Der Zehnte (vor allem bei sozialer Hilfe oder kleinem Einkommen)

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    • Azatoth schrieb:

      Investition in Literatur hilft auch mit, den Leib Christi aufzubauen. Gerade wenn man erwerbslos ist, sollte man seine Zeit doch für die Bildung nutzen. Staat und Wirtschaft sehen in Bildung nur Erwerb von Kenntnissen zum Nutzen wirtschaftlicher Produktivität, sprich Geldvermehrung. So sollten Christen nicht denken.
      Da stimme ich Dir voll und mit Nachdruck zu. Nur gestatte mir einen unumgänglichen Aspekt : In die Bibliothek gehen kostet Geld, die Öffis dorthin kosten Geld, ohne PC bist Du heutzutage schlechtweg out - -

      Die Antiquariate - über die man im Internet auch Adventistica zu Scherzpreisen bekommt - ja, kosten Geld. (Ich habeheute einen wunderschönen Band von Wilcox :" The Testimony of Jesus" über Amazon bekommen; das war billige rals x STA - Bibliotheken bezüglich einer einzigen Seite anzuschreiben. und den Bauer (klassisches Lexikon NT - Griechisch -Deutsch) bekam ich ,allerbestens erhalten , um weniger als das Porto für die Zusendung.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Zehntenzahlung

      Der Zehnte soll ja von jedem Gemeindemitglieder gezahlt werden (Zehnten und Gaben).

      Allerdings habe ich beobachtet, dass es besser wäre, man würde "gestaffelte Prozentsätze" nehmen, da es den Reichen und Wohlhabenden leichter fällt, den Zehnten zu geben als einem erwerbslosen Sozialhilfeempfänger. Für einen Hartz4-Empfänger sind 50 Euro im Monat weitaus schwieriger aufzubringen als für einen Beamten des höheren Dienstes, dem sogar 200 Euro leicht fallen dürften.
      Ich schlage daher gestaffelte Sätze nach Einkommen vor, zum Beispiel 5 Prozent für die Armen und 15 Prozent für die Reichen.

      In den USA ist es bisweilen üblich auch ausserhalb der Gemeinde/Kirche sogar den Zweiten zu geben, also 50 Prozent des Einkommens. Beispielsweise hat sich der US-Multi-Milliardär John Paul DeJoria zusammen mit Bill Gates und anderen verpflichtet, die Hälfte seines Vermögens und Einkommens den Armen zu spenden. Diesbezüglich gründete John Paul DeJoria die Wohltätigkeitsorganisationen "Peace, Love and Happiness".
      DeJoria weiss, wenn er die Hälfte spendet, ist er immer noch Multi-Milliardär. Wenn aber ein Sozialhilfeempfänger die Hälfte gibt, muss er hungern, denn Geld ist Leben.

      Markus 12 sollte diesbezüglich auch zu denken geben:


      Das Scherflein der Witwe

      41 Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein.
      42 Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller.
      43 Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben.
      44 Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.

      Luther 2017
    • Hartz 4 ist ja kein Einkommen, sondern soll Grundsicherung sein, unter der ein Leben in D nicht menschenwürdig möglich ist.
      Es ist schon klar, daß einem Hartz 4 Empfänger 1 Euro im Monat mehr weh tut, als 5000 Euro Jemandem, der 20000 monatlich verdient. Der hat nachher immer noch 15000.
    • freudenboten schrieb:

      Welchem "Opfer-Priestertum" sollte der Zehnte nach dem Opfer Jesu gezahlt werden?
      Gute Frage. Wir sind Priester...
      Mir gefaällt das System nicht, das Prediger anstellt und dadurch in Abhängigkeit bringt.
      Das führt auch dazu, dass manchmal taktisch gehandelt wird, um nicht zu missfallen.

      Ich halte viel von freiwilliger Projektunterstützung, aber nicht viel von Systemerhaltung mit Abgabe der Verantwortung.

      Den caritative Zweck von Sammlungen, dass Brüdern und Schwestern geholfen wird, vermisse ich.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Paulus wollte, dass in den Gemeinden ein Ausgleich der Besitzes stattfindet (2. Korinther 8,10-12). De frühe Gemeinde hat ja entsprechend kommunistisch (ah ein böses Wort) gehandelt. Entsprechend könnte auch die Ankündigung Johannes des Täufers verstanden werden, jeder Berg (Anhäufung von Besitz) soll erniedrigt und jedes Tal (Mangel) erhöht werden. Diese Prinzipien wurden spätestens seit der Reformation völlig über Bord geworfen und die Lehre des Calvinismus hat sich überall breit gemacht, dass erarbeiteter Reichtum ein Zeichen göttlicher Erwählung sei und Armut ein Zeichen göttlicher Verstoßung wegen Sündhaftigkeit..
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • ALG II erhöhen und Berufsbeamtentum abschaffen!

      Lothar60 schrieb:

      Der Zehnte soll ja von jedem der Gemeindemitglieder gezahlt werden (Zehnten und Gaben).

      Allerdings habe ich beobachtet, dass es besser wäre, man würde "gestaffelte Prozentsätze" nehmen, da es den Reichen und Wohlhabenden leichter fällt, den Zehnten zu geben als einem erwerbslosen Sozialhilfeempfänger. Für einen Hartz4-Empfänger sind 50 Euro im Monat weitaus schwieriger aufzubringen als für einen Beamten des höheren Dienstes, dem sogar 200 Euro leicht fallen dürften.
      Ich schlage daher gestaffelte Sätze nach Einkommen vor, zum Beispiel 5 Prozent für die Armen und 15 Prozent für die Reichen.
      Lieber Lothar60,

      im Grunde genommen stimme ich Deiner Argumentation zu. Nur das Arbeitslosengeld II = Hartz IV (ALG II) beträgt halt keine 500 € im Monat - das ist meiner Meinung nach der „Mindestsatz” der jemand in der BRD erhalten sollte, um die Würde der Menschen (Artikel 1 des Grundgesetzes) und den Sozialstaats-Grundsatz (Artikel 20 Grundgesetz) unserer Verfassung noch einigermaßen einzuhalten!!!

      Denn der aktuelle ALG II-Satz beträgt leider nur 416 €! (diesen Betrag, der "hinten und vorne" zum Leben nicht ausreicht(!!!), will der designierte neue CDU - Parteivorsitzende Friedrich Merz gar noch auf 130 € runterkürzen(!!!) - was ist daran "Christlich" geschweige denn "Demokratisch" ???)

      Bei 416 € müsste ein Arbeitsloser/Sozialhilfeempfänger als Zehnten ja 41,60 € an seine Freikirche abgeben! Dann bliebe ihm zum Leben noch 374,40 € netto im Monat!!! Ein Ding der Unmöglichkeit!
      Bei 500 € wären die 10% - also der Zehnte dann sogar 50 €; damit verbliebe hier diesem Arbeitslosen dann aber immer noch 450 € netto - und damit immerhin noch 34 € mehr als den 416 Euro, die dieser zur Zeit vom Staat bekommt.

      Das von Adolf Hitler eingeführte Berufsbeamtentum gehört abgeschafft, da die hohen Pensionszahlungen an die Beamten unsere Staatsfinanzen auf Dauer ruinieren werden! Daher gehört der Artikel 33 Grundgesetz ersatzlos gestrichen und die Pensionen (die in der Endstufe 75 % (!!!) des Gehalts ausmachen!!) auf Rentenniveau abgesenkt und es gehört eine Bürgerversicherung wie in der Schweiz eingeführt, in die auch die Beamten und Milliardäre und Millionäre - ohne Beitragsbemessungs-Obergrenze(!!!) einzahlen müssen. In der BRD zahlt der Beamte keinen Cent in die Pensionskasse/RentenKasse ein, kassiert aber 75 % seines letzten Beamtengehaltes, während die Durchschnittsrente max.z.Z. nur 48 % beträgt! Dass diese Regelung gegen den Gleichheitsgrundsatz des Artikels 3 des Grundgesetzes verstößt, ist offensichtlich!
      Merke: Die Abkürzung für BRD steht für Beamten-Republik Deutschland! Wenn die SPD sich dieses Themas annehmen würde, wären ihre %-Ergebnisse bald wieder höher! --->Doch leider ist auch die einstige "Arbeiterpartei" SPD schon lange zur Lehrer - und Beamtenpartei verkommen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Das von Adolf Hitler eingeführte Berufsbeamtentum gehört abgeschafft, da die hohen Pensionszahlungen an die Beamten unsere Staatsfinanzen auf Dauer ruinieren werden!! Dass diese Regelung gegen den Gleichheitsgrundsatz des Artikels 3 des Grundgesetzes verstößt, ist offensichtlich!
      Zum Besoldungssystem : Beamter ist man auf Lebzeit. Die Bezüge sind keine Pension, sondern ein klarer Schachzug der Habsburger so seit etwa 1800.: Man bindet den Beamten zu Treue dem Herrscher gegenüber. Die Anfangsgehälter im Öffentlichen Dienst sind - vorsichi gesagt - bescheiden. Als beamteter Arzt habe ich erst mit 45 den Gehalt meines Betriebsführers ( den Laden musste ich halten,) m it de Qualifikation "Zwei Jahre Handelsschule" überschritten. EIn politisch / familiär sehr gut Protegierter trat mit "Sondervertrag" und dementsprechendem Gehalt als VB (Vertrgsbedinsteter) in ein Amt ein - und wurde mit 45 "pragmatisiert" , gerade als sich die beiden Gehaltskurven kreuzten.

      Es gab ganze Beamtenfamilien : Die Grosseltern mit Beamtenpension finanzierten das Studium des Enkels, weil die beamteten Eltern dies nicht geschafft hätten - - - Jeder kann sich um eine Beamtenkarriere bemühen - auch das wissenschaftliche Personal der Unis, der Archäologe im Museum - - - von wegen Gleichheitsgrundsatz. (er kann auch einen Würstelstand aufmachen - - - )

      Ein Beispiel zur Zehntenproblematik : Schwester X, Kriegerwitwe, jahrelang dann in unserem Pflegeheim "Stefanie" - konnte dies nur schaffen - mit Kriegerwitwenpension, Pflegegeld - und Gemeindeunterstützung. Hätte sie unserem Unionschatzmeister gemäss Zehnten gezahlt, hätten wir dafü eine zweite Sondersammlung einführen müssen !
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    • freudenboten schrieb:

      I
      Der Zehnte im NT ist eine "Erfindung" der heidnischen "Kirche" und wurde von manchen Freikirchen abkopiert.
      Na geh, wo hast Du denn das her ? Natürlich war der "Zehent" ein Obulus an den Landesherrn im späten Mittelalter - in das Zehentfass mussten die Bauern ein Zehntel ihrer Weinernte abliefern - - das ganz ohne Bezug auf AT / NT, auch wen es die Augustiner Chorherren in Klosterneuburg oder die Jesuiten in meinem Wohnort waren.

      (Diese Cuvet muss ein abenteuerliches Gesöff gewesen sein !)
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Also nach Paulus gibt jeder in der Gemeinde nach seinen Maßen und die, die nichts geben können, werden mitgetragen durch die anderen bzw. jeder "gibt" mit dem, was er an Gaben und Fähigkeiten hat.
      Vom Zehnten keine Spur.

      Die Frage der konkreten Finanzierung und folglich der konkreten Abgabe der Mitglieder (dokumentiert, vereinsrechtlich geregelt und versteuert) ist ja eine moderne Sache.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Die kath. Kirche hat die zehnprozentige Abgabe aus dem AT gefälscht/nachgeahmt, ebenso auch den Begriff des "Opferpriesters".
      Geh bitte, wann und wo hat die Kirche den Zehnten eingeführt ? Ja, der Katholik zahlt seine (bescheidene) Kirchensteuer, das Stift Klosterneuburg sammelt keinen Zehent - Wein mehr, sondern Pachtgeld für die riesigen Weingärten in seinem Besitz- -


      Aber es gibtfür uns (Oesterreich Schweden - - ) ein ganz anderes Problem :

      Der US -Amerikaner muss weitgehend für seine Kosten im Krankheitsfall sorgen -( "Coverage exspired" nach einer Woche, für eine GK - Beamten !). Es gibt ein "Granny - Dumping", um den von der Familie nicht mehr finanzierbaren Pflegefall loszuwerden - - Tötung von Terri Schiavo in Texas : Der Richter liess auf Antrag der Familie den Respirator abschalten.

      Hierorts sehe ich auf em "Lohnzettel"! meinen Bruttolohn, die Abzüge, und dann meinen Nettolohn; letzterer erscheint auf meinem nächsten Kontoauszug.. Da schlägt der Dienstgeber noch die Dienstgeberabgabe drauf. Und meine Behandlung, auch in Millionenhöhe, auch Gamma Knife - Bestrahlung und anschliessendee Rehab, Pflege und sogar das Begräbnis - zahlen Sozialversicherungund Öffentliche Hand. Bruttoverzehntung - Nettoverzehntung - hier und dort ? Zehnten vom Pflegegeld, welches sowieso sofort an das Pflegeheim geht ?
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Seele1986 schrieb:

      Also nach Paulus gibt jeder in der Gemeinde nach seinen Maßen und die, die nichts geben können, werden mitgetragen durch die anderen bzw. jeder "gibt" mit dem, was er an Gaben und Fähigkeiten hat.
      Wärst Du so nett und schreibst mir die Bibelstelle ? Evtl auch die im NT wo es um den Zehnten geht ?
      Mein Leitspruch im Leben : Wer etwas will findet Wege.. wer nichts will Gründe :D
    • 2. Kor 9,7: Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen, nicht zwanghaft, denn Gott liebt einen freudigen Geber.

      Vom Zehnt ist im Neuen Testament keine Rede. Lediglich bei Jesus, als er die Pharisäer kritisiert.
      Dazu muss man aber sehen, dass Jesus mit seinesgleichen, mit Juden, spricht.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)