Getränkeverkauf

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    • Getränkeverkauf

      Hallo.

      Ich habe in letzter Zeit ein paar Mal eine örtliche Freikirche besucht, die versucht, ihren Gottesdiensten ein junge Menschen ansprechendes Gewand zu geben. Das scheint mir einerseits nicht falsch; aber manches kommt mir auch sonderbar vor. Ich denke gerade wieder darüber nach, dass am hinteren Ende des Gottesdienstraums nach der Feier Getränke gekauft werden können. Das billigste Getränk, ein Tee, kostet etwas unter einem Euro, manche Getränke kosten das Doppelte wie in einem preiswerten Supermarkt. (Halber Liter Club Mate zu € 1,50.) Mit Mißtrauen sehe ich diese Art von Gastlichkeit und Gemeindemitfinanzierung.
      • Bin ich ein Fundamentalist? Sollte ich nicht aufgeschlossener für alternative Wege sein?

      • Aber Jesus selbst hat doch die Händler aus dem Vorhof des Tempels vertrieben, mit der Peitsche in der Hand!
      Letzthin hieß es dort am Anschluß des Gottesdienstes gebe es einen thematischen Gebetskreis, zum diesmaligen Gebetsthema würden auch ein paar Videos gezeigt, es gäbe sogar einen kleinen Snack. Ich beschloß, mir die Videos anzusehen, um mich über das Problem zu informieren, aber vor den Gebeten zu gehen. Eine Frau sprach mich an, als ich wartete, die angekündigten Snacks werde es nicht geben, flocht sie ein, aber wenn ich Hunger hätte, könnte ich mir zum Beispiel am Verkauftresen eine Brezel für ca. 50 Cent kaufen. Es mag ja sein, dass ich für sehr vorurteilbehaftete so aussehe, als könne ich nur des Essen willen geblieben sein; aber auch diese Einordnung und vor allem die flott eingeflochtene Kaufempfehlung befremden mich. Weiterhin: Selbst wenn ich tatsächlich nur des angekündigten Snacks wegen geblieben wäre, was nicht der Fall ist, dann meine ich mich zu erinnern, dass Jesus etwas von "ich hatte Hunger, und ihr habt mir zu Essen gegeben" gesagt hat, nichts von einer Preisliste der Gastfreundschaft. Ok, ich mache einen Punkt, damit ich Euch nicht zu sehr beeinflusse.

      Eure Meinungen, bitte! :)

      Grüße
      Daniels
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Geschwister aus unserer Gemeinde besuchten jetzt mal eine Pfingstgemeinde am Ort, zu der eine sehr gefühlsbetonte Schwester aus unserer Gemeinde gewechselt war. Sie berichteten auch von einer großen "Lockerheit", die sie dort angetroffen hatten. Männer saßen da in kurzen Hosen wie auf einer Bank am Strand, man lief während der Pr4edigt hin und her und holte sich von hinten Getränke, sprach auch mit Kindern und Nachbarn.
      Sie meinten, es sei sehr gewöhnungsbedürftig. Von Andacht und Mitarbeit und Verarbeitung der Predigt hätten sie nicht viel bemerkt.

      Aber unser Gottesdienstablauf muss ja nicht das Maß aller Dinge sein.

      benSalöomo.
    • Auf Gastfreundschaft kann man keine Preisliste ansetzen. Ich erwarte in einer Gemeinde, dass alles brüderlich geteilt wird und durch die Finanzierung der Gemeinde allgemein auch solche Unkosten getragen werden.

      Zu glauben, junge Leute durch Drinks und ansprechendes Ambiente in die Gemeinde zu locken, zeigt doch einmal mehr, wie wenig man von seinem eigenen Glauben überzeugt ist, dass man sich der Welt um jeden Preis anbiedert. Weniger hoch zu stapeln und Lifestyle-Getränke wie Club-Mate durch Wasser, Saft und Tee zu ersetzen, sollte nicht schaden und für die Gemeinde schulterbar sein.
    • Ich war vor kurzem in einer Advent-Gemeinde, die mich in Hinblick auf ihre Geräuschkulisse und dem Verhalten in der Predigt sehr stark daran gehindert hat dem Wort des Predigers akustisch und inhaltlich zu folgen. Da merkt man mal wieder, was man an der eigenen Gemeinde so hat.

      Jede Form der Geschäftemacherei oder der vorgesetzten, aber nicht ausgelebten, (kosten)freien Gastfreundschaft, hat im Gottesdienst nichts verloren.

      Die Praxis des Lieferns und Bezahlens von Büchern beim Büchertisch empfinde ich als nicht störend. Manche bevorzugen die Geldübergabe für bestellte Bücher in Form von Überweisung oder einem dezenten Umschlag. Die Vorteile, eben eine lieferkostenfreie Buchbestellung, die dem geistlichen Wachstum dienen soll, oder der Weitergabe von Büchern im Sinne der Mission, überwiegen den kleinen Nachteil der Geldübergabe in der Gemeinde bei weitem. Außerdem wird nach meinem Wissen kein Geschäft damit gemacht.



      @Daniels
      Interessant wäre der Fall, wenn es beispielsweise einen preiswerten Getränkeautomaten/Snackautomaten gäbe, der in einem abgeschlossenen Raum (um akustisch kein Störfaktor zu sein) benutzt werden kann, um sich mit Nahrung zu versorgen.

      Neugierig bin ich jetzt aber schon. Bei welcher Glaubensgemeinschaft warst du zu Gast?
    • tricky schrieb:

      @Daniels: [...] Neugierig bin ich jetzt aber schon. Bei welcher Glaubensgemeinschaft warst du zu Gast?
      Bei einer Gemeinde der International Christian Fellowship, auch kurz als ICF bezeichnet. Ich beobachte mit einigem Interesse, was dort abläuft.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Ich glaube, die Getränke werden eher nach dem Gottesdienst konsumiert - oder allenfalls vorher. Die Leute stehen dann, wie in anderen Gemeinden auch, noch beieinander und führen Gespräche in kleinen Grüppchen.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Auf der einen Seite sieht man das Geschäftemachen und das ist selbstverständlich am Sabbat abzulehnen.
      Das andere Problem ist ob Geschwister Wasser trinken können während der Predigt.
      Auch da gbit es heftige Diskusionen in den Gemeinden.
      Andere lehnen ab, daß jemand während des Gottesdienstes hinausgeht auf die Toilette außer jemand leidet und Inkontinenz.
      Andere wieder haben überhaupt kein Problem. daß viele 5 Minuten zu spät kommen.
      Das stört und man kommt wirklich schwer zu Ruhe.
      Aber warum können manche dann wieder bei einem anderen Vortrag 3 Stunden Ruhe geben und beim normalen Sabbatgottesdienst nicht? Das hat mit dem Interesse zu tun.
      Aber ich denke immer an Gott, wieviel Ruhe und Geduld er mit uns hat.
    • Mit der Geldübergabe am Sabbat habe ich persönlich kein Problem. Aber wenn ich am Sabbat nicht einkaufen gehe, brauche ich in der Gemeinde auch nicht einkaufen gehen.
      Schriften und Bücher bucht bei uns der Schriftenverwalter ab, Trinken (Wasser) gibt es in der Pause umsonst (oder danach). Zu Essen gibt es nur was bei Potluck oder wenn wir nochjfür eine weitere Versammlung zusammen bleiben.
      Die einzige Geldberührung sind die beiden Sammlungen.
      benSalomo.
    • Ich finde persönlich Getränke- und Essensverkauf am Sabbat sehr grenzwertig, steht doch nicht umsonst, dass du weder kaufen noch verkaufen sollst.

      Außerdem frage ich mich, warum es immer irgend welche Getränke sein müssen, die man aus Kostengründen verkaufen muss. Tee oder Wasser tut es auch wenn man Durst hat.

      Befremdlich finde ich, dass es viele nicht mehr aushalten, 2 Stunden ohne zu essen auszukommen. Manche schleppen da Picknickkörbe in die Gemeinde und knistern und knuspern pausenlos und bieten ihren Nachbarn an - was ja nicht schlecht ist - aber nicht während des Gottesdienstes. Kindern wird diese ständige Verfügbarkeit schon von Kindesbeinen an angewöhnt. Stirbt jemand wenn er mal 3 Stundenn nichts zu essen bekommt?
      Ich finde es in den letzten Jahren, dass diese Unsitte ständig zunimmt. Als wäre der Gottesdienst nur essen und trinken ...
      Schildkröten können Dir mehr über den Weg erzählen als Hasen.(aus China).
    • Ich mag ja in vielen Dingen eher "liberal" sein, aber Sachen am Sabbat verkaufen, geht meiner Meinung nach gar nicht. Bei Kongressen etc. wäre mir es sehr viel lieber, wenn CD´s, Bücher etc. zwar beworben aber nicht verkauft werden und dort Essen selbst mitzubringen bzw. dann geschwisterlich zu teilen anstatt Catering-Service in Anspruch zu nehmen geht doch eigentlich auch.

      Essen und trinken im Gottesdienst ist so ne Sache. Essen brauche ich als Erwachsener nicht (wenn man früh genug aufsteht, kann man durchaus noch gemütlich vorher daheim frühstücken...). Etwas anderes ist bei Kleinkindern oder Babys. Trinken nehm ich immer mit. Wenn ich z.b. Sabbatschulleitung mache, brauche ich hinterher was zu trinken (bei und nach einer Predigt auch) und bei den derzeitigen (und demnächst vorhergesagten) Temperaturen ist trinken eher was notwendiges.

      Ich finde es übrigens interessant, das hier die Frage "Verkaufen" etc. mit dem Geräuchspegel zusammen gesehen wird. Bei unseren Geschwistern auf den Philippinen beispielsweise wäre jeglicher Verkauf (im Gottesdienst sowieso aber auch auf Kongressen) ausserhalb jeglichen Akzeptablen aber der Geräuchspegel wäre für einige Empfindliche hier wahrscheinlich untragbar (hauptsächlich Kinder etc.). Ich finde es aber sehr locker und unverkrampft und keineswegs gotteslästerlich. Manchmal hab ich den Eindruck das wir hier in Deutschland zum einen verhaltensmäßig manchmal einen "Besenstil verschluckt haben" und zum anderen unsere Prioritäten völlig falsch setzen (Bücher verkaufen ja, aber ein Kind muss ganz stumm und unhörbar sein z.b....).
    • Ich bin ziemlich überrascht.

      In unserer Gemeinde isst selbstverständlich NIEMAND im Gottesdienst(raum). Auch Kinder dürfen das nicht, soweit Eltern meinen, dass die Armen keine 2 Stunden ohne Proviant auskommen, können sie im Vorraum in der Pause essen.

      Also Essen und Trinken WÄHREND des Gottesdienstes halte ich für inakzeptabel. Nahrungsmittel und Getränke verkaufen auch, wobei ich das eigentlich so verstanden habe, als würde das in einer freikirchlichen Gemeinde geschehen sein und die mögen ihre Sonntagsfeier anders sehen, als wir unsere Sabbatheiligung.
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      Liebe Grüße, Heimo