Die zweite Botschaft der Dreiengelsbotschaft

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    • Die zweite Botschaft der Dreiengelsbotschaft

      Hallo,

      hier dürft ihr darüber Diskuttieren, was die zweite der Dreiengelsbotschaft bedeutet, was sie uns sagen will, was daraus für uns resultiert, wie man sie verkündigen sollte, etc.

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • Was meint ihr, worum es in der zweiten Botschaft geht?

      Offenbarung 14,8

      Bibelstelle

      8 Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker.


      Wer ist Babylon? Wodurch gefallen? Hurerei - wörtlich, oder was ist damit gemeint? Alle Völker - auch Gottes Volk? Zorneswein? Wie kann aus Hurerei Wein entstehen? Was soll dieses Symbol bedeuten?

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

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    • Die zweite Engelsbotschaft wäre unvollständig, wenn dieser Teil fehlen würde...

      Bibelstelle

      Offenbarung 18, 4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Gehet aus ihr heraus, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfanget!
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Und warum sagt der Engel das nicht direkt, sondern erst viel später? Sicher, dass das zusammengehört?
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • sanfterengel schrieb:

      Und warum sagt der Engel das nicht direkt, sondern erst viel später? Sicher, dass das zusammengehört?

      Hallo Katrin,
      die Schrift ist häufig nach diesem Prinzip aufgebaut. Erst kommt die Warnungsbotschaft, dann die Gerichtsbotschaft. In Offenb.14 finden wir die letzte Warnungsbotschaft, und in Offenb. 18 das, was passiert wenn man die Warnungen nicht ernst nimmt und ein Teil von Babylon ist oder geblieben ist. Die Frage aus Babylon herauszugehen stellt sich nach meiner Ansicht für den, der Babylon identifiziert hat auch gar nicht mehr in Offenb. 14 sondern ist selbstverständlich, auch wenn der wortwörtliche Ruf erst in Offenb. 18 mit dem Gericht über Babylon zu lesen ist.
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Danke für die Erklärung. :Blumen:
      Das heißt also, da es sowieso selbstverständlich ist, wenn man Offb 14 richtig versteht, und logisch schlussfolgert, Dein ergänzender Bibeltxt unnötig ist, um über die zweite Engelsbotschaft zu reden? Also, unnötig in dem Sinne, nicht zwingend notwendig, natürlich ist es eine interessante Ergänzung, und auch gut zu wissen, dass es in der Bibel steht, abr man käme auch ohne klar!?
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • "Sanfterengel" schrieb:

      Dein ergänzender Bibeltxt unnötig ist,

      Nein, unnötig ist in der Schrift glaube ich gar nichts. Jedoch ist Offenb. 18 n.m.E. ein Teil mit logischer Schlussfolgerung, der einem noch mal in verstärktem Maße die Verwerflichkeit der Hure vor Augen führt und erklärt warum das Gericht an ihr vollzogen wird.
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Nein, ich meinte auch nicht unnötig in der Bibel, sondern in der Diskussion hier, bzw. zu sagen, dass es auch Teil der 2. Botschaft ist. :*g*:
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • Aus Erfahrung weiß ich, das ein genaues Studium der Offenbarung sehr komplex ist. Wie Yokurt habe ich die gleiche Befürchtung, dass es hier zu einen Durcheinander mit der damit verbundenen Verwirrung kommen könnte. Vieles, was in Offenbarung 14 gesagt wird, erklärt sich erst aus dem Zusammenhang der ganzen Offenbarung heraus, deren Struktur nicht unseren modernen ("griechisch/europäischen") Denken entspricht. Wenn also die dreifache Engelsbotschaft erklärt werden will, muss das Wissen um diese Zusammenhänge klar sein - und ich fürchte das haben die wenigsten (auf Grund der enormen Komplexität). Und falls es doch vorhanden ist, ist es auch noch schwierig genug, dies kurz und verständlich hier darzulegen. Damit möchte ich euch aber nicht den Mut nehmen ;) Es sind nur meine Bedenken :rolleyes:
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Atze schrieb:

      der einem noch mal in verstärktem Maße die Verwerflichkeit der Hure vor Augen führt


      Ich lese:
      Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker.

      Es gibt den guten Wein in der Verbindung zu Jesu.
      Schlechten der gepantscht ist....
      Wer nicht im Geiste Jesus handelt kann nur im Geiste Satans handeln!!!
    • "Bogi111" schrieb:


      Wer nicht im Geiste Jesus handelt kann nur im Geiste Satans handeln!!!

      Das sehe ich zwar ebenso, hat aber nach meinem Sinn nicht viel mit der Hure Babylon bzw. der Engelsbotschaft zu tun. Die Hure ist erst mal im Gegensatz zur reinen Braut zu sehen (die also mit Sicherheit nicht mit Hurerei durchtränkt ist). Dabei steht die reine Braut in diesem Fall für die reine Gemeinde und sehe dies im Zusammenhang der Akzeptanz und Beachtung aller gottgegebenen Gebote. Wer als Hure einige Gebote für sich in Anspruch nehmend geändert hat ist glaube ich klar.
      Wie das mit „alle Völker getränkt“ zu verstehen ist kann man leicht sehen, wenn man schaut, wer der Hure alles nachjagt und ihr die Füße küsst. Das sind nicht nur die anderen Kirchen, sondern mittlerweile auch fast alle Mächte.
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Atze schrieb:

      Dabei steht die reine Braut in diesem Fall für die reine Gemeinde und sehe dies im Zusammenhang der Akzeptanz und Beachtung aller gottgegebenen Gebote.


      Das sehe ich eben aus einer anderen Sicht .Die Gebote sollen uns zu erkennen geben, das wir Sünder sind.
      Das halten der Gebote macht uns nicht zur reien Gemeinde!
      Die Liebe und das befolgen Gottes Ratschläge und die Führung des HL Geistes wandelt die Gemeinde um, und sie wird durch Jesu Blut zu reine Gemeinde!

      Ausgerechnet spricht das 4 Gebot vom Gedenket.. an die Schöpfung und den Tag des Segens.
      Gott schenkt Segen aber er zwingt niemanden dazu sich segnen zu lassen!
      Jeder der den Sabbat aus einem Muß begeht wird kaum den Sabbatsegen spüren.

      Das sind nicht nur die anderen Kirchen, sondern mittlerweile auch fast alle Mächte.

      Das war schon immer so, nur wir hatten in der Vergangenheit nicht diese Religöse Trennung der Welt- Mächte.
      Wenn Du Dich "überwinden könntes den Papst auch als Mensch zu sehen würde ich Dir das Büchlein epfehlen "Licht der Welt"
      Der Papst, die Kirche und die Zeichen der Zeit. Ein Gespräch mit Peter Seewald.

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    • sanfterengel schrieb:

      Und warum sagt der Engel das nicht direkt, sondern erst viel später? Sicher, dass das zusammengehört?

      Nein, nicht sicher. Das ist Auslegung, die kann richtig sein, oder auch falsch - ist einfach zu prüfen. 18,4 ist NICHT Teil der Dreiengelsbotschaft. Ob man diesen Vers als thematische Ergänzung sieht muss jeder für sich selbst entscheiden.

      Deine Frage war absolut berechtigt! :thumbup:
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sanfterengel ()

    • "Heimo" schrieb:

      18,4 ist NICHT Teil der Dreiengelsbotschaft.

      Das halte ich für falsch. Hier wird der Inhalt der 2. Engelsbotschaft durch den „anderen Engel“ erklärt und ergänzt sich zu einer zusammengehörenden Botschaft
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sanfterengel ()

    • Die Botschaft des zweiten Engels

      ABSONDERUNG

      „Und ein anderer, zweiter Engel folgte ihm der sprach: ´Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, die mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat!´“ Off. 14, 8

      Allein das Wort „Babylon“, wie auch die Betonung „die Große“, drücken etwas Geheimnisvolles aus. Dieses Geheimnis zu lüften, hat den Menschen schon viel Mühe bereitet und die Ergebnisse waren nicht immer dieselben. Im Folgenden soll das Problem durch eine systematische Analyse gelöst werden.

      Um von einem „gefallenen Babylon“ reden zu können, müssen wir vorerst von einem „bestehenden Babylon“ ausgehen. Ein bestehendes Babylon, das später fiel, finden wir in der Bibel zweimal:

      1.
      Nach der Sintflut hatte die ganze Menschheit immer noch eine einzige Sprache. Um später nicht über die ganze Erde zerstreut zu werden, bauten alle damaligen Erdenbewohner zusammen unter der Führung von Nimrod, einem Diktator, der sich selbst zu einem Gott erhoben hatte, eine Stadt mit einem großen Turm in der Mitte. Dieses imposante Bauwerk war gleichzeitig eine spöttische Herausforderung Gottes. Um die Menschen, die sich hier angesammelt hatten und fortlaufend sündigten, auseinander zu treiben, verwirrte Gott ihre Sprache so, dass einer den anderen nicht mehr verstehen konnte. Darum waren sie gezwungen die Stadt zu verlassen, die dann verwüstet wurde und zerfiel.

      „Daher gab man der Stadt den Namen Babel (d.h. Verwirrung); denn dort hat der Herr die Sprache der ganzen Erdbevölkerung verwirrt und sie von dort über die ganze Erde zerstreut.“ 1. Mose 11, 9

      Man darf auf keinen Fall unter dieser Verwirrung eine Verdummung verstehen. Alle blieben in ihrem Denken normal, obwohl Richtiges
      falsch verstanden wurde. Z. B. verlangte einer einen Hammer, bekam er einen Ziegel; wollte einer Wasser, dachte ein anderer, er beschimpfe ihn; usw.

      So dürfen wir unter dem Begriff „Babylon“ einen Zustand verstehen, in dem die Menschen unter der Leitung eines modernen „Nimrods“, von ihrem stolzen Ego überzeugt, meinen sie handeln richtig, obwohl sie in Wirklichkeit falsch liegen. Als Folge solchen Handelns kommt es letztendlich zum bitteren Fall.

      2. Das zweite Bild, in dem ein bestehendes Babylon fällt, ist im Buch Daniel Kapitel 5 zu finden:
      Dieses Kapitel führt uns in die Zeit der immer noch prächtigen Stadt Babylon. In einem der vielen prächtigen Paläste, voll von Standbildern der verschiedenen Götter, versammelte sich die obere Schicht des Reiches.

      „Der König Belsazar veranstaltete für seine tausend Großen ein prächtiges Gastmahl und trank Wein... In der Weinlaune befahl Belsazar dann, man solle die goldenen und silbernen Gefäße herbeibringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, damit aus ihnen der König und seine Großen, seine Gemahlinnen und Nebenfrauen tränken... Sie tranken (dann) Wein und sangen dabei Loblieder auf ihre Götter von Gold und Silber, von Kupfer, Eisen, Holz und Stein.“ Dan. 5, 1-4

      Was hier geschah, war eine Vermischung zweier Religionen. Gefäße, die dem Dienst des wahren Gottes geweiht waren, dienten jetzt der Huldigung vieler Götzen. Da Gott den Götzendienst streng verboten hatte, war die Benutzung des gottgeweihten Geschirrs zu der Orgie eine spöttische Herausforderung Gottes.

      „In dem selben Augenblick kamen die Finger einer Menschenhand zum Vorschein und schrieben... Mene, mene, tekel upharsin...
      Noch in der selben Nacht wurde Belsazar, der Chaldäerkönig ermordet, und Darius, der Meder, erhielt die Herrschaft...“
      Dan.5, 5. 30

      Das herrliche Babylon ist für immer gefallen. So dürfen wir mit Recht unter dem Begriff „gefallenes Babylon“ einen Zustand verstehen, in dem die Menschen die ursprünglich reine Religion mit fremden und götzendienerischen Elementen vermischten (Heidentum / Sonnenkult), was zu ihrem Fall führte.

      Die Aufgabe der zweiten Engelsbotschaft ist das Aufdecken der fremden Religion, besonders des Sonnenkultes, der sich in die einst rechtstehenden Gemeinden Jesu einschlich und sie allmählich in gefallene christliche Kirchen verwandelte. Diese Botschaft können wir auch als eine Warnung vor falscher Anbetung bezeichnen. Die Aufrichtigen, die diese Botschaft erreicht, vollziehen als Konsequenz in ihrem Leben eine völlige Absonderung von den götzendienerischen Praktiken des gefallenen Babylon.

      -----------------------

      ERWECKUNG --> ABSONDERUNG --> HEILIGUNG

      .
    • Bemo schrieb:

      Aus Erfahrung weiß ich, das ein genaues Studium der Offenbarung sehr komplex ist. Wie Yokurt habe ich die gleiche Befürchtung, dass es hier zu einen Durcheinander mit der damit verbundenen Verwirrung kommen könnte. Vieles, was in Offenbarung 14 gesagt wird, erklärt sich erst aus dem Zusammenhang der ganzen Offenbarung heraus, deren Struktur nicht unseren modernen ("griechisch/europäischen") Denken entspricht. Wenn also die dreifache Engelsbotschaft erklärt werden will, muss das Wissen um diese Zusammenhänge klar sein - und ich fürchte das haben die wenigsten (auf Grund der enormen Komplexität). Und falls es doch vorhanden ist, ist es auch noch schwierig genug, dies kurz und verständlich hier darzulegen. Damit möchte ich euch aber nicht den Mut nehmen ;) Es sind nur meine Bedenken :rolleyes:


      Ich kann diese Bedenken durchaus verstehen. Nicht verstehen kann ich, dass es plötzlich alles gegen mich gerichtet wird. Wir hatten hier auch zuvor schon Themen wie die Dreienegelbotschaft, aber da hat keiner geschreien, dass wir das hier nicht dürften. :girl_sigh:
      Wenn diese Vorkentnisse so wichtig sind - was ich ebenso sehe - dann könntest Du dazu doch bitte einen extra Thread machen? Ich gehe davon aus, dass Du das entsprechedne Wissen dazu hast! :Blumen:
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • Die historische Zuordnung der 2. Engelsbotschaft

      Wenn wir die zweite Engelsbotschaft losgelöst von ihrer historischen Einbettung betrachten, ist es schwierig zum Beispiel "Babylon" im engen Zusammenhang der 2. Engelsbotschaft zu deuten. Die Begriffserklärung über "Babel" und "Babylon" ist natürlich hilfreich und notwendig. Die Frage stellt sich aber, welche Macht oder Mächte in Offenb. 14:8 mit dem "gefallenen Babylon" zunächst gemeint sind. In groben Zügen will ich deshalb auf die geschichtliche Einordnung der 2. Botschaft eingehen.
      Zunächst gehören die 3 Botschaften zusammen und sind chronologisch geordnet. In welcher Zeit wurden diese drei Botschaften verkündigt?

      Gehen wir zurück zum Buche Daniel, das die Offenbarung ergänzt und die Grundlage etlicher Aussagen in der Offenbarung bildet.
      In Daniel 12 wird Daniel aufgefordert, seine Weissagungen zu versiegeln bis auf die letzte Zeit (Dan. 12:4.9). Dann würden es viele erforschen und große Erkenntnis finden, die Verständigen würden es verstehen (Dan. 12:10). Dies sollte nach 3 1/2 Zeiten geschehen, wenn die Zerstreuung des heiligen Volkes ein Ende hat (Dan. 12:7, vgl. Dan. 7:21.25). Die dreieinhalb prophetischen Jahre, nämlich 1260 Jahre endeten 1798 (hier kann leider keine detaillierte Erklärung abgegeben werden über das Jahr-Tag-Prinzip) als die Verfolgungszeit oder die Zertreuung der Gläubigen aufhörte. Dann sollte das Buch Daniel entsiegelt werden. In Offb. 10 wird die Entsiegelung beschrieben: Der Engel, Christus selbst, hält das Danielbüchlein (kleiner Prophet, geringer Umfang) in der Hand, das nun "aufgetan" (Offb. 10:2; auch Vers 8: das offene Büchlein) ward und Johannes als Stellvertreter der "Verständigen" sollte das Buch verschlingen (V. 9.10), und erlebt aufgrund der intensiven Aufnahme der Danielbotschaft zunächst etwas sehr Angenehmes und Beglückendes, es schmeckt wie Honig, aber im Magen grimmt es ihm. Was gibt es Süßeres und Schöneres in der Bibel als Jesu Wiederkunft, und was ist trauriger, wenn sich die frohe Naherwartung nicht erfüllt und eine schreckliche Enttäuschung folgt? Ein Blick in die Geschichte zeigt uns deutlich, dass sich tatsächlich mit dem Beginn der Endzeit ab 1798 viele Menschen mit dem Danielbuch und der Wiederkunft Jesu beschäftigten und die größte prophetische Bewegung in Nordamerika, die Milleriten oder Adventisten, aufgrund des Danielbuches - besonders Dan. 8:14, die Reinigung des Heiligtums nach 2300 Abend-Morgen - die Wiederkunft Jesu erwarteten, aber eine große Enttäuschung erlebten, genau wie es in Offb. 10 symbolisch dargestellt wird. Zum Glück war die Enttäuschung nicht das Ende, sondern Gott gab den Enttäuschten einen neuen Auftrag: "Du musst abermals weissagen von Völkern und Nationen und Sprachen und vielen Königen." (Offb. 10:11)

      Und diese Botschaft sollte keine geringere als die der drei Engel sein (siehe weiter unten), wobei die ersten beiden Engelsbotschaften schon 1844 verkündigt worden waren und die dritte immer besser erkannt wurde. Während die 1. Botschaft vor allem auf das gekommene Gericht hinwies (das Miller irrtümlich mit der Wiederkunft Jesu gleichsetzte) - denn ein Untersuchungsgericht muss vor Jesu Wiederkunft stattfinden, damit klar ist, wer an der 1. oder 2. Auferstehung teihat - wurde kurz darauf auch der zweite Engelruf laut. Die Kirchen in Nordamerika hatte sich auf ein schönes Leben im Wohlstand auf Erden eingerichtet, deshalb kam ihnen die Botschaft vom Wiederkommenden höchst ungelegen. Hatte man zu Beginn diese prophetische Bewegung noch begrüßt, so wandte man sich schließlich gegen die Adventisten und schloss sie teilweise aus den Kirchen aus. Einige Verkündiger, führend der Prediger Charles Fitch, rief dann auch die treuen Milleriten aus den weltliebenden Kirchen, aus Babylon, heraus - wir sehen also auch schon in der Geschichte, dass die 2. Engelsbotschaft durchaus mit Offenbarung 18:4 gekoppelt war (herauszugehen aus Babylon), nur der schreckliche Zustand der Kirchen war noch nicht so ausgereift, wie im 18. Kapitel der Offb. geschildert, auch hatten noch nicht alle Völker den Zorneswein getrunken und die Sünden reichten noch nicht bis an den Himmel. Der Fall begann 1844 und wird schließlich das schreckliche Ausmass wie in Offb. 18 geschildert, erreichen.
      Hier betraf die Bezeichnung "Babylon" vor allem die protestantischen Kirchen um 1844, denn die katholische Kirche war schon viele Jahrhunderte zuvor tief gefallen. Aber viele Irrlehren hatten die protestantischen Kirchen beibehalten und ihr Fall kam dadurch zustande, dass sie die vom Himmel gesandten Botschaften ablehnten und sogar eifrige Gläubige wegen ihres Adventglaubens ausschlossen. Das Studium des Danielbuches und die Verkündigung der Wiederkunft Jesu war über Nordamerika hinaus in vielen Ländern gerade in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert zu neuem Leben erwacht, genau wie es Daniel geweissagt hatte. Und die Verständigen - in Offb. 12:17 werden sie als die Übrigen bezeichnet, nämlich die Nachkommen des Weibes nach den dreieinhalb Zeiten der Verfolgung, Offb. 12:14, hier sehen wir ebenfall die Parallele zu Dan. 12 - kamen zu großer Erkenntnis, die sie nach Offb 10 wiederum verkündigen sollen. Wir sehen auch noch eine weitere Verbindungslinie: die Verständigen in Daniel 12 sind die Übrigen in Offb. 12, die die Gebote halten, ebenso, wie diejenigen, die die dritte Engelsbotschaft verkündigen (Offb. 14:12).

      Bei der Betrachtung des geschichtlichen Rahmens und der Gemeinsamkeiten bei den prophetischen Hinweisen, können wir deshalb alle drei Botschaften besser einordnen, verstehen und deuten.
      MfG

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Neo-Apostel ()

    • Möchte zur "2. Engelsbotschaft (EB)" etwas Interessantes loswerden:

      A) Die berichtete Laut-Stärke:
      1. EB (Offb. 14,6-7): [...] "Engel" [...] "sprach mit lauter Stimme" [...]
      2. EB (Offb. 14, 8): [...] "Engel" [...] "sprach" [...] **)
      3. EB (Offb. 14,9ff): [...] "Engel" [...] "sprach mit lauter Stimme" [...]
      -------
      "laute Ruf" von Offb. 18,1ff:
      [...] "Engel" [...] "sprach/rief mit lauter Stimme" [...]

      **) Der griechische Text der 2. EB (Offb. 14,8) macht keine Erwähnung, das sie "laut" wäre, jedoch bei den allen anderen definitv (sic!).

      B) Auffällige Beobachtung: Die 2. EB ist bemerkenswert kurz gefasst...
      Auch fehlen Erklärungen und Begründungen im direkten Textabschnitt...

      C) Der Text der 2. EB weist Parallelen (oder Ergänzung?) zum "lauten Ruf von Offb. 18,1ff":

      -) 2 EB - Off. 14,8: "Und ein anderer, zweiter Engel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist das große Babylon, das mit dem Wein seiner leidenschaftlichen Unzucht alle Nationen getränkt hat."
      -) Offb. 18,2f: "Und er (=Engel) rief mit starker Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, [...] Denn von dem Wein der Wut ihrer Unzucht haben alle Nationen getrunken [...]"

      --------
      Ich will damit nicht sagen, dass die 2. EB dem "lauten Ruf von Offb. 18" gleich ist, sondern das es Parallelen gibt bzw. das Thema nocheinmal in der Offenbarung aufgeriffen wird, (möglicherweise sogar 2x zeitlich kommt).
      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«