Waren die Tieropfer gar nicht Gottes Wille?

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    • ohne Blutvergießen keine Vergebung!

      Samuel schrieb:

      Micha
      „Womit soll ich den Herrn versöhnen, mich bücken vor dem hohen Gott? Soll ich mit Brandopfern und jährigen Kälbern ihn versöhnen? Wird wohl der Herr Gefallen haben an viel tausend Widdern, an unzähligen Strömen Öl? Oder soll ich meinen ersten Sohn für meine Überteuerung geben, meines Leibes Frucht für die Sünde meiner Seele? Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten (Anmerkung: das nicht identisch ist mit jedem Bibelwort!) und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“
      Micha 6,6-8
      Hier ist mir der fettmarkierte Teil - Micha 6,7b) - aufgefallen: Das erscheint wie eine prophetische Aussage auf den Opfertod von des Gottessohnes Jesus Christus hinzudeuten!
      Und war dieser blutige Tod Jesu wirklich notwendig für unsere Erlösung? (was von modernen Theologen immer mehr bestritten wird!)
      Hier kann ich nur Hebräer 9,22 zitieren : "... und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung." (Elber-felder)
    • Samuel schrieb:

      „Du sollst nicht töten!“ (Anmerkung: ohne Ausnahme und selbstverständlich auch keine Tiere)
      Das steht nicht in der Bibel - vor allem nicht Deine erweiternde und ergänzende Anmerkung. Und in 2. Mo 20 heißt es eigentlich "nicht morden".

      ratsach: to murder, slay
      Original Word: רָצַח
      Part of Speech: Verb
      Transliteration: ratsach
      Phonetic Spelling: (raw-tsakh')
      Short Definition: manslayer
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ich weiß schon…

      Im hebräischen Originaltext steht nur knapp „lo thirzach“. Das entsprechende hebräische Verb „rezach“ bezeichnet eine Handlung gegen einen Mitmenschen, die dessen Tod zur Folge hat. Wortwörtlich also: „Nicht töte!“ Allerdings wird „rezach“ im gesamten Alten Testament weder gebraucht für das Töten aus Notwehr oder im Krieg, noch für das Töten von Angehörigen fremder Völker im Zusammenhang des Banns, noch wird es verwendet, wenn Gott handelt oder Tiere getötet werden – egal ob Rinder oder Fliegen….

      „Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt; wer ein Schaf opfert, gleicht dem, der einem Hund das Genick bricht; wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem, der Schweineblut spendet; wer Weihrauch anzündet, gleicht dem, der Götzen verehrt: Wahrlich, wie sie Lust haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Gräueln, so will auch ich Lust daran haben, dass ich ihnen wehe tue, und ich will über sie kommen lassen, wovor ihnen graut. Denn ich rief und niemand antwortete, ich redete und sie hörten nicht und taten, was mir nicht gefiel, und hatten ihre Lust an dem, woran ich kein Wohlgefallen hatte“
      Jesaja 66, 3-4


      Ein Gott der das verlauten lässt, will nicht, dass Tiere getötet werden.

      Seelig sind die Friedfertigen. Seelig sind die Barmherzigen. Barmherzigkeit verlangt auch Barmherzigkeit gegenüber den Tieren, unseren fühlenden Mitgeschöpfen...

      Gesegnete Grüße
    • Samuel schrieb:

      Wahrlich, wie sie Lust haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Gräueln, so will auch ich Lust daran haben, dass ich ihnen wehe tue, und ich will über sie kommen lassen, wovor ihnen graut.
      Könnte es nicht bedeuten,das die menschlichen Schandtaten/Sünden hier beschrieben wurden mit den Tieropfern.

      Deshalb sollten sie ja opfern,damit ihre Sünden bewusst wurden. Das aber letztendlich ein Mensch,Jesus durch seinen Tod,ein sündloses Opfer,
      nur den ewigen Tod beseitigen konnte.
    • freudenboten schrieb:

      Wenn Gott nicht unschuldige Tiere für Adam und Eva geopfert hätte (Genesis 3:21.) wären wir heute nicht hier.
      Genesis 3:21 ist für mich kein Augenzeugenbericht... und wenn... warum wären wir dann heute nicht hier???

      Bogi111 schrieb:

      Samuel schrieb:

      Wahrlich, wie sie Lust haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Gräueln, so will auch ich Lust daran haben, dass ich ihnen wehe tue, und ich will über sie kommen lassen, wovor ihnen graut.
      Könnte es nicht bedeuten,das die menschlichen Schandtaten/Sünden hier beschrieben wurden mit den Tieropfern.
      Deshalb sollten sie ja opfern,damit ihre Sünden bewusst wurden. Das aber letztendlich ein Mensch,Jesus durch seinen Tod,ein sündloses Opfer,
      nur den ewigen Tod beseitigen konnte.

      Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mannerschlägt; wer ein Schaf opfert, gleicht dem, der einem Hund das Genick bricht;wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem, der Schweineblut spendet; wer Weihrauchanzündet, gleicht dem, der Götzen verehrt…
      Jesaja 66, 3-4


      Wenn man den Teil von Jesaja 66, 3-4 einfach ausblendet, dannkönnte es schon sein…
    • Samuel schrieb:

      Wenn man den Teil von Jesaja 66, 3-4 einfach ausblendet, dannkönnte es schon sein…
      Das wäre ähnlich, wenn Du alle Gleichnisse Jesu auch weglässt....

      Dabei geht es in diesem Kapitel um falschen Gottedienst! Nicht um die Form sondern ihre Einstellung.
      Zitat mitte V4
      Denn ich rief und niemand antwortete, ich redete und sie hörten nicht und taten, was mir nicht gefiel, und hatten ihre Lust an dem, woran ich kein Wohlgefallen hatte.
      Das hatte Gott im Sinn!
      2 Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der HERR. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.

      Um diese Menschen sollen wir uns sorgen!
    • Die Befehle zur Ausrottung anderer Völker und die Kriege sind nicht wesentlich für das AT!

      HeimoW schrieb:

      Wenn man wesentliche Teile des AT (Gottes Befehle zum Krieg, zur Ausrottung ganzer Völker, zum Opferdienst, sein Handeln am Berg Karmel etc.) ausblendet, dann könnte deine Position korrekt sein - aber nur dann.
      Ich würde die Befehle zum Krieg und zur Ausrottung ganzer Völker nicht als wesentlichen Teil des AT ansehen! Sie waren in einer geschichtlichen Situation nach dem Tode des Moses 1405 v.Chr. notwendig, weil die 7 kanaanitischen Völker durch-und-durch verkommen waren und auch vor Kinderopfern für ihren gräulichen Götzen Moloch nicht zurückschreckten! Diese Völker waren vollkommen satanisch eingestellt! Deshalb hat JAHWEH sie von seinem Volk Israel auch vernichten lassen! Aber die Israeliten haben den "Totalausrottungsbefehl" Gottes nicht vollkommen ausgeführt, sodass sich dann auch der Baals- und Astarte - Götzenkult in Israel "einnisten" konnte.
      Und dennoch sind diese "Ausrottungs-Befehle" aus christlicher Sicht nicht unumstritten und höchst problematisch! (---> siehe dazu auch meinen Beitrag im Blog zu
      Warum es im Alten Testament so viele grausame Stellen gibt vom 20. Februar 2018!)

      Und "Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein!" - das wird auch deutlich an der Kritik Jahwes an den vielen Kriegen seines Königs David (---> siehe 1Chr 22,8!)

      Für mich sind wesentlichste Teile des AT die Urgeschichte und Stammesväter-Geschichten (1.Buch Moses), der Auszug Israels aus Ägypten und die 10 Gebote (2.Buch Moses), die Psalmen, die großen 3 Propheten und das prophetische Buch Daniel! Diese Stellen im AT, die auch von einem gnädigen und barmherzigen Gott sprechen, wie er sich dann auch im NT offenbart, sind für mich persönlich die wichtigsten und wesentlichsten Teile des AT!

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Und dennoch sind diese "Ausrottungs-Befehle" aus christlicher Sicht nicht unumstritten und höchst problematisch!

      Wenn du meinst entscheiden zu können was Gott richtigerweise tun darf…

      Ich sehe das anders. Gott ist Richter und wenn Er richtet (auch wenn Er verurteilt), dann ist das Recht (und nicht problematisch).

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ich würde die Befehle zum Krieg und zur Ausrottung ganzer Völker nicht als wesentlichen Teil des AT ansehen!
      Abgesehen von obigem, sind diese Befehle nur ein Teil dessen, was ich als "wesentlichen Teil des AT" qualifiziert habe.
      Liebe Grüße, Heimo
    • freudenboten schrieb:

      Gott sprach zu Abram: "Ich will ... segnen, die dich segnen... verfluchen, die dich verfluchen.
      Vielleicht könnte Abraham das heute noch Wort für Wort bestätigen...
      AUGE UM AUGE, ZAHN UM ZAHN... Was hat noch Jesus dazu gesagt??
      Wer die Widersprüche sieht, dem empfehle ich das Wesen Gottes vor dem Hintergrund zu erforschen, dass Gott sich nicht ändert und daher nur eine Wahrheit haben kann und ich sehe Gott als wahrhaft liebenden und barmherzigen Vater all seiner Geschöpfe... und egal wer das anders sehen will, für mich sind Menschen, die Tiere töten, oder deren Tötung verursachen, nicht gerade sehr barmherzig...