Walter Veith - warum Verkündigungsverbot in den Gemeinden der STA?

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  • Baptist schrieb:

    Und nochwas, WIR streiten und nicht Veith.
    Widerspruch. Ich kenne kaum jemanden, der so viel geharschte Kritik von sich gibt wie Walter Veith. Er kritisiert ja nicht nur Papst, Freimaurer und Jesuiten. Davon würde ich ja gar nicht reden.
    Am Dienstag hat Veith zum Beispiel erklärt, dass es in Deutschland Vorsteher gibt, die in Wahrheit Jesuiten sind. Die Hochschule in Friedensau (Veith: "eine europäische, germanische Hochschule") soll jesuitisch sein. Und zu vielen Ansichten in unseren Gemeinden müsse man rufen: "Spieß rein!"
    Entschuldigung, aber das ist Streit. Das ist Misstrauen. Das ist verbale Gewalt. Walter Veith zieht permanent Leute vom Leder. Schlimm, dass das nicht mehr gesehen sondern für normal gehalten wird.
  • Das ist nicht normal,
    aber hier wird das Urteil vor der Beweisaufnahme gesprochen und darauf reagier ich empfindlich.

    Wie gesagt, ich schau mir seine Vorträge einfach an und dann beurteile ich.
    Alles andere ist nicht fair, und ich denke wenn wir fair vorgehen wollen und nicht die gleichen Fehler von anderen wiederholen wollen dann müssen wir uns Zeit lassen mit dem richten.
    Der Narr spricht in seinem
    Herzen:
    "Es gibt keinen Gott!"
    Psalm 14: 1
  • Hallo Baptist,

    Beim Lesen deiner letzten Beiträge mußte ich, sorry, ein wenig schmunzeln---auf österr. "lächeln"

    Wo bleibt denn wieder einmal die ständig geforderte Forderung, die Sache zu besprechen und nicht ad personam zu werten?

    wo bleibt denn die (praktisch durchführbare ??) Trennung von Beitrag und User?

    Außerdem:
    nicht die gleichen Fehler von anderen wiederholen wollen dann müssen wir uns Zeit lassen mit dem richten.
    richten/verurteilen? ich dachte wir versuchen hier Sachverhalte zu "beurteilen" ? und zwar immer noch und immer wieder lediglich mit dem jeweils aktuellen "Stückwerk" unserer Infos.
    Soll mit dem Beurteilen gewartet werden, bis absolut alle Infos zu einem Thema vorliegen, ----wass dann ;)

    Dann müßte ich mit diesem Beitrag warten, bis wir uns---tja wo eigentlich letztlich sehen werden.
    Schlage vor wir sehen uns schonmal früher---vielleicht bei einem Kurzwochenende in Wien ;)

    liebe Grüße
    Yokurt
  • anderen ein Dorn im Auge sein ....

    Veith ist eben ein Mensch, der Fehler macht und sich irren kann, aber er meint es nicht böse und hat mit "Verschwörungstheorien" nichts im Sinn. Ich schätze ihn sehr, deswegen habe ich mein Pseudonym nach ihm benannt. Veith ist eben wie eine unliebsame Mücke des Nachts in einem Zimmer und spricht gegen den Mainstream des westlichen Europa und Amerika. Veith ist der "Andreas Popp" der proadventistischen Gläubigen (Hinweis: Andreas Popp ist ein Gesellschaftskritiker, der Unliebsames äussert und vielen ein Dorn im Auge ist (youtube.com/watch?v=HzSIVLJWs8Q) und polemisiert provokativ.
  • 10Veith2010 schrieb:


    das sagt mir mein gesunder Menschenverstand und meine Menschenkenntnis, zumal wir das dunkle Zeitalter der Inquisition und sozialen Ausgrenzung Andersdenkender überwunden haben sollten.


    :thumbsup: Ja 10Veith2010, aber leider gibt es anscheinend Menschen die gerne die Nadel im Heuhaufen suchen und andere verurteilen, wenn sie anders denken!
    Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
  • Hallo Veith2010,,

    Erstens ist "sozialen Ausgrenzung Andersdenkender" ein ganz anderes Thema.

    Zweitens bin ich mir nicht sicher, ob bei der Beurteilung von geistlichen biblischen Themen, (von W. Veith) die Schrift grundsätzlich "gesunden Menschenverstand/Menschenverständnis den Vorzug gegenüber der Gabe der Geistesunterscheidungen einräumt.

    Werd mich schlau machen ;)

    liebe Grüße
    Yokurt
  • Hallo liebe Daniela,
    -----gibt es anscheinend Menschen die--- andere verurteilen, wenn sie anders denken!
    +) Wenn Du damit mich meinst, sorry, erlaube mir bitte darauf hinzuweisen, daß Aussagen beurteilen nichts mit "Menschen verurteilen" zu tun hat. Diese Unterscheidung sollte langsam für alle User hier im Forum--auch für dich--Allgemeingut sein.

    liebe Grüße
    Yokurt
  • Daniela schrieb:

    10Veith2010 schrieb:

    das sagt mir mein gesunder Menschenverstand und meine Menschenkenntnis, zumal wir das dunkle Zeitalter der Inquisition und sozialen Ausgrenzung Andersdenkender überwunden haben sollten.
    :thumbsup: Ja 10Veith2010, aber leider gibt es anscheinend Menschen die gerne die Nadel im Heuhaufen suchen und andere verurteilen, wenn sie anders denken!
    Und was sollen die Menschen tun, denen ihr gesunder Menschenverstand und ihre Menschenkenntnis genau das Gegenteil sagen? Am eigenen Verstand und der eignen Menschenkenntnis zweifeln - zugunsten eurer Ansichten - bei der Fülle von konkreten Argumenten, die gegen Veith sprechen???
    .
    Liebe Grüße, Heimo
  • Yokurt schrieb:

    Hallo liebe Daniela,
    -----gibt es anscheinend Menschen die--- andere verurteilen, wenn sie anders denken!
    +) Wenn Du damit mich meinst, sorry, erlaube mir bitte darauf hinzuweisen, daß Aussagen beurteilen nichts mit "Menschen verurteilen" zu tun hat. Diese Unterscheidung sollte langsam für alle User hier im Forum--auch für dich--Allgemeingut sein.

    liebe Grüße
    Yokurt
    Sollte, Yokurt (Konjunktiv) Leider!
    Aber so ist das nun mal mit Jüngern - Jüngerschaft erfordert "Glauben" :( :( :(
    Liebe Grüße, Heimo
  • Hallo lieber Heimo,

    Sollte, Yokurt (Konjunktiv) Leider!
    Da Du mich bei deiner Antwort auf meine Feststellung so deutlich "apostrophierst" ist dein Signal für mich (leider) immer noch zweideutig. Ich suche mir daher jene Deutung für mich heraus, welche ich für mich (eindeutig) beanspruche ;) ich kann weder mit dem Orakel von Delphi noch mit deinem gut umgehen, weißt Du ? ;)

    liebe Grüße
    Yokurt
  • Aus meiner Sicht ist das Redeverbot gerechtfertigt, weil:

    1) Verschwörungstheorien ist ein spekulatives Thema. Es gibt keine Beweise für ihre Richtigkeit, deshalb sollen diese Themen von Christen offiziell nicht evangelisiert werden. Insbesondere, wenn es um Thema NS-Zeit geht.
    Wir distanzieren uns entschieden von derartigen Äußerungen und Verschwörungstheorien. Wir sehen darin nicht unseren Verkündigungsauftrag. Hier wird eine spekulative Weltsicht verbreitet, die in der Bibel keine Grundlage findet und vom eigentlichen Anliegen des Evangeliums ablenkt.

    2) Falscher Umgang mit anderen Relegionen.
    Zudem entspricht die Art und Weise des Vortrags nicht einem ethisch vertretbaren Umgang mit anderen Religionen.

    Jetzt zum Antisemitismus:

    Darin vertrat er die These, dass Freimaurer und Jesuiten die NS-Zeit genutzt hätten, um die Juden endlich nach Palästina zu bringen, damit die Christenheit von den eigentlichen biblischen Aussagen abgelenkt und in die Irre geleitet werde. Eingebettet in diesen verschwörungstheoretischen Ansatz verwendete der Redner Begriffe, wie die "Verherdung" der Juden im Sinne eines Zusammentreibens. Auch verharmloste er den Judenstern als "gelbes Tüchlein". Nach unserer Auffassung sind solche Bezeichnungen antisemitisch, diskriminierend und kommen einer strafrechtlichen Verharmlosung der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft sehr nahe.
    Es ist nicht klar, was dabei problematisch ist:

    (a) Seine Ansicht, dass hinter der NS-Zeit die Freimaurer und Jesuiten der NS-Zeit standen?
    (b) Dass er die Begriffe "Gelbes Tüchlein" und die "Verherdung der Juden" benutzte?
    (c) Oder beides?
    (d) Oder allgemein seine verschwörungstheoretische Sicht über dieses empfindliche Thema?

    - Meiner Meinung nach, wäre das Redeverbot wegen beider Begriffe (b) nicht notwendig, wenn W.Veith sich für seine Ausdrucksweise entschuldigt hätte.
    - Ich sehe die Problematik eher im Punkt (d). Weil keine konkreten Beweise für seine Ansicht vorliegen, so sollte man über dieses höchst empfindliche Thema auf diese Weise nicht predigen.
    - Ich habe aber Probleme mit Punkt (a). Es gibt keine Beweise, dass die Ansicht W.Veith's falsch ist (zumindest wurden sie nicht genannt). Ebenso halte ich es für falsch, Punkt (a) einem Antisemitismus gleich zu machen. Welcher Begrifflichkeiten bedient man sich dabei? Ich bin dafür, dass man auf historischer und politischer Ebene, mit entsprechenden Quellen, genau den Begriff "Antisemitismus" ausarbeitet, um damit solche Vorwürfe machen zu dürfen. Bemerkung: Wikipedia oder persönliche, unwissenschaftlich formulierte und ungeprüfte Statements sind keine objektiv gültige Quellen.
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
  • Hallo Jakob,

    Eine "Gesinnung" aus div. "Einzel"-Aussagen zu beurteilen, ist nicht immer leicht, aber eine "Zusammenschau" erleichtert so etwas und hilft auch Antworten zu finden.

    In Beitrag 104 hatte ich gebeten auf jenen Beitrag von EANN aus deiner Sicht zu den dort angeführten "Fakten" einzugehen und gefragt:

    Also, warum stimmen aus deiner Sicht gesehen, die Fakten nicht----und daher auch die negativen Ausagen zu Veith´s Vortrag nicht.
    es wäre Wert festzustellen, ob diese Fakten stimmen oder nicht---als ergänzende Hilfe um die "Gesinnung" von W. Veith zum aktuellen Beitrag besser zu unserem Thema zu beurteilen.

    Warum hat sich bisher Niemand :!: dieser "Fakten" Beurteilung angenommen :?: Du fragst ja (auch) immer nach (angeblichen) Fakten.

    liebe Grüße
    Yokurt
  • Sowohl Verherdung als auch das gelbe Tüchlein sind unglaubliche Entgleisungen, die nicht unwidersprochen hingenommen werden können. Ich halte Veith nicht für einen Nazi, aber das Vokabular ist nicht mehr akzeptabel. Die Stellungnahme des Adventverlags war fällig und absolut richtig. Ich weiss nicht was los ist, aber Prof. Veith scheint entschlossen zu sein, seinen Ruf endgültig zu ruinieren. Er sollte in sich gehen und sich zum einen entschuldigen und zum anderen Teil 2 des neuen Vortrags (der wars doch oder?) vollkommen neu schreiben oder ganz weglassen. Nachdem er sich von seinem Bibelstreit-Vortrag selbst distanziert hat sah ich ihn auf der richtigen Seite, aber dieser Vortrag über die Geschichte der Juden ist ein Schlag unter die Gürtellinie. Sowas darf man nicht unkommentiert lassen.
  • Hallo Yokurt,

    eine kurze Stellungnahme zu EANN-Artikel machte ich in DIESEM Beitrag. Ich habe es auch schon an Heimo etwas ausführlicher in privaten Nachrichten geschrieben, dass ich dort keine wissenschaftlich korrekte Argumentation mit Fakten sehe. Der Artikel ist in einer solchen Form geschrieben, dass der Autor einfach seine Meinung dazu schreibt. Allgemeine historische und politische Aussagen mit entsprechenden Quellenangaben werden dort nicht erwähnt. Deshalb empfand ich diesen Artikel "billig", um damit eine seriöse, gültige Aussage machen zu können. Und deshalb lohnt es sich gar nicht mehr, darauf einzugehen. Oder was müsste ich dazu noch sagen?

    Problematisch sehe ich, dass wir die Begriffe "Antisemitismus" und "Holocaustleugnung" unterschiedlich verstehen. Ich halte es für sehr notwendig, zuerst korrekte, allgemeingültige Definitionen zu formulieren, um auf dieser Basis beurteilen zu können, ob Veith antisemitische Aussagen macht. In DIESEM Beitrag schreibt BWgter:

    Ich präzisiere: Natürlich war der Holocaust ein geplantes System. Eben zur Vernichtung des jüdischen Volkes. Er war aber kein geplantes System, um heimlich den Juden einen Staat zu ermöglichen. Da ist die Grenze zur Holocaustleugnung überschritten. Das steht nicht nur in Wikipedia so, sondern ist nach auch Mehrheitsmeinung in der Totalitarismusforschung.
    Und wenn diese Aussage - die Mehrheit der Totalitarismus-Forscher hätten so und so entscheiden - noch mit entsprechenden Dokumenten belegt werden kann, dann sind wir schon einen großen Schritt weiter. Deshalb frage ich andauernd die Leute, auf welche Quellen man sich bei der Begriffssetzung stützt, wenn man Veith'sche Aussagen als antisemitisch wertet.

    Noch etwas zur Präzision. Mein Anliegen ist nicht, Veith's Meinung zu unterstützen. Von mir aus, darf er über verschwörerische Themen nicht im Namen einer Christengemeinde sprechen. Ebenso muss ich nicht unbedingt seine Ansicht teilen. Es ist mir jedoch ein gerechter Umgang mit ihm wichtig. Das heißt, wenn jemand was gegen ihn hat, soll er dies korrekt begründen können.


    Bemerkung: wenn du einen Beitrag referenzierst, bitte NICHT die Beitrag-Nummer angeben, sondern den Beitrag verlinken. Dies ist aus Konsistenz-Gründen notwendig. Denn es passiert oft, dass die Beiträge gelöscht und verschoben werden. Die Nummern verschieben sich damit. Die Verlinkung dagegen bleibt immer gleich.
    Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)