Wenn sich Wissenschaftler irren ...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • kleinstein schrieb:

      Schon eigentümlich, dass die Zeitung die Idee schon diskutiert, bevor die Idee durch die Hände der Peer-Reviewer gegangen ist. Als ein solcher würde ich schon noch ein paar Löcher in die Theorie stechen, beispielsweise mit der am Ende angedeuteten Kritik, dass man nachweisen müsste, dass dieses Exponentialgesetz immer galt. Dass die Bedingungen für genetische Evolution immer gleich waren. Gerade in der Frühphase unserer Erde, die noch ziemlich unbekannt ist, hatten wir es quasi mit einem völlig anderen Planeten als heute zu tun: Die Zusammensetzung der Meere, der Atmosphäre, der Sonneneinstrahlung etc etc.


      Eben daher habe ich geschrieben, dass ich gespannt bin, wie es in der Sache weitergehen wird. Es sind in den letzten Jahren schon so viele Irrtümer korrigiert worden bzw. werden bestehende Theorien angezweifelt. Noch vieles wird sich als eine Fehlannahme der Wissenschaft herausstellen. Über diesen Artikel habe ich mich beispielsweise einmal mit Seeadler ausgetauscht: science.orf.at/stories/1701199. Daher bin ich immer wieder erstaunt, dass der Status quo in der Forschung über die Evolution als etwas dargestellt wird, wo schon die Eisenbahn darüber fährt. Obwohl man - wie du so schön schreibst - von der Frühphase der Erde noch sehr vieles nicht weiß.
    • @Karoline:

      Die Evolutionstheorie als gesamtes ist in der Wissenschaft wahrscheinlich umstrittener als man gemeinhin annimmt. Allerdings wird eine solche Theorie eben auch erst fallen gelassen, wenn sie sich als unumstösslich falsch erweist. Es gibt viele Indizien, dass Teilaspekte der Evolutionstheorie richtig sind, es gibt aber auch genauso viele, die dafür sprechen, dass andere Teilaspekte falsch sind. Leider ist Gott wissenschaftlich nicht nachweisbar, so dass da am Ende zwei Glaubensfragen nebeneinander stehen. Die Standpunkte sind dabei durchgängig verteilt, es gibt Menschen, die die Extrempositionen einnehmen (Kreationisten sind ein Extrem), die grosse Mehrheit wird aber irgendeine Zwischenposition einnehmen. Bei einer Ausgewogenen Bildung, sollten beide Seiten erläutert und gelernt werden, und ebenso die möglichen Fehler oder Ugereimtheiten aufgezeigt werden. Ich glaube, das wird mittlerweile in vielen Schulen auch schon so gemacht, zumindest in meiner Schulzeit war das bereits so der Fall.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ich bin mir nicht sicher, ob das hier ins Thema passt, aber ich deute jetzt das "Wenn sich Wissenschaftler irren..." mal in die Richtung, dass sie sich irren, was sie dürfen und was nicht.

      derstandard.at/1363709156734/K…euchtet-in-der-Dunkelheit

      Montevideo - Ein genetisches Experiment könnte es Hirten in Zukunft erleichtern, in der Dunkelheit verloren gegangene Schafe wiederzufinden. Aber auch nachtaktive Raubtiere und Viehdiebe hätten vermutlich ihre Freude mit diesem Forschungsergebnis: Die Wissenschafter aus Uruguay haben die Gene der Schafe mit Quallen-DNA ergänzt und sie so in der Finsternis zum Leuchten gebracht. Ähnlich wie künstliche Sternenhimmel an manchen Kinderzimmerdecken können die phosphoreszierenden Tiere Licht quasi "speichern" und im Anschluss an Bestrahlung mit UV-Licht nachleuchten.
    • Die Natur ist grausam und unerbittlich trotz ihrer vermeintlichen Schönheit.

      Ja das mit dem Leid und Elend in der Welt und Gottes Wirken dabei. Ich meine, dass der weitaus grösste Teil des Leidens vermeidbar vom Menschen selbst verursacht wird (Kriege, Kriminalität, Mord und Totschlag. Mißbrauch, Mißhandlung, Verkehrsunfälle usw.). Dennoch ist die Natur in ihrem heutigen Zustand auf Fressen und Gefressenwerden "geeicht". Es wird gelogen, betrogen und gemordet in der Natur. Neulich sah ich zufällig einen polulärwissenschftlichen Film aus der Biologie über Weberameisen, die Blätter eines Baumes zusammenweben, um darin wohnen zu können. Zum Dank beschützen sie den Baum in dieser Symbiose. Es gibt aber auch auf dem Baum eine betrügerische Mörderin, eine Spinne, die ausieht wie eine Weberameise und diese täuscht, nur um sie töten und fressen zu können (und der Kuckuck legt seine Eier in fremde Nester, die Elster begeht Diebstahl usw.). Nach menschlichem Ermessen, ist die Natur zutiefst kriminell und lebt von Mord und Totschlag, Betrug und Diebstahl. Die Natur ist grausam und unerbittlich trotz ihrer vermeintlichen Schönheit.

      Als mein heute 16jähriger Sohn als 2jähriger Junge während eines Urlaubes von einem gefährlich bakterientragenden Insekt in den Hals gestochen wurde, wäre er fast gestorben. Nur eine Notoperation und nicht ein Wunder Gottes, welche übers Wochenende in einem Uni-Klinikum nachts um 1 Uhr durchgeführt wurde, rette ihm das Leben. Noch zwei Wochen musste mit Braunol gespült werden. Derartige Beispiele gibt es genügend.

      Warum ist nach menschlichen Maßstäben trotz der Feinabstimmung des Universums und unseres Sonnensystems die Naturgesetztlichkeit unseres Seins so ausgelegt, dass der einzelne Mensch tagtäglich unter Schmerzen um sein Leben kämpfen muss, nur um dann doch zu sterben und tot zu sein ?

      Woran liegt das ? Liegt es am Fehlverhalten der Natur ? Könnte man das Leben in seinem Verhalten so ändern, dass es nicht mehr destruktiv-zerstörerisch ausgelegt ist ? Könnte man die Gene so verändern, dass der Mensch ewig lebt ?

      Wir könne ja nur deswegen noch leben, weil wir in einem offenen System existieren, dem beständig Energie von aussen zugeführt wird: Die Sonne scheint und versorgt die Erdoberfläche ununterbrochen mit ausreichend Energie zum Leben. Was wäre, wenn zusätzlich Gottes Gegenwart uns mit zusätzlich "Energie" versorgen würde und unser ganzes Verhalten so ausgelegt wäre, dass das sogenannte "Böse" für immer ausgemerzt ist. Weil wir der ständigen Gegenwart Gottes wie es im Garten Eden war, entbehren, muss sich die Schöpfung entsprechend einrichten, also ums Überleben kämpfen, wobei in der grausamen Natur all Mittel recht sind.
    • Dann erlöst de Mensch sich selbst durch viel Leid und Sterben

      Ein Physikprofessor aus Deutschland schreibt:

      "... Kann ich einen Gott fürchten, der die Ursuppe eine Milliarde Jahre brodeln lässt, um eine lebende Zelle hervorzubringen ? Kann ich einen Gott lieben, der Mord und Totschlag, Kannibalismus und Inzucht benutzt, um Affen in Menschen zu transformieren, und der dann durch sein Tötungsverbot weitere Höherentwicklung der Menschheit blockiert ? Sollte Gott sein Wesen und seinen Willen plötzlich verrändert haben ? Zu welchem Zeitpunkt einer evolutionären Entstehung hätte jemand sagen können: "Es war sehr gut !" ? Das wäre ja erstickend für die Evolution, denn die lebt davon, dass es Untauglichkeiten und Unvollkommenheiten gibt, die beseitigt werden müssen. Wenn der Mensch sich in unvorstellbaren Zeiträumen ständig höher entwickelt hätte, kann es dann ewig gültige Gebote für ihn geben ? Die Vorstellung einer Menschheitsgeschichte von Millionen Jahren lässt die biblische Offenbarung Gottes als Kurzzeitereignis der letzten Minute erscheinen. Wenn der Mensch durch Evolution entstanden ist, gibt es dann überhaupt Sünde und Schuld ? Dann war ja alles gut und richtig, was der Mensch und seine angeblichen Vorfahren getan haben (und was er heute tut) - es wird alles gerechtfertigt durch das herrliche Ergebnis, den "homo sapiens sapiens". Dann erlöst de Mensch sich selbst durch viel Leid und Sterben. Wieso brauche ich dann einen Erlöser, der für mich starb ? Wird dann die grösste Katastrophe der Menschheitsgeschichte, der Sündenfall, nicht zu einem Märchen - desgleichen die Sintflut ?...."

      Schneider, Hermann. Prof.Dr.rer.nat. Die Natur spricht nicht die Sprache der Evolution, in: Ullrich, Henrik (Hrsg.) Mit Kopf und Herz. Bekenntnisse zum Gott der Bibel im Zeitalter der Wissenschaft, S.29-36, hier S.34

      Was mir an o.g. Zitat auffällt ist der sinngemässe Satz:

      Die Evolution lebt davon, dass es Untauglichkeiten und Unvollkommenheiten gibt, die beseitigt werden müssen.

      Dieser Satz der Evolutionsbiologie rechtfertigte den Euthanasiegedanken des Nationalsozialismus Hitlers vor über 70 Jahren in Deutschland. Idealerweise rechtfertigt die Ideologie und Philosophie der Evolution die Ausmerzung alles Kranken, Schwachen, Alten und Gebrechlichen, denn nur der Stärkere, der Vollkommenere hat das Recht weiter zu leben. Dies bereitet dem Neo-Faschismus das geistige Rüstzeug. Warum sollte ich als Evolutionsbiologe einem schwerbehinderten Rollstuhlfahrer helfen ? Es gibt keinen Grund dafür. Im Gegenteil. Als Christ aber habe ich einen Grund.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 10Veith2010 ()

    • Lauter Wissenschaft(l) er

      Ja, wenn man jeden , der einen Titel hat, schon zum "Wissenschaftler" ernennt - oder er sich selbst dort einreiht : "Dass er ein Doktorat hat, seh`ich ja noch ein, aber wie er das Abitur geschafft hat - oder hat er es g´sachossen oder in der Lotterie g`wonnen ?"

      Nur, lese ich da recht, da wir der Verweis auf Erkenntnistheorien gerügt; dort hält man einen trotz sehr spärlicher Liste der Publikationen für einen "Wissenschaft(l)er, der mit so begründeter Autorität über Sachen spricht und schreibt, von denen er nur aus Tertiärliteratur weiss - -

      O. Univ. Prof . Hans Seelich, Chemie für Mediziner, WS 1957/58, erste Vorlesung : Meine Damen und Herren, Sie werden jetzt drei Semester lang sehr viel von mir hören und dann eine sehr strenge Prüfung über das Gehörte ablegen, aber ich muss Ihnen sagen : Morgen kann einer kommen und uns nachvollziehbar erklären, dass das alles falsch war."

      Die Chinesen hatten schon vor Jahrtausenden Yang und Yin erkannt; die abendländische Medizin erlaubte es erst in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts; von Sympathikus und Parasympathikus zu reden : Man konnte nämlich endlich Noradrenalin und Acetylcholin unterscheiden.

      "BOGI" : "Gott in den Naturwissenschaften ?" - Diese Überschrift ist grundfalsch. Seit der Aufklärung definieren sich nämlich diese als das, was der Mensch sehen. hören, messen und verifizieren/falsifizieren kann. Dass dies eine sehr beschränkte Sicht der Wirklichkeit ist, findet man bereits bei Goethe (Faust II., 2. Akt, erste Szene :" was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern - -was ihr nicht rechnet, , glaubt ihr, sei nicht wahr - -".

      Allerdings hat sich die moderne Medizin erst dann sehr konkret und erfolgreich - auf nicht allen Gebieten !! erwiesen, als der deutsche Pathologe Virchow den Wiener Pathologen Rokitanksy zum Positivismus (s.d. in Wikipedia) "bekehrte".

      Durch den Glauben wissen wir - - - - Heb. 11,
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • greatest schrieb:


      • Flugmaschinen, die schwerer sind als Luft, sind ein Ding der Unmöglichkeit.
      Lord Kelvin, Britischer Mathematiker und Präsident der British Royal Society, um
      1895
      Daran kann man besonders gut erkennen, wie engstirnig und borniert auch eigentlich intelligente Menschen sein können.

      Auch Journalisten, die über erste erfolgreiche Fluggeräte berichteten, wurden gefeuert, weil ihnen nicht geglaubt wurde, weil man es für unmöglich hielt, dass etwas, das schwerer als Luft ist, fliegen kann.

      Schließlich gibt es doch Vögel. Die sind schwerer als Luft und können fliegen. Darauf sind die Experten nicht gekommen.
    • Zeder schrieb:

      Schließlich gibt es doch Vögel. Die sind schwerer als Luft und können fliegen. Darauf sind die Experten nicht gekommen.

      Und dabei ist (jede gute) Wissenschaft zum größten Teil das Ergebnis von Naturbeobachtung!
      Und manchmal weiß ein kleines Kind es besser als die bornierten "Wissenschaftler", die dann mit WISSEN aber nichts mehr am Hut haben sondern vor allem ihren Dünkel und ihre Vorurteile pflegen :(
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Was ist Wissenschaft ?

      Was ist Wissenschaft ? Was macht ein Wissenschaftler ? Von der Wortbedeutung her geht es um das Schaffen, Produzieren von Wissen ? Welches Wissen ? Es geht um die Wahrheit. Die höchste wissenschaftliche Erkenntnis ist also die Wahrheit, die das Universum, das Sein und alles leben im Kern zusammenhält. Pilatus fragt Jesus: Was ist Wahrheit (Joh 18,38).In Johannes 14,6 heisst es sogar: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

      Ich bin die Wahrheit, sagte Jesus. Die Wahrheit ist eine Person.

      Dies bedeutet, dass ein gläubiger Mensch, der diesen Worten Glauben schenkt, um Wahrheit bemüht ist und die Wahrheit bewusst erkannt hat. Das ist auch Wissenschaft. Nach Wahrheit zu streben und die Wahrheit in der Person des Jesus Christus zu erkennen.

      Jesus Christus Sohn Gottes zu erkennen ist keine naturwissenschaftliche Erkenntnis. Die Basis unserer Naturgesetze ist Gott selbst, in der Tat, auch wenn sich die Naturgesetze durchaus tödlich gegen uns selbst richten können (z.B. beim Absturz eines Passagierflugzeugs aus 10.000 Metern Höhe). Das Universum ist lebensfeindlich, todbringend und destruktiv, es ist kalt und leer und schwarz und beherbergt grauenhafte Schlünde wie schwarze Löcher oder Energiemonster wie Quasare oder Neutronensterne, tödliche Gammablitze werden im Weltall verschossen. Mit dem Ablauf der Zeit, wird alles, was ist, vernichtet, alles verschwindet irgendwann. Die Zeit tötet sicher alles und jeden. War das Gottes Wille von jeher ? Oder stimmt da was nicht in der Schöpfung ?

      Und dennoch gibt es uns hier auf Erden und im nächsten Frühjahr erwacht die Natur wieder zum Leben und wir können im Sommer eine herrliche Blumenwiese geniessen. Das scheint ein krasser Widerspruch zu unserem Universum. Aber Gott ist auch kein Kind unseres Universum, sondern kommt von ausserhalb unseres Universums und er kann alles verändern. Nichts muss so bleiben wie es ist, wenn Gott nur ein Wort spricht. Gott kann alles neu erschaffen. Gott kann das Leben leben lassen ohne Tod, ohne Krankheit. eine völlig neue Form des Lebens, die uns selbst ja in der Zukunft für immer zuteil wird. Dies ist unsere Kernhoffnung als Christen, die Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben in Fülle. Jesus Christus war der Erste. Er hat unsere bekannte Realität durchbrochen und uns eine völlig neue Wirklichkeit offenbart, die weit über unser bekanntes Universum hinausgeht und nicht von unserer Naturwissenschaft erfasst werden kann, aber dennoch real ist, realer als unser hier uns bekanntes Dasein. Ein Wunder, ein Eingriff von ausserhalb des Universums in unser offenes Universum. Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich (Lk 18,27).

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von 10Veith2010 ()

    • 10Veith2010 schrieb:

      Und dennoch gibt es uns hier auf Erden und im nächsten Frühjahr erwacht die Natur wieder zum Leben und wir können im Sommer eine herrliche Blumenwiese geniessen. Das scheint ein krasser Widerspruch zu unserem Universum. Aber Gott ist auch kein Kind unseres Universum, sondern kommt von ausserhalb unseres Universums und er kann alles verändern.

      Deshalb gilt der 2. Thermodynamische Hauptsatz (alles hat den Drang zu zerfallen und damit den energieärmsten Zustand einzunehmen, von der Ordnung zur Unordnung) der Physik auch nur in abgeschlossenen Systemen.
      Es ist alles relativ, hängt vom Betrachtungswinkel und sogar vom Betrachter ab (und seinem Wunsch um Erkenntnis).

      Deshalb ist Gott in der Naturwissenschaft eine Singularität (etwas Unerklärliches, dass von Außen kommt und sich unserer Logik entzieht). Genauer genommen ist Gott deswegen auch überhaupt nicht Untersuchungsgegenstand der Naturwissenschaft. Und wenn Naturwissenschaftler Aussagen über Gott machen, dann ist es immer ihre persönliche Meinung und nicht das Ergebnis einer ernsthaften wissenschaftlichen Untersuchung.
    • 10Veith2010 schrieb:

      Von der Wortbedeutung her geht es um das Schaffen, Produzieren von Wissen ? Welches Wissen ? Es geht um die Wahrheit.

      Kaum zu glauben, aber mit nur einem Federstreich wird hier der Begriff des "Wissens" mit dem der "Wahrheit" vermengt. Das sind aber zwei ganz verschiedene Sachen.

      Die Wahrheit kennen wir viel zu selten. Was wir wissen, muss nicht wahr sein. Und was wir glauben - ja, das ist wohl analog zu sehen :)
    • Ich finde den naturwissenschaftlichen Begriff Singularität eigentlich super.

      Bevor Gott etwas erschuf (also Dualität entstand), war Singularität: Gott als Gott aus Gott zu Gott :D summa summarum.

      Die Sache ist die, dass der Agnostiker nicht "beschrieben" haben will, was diese Singularität ist. Es soll nicht personell werden, sondern eine Unendlichkeit, ein ETWAS bleiben.

      Denn sobald in der Singularität eine Person erkannt wird, wird die eigene Person gefordert. Eine Relation entsteht, auf die man dann antworten MUSS. Deshalb wird das geleugnet.

      Meine Sündhaftigkeit ist egal, wenn da niemand ist, der sündlos ist. Einer Unendlichkeit ist es egal, der muss ich nichts sagen, denn sie sagt mir auch nichts, außer dass ich bin.

      Unpersönliche Singularität wirft den Menschen nur auf sich selbst: das ist ja Humanismus.

      Ich kenne dann zwar den Fakt, dass ich endlich bin, aber nicht im Verhältnis dazu, dass JEMAND unendlich ist, sondern nur innerhalb der Tatsache, dass es eine Unendlichkeit (Universum, laut Bruno) gibt. Dadurch muss mein Leben das Absolute werden. Dass, was mir leben gegeben hat, wird nicht weiter beachtet.

      Glaube muss Glaube bleiben (laut Kierkegaard). Er bleibt ein Sprung ins Ungewisse, aber mit Glaubensgewissheit. Gewissheit und Wissen sind auch unterschiedliche Dinge.

      Im Glauben muss mein Ego sterben, weil ich bei diesem Sprung vollkommen verloren bin. Ich bin angewiesen auf die Gewissheit selbst, dass der, an den ich glaube, mich fängt. Der Glaube ist auf sich selbst angewiesen.
      Deshalb ist es auch unmöglich, dass Glaube von uns selbst erzeugt wird oder genommen wird. Er muss von Oben kommen und mich ergreifen, sonst ist es nur philosophische Annahme, und die hält nicht durch.

      Mein Naturell als Mensch schlägt den Glauben mit jeder Faser aus, weil man bei sich selbst bleiben will, beim Sichtbaren; Götzendienst also. Nur der Glaube selbst kann das töten.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Deshalb find ich es etwas komisch, wenn Kreationisten vehement versuchen, Gott wissenschaftlich zu beweisen. Warum machen wir uns den Stress?

      Der Debatten-Gegner wird (seiner Natur nach) Gott auf jeden Fall ablehnen. Wissenschaftlich können wir da sagen, was wir wollen, er wird es ablehnen.

      Wenn er es nicht ablehnt, dann hat ihn nicht Wissenschaft überführt, sondern der Geist.

      Rein Faktenmäßig ist es immer 50:50. Die "Wahrscheinlichkeit" der Fakten geht meines Erachtens zu Gott hin. In dubio pro reo! Im Zweifel für den Angeklagten.

      Dass wollen die Gegner natürlich nicht. Sie nehmen die Wahrscheinlichkeit, dass es ihn nicht gibt, und das hat persönliche Gründe, nämlich die Flucht vor Schuldgefühlen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Etwas (indirekt) zum Thema...


      ... Die Kenntnisse des Menschen sind fast immer lückenhaft. Deshalb bleibt ihm meistens nichts anderes übrig, als probabilistische Aussagen zu machen. Vor diesem Hintergrund wundert man sich nicht, dass der Franzose die Möglichkeit, Wetter und Klima längerfristig zu berechnen, pessimistisch einschätzte. Ihm war schon damals klar, dass kleine Ursachen große Wirkungen haben können. Bekanntlich beschränkt diese Einsicht die Voraussagbarkeit in wesentlichen Punkten.

      Der nüchtern-realistische Blick eines Pierre Simon Laplace wäre einem Teil heutiger Forscher zu wünschen, denen die Einsicht in die beschränkte Tragweite ihrer Modelle fehlt. Zu allem Überfluss schrecken diese nicht davor zurück, sich der Politik als Ratgeber anzudienen. Das ist eine unheilvolle Liaison. ...

      ... Das aufklärerische Denken führte bis in die jüngste Zeit zu einem Erkenntnissturm. Heute besteht die Gefahr, dass sich diese Art zu denken ad absurdum führt. In einer auch von Marketinggesetzen beeinflussten Welt der Forschung geht das Wissen, was eine belastbare Theorie vom wissenschaftlichen Blendertum unterscheidet, zunehmend verloren. Die Aufklärung weicht der Verklärung. Die Stimmen der Forscher, die es besser wissen, gehen im Geschrei derer unter, die sich in den Vordergrund drängen und deren plakative Thesen von vielen Medien dankbar aufgegriffen werden. ...


      faz.net/aktuell/feuilleton/deb…enzillusion-12739614.html
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Zusammenhang zwischen Naturwissenschaft einerseits und den drei grossen Weltanschauungen Theismus, Materialismus/Atheismus und Pantheismus.

      Was den Glauben angeht, so bleiben sehr viele intelligente Menschen nur an der Oberfläche. Sie meinen,die Wunder Jesu oder die Schwangerschaft einer Frau ohne Geschlechtsverkehr durch künstliche Befruchtung Gottes sei absolut unmöglich. Aus menschlicher Sicht ist es das auch. Die Menschen meinen, was dem Menschen unmöglich ist, sei absolut unmöglich. Aber was unmöglich ist bei den Menschen, ist möglich bei Gott. Ich finde die Vorträge von John Lennox ganz gut zu diesem Themengebiet. Link: youtube.com/watch?v=yjBGhBduBqs . John Lennox verdeutlicht im Part 1 seiner Vorträge ab Videostelle 57:50 den grundlegenden Zusammenhang zwischen Naturwissenschaft einerseits und den drei grossen Weltanschauungen Theismus, Materialismus/Atheismus und Pantheismus.
    • Es gibt Naturwissenschaftler, die Pantheisten sind wie der Physiker Albert Einstein. Es gibt Atheisten und Materialisten wie Richard Dawkins, den weltbekannten Evolutionsbiologen und es gibt gläubige Naturwissenschaftler wie den Nobelpreisträger William Daniel Phillips, der an Gott glaubt, sogar an Jesus Christus (de.wikipedia.org/wiki/William_Daniel_Phillips ). Die Naturwissenschaft kann die Nichtexistenz Gottes nicht beweisen, auch wenn das von den Atheisten/Materialisten behauptet wird. Die Marxisten-Leninisten sprechen sogar von "wissenschaftlichem Atheismus" als sei der Atheismus durch irgendeine Form der Wissenschaft irgendwann beweisbar. Dies ist aber unmöglich. Der Atheismus ist nicht beweisbar. Das Geglaubte derjenigen, die an Gott glauben, kann dagegen sehr wohl Wirklichkeit sein, auch wenn es sich der wissenschaftlichen Erfassbarkeit und Erforschbarkeit entzieht. Für Gott spricht zudem die persönliche individuelle Erfahrung mit ihm.
    • Tuvalu ist nicht versunken, sondern größer geworden
      Die Furcht, die Insel werde vom Meer überspült, hat sich nicht bestätigt.

      Eine der zentralen Sorgen um die Folgen der globalen Erwärmung und die mit ihr einhergehende Erhöhung der Meere galt und gilt den „kleinen Inselstaaten“ im Pazifik. Zu deren Ikone wurde früh Tuvalu, das aus neun größeren Atollen und 101 kleineren Inseln besteht. Sie würden binnen zehn Jahren überspült, so Prognosen in den späten Achtzigerjahren, oft tauchten auch Berichte von Umweltflüchtlingen auf, die anderswo Sicherheit vor den Fluten suchten, etwa in Australien.

      Aber Tuvalu ist nicht versunken, es ist auch nicht geschrumpft, im Gegenteil: Es ist gewachsen.

      Zitat aus: Die Presse


      So ist das mit unserem "Wissen" über Erderwärmung - und vielem anderem das uns die Wissenschaft scheinbar als gewiss darstellt....
      Liebe Grüße, Heimo