Wer ist der Antichrist?

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    • Hallo Atze,

      8| E..White ist in den Glaubenspunkten verankert und eine Säule des Adventismus in der Endzeitgemeinde!
      Ich schlage dir die Ausarbeitung von R.Coon "Belief In Ellen G. White As A Prophet: Should It Be Made A Test Of SDA 'Fellowship'?" vor. Dort behandelt er die Frage, ob der Glaube an E.White als Prophetin der Endzeit eine Voraussetzung für die Aufnahme in die Adventgemeinde ist/sein soll:

      - aus der Sicht der Bibel

      - aus der Sicht von E.White und den Pionieren

      - aus der Sicht der Geschichte der Adventgemeinde

      - aus der Sicht der Adventisten heute.

      Antwort darauf ist: NEIN! Der Glaube an E.White ist KEINE Voraussetzung für die Aufnahme in die Gemeinde. Zwar sagt der 19. Glaubenspunkt, was Adventisten offiziell glauben, aber es definiert keine Voraussetzung für die Mitgliedschaft.

      Dokument-Adresse: www.andrews.edu/~jmoon/Documents/GSEM_534/Class_outline/13.pdf
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende () aus folgendem Grund: Link eingefügt

    • "Jacob d.S." schrieb:

      Antwort darauf ist: NEIN! Der Glaube an E.White ist KEINE Voraussetzung für die Aufnahme in die Gemeinde.

      ...was bedeutet, dass ich bei der Taufe "ja" sage aber "nein" meine? Was für eine Heuchelei. Aber ich werde es mir trotzdem mal anschauen.

      Gruss
      Atze
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Na gut, Atze, Du machst weiterhin recht ungenaue und diffuse Andeutungen, welche Irrlehren sich nun allgemein in die Gemeinde einschleichen. Ich habe davon in unserer Gegend und Vereinigung noch nichts bemerkt. Und ich bin immer einer von denen gewesen, die auf dem Standpunkt standen: Wehret den Anfängen. In einer anderen Vereinigung war ich einer der ersten, der bei der charismatischen Welle den Finger erhoben hat und nicht geschwiegen hat. Was einige Andere ziemlich geärgert hat.


      Und das war nur einer von mehreren Fällen.


      Aber zur Zeit rührt sich bei uns niemand, der "abgöttische" Lehrten verbreitet. SDa scheinst Du ja in einer besonders schwierigen Gegend zu wohnen, wo der Teufel direkt zur Hochform aufläuft. So klingen mir jedenfalls Deine Worte.


      Interessant wäre es schon, wenn Du mal etwas genauere Angaben machen könntest, außer dem Fall mit dem Arianismus. Ich hoffe, dass der erfolgreich beendet wurde.


      L G v. benSalomo.
    • "BenSalomo" schrieb:

      Du machst weiterhin recht ungenaue und diffuse Andeutungen,

      Warum Andeutungen? Ich habe doch recht konkret benannt was ich meine.

      1. Den Arianismus
      Glaubenspunkt 2 „Es ist ein Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist – drei in Einheit verbunden“,

      2. Die Distanzierung von der sechs – Tage Schöpfung
      Glaubensp. 6 der auch immer mehr ins Visier gerät „In sechs Tagen schuf der Herr "Himmel und Erde" und alle Lebewesen auf der Erde und ruhte am siebenten Tag dieser ersten Woche.“

      3.Die Trägheit
      Glaubensp. 11“ In dieser neuen Freiheit mit Jesus sind wir berufen, zu wachsen und ihm ähnlicher zu werden. Dies geschieht in der Gemeinschaft mit Gott im Gebet und seinem Wort, in der täglichen Andacht, im Nachdenken über seine göttliche Führung, im Singen von Lobliedern, in der Versammlung im Gottesdienst und der Mitwirkung am Missionsauftrag der Gemeinde.“

      4. Die Befürwortung des Zusammenschlusses in Arbeitsgemeinschaften
      Glaubensp. 12“ Die Gemeinde ist die Gemeinschaft von Gläubigen, die Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser bekennen. Wie Gottes Volk zur Zeit des Alten Testaments ist auch die Gemeinde Jesu aus der Welt herausgerufen.“

      5. Die Unterlassung der Verkündigung der drei Engel bis hin zur Behauptung man dürfe die dreifache Engelsbotschaft nicht zur Mission einsetzen.
      Glaubensp. 13, der der von einem Großteil nicht beachtet bis hin zur Ablehnung reicht“ Diese Übrigen weisen darauf hin, dass die Stunde des Gerichts gekommen ist, predigen, dass es Erlösung durch Christus gibt, und verkündigen das Herannahen seiner Wiederkunft. Die drei Engel in Offenbarung 14 sind Sinnbild dieser Verkündigung.“

      6.Ablehnung von Ellen W.
      Glaubensp. 18, ebenfalls von vielen offen abgelehnt„Eine der Gaben des Heiligen Geistes ist die Weissagung. Diese Gabe istein Kennzeichen der Gemeinde der Übrigen und hat sich im Dienst von Ellen G. White erwiesen“

      7. Ignoranz der Gesundheitsbotschaft
      Glaubensp.22 „Neben ausreichender körperlicher Bewegung und Ruhe wollen wir uns so gesund wie möglich ernähren und uns der Speisen enthalten, die in der Heiligen Schrift als unrein bezeichnet werden. Wir enthalten uns auch alkoholischer Getränke, des Tabaks, jeglicher Drogen und lehnen den Missbrauch von Medikamenten ab,“

      8. Eheschließungen zwischen Adventisten und Nichtadventisten, sowie verheiraten von Geschiedenen.
      Glaubensp.23 „Eine Ehe sollte nur zwischen Partnern gemeinsamen Glaubens geschlossen werden…….Jesus hat gelehrt, dass Ehebruch begeht, wer sich von seinem Ehepartner scheiden lässt – es sei denn wegen Unzucht – und einen anderen heiratet.“

      "BenSalomo" schrieb:

      Aber zur Zeit rührt sich bei uns niemand, der "abgöttische" Lehrten verbreitet. SDa scheinst Du ja in einer besonders schwierigen Gegend zu wohnen, wo der Teufel direkt zur Hochform aufläuft.

      Ich war bereits in sehr vielen Gemeinden und habe dadurch natürlich nicht alles in einer Gemeinde oder Gegend feststellt. Auch ist es nicht unbedingt dann der allgemeine Konsens der Gemeinde, aber es sind Strömungen dieser Richtungen vorhanden wobei nach meiner Feststellung die meisten Glieder dann den Glaupensp. 18 und 2 ablehnen.
      Nicht immer ist es auch gleich mit einem unlösbaren Problem der Gemeinde verbunden. Jedoch ist es immer ein Häppchen was Geschwister mitbekommen. Am Beispiel der Gemeinde die ich bereits beschrieb war das sehr schön nachzuvollziehen. Erst war es nur eine Familie, die die antitrinitarische Ansicht vertrat. Als die Gemeinde zerbrach und kurz vor der Schließung stand hielt es sich fast die Waage. Heute ist dank guter Leitung wieder einigermaßen Ruhe. Aber die Gemeinde hat viele Glieder verloren.

      Gruss
      Atze
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Na endlich, lieber Atze, weiß ich, was Du meinst. Ich versuche mal zu antworten:


      Punkt 1. Solche Fragen tauchten in der Vergangenheit immer mal periodisch auf und haben sich nach einiger Zeit meist von selbst erledigt. Also ruhig Blut bewahren und den Heiligen Geist wirken lassen. Er macht nichts falsch.


      Punkt 2. Dies ist eine eindeutig falsche Behauptung, soweit meine Kenntnisse reichen. Unser Verbandsvorsteher hat sich mir und der Gemeinde gegenüber mehr als eindeutig zur 6-Tage-Schöpfung bekannt.
      Du müsstest jetzt den Wahrheitsbeweis für Deine Behauptung / Verdächtigung antreten.. Sonst stehst Du als Verleumder da.


      Punkt 3. Der Begriff "Trägheit" ist sehr schwammig. Ich kann hier nur für mich und evtl. meine Gemeinde reden. Ich kann nicht mehr viel bewegen, bin allmählich zu alt. Aber ich tue, was ich noch kann. Und in meiner Gemeinde strengen sich auch alle Geschwister mächtig an. "Trägheit" oder besser "Sattheit" ist eine Haltung, die uns aber an allen Enden entgegen schlägt.


      Punkt 4. Hier genügt es nicht, nur etwas zu beanstanden. Hier musst Du Tatsachenbeweise liefern. Nur zu theoretisieren ist nicht hinreichend. Also:
      Im welchen Taten und Aktionen verstößt die Gemeinschaft gegen punkt 12? Nenne bitte nur praktische, nachprüfbare Tatsachen, keine theoretischen Überlegungen, was evtl. sein könnte, wenn....


      Punkt 5. In unserer Gemeinde und in unserem und den beiden Nachbarbezirken wird regelmäßig in der Gemeinde in Predigten und Bibelkreisen über die drei-Engels.Botschaft gesprochen. Mindestens ein mal pro Quertal. Wenn es bei euch anders ist, solltest Du mal tätig werden und darüber eine Predigt halten.. Aber so, dass Dir alle gerne zuhören.


      Punkt 6. Ellen White ist bei uns überhaupt keine Frage. Alle schätzen sie, und wenn mal etwas nicht ganz klar ist, kommt sofort die Frage: Was sagt Ellen White dazu? Wobei man sie aber nicht neben die Schrift stellen darf. Das wollte sie selbst nicht, und manche ihrer Aussagen sind auch heute nachweisbar überholt., weil ihr damaliger Erkenntnisstand nicht haltbar ist. (Beispiele: Ihre Empfehlung aus jungen Jahren für Schweinefleisch, Ihre Ansicht über die Entstehung von Vulkanausbrüchen, usw.)


      Punkt 7. Die Gesundheitsbotschaft umfasst weit mehr als Vegetarismus (Veganismus gab es zu ihrer Zeit noch nicht) und Enthaltsamkeit von Giften wie Alkohol und Nikotin. Es geht auch um Kleidung, Arbeit, Bewegung, Denkweise, Loyalität und Treue zum Werk, auch finanziell.. Und es geht auch um eine ausgewogene, nicht extremistische Haltung in allen Lebensfragen. Da hapert es bei manchen, wenn nicht bei allen. Nicht in allen Punkten, aber doch hier und da.
      Übrigens: In unserer Gemeinde vertragen sich Vegetarier und Nicht-Vegetarier prächtig. Leider ist jetzt ein Vegetarier lebensgefährlich erkrankt. Aber wir versuchen, alle zusammen zu halten, so gut, wie wir es können.


      Punkt 8. In der Ehefrage ist uns Ellen White wohl auch ein gutes Vorbild. Sie hatte ihrem Mann schon den Scheidungsbrief geschrieben, weil ihre Ehe total zerrüttet war. Sie blieb dann aber doch und ertrug ihn die letzten Jahre seines Lebens. Aber Ehe war das wohl nicht.


      Bei der Scheidung gibt es übrigens die Ausnahme des Ehebruchs.Dafür, wie eine Ehe einvernehmlich beendet wird, um größeren Schaden zu verhindern, habe ich übrigens noch keine biblischen Argumente gehört.


      Bei der Eheschließung heißt es "sollte", also Konjunktiv. Es ist also eine Empfehlung, kein Gebot. Natürlich stimme ich voll zu, dass diese Empfehlung das Beste ist, aber es ist keine Garantie fürs Gelingen. Dafür kenne ich zuviel Scheidungsfälle, weil sich die Partner total aus einander lebten. Ich will da keinen Stab brechen. Gott wird das richtig entscheiden.
      Übrigens: Wir hatten nach dem Krieg sogar einen geschiedenen und wieder verheirateten Verbandsvorsteher. Interessant, nicht wahr?


      Ich denke, ich kann dankbar sein, dass die Beziehung zwischen mir und meiner Frau nun fast 60 Jahre hält und auch bei meinen Kindern alles geordnet läuft.Und wer ledig ist, sollte lieber gar nichts sagen dazu, denn er redet nur theoretisch. Oder sollte er sich ehrlich fragen, warum er ledig ist?


      L G v. benSalomo.



    • christ.ai schrieb:

      1. Wie sollte die botschaft vom antichristen verkündigt werden?
      Bibelkonform, und das bedeutet den Ausdruck "Antichrist" nicht zu missbrauchen um jemanden zu charakterisieren, auf den die Kennzeichen, die Johannes (der einzige, der den Begriff gebraucht und damit geprägt hat) benutzt wirklich (ohne semantische Kunststücke) zutreffen:

      Zur Erinnerung:
      1.Joh 2,18. Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, dass es die letzte Stunde ist.
      1.Joh 2, 22. Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
      2.Joh 7 Denn viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen, die nicht Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist.

      Abgesehen davon, dass Johannes die vielen Antichristen als gegenwärtig in seiner Zeit bezeichnet, sind diese als Leugner wesentlicher Glaubenssätze gekennzeichnet:
      • Jesus (der Mensch) ist nicht Christus (der prophezeite Gesalbte)
      • Die Beziehung von Vater und Sohn (ich verstehe: ihre uneingeschränkte Göttlichkeit) werden geleugnet
      • Jesus Christus wird "vergeistlicht" sein leben als Mensch wird geleugnet.


      All dies trifft z.B. auf den Papst nicht zu und mir persönlich ist egal, ob Luther, Wycliff und/oder Ellen G. White den Papst als den "Antichristen" sehen, meiner Exegese hält so eine Zuordnung nicht stand.

      Ich she den Antichristen - heute - in den Menschen verkörpert, die (wie z.B. Muslime, aber auch Hindi oder Buddhisten) Jesus Christus als Gott / Gottessohn, der Mensch geworden, am Kreuz gestorben du auferstanden ist ablehnen.


      Ob der "Heilige Geist" "in die Irre führt" darüber könnte man nur spekulieren, vorausgesetzt es wäre der Heilige Geist, der in die Irre geführt hat und nicht einfach eine menschlich getriebene Fehlauslegung, die naheliegend scheint, aufgrund der schwerwiegenden Verfehlungen und Irrtümer die mit dem Papsttum und besonders mit einigen (vielleicht vielen) Päpsten in Zusammenhang stehen.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Wer die Geschichte der römischen Kirche von Anfang an kennt, weiß, dass die antichristlichen Gedanken schon bei den Kirchenvätern begannen mit dem antijüdischen "Ruhm gegenüber den Wurzeln". (Römer 11:17.-24.)

      Sie fanden im Symbolum Romanum, fälschlich "apostolisches Glaubensbekenntnis" genannt, ihren Niederschlag. In konstantinischer Zeit wurde die Kirche mit dem Sonnenkult/Mithras gleichgeschaltet. Danach wurde das Wort des Papstes mit dem Gottes vertauscht.

      Der Begriff "Antichrist" bedeutet nicht zuerst "Widerchrist" sondern "Ersatzchrist".

      Den Ersatz vom Original zu unterscheiden ist nicht so leicht. Daher spreche ich lieber vom römischen "Scheinchristentum".

      Die "Gnosis", vor der Johannes warnte, hinterließ einige ihrer Spuren durchaus in der katholischen Lehre.

      Diese Lehren als christlich zu bezeichnen, klingt sehr oberflächlich.

      Andeutungsweise:

      Christus als Erfüllung des At wird teilweise geleugnet.

      Die Trinitätslehre (athanasisch) ist nicht bibelkonform.

      Jesus bekommt Eigenschaften des Mithras zugesprochen.
    • freudenboten schrieb:

      Diese Lehren als christlich zu bezeichnen, klingt sehr oberflächlich.

      Andeutungsweise:

      Christus als Erfüllung des At wird teilweise geleugnet.

      Die Trinitätslehre (athanasisch) ist nicht bibelkonform.

      Jesus bekommt Eigenschaften des Mithras zugesprochen.
      Das in die katholische Kirche viele heidnische Sitten und Gebräuche eingeflossen sind bestreitet keiner.
      Nur welche Kirche kann sich davon Freisprechen was in ihrem Namen gemacht wird.
      Trotz des Papstums wurde die Bibel niedergeschrieben und es fanden sich Gläubige in Ihr, die das Evangelium an Christus weitertrugen.
      Ansonsten wären wir alle noch Heiden...
      Keiner kann sich in Ihr Freisprechen das man ihm verboten hätte, in der Bibel zu lesen oder an Jesus zu glauben...

      Geschweige denn, Liebevoll und Barmherzig zu handeln...
    • Bogi111 schrieb:

      Nur welche Kirche kann sich davon Freisprechen was in ihrem Namen gemacht wird.
      das ist ja nun die totale Untertreibung.....

      das rechtfertigt keine unbiblischen Lehren......
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Bogi111 schrieb:

      Nur welche Kirche kann sich davon Freisprechen was in ihrem Namen gemacht wird.
      das ist ja nun die totale Untertreibung.....
      das rechtfertigt keine unbiblischen Lehren......
      Wir diskutieren hier keine Lehren der RKK im Allgemeinen, sondern die Frage lautet: "Wer ist der Antichrist"?



      und ich wiederhole nochmals die BIBLISCHEN Kennzeichen:

      HeimoW schrieb:

      Jesus (der Mensch) ist nicht Christus (der prophezeite Gesalbte)

      Die Beziehung von Vater und Sohn (ich verstehe: ihre uneingeschränkte Göttlichkeit) werden geleugnet

      Jesus Christus wird "vergeistlicht" sein leben als Mensch wird geleugnet.
      Ich kann die in der RKK nicht sehen - wie schon geschrieben.


      Ich frage mich ernsthaft, wie wir in der heutigen Welt - mit unserem Wissen über die globalen Strukturen - einer Auslegung nachhängen können, die in einem zeitlichen und örtlichen Kontext entstanden ist, in dem man nur "Christen" (mehr oder weniger fromm) kannte oder beachtete, aber den Rest der Welt außer Acht ließ.

      Wie kann man wirklich meinen, in einer Offenbarung, die vom Gericht über die ganze Welt spricht (Christus sagt: gehet hin in alle Welt) könnten alle inexistent sein, die keine (rechtgläubigen oder abgefallenen) Christen sind und der "große Kampf" würde sich (ausschließlich oder weit überwiegend) innerhalb der Christen abspielen? Und das in einer Zeit, in der hunderttausende von Christen unter repressiven Regimen leben und teilweise im wahrsten Sinn des Wortes "bis auf's Blut verfolgt werden? Die RKK wird "bekämpft", eventuell noch die evangelische Kirche kritisiert, Säkularismus, Wissenschaftsgläubigkeit, Islam, fernöstliche Religionen alles irrelevant für die Offenbarung, für das Verständnis der Offenbarung!? Satan manifestiert sich in der RKK, aber nicht in den vorgenannten Religionen und Ersatzreligionen? Hat alles keinen Platz in unserem Bild vom "Großen Kampf", oder unserer Definition von Antichrist oder Babylon - Hauptsache wir predigen das gleiche wie vor 100 Jahren?!

      Und dann meinen, wir hätten keine (unveränderlichen) Dogmen! Formal vielleicht - die Realität sieht aber anders aus!
      Man ist nicht bereit zu akzeptieren, dass Auslegung der Prophetie immer auf der Gegenwart aufsetzt und damit fehlbar bzw. revisionswürdig ist. Und wenn wir annähernd so viele Ressourcen darauf verwenden würden unser Verständnis der Prophetie wieder zu einer "gegenwärtigen Wahrheit" zu entwickeln, wie wir auf die Verteidigung veralteter Auslegungen verwenden, dann wären wir heute in unserer Erkenntnis schon viel weiter! Die Jünger durften Jesus falsch verstehen, unsere Pioniere (einschließlich EGW) nicht - absurd!

      Zumal diese Pioniere, wie auch EGW zahlreiche Positionen während Lebzeiten geändert haben... :( ?(


      PS: siehe auch: Was liest Du gerade?
      Liebe Grüße, Heimo
    • Pfingstrosen schrieb:

      das ist ja nun die totale Untertreibung.....

      das rechtfertigt keine unbiblischen Lehren......
      Ist schon erstaunlich zu welchen sachlichen Ergebniss Du kommst.

      Langsam verstehe ich was Jesus damit meinte,neuen Wein nicht in alte Schläuche füllen...

      Warum über den Tellerand schauen und sich mit neuen Tatsachen beschäftigen,man wechselt lieber den Verein und spielt das alte System...
    • Papst warnt vor Kontakt mit dem Teufel

      Quelle : oe24

      Das Böse, der Teufel, habe Vor- und Nachnamen und trete bei uns zu Hause ein.
      Papst Franziskus mahnt die Katholiken, sich vor der Macht des Bösen in Acht zu nehmen. Der Satan sei nicht "der Nebel von Mailand. Er ist keine diffuse Sache, er ist eine Person", sagte der Pontifex in einem Interview des italienischen Senders TV 2000, das am Mittwochabend ausgestrahlt wurde.

      "Mit dem Teufel kann man nicht sprechen. Wenn du anfängst, mit ihm zu sprechen, bist du verloren, er ist intelligenter als wir, er lässt dich umfallen, er verdreht dir den Kopf. Das Böse, der Teufel, habe einen Vor- und Nachnamen und trete bei uns zu Hause ein. Er tut so, als sei er wohlerzogen. Mit uns Priestern, Bischöfen ist er wohlerzogen. Und dann geht es übel aus, wenn du es nicht rechtzeitig merkst", sagte der Papst.

      So sei bei Kindesmissbrauch zum Beispiel klar, "dass da der Teufel am Werk ist". Auch bei Widerständen gegen seine Reformbemühungen der Kurie sah er die Handschrift des Satans. Auch vor einem Dialog mit dem Teufel warnte er bereits mehrfach. Letzte Woche hatte er in der Interview-Serie die Vaterunser - Passage "Und führe uns nicht in Versuchung" als schlechte Übersetzung kritisiert. "Ein Vater mache so etwas nicht - Ein Vater hilft, sofort wieder aufzustehen. Wer dich in Versuchung führt, ist Satan."
    • freudenboten schrieb:

      Sie fanden im Symbolum Romanum, fälschlich "apostolisches Glaubensbekenntnis" genannt, ihren Niederschlag.
      Dieses lehrt/ enthält keine Irrlehren, wie du es andeutest!

      freudenboten schrieb:

      Danach wurde das Wort des Papstes mit dem Gottes vertauscht.
      Das stimmt leider! ---> siehe vor 500 Jahren: LEO X. und LUTHER...

      freudenboten schrieb:

      Die Trinitätslehre (athanasisch) ist nicht bibelkonform.
      Doch!
    • 1/2

      Guten Morgen christ.ai :)

      christ.ai schrieb:

      Ich hoffe, ich konnte diesmal meinen Standpunkt so darlegen das auch rüber kommt, was gemeint war.
      es hat mir große Freude bereitet Deine zwei Beiträge zu lesen. Die Offenheit und die klare Darlegung mit welcher Du schreibst, hat mir besonders gut gefallen.
      Herzlichen Dank dafür, dass Du mir Deine Zeit geschenkt hast um mir Deinen Standpunkt zu erklären und Deine Ansichten darzulegen.

      Das geschriebene Wort ist ein Gefäß, das jeder anderes füllt - Gerade im Internet, wo man sich nicht sieht, wo Mimik, Emotion, Gestik, Sprache fehlt kommen Dinge oft ganz anders rüber, als diese vom Verfasser gemeint waren. Solche unaufgeklärte Missverständnisse können Konflikte auslösen, gerade in einem Internetforum, kann es schnell geschehen, dass zwischen dem Gesagten des Verfassers und der Interpretation des Lesers eine Differenz, eine Art Verzerrung entsteht. Nach einem Grundsatz der Rhetorik ist es gleichgültig, was jemand sagt, entscheidend ist vielmehr, wie es beim Adressaten ankommt - Somit bitte ich Dich um Verzeihung, dass ich Dich nicht richtig verstanden habe und weiß es umso mehr zu schätzen, dass Du dir die Mühe gemacht hast, darzulegen was und wie es von Dir gemeint war. Es wäre schade gewesen, ein unaufgeklärtes Missverständnis nicht klären zu können.

      Ich möchte Deine Beiträge als Anlass nehmen, auch mich etwas besser zu erklären und vielleicht wird es dann auch etwas klarer, dass ich nicht "STA-feindlich" eingestellt bin, wie mir das manchmal vorgeworfen wurde. Ich glaube es ist auch wichtig zu klären, was ich meine, wenn ich von einer anti-katholischen Haltung spreche.

      christ.ai schrieb:

      Beispiel: Das Problem der rkk ist nicht der Umstand dass sie ihr Lehrgebäude verteidigt, oder das sie ein bestimmtes Lehrgebäude hat. Das Problem der rkk ist der Weg, wie sie zu diesen Attributen gekommen ist. Und warum sie daran festhält.

      Im gleichen Sinne ist die antikatholische Haltung in der STA nicht das eigentliche Problem, sondern warum hier viele glauben, dass das diese Haltung nicht mit der Bibel vereinbar ist.
      Die STA hat eine sehr klare Stellung zur Bibel und bezieht ebenso eine klare Stellung, welche Auslegungsmethoden sie als biblisch fundiert anerkennt. Die antikatholische Haltung ist in diesen zwei Punkten - soweit ich es als Laie erfassen kann - begründet. Wenn hier also jemand belegen will, dass eine antikatholische Haltung mit der Bibel nicht vereinbar IST, so muss dieser jenige die Auslegungsmethoden der STA als unbiblisch beweisen
      Ich sehe die "anti-katholische" Haltung der STA als solche ebenfalls nicht als das "eigentliche Problem". Die Bibel spricht ganz klar davon, dass wir uns vor einem "anderen" Evangelium hüten sollen. Niemand, dem ernstlich an Gottes Wort und der frohen Botschaft gelegen ist, wird es bestreiten können, dass sich gewisse Lehren der Kirche nicht mit dem Wort Gottes und dem Erlösungswerk Jesu vereinbaren lassen. Gebete an Verstorbene oder an Maria werden niemanden aus der Idee des "Fegefeuers" retten. Eine katholische Messe - betrachtet durch das Wort der Bibel - kann wohl auch schlecht ein "Opfer" sein, wenn das Wort lehrt, dass das Opfer von Jesus ein für alle mal dargebracht wurde. Man könnte die Liste beliebig fortsetzen, anhand dieser zwei Beispiele möchte ich aber einen ganz anderen Aspekt ansprechen, denn es geht mir nicht darum, was eine Kirche so alles lehrt, was ich nicht in der Bibel finden kann.

      Im Sinne einer geistlichen Symbolik könnte man solche Lehren durchaus als "babylonische Lehren" (heidnische Lehren) bezeichnen, die die Menschen vom Weg, der Wahrheit und das (ewige) Leben wegziehen können. Der Aspekt von "anderen Evangelien" oder "heidnischen Lehren" zieht sich wie ein Faden durch die Geschichte durch und sind meiner Meinung nach nicht nur an der katholischen Kirche festzumachen.

      Bereits zu den Zeiten der ersten christlichen Gemeinden gab es viele unterschiedliche Strömungen, die "heidnische Lehren" verbreiteten. Heute begegnen uns nicht nur "Sonderlehren" in christlichen Gemeinschaften, uns begegnen auch vermeintliche "Wege zum Heil" aus Esoterik, politischer Gleichmachung, Ideen die sich gegen die Erkenntnis Jesu stellen. In Amerika gibt es "christliche Gemeinden", die eine Art "Reichtums-Evangelium" verbreiten, andere Gemeinden verbreiten ein Evangelium, wo man "so zu Jesus kommen darf wie man ist", was ja stimmt - Aber und das ein Aspekt, denn man sicher nicht als biblisch bezeichnen kann, besagt dieses "Evangelium", dass da gepredigt wird, dass man auch so "bleiben darf, wie man zu Jesus gekommen ist". Der Aspekt der "Umkehr" wird durch so ein "Evangelium" geleugnet, vernachlässigt. In anderen und verschiedenen Gemeinden treten plötzlich einzelne Menschen auf, die erkannt haben wollen, dass Jesus nicht sterben hätte brauchen.Wenn ich bestimmte "theologische Vorgänge" dieser Zeit beobachte, wäre es für mich auch denkbar, dass man eine neue Religion erschaffen könnte. Ein Mix aus Christentum, Judentum und Islam - Berufend darauf, dass wir doch alle den "Stammvater Abraham" als "Glaubensvater" hätten.
    • 2/2

      christ.ai schrieb:

      Mein Standpunkt zu gewissen Themen wird mit Ausdauer und Vehemens als Blödsinn und als bösartig und verdorben hingestellt, wenn dann nach den biblischen Belegen gefragt wird, bekomme ich als Begründung, - dass ich falsch liege und der "andere" Recht hat " -
      Ich kann vieles, was Du in Deinem Standpunkt darlegst nachvollziehen und empfinde dies nicht als Blödsinn oder als Bösartigkeit. Wenn Du klar Stellung gegen ein anderes Evangelium beziehst, wird Dir wohl niemand ernstlich diesen Vorwurf machen können. Von einigen wenigen Adventisten hier fühle ich mich auch missverstanden - Das stellt kein Problem für mich dar, wenn diese wenigen Menschen meinen, dass mir daran gelegen ist, denn Adventismus schlecht zu reden oder zu kritisieren, dann sollen diese es bitteschön auch weiterhin für wahr halten. Mein Charakter wurde von diesen wenigen ebenso in überheblicher Weise angegriffen, da passiert es schnell, das einem negative charakterliche Attribute unterstellt werden. Traurig, dass die wenigsten es bemerken, dass diese sich mit so einen Verhalten mehr selber schaden, als einem anderen... Ich wollte es nur mal nebenbei erwähnen, keinesfalls als Vorwurf zu verstehen.

      Die Bezeichnung eines "anti-christlichen" Geistes wird sich auf die Gebärden des Vatikans im Mittelalter als zutreffend erweisen, keine Frage - Gegenwärtig ist dieser "anti-christliche Geist" für mich nur marginal sichtbar. Nicht nur Protestanten erkannten in Rom den antichristlichen Geist. Selbst Bischöfe deklarierten sich gegenseitig als vom "deiwel" (Teufel) verführt : "Etlyche tragen den deiwel wie ein amuletum am hart, dero soll das gifft und schwere noth gut seyn, wie's dann auch in substantia eyngenommen solches verricht".

      Keine Frage, der Katholizismus verbreitet auch heute noch unbiblische Lehren, doch wie gesagt, alleinig kann man das freilich nicht auf die römische Kirche beschränken. Von der Gewalt und Machtausübung der Kirche des Mittelalters sehe ich momentan wenig. Ich werde und habe niemals einen Adventisten kritisiert, der diese Lehren als unbiblisch deklariert hat. Ich kritisiere auch keinesfalls die "anti-katholische Haltung der STA" als solche. Im Endeffekt geht es auch gar nicht um Adventisten oder darum was Adventisten lehren.

      Wer mich aufgrund mancher meiner Aussagen für "adventisten-feindlich" hält oder meint, dass ich persönlich etwas gegen einzelne Personen hätte und deswegen manchmal etwas kritisiere, der versteht es vielleicht einfach nicht zu differenzieren oder nachzufragen, wie etwas von mir gemeint war. Wie gesagt, es berührt mich nicht, wenn andere so über mich denken. Ich stimme mit jedem Christen überein, der in den Lehrfragen der römischen Kirche nicht zustimmen kann. Ich kann vielen von dem, was z.B. Ellen White im "Großen Kampf" / "Vom Schatten zum Licht" schreibt nachvollziehen und zustimmen. Was die Zeit noch bringen wird, dass weiß unser himmlischer Papa genau. Ich halte es für denkbar und möglich, dass sich der "fleischgewordene Antichrist" oder ein "falscher Prophet" durchaus in der Zukunft in der Gestalt eines Papstes zeigen kann. Aufgrund "meiner" biblischen Erkenntnis, oder besser gesagt durch die Erkenntnis, die mir alleinig der Herr schenkt, kann ich aber dem "Pauschalieren" wie es einige hier betreiben, biblisch nicht zustimmen.

      Wenn jemand sagt, dass ganze "Papstum" ist der Antichrist, dann halte ich das für nicht korrekt. Wenn jemand sagt, dass Papst Franziskus der Antichrist ist, dann verneine ich dies entschieden deswegen, weil es mir als unrechtmäßige und überhebliche Verurteilung erscheint. Man kann zur prophetischen Gabe von Ellen White ja stehen wie man will, doch ich habe nirgendwo gelesen, dass Frau White auch nur einmal gesagt hätte, dass Papst Franziskus der Antichrist ist.

      Es hat rein gar nichts mit Adventisten oder Frau White zu tun - Ich lehne die Behauptung, dass Franziskus der Antichrist sei und alle damit verbundenen Unterstellungen und "Schlecht-machung" von einzelnen Menschen (nicht Adventisten) gegenüber seiner Person, des Menschen (nicht Papstes) Mario Bergoglio
      deswegen hier so vehement ab, weil Mario Bergoglio biblisch gesehen nicht der Antichrist sein kann. Papst Franziskus erkennt Jesus ganz klar, "als Gott an und als Jesus, der im Fleisch kommt. (1. Joh 4,2 - 6)

      Wie gesagt, niemals würde ich einen anderen Menschen oder die Gemeinschaft der Adventisten oder andere Gemeinschaften für eine anti-katholische Haltung im Sinne der Lehrfragen kritisieren. Ich werde auch Dich oder andere Mitmenschen hier niemals dafür kritisieren oder als "bösartig" verleumden, wenn Du oder andere dies sagen. Es gab einzelne Aussagen von Dir auch von anderen Mitgliedern hier, die in Hinsicht auf Mario Bergoglio, nach meiner Meinung nach einfach nicht okay waren. Wenn ich Dich oder andere kritisiere, dann bezog sich meine Kritik immer nur auf solche Aussagen, niemals aber zielt meine Kritik auf den gesamten Charakter eines Menschen ab, oder wäre mir ein Anlass dazu, einen anderen charakterliche Attribute aufgrund einzelner Aussagen zu unterstellen.

      Wenn andere Menschen dem Menschen Mario Bergoglio als Antichrist bezeichnen, wenn Menschen Dich wegen einzelnen Aussagen, auch wenn diese vielleicht nicht okay sind, in der Gesamtheit Deiner Person als "böse" bezeichnen oder mich aufgrund einzelner Aussagen für "Adventisten-feindlich" halten, dann ist die beste Antwort darauf Gebet. Ja, man kann sich durch solche Unterstellungen angegriffen fühlen, wer lässt sich schon gerne negative Dinge unterstellen ? Ich halte diejenigen, die unterstellen nicht für bösartig, sondern ich meine, dass dies einfach zu 98% Prozent aus Unwissenheit oder auch aus kommunikativen Missverständnissen passiert. Durch einige Unterstellungen die auf meine Person oder auf meinen Charakter abzielten und hier im Forum getätigt wurden, habe ich mich auch verletzt gefühlt -. Ich erkenne aber auch, dass je näher ich selbst bei Jesus bin, mir diese Angriffe nicht schaden oder mich verletzen. Manche Angriffe haben mich aber auch zum Schmunzeln gebracht - Eine Forenteilnehmerin diskutierte mit mir vor Jahren und in ihrer gewohnt überheblich-arroganten Weise meinte sie zu mir: "Ich habe Dich erkannt" - Also quasi, dass ich ein "kleiner Teufel" wäre. :D Die Aussage brachte mich zwar im ersten Moment zum schmunzeln, irgendwo war sie auch verletzend, doch später dachte ich mir: "Mädchen, ich hab' eigentlich nur erkannt, dass Du ganz viel Liebe von Jesus brauchst und das man Dir keinen Vorwurf machen kann, wahrscheinlich weißt Du es einfach nicht besser." Das möchte ich mir im Hinterkopf behalten : Viele dieser Missverständnisse rühren nicht aus Bösartigkeit, sondern zum Großteil aus Unwissenheit, kommunikativen Missverständnissen. Ich finde es gut und gewinnbringend, in dieser Hinsicht zu beten und daran zu denken, dass das was ich selbst als "Bösartigkeit" auffassen könnte, von meinen Gegenüber vielleicht gar nicht so gemeint war.

      Ich bin heilfroh, dass wir unser Missverständnis klären konnten und danke Dir nochmals für Deine Stellungnahme, die ich als äußert gewinnbringend für unsere Kommunikation erachte. Somit freue ich mich schon auf einen weiterhin tollen und spannenden Meinungsaustausch mit Dir :thumbup:


      Liebe Grüße und der Herr segne Dich, lieber christ.ai !
    • Danke James, für Deine sachlichen Äußerungen; diese fand ich sehr gut und ausgewogen - deshalb einige hier noch mals beleuchtet:

      christ.ai schrieb:

      Und was, wenn ich kein Geschichtsbuch brauche um Babylon oder den Antichristen - alleine mit der Bibel - auszulegen und zu identifizieren? Nur weil das dir nicht möglich ist, solltest du nicht der Annahme aussitzen, dass dies bei allen Bibellesern so sei. Schon Luther konnte dies! Und seitdem hat der Protestantismus diese Fähigkeit - den Glauben und die Lehren und die Auslegungen - alleine aus der Schrift zu belegen, nicht verlernt.
      Wenn man Daniel 7 unhd Offenbarung 13 liest kann man darinnen unschwer "das römische Papsttum" erkennen (9 Eigenschaften, die alle zusammengenommen nur "ROM" sein können!)

      James Gabriel schrieb:

      Eine katholische Messe - betrachtet durch das Wort der Bibel - kann wohl auch schlecht ein "Opfer" sein, wenn das Wort lehrt, dass das Opfer von Jesus ein für alle mal dargebracht wurde
      Ganz Recht! ===> Deshalb wird auch ein "Gemeinsames Abendmahl" zw. Katholen und Evangelen sehr, sehr schwierig - wenn nicht gar unmöglich(!) - werden...

      James Gabriel schrieb:

      Im Sinne einer geistlichen Symbolik könnte man solche Lehren durchaus als "babylonische Lehren" (heidnische Lehren) bezeichnen, die die Menschen vom Weg, der Wahrheit und das (ewige) Leben wegziehen können.
      Auch Christ.Ai hat das m.E. getan...
      Ja, die Betonung liegt auf "können"!

      James Gabriel schrieb:

      Die Bezeichnung eines "anti-christlichen" Geistes wird sich auf die Gebärden des Vatikans im Mittelalter als zutreffend erweisen, keine Frage - Gegenwärtig ist dieser "anti-christliche Geist" für mich nur marginal sichtbar. Nicht nur Protestanten erkannten in Rom den antichristlichen Geist. Selbst Bischöfe deklarierten sich gegenseitig als vom "deiwel" (Teufel) verführt : "Etlyche tragen den deiwel wie ein amuletum am hart, dero soll das gifft und schwere noth gut seyn, wie's dann auch in substantia eyngenommen solches verricht".
      Von wem stammte das Zitat?

      James Gabriel schrieb:

      Keine Frage, der Katholizismus verbreitet auch heute noch unbiblische Lehren, doch wie gesagt, alleinig kann man das freilich nicht auf die römische Kirche beschränken. Von der Gewalt und Machtausübung der Kirche des Mittelalters sehe ich momentan wenig
      Ja, dass die RKK z.Z. "gewalttätig" wäre - davon sieht man nichts! Aber das erzkath. Internet-Forum "GLORIA TV" behauptet, dass der jetzige Papst Franziskus seine Gegner "aus dem Wege räumen würde" ...
      wörtl. Zitat: "Bergolio gebärdet sich im Vatikan wie der letzte argentinische Diktator...!" - Sollen wir das nun bewerten oder nicht...?

      James Gabriel schrieb:

      Wenn jemand sagt, dass ganze "Papstum" ist der Antichrist, dann halte ich das für nicht korrekt.
      Könnte man zustimmen...

      James Gabriel schrieb:

      Wenn jemand sagt, dass Papst Franziskus der Antichrist ist, dann verneine ich dies entschieden deswegen, weil es mir als unrechtmäßige und überhebliche Verurteilung erscheint.
      Franziskus ist wohl nicht derAntichrist...! Aber inwiefern er es mit der Annäherung an die Protestanten ehrlich meint, darüber bin ich mir nicht im Klaren. Er ist sicher auch ein Jesuit und damit "Profi" in Sachen "täuschen und tricksen" und Public Relations-mäßig ist er auch sehr profihaft = Medienstar! ...
      In Sachen Ökumene messe ich den jetzigen >Inhaber des Stuhles Petri< daran, wann er endlich Luther aus dem Kirchenbann "entlässt" ... und wann wird eigentlich Adolf Hitler exkommuniziert...?

      James Gabriel schrieb:

      des Menschen (nicht Papstes) Mario Bergoglio
      Ja - man muss unterscheiden zwischen (in Teilen antichristlichem) Amt und Person (menschliche Beurteilung)...!

      James Gabriel schrieb:

      weil Mario Bergoglio biblisch gesehen nicht der Antichrist sein kann. Papst Franziskus erkennt Jesus ganz klar, "als Gott an und als Jesus, der im Fleisch kommt. (1. Joh 4,2 - 6)
      Stimmt! Insofern kann Bergolio - wie es schon HeimoW geschrieben hatte - nicht der Antichrist sein...Logo oder?

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Darstellungen des Antichristen in Kunst und Kultur verschiedenster historischer Epochen

      Darstellungen des "Anti-Christen" finden wir in Kunst und Kultur zuhauf, dies von den Gemeinden der ersten Christen bis hin in die Neuzeit. Ich möchte damit keine Diskussion lostreten, lediglich zeigen, wie sich die Kunst dazu äußerte, und wie sich die Darstellungen dessen auch manchmal durch historische Ereignisse änderten. Die Bezeichnung der jeweiligen Abbildung ist keine Original-Bezeichnung, diese sind von mir frei erfunden.


      ABBILDUNG 1 - "Der blinde Messias"

      In einem sehr alten Mosaik , finden wir den Anti-Christ in der Gestalt eines Messias. Der Gesalbte ist blind, jedoch ist sein "Scheitelauge" geöffnet. Das "Scheitelauge" steht in der Symbolik für geistige Energie, Weisheit, Erkenntnis und Intuition. Weiters steht in der Symbolik ein ganz-geöffnetes Scheitelauge für den Kontakt mit der "unsichtbaren Welt", ein "geschlossenes Scheitelauge" steht für "rationales Denken". Die blinden Sinnesorgane der Augen stehen in der Darstellung dafür, dass er das Gegenstück zu Jesus ist und keine Errettung anbieten kann, auch wenn er sich als Gesalbter verstellt. Also im geistlichen Sinne, dass nur Jesus "Blinde sehend machen kann".

      ABBILDUNG 2 - "Das Festmahl des Luzifer"

      Die florentinische Kunst stellte den Antichristen bei einem Festmahl dar, in welchem er gemeinsam mit Schlangen -die aus ihm herauskommen- Menschen verspeist. Als "Kellner" seines Mahls fungieren seine Diener, die als "langohrige Fabelwesen" dargestellt Menschen zur "Speisetafel" abliefern.

      ABBILDUNG 3 - "Die Gerichtsverhandlung Jesu"

      Die Darstellung stammt aus einem Gedicht, dass im Jahr 1677 veröffentlicht wurde. Hier wird zwar nicht der Satan direkt dargestellt, sondern Beliar als "Anti-Christ". Im lateinischen Bibeltext der Vulgata, steht anstelle von Beliar auch Diabolus. Die Septuaginta, in altgriechischer Umgangssprache verfasst, erwähnt Belial.

      Im Mittelalter kursierte die Legende, dass Beliar in "anti-christlicher" Absicht vor Gott trat und eine Gerichtsverhandlung gegen Jesus verlangte. Beliar wollte eine Verhandlung vor den Gottessöhnen mit Gott als Richter erwirken, da sich Jesus unrechtmäßig und anmaßend in die Angelegenheiten des teuflischen Reiches eingemischt hätte und somit auch die Taten Jesu
      untersucht werden müssten. Die Klage Beliars wurde in dieser Legende natürlich von Gott abgewiesen.

      ABBILDUNG 4 - "Der Garten der Köstlichkeit"

      In der Enzyklopädie "Hortus Deliciarum" (Garten der Köstlichkeit) aus dem 12. Jahrhundert wird der Antichrist als König dargestellt.


      ABBILDUNG 5a - "Antichrist mit Taufschein"


      In diesen beiden Abbildungen aus dem 16. Jahrhundert wird der Antichrist aufgrund der epochalen Vorkommnisse mit Bezug zu Konfessionen dargestellt. Die protestantische Karikatur stellt Papst Alexander VI. als Teufel dar. Die katholische Karikatur stellt Martin Luther als Dudelsack dar, der von Teufel gespielt wird. Jede Partei bezeichnete die andere als Antichrist. Nicht zuletzt wurde durch die damit verbreitete politische Stimmungsmache auch das Volk instrumentalisiert, wie uns Abbildung 5b zeigt:

      ABBILDUNG 5b - "Ein dreifaches Geschäft"

      In Anlehnung auf die Entwicklungen des 16. Jahrhunderts zeigt diese Karikatur einen Bauern, welcher sein Geschäft in die päpstliche Krone verrichtet.

      ABBILDUNG 6 - "Ein Glas Vodka mit dem Teufel"

      Doch nicht nur im 16. Jahrhundert finden wir politisch instrumentalisierte Darstellungen des Antichristen. Diese Bibeldarstellung will darstellen, dass Russland (dargestellt durch das Kind, Farben und Orden) der Antichrist ist.
    • Hallo Norbert,

      Norbert Chmelar schrieb:

      Von wem stammte das Zitat?
      "Etlyche tragen den deiwel wie ein amuletum am hart, dero soll das gifft und schwere noth gut seyn, wie's dann auch in substantia eyngenommen solches verricht".

      Dieses Zitat stammt aus einer Abschrift, welche sich im Skriptorium meines "Dienstortes" befindet. Die Anlage umfasst ein ehemaliges Kloster, ich verrichte in der dazugehörigen Kapitelskirche meinen Dienst als fest-angestellter Kirchenmusiker (Organist und Regens chori / A Examen). Wir verfügen über eine große Sammlung von Schriften, welche neben einiger der bedeutendsten kunsthistorischen Besonderheiten Österreichs, Funden, Zeugnissen im angeschlossenen Museum besichtigt werden können. Zwar sind nicht alle Schriften für die Öffentlichkeit zugänglich, jedoch verfügen wir aufgrund der wechselvollen Geschichte der Anlage über viele Zeugnisse von Mönchen, Ritterorden, Bischöfen, Landsleuten und Jesuiten.

      Norbert Chmelar schrieb:

      wörtl. Zitat: "Bergolio gebärdet sich im Vatikan wie der letzte argentinische Diktator...!" - Sollen wir das nun bewerten oder nicht...?
      Persönlich möchte ich das für mich nicht bewerten.
      Ich kann es nicht überprüfen und habe auch keinerlei Bezug dazu. Du schreibst ja, dass dieses Zitat aus einer Behauptung in einem anderen Forum entspringt. Solche Gerüchte ignoriere ich. Wenn ich solche Gerüchte höre, dann gehe ich nicht darauf ein oder beteilige mich an deren Beurteilung oder Verbreitung.
      Das Befassen mit solchen Gerüchten verschwendet kostbare Zeit.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Franziskus ist wohl nicht derAntichrist...! Aber inwiefern er es mit der Annäherung an die Protestanten ehrlich meint, darüber bin ich mir nicht im Klaren. Er ist sicher auch ein Jesuit und damit "Profi" in sachen "täuschen und tricksen" und Public Relations-mäßig ist er auch sehr profihaft = Medienstar! ..
      Ob man ein Profi in Sachen "täuschen und tricksen" ist, weil man den Jesuiten angehörig ist, wage ich stark zu bezweifeln. Das Menschen die in der Öffentlichkeit stehen, ganz gleich ob Politiker, Vereinsvorsteher, Medienleute oder auch Kirchenmänner oder Pastoren welche in der Öffentlichkeit stehen, eine Ahnung von PR haben sollen und auch dementsprechend geschult werden, versteht sich eigentlich von selbst.
    • Geh, schon wieder der Papst ! Im Alltag bin ich mit "Antichristi" und deren Lehren / politischen Konzepten / /Heilslehren/ Verführungen genug konfrontiert, um nicht erst den Papst aus dem Mittelalter herholen zu müssen.


      (Trotzdem : James Gabriel, Herzlichen Dank für die sehr illustrativen Bilder us der Vergangenheit !)
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -