Jeff Pippenger & Co - Future-is-Now - Wiederherstellung alter Fundamente

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    • Jeff Pippenger & Co - Future-is-Now - Wiederherstellung alter Fundamente

      Hallo,

      ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Botschaft von den Future-Ministries (http://futureforamerica.org, future-is-now.net). Jeff Pippenger, Jamal Sankey, Marco Barrios, Emiliano Richards und co haben das Anliegen, die Siebenten-Tags-Adventisten zurück zu ihren Fundamenten zu führen und verloren gegangene Erkenntnisse und Wahrheiten wieder bekannt zu machen.

      In ihren Vorträgen gehen sie ausführlich auf adventistische geschichtliche Entwicklungen ein und führen einen oft gedanklich zurück in die Zeit von 1840-'44. Detailliert zeigen sie auf wie sich im Laufe der Zeit die Lehren teilweise verändert und sich auch Irrtümer in die Gemeinden eingeschlichen haben. Aufgrund dieser Entwicklungen herrscht heute in den adventistischen Gemeinden oft eine erschreckende Uneinigkeit und Verwirrung, vorallem was die Prophetieauslegung angeht.

      Wie ich finde leisten die Leute von future-is-now einen wunderbaren Beitrag dazu, diese Verwirrung wieder zu beseitigen.

      Aber nicht nur was die Aufarbeitung adventistischer Geschichte angeht machen Jeff Pippenger und co einen guten Job, sondern sie haben auch eine aktuelle prophetische Botschaft für die Welt und vorallem auch für die STA, die auf ein festes, von Schutt und Asche befreites, Fundament gegründet sind.

      Ich würde nun gerne einige dieser Dinge auch hier im Thread besprechen und eure Meinung zu der Arbeit von future-is-now hören.

      Shalom
      Johannes
    • Verstehe ich Dich richtig? Diese Leute meinen, dass ausnahmslos alles, was zum Beispiel Ellen White seinerzeit äußerte richtig sei und dass jeder, der heute etwas abweichendes glaubt, im Irrtum ist?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Unabhängig vom Inhalt dieser "Fundamente", die man wiederherstellen will: die Änderung der Glaubenspunkte geht entweder durch die Leitung der Siebenten-Tags-Adventisten, oder durch die Spaltung. Möchte man es über die Leitung machen, dann sollen die "Future-Is-Now"-Leute das Material sehr gründlich in einem Dokument zusammenfassen und an die STA-Leitung senden, die sich damit befassen soll.

      In diesem Thread bitte keine DIskussion über die Richtigkeit der Änderung von Fundamenten sowie über die Revidierbarkeit von Aussagen der Propheten! Dafür haben wir bereits laufenden Thread.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo Jacob,

      du hast glaube ich etwas falsch verstanden. Soweit ich weiss geht es future-is-now nicht um eine Änderung der Glaubenspunkte, sondern um die gegenwärtige Wahrheit unserer Zeit, um eine prophetische Botschaft, die die eingeschlafenen Jungfrauen dazu bringt, aufzuwachen und Öl zu kaufen.

      Bitte verzeih mir, wenn ich dir jetzt Unrecht tue, vielleicht missverstehe ich deinen Beitrag, aber aus deinem Post spricht ein eher katholisches Verständnis davon, was Wahrheit ist und wo sie zu finden ist. Wahrheit wird nicht von einer wie auch immer gearteten STA-Leitung festgelegt, sondern das Wort Gottes ist Wahrheit. Und jeder Gläubige muss sich individuell durch diese Wahrheit heiligen lassen, das kann ihm kein Pastor und auch sonst keiner abnehmen.

      Diesen Thread wollte ich gerne dazu nutzen über die Botschaft von future-is-now zu diskutieren, dabei werden thematische Überschneidungen mit dem von dir genannten Thread wohl kaum zu vermeiden sein.
    • Johannes schrieb:

      ... sondern um die gegenwärtige Wahrheit unserer Zeit....


      Du meinst wieder einmal die Wahrheit, die vor 100 Jahren "gegenwärtige" Wahrheit war. Wir wissen schon, dass Du zurück in die Vergangenheit willst, warum noch einen Thread dazu?


      Es gibt eine Fülle solcher Leute, die sich wichtig machen, aber den Weg in und durch die Institutionen scheuen. Ich habe auch schon mehrere derartige Leute erlebt, wie sie dann Splittergruppen gebildet haben, die untergegangen sind....

      Nix Neues unter der Sonne. :help:
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • @HeimoW

      was ist denn an der Lehre der Gemeinschaft um 1900 so verwerflich dass du ständig davor warnen musst?
      Man könnte doch aufteilen was damals i.O. war und was heute mit unserem Wissen so lächerlich im Nachhinein war?!?!

      Also Heimo, fang mal an zu sagen was damals so massiv falsch gelehrt wurde dass man darüber nicht mal mehr reden darf?!
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Baptist schrieb:

      @HeimoW
      was ist denn an der Lehre der Gemeinschaft um 1900 so verwerflich dass du ständig davor warnen musst?

      Nichts ist daran verwerflich, verwerflich ist jegliche Weiterentwicklung zu verweigern und ein "zurück zum Glauben der Pioniere" zu predigen, denn das ist per se eine Lüge. Unsere Pioniere waren sich nämlich im Gegensatz zu diesen Leuten klar, dass keine Erkenntnis "Endgültig" ist. Nicht umsonst haben sie den Begriff "gegenwärtige Wahrheit geprägt und gelebt.

      Die Lehre unserer Pioniere (welcher Zeitpunkt soll übrigens der "Stichtag sein?) ist heute nicht mehr vollumfänglich "gegenwärtige Wahrheit". Wenn unsere Pioniere (sagen wir einmal) den Erkenntnisstand von 1870 eingefroren hätten, gäbe es uns wahrscheinlich heute nicht mehr. Denk nur an die massiven Versänderungen bei der GK in Minneapolis 1888, auch damals gab es Brüder, die bei dem bewährten Erkenntnisstand der zurückliegenden Jahrzehnte bleiben wollten und eine Betonung von "Gerechtigkeit aus dem Glauben" als Abfall gebrandmarkt haben (inkl. entsprechender inzwischen untergegangener Abspaltung). Gott sein Dank (im wahrsten Sinn des Wortes) waren die Männer und Frauen damals aber offen für eine wachsende Erkenntnis, die manchmal auch dazu geführt hat, dass Dinge die vorher einmal als "Wahrheit" gegolten haben revidiert wurden. Wenn wir nicht bereit sind, Dinge zu revidieren, wo sich unsere Erkenntnis bibelgetreu weiterentwickelt, dann werden wir unserem Auftrag nicht gerecht und untergehen.
      Wir brauchen kein Vorwärts-Zurück, sondern ein wirkliches Vorwärts!

      Ich halte einen "Retro Adventismus" für einen furchtbaren Irrweg!

      Was wir brauchen ist die Hingabe und den Einsatz unserer Pioniere, nicht deren Theologie.

      Und da schau Dir mal die Gaben & Zehnten der damaligen Zeit an und vergleiche sie mit heute. Oder denk an einen Br. Conradi, der 3.Klasse Eisenbahn quer durch Europa gereist ist um die Menschen zu erreichen und total verarmt in Wien (wahrscheinlich Lungenkrank) gestorben ist.
      Und dann, was z.B. auch hier, aber vor allem im Alltag unserer Gemeinden für Argumente kommen, warum man keine Zehnten zahlen kann oder die Gaben immer weniger werden. Aber für Urlaub etc. ist immer genug Geld da. Die Haltung zum Evangelium, die Bedeutung die wir ihm geben und unser Einsatz, das sind Dinge, die wir von den Pionieren brauchen, nicht deren Überzeugung zu Babylon oder zum "kranken Mann am Bosporus".

      PS: Reden darf man über alles, es tut nur nicht alles gut (siehe 1 Kor 6,12)...
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Was mir in letzter Zeit nur auffällt ist dass das "Neue Wissen- Neue Erkenntnis" hauptsächlich darin besteht Altes abzuschaffen ( Moralvorstellung, Glaubenspunkte in wichtig und unwichtig splitten usw).

      Doch für mich gibt es gewisse Glaubensbereiche die "dogmatisch" feststehen.
      Es gibt Glaubenspunkte die nicht revidierbar sind.
      Das sind in meinen Augen. Der Sabbat (Ruhetag von Freitagabend bis Samstagabend), Die Lehre dass es keine ewig brennende Hölle gibt-sprich die Vernichtung des Bösen am Ende, Erwachsenentaufe und damit das nicht Annerkennen der Kindertaufe.

      Es gibt Bereiche wo sehr wohl "Fortschritt" und neue Erkenntnisse wichtig sind.
      Das wäre z.B. gewisse Auslegungen aus dem Buch Daniel (z.B. was das Tamit ist, es ist mehr und mehr sicher dass es sich auf den ganzen täglichen Tempelkult bezieht und NICHT das Heidentum meinen kann).
      Posaunenauslegung(weil es keine Einheitliche Meinung dazu gibt).
      Uvm.

      Dennoch gibt es ein Fundament Heimo dass sogar mehrere Tausend JAhre alt ist und daran halten wir auch fest.
      DIE BIBEL!

      Jetzt habe ich mir z.B. auch vorgenommen es zu aktzeptieren dass Ellen White ebenfalls nicht "ungültig" ist weil sie schon knapp 100 Jahre tot ist.
      Fortschritt und neue Erkenntnis bedeutet nicht zwingend das Alte zu neutralisieren sondern evtl. es erst richtig aufzurichten.

      HeimoW schrieb:

      Und da schau Dir mal die Gaben & Zehnten der damaligen Zeit an und vergleiche sie mit heute. Oder denk an einen Br. Conradi, der 3.Klasse Eisenbahn quer durch Europa gereist ist um die Menschen zu erreichen und total verarmt in Wien (wahrscheinlich Lungenkrank) gestorben ist.

      Was willst du denn damit sagen? Conradi ist ja wohl kaum ein paradebeispiel.

      In dem Sinne. :playball:
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • HeimoW schrieb:

      nicht deren Überzeugung zu Babylon


      Also ich wills echt nicht wieder rausprovozieren aber das kleine Horn in Daniel ist und bleibt der Vatikan.
      Keine Ahnung warum du damit so ein riesen Problem hast.

      Aber auch hier steht es jedem frei auszulegen was er will aber damit verlässt man die Meinung der Gemeinde bzw. der Theologen der Kirche(z.B. Bogenhofen u.a.).
      Das Thema Babylon hat sich vielschichtig verändert. Dennoch wissen wir Aspekte von Babylon die immer noch gültig sind.
      Auch hier stimmen die Aussagen von Ellen White weiterhin z.B. aus dem Buch "der große Kampf"

      Aber anscheinend ist die neue Erkenntnis der Tintentod der Theologie.
      Hier vorsichtig, hier politisch korrekt, da lieber nichts sagen sonst verärgert man jemanden usw. :ohje:

      Ja die Überzeugung zum Dienst der Pioniere das wäre wünschenswert. Dennoch gibt es viel (auch theologisch) was wir von ihnen lernen können um auf dem alten Weg (den Jesus gegangen ist) weiter VORAN zu kommen zum ewigen Leben.
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Baptist schrieb:

      Conradi ist ja wohl kaum ein paradebeispiel.

      Doch, ist er. Aber Du kannst statt ihm auch Br. M.L. Andreasen nehmen, der unter großen Entbehrungen das Evangelium weitergetragen hat (seine Biographie findet sich im web unter "wihtout fear or favor").


      Im Übrigen sprach ich nicht davon, dass Grundlehren wie der Sabbat revisionsbedürftig seien, ich habe mich nur gegen diesen hier häufig propagierten "Retro Adventismus" ausgesprochen (wobei auch unsere Sabbattheologie entwicklungsfähig ist - allein dass immer von "Sabbat halten" statt "Sabbat heiligen" gesprochen wird ist schon traurig...)
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Baptist schrieb:

      Also ich wills echt nicht wieder rausprovozieren aber das kleine Horn in Daniel ist und bleibt der Vatikan.
      Keine Ahnung warum du damit so ein riesen Problem hast.

      Aber auch hier steht es jedem frei auszulegen was er will aber damit verlässt man die Meinung der Gemeinde bzw. der Theologen der Kirche(z.B. Bogenhofen u.a.).....


      Was jetzt, Babylon oder das kleine Horn, worum geht es Dir jetzt?...
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:


      Doch, ist er. Aber Du kannst statt ihm auch Br. M.L. Andreasen nehmen, der unter großen Entbehrungen das Evangelium weitergetragen hat (seine Biographie findet sich im web unter "wihtout fear or favor").
      .


      das ist doch schon mal ein Wunder, dass Du dir einen Gblaubensmann der alten Schule gewisser massen als Vorbild nimst. Ich empfehle Dir sein Werk,"Der Heiligtumsdienst"Weißt Du auch, dass er später von der gesammten Führerschaft der GK unter GK-P.Figur verraten und verkauft wurde? Das war der Anfang vom Ende der Gemeinschaft.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Übrigens werden auf dieser Website prophetische Auslegungen gepostet, die zwar angeblich von Miller, nicht aber von den STA gepredigt wurden (jedenfalls soweit ich weiß).
      Z.B. wird der Text in 3. Mo 26,28 wo es heißt "dann werde ich mich euch im Grimm entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch züchtigen wegen eurer Sünden, <und zwar> siebenfach." so ausgelegt als stünde dort etwas von "sieben Zeiten", die dann auf 2.520 Jahre gedeutet werden (was angeblich schon Miller gemacht hat).

      Es geht also wirklich nicht in die Zukunft, sondern weit zurück in die Vergangenheit - und das mit einer Auslegung von Bibeltexten, die es so (scheinbar) gar nicht gibt....
      Liebe Grüße, Heimo
    • RE: Jeff Pippenger & Co - Future-is-Now - Wiederherstellung alter Fundamente

      Johannes schrieb:

      ... und verloren gegangene Erkenntnisse und Wahrheiten wieder bekannt zu machen ... führen einen oft gedanklich zurück in die Zeit von 1840-'44 ... sie haben auch eine aktuelle prophetische Botschaft für die Welt und vorallem auch für die STA, die auf ein festes, von Schutt und Asche befreites, Fundament gegründet sind.


      Welche Erkenntnisse aus der Millerzeit, solche wie die 2.520 Jahre (siehe: Jeff Pippenger & Co - Future-is-Now - Wiederherstellung alter Fundamente), oder dass Jesus 1844 wiederkommt? :help:

      oder die folgende:

      Advent News - Nr 10 S. 4 schrieb:

      • Am 11. August 1840 kam der mächtige Engel von Offenbarung 10. Er hatte das „kleine Buch“ geöffnet in seiner Hand. Durch dieses Ereignis wurden Millers prophetische Regeln bestätigt (1.Tag für 1 Jahr) und die erste Engelsbotschaft bekam Kraft. Es begann eine Prüfungszeit. Das Volk teilt sich in zwei Gruppen von Anbetern: Die einen nehmen die Botschaft an, die anderen dagegen nicht.
      • Dieses Ereignis wiederholte sich im Jahr 2001 und wird in Daniel 11,40 gezeigt. Am 11. September kam der mächtige Engel aus Offenbarung 18 herab. Er hatte das „kleine Buch“ geöffnet in seiner Hand. Die Adventisten sollten damals das „kleine Buch“ nehmen und essen, also die Botschaft verstehen und verbreiten. Die 3. Engelsbotschaft bekam Kraft und eine Prüfungszeit für die Siebenten-Tags-Adventisten begann. Das Volk teilt sich in zwei Gruppen von Anbetern: Die einen nehmen die Botschaft an, die anderen nicht.


      Advent News - Nr 10 S. 27 schrieb:

      Weil nun der Autor die englische King James Bibel als Grundlage seines Bibelverständnisses benutzte, haben die Übersetzer der Neuauflage diese, wo nötig, ins Deutsche übersetzt und in die Neuauflage eingefügt. Wir glauben, dass Gott seine schützende Hand besonders über diese Bibelübersetzung gehalten hat, die auf der Grundlage des Textus Receptus basiert.

      Auch die obige Behauptung widerspricht explizit den Kehren der Kirche der Siebenten Tags Adventisten. Sie wurde auch von W. Veith vertreten, musste aber zurückgenommen werden.



      Das sind irgendwelche obskuren Sonderlehren, die haben mit der Kirche der Siebenten Tags Adventisten nichts zu tun, außer dass man dort scheinbar Jünger ködern will - soweit jedenfalls meine Einschätzung.

      .
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • HeimoW, dein (vermutlich schon vorher feststehendes) Urteil über die Botschaft von fin (future-is-now) überrascht mich nicht [editiert]

      Ungeachtet dessen will ich jetzt mal hier mit ein paar Grundlagen der Verkündigung von fin anfangen. Schauen wir uns mal an, was Ellen White über die prophetischen Karten von 1843 und 1850 schreibt:

      Am 23. September zeigte mir der Herr, daß er seine Hand zum andern Male ausgestreckt hat, die Übrigen seines Volkes wieder zu erwerben, und daß die Anstrengungen in dieser Sammelzeit verdoppelt werden müssen. In der Zerstreuung war Israel geschlagen und verwundet; aber nun in der Sammelzeit will Gott sein Volk heilen und verbinden. Während der Zerstreuung hatten die Bemühungen, die Wahrheit auszubreiten, nur wenig Erfolg; sie konnten nur wenig oder nichts ausrichten; aber während der Sammelzeit, wenn Gott sein Volk sammelt, werden die Bemühungen den beabsichtigten Erfolg haben. Alle sollten einig und eifrig in dem Werke sein. Ich sah, daß es Unrecht war, wenn sich einige auf Begebenheiten während der Zerstreuungszeit beriefen, zum Beweis, daß sie uns jetzt in der Sammelzeit leiten sollten; denn wenn Gott jetzt nicht mehr für uns tun würde, als er damals tat, würde Israel nie gesammelt werden. Ich habe gesehen, daß die Herstellung der prophetischen Karte von 1843 von der Hand des Herrn geleitet war, und daß sie nicht geändert werden sollte; daß die Zahlen so waren, wie er sie haben wollte, daß seine Hand sie bedeckte und einen Fehler in einigen Zahlen verbarg, so daß ihn niemand sehen konnte, bis er seine Hand wegzog.
      {EG 65.1}

      Ich sah, wenn bekenntliche Christen das Erscheinen ihres Heilandes geliebt, ihre Zuneigung ihm geschenkt und gefühlt hätten, daß nichts auf Erden mit ihm verglichen werden kann, so würden sie bei der ersten Andeutung von seinem Kommen vor Freuden gejauchzt haben. Aber da sie das Gegenteil offenbarten, als sie von dem Kommen ihres Herrn hörten, so bewies dies nur, daß sie ihn nicht liebten. Satan und seine Engel triumphierten und schleuderten es Christo und seinen heiligen Engeln ins Gesicht, daß sein bekenntliches Volk so wenig Liebe zu ihm habe, daß es seine Wiederkunft gar nicht ersehne. Ich sah das Volk Gottes in freudiger Erwartung, ihres Herrn harrend. Aber Gott beschloß, sie zu prüfen. Seine Hand bedeckte einen Fehler in der Berechnung der prophetischen Perioden. Diejenigen, welche auf ihren Herrn warteten, entdeckten den Fehler nicht, und die gelehrtesten Männer, welche der berechneten Zeit widersprachen, sahen ihn auch nicht. Gott wollte, daß sein Volk eine Enttäuschung erleben sollte. Die Zeit verstrich, und diejenigen, welche in freudiger Erwartung nach ihrem Heilande ausgeschaut hatten, waren traurig und entmutigt, während solche, die das Erscheinen Jesu nicht geliebt, aber die Botschaft aus Furcht angenommen hatten, sich freuten, daß er nicht zu der erwarteten Zeit kam. Ihr Bekenntnis hatte nicht ihr Herz berührt und ihr Leben gereinigt. Das Verstreichen der Zeit war gut dazu angetan, solche Herzen zu offenbaren. Sie waren die ersten, die sich abwandten und die Traurigen und Enttäuschten verlachten, die das Erscheinen ihres Heilandes wirklich liebten. Ich sah die Weisheit Gottes darin, daß er sein Volk prüfte und ihm einen sicheren Prüfstein gab, diejenigen zu entdecken, die in der Stunde der Trübsal zurückschrecken und umkehren würden. {EG 226.2}
      Jesus und alle himmlischen Heerscharen blickten mit Mitgefühl und Liebe auf diejenigen herab, die danach verlangten, den zu sehen, den ihre Seele liebte. Engel umschwebten sie, um sie in der Stunde ihrer Prüfung zu unterstützen. Solche, die es verschmäht hatten, die himmlische Botschaft anzunehmen, wurden in Finsternis gelassen, und der Zorn Gottes wurde wider sie entzündet, weil sie das Licht nicht annehmen wollten, welches er ihnen vom Himmel gesandt hatte. Die treuen, enttäuschten Seelen, die nicht verstehen konnten, warum ihr Herr nicht kam, wurden nicht in Finsternis gelassen. Sie wurden wieder zu ihren Bibeln geführt, um die prophetischen Zeiten zu erforschen. Nun war die Hand des Herrn von den Zahlen entfernt, und der Irrtum wurde erklärt. Sie sahen, daß die prophetischen Ketten bis 1844 reichten und daß derselbe Beweis, den sie vorgebracht hatten, um zu zeigen, daß die prophetischen Ketten 1843 schlossen, auch bewies, daß sie 1844 endigten. Es schien Licht aus dem Worte Gottes auf ihre Stellung, und sie entdeckten eine Verzögerungszeit — — „ob die Weissagung aber verzieht, so harre ihrer.“ In ihrer Liebe für das unmittelbare Kommen Christi hatten sie das Verziehen der Weissagung übersehen, welches dazu vorgesehen war, die treuen, wartenden Seelen zu offenbaren. Wieder hatten sie einen Zeitpunkt. Ich sah aber, daß viele sich nicht über ihre schmerzliche Enttäuschung erheben konnten und nicht den Grad von Eifer und Mut besaßen, welcher ihren Glauben 1843 ausgezeichnet hatte.
      {EG 227.1}

      Ellen White sagt also, dass Gott ihr gezeigt hat, "daß die Herstellung der prophetischen Karte von
      1843 von der Hand des Herrn geleitet war, und daß sie nicht geändert
      werden sollte;"
      !

      Mit welchem Recht verwerfen wir dann heute die auf dieser Karte aufgezeichneten Weissagungen? Wenn wir die auf dieser Karte festgehaltenen prophetischen Wahrheiten verwerfen, dann können wir das nur tun, wenn wir glauben, dass Ellen White eine falsche Prophetin war!

      Wenn wir jedoch glauben, dass Ellen White eine Prophetin Gottes war, dann dürfen wir die auf der prophetischen Karte aufgezeichneten Weissagungen nicht verwerfen. Tun wir es trotzdem, dann verwerfen wir damit auch JHWH!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • Zu diesen Weissagungen gehörte jene aus Habakuk 2,1-4: „Hier stehe ich auf meiner Hut und trete auf meine Feste und schaute und sehe zu, was mir gesagt werde und was meine Antwort sein solle auf mein Rechten. Der Herr aber antwortete mir und spricht: Schreib das Gesicht und male es auf eine Tafel, daß es lesen könne, wer vorüberläuft! Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu seiner Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht ausbleiben. Ob sie aber verzieht, so harre ihrer: sie wird gewiß kommen und nicht verziehen. Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben; der Gerechte aber wird seines Glaubens leben.“ {GK 394.3}

      Bibelstelle

      Auf meinen Posten will ich treten und auf den Wall mich stellen und will spähen, um zu sehen, was er mit mir reden wird und was für eine Antwort ich auf meine Klage erhalte. Und der HERR erwiderte mir und sprach: Schreib die Vision auf, und zwar deutlich auf die Tafeln, damit man es geläufig lesen kann. Denn die Vision gilt erst für die festgesetzte Zeit, und sie strebt auf das Ende hin und lügt nicht. Wenn sie sich verzögert, warte darauf; denn kommen wird sie, sie wird nicht ausbleiben. Siehe, die verdiente Strafe für den, der nicht aufrichtig ist! Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. (Habakuk 2,1-4; Elberfelder Bibel)


      Schon im Jahre 1842 hatte die im prophetischen Wort gegebene Anweisung: „Schreib das Gesicht und male es auf eine Tafel, daß es lesen könne, wer vorüberläuft“, Charles Fitch auf den Gedanken gebracht, eine prophetische Karte zu entwerfen, um die Gesichte Daniels und der Offenbarung bildlich darzustellen. Die Veröffentlichung dieser Karte wurde als eine Erfüllung des durch Habakuk gegebenen Auftrages angesehen. Niemand jedoch beachtete zu der Zeit, daß in der betreffenden Weissagung ein offenbarer Verzug der Erfüllung des Gesichtes, eine Zeit des Harrens, angedeutet wird. Nach der Enttäuschung aber erschien folgender Teil des Schriftwortes höchst bedeutungsvoll: „Die Weissagung wird ja noch erfüllt werden zu seiner Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht ausbleiben. Ob sie aber verzieht, so harre ihrer: sie wird gewiß kommen und nicht verziehen ...; der Gerechte aber wird seines Glaubens leben.“ {GK 395.1}

      Wir sehen, dass die prophetischen Karten von 1843 und 1850 sogar eine Erfüllung biblischer Prophetie sind! Haben wir ein Recht, die Tafeln, von denen schon der Prophet Habakkuk geschrieben hat, zu verwerfen?

      God showed me the necessity of getting out a chart. I saw it was needed and that the truth made plain upon tables would affect much and would cause souls to come to the knowledge of the truth.—Letter 26, 1850, p. 1. (To Brother and Sister Loveland, November 1, 1850.) {5MR 202.4}
      On our return to Brother Nichol’s, the Lord gave me a vision and showed me that the truth must be made plain upon tables, and it would cause many to decide for the truth by the third angel’s message with the two former being made plain upon tables. I also saw it was as necessary for the paper to be published as for the messengers to go, for the messengers need a paper to carry with them containing present truth to put in the hands of those who hear and then the truth would not fade from the mind, and that the paper would go where the messengers could not go. Other things I saw, which will appear in the paper.... {5MR 203.1}

      Hier ist von der prophetischen Karte von 1850 die Rede. Ellen White schreibt, dass der HERR ihr gezeigt hat, dass die Wahrheit auf Tafeln verdeutlicht werden soll. Gott selbst hat ihr die Notwendigkeit gezeigt, die prophetische Karte von 1850 zu veröffentlichen. Wenn sie hier von Tafeln schreibt, dann bezieht sie sich auf die oben erwähnte Prophezeiung von Habakkuk!

      Beide Karten, die von 1843 als auch die von 1850 wurden von Ellen White und den Pionieren als die Tafeln aus Habakuk 2,1-4 angesehen!
    • Johannes schrieb:

      Wir sehen, dass die prophetischen Karten von 1843 und 1850 sogar eine Erfüllung biblischer Prophetie sind! Haben wir ein Recht, die Tafeln, von denen schon der Prophet Habakkuk geschrieben hat, zu verwerfen?

      Karten, die Bibeltexte "auslegen" die es nciht gibt, die sind zu verwerfen.
      Auch EGW hat mehrfach betont, dass alles - auch was sie selbst geschrieben hat - an der Bibel geprüft werden muss (hier schon häufig zitiert). Wenn sie sich selbst für irrtumslos gehalten hätte, dann würde sie so etwas nicht sagen. Auch Paulus hält Propheten nicht per se für irrtumslos. Deine These (Entweder/Oder) ist - wie schon anderer Stelle belegt (ohne ein einziges fundiertes Gegenargument von Deiner Seite), einfach falsch.
      Daher müssen wir die o.g. Karte (zumindest in den Teilen die biblisch unfundiert sind) verwerfen.
      Liebe Grüße, Heimo
    • [editiert] Du machst es dir viel zu einfach. Aus den von mir in den obigen Beiträgen zitierten Texten von Ellen White geht eindeutig hervor, dass ihr die dort niedergeschriebenen Dinge betreffend der beiden Wandkarten von 1843 und '50 vom HERRN in Visionen gezeigt wurden.

      Entweder diese Visionen, in denen ihr diese Dinge gezeigt wurden, waren vom HERRN oder diese Visionen waren nicht vom HERRN, sondern vom Feind!

      [editiert]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • Johannes schrieb:

      Ungeachtet dessen will ich jetzt mal hier mit ein paar Grundlagen der Verkündigung von fin anfangen. Schauen wir uns mal an, was Ellen White über die prophetischen Karten von 1843 und 1850 schreibt:

      Am 23. September zeigte mir der Herr, .... Ich habe gesehen, daß die Herstellung der prophetischen Karte von 1843 von der Hand des Herrn geleitet war, und daß sie nicht geändert werden sollte; daß die Zahlen so waren, wie er sie haben wollte, daß seine Hand sie bedeckte und einen Fehler in einigen Zahlen verbarg, so daß ihn niemand sehen konnte, bis er seine Hand wegzog.
      {EG 65.1} ...

      Und wer sagt Dir (uns) dass Gott nicht noch andere Fehler in der Karte zugelassen hat?
      Liebe Grüße, Heimo