Jehovas Zeugen

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    • Jehovas Zeugen

      Hallo zusammen,
      Ich habe Gestern im Radio ein Interview mit einer Áussteigerin der Jehowas Zeugen angehört. Sie war 60 Jahre Mitglied, und wurde dann ausgeschlossen. Wer das Interview nachhören will der kann es auf :
      BR3 Mensch Otto als Podcast Der Titel ist Barbera Kohouts, Jehowas Zeugen Aussteigerin.
      War sehr interesant, wenn jetzt Zeugen zu mir kommen mache ich die Türe zu, denn diese Frau sagt es sei sinnlos mit denen zu reden und ich hatte das Gefühl sie hat Recht.
      LG
      Hardy
    • hardy schrieb:


      War sehr interesant, wenn jetzt Zeugen zu mir kommen mache ich die Türe zu, denn diese Frau sagt es sei sinnlos mit denen zu reden und ich hatte das Gefühl sie hat Recht.
      LG
      Hardy
      Gott aber lässt uns durch die Bibel sagen: "Wir sollen allen Menschen die gute Botschaft verkündigen". Matthäus 28,19

      Gott sagt zb. Dass ihm Paulus ein auserwähltes Werkezug sei, nachdem Hananias seine Bedenken äußerte. Apstelgeschichte 9, 10ff

      Er machte Petrus aufmerksam, dass es nicht Petris Sache sei, die Menschen zu beurteilen und schickte Petrus zu den Heiden. Apostelgeschichte 10, 9ff

      Auch Zeugen Jehovas gehören zu den Menschen ... Wir wissen nicht, WER noch aller ein wertvolles Werkzeug Gottes ist. Möglich wäre es, dass wir gerade, weil wir ZJ schon im Vorfeld verurteilen ein Werkzeug Gottes verwerfen. Also Vorsicht mit solchen Äußerungen ... :)

      ***
    • Nach dem Eintrag von Hardy habe ich mir diesen Beitrag angehört. Barbara Kohout hat darin unter anderem auch erkärt, wie gut geschult Zeugen Jehovas zu den Menschen gehen, dass sie beispielsweise für jede Gesprächssituation schon die passenden Antworten eingeübt haben und dies sozusagen sehr automatisiert abläuft. So wie es sich angehört hat, ist ein individuelles Gespräch überhaupt nicht möglich,weil von diesen Standardsätzen nicht abgewichen wird, und man gar nicht zum Menschen selbst vordringen kann, auch wenn man das wollen würde.

      Sie hat auch in einer rückblickenden Analyse erzählt, wie die Zeugen seinerzeit mit der Not und Unsicherheit ihrer Familie umgegangen sind (sie selbst war ein junges Mädchen wie die Familie bei den Zeugen Jehovas aufgenommen wurde), und auf jede Frage eine passende Antwort/Lösung angeboten haben. Und sie hat die antrainierte Angst angesprochen, die einem gefangenhält und die man so schwer überwinden kann (wo auch Psychotherapeuten dann schwer einen Zugang finden, weil sie nicht die Abläufe und Systematiken kennen, wie den Menschen diese Angst beigebracht wurde).

      Natürlich muss man den ganzen Beitrag im Bewusstsein hören, dass es sich um eine Person handelt, die 60 Jahre lang einer Religionsgemeinschaft angehört hat, diese Zugehörigkeit dann in Frage gestellt hat und daraufhin mit dem Gemeinschaftsentzug bestraft wurde. In diesem Kontext hat sie auch erklärt, dass Ausgetretene oder Ausgeschlossene jeden Kontakt zu ihrem angestammten sozialen Umfeld verlieren, dass beispielsweise ihre Mutter nicht einmal mit ihr reden darf.

      Mein Fazit aus dem Beitrag ist, dass es wohl wenig Hoffnung darauf gibt, dass man ausgerechnet jene Zeugen, die gut geschult ausschwärmen um neue Interessenten zu finden, für einen anderen Weg interessieren kann.
    • Jahovas Zeugen

      Hallo zusammen,
      meine liebe Nachteule und Karoline eure Beiträge haben mir sehr gut gefallen und haben auch in meiner Denkweise etwas bewirkt. Gerade habe ich eure Beiträge noch mal gelesen und bin zu der Erkenntnis gekommen das ich auch weiter mit JZ an der Türe und auch sonst überall wo ich sie finde diskutieren werde. Denn Nachteule du hast Recht, wir dürfen nicht urteilen Gottes frohe Botschaft ist für alle auch für JZ. Wir sollen jedem Menschen von Jesus erzählen, sollen ihnen Gottes Wort nahe bringen. Das ist unsere Aufgabe aber nur Gott kann ihre Herzen öffnen für seine Botschaft. Ich denke wir sollten regelmäßig für diese Menschen beten, dass sie die Wahrheit erkennen und die lehren der JZ erkennen als das was sie sind nähmlich Irrlehren.
    • sta_hisf salut zusammen,
      mein erster beitrag überhaupt-wird wohl langsam zeit mich auch mal zu äußern( wer anfängt, hat schon die hälfte geschafft) :D
      auf meiner langen suche, die bibel kennen zu lernen, hatte ich u.a. auch bibelstudium bei den zj.waren anfangs superfreundlich, bis ihnen meine lästigen fragen doch ziemlich auf die nerven gingen. flugs waren dann beim nächsten mal gleich zwei älteste dabei. paralell dazu fand ich in meinem briefkasten eine karte von der stimme der hoffnung und nahm kontakt und ein bibelstudium mit einem adventprediger auf. so hatte 2 bibelstudien die woche -dienstags die zj mittwochs der adventprediger! da ich selbst-trotz bzw.wegen meiner erzkatholen erziehung null ahnung von der bibel hatte, aber glaube,die bibel so geschrieben ist dass sie logisch erklärbar ist, verstand ich die zj nicht- hechelxD374 was für ein satz!! verstanden habe ich den adventprediger-super! erkonnte mir meine fragen beantworten-die ich dann beim nächsten zj studium auch sagte. man-die wurden stinksauer!!! vorbei ihre freundlichkeit. später traf ich durch zufall eine von denen wieder-sie sagte mir, sie hätte große angst, den ansprüchen der zj-"gesprächsschulung" nicht gerecht zu werden. sie berichtete mir, dass auf einer bühne 2zj sitzen, einer spielt den "ungläubigen, der andere zj und alle argumente für den zj glauben und die gegenargumente werden geübt-vor versammelter mannschaft und mit noten!!!!! ehrlich gesagt-ich mache die tür zu, wenn zj davor stehen!. das mheisst natürlich nicht, dass alle zj unheilbar sind!!!!!!!! ;( vor gott zählt nur der einzelne mensch und nur gott ist richter-kein mensch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Hallo Annett,
      danke das du deine Erfahrung mit uns geteilt hast. Eigentlich bin ich ein Mensch der mit allen über den Glauben rede vorallem auch mit den ZJ . Dort wo ich früher gelebt habe sind sie öffter zu mir grkommen und ich dachte hier währe es ebenso. Einmal waren welche da, dann haben sie wohl gemerkt das ich Adventi bin seitdem sind keine mehr gekommen. Als ich dieses Interview im Radio gehört habe dachte ich eigentlich o.k. das wars keine Gespräche mehr mit den ZJ. Nachdem ich gelesen habe was Nachtperle geschrieben habe kam ich zu der Einsicht das wir nicht werten sollen und Jeder die Chance haben soll die Wahrheit zu hören. Wenn also wieder ZJ vor der Türe stehen, bitte ich sie herrein und behandele sie wie Brüder die sie eigentlich sein sollten.
      LG
      Hardy
      Ach übrigens du wirst sehen schreiben ist genauso schön wie lesen also viel spass hyppxg hier im Forum
    • hardy also ein großes Dankeschön, dass du diesen Thread hier eröffnet hast.

      Meine Eltern waren von 1977 bis 1991 Zeugen Jehovas. Ich bin 1988 geboren worden und habe recht wenig davon mit gekriegt. Als ich anfing mich mit dem Glauben zu beschäftigen, habe ich mich auch lange Zeit mit Zeugen Jehovas auseinander gesetzt weil es die frühere Religion meiner Eltern war. Vieles fand ich gut aber es gab auch einige Störfaktoren die immer belastender für mich wurden. Deshalb habe ich mich nie dort taufen gelassen.

      Ich habe heute abend meinen Eltern die Radiosendung gezeigt und sie konnten alles bestätigen was diese Frau dort gesagt hat. Als die Sendung vorbei war, haben meine Eltern richtig laut sogar applaudiert. Ich denke, das sagt alles aus. Ich habe das Glück, dass ich relativ emotional neutral mich mit den Zeugen Jehovas beschäftigen kann und Gutes genauso wie Schlechtes raussuchen kann. Für meine Eltern, die über ein Jahrzent jedoch mit dieser Religion belastet waren, wird das erheblich schwieriger. Ich weiß nicht wie viel Leid diese Organisation schon Menschen angetan hat und wie viel Blut sie an ihren Händen kleben hat aber es ist viel. Ich rede an sich gerne mit Zeugen Jehovas weil es die erste Religion war mit der ich konfrontiert wurde. Sie half mir bisschen bei meinem neuen Glauben. Ich benutze noch heute z.T. gute Wachtturmliteratur aber wenn ich schaue was da alles abgelaufen ist und noch immer abläuft, es ist einfach erschreckend!!!

      hardy also meine Eltern können diese Sendung nur unterscheiben. Es war richtig interessant. Danke nochmals. :)
    • Die Zeugen Jehovas sind geschult. Sie kommen zu zweit. Sie können einander argumentativ unterstützen, aber auch gegenseitig kontrollieren. (Abweichler
      werden mitunter schnell isoliert und ausgeschlossen.) Außerdem haben sie ein Büchlein mit Standardantworten bei sich.

      Menschen, die die Tür öffnen, sind in der Regel nicht auf Zeugen Jehovas geschult, den eigenen Glauben zu kennen reicht nicht. Sie haben
      niemanden, der sie argumentativ unterstützt. – Hier spielt Rhetorik eine große Rolle.

      Egal, ob jemand die Tür öffnet oder vor den Zeugen Jehovas schließt, es passiert immer wieder dasselbe, die Zeugen gehen mit einem Gefühl
      der Überlegenheit weg. Sie missionieren sich sozusagen selbst.

      LG Christel
    • Hallo Christel,

      Christel schrieb:

      Die Zeugen Jehovas sind geschult. Sie kommen zu zweit. Sie können einander argumentativ unterstützen, aber auch gegenseitig kontrollieren. (Abweichler
      werden mitunter schnell isoliert und ausgeschlossen.) Außerdem haben sie ein Büchlein mit Standardantworten bei sich.
      Ich sehe das nicht so eng. Standardantworten ist übertrieben. Die Schulung inkludiert eben, dass sie auf "Standardfragen" Antworten geben können. Aber ich denke, das lernt man auch auf Bibelfreizeiten, in Bibelrunden u.s.w. Also nicht nur die Zeugen Jehovas werden "geschult". Die Bibel schult uns alle.

      Christel schrieb:

      Menschen, die die Tür öffnen, sind in der Regel nicht auf Zeugen Jehovas geschult, den eigenen Glauben zu kennen reicht nicht. Sie haben
      niemanden, der sie argumentativ unterstützt. – Hier spielt Rhetorik eine große Rolle.
      Vermutlich hast du die größere Erfahrung mit sogenannten "Aussteigern" ;) und von diesen beweisen doch eigentlich etliche, dass es mit ihrer Rhetorik nicht sehr weit her ist. Rhetorik ist eine Gabe Gottes. Mancher beherrscht sie super, andere wieder gar nicht. Man findet die super und miesen Redner überall.

      Eigentlich mag ich es persönlich nicht so sehr, wenn man DIE Zeugen Jehovas, DIE Adventisten, DIE Katholiken, DIE Roten, DIE Grünen, DIE Sowieso und DIE Anderswie so pauschal be- bzw. verurteilt.

      Christel schrieb:

      Egal, ob jemand die Tür öffnet oder vor den Zeugen Jehovas schließt, es passiert immer wieder dasselbe, die Zeugen gehen mit einem Gefühl
      der Überlegenheit weg. Sie missionieren sich sozusagen selbst.
      Ich möchte es nicht Überlegenheit nennen. So ein Überlegenheitsgebaren finde ich auch sehr intensiv bei evangelikalen Christen. Die Überzeugung, den wahren Glauben, die richtige Kirche zu haben, macht anscheinend überlegen.
      Ich bin gespannt auf weitere Kommentare von dir - auch ich kenne dich (positiv) aus früheren Zeiten und anderen Foren - und hoffe gleichzeitig, dass die ZJ hier nicht zum Hauptthema werden. (das ist mein persönliches Anliegen, nicht unbedingt das der Forenmitglieder).

      Sei herzlichst gegrüßt

      Die Nachtperle

      ***
    • meine liebe @Nachtperle,
      die gefahr wird nicht bestehen, denn wenn ich mir die Forenübersicht ansehe giebt es genügent Themen mit denen man sich beschäftigen kann ohne das man die ZJ auch nur streift. Aber es giebt doch einige denen dieses Thema auf dem Herzen liegt. Auserdem würde ich es sehr vermissen denn du hierzu nichts mehr schreiben möchtest, denn ich finde deine Komentare sind sehr hilfreich( zumindest für mich ).Aber es wird sein wie bei allen Themen irgendwann geraten sie in vergessenheit. Ich bitte dich habe ein wenig Geduld mit uns.
      LG
      Hardy
    • Meine Erfahrungen sind rel. nüchtern.

      3 Intensive Gespräche (und ein paar kleine auf der Straße) hatte ich mit JZ bereits.
      2mal vor den Türen anderer Leute jeweils ca.30 min.
      1mal bei mir zuhause.
      Auch ein paar mal im JZ Königreichssaal.

      Meine Erfahrung sind bei allen gleich. Ein Dialog ist nicht möglich. Schema F ist standart.
      Ich werde belehrt und ihre Antworten sind tatsächlich alle gleich (aber gut rübergebracht).

      Leider habe ich die Erfahrung gemacht dass wenn du ihnen sagst dass du STA bist dass du trotz Besuchsabmachung von 3 mal 2 mal nicht besucht wirst (ohne Absage).
      Nur hier vor Ort habe ich einmal Besuch bekommen weil dann ein Ältester direkt zu mir gekommen ist und dass er mich effektiv ausgelacht hat weil ich an eine 24 Stunden 6(7) Tageschöpfung glaube war der eher traurige Aspekt.
      Ich werde auch weiterhin mit ihnen reden wenn sie offen sind _(sehr sehr selten). Aber im Endeffekt halte ich es immer noch für Zeitverschwendung wenn du mit einem Ältesten redest.
      Der Wachturm heißt nicht umsonst Wachturm, weniger für ihre Botschaft sondern eher um ihre Glieder zu bewachen.

      Ich bin so froh in einer freien Gemeinschaft wie der der STA zu sein, denn der Wachturm ist kein göttliches Prinzip(in meinen Augen)
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • hardy schrieb:

      meine liebe @Nachtperle,
      die gefahr wird nicht bestehen, denn wenn ich mir die Forenübersicht ansehe giebt es genügent Themen mit denen man sich beschäftigen kann ohne das man die ZJ auch nur streift. Aber es giebt doch einige denen dieses Thema auf dem Herzen liegt. Auserdem würde ich es sehr vermissen denn du hierzu nichts mehr schreiben möchtest, denn ich finde deine Komentare sind sehr hilfreich( zumindest für mich ).Aber es wird sein wie bei allen Themen irgendwann geraten sie in vergessenheit. Ich bitte dich habe ein wenig Geduld mit uns.
      LG
      Hardy
      Keine Sorge, Hardy

      ich habe kein Problem mit oder über ZJ zu sprechen. Mein Problem ist die Pauschalierung einerseits und die Sorge andererseits, dass wir hier von ehemaligen ZJ überschwemmt werden. Und das nicht grundlos. Ich will aber hier öffentlich nicht zu viel darüber schreiben, erkläre dir aber näheres gerne per PN.

      Für mich gibt es DIE Zeugen genau so wenig, wie es DIE Adventisten gibt. Weil jeder einzelne Zeuge Jehovas, wie auch jeder einzelne Adventist ein eigenständiges Idividuum ist und das Recht hat, als solches verstanden, respektiert und behandelt zu werden.

      Ich denke nur wenn alle so denken, dass mit ZJ's zu sprechen sinnlos oder gar Zeitverschwendung ist, nehmen wir als Menschen - die sich als Nachfolger Christi verstehen - jegliche Möglichkeit, Gott kennen zu lernen. Ob das im Sinne Gottes ist? Und wir wissen weder, wieviele ZJ zu Jesus Christus gefunden haben, noch wissen wir, wieviele es noch tun werden. Als Nachfolger Christi sollten wir jeden Menschen, also auch die ZJ als mögliches Werkzeug Gottes sehen. Wir wissen einfach nicht, WER eines ist. Dann werden wir auch jedem Gespräch etwas abgewinnen können.

      Ich kann doch auch als STA mit einem ZJ über die Bibel sprechen. Und nur die Bibel sprechen lassen, dann müsste es irgendwo ein Gemeinsames und somit auch eine Gesprächsbasis geben.

      Der Pastor, der mich getauft hat, ist mir in dieser Hinsicht ein gutes Beispiel. Denn er trifft sich regelmäßig mit ZJ und führt sehr gute Gespräche. Wichtig ist, dass man andere Ansichten gelten und auch stehen lassen kann. Und ... dass man nicht bei den ZJ oder STA-Schwerpunkten (Glaubenspunkten) das Gespräch beginnt. Also nicht das Streitgespräch suchen, nicht rechthaberisch sein, und nicht mit typischen ZJ oder STA Lehrpunkten beginnen.

      Mir ist klar, dass ich damit selten auf Verständnis stoße, wenn ich meinen Unmut äußere über die Bewertung der ZJ von Seiten der verschieden gläubigen Christen. Damit kann ich aber gut leben. Eventuell können wir STA uns gegenseitig etwas helfen, ZJ's nicht voreingenommen zu begegnen. Denn Extreme gibt es nicht nur bei den ZJ's.

      Ich kenne einen ehemaligen ZJ, der mit vorliebe und eigentlich immer wieder einen EX-STA als Beispiel bringt, dass die STA ja nur eine Sekte sein kann und sonst nichts. Wir haben White, die uns unsere Meinung vorgibt und anders dürfen wir gar nicht. Wir müssen mit dem Strom schwimmen, trinken im Geheimen unseren Alkohol und übersehen, dass Paulus, Petrus und Gott doch deutlich in der Bibel darauf hinweist, dass Schweinefleischverbot nur von den Gesetzlern ohne richtigem Bibelverständnis aufrecht gehalten wird. Auch uns wird so gegenseitige Kontrolle unterstellt und ein gebunden sein an eine gesetzliche Kirche.

      Würde uns das freuen, wenn wir pauschal so verurteilt werden und mit uns gar niemand mehr reden will, weil es eh nur Zeitverschwendung ist? Ich weiß es, das ZJ-Thema ist heikel und selten wirklich als wirklich sachliche Besprechung möglich. Aber ... müssen wir mit dem Strom schwimmen?

      Liebe Grüße dir

      Die Nachtperle

      ***
    • Hallo Nachtperle,
      ich hatte Recht, deine Komentare sind wie immer sehr treffend und ich danke die dafür. sta_hisf
      Ich will dir keinen Honig ums Maul schmieren ( so redet man im Allgäu ) aber was du schreibst ist immer eine Bereicherung für mich.
      LG
      Hardy
    • Liebe Nachtperle,

      vielen Dank für Deinen Beitrag, der meiner Meinung nach etwas sehr Wichtiges anspricht, nämlich die verschiedenen Arten von Gesprächen. Ich denke, dass wir da nämlich etwas aneinander vorbeischreiben. Der Pastor, den du in deinem Beitrag angeführst hast, spricht in einer ganz anderen Rolle mit den ZJ, er hat eine offizielle Funktion und spricht vermutlich nicht mit einfachen Gläubigen der ZJ, sondern eben auch mit offiziellen Funktionsträgern.

      Ich kann in dem Thread nicht erkennen, dass wir hier die ZJ pauschal verurteilen, aber vielleicht ist dein Beitrag auch proaktiv zu verstehen, dass du eben verhindern möchtest, dass es zu einer derartigen Verurteilung kommt. Ich dachte es geht darum, dass Hardy die Frage aufgeworfen hat, ob es einen Sinn macht, mit ZJ zu sprechen, die an der Tür sind. Und da ist meine persönliche Meinung immer noch, dass das sehr wenig Sinn macht. Wenn man die dahinterstehenden Abläufe einmal kennt, dass das wirklich eintrainiert wird wie bei einer Verkaufsschulung , möchte ich gerade in meinen persönlichen Glaubensangelegenheiten nicht wie in einem Theaterstück eine Rolle einnehmen, wo ich sowieso nur wie gegen eine Wand rede und meine Argumente vielleicht bei der nächsten Schulung zur Verfeinerung der Argumentation herangezogen werden, ich sozusagen auch noch als Werkzeug diene.

      In dem Radiobeitrag ist auch angesprochen worden, dass ZJ mit Andersgläubigen nicht befreundet sein dürfen. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sprechen, dass das auch so ernst genommen wird, dass oft nicht einmal vernünftige Gespräche am Arbeitsplatz möglich sind. Wir hatten einmal einen Arbeitskollegen, der sich von der restlichen Belegschaft völlig abgekapselt hat und wenn, dann nur mit uns sprechen wollte, um seine Zeitschriften anzubringen.

      Aber was ich sehr begrüßenswert finden würde, wäre beispielsweise, wenn die Initiative dieses Pastors auch auf einfache Gläubige ausgedehnt werden könnte und ich wäre wirklich gespannt, ob da beispielsweise einmal ein gemeinsamer Nachmittag zustande kommen würde, wo zwar über den Glauben gesprochen werden kann, aber in einer offenen Art und Weise, ohne den anderen gleich bekehren zu wollen, wie es bei Gesprächen an der Tür ja der Fall ist.

      Liebe Grüße

      Karoline
    • Liebe Karoline,


      Karoline schrieb:

      vielen Dank für Deinen Beitrag, der meiner Meinung nach etwas sehr Wichtiges anspricht, nämlich die verschiedenen Arten von Gesprächen. Ich denke, dass wir da nämlich etwas aneinander vorbeischreiben. Der Pastor, den du in deinem Beitrag angeführst hast, spricht in einer ganz anderen Rolle mit den ZJ, er hat eine offizielle Funktion und spricht vermutlich nicht mit einfachen Gläubigen der ZJ, sondern eben auch mit offiziellen Funktionsträgern.
      ich habe hier keine verschiedenen Arten von Gesprächen angeführt. Es sind ZJ's, die in ihrer Missionstätigkeit an der Wohnungstüre des Pastors und seiner Frau angekommen sind. Inzwischen finden alle Beteiligten die Gespräche sehr positiv und es kommen manchmal auch 4 oder 5 ZJ zu dem Gespräch, weil sie es 1. auch unter den vorher abgesprochenen Regeln sehr interessant und auch lehrreich finden. (Die Regel ist: Keine Streitgespräche, verschiedene Ansichten einfach stehen lassen, wenn es zu keiner Gemeinsamkeit kommen kann und Respekt gegenüber dem Nächsten) und 2. weil es oft Themen sind, wo sich der eine oder andere ZJ besser zurechtfindet. Ich denke ja doch, dass das bei ZJ auch möglich ist. Warum auch nicht. Wenn beide, die STA und die ZJ den anderen mit Respekt und ohne Voreingenommenheit begegnen, dann muss es klappen. Denn wir als STA wollen doch die Ehre Gott geben. Und die Zeugen Jehovas wollen im Grunde nichts anderes. Sie geben Jehova die Ehre und bemühen sich um ein Verhalten, dass dem auch gerecht wird.
      Das Gespräch hat mit offizieller Funktionsträgerschaft nichts zu tun.


      Karoline schrieb:

      Ich kann in dem Thread nicht erkennen, dass wir hier die ZJ pauschal verurteilen, aber vielleicht ist dein Beitrag auch proaktiv zu verstehen, dass du eben verhindern möchtest, dass es zu einer derartigen Verurteilung kommt. Ich dachte es geht darum, dass Hardy die Frage aufgeworfen hat, ob es einen Sinn macht, mit ZJ zu sprechen, die an der Tür sind.

      Du hast schon recht. In erster Linie ist der Beitrag vorbeugend dem Krieg zwischen ZJ und anderen Gläubigen zu verstehen. Die Erfahrung hat mir leider bisher immer gezeigt, dass es anders nicht möglich ist. Das liegt weniger an den STA und an den ZJ. Aber darüber wie schon erwähnt, will ich hier nichts breittreten. Meine Bedenken gehen eindeutig in die Richtung, dass es hier Diskussionen mit ZJ und Ex-ZJ kommt. Und in der Folge auch zwischen den EX-ZJ und den STA. Weil für diese Gruppe sind wir STA genau so eine Sekte wie die ZJ. In manchen Punkten sogar noch schlimmer, weil wir ja in ihren Augen Gesetzler sind, die Paulis Aussagen in Bezug auf Sabbat, Tabak, Alkohol und Schweinefleisch sind.


      Und da ist meine persönliche Meinung immer noch, dass das sehr wenig Sinn macht.
      Und genau das sehe ich eben anders. Das ist aber meine persönliche Ansicht.



      Wenn man die dahinterstehenden Abläufe einmal kennt, dass das wirklich eintrainiert wird wie bei einer Verkaufsschulung , möchte ich gerade in meinen persönlichen Glaubensangelegenheiten nicht wie in einem Theaterstück eine Rolle einnehmen, wo ich sowieso nur wie gegen eine Wand rede und meine Argumente vielleicht bei der nächsten Schulung zur Verfeinerung der Argumentation herangezogen werden, ich sozusagen auch noch als Werkzeug diene.
      Das sehe ich auch nicht so. ZJ haben ihre Glaubensansichten genauso wenig einstudiert, wie sonst aktiv bibelgläubige Christen. Denn egal, welche Glaubensrichtung es ist. Wenn ein Christ aktiv ist, wird er seinen Glauben richtig finden und ihn zu vermitteln wie auch zu verteidigen wissen. Egal nun ob ZJ, STA, Katholik, Protestant oder Evangelikale. Die einen sind halt besser "in der Bibel zu Hause" als andere.

      Karoline schrieb:

      In dem Radiobeitrag ist auch angesprochen worden, dass ZJ mit Andersgläubigen nicht befreundet sein dürfen. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sprechen, dass das auch so ernst genommen wird, dass oft nicht einmal vernünftige Gespräche am Arbeitsplatz möglich sind.
      Und ich kann genau vom Gegenteil berichten. Ich kenne ZJ als Arbeitskollegen sehr zuvorkommend, ehrlich und auch sehr gesprächsbereit. Wo sie wohl nie mitgemacht haben, waren dumme oder vulgäre Witze. Und von sämtlichen Feiern haben sie sich fern gehalten. Wenn man das aber respektieren kann ohne zu Spotten, hat man ganz nette Nachbarn, Arbeitskollegen und auch Freunde. Dass sie sich nicht dem Spott aussetzen, wie es ja leider üblich ist, verstehe ich voll und ganz.
      Unser Personalchef hatte da ein wachsames Auge darauf, dass niemand auf Grund seiner Herkunft, Religion oder politischer Gesinnung verurteilt wird. Gespräche in diese Richtung waren während der Arbeitszeit nicht erlaubt. Und es klappte wunderbar.


      Karoline schrieb:

      Aber was ich sehr begrüßenswert finden würde, wäre beispielsweise, wenn die Initiative dieses Pastors auch auf einfache Gläubige ausgedehnt werden könnte und ich wäre wirklich gespannt, ob da beispielsweise einmal ein gemeinsamer Nachmittag zustande kommen würde, wo zwar über den Glauben gesprochen werden kann, aber in einer offenen Art und Weise, ohne den anderen gleich bekehren zu wollen, wie es bei Gesprächen an der Tür ja der Fall ist.
      Darauf kannst du dich verlassen. Du kennst ihn nicht. Und das, auf das du gespannt bist, geschieht im Grunde bei jedem Gespräch.

      Was das Gespräch an der Türe betrifft, bin immer noch ich als Wohnungsinhaber derjenige, der Gespräche zulässt oder auch nicht. Bisher hatte ich kein Problem damit, zu sagen: ich habe keine Zeit, keine Lust, will nicht oder sonst was. In der Regel zeige ich mich immer Gesprächsbereit. Und wenn ich ZJ an der Straßenecke stehen sehe, spreche ich sie an und frage um die neuesten Zeitungen ihrer Kirche. Keine Ahnung, warum ich da kein Problem habe. Anscheinend segnet mich Gott immer mit den richtigen Menschen. Denn ich kenne - abgesehen von gewissen Foren - weder Spott noch sonstige negative Meldungen weil ich Adventist bin. Und ich mache da bestimmt kein Geheimnis daraus.

      Was ich aber schon mache: Ich halte mich sehr zurück, wenn ich merke, dass es gewisse Leute nur auf Provokation abgesehen haben. Vielleicht kenne ich deshalb diese Probleme nicht.

      Noch ein Wort zum pauschalen Verurteilen:

      Wenn mir jemand sagt: DIE ZJ, DIE STA sind so oder so, dann verstehe ich das als pauschales Verurteilen. Weil wir als Kirche verschiedene Menschen in jeder Hinsicht sind. Wir haben nicht alle nur die gleichen Eigenschaften, Vorlieben und Schwächen. Das macht uns als Adventisten eben nicht zu DEN Adventisten und Zeugen Jehovas eben nicht zu DEN Zeugen Jehovas. Vorurteile können viel anrichten. Besonders im Glaubensbereich...

      Liebe Grüße dir

      Die Nachtperle

      ***
    • Ich gebe Nachtperle an sich recht jedoch muss man eines sehr stark betonen. Die Organisation oder das System der Zeugen Jehovas macht einen fertig wenn man nicht nach diesen Spielregeln spielt. Und das mit einer Heftigkeit, die man selten bei vielen anderen Gemeinschaften wiederfindet. Das darf man nie vergessen. Dieses System probiert Menschen von der Außenwelt abzukapseln, probiert diesen Menschen ein Gefühl von Überlegenheit zu vermitteln, macht ihre Anhänger arrogant und macht sie unfrei selber die Bibel zu studieren, da sie nur dem Wachtturm gehorchen dürfen. Es wird mit sehr viel Angst gespielt sobald man nicht mehr auf ihrer Linie ist und das führt dazu, dass sie wirklich über Leichen gehen. Ausgeschlossene werden wie Luft behandelt, als wären sie schon tot und vieles was wirklich weh tut, wird von dieser Organisation befehligt. Das darf man einfach nicht leugnen!!!!

      Jetzt gibt es aber Versammlungen die das bisschen strenger oder bisschen lockerer ausführen. Dann gibt es auch einzelne Mitglieder, die das je nachdem bisschen genauer oder lässiger betrachten. Meine Eltern waren lange Zeit in einer Versammlung, die bisschen lockerer war und wo das Klima auch sehr herzenswarm und angenehm war. Als man dann wegen finanziellen Gründen, diese Versammlung auflöste, sind meine Eltern in eine andere Versammlung gekommen, die viel extremer und härter die Anweisungen der Wachtturmgesellschaft befolgten. Ab da hat es auch nicht mehr lange gedauert bis meine Eltern ausgeschlossen worden sind. Man kam sich mehr in der Gestapo vor als im Haus Gottes.

      So habe ich auch selber Zeugen Jehovas getroffen mit denen man absolut gar nicht reden konnte und ich habe andere Zeugen Jehovas kennen gelernt, die wirklich offen für meine Worte waren und mehr wissen wollten. Aber das ganze System der Wachtturmgesellschaft ist so aufgebaut, dass das Strenge deutlich von ihr kommt und nur die Ausführungen in den Versammlungen von Ort zu Ort verschieden sind. Und ich kenne fast keine Gemeinschaft, die genauso ihre Mitglieder so intensiv und einseitig von der Leiterschaft belehrt als das in der Wachtturmgesellschaft der Fall ist.

      Ja man findet Extremisten überall aber nur in den seltesten Fällen kommt das auch wirklich von der Obrigkeit. Bei den Zeugen Jehovas ist das jedoch der Fall und genau hier liegt der große Unterschied und das sollte man immer beachten!!!
    • Mir ist auch aufgefallen als mein JZ der mich besucht hatte offen gesagt hatte dass es in der Organisation keinerlei solche extremen Spaltungen gibt wie z.B. bei uns.
      Mein Problem ist, ich glaube ihm das.Es ist das was du mir auch schon früher gesagt hast Gilles und das macht seine ganzen Aussagen nun wirklich plausibel.

      Die Struktur ist absolut autoritär. Abweichung gibt es nicht.
      Auch wenn wir mit viel Streit in unserer Gemeinde leben müssen so betone ich nochmal, GOTT SEI DANK dass wir frei sind zu glauben.

      Aber was mir wichtig ist, sucht diese JZ die offen sind denn diese sind die einzigen bei denen Hoffnung besteht.
      Ein JZ der mich wegen meinem Glauben auslacht (vorallem wenns ein Ältester ist) passt leider genau in das BIld das Gilles soweit kennt.
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Hallo Nachtperle,

      natürlich sind „DIE Zeugen Jehovas, DIE Adventisten, DIE Katholiken, DIE Roten, DIE Grünen, DIE Sowieso und DIE Anderswie“ Stereotype und letztlich Vorurteile dem Einzelnen gegenüber, der möglicherweise ganz anders ist.
      Natürlich haben auch andere dieses Überlegenheitsgewese, die jedes Gespräch erschwert…
      Natürlich blockiert man selbst Gespräche, tut unrecht…, wenn man dem Menschen, der einem gerade gegenüber steht, entsprechend dieser Stereotype beurteilt – er/sie könnte ganz anders sein.

      Trotzdem habe ich Prozesse richtig geschildert.

      Rhetorik ist nicht nur eine Sache der Begabung, sondern auch der Übung.

      „Standardantworten“ ist nicht übertrieben. – Ich besitze das Büchlein, indem sie drin stehen.

      Wenn Du mich tatsächlich aus andren Foren kennst, dann weißt Du, dass ich mich für jemanden, der selbst nie ZJ war, hier sehr gut auskenne.

      LG Christel
    • Ich teile aus meinen praktischen Erfahrungen --leider---auch die Sicht von Jonajim/Babtist/Christel etc.

      Ich denke es macht einen großen Unterschied im "Auftreten" von ZJ, wenn sie es mit einem adv. Pastor, ev.noch einem sehr ruhigen freundlichen und ausgeglichenen kompetenten und in seinen Aussagen bestimmten "Gegenüber" sehen, oder einem bibl. Neuling!!

      Überzeugte ZJ jedenfalls sehen gem ihrem "Lehrkonzept" in Jedem Gegenüber --nämlich die ganze Menschheit außer ZJ--als "Babylon" !!---auch wenn sie das nicht (gleich) sagen. Es ist ein unaufgebbarer Eckpfeiler ihres Glaubenskonzeptes.
      Von daher ist jedes "Gegenargument" welches auf sie zukommt "satanischen" Ursprungs, --- wird innerlich "abgelehnt" daher sinnlos und------
      na ja---
      l.g.Y.
    • Ein Zeuge Jehova hat mir auch das Gleiche gesagt, @Baptist, dass es bei ihnen keine Splittergruppen oder Andersdenkende geben würde. Jeder glaubt das Gleiche und alles ist eine große Familie und Einheit. Gleichzeitig gehen die Zeugen Jehovas in den Predigtdienst von Haus zu Haus was keine andere Gemeinschaft fertig bringt. Und alle diese Indizien waren für ihn der sichere Beweis, dass Gott diese Organisation segnet und seine Hand über sie hält. Jeder "studiert" den Wachtturm, der einem die Bibel erklärt und jeder hat dadurch eine allgemeine gute "Bibelkenntnis", die z.T. wirklich auch noch auf gute Wahrheiten aufbaut. Einheit, Frieden und Eifer. Klingt alles schön und logisch aber für welchen Preis? Damals habe ich nicht daran gedacht aber heute würde ich ihm sagen, dass diese sogenannte Einheit nur durch Druck und Angst zustande kommt.

      Leider wissen das die Zeugen Jehovas gar nicht. Sie haben gelernt nur noch in einem gewissen Rahmen zu hinterfragen und solange man in diesem Rahmen bleibt, hat man auch nie Probleme. Warum soll man überhaupt darüber hinaus gehen? Jehova leitet doch den treuen und verständigen Sklaven und der führt die Herde schon sicher bis zum Ende. Jeder, der da fragen stellt, kann ja nur vom Geist Satans geleitet sein weil er den Frieden und die Einheit zerstören will. Es ist an sich so einfach.... Doch genau hier liegt die große Gefahr.

      Wenn man da drin sitzt, ist alles so einleuchtend. Man lebt in Angst und Leistungsdruck, fühlt sich unwohl aber man würde nie auf die Idee kommen, dass die Körperschaft daran Schuld wäre. Oft fühlt man sich ja auch geborgen in dieser Gemeinschaft, wo andere Kirchen leider komplett versagen und man wird emotional aufgebaut weil man bei etwas ganz besonderem mitmachen darf. Leider wird das auch wiederum durch den autoritären Aufbau dieser Organisation hervorgerufen.

      Dieses System ist wirklich sehr raffiniert aufgebaut und es ist sehr schwierig Andersgläubige nachvollziehen zu können die etwas gegen diese "göttlich, geleitete" Organisation sprechen. Ich kann das sehr gut nachvollziehen weil ich ja selber eine Zeit lang regelmäßig dort zu Besuch war aber heute nach einigen Jahren erschauert das ganze mich richtig. Gerade weil ich noch mehr über diese Organisation weiß als bloß ihren Aufbau. Da könnte man noch viel mehr schreiben was einen einfach nur noch zum Schaudern bringt. Aber wenn man das alles weglässt, sieht diese Gemeinschaft richtig attraktiv und toll aus und genau dieser Kontrast bringt mich immer wieder auf Neuste zum Staunen.