Matthäus 24,45-51: Der treue und verständige Knecht

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    • Matthäus 24,45-51: Der treue und verständige Knecht

      Hallo zusammen,

      Aufgrund meiner Bibelstudien mit zwei lieben Freunden gestern, wollte ich mit euch ein Thema aus der Endzeitrede von Jesus besprechen. Ich weiß, dass dieses Thema von einer anderen Glaubensgemeinschaft anders verstanden wird, ich möchte hier aber NICHT über diese Glaubensgemeinschaft und IHR spezielles Verständnis dieses Textes sprechen, sondern darüber, wie ihr diesen Text versteht:

      Mt. 24/45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über sein Gesinde gesetzt hat, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit? 24/46 Glückselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! 24/47 Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über seine ganze Habe setzen. 24/48 Wenn aber jener als böser Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr läßt auf sich warten, 24/49 und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, und ißt und trinkt mit den Betrunkenen, 24/50 so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht weiß, 24/51 und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Heuchlern: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.

      Die ersten Frage, die ich zu dem Text habe ist, ist natürlich, wie ihr diesen Knecht versteht. Wer ist das? Ist das ein Synonym für JEDEN Gläubigen, oder ist es nur eine bestimmte Gruppe von Gläubigen?

      Der Knecht wird hier als eine Art Aufseher über das "Gesinde" (der Schlachtertext spricht von Dienerschaft) beschrieben. Wenn ich daraus kombiniere, dass sowohl der Knecht, als auch die Dienerschaft Gläubige Menschen sind, dann handelt es sich beim Knecht um eine spezielle Gruppe, oder? In einer Hauswirtschaft ist der Knecht und die Dienerschaft ja auch EIN Teil eines Haushalts und kann daher als Volk Gottes gesehen werden.

      Bisher dachte ich immer, dass sich in dem Gleichnis jeder Gläubige als der Knecht sehen kann. Ist diese Sicht falsch? Vielleicht hilft uns der Zusammenhang der Rede Jesu weiter...?

      Wenn wir die Frage WER geklärt haben, dann können wir zur Frage der Aufgabe des Knechts übergehen.

      bin schon gespannt auf eure Antworten...

      Tricky

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • Hallo Tricky

      tricky schrieb:

      Die ersten Frage, die ich zu dem Text habe ist, ist natürlich, wie ihr diesen Knecht versteht. Wer ist das? Ist das ein Synonym für JEDEN Gläubigen, oder ist es nur eine bestimmte Gruppe von Gläubigen?

      Ich habe das Thema gestern spät Abends auch im Chat angeschnitten und einige interessante Gedanken dazu gehört. Eventuell will sich ja der Gesprächspartner auch hier mit einbringen. Mal schauen.

      Mein momentanes Verständnis ist:

      Der Knecht KANN jeder gläubige sein. Im Speziellen sind es aber jene, die Verantwortungsträger der Kirche/Gemeinde sind. Wenn du einen Glaubensbruder mit "Speise" (biblisches Verständnis, biblische Anweisungen u.ä. versorgst, bist du Knecht. Weil die Verantwortung der "Speisenqualität" (nicht nur) auf dir liegt. Der andere ist in dem Moment "Gesinde/Dienerschaft".




      tricky schrieb:

      Der Knecht wird hier als eine Art Aufseher über das "Gesinde" (der Schlachtertext spricht von Dienerschaft) beschrieben. Wenn ich daraus kombiniere, dass sowohl der Knecht, als auch die Dienerschaft Gläubige Menschen sind, dann handelt es sich beim Knecht um eine spezielle Gruppe, oder? In einer Hauswirtschaft ist der Knecht und die Dienerschaft ja auch EIN Teil eines Haushalts und kann daher als Volk Gottes gesehen werden.
      Ich glaube nicht, dass der Knecht unbedingt oder immer eine Gruppe sein muss. Es kann sich auch um einen einzelnen Gläubigen handeln. Tatsächlich verstehe ich beide, Knecht und Gesinde als Gläubige. Wobei ich das Gesinde auch als Ungläubige verstehen kann. Kommt auf die jeweilige Betrachtung an.


      tricky schrieb:

      Bisher dachte ich immer, dass sich in dem Gleichnis jeder Gläubige sehen kann. Ist diese Sicht falsch? Vielleicht hilft uns der Zusammenhang der Rede Jesu weiter...?
      Nein! Ich denke, diese Sicht ist nicht falsch. Ich versuche es mal zu erklären:

      Der Knecht sind Gläubige mit Verantwortung der Kirche/Gemeinde gegenüber. Das Gesinde ist die Gemeinde. Der Sabbatschulleiter, der Vortragende, der Gemeindeleiter u.a. sind die Knechte, weil sie in dem Moment die "Speise" austeilen. Sie haben die Verantwortung für den Inhalt und Ablauf der Gemeinde. Das bezieht sich nicht nur auf den Gottesdienst. Denn z.b. der Gemeindeleiter, der Prediger tragen auch Verantwortung außerhalb des Gottesdienstes für die Gemeinde.

      Dieser Knecht kann aber auch zum Gesinde gehören, wenn er zb in der Gemeinde sitzt und die "Speise" in Form von biblischen Vortrag empfängt.

      Und im weitersten Sinn gibt jeder Gläubige - wenn er das Evangelium verkündigt, diese "Speise" an Ungläubige (nun ebenfalls Gesinde) weiter.

      Ich glaube nicht, dass sich der Knecht und Gesinde auf bestimmte Personen fixieren lässt. Es gibt im Volk Gottes zwar "Knechte" in Form von Verantwortlichen. Aber dennoch können oder müssen diese Knechte auch gespeist werden. Sonst verhungern sie ja mal. Das wäre tragisch.

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      Ich glaube nicht, dass der Knecht unbedingt oder immer eine Gruppe sein muss. Es kann sich auch um einen einzelnen Gläubigen handeln. Tatsächlich verstehe ich beide, Knecht und Gesinde als Gläubige. Wobei ich das Gesinde auch als Ungläubige verstehen kann. Kommt auf die jeweilige Betrachtung an.
      Mit Gruppe meinte ich hier nicht eine in sich geschlossene Gruppe, sondern eine bestimmte Art von Gläubigen, die Jesus hier halt als "Knecht" bzw. "Sklave" tituliert. Ich denke, dass das Wort Sklave hier nicht so schlecht passt, denn diese Person hat sich unter Jesus versklavt. Sie tut ganz den Willen ihres Herrn, oder?

      Nachtperle schrieb:

      Der Knecht sind Gläubige mit Verantwortung der Kirche/Gemeinde gegenüber. Das Gesinde ist die Gemeinde. Der Sabbatschulleiter, der Vortragende, der Gemeindeleiter u.a. sind die Knechte, weil sie in dem Moment die "Speise" austeilen. Sie haben die Verantwortung für den Inhalt und Ablauf der Gemeinde. Das bezieht sich nicht nur auf den Gottesdienst. Denn z.b. der Gemeindeleiter, der Prediger tragen auch Verantwortung außerhalb des Gottesdienstes für die Gemeinde.
      Das ist eine gute Beschreibung, dieser Erklärung kann ich vollkommen zustimmen. Für den Moment des Speise austeilens und während der Ausübung des Amtes in der Gemeinde, ist der Verantwortungsträger mit dem Knecht (Sklaven) gleichzusetzen.


      Jesus spricht diesen Knecht jetzt in Vers 46 GLÜCKSELIG, was gleichbedeutend mit den Seligpreisungen von der Bergpredigt ist. Zumindest sehe ich keine Unterscheidung.
      Die Frage, die sich mir aber jetzt stellt ist die nach der "Habe" aus Vers 47. Der Herr (in diesem Gleichnis mit Gott gleichzusetzen) wird den Knecht, der nicht nur treu und verständig ist, sondern seinen Auftrag auch TUT, über seine gesamte Habe, also seinen Besitz setzen. Womit könnte man also diese Habe erklären? Was gehört Gott, worüber er den Knecht dann setzt? Bezieht es sich auf Besitztümer Gottes VOR der Wiederkunft, oder ausschließlich NACH der Wiederkunft? Ich tendiere zu NACH der Wiederkunft. Bloß was ist dann die Habe? Und bekommt die Dienerschaft auch eine Habe, eine andere Habe?
    • Ich denke Jesus spricht in dem Gleichnis uns alle an. Der treue Knecht ist der Christ/die Christin, die den Menschen (sowohl in der Gemeinde als auch die "draussen") zur Rechten Zeit die Speise nämlich Jesus selbst (ich bin das Brot der Welt) also das Evangelium bringt. Durch Worte, Mission und tätige Liebe am Nächsten. Verbreiten wir die frohe Botschaft unter den Menschen dann gehören auch wir zu den treuen Knechten, die der Herr wenn er wiederkommt nicht untätig findet.
    • I) Meiner Meingung haben die Endzeitgleichnisse Jesu immer zweiseitigen Charakter:

      a) für Menschen/Gläubige aller Zeiten
      und b) spezifisch für die Endzeit-Generation[en].


      II) Es gibt viele Endzeit-Gleichnisse.
      Manche Christen meinen, dass die diversen Endzeit-Gleichnisse scheinbar immer wieder das selbe aussagen bzw. beleuchten, also Sinn-Wiederholungen wären, -- jedoch:
      a) Diese Gleichnisse betrachten oft NICHT die selbe Personen-Gruppe[n].
      b) Oder aber sie betrachten auch verschiedene Motive/Denkweisen.
      c) Oft sind auch (beginnend) unterschiedliche "Zeiteinstiege" vorhanden.
      d) Manchmal auch unterschiedliche Aspekte z.B. der "Belohnung" bzw. der Bestrafung/Gericht...
      e) Manchmal wird besonders auf Begründungen wert gelegt.
      f) usw.


      III) einige wenige Beispiele:

      -) u.a. Matt.24,37ff Endzeitgleichnis: >Wie bei Noah< (essen, trinken, heiraten, "sie beachteten >es< nicht") = Sorglose Menschen...
      -) u.a. Matt.24,42ff Endzeitgleichnis: >Hausherr und der Dieb in der Nacht< = ??
      -) u.a. Matt.24,45ff Endzeitgleichnis: >Der treue und der böse Knecht< = ??
      -) Matt.25,1ff Endzeitgleichnis: >Die klugen und die törrichten Jungfrauen< = die Wiederkunft glaubende/verkündigende Menschen...
      -) u.a. Matt.25,14ff Endzeitgleichnis: >Von den anvertrauten Zentnern/Talenten< = Wer??
      -) diverse Gleichnisse über >Weizen und Unkraut< oder >Weizen und Spreu< oder >Frucht bzw. Fruchtlosigkeit< = ??
      -) ...

      Lg, franz
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • John Q. Public schrieb:

      I) Meiner Meingung haben die Endzeitgleichnisse Jesu immer zweiseitigen Charakter:

      a) für Menschen/Gläubige aller Zeiten
      und b) spezifisch für die Endzeit-Generation[en].


      III) Es gibt viele Endzeit-Gleichnisse.
      Manche Christen meinen, dass die diversen Endzeit-Gleichnisse scheinbar immer wieder das selbe aussagen bzw. beleuchten, also Sinn-Wiederholungen wären, -- jedoch:
      a) Diese Gleichnisse betrachten oft NICHT die selbe Personen-Gruppe[n].
      b) Oder aber sie betrachten auch verschiedene Motive/Denkweisen.
      c) Oft sind auch (beginnend) unterschiedliche "Zeiteinstiege" vorhanden.
      d) Manchmal auch unterschiedliche Aspekte z.B. der "Belohnung" bzw. der Bestrafung/Gericht...
      e) Manchmal wird besonders auf Begründungen wert gelegt.
      f) usw.


      IV) einige wenige Beispiele:

      -) u.a. Matt.24,37ff Endzeitgleichnis: >Wie bei Noah< (essen, trinken, heiraten, "sie beachteten >es< nicht") = Sorglose Menschen...
      -) u.a. Matt.24,42ff Endzeitgleichnis: >Hausherr und der Dieb in der Nacht< = ??
      -) u.a. Matt.24,45ff Endzeitgleichnis: >Der treue und der böse Knecht< = ??
      -) Matt.25,1ff Endzeitgleichnis: >Die klugen und die törrichten Jungfrauen< = die Wiederkunft glaubende/verkündigende Menschen...
      -) u.a. Matt.25,14ff Endzeitgleichnis: >Von den anvertrauten Zentnern/Talenten< = Wer??
      -) diverse Gleichnisse über >Weizen und Unkraut< oder >Weizen und Spreu< oder >Frucht bzw. Fruchtlosigkeit< = ??
      -) ...

      Update/Nachtrag um Punkt II):

      II) Deutung: a) symbolisch/sinnbildlich oder b) buchstäblich? --> Oft beides!

      Beispiel: Matt.24, 45+49c schrieb:

      Beispiel: Matt.24, 45+49c
      45 "Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe?"

      Deutungsversuch beidseitig:
      a) Essen/Speise = Wort Gottes; und b) buchstäbliches Essen/Speise = Nahrung, Teilen, Versorgen, Selbstlosigkeit, Mitgefühl, Nächstenliebe,...
      --------

      Beim bösen Knecht: 49c "... trinkt mit den Betrunkenen,"

      Deutungsversuch "mit den Betrunkenen" beidseitig:
      a) Alkohol = bibl. Symbol für Irrtum/Verführung/Sünde (Betrunkene = Irrleher/Verführer); und b) buchstäbliche Trunkenheit/Rausch.

      Ähnlich ist es mit 49b: "schlägt seine Mitknechte"
      a) spirituel/geistliches "Niederhalten/Überhebung"; b) physische Verfolgung und/oder seelisch/soziale Gewalt/Ausnutzung der anbefohlenen "Schäf'chen"

      Lg, franz

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    • Hallo Franz,

      danke für deine Aufstellung. Ich denke, dass wir uns ganz uneigennützig auf folgende Tatsache konzentrieren können:

      John Q. Public schrieb:

      b) spezifisch für die Endzeit-Generation[en].
      Was ist also die Deutung des Gleichnisses, das für uns als Endzeit-Generation gegeben ist?

      Wer ist der Knecht?

      Wer ist die Dienerschaft/Gesinde?

      Was ist die Habe über die der Knecht gesetzt wird?


      viele Grüße

      Tricky
    • tricky schrieb:

      Wer ist der Knecht?

      Ein 1:1 Vergleich:

      Knecht/Verwalter A:

      1) treu und klug (Matt.24,45a)
      2) treu (V.45a)
      3) der Herr hat ihn über seine Leute/Gesinde gesetzt (V.45b)
      4) ist sozial: gibt ihnen Essen/Speise(V.45c)
      5) ist sozial-kompetent: gibt den Leuten/Gesinde Essen/Speise zur rechten Zeit (V.45c)
      6) Der Herr sieht ihn dies arbeiten bei seiner Ankunft. (V.46b)
      7) Er wird vom wiederkommenden Herrn gelobt+befördert: Selig! Wird ihn über alle Güter/Habe setzen. (V.46a+47)



      Knecht/Verwalter B[öse]:

      1) böse (V.48a)
      2) Untreu!! -- Spricht in seinem Herzen: "Mein Herr kommt noch lange nicht". (V.48b)
      3) [Wer hat ihn eingesetzt ?!?!]
      4) Ist assozial: isst und trinkt alleine bzw. mit den Betrunkenen! (V.49b)
      5) Ist assozial-brutal: schlägt Mitknechte! (V.49a)
      6) Der Herr sieht ihn bei 4)+5) bei seiner Ankunft! Der Herr wird nicht erwartet! (V.49-50)
      7a) Er wird erniedrigt/getötet: In Stücke gehauen! Sein Teil wird ihm (zurück)gegeben bei den Blendern! (V.51)
      7b) Detail bei Lukas (Kap.12,45+48 :( Viele Schläge für Jene, die den Willen des Herrn kennen! Wenige Schläge für Jene, die den Herrn (gar) nicht kennen!


      Meine persönliche Deutung der Knechte/Verwalter:

      -) Es handelt sich um FÜHRUNGSKRÄFTE/VERWALTER/LEITER!
      -) Gruppe A sind GLÄUBIGE, TREUE, KLUGE ARBEITENDE Führungskräfte/Verwalter definitiv VOM HERRN EINGESETZT und kennen den (WILLEN des) HERRN!
      -) Gruppe B - hier wird uns nichts 100%ig über die (ursprüngliche) Einsetzung gesagt --> Einsetzung fraglich!
      Laut Lukas kennt ein Teil von ihnen den (Willen des) Herrn - ein anderer Teil kennt den Herrn (gar) nicht...
      Gruppe B sind somit: B1) Abgefallene; Halbherzige; Blender/Heuchler/Schauspieler; B2) Ungläubige/"Heiden".


      Probiert selbst die Deutung der Speise/Essen:
      -) .....
      -) ...

      Probiert selbst die Deutung der Leute/Gesinde/Mitknechte:
      -) .....
      -) ...

      Probiert selbst die Deutung der Belohnung bzw. Strafe:
      -) .....
      -) ...

      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • John Q. Public schrieb:

      3) [Wer hat ihn eingesetzt ?!?!]
      Vermutlich wurde er genauso wie der gute Knecht von Gott eingesetzt. Gott hat ihn berufen, er hat ihn unterstützt, aber irgendwann hat sich der treue Knecht hier zum bösen Knecht entwickelt. Er hat den Weg Gottes verlassen und ist egoistische Wege gegangen.
      Möglich auch, dass sich dieser Knecht von Anfang an heuchlerisch Gott gegenüber und der Gemeinde gegenüber verhalten hat, damit er in die Position kommt.


      John Q. Public schrieb:

      Probiert selbst die Deutung der Speise/Essen:
      -) .....
      -) ...
      Die Speise ist das Wort Gottes, das von einem begabten und von Gott gesegneten guten Knecht an die Dienerschaft weitergegeben wird. Auslegungen, Prophetische Studien, Sabbatschulgesprächsleitung, ... alles was einen im Glauben voran bringt.


      John Q. Public schrieb:

      Probiert selbst die Deutung der Leute/Gesinde/Mitknechte:
      -) .....
      -) ...
      Gläubige von gleichem Wert wie der Knecht, aber mit anderer Aufgabe. Oftmals sind sie Zuarbeiter, stehen hinter den Missionsbestrebungen, sie freuen sich, wenn sie sich in den Dienst der Sache stellen können. Aus welchem Grund auch immer stehen sie nicht in der ersten Reihe, was aber nicht heißen muss, dass das immer so ist. Zwischen Dienerschaft und Knecht regt auch Austausch, ganz wie jemand persönlich bereit ist sich für Gott einsetzen zu lassen.

      John Q. Public schrieb:

      Probiert selbst die Deutung der Belohnung bzw. Strafe:
      -) .....
      -) ...
      Hierzu gibt die Parallelstelle aus Lukas ein wenig Aufschluß:

      12/41 Petrus aber sprach zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen? 12/42 Der Herr aber sprach: Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde setzen wird, um [ihm] die zugemessene Speise zu geben zur rechten Zeit? 12/43 Glückselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird! 12/44 In Wahrheit sage ich euch, daß er ihn über seine ganze Habe setzen wird. 12/45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr läßt sich Zeit mit dem Kommen, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, 12/46 so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tag, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht weiß, und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Ungläubigen. 12/47 Jener Knecht aber, der den Willen seines Herrn wußte und sich nicht bereitet, noch nach seinem Willen getan hat, wird mit vielen [Schlägen] geschlagen werden; 12/48 wer ihn aber nicht wußte, aber getan hat, was der Schläge wert ist, wird mit wenigen geschlagen werden. Jedem aber, dem viel gegeben ist - viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.

      Es ist eine hohe Verantwortung und es ist auch eine Belohnung, die der Knecht bekommt:

      24/47 Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über seine ganze Habe setzen.

      Sollte sich die "Habe" Gottes auf die Zeit nach seiner Wiederkunft beziehen, würde ich sagen, dass diese Knechte auf der neuen Erde in Gottes Ordnung eine bestimmte Rolle haben werden, die ihnen entspricht. Wie genau, das kann ich nicht sagen, aber ich bin der Überzeugung, dass in Gottes ewigem Reich eine Ordnung herrscht, wo jeder nach seiner Bereitschaft und seiner Charakterstärke eingesetzt werden wird/einsetzbar ist.
    • @tricky: Deine Antworten kann ich prinzipell teilen.


      Wer sind deiner Meinung nach die 2 unterschiedlichen Knechte/Verwalter?

      (Du hast schon einige Andeutungen hierzu geschrieben - fasse es bitte zusammen :) )

      Lg, franz
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • WER IST DIESER »TREUE UND KLUGE KNECHT« DER ENDZEIT?

      freudenboten schrieb:

      Eigentlich ist der Tag der Wiederkunft die "geschlossene Tür" der Hochzeit und der Dienst Jesu im Allerheiligsten (Matth. 25:10.), --aber NICHT am Ende der 2300 Jahre.

      Daniel 8:14. bezieht sich auf die "Siebte Posaune" Offb. 10/11, nicht auf den "Entsühnungstag".

      STA entfernten sich leider von W. Miller weiter, indem sie ihn nicht korrigierten sondern "verschlimmbesserten".

      Dieser geistliche "Hochmut" macht sie so "laodizäisch".

      Siehe auch das Gleichnis Matth. 24:45.ff.

      2. Petrus 3:12. heißt nicht "den Tag beschleunigt" (transitiv) sondern "EUCH beeilt" (reflexiv) zu dem Tag hin.
      Also, die 7. Posaune müsste doch diejenige sein, die auch in 1. These. 4, 13 ff. beschrieben wird, also diejenige welche bei der WIEDERKUNFT JESU erschallen wird!
      Was war aber am Ende der 2.300 Jahre, wenn man von der Rechnung 457 vor Null + 2.300 Jahre = 1844 nach Null ausgeht! Freudenboten sagt immer, das sei die Posaune, die am 1.Tischri geblasen wurde! 22.10.1844 - minus 10 Tage = 13.10.1844 = 1. Tischri (Neujahr = Rosch Ha-Scha-Na); heißt das dann, lieber freudenboten, dass mit dem Jahr 1844 die „Neue Zeit” bzw. die „letzt Zeit” - also die ENDZEIT begonnen habe? Habe ich Deine Beiträge so richtig verstanden?
      Und wenn der 10. Tischri dann der WIEDERKUNFT - TAG sein werde - wie die Milleriten es vom 22.10. (= 10. 7. = Jom Kippur!) 1844 erwartet hatten, so liefe nunmehr die ENDZEIT nun schon 175 Jahre(1844 - 2019). Wie lange soll diese dann noch dauern? Jesus verkürzt doch die Endzeit auf „eine Generation” - auf „ein Menschenalter” bzw. „ein Geschlecht”. Eine Generation kann biblisch gesehen höchstens 100 Jahre dauern! ----> somit stimmt das Datum 1844 als Endzeitbeginn nicht; es würde vielmehr das Jahr 1948 (!!!) mit der Staatsgründung Israels eher zutreffend sein! Weil hier - 1948 - die „7 Zeiten der Nationen” (609 v.Chr. - 1948 n.Chr.) abgelaufen sind!

      Das Gleichnis Matth. 24:45.ff. besagt und ist überschrieben mit:

      Vom treuen und vom bösen Knecht
      45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über sein Gesinde gesetzt hat, dass er ihnen zur rechten Zeit Speise gebe? 46 Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.


      ====> Wer ist nun laut Vers 45 dieser »treue und kluge Knecht«? Welchen sein Herr = Jesus laut Vers 47 »über alle seine Güter setzen wird«? ---> Das ist wohl schwer zu beantworten und es gibt dazu verschiedene Möglichkeiten:
      1. Es ist der Papst - der Nachfolger des Apostels Petrus. Er wacht über die Güter der Gemeinde, über das Wort /die Bibel und über die (7) Sakramente ...
      2. Es ist die Wachturm - und Traktat-Gesellschaft (WTG) in Pennsylvania / USA - der Zeugen Jehovas „leitende Körperschaft” ...
      3. Es ist Gottes Knecht Israel, das das ganze Heilige Land inklusive "Judäa und Samaria" = Westjordanland als ,Güter’ erhalten wird ...
      4. Es ist Martin Luther der »das Gut des Evangeliums« wieder hergestellt hat ...
      5. Es ist die Endzeitgemeinde der „Übrigen”, welche bald über alle anderen Gemeinschaften „erhoben” wird, nachdem diese "Babylon verlassen" haben ...
      PS:
      Gehen wir vom Endzeitbeginn von 1882 aus - und setzen diesen analog zum 1.Tischri(= 1. des 7. Monats) und gehen dann 7 + 12 = 19 Jahre weiter so ginge es so weiter:
      (Dr. Liebi bezeichnet das Jahr 1882 als Endzeitbeginn, da hierxdie Masseneinwanderung der Juden beginnen hat!)


      1. 1. des 7. Monats = 1882 = 1. Posaune einer "Neuen Zeit" am 1. Tischri (1882 + 7 + 12 Jahre)
      2. 2. des 7. Monats = 1901 = am 2. Tischri (1901 + 19 Jahre)
      3. 3. des 7. Monats = 1920 = am 3. Tischri (1920 + 19 Jahre)
      4. 4. des 7. Monats = 1939 = am 4. Tischri (1939 + 19 Jahre)
      5. 5. des 7. Monats = 1958 = am 5. Tischri (1958 + 19 Jahre) = 2. Posaune
      6. 6. des 7. Monats = 1977 = am 6. Tischri (1977 + 19 Jahre) = 3. Posaune ====> vielleicht wird hier aber auch die Zeit „verkürzt”? ----> auf 100 Jahre nach 1948 - bis 2048!?
      7. 7. des 7. Monats = 1996 = am 7. Tischri (1996 + 19 Jahre) = 4. Posaune
      8. 8. des 7. Monats = 2015 = am 8. Tischri (2015 + 19 Jahre) = 5. Posaune
      9. 9. des 7. Monats = 2034 = am 9. Tischri (2034 + 19 Jahre) = 6. Posaune
      10. 10.des 7.Monats = 2053 = 7. Posaune am " Entsühnungstag" am 10. Tischri des Jahres 2.053 n.Chr.
    • Die 1. Thess. 4:13.ff - Posaune ist NICHT die "Siebte Posaune" der Offenbarung.
      Die Siebte Posaune ist die aus Lev. 23:23.ff. - BEGINN des Siebten Neumonds/Yom Teruah (fälschlich: Rosh Hashanah)!

      Sie eröffnet die "Bußzeit" der neun Tage VOR dem Entsühnungstag. Sie entspricht dem himmlischen Gericht (Offb. 6:9.-11./10:5.-7./11:15.-18. VOR der Wiederkunft Dan. 7:9./8:14./12:12.

      Die Posaune des Wiederkunfts-Tages (NT) ist die Erfüllung der "Yom Hakippurim"-Posaune im JOWEL-Jahr Lev. 25:8.-10.

      Die Weissagung Dan. 8:14. bezog sich NICHT auf den Zehnten Tag des Siebten Neumonds (Yom Hakippurim) sondern auf den ERSTEN (Yom Teruah).

      Insofern hätten Miller/Snow den 12./13.10. 1844 "anvisieren" müssen, aber NICHT als Wiederkunftstag.

      Der Irrtum der Milleriten bez. Entsühnungstag wurde verursacht durch die Vulgata/King-James-Übersetzung Dan. 8:14 "... sanctuary shall be cleansed." Es muss heißen: "... soll heiliger (Bund) gerechtfertigt werden."

      Am Entsühnungstag wird universale "Endreinigung" (Lev. 16) beginnen, NICHT JEDOCH 1844 sondern erst am Wiederkunftstag.

      Schon seit 12:/13.10.1844 gilt: Keine prophetische "Zeit/Frist" (Offb. 10:7.) mehr bezüglich des "Weltendes"!