-Kosten in D-Land für innovative Produkte sind und wie investitions-Feindlich sich die Banken dabei verhalten?
      5. Warst Du schon einmal an einer Geschäftsgründung beteiligt um das Verfahren und den Ablauf in D-Land mitgemacht zu haben und beurteilen zu können ob der Vergleich mit den USA überhaupt sachlich möglich ist?
      6. Bist Du selbständig oder Freiberufler? Und wenn "ja" wie viele Jahre?
      7. Wer unternehmerisch seine Arbeit ordentlich macht und dabei ehrlich bleibt hat sicher wichtigeres zu tun als über sein Christsein / STA-sein Werbung zu machen.

      Wenn Du in ein frommes Produkt der Hochtechnologie investieren willst, dann darfst Du gerne mit mir zusammen den neuen selbstlernenden Homepage-Schutz für IPv6 programmieren. Ich suche nämlich noch dringend Praktikanten oder Mitarbeiter, damit ich das Projekt, das momentan kein Geld bringt, nach dem Grundentwurf endlich vollständig dokumentieren und programmieren kann.
      Das ich daran arbeite ist aber nichts was Christen (die i.d.R. nichts vom Internet verstehen) überhaupt interessiert. Mein Publikum sind eher die Webmaster, die auch selbst programmieren können oder die langfristig Wert auf die Sicherheit ihrer Internet-Auftritte legen.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • ingeli schrieb:

      Ich habe einmal vor Jahren in christlichen Betrieben gearbeitet, ich möchte diese Zeit nicht missen. Da war das Beriebsklima anders wie im Weltlichen. Wir sind herausgefordert gewesen frei zu sein und keine Probleme von zu Hause mit in den Betrieb zu bringen, kein Getratsche über andere. Das beste für den Kunden zu tun und für ihn da zu sein.
      Die Ausrichtung waren Christus und die Gebote Gottes.
      Es war wichtig das alles gut aufgebaut war, das es ein gutes Bild für den Kunden hatte, das es ansprechend war. Das nichts unordentlich rum lag. Das wirkte sich auf den Umsatz aus. Auch gab es mal Tage wo der Umsatz beim Tag schwach war und kurz vor Schluß kam jemand rein und machte einen Großeinkauf und der Umsatz war getan.

      Aus dem Erlös wurde der Zehnte abgegeben.

      Übrigens aus dem Erlös von Deichmann Schuhe wird auch der Zehnte abgegeben.


      Super! Ich kenne zwei andere christliche (adventistische) Betriebe, da würde NIEMAND aufgrund des Verhaltens der Christen dort Christ werden. Überhaupt niemand. (In einem Betrieb, den ich besser kenne, ist einzig der Controller, ebenfalls Christ, der arbeitet absolut vorbildlich und hat noch riesiges Potential, das er hoffentlich auch eines Tages voll brauchen wird. Das ist sogar so, dass manche Mitarbeiter dort hoffen, dass er eines Tages Geschäftsführer wird!) Aber sonst ist - soweit ich beurteilen kann - nahezu niemand so, dass nicht-christliche Mitarbeiter sagen würden: "Wow! So wie diese Person, so möchte ich auch sein!"

      Sollte ich je einen Betrieb haben (was mir prinzipiell Spaß und Freude machen würde!) -- ich möchte nicht nur die besten und innovativsten Produkte am Markt in der jeweiligen Branche anbieten um gute Margen erzielen zu können; ich möchte vor allem ein vorbildlicher Unternehmer sein. Einer, bei dem MItarbeiter, Lieferanten und andere Interessensgruppen sagen: "Der ist nicht nur fachlich, sondern auch menschlich der Beste!" Einer, über den hoffentlich viele so denken wie Ingeli über seinen/ihren ehemaligen Arbeitgeber.
      "Der Unterschied zwischen dem, was wir tun,
      und dem, wozu wir fähig sind,
      würde die meisten Probleme dieser Welt lösen."

      Ghandi
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Highwayman schrieb:

      Mir fällt auf, dass es verhältnismäßig wenige adventistische Unternehmer gibt. Nur wenige davon wiederum sind auch wirklich gut - haben hoch innovative Produkte, die das Leben der Anwender verbssern.

      Bist Du sicher, daß dieser Anspruch und diese Aussage stimmt?

      1. Die wirkliche Hochleistung wird oft im Kleinkram des Alltags geleistet und muß nicht an die große Glocke gehängt werden.
      2. Als Christlicher Unternehmer mache ich mit soetwas keine Werbung! In den USA sieht das aber anders aus weil dort eine ganz andere Mentalität herrscht. Darum ist das nicht vergleichbar.
      3. Hast Du schon von dem Ulmer STA-Ingenier gehört, der das Patent auf wartungsfreie Pipeline-Ventile inne hat? Ich weiß das nur wil ich ihn persönlich kennen gelernt habe.
      4. Weißt Du wie hoch die Finanzierungs-Kosten in D-Land für innovative Produkte sind und wie investitions-Feindlich sich die Banken dabei verhalten?
      5. Warst Du schon einmal an einer Geschäftsgründung beteiligt um das Verfahren und den Ablauf in D-Land mitgemacht zu haben und beurteilen zu können ob der Vergleich mit den USA überhaupt sachlich möglich ist?
      6. Bist Du selbständig oder Freiberufler? Und wenn "ja" wie viele Jahre?
      7. Wer unternehmerisch seine Arbeit ordentlich macht und dabei ehrlich bleibt hat sicher wichtigeres zu tun als über sein Christsein / STA-sein Werbung zu machen.

      Wenn Du in ein frommes Produkt der Hochtechnologie investieren willst, dann darfst Du gerne mit mir zusammen den neuen selbstlernenden Homepage-Schutz für IPv6 programmieren. Ich suche nämlich noch dringend Praktikanten oder Mitarbeiter, damit ich das Projekt, das momentan kein Geld bringt, nach dem Grundentwurf endlich vollständig dokumentieren und programmieren kann.
      Das ich daran arbeite ist aber nichts was Christen (die i.d.R. nichts vom Internet verstehen) überhaupt interessiert. Mein Publikum sind eher die Webmaster, die auch selbst programmieren können oder die langfristig Wert auf die Sicherheit ihrer Internet-Auftritte legen.



      Hallo Stephan!
      Zu Deinen Aussagen:
      1. Ja, die wirkliche Arbeit steckt immer im Kleinkram, im Detail und darin, wie man den Alltag organisiert. Darin zeigt isch echte Qualität.
      2. Ich bin der Meinung, dass man auch als Christ Werbung machen soll, darf und muss. Werbung prinzipiell ist nichts böses. Ich habe jetzt auch einen verdeckten Twitter-Account, um Social-Media-Marketing für ein neues Produkt zu testen.
      3. Das wartungsfreie Pipeline-Ventil ist sicher super! Großartig! Und wenn das Patent noch breit genug ist, das Nachahmen erschwert oder ausschleißt, dann hat man schon gewonnen. (Ich darf das schreiben, da ich selbst Patentinhaber bin und momentan gerade an meinem zweiten arbeite.)
      4. Die Finanzierung ist ein riesiges Problem, gerade in Zeiten wie diesen. Basel III steht vor der Türe bzw. ist de facto da,... Mein Patent ist noch nicht umgesetzt, weil es mit der Finanzierung bisher scheiterte. Jedoch gibt es Silberstreifen am Horizont: Immer mehr "Private Equity", "Early stage & seed capital" Funds gibt es auch im deutschsprachigen Europa. In den USA sind sie ja bekannt und die großen Namen wie "Kleiner Perkins", "Sequoia Capital" oder kleine Firmen wie "Garage Technology Ventures" sind dort längst ein Begriff und haben unter anderem das Silicon Valley zu dem gemacht, was es heute ist. Hier in Österreich entwickelt sich langsam eine ähnliche Struktur, allerdings ist sie in den Staaten noch viele Male besser.
      5. Ja, ich war rund fünf Jahre Gesellschafter einer kleinen, aber hoch innovativen Firma, die sich mit Spielplatzbau beschäftigte. Das Unternehmen wurde dann von uns verkauft. Ich war damals verantwortlich für Marketing und Produktentwicklung. (Habe sowohl eine gute Marketingausbildung - Studienschwerpunkt an der Wirtschaftsuni Wien) und eine technische Ausbildung im Maschinenbau.) Und ich war davor etwa 3 Jahre lang selbstständig mit einem Generalvertrieb für Messgeräte in Österreich. Ich weiß, wovon ich schreibe. Ich habe auch - zwecks besseren Vergleichs - mit Garage Technology Ventures in Los Altos Kontakt aufgenommen zwecks Projektfinanzierung. Das wäre prinzipiell gegangen, aber nur mit Unternehmenssitz in Kalifornien.
      6. Ich war 5 Jahre Miteigentümer einer kleinen Firma für Spielgeräte und rund 3 Jahre selbstständig im Vertrieb und Service von Messgeräten. Mich juckt aber das eine oder andere Projekt - gemeinsam mit Partnern - nach wie vor und Selbstständigkeit wäre ein gutes "Hobby." Meinen Angestellten-Job möchte ich keineswegs aufgeben - dafür ist er zu gut.
      7. Es geht nicht darum, um Werbung für sich zu machen. Es geht vielmehr darum, dass man weiß: Ok, Christen (Adventisten) können nicht nur singen und musizieren, sondern sind auch innovativ und bewegen etwas in der Wirtschaft.

      Übrigens: Hermann Simon, ein deutscher Unternehmensberater mit Schwerpunkt "Hidden Champions" (im Sinne von "heimliche Weltmarktführer" zu verstehen, also Firmen, die einen kleinen Markt bedienen und diesen beherrschen), hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, indem er behauptet, dass in Deutschland/Österreich/Schweiz rund 55 Prozent aller Weltmarktführer ansässig sind. Bei nur 3 Prozent der globalen Bevölkerung. Und ich denke, er hat recht! Ich selbst kenne rund 30 Weltmarktführer in Österreich und etwa 5 aus dem Großraum Stuttgart. Dort gibt es aber garantiert noch viel mehr!
      "Der Unterschied zwischen dem, was wir tun,
      und dem, wozu wir fähig sind,
      würde die meisten Probleme dieser Welt lösen."

      Ghandi
    • @Stephan Zöllner:

      Was Dein Projekt betrifft: Ich bin leider eine IT-Niete.
      Was die Start up-Finanzierung mit Early Stage und Seed Capital betrifft: Hier wären Venture Capital Firmen im Sillicon Valley interessant - wie eben "Garage Technology Ventures", Sequoia, Kleiner Perkins, The Silicon Valley Bank und andere. Oder der Hasso Plattner Fund in Deutschland. (Hasso Plattner ist der Gründer von SAP und er hat einen Fonds, der IT-Unternehmer unterstützt.) Wenn Du dort einen Pitch hast -- dann präsentiere ihn so, dass Du auch die Ausstiegszenarien des Kapitalgebers berücksichtigst. Sehr gut, aber auf Silicon Valley-Verhältnisse zugeschnitten, sind die Bücher "Reality Check" oder "The Art of the Start" von Guy Kawasaki. Kawasaki ist Venture Capitalist. Hier kann man vieles auf unseren Markt hin adaptieren.
      "Der Unterschied zwischen dem, was wir tun,
      und dem, wozu wir fähig sind,
      würde die meisten Probleme dieser Welt lösen."

      Ghandi
    • @Highwaymann:

      Ich weiss nicht, was an Patenten besonders ist. Jeder der Ingenieur ist, wird früher oder später Patente erhalten. In den meisten Fällen tritt man die aber immer gleich an die Firma ab, weil man ja dafür bezahlt wird. Ich finde an den meisten Patenten nichts besonderes, es gibt ganz wenige, mit denen man richtig Geld verdienen kann und auch dann müssen neben der Idee noch viele andere Faktoren zusammenspielen, eine Innovation ist es nämlich erst dann, wenn es sich im Markt durchgesetzt hat und 95% der wirklich guten Ideen, scheitern bereits vorher.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      @Highwaymann:

      Ich weiss nicht, was an Patenten besonders ist. Jeder der Ingenieur ist, wird früher oder später Patente erhalten. In den meisten Fällen tritt man die aber immer gleich an die Firma ab, weil man ja dafür bezahlt wird. Ich finde an den meisten Patenten nichts besonderes, es gibt ganz wenige, mit denen man richtig Geld verdienen kann und auch dann müssen neben der Idee noch viele andere Faktoren zusammenspielen, eine Innovation ist es nämlich erst dann, wenn es sich im Markt durchgesetzt hat und 95% der wirklich guten Ideen, scheitern bereits vorher.

      Liebe Grüsse
      DonDomi


      Hallo DonDomi!

      Die meisten Patente sind tatsächlich nichts besonderes. Oft wird etwas Vorhandenes patentiert, weil sich in der Verfahrenstechnik eine Kleinigkeit geändert hat. So wie die meisten Produkt"neuheiten." Da gibt es Entwicklungen, die sind die tausendste Version des Selben. Ich nenne solche Firmen "Corporate Monkeys", also Affen, die das, was andere machen, einfach schnecht immitieren. WIr leiden darunter, dass wir zu viele "Monkey Inc." -Unternehmen haben.

      Patente sind auch nicht überall sinnvoll und oft ist es besser, dass Erfinder vom Patent abstand nehmen, um nicht zu viel Know-how zu offenbaren.

      Ich bin ein wenig radikal, was Innovationen betrifft und sage einfach: Nur wenn es sich um absolute Neuerungen mit großem Marktpotential handelt, zahlt sich das Patentieren aus. Ich habe bei einem patentierten Verfahren zur Herstellung von Zimmer- bzw. Indorbrunnen mitgearbeitet. Zimmerbrunnen sind an sich nichts Neues. Den Neuheitsgrad dabei stellte jedoch die Beleuchtung dar - der Brunnen hat eine derartige Beleuchtung, die man so schalten kann, dass das Auge des Betrachters getäuscht wird und meint, das Wasser würde hinauf fließen.

      Wir haben hunderte derartige Brunnen hauptsächlich nach Italien, Frankreich und Japan verkauft.

      Oder bei Handycovers. 2007 wurde ein Patent erteilt, das Handycovers mit bisher ganz neuen Merkmalen ausstattete und die Funktionen weit ausdehnte. Das Produkt kam leider - aufgrund meines Versagens - nie auf den Markt.

      Kurz: Patente zahlen sich aus, wenn man nicht nur 10 Prozent, sondern 10 Mal bessere Lösungen als den Status Quo anbieten kann. Dann zahlt es sich aus, dass man seine Idee zur Gänze oder Teile davon in den wichtigsten Märkten schützen läßt.

      Auch wenn es darum geht, Investoren in der risikoreichen Anfangsphase zu finden (sogenanntes Early Stage oder Seed Capital), stellen erteilte Patente (oder wenigstens ein positiver erster Vorbescheid) einen wesentlichen Unternehmenswert dar, den man einbringen kann und der Investoren eine bestimmte Sicherheit gibt. Dabei ist es auch wichtig, an das Negativ-Szenario zu denken: Wenn das Unternehmen sich nicht durchsetzen kann, dann haben Patente noch immer einen bestimmten Wert. Und der ist höher, wenn man 10 Mal und nicht nur 10 Prozent besser ist als der Status Quo.

      Zu Deiner Aussage, dass 95 Prozent der wirklich guten Ideen schon vorher scheitern: Ja, das ist leider so. Da spielen Interessensgruppen, Standardisierungen,... eine wesentliche Rolle. Aber auch, dass Ideen schlecht vermarktet werden oder nicht in die Tiefe gehen. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg des iPod war nicht nur das Design mit dem Klick-Wheel oder der Peer pressure mit den weißen Ohrhörern, sondern iTunes. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Stil Kettensägen ist nicht nur die tiefe Inhouse-Fertigung im Konzern und die wahrscheinlich besten Magnesium-Druckgußgehäuse der Welt, sondern Stihl Timbersports. Damit wird die Marke gemacht.

      Beispiel eines Start-Up-Unternehmens: DER Erfolgsfaktor für ein kleines mir bekanntes Ein-Mann-Unternehmen in der Wassertechnik sind nicht die Komponenten, mit denen die Enthärter hergestellt werden. Sondern es wird jedes einzelnen Ventil händisch umgebaut und Teile ausgetauscht. Dann halten sie plötzlich 10 Jahre und länger problemlos, während die "Originalteile" nach rund 2 Jahren ausgetauscht werden müssen. Das Unternehmen hat sich so einen enorm guten Ruf in der Branche aufgebaut und gilt als "hidden champion" in Ostösterreich. Dort, wo Konzerne aufgeben, wird diese kleine Firma gefragt.

      Ganz nach dem Motto :Think differently. Think better. Act great!
      "Der Unterschied zwischen dem, was wir tun,
      und dem, wozu wir fähig sind,
      würde die meisten Probleme dieser Welt lösen."

      Ghandi
    • Der Christ als Unternehmer, der muß keine Innovativen Produkte haben, das zeichnet sie nicht als Christ aus. Vielmehr sollte in einen christlichen Betrieb, vielmehr der Mensch an erster Stelle stehen, der Angestellte so wie der Kunde. Er soll gute, reine, ehrliche Ware verkaufen, und dem Motto:
      Gebe gute Ware, gut Gewicht, aber borgen kann ich nicht.

      Der Betrieb soll tranparent, ehrlich und offen sein, Kunde, Mitarbeiter, Lieferrant und Produzent, der soll so behandelt werden wie es die goldene Lebensregel sagt:
      Behandle deinen Nächsten so wie du behandelst werden möchtest. Gib was du erwartest.
      Die Basis soll die Bibel sein, und Gott wird für alles nötige sorgen.

      EIn christlicher Betriebe soll auch nicht auf Profitgier aufgebaut sein und was noch ein wichtiger Punkt ist, die Kundenbetreuung bzw. die Nachbetreuung, sei es mit Service, Reparatur, je nachdem was der Betrieb stellt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ingeli ()

    • Ich war erstens - nach meinem Vater - Unternehmer. Der Bertieb wurdenach dem Grundsatz der Haushalterschaft geführt - und wir überlebten miit Gottes Segen gut trotz einiger durchaus krimineller Ausnutzungsversuche. Ich war dann Gewerkschaftlicher Betriebsrat in einem 1 000 -- Leute - Betrieb - und habe nach den Grundsätzen meines Vaters gewirkt - man schafft sich Feinde, aber jene, denen gerechte Dienstbeschreibung, , Zurückweisung enes Disziplinarverfahrens, gerechte Reihung in der Ausbildunbg zutiel wurden, wiegen das auf.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Wenn es so läuft, wie in dem Link beschrieben, wunderbar - Traumvorstellung!!!

      Leider gibt es kein von den mir bekannten christlichen Unternehmen, wo so gehandelt wird. Habe das mehrmals erlebt.
      Religion ist das Bemühen des Menschen, seinem Gott zu gefallen: Aus sich selbst heraus.
      Echter und lebendiger Glaube an Jesus, ist Leben in seinem Geist und aus seiner Kraft.
    • Aus meinen vielen Kontakten mit klein- und mittelständischen Unternehmen kann ich beobachten, dass die Befolgung der "goldenen Regel" nach Matt. 7 ohnehin eine nicht unwesentliche Grundlage eines längerfristigen anhaltenden wirtschaftlichen Erfolgs darstellt, egal, ob die Unternehmungsleitung aus bekennenden Christen besteht oder nicht. Sie führt zum überlebenswichtigen Vertrauen der wirtschaftlichen Partner untereinander. Freilich birgt das Wirtschaftsleben viele Gefahren wie Unwägbarkeiten, schwer zu schaffende Strukturveränderungen, manche kriminelle Machenschaften und Katastrophen. Trotzdem beobachte ich, dass Unternehmen mit einem fairen Umgang gegenüber Mitarbeitern und Kunden die vielen Hürden meistens (leider nicht immer) besser schaffen.
      mit lieben Grüßen
      conradi