Der Zehnte (vor allem bei sozialer Hilfe oder kleinem Einkommen)

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    • Zehnten, freiwillig oder Pflicht?

      Betrügen wir Gott wenn wir keinen Zehnten zahlen?

      Ich meine es kommt drauf an wieviel man verdient, für einen der viel verdient machen 10 % nicht so viel aus, als für jemanden der Arm ist, und auch jemand der Sozialhilfe, Hartz IV, und Bafäg usw. bekommt.

      Nach meiner Ansicht ist der Zehnte nur zu zahlen Einkommen durch Arbeit, und nicht von einer Unterstützung vom Staat, zb. Sozialhilfe, Hartz IV usw. zb. wären von 391,- € 10 % = 39,- € im Monat, was viel ist als jemand der zb. Vollzeit arbeitet und zb. 1.500 € oder mehr verdient

      Was steht denn in der Schrift zum Zehnten?

      Du sollst allen Ertrag deiner Saat getreu verzehnten, was auf dem Feld wächst, Jahr für Jahr. Und du sollst essen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, den Zehnten deines Korns, deines Mosts, deines Öls und die Erstgeborenen von deinen Rindern und Schafen, damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, allezeit zu fürchten.
      5. Mose 14,22+23

      Da steht von dem Lohn der Arbeit und nichts von der Unterstützung Bedürftiger, wie z.B. Harz 4
      .

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    • Kann man diese Frage nicht einfach offenlassen?

      Aus der Bibel wird man da kaum Antworten erhalten, und am Ende steht jeder allein vor Gott. Man sollte ihn lieber selbst im Stillen fragen, als sich oder etwas anderes hier im Forum zu rechtfertigen.
    • Zehnten ist Zehnten und keine Spende

      Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob und ggf. in welcher Höhe er Zehnten geben möchte oder nicht.

      Fest steht, dass Gott versprochen hat auf ein williges Geben seinen Segen zu legen.

      In unserer Familie haben das die Kinder beim Taschengeld und später beim BaFöG erfahren und ich bei der Arbeit.

      Viele Leute, die voll arbeiten gehen, haben am Ende auch nicht mehr oder sogar weniger als ein Hartz IV-Empfänger (sog. Aufstocker). Von vielen Rentnern ganz zu schweigen. Und man kann als Hartz IV er ja auch hinzu verdienen, wenn man das will. Es kommt da viel auf die persönliche Einstellung an.

      Alle unsere Einnahmen gehören eigentlich Gott, dem Herrn,. Uns gehört eigentlich nichts. Wir sind nur seine Knechte (Sklaven). Aber in seiner Güte überlässt er und 90 % unserer Einnahmen, und das Zehnten Zahlen segnet er darüber hinaus noch dermaßen, dass wir am Ende mehr haben mit Zehnten Genen als ohne Zehnten geben.

      Das habe ich an mir und an vielen Bekannten immer und immer wieder erfahren.

      Liebe Grüße von benSaloimo.
    • benSalomo schrieb:

      Viele Leute, die voll arbeiten gehen, haben am Ende auch nicht mehr oder sogar weniger als ein Hartz IV-Empfänger (sog. Aufstocker). Von vielen Rentnern ganz zu schweigen. Und man kann als Hartz IV er ja auch hinzu verdienen, wenn man das will. Es kommt da viel auf die persönliche Einstellung an.

      Das wird immer wieder behauptet, ohne dass die Leute, die so etwas behaupten repräsentative Daten kennen. Beispielsweise kenne ich eine etwas ältere Frau, eine Ex-Kollegin von mir, die, wenn ich sie mal besucht habe, gelegentlich klagt, dass sie auch nicht mehr habe als "Hartz IV"-Empfänger und sich dann auch über HARTZ-IV-Empfänger negativ -- oder mir scheint, gewissermaßen neidisch -- äußert. Wenn ich jedoch sehe, wie sie lebt und insbesondere, was für umfangreiche Küchenvorräte sie hat, dann weiß ich, dass sie die Lage von "HARTZ IV"-Empfängern falsch einschätzt und nicht wirklich kennt.

      Zudem können meines Wissens Rentner viel eher etwas dazuverdienen als "HARTZ IV"-Empfänger, denen nämlich jeder nennenswerte Zuverdienst wieder abgezogen wird.

      Diese ganzen Vergleiche haben meines Erachtens meist etwas damit zu tun, dass Menschen nicht im Einklang mit ihrer Lage sind oder selbst bei hohem Einkommen das Gefühl haben, nicht genug gewürdigt zu werden oder zu kurz zu kommen oder sich in ihrem Leben für falsche Dinge zu sehr engagiert zu haben. Sie argwöhnen dann, dass es anderen viel besser geht oder die es viel bequemer haben, ohne dass sie eine vitale Erfahrung mit den Lebensverhältnissen der anderen haben.

      Die Egozentrik ist ein Geburtsfehler des Menschen, den man nur mit Selbstdiziplin und der ständigen Bemühung, genau hinzusehen und genau zu unterschieden, ansatzweise überwinden kann.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Lieber Daniels.

      Ich will Dir deine Erfahrungen keineswegs absprechen, aber ich habe andere Erfahrungen. Ein Bruder rackert sich für lau bei der Tafel ab, um den Armen zu helfen. Eine große Tüte voll Lebensmittel, die die ganze Woche reicht, für einen Euro. Aber das ist ja noch nicht gekocht und gebacken ! Was soll man denn damit anfangen? Aber nicht alle fragen so.

      Da ist das Verfallsdatum bei einem Artikel um einen Tag überschritten. Kaum aus dem Laden schmeißen manche das gleich in Nachbars Garten.

      Und viele fahren mit dem Auto vor. Keine Fahrgemeinschaften, sondern einzeln.

      Unser Nachbar leitet das Gartenbauamt einer Stadt. Er sagte mir, dass die ihm zu geteilten 1-€-Jobber, wenn überhaupt, kaum vor 9 oder 10 Uhr erscheinen. Und wenn man gegen kleine Arbeiten mal eben ein Drittel Zusatzeinkommen hat, ist das doch auch was, oder?

      Rechnet man alle Sozial Leistungen bei Hartz IV oder Aufstocker-Rente hinzu, so ergibt sich immerhin ein Monats Einkommen um 800 €. Die berühmte deutsche Durchschnittsrente, für die man 47 Jahre pausenlos arbeiten und einzahlen musste, liegt bei etwa 1000 €. Wenn der Hartz IV-Empfänger sein Geld erhält, so ist das ein Geschenk der Allgemeinheit, für das er keinen Hnandschlag tun muss. Früher mussten die Arbeitslosen Geld Empfänger mal dafür Pflichtarbeit machen. Das hat mit mein Vater oft erzählt.

      Er kommt wohl viel auf den Standpunkt an, von eo aus man die Sache sieht. Und dann sieht die Sache mit dem Zehnten auch anders aus.

      Liebe Grüße von benSalomo
    • @benSalomo: Ich sehe und beurteile die Verhältnisse in verschiedenen Punkten etwas anders als Du. Das Thema ist aber kompliziert und ich müßte auf zig verschiedene Dinge eingehen, meines Erachtens würde das Thema zerfasern und die Diskussion würde in diesen Punkten zu keinem soliden und klaren Ergebnis für die Leser führen. Daher lasse ich das so stehen und tippe nur zwei -- am Ende wurden es drei oder mehr -- Punkte kurz an:
      • Ich arbeite auch seit Jahren für die Tafel, habe also in der Hinsicht auch Erfahrungen.
      • Es ist ja nicht so, dass "Hartz IV"-Empfänger alle noch nie gearbeitet hätten, insofern ist der Unterschied zu Rentnern nicht so prinzipiell, wie er Dir scheint.
      Letzte Bemerkung: Es gibt sogar Leute, die argwöhnen, dass herrschende Politiker gleichsam zugunsten von Firmen, Kapitalisten und Arbeitsplatzbesitzern in Wahrheit teilweise absichtlich, teilweise unbewußt darauf hinwirken, Leute, die Hartz IV beziehen, so klein zu halten, dass sie möglichst nie mehr einen richtigen Arbeitsplatz bekommen. Sollen vielleicht soziale (Miß-)Verhältnisse und die Standesunterschiede gefestigt werden? Von solcher Politik profitieren nämlich sehr viel mehr Leute als die meisten Bürger sich klar machen, sowohl finanziell profitieren sie als auch psychisch und sozial. Angefangen dabei, dass Arbeitsplatzbesitzer oder Rentner sich an "Hartz IV"-Beziehern hochziehen und die Regierenden und Kapitalisten dabei weitgehend ihre Ruhe haben und noch recht bequem zugucken können, wie relativ kleine Leute teilweise solche Bürger runtermachen, denen es in der Regel schlechter geht als ihnen, anstatt die Verhältnisse oder die Politik mit gleicher Energie zu kritisieren. Wie gesagt damit angefangen und weiter damit, dass diese Umstände zum einen die Löhne drücken und zum anderen vermeintlich darauf hinzuwirken scheinen, dass der je eigene Lohn nicht durch größere Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sinkt, wenn man nämlich "Hartz IV"-Empfänger wirklich qualifizierte und ihre Qualifizierungen auch ernstnähme, statt von einem Fachkräftemangel zu sprechen oder Festanstellungslose in bewußt dumm gehaltenen 1-Euro-Jobs scheinbar arbeitsplatzunwürdig zu machen, in Jobs, in denen sie, wenn sie dort mal hochwertige Arbeit leisten, diese Arbeit verschweigen müssen, weil ihnen ernstzunehmende Arbeit in diesen Jobs untersagt ist, weil ihnen untersagt ist Arbeit zu leisten, die dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt -- Wem dient oder wozu führt diese künstliche Gedankenkonstruktion, ein erster Arbeitsmarkt, der bestimmte Arbeitende und Arbeiten abgrenzt? -- Konkurrenz machen könnte. Wer es in solch einem künstlich als dumm definierten unterbezahlten Job nicht aushält, nur banales Zeug zu machen, und wer auch nicht versucht, sich um die Arbeit zu drücken, muss in seinen Arbeitsbögen statt der tatsächlich geleisteten qualifizierten Arbeit oder gar seiner unbezahlten, selbstverständlich auch zu verschweigenden Überstunden irgendwelchen banalen Kram eintragen und soll möglichst nicht an die große Glocke hängen, was er wirklich gearbeitet hat. Das wird von allen Seiten, außer von Seiten des so Arbeitenden gewünscht und gefordert.

      Wie gesagt, das Thema ist sehr komplex und hat sehr viele Aspekte, die man beleuchten könnte, sehr viele mehr als wir bisher berührt haben und überhaupt ausdiskutieren könnten.

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

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      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Hallo Daniels.
      Vielen Dank für die doch sehr ausführliche Darlegung Deines Standpunktes.

      Hier geht es aber eigentlich darum, ob man von kleinen Eimnnahmen auch den Zehnten geben soll, weil das evtl. zu schwer sein oder zuviel verlangt sein könnte.

      Diese Frage muss mMn. jeder für sich beantworten. Und dabei wissen, dass Gott damit eine Segensverheißung verbunden hat.
      Jesus heißt sogar das Verzehnten von Minze und Kümmel gut. Kleiner geht es wohl nicht.

      Liebe Grüße von benSalomo.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von stadenker ()

    • Ich habe das zwar schon mehrmals geschrieben, aber ich halte die 10% als eine Richtungsangabe. Es geht nicht darum genau 10% abzugeben. Für einen Hartz IV Epfämpfänger kann wesentlich weniger als 10% bereits ein grosses Opfer darstellen und für einen Topmanager ist 10% kein wirkliches Opfer. Ich bin daher der Meinung man soll soviel geben, wie einem das Herz sagt und was Gott einem Wert ist.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Wer sich ausgiebig mit dem Zehnten und seinen Folgen beschäftigen möchte, dem ist Clive Pick sehr zu empfehlen.
      Seine Erfahrungen und Führungen durch Gott sprengen jeden bisher gekannten Rahmen.

      onlinepredigt.de/search.php?fi…&file_artist=Clive%20Pick
      „Herr, du weißt, dass ich von Tag zu Tag älter werde – und eines Tages alt. Bewahre mich vor dem Drang, bei jeder Gelegenheit etwas sagen zu müssen. Erlöse mich von der Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich nachdenklich und
      hilfreich, aber nicht beherrschend zu sein . . . lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich.“ Theresa von Avila
    • Zehnten bei Arbeitslosigkeit

      Betrügen wir Gott, und Lieben wir das Geld mehr als Gott wenn wir den Zehnten nicht zahlen weil man Arbeitslos ist, und Sozialhilfe, Hartz4, Wohngeld, usw. vom Sozialamt erhalten? nach meiner ansicht ist Geld vom Sozialamt kein Einkommen und muss dann auch keinen Zehnten bezahlt werden, weil Einkommen kann nur das sein was man durch eine Arbeit, als Arbeitnehmer oder Selbständiger bekommen hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • menoflip schrieb:

      Betrügen wir Gott, und Lieben wir das Geld mehr als Gott wenn wir den Zehnten nicht zahlen weil man Arbeitslos ist, und Sozialhilfe, Hartz4, Wohngeld, usw. vom Sozialamt erhalten? nach meiner ansicht ist Geld vom Sozialamt kein Einkommen und muss dann auch keinen Zehnten bezahlt werden, weil Einkommen kann nur das sein was man durch eine Arbeit, als Arbeitnehmer oder Selbständiger bekommen hat.


      Ich bin immer wieder überrascht, wie fest man sich an geschriebenen Gesetzen festhalten kann und diese wie ein Paragraphenreiter auszulegen versucht.
      Es geht doch beim Glauben nicht darum, sich an Paragraphen festzuhalten sondern dem Weg Jesu zu folgen. Dieser wird aber durch das Herz und die Liebe zu Gott und Jesus bestimmt. Daher kann ein jeder solche Fragen wie die nach dem Zehnten beantworten ohne dass er einen Taschenrechner hervornehmen muss.
      Alles andere hat für mich eher etwas Pharisäerhaftes, die sich auch verzweifelt am Gesetz festgeklammer haben und dabei das wirklich Wichtige und Wahre aus den Augen verloren haben.

      Liebe Grüsse
      DonDomi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • ... na ja, und eigentlich zahlen wir ja auch wohl den Zehnten nicht wirklich an Gott,
      sondern meist an irgendwelche Organisationen, von denen wir glauben, dass sie schon in Gottes Sinne handeln werden,
      aber ob sie das auch wirklich tun, überprüfen wir doch eher selten ...

      gruß ghasel
      Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt (Einstein)
    • Zur Überprüfung auf die Richtigkeit verschickt unsere Vereinigung jedes Jahr einen geprüften Gelder Bericht.
      Da kann jeder nachlesen, wo "das Geld geblieben ist". Du auch.

      Liebe Grüße von benSalomo.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • DonDomi schrieb:

      Es geht doch beim Glauben nicht darum, sich an Paragraphen festzuhalten sondern dem Weg Jesu zu folgen.

      Wenn dem so ist, muss sich jemand, der sich an Christus orientiert, fragen, wie Regeln und Gesetze, die er in der Bibel gelesen hat, aufgefasst werden können und wie Jesus sie verstehen würde. Das ist an sich noch keine Paragraphenreiterei, sondern ein Versuch, den Sinn statt des Buchstabens, das Gemeinte statt des vordergründig Geschriebenen zu erkennen.

      Was ist falsch daran, wenn jemand versucht zu verstehen, was die tiefere Absicht einer biblischen Verhaltensregel ist, was ihr Sinn und ihr Zweck sind, und ob und wie diese biblische Verhaltensregel heute noch zu befolgen ist?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • menoflip schrieb:

      Betrügen wir Gott, und Lieben wir das Geld mehr als Gott wenn wir den Zehnten nicht zahlen weil man Arbeitslos ist, und Sozialhilfe, Hartz4, Wohngeld, usw. vom Sozialamt erhalten? nach meiner ansicht ist Geld vom Sozialamt kein Einkommen und muss dann auch keinen Zehnten bezahlt werden, weil Einkommen kann nur das sein was man durch eine Arbeit, als Arbeitnehmer oder Selbständiger bekommen hat.

      Der Geldbetrag von Hartz IV und der gleichen wird nach einem künstlich knapp berechneten Bedarf zur Deckung von Grundbedürfnissen angesetzt. Die Berechnung macht klar, wozu das Geld gedacht ist und wofür es ausreichen soll. Der Zehnte kommt in dieser Berechnung nicht vor. Wenn das Sozialamt meiner Mutter, als sie Rentnerin war, einen Zuschuss zur Miete gezahlt hätte, dann dürfte sie davon auch keinen Zehnten abzwacken; sondern soll damit gemäß der Zweckbestimmung des Wohngeldes ihre Miete zahlen und nichts anders.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

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      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • @Daniels:

      Es gibt auch Familien, bei denen ein Elternteil arbeitet und die kaum über die Runden kommen. Der Zehnte ist in keinem Lohn mit dabei, zumindest hätte ich ihn noch nie entdeckt. Es geht beim Opfern auch nicht darum, dass man exakt einen bestimmten Geldbetrag opfert sondern, dass man etwas abgibt. Die 10% sind ein Anhaltspunkt, nicht mehr und nicht weniger. Ich könnte z.B.30% in den Opferkasten werfen und es würde mich immer noch nicht gross Schmerzen, aber ich habe keine Familie und einen gutbezahlten Job. Für mich ist bspw. Zeit zu opfern ein viel grösseres Opfer als Geld. Weil ich relativ wenig Zeit habe. Trotzdem versuche ich Zeit unserem himmlischen Vater abzugeben. Ich finde auch ein Harz IV Emfänger wird wohl etwas opfern können und sei es nur 1€. Man opfert aus Liebe zu Gott und nicht weil irgendwo in der Bibel ein paar Zahlen stehen. Opfert man mit dieser Einstellung erübrigt sich auch die Rechnerei, weil der heilige Geist wird einem sagen, wieviel die richtige Menge ist.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Ein paar Assoziationen -- Ich schreibe nicht "Kritik"; sondern "Assoziationen". -- zu den vorgetragenen Gedanken.

      DonDomi schrieb:

      Es gibt auch Familien, bei denen ein Elternteil arbeitet und die kaum über die Runden kommen.
      Ich bin skeptisch gegenüber Argumenten geworden, in denen ein Elend (im weitesten Sinne) gegen ein anderes angeführt wird -- oder eine Ungerechtigkeit gegen eine andere oder ein subjektiv empfundenes Leid gegen ein anderes ausgespielt wird.

      Ein Pfarrer erklärte einmal in meinem Dabeisein -- Ich habe ihn nicht danach gefragt. --, ursprünglich sei die Kollekte direkt dazu dagewesen, ärmeren Gemeindemitgliedern davon zu geben. Wäre es nicht schlecht, so fragte dieser hauptberufliche Pastor, wenn es heute (manchmal) noch so wäre.

      Heute scheinen in Deutschland viele Christen und vermutlich auch manche Gemeinden konsequent und fast ausnahmslos nach der Maxime zu handeln: Die Kollekte ist auf keinen Fall für die Armen in unserer Gemeinde; aber die sollen mindestens einen Euro geben!

      Wenn die Aussage des von mir erwähnten Pastors stimmt, dann scheint mir in Deutschland im Vergleich zum Urchristentum eine wesentliche, ja drastische Wandlung in der christlichen Praxis vorzuliegen.

      Wie geht das Gleichnis vom barmherzigen Samariter? Ich überspitze: Es scheint mir manchmal der Nächste ist für viele bundesdeutsche Mitbürger immer nur in Afrika oder Asien und verhungert dort gerade, man ist bereit alles mögliche zu spenden, bloß damit man mit seinem Nachbarn oder Gemeindebesuchern, denen es schlecht geht, nicht zu sehr zu tun hat.

      Und natürlich macht es auch viel mehr her, wenn es Kinder in Rumänien oder Hungernde in der Dritten Welt sind, denen man hilft; denn das will man auf alle Fälle, dass das Gutsein dem eigenen Ego schmeichelt. Deshalb ist das grobe Elend, sind große Qualen anderer und massenhaftes Sterben für viele Guttäter so viel angenehmer als der alte Sack um die Ecke, der sich halt selber helfen oder endlich den Löffel abgeben soll; da er ja weder geil und hübsch noch nützlich oder wirtschaftlich wertschöpfend, ja nicht einmal mehr niedlich ist. Viele deutsche Bürger kommen mir so vor.

      Ich behaupte nicht, dass ich besser bin; sondern erläutere nur, welchen Eindruck ich habe.


      DonDomi schrieb:

      Der Zehnte ist in keinem Lohn mit dabei, zumindest hätte ich ihn noch nie entdeckt.
      Genau das ist aber ein Unterschied zwischen Löhnen und Sozialgeldern wie Hartz IV, der "Hartz IV"-Satz definiert eine Art Existenzminumum und die Höhe dieses Satzes wird bis auf den Cent Nutzungsweisen bzw. Zwecken zugeordnet. In diesem Berechnungsansatz haben meines Erachtens etwas wie der Zehnte oder wohltätige Spenden keinerlei Platz.


      DonDomi schrieb:

      Es geht beim Opfern auch nicht darum, dass man exakt einen bestimmten Geldbetrag opfert sondern, dass man etwas abgibt. Die 10% sind ein Anhaltspunkt, nicht mehr und nicht weniger.
      Das habe ich bisher auch so beurteilt. Davon abgesehen, möchte @menoflip: anscheinend wissen, ob die Abgabe des Zehnten auch für ihn eine unbedingte Pflicht sei, ob er sündigt oder sich vor Gott schuldig macht, wenn er als "Hartz IV"-Empfänger den Zehnten nicht gibt.


      DonDomi schrieb:

      [Obwoh] ich relativ wenig Zeit habe, [...] versuche ich Zeit unserem himmlischen Vater abzugeben.
      Ich weiß nicht. Momentan stört mich an dieser Formulierung die formelhafte Wendung, gewissermaßen das Pastorendeutsch. Du gäbest "unserem himmlischen Vater" Zeit ab?

      Wenn ich diese Formulierung auf Geldspenden übertrage, dann würde jemand, der mit Hartz IV finanziell unterstützt wird, im Falle, dass er einen Euro in den Klingelbeutel würfe, "unserem himmlischen Vater einen Euro abgeben"? Braucht Gott diesen Euro? Will Gott diesen Euro unbedingt? Und -- bei aller Wertschätzung christlicher Gemeinden -- frage ich mich auch: Bekommt wirklich Gott diesen Euro? Ist es nicht so, dass die Gemeindekasse diesen Euro bekommt -- bzw. die Bestimmer einer Gemeinde das gespendete Geld für irgendeinen Zweck bekommen, den sie festlegen?


      DonDomi schrieb:

      Ich finde auch ein Harz IV Emfänger wird wohl etwas opfern können und sei es nur 1€.
      Vielleicht ist es nicht selten schon ein bedrückendes Opfer, wenn ein "Hartz IV"-Empfänger überhaupt in einen Gottesdienst geht, angesichts häufiger Herablassung und der negativen Vorurteile, die ihm überall und auch in jeder christlichen Gemeinde begegnen werden.


      DonDomi schrieb:

      [...] weil der heilige Geist wird einem sagen, wieviel die richtige Menge ist.
      Muss der Heilige Geist immer zu allem etwas sagen? Warum wird immer von vielen superfrommen Christen für jeden auch nur halbwegs vernünftigen Gedanken der Heilige Geist bemüht? Denken wir nie, nie selber? Was sind wir denn? Bloße Empfangsautomaten für den Heiligen Geist? Manchmal könnte man meinen, wenn die Ampel gerade grün ist, dann soll man als braver Christ glauben, das sei natürlich der liebe Herr Christus gewesen, weil die Ampel immer nur aus göttlicher Gnade oder durch ein Eingreifen des Heiligen Geistes grün werden könne.

      Beste Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • Daniels schrieb:

      Was sind wir denn? Bloße Empfangsautomaten für den Heiligen Geist? Manchmal könnte man meinen, wenn die Ampel gerade grün ist, dann soll man als braver Christ glauben, das sei natürlich der liebe Herr Christus gewesen, weil die Ampel immer nur aus göttlicher Gnade oder durch ein Eingreifen des Heiligen Geistes grün werden könne.
      Nein, Daniels. Das sind wir natürlich nicht. Wenn der Heilige Geist etwas zu diesen Thema zum sagen hat, dann könnte es sein, dass die Ampeln schnell auf "rot" springen.

      Wir, die wir in verhältnismäßigen Wohlstand leben, meinen, dass wir es uns leisten könnten über solche Dinge zu debattieren, wie z.B. "Der Zehnte mit Steuer oder ohne Steuer", etc... Proportional gesehen, kommen die "wirklich aufopfernden" Spenden/Gaben aus Gemeinden der "ärmeren Ländern", nicht selten sind diese Geschwister von extremer Armut gekennzeichnet. Da vertrauen die Menschen auf Gott und seinen Geist, denn es gibt keine bis wenige Alternativen. Bei uns im Westen ist es "einfacher": Unser Wohlstand - Da brauchen wir nicht unbedingt für materielle Angelegenheiten auf Gott vertrauen, es gibt ausreichend "Alternativen".

      Die Fürsorge wie wir sie aus den Gemeinden "der dritten Welt" oder der "Urgemeinde" kennen, entstand nicht aus der Idee heraus, einen Bibelvers "einhalten" zu wollen. Sie entstand aus Fürsorge für diejenigen, die in Not waren. Die Bereitschaft den eigenen Besitz zu opfern, war nicht ein menschlicher Beschluss, war nicht sittlich, gesetzlich oder gar selbstsüchtig. Es entstand durch eine Begegnung mit dem Heiligen Geist.


      GLG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • gabriel87 schrieb:

      [1][Gemeinden der "ärmeren Ländern"], nicht selten sind diese Geschwister von extremer Armut gekennzeichnet. Da vertrauen die Menschen auf Gott und seinen Geist, denn es gibt keine bis wenige Alternativen. [2]Bei uns im Westen ist es "einfacher": Unser Wohlstand - Da brauchen wir nicht unbedingt für materielle Angelegenheiten auf Gott vertrauen, es gibt ausreichend "Alternativen".

      Dem ersten Teil stimme ich zu; dem zweiten in der Allgemeinheit Deiner Formulierung nicht unbedingt.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Daniels schrieb:

      Dem ersten Teil stimme ich zu; dem zweiten in der Allgemeinheit Deiner Formulierung nicht unbedingt.
      Klar, auch bei uns gibt es Armut und Menschen die wenig Alternativen haben. Das sich nicht "pauschalieren" lässt, ist klar.

      Mir geht es da mehr um den Umstand und die Frage, warum Menschen (die wirklich viel weniger als wir haben) aufopfernder sind. Eben auch ihre letzte Ration sauberes Trinkwasser mit Dir teilen, während viele hier bei uns im Westen Angst haben, den eigenen Besitz zu teilen, in Ersparnisse zu greifen oder weniger lukrative Karrieren zu wählen... Liegt es vielleicht darin, dass wir nicht die Erfahrung gemacht haben, dass Gott für uns sorgt, egal was passiert ?

      "Alle aber, die gläubig waren geworden, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Auch verkauften sie Güter und Habe und teilten aus unter alle, je nachdem einer in Not war. Auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass diese sein wären. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte." (Apg 2,44 / 4,32.34)


      GLG