Urtext des Neuen Testaments aramäisch?

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    • freudenboten schrieb:

      Diese Information über aramäische Abschnitte im "Tanakh" zeigt, dass sie aus der exilisch/nachexilischen Epoche stammen.
      Im Falle Daniels belegt diese Tatsache jedoch NICHT, dass es sich um "später erfundene" (nach dem 5. Jahrh. v. N.) Visionen handelt.
      Aber warum ist der Abschnitt Daniel 2,4b bis 7,28 in Aramäisch und der Rest in Hebräisch?

      Eine zeitliche Abfolge ist nicht vorhanden.
      Kapitel 5 (Tod Belsazars) ist zeitlich nach Kapitel 8 (3. Jahr Belsazars, Dan. 8,1)
      und Kapitel 6 (Daniel in der Löwengrube mit Darius) ist zeitlich nach Kapitel 9 (1. Jahr Darius, Dan. 9,1+2) einzuordnen.


      lg
    • Ich kann (leider) kein Wort weder des Hebräischen noch des Aramäischen; ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, dass das Griechische (6 x wöchentlich, 4 Oberstufen- Jahre lang, dem Latein nachfolgend) einem eine Basis gibt, Neutestamentlern präzise Fragen zu stellen und dann gut zuzuhören.

      Der Hebraistiker - Aramaistiker hier im Forum sei meine Bewunderung ausgesprochen, zumal es beträchtliche Schwierigkeiten in Europa gibt, dafür einen ordentlichen Lehrer zu finden.

      Außer Hiob - Psalmen - Prediger- Hohelied und Jesaja interessiert mich das AT weniger. Nur aus den Übersetzungen unserer Sprachen heraus ist für mich die "Heiligtumslehre", aufbauend auf deren "cleansing" (KJV) des Heiligtums nicht ganz nachvollziehbar, zumal die Schändung des Heiligtums wegen der dort geschehenen Gräuel in der STA - Interpretation ein bisserl seltsam.

      Mir fällt nur auf, dass die Kapitel Daniel 10. bis 12. (außer dessen letztem Vers) in "unserem" Bibelstudium = Sabbatschule simpel unter den Tisch fallen gelassen werden: Meine zwei Bibeln, kontinuierlich in "Betrieb" seit 1960 / 1988, weisen keine meiner sonst üblichen Unterstreichungen und Randbemerkungen mit rotem / blauem / schwarzem Kugelschreiber auf!!!
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • @Johannes
      Das Original des neuen Testaments war nicht aramäisch sondern mit Sicherheit Hebräisch.

      Die Frage ist also, wo die Hebräischen Urtexte sind? Denn die alten Griechischen Schriften des Neuen Testaments sind nur Kopien, die sogar teilweise verfälscht worden sind. Ich frage mich warum Gott diese kleine "Verwirrung" zugelassen hat; oder vielleicht selbst verursacht hat?
    • Eine These - es gibt ja auch die Meinung es gäbe ein streng unter Verschluss im Vatikan sich befindendes " Ur - Evangelium " in Hebräischer Sprache! - die durch nichts bibelwissenschaftlich bestätigt werden kann! Johannes schrieb Griechisch, was man anhand des schlechten Griechischen in der Offenbarung nachweisen kann! Denn als er diese geschrieben hat, da war er schon 85 Jahre alt und wird vieles vom Griechischen verlernt/ vergessen haben! Daher sein schlechteres Griechisch in der Offenbarung als im Evangelium! Die Vertreter der "Historisch-Kritischen Methode" leiteten daraus den Fehlschluß ab, dass die Offenbarung nicht vom Apostel Johannes verfasst worden sei! Johannes * ca. 10 n.Chr. † 105 n.Chr. , Alter: ~ 95 Jahre.
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • @Norbert Chmelar
      Das glaube ich nicht, denn es war ja nicht Johannes selbst, der dies alles aufgeschrieben hat, sondern der Heilige Geist in ihm.
      Ich glaube aber, wie gesagt, sowieso nicht daran, dass überhaupt etwas von den Aposteln auf Griechisch geschrieben wurde.
      Sie kannten weder den Namen Jesus, Petrus, Johannes..... noch irgendeinen anderen Griechischen Namen; auch würden sie es nicht wagen, Gottes Namen nicht ein einziges mal zu erwähnen.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Johannes schrieb Griechisch, was man anhand des schlechten Griechischen in der Offenbarung nachweisen kann! Denn als er diese geschrieben hat, da war er schon 85 Jahre alt und wird vieles vom Griechischen verlernt/ vergessen haben! Daher sein schlechteres Griechisch in der Offenbarung als im Evangelium! Die Vertreter der "Historisch-Kritischen Methode" leiteten daraus den Fehlschluß ab, dass die Offenbarung nicht vom Apostel Johannes verfasst worden sei! Johannes * ca. 10 n.Chr. † 105 n.Chr. , Alter: ~ 95 Jahre.
      Das "schlechte Griechisch" der Johannes Offenbarung ist begründet in den Hebräaismens aus den vielen Anspielungen aufs AT. Dass der Autor wiederum der Evangelist Johannes gewesen sein soll, wird durch die Tatsache entkräftet, dass sein Missionsgebiet überhaupt nicht Kleinasien und die Nationen war, sondern er üblicherweise mit Petrus bei den Juden im Osten umherzog. Ein gewisser Johannes Markus aber, und ein Barnabas waren auf den griechischen Inseln unterwegs.

      hanan schrieb:

      Ich glaube aber, wie gesagt, sowieso nicht daran, dass überhaupt etwas von den Aposteln auf Griechisch geschrieben wurde.
      Griechisch war aber die verbreiteteste Sprache im damaligem Missionsgebiet. Auch die Diasporajuden waren hellenisiert. Die Briefe des Paulus aber waren mit Sicherheit in keiner anderen Sprache als Griechisch verfasst. Als Apostel der Nationen würde Hebräisch ja nun wirklich keinen Sinn machen. Selbst für die jüdischen Gemeinden nicht, die er aufsuchte.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Azatoth schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Die Vertreter der "Historisch-Kritischen Methode" leiteten daraus den Fehlschluß ab, dass die Offenbarung nicht vom Apostel Johannes verfasst worden sei!
      Dass der Autor wiederum der Evangelist Johannes gewesen sein soll, wird durch die Tatsache entkräftet, dass sein Missionsgebiet überhaupt nicht Kleinasien und die Nationen war, sondern er üblicherweise mit Petrus bei den Juden im Osten umherzog. Ein gewisser Johannes Markus aber, und ein Barnabas waren auf den griechischen Inseln unterwegs.
      Letztendlich wissen wir es nicht hundertprozentig ob der Verfasser der Evangelien (und der 3 Briefe) und der Verfasser der Offenbarung ein und dieselbe Person war! (----> siehe hierzu auch: Johannesoffenbarung - Apokalypse des Johannes)
      Nur gibt es gewisse theologische Parallelen die darauf schließen lassen, dass es doch der Evangelist und Apostel Johannes - der Lieblingsjünger Jesu - war, z.B.: Joh 1,29 Am folgenden Tage sah er Jesus auf sich zukommen; da sagte er: »Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! (Jes 53,4.7) Joh 1,36 und indem er den Blick auf Jesus richtete, der dort umherging, sagte er: »Seht, das Lamm Gottes!« Offb 5,6 Da sah ich in der Mitte zwischen dem Thron und den vier Lebewesen einerseits und den Ältesten anderseits ein Lamm stehen, (das sah aus) als wäre es (eben) geschlachtet Offb 7,10 und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei unserm Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! 1Joh 1,7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Offb 1,5 und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Fürst der Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut ===> der theologische Gleichklang ist m.E. unverkennbar!


      Laut Tradition sei Johannes mit Maria, der Mutter Jesu nach Ephesus gezogen, war somit in Kleinasien! Und er wurde ja um 95 n.Chr. vom Kaiser Domitian auf die griechische Insel Patmos verbannt (Offb.1,9). All das spricht dafür, dass der Apostel Johannes der Verfasser der Offenbarung war. Auch die frühen Kirchenväter sahen das so. (Zitat aus Wikipedia: Irenäus sagt ausdrücklich, dass der Apostel Johannes Verfasser der Offenbarung gewesen sei, auch Clemens von Alexandria († um 215) und Tertullian († nach 220) bestätigen das. Origenes († um 254) schrieb: „Johannes endlich, der an der Brust Jesu gelegen, hinterließ ein Evangelium […] Er schrieb die Apokalypse.“).

      Johannes Markus wird von der Bibelwissenschaft allgemein übereinstimmend als der Evangelist Markus, der Vetter des Barnabas (Kol 4,10 EU/Apg 4,36 EU)gesehen, der als erster um 47 n.Chr. (---> siehe Apg.13,13) das erste Evangelium Jesu verfasst hatte. Er, der Evangelist Johannes Markus soll auch die Schriften des Petrus (1. + 2. Petrusbrief) übersetzt haben. -----> siehe Das Evangelium nach Markus (Frank Binford Hole) :: bibelkommentare.de und Markus_(Evangelist)
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Azatoth schrieb:

      Die Briefe des Paulus aber waren mit Sicherheit in keiner anderen Sprache als Griechisch verfasst. Als Apostel der Nationen würde Hebräisch ja nun wirklich keinen Sinn machen.
      Das sehe ich nicht so, ich glaube, dass sogar die Briefe von Paulus im Original in Hebräisch geschrieben wurden und danach in den anderen Sprachen wie Aramäisch, Griechisch und Lateinisch.... übersetzt und verbreitet wurden, damit auch die nicht Hebräer Gottes Wort verstehen konnten.
      Und natürlich sind im Original keine Fälschungen vorhanden wie in den Griechischen Übersetzungen, und auch wurde sicher der Name Gottes oft erwähnt, und wurde nicht wie in den Griechischen Übersetzungen bewusst entfernt.

      Azatoth schrieb:

      Selbst für die jüdischen Gemeinden nicht, die er aufsuchte.
      Warum denn nicht?
    • Norbert Chmelar schrieb:

      der theologische Gleichklang ist m.E. unverkennbar!
      Die vom Evangelisten zitierten Worte des Täufers sind aber noch nicht die eigene Theologie des Autoren, außer man geht davon aus, dass der Text komplett fiktional ist. Dann hat der Autor den Täufer was sagen lassen, was er tatsächlich nicht gesagt hat, einzig mit dem Zweck, propagandistisch Theologie zu verkünden. Das wäre dann etwa der historisch kritische Ansatze einer Exegese.

      Darüber hinaus benutzt der Schreiber der Offenbarung für das Wort Lamm das griechische Wort arnion, der Evangelist hingegen in Johannes 1,29 + 36 das Wort amnos und in Kapitel 21,15 das Wort arnion.

      Die Theologie der Autoren kommt aus dem Wort Gottes, dem Heiligen Geist, nicht aus ihrer persönlichen Intention und Missionsstrategie.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • hanan schrieb:

      Das sehe ich nicht so, ich glaube, dass sogar die Briefe von Paulus im Original in Hebräisch geschrieben wurden und danach in den anderen Sprachen wie Aramäisch, Griechisch und Lateinisch.... übersetzt und verbreitet wurden, damit auch die nicht Hebräer Gottes Wort verstehen konnten.
      Paulus hatte wohl sowas wie einen Sekretär, dem er Briefe diktierte (Römer 16,22), aber wie oft genau das so war, ist nicht feststellbar. In Galater 6,11 betont er die eigene Verfasserschaft dieses Briefes.

      hanan schrieb:

      Warum denn nicht?

      Wie schon gesagt, die Diasporajuden waren hellenisiert und für diese bestand der Bedarf das AT ins Griechische zu übertragen. Es wäre eine unnötige Sprachbarriere gewesen, ihnen zunächst Hebräisch zuzumuten, um es dann übersetzen zu lassen. Paulus ist sowohl in der griechischen Welt, als auch in der Gedankenwelt des Hebräischen aufgewachsen. Niemand wäre ein besserer Übersetzer seiner eigenen, durch den Heiligen Geist eingegebenen, Gedanken gewesen, als er selber. Deswegen macht es nur Sinn, dass er direkt auf Griechisch aufschrieb oder diktierte.

      Dem griechischen Text bewusst Fälschungen anzudichten, dazu besteht kein konkreter Anlass. Natürlich sind hier und da Abschreibfehler passiert, die sich aber durch die verschiedenen unzähligen Abschriften gegenprüfen lassen. In der Regel handelt es sich bei den Unterschieden aber nicht um Fälschungen, sondern um praktische Änderung aus Gründen der Platzersparnis. Und wenn in den alexandrinischen Texten ab und zu mal was fehlt, muss das noch keine böswillige Unterschlagung sein, sondern kann einfach daher rühren, dass man Doppelungen einsparte, die sich sowieso aus dem Kontext ergeben, oder dass sie einfach unleserlich oder zerstört wurden, und man sie daher lieber ganz weg ließ. Es gibt keinen Grund einer Handschrift/Abschrift eine Vollständigkeit abverlangen zu müssen.

      Dass der Name Gottes Jahwe bewusst entfernt wurde, glaube ich nicht. Das griechische kyrios kann sehr wohl eine legitim Übersetzung des Namens sein, die die Autorität des Names viel besser ausdrückt, als eine bloße Transkribtion. Die Vergöttlichung der Kaiser wurde auch durch Anrede und Titel Kyrios betont. Die Regel ist es natürlich nicht Namen zu übersetzen, aber das auch nur, weil die Bedeutung der Ramen in der Regel für den Alltag zweitrangig ist, und es hier viel mehr um Identität und Identifikation geht.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.