Kann man das Böse / den Bösen erkennen?

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    • SÜNDE - GERECHTIGKEIT - GERICHT

      freudenboten schrieb:

      Ursache des Sündenfalles der ersten Menschen war, so Jesus in Joh. 16, UNGLAUBE=VERTRAUENSBRUCH.
      In Johannes, Kapitel 16 lesen wir in den Versen 7 ff. --->

      Bibelstelle

      Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;9 über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben;10 über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht;11 über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist.12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.



      „... wenn er (= der Heilige Geist) kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;

      1. Sünde ist Unglauben („dass sie nicht an mich glauben;” - Joh.6, Vers 9)
      2. Die Gerechtigkeit »allein aus dem Glauben« (Römer 3,28) - Die Paulinische Hauptlehre des NT: »Sola fide - Sola gratia«
      3. Ewiges Gericht und Allversöhnung (Hes.16 + Apg.3,21 iVm. Jud.7) ---> Jesus hat das Gericht für uns am Kreuz von Golgatha vollzogen und damit den Fürst dieser Welt (Joh.6, Vers 11) gerichtet und besiegt! Er - der Satans-Teufel - hat kein Anrecht mehr auf unsere Seele. Er kann sie nicht in die Hölle ziehen, denn wir sind durch Christi Blut gerechtfertigt! (1.Joh.1,7; 2,2) und für den Himmel bestimmt.

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    • Gerechtigkeit=Erlösung aus Glauben/Gnaden (Paulus, Augustinus, Luther) gehört zu Punkt EINS.
      Punkt ZWEI bezieht sich auf Jesu AUFERSTEHUNG/Entrückung "zum Vater", auf "Heiligung" (Calvin), den "heiligen Bund" (Daniel), die Gottesoffenbarungen durch das "Wesen" Geist Gottes (Thora, Evangelium), auf Jesu himmlischen Priesterdienst.

      Punkt DREI bezieht sich demzufolge KEINESFALLS AUF ALLVERSÖHNUNG sondern auf die "Eschatologie" der Scheidung zwischen Gerechten und Ungerechten sowie der VERNICHTUNG SATANS+ANHÄNGERSCHAFT. (Maleachi 3:18. Johannes 5:28.29.)

      "Die Schrift legt sich "SELBER" aus.
    • Es gibt Bibelstellen für die »totale Vernichtung«

      freudenboten schrieb:

      Gerechtigkeit=Erlösung aus Glauben/Gnaden (Paulus, Augustinus, Luther) gehört zu Punkt EINS.
      Punkt ZWEI bezieht sich auf Jesu AUFERSTEHUNG/Entrückung "zum Vater", auf "Heiligung" (Calvin), den "heiligen Bund" (Daniel), die Gottesoffenbarungen durch das "Wesen" Geist Gottes (Thora, Evangelium), auf Jesu himmlischen Priesterdienst.

      "Die Schrift legt sich "SELBER" aus.
      Lieber freudenboten! Zustimmung zu Deinen obigen Punkten 1 und 2! Kritik an Punkt 3.


      Zu Maleachi 3,18: es gehört streng genommen auch - wenn man schon die in der Bibel durchaus vorhandene Auffassung von der totalen Vernichtung der Gottlosen (dafür gibt es in der Tat - wie zu ewiger Verdammnis und zu Allversöhnung auch - einige Bibelstellen!) vertritt - noch der Vers 19 dazu.

      Bibelstelle

      18 Dann sollt ihr wieder sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.19 Denn siehe, es kommt der Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.

      ---> Meine Auslegung: Sicher gibt es im Gericht einen Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen! Dem Gottlosen droht eine äonenlange (aber keine unaufhörliche!) Strafe in der Hölle, während der Gerechte nach seinem leiblichen Tode „in Abrahams Schoss” (Lukas 16,22 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile) kommen wird. Im Vers 19 kann wegen der Formulierung „weder Wurzel noch Zweig” geschlossen werden, dass es sich hierbei um »totale Vernichtung« handeln könnte; man könnte aber genauso gut argumentieren, dass "der Sünde und dem Bösen im Menschen weder Wurzel noch Zweig bleibt."

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    • Kann und wird Gott einen Teil seiner aus Liebe geschaffenen Geschöpfe für immer vernichten?

      Nun zu der zweiten Stelle in Sachen "Gericht", die Du, lieber freudenboten angegeben hast:

      Johannes 5,28+29. Auch hier nehme ich zum besseren Verständnis den folgenden Anfang von Vers 30 hinzu:

      Bibelstelle

      28 Wundert euch darüber nicht. Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden,29 und es werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.30 Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht


      ---> Meine Auslegung: Ja, auch hier wird „der Unterschied” bekannt „zwischen den Guten und den Bösen”! (Einwand: Wer von den / uns Menschen aber ist »nur gut« oder »nur böse«? Wie sagte doch schon Jesus: „Ihr, die ihr doch böse seid, könnt dennoch euren Kindern gute Dinge tun!” [Matthäus 7,11 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile] Für "die Guten" und Gläubigen wird es die Auferstehung zum (ewigen) Leben geben und für "die Bösen" die Auferstehung des (ewigen) Gerichts. Sprachwissenschaftlich sollte in beiden Fällen das griechische Wort »aion« (eingedeutscht: Äon) nicht mit "ewig" übersetzt werden, sondern es sollte "äonenlang" stattdessen verwendet werden. Warum? Weil auch laut Offb.22 ,2 auch das ewige Leben bei Gott im Himmel immer wieder der Erneuerung bedarf - eben durch die Blätter der Lebensbäume, die zur "HEILUNG" der Völker dienen! ===> Damit wird auch auf der Neuen Erde und im Neuen Himmel der gewaltige Unterschied zwischen dem ALLEIN EWIGEN UND IMMERSEIENDEN GOTT JAHWEH-JEHOWAH und seinen Geschöpfen betont!)

      Die Bösen und Ungläubigen werden also im Gericht leiden und büßen müssen, weil sie nicht das für sie von Jesus vergossene "Sühnopfer-Blut" angenommen haben. Vermutlich wird dieses Gericht irgendwann einmal ein von Gott bestimmtes Ende finden! Aber, wäre es denn gerecht - und damit komme ich zum Vers 30 in Johannes 5 - wenn Gott einen Menschen, der 70/80 Jahre lang gesündigt hatte, für alle Ewigkeit in der Feuer-Hölle strafen würde? Auch eine »endgültige Vernichtung« ist da nicht viel mehr barmherziger! ---> Denn ich glaube nicht, dass Gott auch nur eines seiner Geschöpfe, die ER alle aus Liebe geschaffen hat, irgendwann am Ende der Heilszeit einfach für immer vernichten wird; vielmehr glaube ich, dass Gott alle seine Geschöpfe durch Gnade und Gericht wieder zurechtbringen wird, da »Gott will, dass alle Menschen gerettet werden!«, wie Paulus in 1.Timotheus 2,4 geschrieben hatte. Freuen wir uns doch, dass wir einen Gott und Heiland haben, der »ein ERRETTER aller Menschen ist!« ----> Zürcher Bibel - 1. Timotheus 4,10

      Bibelstelle

      10 Weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, darum arbeiten wir so hart und kämpfen wir, denn er ist der Retter aller Menschen, ganz besonders derer, die glauben.

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    • Bösartige Menschen habe ich viele kennengelernt, meist unter Deutschen. Nicht dagegen unter Flüchtlingen oder Asylbewerbern.
      Manches mal dachte ich: Ist das ein Dämon in Menschengestalt, zumal sie grosse Freude daran haben, Böses zu tun. Auf sie trifft auf jeden Fall die Umkehrung von 1. Korinther 13 zu:

      Der böse Mensch ist nicht langmütig und unfreundlich, er eifert sich, treibt Mutwillen und bläht sich auf. Er oder sie verhält sich ungehörig und sucht das Seine und lässt sich leicht erbittern und rechnet das Böse zu. Er oder sie freut sich über Ungerechtigkeit und nicht an der Wahrheit. Er oder sie erträgt nichts, glaubt nichts, duldet nichts und hat keine Hoffnung.

      Ergänzend:
      Er oder sie ist anklagend, "stellt an den Pranger", weist die Schuld zu und vergibt niemals und hält sich selbst für fehlerlos und perfekt.

      Umkehrung von 1.Kor. 13:

      4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf,
      5 sie verhält sichvon nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
      6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
      7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles
    • @Norbert Chmelar, ich weiß um deinen Allversöhnung Glauben und ich kenne alle deine Argumente. Jedoch möchte ich dir zum Bedenken geben, dass Gott nicht jeden einzelnen Menschen extra erschafft. Er schuf nur Adam und Eva und Er stattete sie mit der Fortpflanzungsfähigkeit aus. Gott stellte Naturgesetze auf, die bis heute LAUFEN (funktionieren). Es heißt also, dass die Menschen sich "einfach" nur vermehren, fortpflanzen. Das lässt Gott "frei laufen",weil Seine Gesetze einfach laufen. Deshalb ist das Argument, Gott könne doch nicht jemanden, den Er geschaffen hat, vernichten (quasi nicht das Werk Seiner Hände
      für immer vernichten), in diesem Fall nicht richtig.
      Die Bibel schreibt ganz klar über den ersten und den zweiten Tod, den Unterschied zwischen denen usw.
      Jedenfalls kommen nicht alle in den Himmel, nur weil sie geboren wurden. Und böse Menschen sowieso nicht. Es kommen keine Menschen mit schlechtem Charakter in den Himmel. Du kannst mit Folter zwar jemanden zwingen, etwas zu unterschreiben, kannst aber mit keiner Folter der Hölle den Charakter verändern.... aus einem Bösen Menschen einen Guten machen. Deshalb kann es auch keine Allversöhnung geben.

      .
    • Erst als Jesus getauft wurde, versuchte ihn der Teufel. Dabei missbrauchte er die Schrift, um Jesus zu manipulieren. Er griff sich einzelne Passagen heraus, um daraus eine geschlossene Normativität abzuleiten, die er Jesus als Imperativ oder Rechtfertigung vorhielt. Jesus entgegnete dem Teufel nicht weniger plakkativ. Ging es hier um einen Kampf um die richtige Bibelstelle und die richtige Bibelauslegung ? Ich glaube nicht. Es ging darum, sich nicht auf Manipulation einzulassen. Man muss ja auch klar unterscheiden zwischen Debatten mit theologischem Charakter einerseits und andererseits die klare Absicht Menschen zu gewissen Handlungen zu manipulieren, die nur von einseitigem Nutzen sind.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Der Mensch ist von Gott geschaffen.
      Die Bibel beschreibt beides: sowohl die Beziehung als auch das Gesetz der Natur.

      Die Beziehung wird mit Adam (dem Menschen) dargestellt: aus Erde und Geist ein lebendiges Wesen, das im Verhältnis zu Gott steht, und ferner, wie dieses Verhältnis gestört wurde.
      Das Gesetz wird mit Adam und Set skizziert: Und Adam ward 130 Jahre und zeugte einen Sohn, ihm gleich und nach seinem Bilde, und nannte ihn Set; (Gen 5,3)
      Hier wird dargestellt, dass der Mensch ein aus Menschen sich entwickelndes Wesen ist, welches entsteht und nicht "gesetzt" wird, wie man irrtümlich bei der Genesiserzählung annehmen könnte.

      Das ist Natur, richtig. Der Christ betrachtet aber den Menschen in seinem Verhältnis zu Gott; das ist der neue Geist.
      Dieses Verhältnis ist gestört, aber nicht aus Vererbung und Abstammung, sondern aus Nichterkennen und Unwissenheit.
      Zur Erkenntnis gehört, dass Gott der Schöpfer ist, nicht einfach nur "der Welt", sondern vor allem meiner und schließlich aller Menschen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      ..
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      Dieses Verhältnis ist gestört, aber nicht aus Vererbung und Abstammung, sondern aus Nichterkennen und Unwissenheit.
      Zur Erkenntnis gehört, dass Gott der Schöpfer ist, nicht einfach nur "der Welt", sondern vor allem meiner und schließlich aller Menschen.

      Genau hier greift die freie Entscheidung jedes Menschen. Nichterkenntnis und Unwissenheit beugte Gott vor, indem ER in jeden Menschen das Gewissen gab und Seine Werke in der Natur erkennbar machte, zudem Seine "Jünger" in die Evangelisationspflicht nahm..... damit JEDER IHN erkennen kann. Nur wollen es die MEISTEN eben bewusst nicht. Solche können dann aber auch keine Mitglieder der Göttlichen Familie sein. Sicher ist, dass an den Milliarden jemals gelebten Menschen KEIN EINZIGER dann sagen kann "ich habe es nicht gewusst".

      Deshalb wird es keine Allversöhnung geben, denn nicht JEDEN EINZELNEN Menschen hat Gott geschaffen. Diejenigen, die sich aber für Jesus (bzw. Gott) entschieden haben, lassen sich von IHM auch zum Guten verändern. Diese haben das Anrecht in der Ewigkeit zu leben. Die anderen, logischer Weise, nicht. Darin ist doch die Bibel mehr als klar..... wenn man sie nimmt, wie sie geschrieben ist und nicht wieder alles in Philosophien umwandelt.

      .
    • Stofi schrieb:

      .... damit JEDER IHN erkennen kann. Nur wollen es die MEISTEN eben bewusst nicht.
      Stofi, Wissen (also von der Botschaft gehört haben und von der Lehre wissen) und Erkennen sind zwei unterschiedliche Dinge.
      Auch muss man sehen, was die Menschen nicht wollen.

      All das Vermögen an Einsicht, all die Geschichte und Bewegungen eines Menschen, all seine Taten sieht Gott ebenfalls an.

      Das Wort "Allversöhnung" ist irreführend, wenn man meint, da werde eine Versöhnung durchgesetzt, damit es alle sind.
      Es heißt in der Offenbarung am Ende: wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!
      und kurz zuvor wird beschrieben, dass die Menschen von den Blättern der Bäume am Strom des Lebens essen werden und sie werden sie heilen.

      Ja, auch das könnte man letztlich ausschlagen und sagen: Ich will dich nicht!
      Dann wird Er solche hinwegnehmen.
      Ich sehe aber dort wesentlich mehr an Möglichkeit zur Umkehr und an Prozess beschrieben, als gemeinhin gesagt wird.
      Denn die Einsicht von Menschen ist unterschiedlich in diesem Leben und die Verkündigung ist auch irrtumsfähig.

      Wenn das, was es hier aus den Christentümern gab und gibt der letzte Maßstab wäre, an dem ein Mensch sich hätte entscheiden sollen, das wäre echt traurig.
      So ist Gott nicht.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)