1844 - ein prophetisches Datum

    • Bogi111 schrieb:

      Es war nicht alles schlecht was der Reformator machte oder sagte....
      Keineswegs, das stimmt. Es war aber auch nicht alles gut.
      Und die Verehrung, die (gerade in diesem Jahr) stattfindet, ist falsch.

      Er hat etwas wichtiges aufgebrochen, was nötig war. Deshalb glaube ich, dass Gott ihn benutzt hat.
      Aber kaum, dass er Macht und Einfluss hatte, ist er derart abgeirrt vom Pfad, dass er seine eigene Erkenntnis Lügen strafen würde, wenn es nicht um die Erkenntnis ginge, sondern um die Person.

      Es wird aber in einer Tour nur die Person verehrt, anstatt die Erkenntnis zu Herzen zu nehmen, und das ist schade.
    • Christi Dienst im Himmlischen Heiligtum

      Es gibt ein Heiligtum im Himmel, die wahre Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch. Dort dient Christus für uns und macht den Gläubigen das Angebot seines versöhnenden Opfers, das ein für alle Mal am Kreuz vollbracht wurde, zugänglich.
      Mit seiner Himmelfahrt wurde er als unser großer Hoherpriester eingesetzt und nahm seinen Mittlerdienst auf. Am Ende der prophetischen Zeit der 2300 Tage, im Jahr 1844, begann die zweite und letzte Phase seines Versöhnungsdienstes. Sie leitet das Gericht vor dem zweiten Kommen Christi ein und gehört zur endgültigen Beseitigung der Sünde, wie sie durch die Reinigung des alttestamentlichen Heiligtums am Versöhnungstag vorgebildet war. (Glaubenspunkt 24 der STA)

      Mein Kommentar: Ja, es gibt ein Heiligtum im Himmel - dies ist biblisch klar bezeugt u.a. im Hebräerbrief! Und auch stimmt es, dass Christus sein versöhnendes Opfer ein für alle Mal am Kreuz vollbracht hat! Und auch richtig, dass Jesus seit der Himmelfahrt unser Hoherpriester und Vermittler zu Gott geworden ist! Aber, nein zu der biblisch nicht belegbaren(!) STA-Behauptung, dass 1844 - warum nicht 1914(ZJ) - oder sonstwann? eine "letzte Phase" eines Versöhnungsdienstes begonnen habe. Biblisch muss klar gesagt werden, dass die Versöhnung durch Christi Blut ein-für-alle-Mal erfolgt ist am 3.4.33 n.Chr. (=vermutl. Todestag Jesu) - es braucht also keinen weiteren Versöhnungsdienst Christi mehr (---> siehe
      • Hebräer 7,27 - "denn das hat er(=Christus) ein für alle Mal getan, als er sich selbst
        opferte."

      • Hebräer 9,11f. - "Christus aber ist...durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das
        Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt."

      • Hebräer 10,10 - "Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer
        des Leibes Jesu Christi." ===> Damit ist doch klar, dass hier für Gläubige nichts mehr untersucht werden muss!!!

      • Hebräer 10,12+14 - "Dieser(=Christus) aber hat ein einziges Opfer für die Sünden
        dargebracht, das ewiglich gilt" "Denn mit einem einzigen Opfer hat er

        für immer die v o l l e n d e t (!!!), die geheiligt werden.")

      Alle diese Verse widersprechen doch eindeutig einem wie-auch-immer gearteten >>Zweiten Versöhnungsdienstes Christi seit 1844<< !!! Und auch dass im himmlischen Heiligtum noch irgendetwas getan werden müsse zur "endgültigen Beseitigung der Sünde" ist biblisch klipp und klar abzulehnen und schmälert das Versöhnungswerk Jesu Christi auf Golgatha! Hier am Kreuz hat Jesus alles getan, um meine Sünden - wenn ich an ihn als Heiland und Messias glaube + wenn ich an die versöhnende Macht des Blutes Christi glaube, das "für meine Sünden vergossen wurde" (Römer 5,6+8 u.a.) - ein-für-alle-Mal aus der Welt zu schaffen! Da ist es nicht mehr nötig, wie im AT, die Sünde zuerst auf den Sündenbock und den Bock Asasel zu legen(3.Mose 16) - denn der ATliche Priesterdienst des Verrsöhnungstages ist mit Jesu Versöhnungsopfer auf Golgatha - dem eigentlichen echten und einzigstem VERSÖHNUNGSTAG! - ein-für-alle-Mal abgetan!!!

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    • Seele1986 schrieb:

      Norbert,

      hast du dich mal gefragt, wie man so viel Wut und Engagement in die Widerlegung der Lehre anderer legen kann?
      Komm mal zur Besinnung.
      DA kenne ich viele ! Laien, welche ernsthaft den Text in vielen Übersetzeungen studieren und sich sehr gewissenhaft und zeitaufwendig mit dieser Miller - Sonderlehre - dann adaptiert auf Himmlisches Heiligtum, Jesus tritt in das Allerheiligste, Untersuchungsgericht - - beschäftigen.(Unter Beiziehung von 1. Petrus 4, 15. : natürlich, wir jetzt im JAhr 1944 und danach lesen das : und beziehen es prompt auf uns jetzt -klar ??! - Gerichtszeit, "Der Richter schon sitzt, die Bücher sind offen - sag, Bruder, wirst du bestehen ? Gemeindelied im Uraten Liederbuch.)

      Mich interessiert das - sehr wenig. Hebräisch kann ich nicht Du musst es so gut kennen, dass weuit mehr als ein aus den Wörtrebüchern zusammangejkleistertes Gestotter heruskommt, Du musst hebräisch denken können !


      Mir fällt nur auf : "Greuel der Verwüstung" - dies bedingt nicht Reinigung vo den dortig gespeicherten Sünden, sondern Neuweihe - so wie die einer katholischen Kirche nach dort geschehenem Blutverbrechen oder eindeutig sie entweihenden Akten. Und wieso beginnt das in AT - Zeiten ( "wie lange ?" ( = "Der Papst war es ! Das Messopfer ist es ! Das Bussakrament ist es !") Was so in Seminaren den Geschwistern erzählt wird !"


      Seele, Du musst Alte erlebt haben - zufrieden mit dem Leben der Vergangenheit und dem Tod entgegengehend, ohne Bitternis - -aber mit ANGST : wi ist das mit mir im Utersuchungsgericht ? Was kommt da noch über mich ? Oder bin ich schon gerichtet da oben ?


      Und dn kommtdie LGT = LAst Generation Theology. Da legt Christus seine hohepriesterlichen Kleider ab, und verlässt das Alerheiligste. Bist Du dann nicht völlig sündlos - aus eigenem ! - so hast Du keinen Fürsprecher mehr vor Gott. We must become perfect Christians - in time ! Alos, strent Euch an !!.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • philoalexandrinus schrieb:

      Seele, Du musst Alte erlebt haben - zufrieden mit dem Leben der Vergangenheit und dem Tod entgegengehend, ohne Bitternis - -aber mit ANGST : wi ist das mit mir im Utersuchungsgericht ? Was kommt da noch über mich ? Oder bin ich schon gerichtet da oben ?
      Das ist doch ein totaler Widerspruch. Oberflächlich zufrieden zu sein und doch Angst zu haben???
      Und wir haben
      die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe,
      und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
      17 Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, daß wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
      18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.

      Ob eine Altersdepression zu diesen Gefühlen führt?
      Ein Untersuchungsgericht wäre ja ein Gericht, das den Glauben bestätigt und den Menschen aus einem "Gericht" herausnimmt....
      Ich weiß nicht, aber die alte Generation ist vielleicht halt doch auch sehr katholisch adventistisch geblieben?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Und auch dass im himmlischen Heiligtum noch irgendetwas getan werden müsse zur "endgültigen Beseitigung der Sünde" ist biblisch klipp und klar abzulehnen und schmälert das Versöhnungswerk Jesu Christi auf Golgatha!
      Norbert kann sein, das Du Jesu Erlösung am Kreuz mit dem Versöhnungsdienst Jesu als Hoher Priester verwechselt.

      Für Jesus gibt es viele Gemeinden, Beispiel die Zustadsbeschreibung der 7 Gemeinden, aber nur ein Gottes-Volk!

      Das seit dieser Zeit unter den Religionen ein Näherkommen,eine Reformierung stattfindet, kannst Du nicht abstreiten.

      Das eine Abkehr von Gott stattfindet, wird wohl niemanden entgangen sein, deshalb mein Einsatz in der ACK.

      Jeder der sich persönlich nicht zu Christus bekennt, ist ein Antichrist!

      Es wäre gegen Gottes Willen, andere Kirchen als Antichristliche Organisationen zu verurteilen!

      Das ist Sache Gottes,unsere Aufgabe ist unseren Glauben vor den Menschen zu bekennen!
    • Kein besonderes Werk der Reinigung notwendig! = nicht biblisch!

      Zur weiteren Erklärung des 24. Glaubensartikels der STA wird u.a. formuliert:

      "Die adventistische Sicht vom Heiligtum und vom Gericht ist gleichermaßen von den Erlebnissen der Gründerzeit wie von den Ergebnissen des Bibelstudiums vor und nach 1844 geprägt."

      Mein Kommentar(MK): Damit wird eine Lehre der STA auf einem zeitbedingten Irrtum der Milleriten aufgebaut, um unbedingt das biblisch falsch berechnete Datum des Jahres 1844 n.Chr. aufrecht erhalten zu können! ==> Ein Ding der Unmöglichkeit!

      "Gleichzeitig wird eine Kirche, die die Bibel als Maßstab ihres Glaubens betrachtet, dabei nicht stehenbleiben."

      MK: Da man nicht bereit ist das Datum 1844 fallen zu lassen, das biblisch-spekulativ errechnet wurde, ist die Kirche der STA -entgegen ihrer Aussage - eben doch stehen geblieben!

      "Die neutestamentliche Sicht vom Dienst Jesu im himmlischen Heiligtum wird nirgendwo ausführlicher entfaltet als im Hebräerbrief."

      MK: Stimme zu, wie bereits hier unter NR. 27 erwähnt! (---> siehe dort!)

      "...so ist Jesus nach seiner Auferstehung „durch sein eigenes Blut ein für allemal in das [himmlische] Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben (Hebräer 9,12)."

      MK: Hier sagen die STA es ja selbst: Jesus hat bereits am Kreuz von Golgatha(!!!) eine ewige Erlösung erworben! ===> Zuwas also nun im Allerheiligsten nun auch noch ein zusätztlicher Dienst, der - die für unseren Verstand nie ganz fassbare - unvorstellbare und einmalige Heilstat Christi kleiner macht, als sie in Wirklichkeit biblisch ist!

      "Dort wirkt er nun als unser Mittler (1 Timotheus 2,5) und Fürsprecher beim Vater (1 Johannes 2,1). „Wir haben einen [großen] Hohenpriester, der auf dem Thron zur Rechten des allmächtigen Gottes sitzt.“ (Hebräer 8,1 Hfa; vgl. 2,17; 4,14) Deshalb können wir „frei und ungehindert in das Heiligtum eintreten und zu Gott selbst kommen“ (Hebräer 10,19 Hfa)."

      MK: Volle Zustimmung - da eindeutig biblisch!

      "Aufgrund von Daniel 7 und 8 lehren Adventisten, dass Christus gegen Ende seines himmlischen Versöhnungsdienstes ein besonderes Werk der Reinigung und des Gerichts vollzieht, das seiner Wiederkunft vorausgeht."

      MK: Dieses sogenannte besondere Werk der Reinigung ist nicht biblisch, was ich unter NR.27 bereits geschrieben habe! (---> siehe dort !) Und was das Gericht betrifft, so muss unterschieden werden zwischen dem "Preisgericht vor dem Richterstuhl Christi"(2.Korinther 5,10), der sofort nach unserem Tode stattfinden wird(Hebräer 9,27) und dem Gericht nach der Wiederkunft Jesu, das Jesus selbst in Matthäus 25,31ff. (VOM WELTGERICHT) angekündigt hat!

      "...so wird Christus eines Tages seine priesterliche Fürsprache beenden und zur Erde zurückkommen, „um alle, die auf ihn warten, in sein Reich aufzunehmen“ (Hebräer 9,28 Hfa)."

      MK: stimme zu! "Maranatha!" (1.Korinther 16,22) Auf die Wiederkunft Jesu (Matthäus 24,30/ Offen-barung 1,7) warten wir alle mit großem Verlangen und "mit bebendem Herzen"! >>Ja, ... komm, Herr Jesus! Herr Jesus, komme bald!<< (Offenbarung 22,20)

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    • Norbert Chmelar schrieb:

      Da man nicht bereit ist das Datum 1844 fallen zu lassen, das biblisch-spekulativ errechnet wurde, ist die Kirche der STA -entgegen ihrer Aussage - eben doch stehen geblieben!
      Offensichtlich hat es aber eine Bewegung gegeben aus der mehrere Kirchen entstanden sind! Offensichtlich gab es für Gott bedarf

      sich schwacher Menschen zu bedienen, um sein Erlösungswerk weiterzuführen. Die Kindertaufe hat ja offensichtlich Gott nicht genügt...

      Was die Berechnung der 2300T.angeht so wird es Theologisch gut begründet. Was Deine Zahlenspiele angeht,errinnert schon bisschen an Roulette.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Dieses sogenannte besondere Werk der Reinigung ist nicht biblisch, was ich unter NR.27 bereits geschrieben habe! (---> siehe dort !) Und was das Gericht betrifft, so muss unterschieden werden zwischen dem "Preisgericht vor dem Richterstuhl Christi"
      Da geht es nicht um Sündenreinigung,sondern um Herstellung der Anbetung Gottes. Eine Theortische und Thelogische Lehre ist das eine,
      das auch umzusetzen und zu Leben das andere. Wir nennen es auch Gnadenzeit, die Menschen aufrütteln wie Noah vor der Sintflut!

      Offenbarung 3

      13 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
      14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
      15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du kalt oder warm wärest!
      16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
      17 Du sprichst: Ich bin reich und habe mehr als genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.
      18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.
      19 Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!
      20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.


      Die Ev Kirche wartet darauf, wann die Katholiken mit ihnen gemeinsam das Abendmahl feiern werden....

    • Pfingstrosen schrieb:

      Schön;-) , dass ihr euch mal wieder über den Dritten unterhalten könnt. Von welchen eigenen Problemen lenkt ihr denn ab?
      Ich habe ja schon viele Probleme, aber das hat sicherlich nichts mit meinem Posting zu tun. Ich finde es einfach äusserst Mühsam, wenn Seitenweise Dinge gepostet werden, die mich alleine durch ihre Länge langweilen. Ich habe einfach gedacht, vielleicht bringt es etwas, wenn auch einmal ein Nichtadventist, der mit dem 1844 nichts anfangen kann, etwas zu diesem uferlosen Geschreibe sagt. Eben um zu zeigen, dass dies nicht nur Adventisten erlahmend finden sondern auch Nichtadventisten.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Hallo DonDomi,

      DonDomi schrieb:

      Ich habe einfach gedacht, vielleicht bringt es etwas, wenn auch einmal ein Nichtadventist, ---------- etwas zu diesem uferlosen Geschreibe sagt. Eben um zu zeigen, dass dies nicht nur Adventisten erlahmend finden sondern auch Nichtadventisten.
      Erlahmend schon deswegen, weil wohl wirklich Niemand hier im Forum, Gespräche in dieser Informationsfülle, in dieser zeitlichen Dichte
      verarbeiten einordnen---und dann auch noch in fruchtbringende Gesprächen umsetzen kann.

      Es ist auch deswegen nicht nur erlahmend sondern schadet den ausufernden Themen enorm----die Inhalte werden dadurch nur "zerredet".
      ohne eigentliche weitere gesicherte Erkenntnismöglichkeit.
      Das ist der eigentliche Schaden den ich dabei sehe.

      @Pfingstrose:
      die Art und Weise meiner Kritik ist nun bekannt, wie wär`s wenn Du nun auch mal auf die inhaltliche Aussage meines Posting eingehen würdest ?
      Hältst Du meine (und auch die einiger anderen Schreiber hier) inhaltliche Kritik berechtigt oder nicht?----und warum!!
      l.g.
      y.
    • DANIEL 8 IST SEHR SCHWER AUSZULEGEN!

      Lieber Bogi, ich danke für die ganz gut aufgebaute Darstellung und den möglichen Zusammenhang von Daniel, Kapitel 8 und Daniel, Kapitel 9 auf der von Dir angegebenen Internetseite:
      NJ25-Zusammenfassung.pdf
      (Frage: Könntest Du mir die genaue Quelle dieses Artikels bitte mitteilen? Danke!)

      Zu Daniel 9 volle Zustimmung! Was die Auslegung zu Daniel 8 betrifft, so kann man dies so auslegen - das gebe ich unumwunden zu! Man kann es so auslegen - aber eben auch anders - z.B. in Bezug auf Antiochus IV. Epiphanes (siehe z.B. Dr. Roger Liebi: Weltgeschichte im Visier des Propheten Daniel, Verlag CLV, 8. Auflage 2009, 128 Seiten - Taschenbuch)und ob die >>2300 Abend - Morgen<<(Dan.8,14) 2.300 Tage(=Jahre) oder 1.150 Tage sind, wie es z.B. auch jüdische Ausleger wie Saadia und Ibn Ali (laut Gerhard Maier(ehemal. Evang. Landesbischof von Württemberg) in seinem Buch: "Der Prophet Daniel", Wuppertal, 1982 auf Seite 309)gesehen haben!

      NJ 25Seite 7
      Eine möglichst wörtliche Übersetzung von Daniel 8,9-14
      (nach Prof. Dr. Gerhard Hasel und Prof. Dr. Udo Worschech)
      Vers 9:
      Und aus einem von ihnen (den vier Winden, nicht den Hörnern, die in Vers 8 erwähnt werden)
      kam ein Horn aus Kleinheit hervor und es wurde äußerst groß gegen Süden, nach Osten und nach der Zierde.
      (Die griechische Übersetzung des AT hat statt Zierde: Norden)...

      Mein Kommentar: Fettgedruckter Satz ist eine auslegende Behauptung! Aber vom Satzbau und von der Grammatik her, könnte genausogut argumentiert werden, dass mit "aus einem von ihnen"(Daniel 8,9) in der Tat "einer, der aus den 4 Hörnern hervorwuchs", gemeint ist, der somit das kleine Horn ist!

      Bibelstelle

      "Und der Ziegenbock wurde sehr groß. Und als er am stärksten geworden war, zerbrach das große Horn, und es wuchsen an seiner Stelle vier ansehnliche Hörner nach den vier Winden des Himmels hin. Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn; das wurde sehr groß nach Süden, nach Osten und nach dem herrlichen Land hin." (Daniel 8,8-9) - Lutherbibel- Jubiläumsausgabe 2017

      Das kleine Horn kann somit auf drei verschiedene Weisen ausgelegt werden, als :
      1. Lysimachos, Nachfolger Alexanders des Großen mit Gewinnen im Süden und Osten(Dan.8,9) 281 v.Chr.
      2. Antiochus Epiphanes,der Herrscher des Seleukidenreiches der Tempel entweihte(Dan.8,11f)165 v.Chr.
      3. Rom
        a) das heidnische Rom [Ost=Kleinasien 133-60 v.Chr./ Nord=Gallien 50 v.Chr./ Süd=Ägypten 30 v.Chr. erobert _______________________ ( Dan.8,9) / warf Wahrheit(=Jesus) zu Boden 33 n.Chr. (Dan.8,12b)]
        b) das päpstliche Rom [Himmelsheer zertreten (Dan.8,10)/frevelhafte kath. Messopfer (Dan.8,12f.)]

      Fazit: Jeder Ausleger von Daniel, Kapitel 8 muss zugeben müssen, dass dieses Kapitel eines der am schwersten zu verstehenden und am schwersten auszulegenden Kapitel der ganzen Bibel ist!

      Als mögliche Auslegung ---> siehe auch meinen Beitrag unter
      Das Ende der Welt - Wie wird es ausgelöst?
      vom - 13. Juni 2016 - NR.14

      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Bogi111 schrieb:

      14 Und er antwortete mir:

      Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder sein Recht erhalten.
      Mit "Heiligtum" kann im AT nur der Tempel gemeint werden! Schon dies ist im Grunde genommen ein Grund, weshalb es sich bei Dan.8,8-14 in Sachen "ein kleines Horn" um einen Diadochen, der aus dem Griechischen Weltreich Alexanders des Großen hervorging, handeln muß; und dass Antiochus IV. Epiphanes *(175 - 163 v.Chr.) in der Tat "die Wohnung seines Heiligtums(also des Tempels!) verwüstete" (Daniel 8,11) und durch die Opferung eines Schweines auf dem entweihten Altar Jahwes, den Antiochus zum Zeus-Altar umwandelte, "ein frevelhaftes Opfer...eingesetzt" hatte (Daniel 8,12), beweist uns die Geschichte und kann in der Luther-Jubiläumsbibel 2017 in 1. Makkabäer 1,37.44-47.54.59 und in 2. Makkabäer 6,2 nachgelesen werden!

      HeimoW schrieb:

      Wer sich dafür interessiert, der kann Dein pdf runterladen....
      Nachdem meine 5 Teile von HeimoW leider gelöscht wurden hier für Interessierte bitte nachlesen:
      bitflow.dyndns.org/german/Anth…Der_Siebente_Tag_1995.pdf (S. 88 - 105)
      -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

      * Antiochus Epiphanes hat auf dem zum Zeusaltar umgewandelten und damit "entweihten" Altar Jahwehs im Tempel auch noch von sich selbst eine Statue aufstellen lassen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Das kleine Horn kann somit auf drei verschiedene Weisen ausgelegt werden, als :

      Lysimachos, Nachfolger Alexanders des Großen mit Gewinnen im Süden und Osten(Dan.8,9) 281 v.Chr.
      Die direkten Nachfolger (Alexanders) werden ja schon in Vers 8 beschrieben. Einer von ihnen kann in Vers 9 also auf keinen Fall gemeint sein. Wenn dann wäre es auch Seleukos und nicht Lysimachos, da das Territorium der Seleukiden die mit Abstand größte Ausdehnung hatte und auch das Land Israel mit einschloss.

      Siehe Bild : Diadochen – Wikipedia



      Norbert Chmelar schrieb:

      Rom
      a) das heidnische Rom [Ost=Kleinasien 133-60 v.Chr./ Nord=Gallien 50 v.Chr./ Süd=Ägypten 30 v.Chr. erobert _______________________ ( Dan.8,9) / warf Wahrheit(=Jesus) zu Boden 33 n.Chr. (Dan.8,12b)]
      b) das päpstliche Rom [Himmelsheer zertreten (Dan.8,10)/frevelhafte kath. Messopfer (Dan.8,12f.)]
      Rom kam aber nicht aus den Diadochen hervor. Wenn also der Ziegenbock mit Jawan identifiziert wird (Daniel 8,21) kann dies nur auf die Makedonen zutreffen. Rom hat seinen Ursprung möglicherweise auch in Jawan (Ionier - Ionier – Wikipedia), aber das römische Reich führte keinen Krieg gegen die Meder und Perser. Und auch in späterer Zeit konnte Rom sich nicht so weit nach Osten ausdehnen, wie einst die Seleukiden. Nach Antiochos IV war Judäa unter der Dynastie der Hasmonäer wieder autonom und auch die Parther dehnten sich im Osten immer mehr aus, so dass das Seleukidenreich immer bedeutungsloser wurde.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Azatoth schrieb:

      Rom kam aber nicht aus den Diadochen hervor. Wenn also der Ziegenbock mit Jawan identifiziert wird (Daniel 8,21) kann dies nur auf die Makedonen zutreffen. Rom hat seinen Ursprung möglicherweise auch in Jawan
      Ich sagte ja, Daniel 8 ist sehr schwer auszulegen - sehr vielschichtig!
    • Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen,
      und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker,
      und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.
      (Lk 21,23.24)

      Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden,
      die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens?
      Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.
      Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war,
      dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort;
      dennoch wurde damals die Welt dadurch in der Sintflut vernichtet ...

      ... Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben,
      dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.
      Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten;
      sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde,
      sondern dass jedermann zur Buße finde.
      (2. Petr 3,3-9)
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ich sagte ja, Daniel 8 ist sehr schwer auszulegen - sehr vielschichtig!
      Daniel 8 gehört sogar zu den leichtesten Aufgaben. In Bezug auf die geschichtlichen Zeugnisse ist daran überhaupt nichts schwer. In Frage stellen kann man natürlich alles.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Von Daniel 8,1-8.15-27b) ist alles sehr klar und eindeutig, da die Bibel ja selbst erklärt, dass der Widder= Medio-Persien(Dan.8,20) und der Ziegenbock = Griechenland(Dan.8,21)ist.

      Die schwer verständlichen Verse und wegen deren es so verschiedene Auslegungen gibt, sind die Verse dazwischen: die Verse in Daniel 8,9-14, - denn sonst wäre es ja nicht zu dem Irrtum von William Miller in den Jahren 1818 - 1843/1844 gekommen!

      Und nicht mal Daniel selbst hat die Vision verstanden [---> siehe Daniel 8,15+27c)] !
    • Das Problem war doch nicht, dass man die Rechtfertigung des Heiligtums missverstanden hat, sondern dass man überhaupt ausgerechnet hat,
      denn Jesus sagte, die Stunde weiß der Vater allein.

      Das kleine Horn in Daniel 8 ist das römische Reich bzw. der Kaiser.
      Man muss auf der Erde bleiben: Er wuchs bis an das Heer des Himmels und warf einige von dem Heer und von den Sternen zur Erde und zertrat sie.
      - Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich, heißt es bei Daniel 12,3.

      Was ist die Rechtfertigung des Heiligtums denn? Was war das Heiligtum?
      Gott wollte im Heiligtum bei den Menschen wohnen. - Das wird er tun, wenn er wiederkommt; mit seinem himmlischen Jerusalem.
      - aber er wird zerbrochen werden ohne Zutun von Menschenhand. Dies Gesicht von den Abenden und Morgen, das dir hiermit kundgetan ist, das ist wahr;
      aber du sollst das Gesicht geheim halten; denn es ist noch eine lange Zeit bis dahin. (Dan 8,25.26)
      ... und niemand konnte es mir auslegen. (8,27)

      Und du, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle dies Buch bis auf die letzte Zeit. Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden. (Dan 12,4)

      Was nun aber mit den 2300 Abenden und Morgen?
      Die tun, wie man sieht, genau das, was sie tun sollen: sie irritieren die Leute und lassen sie rechnen (oder das Ausgerechnete dann verlagern und verlagern).

      Gott verzögert nicht die Verheißung, sondern er hat Geduld wegen uns, sagt Petrus.
      Man braucht die 2300 nicht ausrechnen; man muss schauen, zu wem sie führen:
      Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll; (Off 1,1)

      Die Bibel endet historisch gesehen mit dem römischen Reich! Alle Sinnbilder für Machtstreben, Überhebung, Lästerung, politischer Intrigen und Heuchelei sind hier gegeben und lassen sich Jahr um Jahr übersetzen auf unsere Tage.
      Dann kommt der Herr wieder. Wir wissen nicht wann und sollen es nicht errechnen, sondern sollen mit ihm rechnen!

      Daniel 8 und 9 zu verkitten, ist falsch, denn worum es in Daniel 9 geht, steht ja geschrieben.
      Das Argument der Adventisten ist, der Engel Gabriel lege Daniel die Vision aus Kapitel 8 aus; das ist falsch. Er legt ihm das aus, was Daniel liest: Gottes Gesicht an Jeremia, die siebzig Jahre;
      auf den Gesalbten hin.

      Man kann die 2300 Abende und Morgen ruhen lassen. Forschen ist gut, aber man sollte sich auch mal demütig fragen, warum ein Stück nicht ausgelegt werden kann bzw. so viel Verwirrung anstellt.
      Die Errechnung auf 1844 ist falsch. Der Irrtum soll euch aber von Herzen als Grundlage und Beginn der adventistischen Bewegung gegönnt sein.

      Du aber, Daniel, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage! (Dan 12,13)

      Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. - Amen, ja, komm, Herr Jesus!
      Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen! (Off 22,20.21)