"Zeichen der Zeit"

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    • liebe Wartende,
      Das Standbild hat zwei Beine, diese lösten die drei Reiche Griechenland, Persien und Babylon ab. Könnten diese beiden Beine nicht das politische und das päpstliche Rom darstellen? Denn erst dann kommen die Füsse und die zehn Zehen.
      die zwei Beine symbolisieren (da es zwei sind) Westrom und Ostrom. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass sich ja hier auch die "Römische Kirche" dann ebenfalls unterschied in Welstkirche also dem päpstlichen Rom und der Ostkirche, den Orthodoxe Kirchen .
      Doch gemäß der Prophetie handelt es sich bei dem "Kleinen Horn", welches aus den zehn Hörner hervorgeht gemäß Daniel 7,8 um das Papsttum, was aus den zehn Reichen hervorgeht, nicht aus Rom!
      Die Reiche sind in der zeit zwischen 356 und 578 n. Ch. entstanden. Also in der Zeit, wie auch Rom unterging. Darum kann es sich hierbei nicht um die Beine Roms handeln - sondern nur um die zehn Zehen = die zehn germanischen Reiche.
      Darum denke ich ja auch, dass es hier mehr um den Geist geht, der dieser Statue eingehaucht wurde. Der Odem oder Geist Israels war Gott, der Odem oder Geist Roms war Satan und der Odem oder Geist der fertiggestellten Statue war dann damals das päpstliche Rom.
      Es änderte nur sein "Gesicht" vom politischen zum päpstlichen Rom
      ich würde vielleicht sagen wollen, es ändert seinen Geist. Abgesehen davon, hatte ich ja geschrieben, dass diese Statue mit der Bildung der zehn Zehen erst fertig war. Die Statue selbst, die dann bis Jesu Wiederkunft bestehen bleibt, beinhaltet also weit mehr, als nur Rom, auf das wir uns gerade konzentrieren. Wie ich schon versuchte, es symbolhaft auszudrücken, es ist der "Sohn" Satans auf Erden. Es ist das, was Satan hier auf Erden vertritt und auf ihn hinweist, so, wie Christus auf Gott hinweist.
      Aus dem Geist Gottes und dem Volk Gottes ging in seiner Befruchtung Jesus Christus hervor; aus dem Geist Satans und dem Volk Satans ging in der Befruchtung der Antichristus hervor. Und der besteht nicht nur wiederum aus Geist, sondern auch aus Fleisch, so wie einst Jesus. Und diese physische Struktur, dieses "Fleisch" haben wir mit der Statue aus Daniel 2 vor uns.
      Erst mit Vollendung der Statue durch die zehn Zehen wurde diesem Bild auch noch Leben eingehaucht
      Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden. Offb 13,15
      Das Problem ist, dass dem Bild des Tieres sowohl eine politische wie auch religiöse Bedeutung zukommt. Man kann also durchaus zunächst von zwei parallel zu betrachtenden Bildern sprechen. Denn im politischen Bild haben wir das heutige Europa als Sinnbild des einstigen Römischen Reiches. Im Geistigen Bild haben wir zunächst das damalige Papsttum. Denn sowohl das politische Rom bekam eine wunde durch das Schwert gemäß Offb 13,14 als dann auch das religiöse Rom. Die eine Wunde erfolgte mit der Bildung der zehn Zehen, die andere Wunde erfolgte 1798.
      Aber in den 10 Zehen des Standbildes sehe ich trotzdem unser heutiges Europa, da der Fels der auf diese Zehen fällt das ganze Standbild (alle Reiche dieser Welt) zerstört und damit kann nur die Wiederkunft Jesu gemeint sein.
      Eben, das sehe ich auch so. denn diese Statue ist ja für diesen Zweck bestimmt.

      Das Thema ist doch immer noch interessant und deshalb wäre es schön wenn andere Meinungen auch zu lesen wären.
      Dieses "Freidenkertum", welches ich hier zelebriere, also nach allen Seiten hin offen, wird von vielen Adventisten nicht mitgetragen, die sich an das einmal von offizieller Seite verkündete Prophetieverständnis lehnen. Du hast es ja hier selbst erlebt, was passiert, wenn man zu sehr "frei denkt".

      Gruß
      Seeadler
    • Seeadler schrieb:

      Zitat

      Aber in den 10 Zehen des Standbildes sehe ich trotzdem unser heutiges Europa, da der Fels der auf diese Zehen fällt das ganze Standbild (alle Reiche dieser Welt) zerstört und damit kann nur die Wiederkunft Jesu gemeint sein.



      Eben, das sehe ich auch so. denn diese Statue ist ja für diesen Zweck bestimmt.

      Wir sind also Beide der Meinung Seeadler, das die 10 Zehen auf die der Fels fällt das heutige Europa darstellen.



      Seeadler schrieb:

      Zitat

      Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden. Offb 13,15



      Das Problem ist, dass dem Bild des Tieres sowohl eine politische wie auch religiöse Bedeutung zukommt. Man kann also durchaus zunächst von zwei parallel zu betrachtenden Bildern sprechen. Denn im politischen Bild haben wir das heutige Europa als Sinnbild des einstigen Römischen Reiches. Im Geistigen Bild haben wir zunächst das damalige Papsttum. Denn sowohl das politische Rom bekam eine wunde durch das Schwert gemäß Offb 13,14 als dann auch das religiöse Rom. Die eine Wunde erfolgte mit der Bildung der zehn Zehen, die andere Wunde erfolgte 1798.



      Siehst du diesen Bibeltext in der Vergangenheit? Das Tier aus der Erde wurde immer als Symbol für Amerika gesehen, das dem Bild des Tieres die Macht gibt. Den Text sah ich immer in der Zeit nach 1798, ebenso wie die Zehen in unserer Zeit.

      Offb. 13, 11. - 15.

      "Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache.
      Und es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr wohnen dazu, daß sie das erste Tier anbeten,
      dessen Todeswunde geheilt wurde. Und es tut große Zeichen, so daß es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen läßt vor den Menschen.

      Und es verführt die, welche auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die vor dem Tier zu tun ihm gegeben sind, und es sagt denen, die auf der Erde wohnen, daß sie dem Tier, das die Wunde von dem Schwert hat und am Leben geblieben ist, ein Bild machen sollen. Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so daß das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten."

      Natürlich hat vieles in der Bibel eine doppelte Bedeutung. Deshalb könnte man die 10 Zehen sowohl auf die Zeit nach dem Ende des Römischen Reiches als auch auf unsere Zeit beziehen, ebenso wie das Papsttum, das war, die tödliche Wunde erlitt, wieder ist und wohl wieder mächtiger ist.

      Vor allem Vers 12 sehe ich in unserer Zeit, weil dort gesagt wird das die Wunde des Tieres geheilt ist.

      Aber, und da sind wir uns einig, ist das Bedeutende am Standbild unsere Zeit, die die letzte ist und auf die der Fels fallen wird.

      Gruß Wartende
    • liebe Wartende,

      ich denke, mit deinen "abschließenden Worten" können wir an dieser Stelle zu dem nächsten Aspekt gehen, der in meinen Augen ebenso auffällig ist und eventuell auch die "moderne Zeitgeschichte" aus einer anderen Warte heraus beschreibt.

      Ich meine die Wiederholung der Geschichte in symbolischer weise seit 1798, oder biblisch ausgesprochen, seit dem Ende der "Zeiten". Denn in Offenbarung 10,6 lesen wir, dass hinfort keine Zeit mehr sein wird. Mit den prophetischen Zeitraum von den sieben mal erwähnten 1260 Jahren, die sich aus adventistischer Sicht auf die Zeit zwischen 533/538 bis 1793/1798 bezieht, in denen auch die 3,5 Zeiten aus Offb 11,9 eingebettet sind (1793 bis 1797) schließt die eigentliche vorgemerkte feststehende zeit ab. Es kommt dann noch zu einer Übergangszeit von 45 Jahren gemäß der Differenz der 1290 Jahre aus Daniel 12,11 und den 1335 Jahren aus Daniel 12,13. (Was in einem anderen thread näher behandelt wurde (wird).)

      Gerade die "vorbildhafte Geschichte" der DDR und BRD sollte uns auch ein Hinweis sein, zu erkennen, in welcher zeit wir biblisch prophetisch gesehen leben. Zugleich sagt uns diese Zeit auch noch wesentlich mehr aus über zurückliegende vergleichbare Zeiträume.
      Auffallend ist der in sich geschlossene Charakter jener Epoche des Bestehens von DDR und BRD. Denn beide Staaten entstanden im Jahre 1949 und endeten zusammen im Jahre 1989, also nach biblisch relevanten 40 Jahren. Allein der gewählte Zeitraum von 40 Jahren ist für mich Grund genug, hier einen biblischen Hinweis zu erkennen. denn diese 40 Jahre, wie auch 40 Tage kommen in der Bibel sehr häufig vor und haben alle diesen Aspekt der in sich geschlossenen Zeit. Gott selbst benutzt also diesen Zeitraum von 40 Jahren, um uns damit etwas zu sagen. Darum bin ich auch davon überzeugt, dass auch das Bestehen dieser Teilung von DDR und BRD ebenso eine übergeordnete biblische Botschaft trägt, die wir folglich erst jetzt erkennen können und konnten, nachdem dieser Zeitraum abgelaufen ist. Genauso wie wir ja auch erst die wahre biblische Botschaft der 1800 Jahre bis zum Jahre 1798 und der darin eingebetteten 1260 Jahre erst erfassen und verstehen konnten, nachdem sie bereits abgelaufen waren.

      Wir können also diese 40 Jahre von DDR und BRD als ein Bild heranziehen, welches auf zurückliegende biblisch relevante Zeiten hinweist, die dann sowohl ebenso 40 jahre dauerten, als aber auch in ihrem charakteristischen Wesen in einem vergleichbaren Zeitraum zu erkennen waren. Wie eben jene 1800 jahre von Jesu Geburt bis zum Jahre 1798, oder eben den 40 Jahren der Zeit der Wüste mit Israel, oder den 40 Jahren der Regierungszeiten von Saul, David und Salomo (zusammen also 120 jahre, ein maximales Menschenalter), genauso wie die Wüstenzeit mit Moses von 40 Jahren ebenso nur ein Abschnitt von insgesamt 120 Jahren darstellt, dem Gesamtalter Moses und den darin auffallenden Teilzeiten des Lebens Mose von je 3 mal 40 Jahren.

      weiter im nächsten Post...

      Gruß
      Seeadler
    • Also Leute ich habe jetzt erst diesen Thread hier entdeckt und habe alles gelesen. Obwohl ich mich in Prophetie bisschen auskenne, konnte ich sehr oft einfach nicht mehr folgen weil für mich auf einmal, entschuldige, dass ich es sagen, ziemlich viel Willkür da hereinkam. Vieles wird buchstäblich, dann mal geistig genommen, dann doppelt usw. Da konnte ich einfach nicht mehr den Durchblick behalten. Ich muss aber gleichzeitig sagen, dass gerade einige Belehrungen, die Seeadler aus der Statue in Daniel 2 ableiten konnte, für mich unheimlich interessant sind und bedeutend sind, weiter zu denken.

      Ich gehe nur auf einige kleine Punkte ein, wo ich vielleicht den ein oder anderen sinnvollen Gedanken in die Runde bringen kann.

      Wenn es um das Austrocknen des Euphrats geht, damit den Königen des Ostens der Weg bereitet wird (Offenbarung 16:12-16 = Die sechste Plage), darf man nicht vergessen, dass wir uns hier in der Zeit der Trübsal befinden. In dieser Zeit wird keiner mehr Buße tun. Das erkennt man sehr gut in der Einleitungsvision der 7 Plagen in Offenbarung 15 wieder weil dort die Herrlichkeit Gottes den Tempel erfüllt und keiner mehr in den Tempel hinein gehen kann. Das heißt, der Tempel Gottes, Gottes Gemeinde ist vollständig sowie das ja auch im AT passiert ist als der salomonische Tempel fertig und eingeweiht wurde. Soviel mal zum Zeitrahmen.

      Wir wissen, dass Wasser in der Bibel für Völkerscharen stehen und wenn der Euphrat, der Fluss, der damals durch Babylon floss um es zu versorgen, austrocknet, dann heißt das im übertragendem Sinn, dass die Völker sich gegen dieses Babylon rebellieren und es nicht mehr unterstützen werden. Und genau das können wir auch in Offenbarung 17:15-16 nachlesen wenn die Könige der Erde, die Hure Babylon töten werden. In der 6. Plage wird Babylon, im Bild des Drachens, des wilden Tieres und des falschen Propheten, dargestellt, welches die Nationen zu einem großen Kampf, genannt Harmagedon, versammelt um gegen Gott zu kämpfen. Im AT hat oft Gott für das Volk Israel gekämpft und sorgte dafür, dass unter ihren Feinden eine Verwirrung entstand und sie sich daraufhin selber abschlachteten. Ich denke, das wird auch so bei Harmagedon sein weil sich auf einmal die Völker gegen die Hure Babylon wenden werden. Ich könnte noch mehr Gedankengänge aufzeigen aber ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen.

      Die Könige des Ostens sind dann natürlich Jesus mit seinen Engeln, was wir wiederum in Offenbarung 19:11-16 nachlesen können. Gerade auch in diesem Kapitel wird das wilde Tier und der falsche Prophet gerichtet. Deshalb ist für mich persönlich diese Auslegung die Sinnvollste weil wir hier wirklich die Bibel sich selber auslegen lassen. Wenn man die Könige des Ostens mit Russland und China in Verbindung bringt, ist das ja schön der Zeit entsprechend aber für mich nicht biblisch-exegetisch durchdacht worden. Unsere Pioniere haben nämlich unter den Königen des Ostens die Türken mit dem Osmanischen Reich gesehen weil das gerade zu ihrer Zeit aktuell war. Noch früher wurden unter diesem Begriff "Könige des Ostens" dann vielleicht irgendwelche bedrohlichen Völker, die gerade aktuell waren, gedeutet. Und das lässt mich schon erkennen, dass man hier lieber aus der Geschichte lernen sollte.

      Dann wurde gefragt ob die asiatische oder arabische Welt nirgendswo in der Prophetie denn vorkommen würde? Ich habe ja vorhin geschildert, dass Babylon aus 3 Teilen besteht. Dem Drachen, dem wilden Tier und dem falschen Prophet. Deshalb wird ja auch in der 7.Plage Babylon in drei Teile zerfallen (Offenbarung 16:19). Was sind denn jetzt diese 3 Teile? Das wilde Tier steht für die römisch-katholische Macht. Der Falsche Prophet ist die protestantische Welt, die sich ja auch immer mehr mit dem Katholizismus in der Ökumene verbindet und praktisch diesem System, diesem antichristlichen Geist wieder neues Leben einhaucht indem dieser Protestantismus ein Bild dem ersten Tier, dem Katholizismus aufbauen wird. Wer ist nun der Drache? Der Geist des Drachen ist natürlich auch im Katholizismus und Protestantismus vorhanden aber hier wird Babylon ja in 3 Teile aufgeteilt und wenn Babylon alle Religionen unter einen Hut bringt, dann steht der Drache für den ganzen restlichen Spiritismus. Das ist sowohl der Atheismus, Kommunismus, der Islam, der Buddhismus und alles andere was eben da hinein passt. Denn alles, was nicht von Gott kommt, kommt von satanischen Mächten und das wird hier sehr treffend im Bild des Drachens dargestellt. Und diese 2 christlichen Teile mit dem 3. spiritistischen Teil werden sich in der großen Ökumene vereinen. Und in der UNO ist genau das, das Denken wenn es um die Problemlösung der ganzen Religionen geht.

      Zusätzlich finden wir in Daniel 11 noch ein anderes Bild wieder. Hier wird von einem König des Nordens und König des Südens geredet, die beide miteinander streiten. Als König des Nordens können wir hier sehr klar den christlichen Teil von Babylon erkennen, da dieser König genau das gleiche in Daniel 11 macht was das kleine Horn in Daniel 8 macht. Es verwüstet das Heiligtum und stellt ein Greuel der Verwüstung auf. Der König des Südens ist dementsprechend genau das Gegenteil. Dieser König steht sinnbildlich für all die Mächte, die den Jahwe-Gott leugnen und andere Götter (Allah, Buddha, die Göttin der Vernunft) an seine Stelle setzen. Beide Mächte kämpfen die ganze Zeit gegeneinander aber am Ende wird der König des Nordens über den König des Südens siegen und diesen einnehmen und über seine Habe herrschen. Dann ist Babylon vollständig. Dann erst besteht Babylon aus diesen drei Teilen. Also auch hier erkenne ich schon eine Erwähnung von Russland, China und den arabischen Ländern wieder aber am Ende müssen diese Mächte sich dem Bild des Tieres fügen. In der 5. und 6.Posaune erkenne ich persönlich auch den Spiritismus wieder aber ich hatte dieses Thema schon ein bisschen mit Seeadler und lasse deshalb das mal auf der Seite. Es soll ja erstmal hier rein ums Grundprinzip gehen.

      Soviel mal meinerseits. Ich hoffe, ich unterbreche nicht zu sehr deinen Gedankenfluss, Seeadler. ;)

      LG Gilles
    • Danke Jonajim

      das du dich an diesem thread beteiligst. Das soll ja kein Zwiegespräch zwischen Seeadler und mir sein. Deine Ausführungen passen sehr gut zur Überschrift "Zeichen der Zeit" und ich stimme deinen Ausführungen zum Austrocknen des Euphrats zu. Auch dem was du über Babylon schreibst, denn auch der Spiritismus wird noch weiter zunehmen. Und letztlich kommt Jesus als "König aus dem Osten".

      Die Gedanken von Seeadler bzw. seinem Sohn über das Standbild waren für mich zum Teil auch neu, aber ich halte mich daran alles zu prüfen bzw. zu überdenken und erst dann kann man abwägen was "dran" sein könnte und was nicht.

      Gruß Wartende
    • konnte ich sehr oft einfach nicht mehr folgen weil für mich auf einmal,
      entschuldige, dass ich es sagen, ziemlich viel Willkür da hereinkam.
      hallo Jonajim, ich habe mir zum Prinzip gemacht, derartige vergleichbare Gedanken anderer eben nicht zu bewerten und ihnen dann durch solche Aussagen einen negativen Anstrich zu verleihen. Besonders dann nicht, wenn ich dann als Alternative meine eigenen Gedanken vorbringe. Im Gegenteil, gehe ich davon aus, dass wir erst am Anfang sind, die Bibel und die Bedeutung der prophetischen Schriften für unsere Tage richtig zu verstehen und ihre multiple Anwendung zu erkennen. Es sind nun mal zeitlose Aussagen, die in jeder Epoche des Daseins des Menschen auch eine andere Bedeutung bekommen. So kann man nicht eine einmal gefundene Erklärung für eine rückwärtige Zeit zugleich für alle Epochen anwenden. Außerdem ist es bei näherer Prüfung wirklich so, dass man feststellt, dass sich vieles in anderer Form wiederholt. Dies hat nichts mit Willkür zu tun. Es ist schade, dass du dies damit abzuwerten versuchst, zumal du ja dann im zweiten Teil deiner Erklärung selber recht freizügig deine eigenen Gedanken nennst, die ich ebenso nachvollziehen kann, wie das, was mir mein Sohn erklärte und was ich selbst erkannt habe. Es gibt aber nicht die eine allumfassende Erklärung, sondern stets mehrere Bedeutungen.
      Dein erster Teil deiner Ausführung basiert ja auch auf das bekannte Schema adventistischer Auslegung der Prophetie, also all das, was ich bei Hans Heinz, Marvin Moore und anderen nachlesen kann.

      Du schreibst zum Beispiel die typisch adventistische Sicht:
      Ich habe ja vorhin geschildert, dass Babylon aus 3 Teilen besteht. Dem Drachen, dem wilden Tier und dem falschen Prophet.
      Dies ist eine Auslegung, das zweihörnige Tier mit dem falschen Propheten zu identifizieren. Aber auch hierin, selbst wenn dies richtig ist, kann man schon mehrfaches erkennen. Worauf ich hinaus wollte, war die grundsätzliche Aufteilung der antigöttlichen Trinität, die durch diese drei Figuren dargestellt wird, in Körper. Seele und Geist, bzw, in Antigott, Antichristus und Antigeist. Denn der Geist ist es, der auf Christus hinweis, so wie der Antigeist auf den Antichristus hinweist. Oder auch im Sinne der göttlichen Trinität: Erst nachdem Christus gestorben war, kam der Geist, der Heilige Geist und belehrte die gläubigen in all den Fragen, die Christus bereits vorgegeben hatte. legt man dies nun um auf das vorliegende Problem, so zeugt der Antigeist nach dem Tode des Antichristen von diesem und lässt ihn dadurch weiter wirken.

      Und diese Erkenntnis verläuft nach meiner Erkenntnis auf zwei Ebenen, einmal der geistlichen, geistigen Ebene, also in Bezug zur Religion, und zugleich auch auf physischer Ebene, und hier kommt dann das alte und das neue Rom zum Tragen. Das also, was ja auch Wartende aus ihrer Sicht nachvollziehen kann.

      Was du jetzt nun bringst, jonajim, das sind zusätzliche und in eine andere Richtung gehende Gedanken, die mit dem was ich angeführt habe, zunächst nichts zu tun haben. Die aber ebenso richtig sind... was dann aber auch die angesprochene Komplexität der Themen offenbart, die ich hier ansprechen möchte im Rahmen der Zeichen der Zeit. Und da kommt dann noch viel mehr zu Tage für unsere Zeit. Ich wollte hier lediglich diese verschiedenen parallel zu beachtenden Gedanken, die alle ihre Berechtigung haben, in diesem Thread sammeln, und mich dabei nicht auf eine einzige allgemein gültige oder vermeintlich richtige Auslegung festlegen.

      Du sprichst den König des Nordens und den König des Südens an, und identifizierst den König des Nordens mit dem Christentum. Du löst dich hier von der geographischen Bedeutung der Himmelsrichtungen?! Denn für den König des Südens nennst du quasi alle anderen unchristlichen Religionen. Rein geschichtlich gesehen wäre ja hier zunächst als König des Nordens Rom zu sehen und als König des Südens Ägypten; beide Völker standen sich gegenüber, hatten aber vieles gemeinsam, wie du ja in der symbolischen Bedeutung bestätigst. Man könnte hier auch sich lediglich auf das "christliche Rom" einerseits und auf den Islam andererseits konzentrieren, ohne jetzt die anderen Religionen mit einfließen zu lassen. denn beide hier genannten Religionen haben abrahamitische Wurzeln, scheinen also auf einen einzigen Gott hinzuweisen, wemngleich er in beiden Fällen offenbar "entstellt zu werden scheint".

      Und wir sehen ja in den letzten Jahren eine klare Veränderung in den islamisch geprägten Ländern im "Süden" also an der Nordseite Afrikas, worauf ich in diesem Thread ebenfalls noch eingehen wollte, wenn wir diesen Thread in dieser Richtung auch offen lassen und nicht gleich zu fokussieren versuchen auf die rein adventistische Auslegungsvarianz. Ich denke, gerade dieses Geschehen im letzten jahr in den islamischen Ländern sollte uns ebenso zu denken geben, wie das schon besprochene Geschehen an der "Ostfront" Europas. Denn ich glaube ja, dass es hierbei ausschließlich um Europa geht - und Amerika und Asien als angrenzende Mächte zwar mitbetroffen sind, religionsgeschichtlich prophetisch jedoch nicht die Bedeutung haben. zwar stampft Amerika mit seinen Hufen, es hat aber meiner Meinung nach nicht die Bedeutung in prophetischer Hinsicht, die die Adventisten ihm schon seit nunmehr 150 Jahren angedeihen lassen möchten - zumal, wie ich ja schon hinwies, bisher in dieser Richtung kaum etwas kam, was dies belegen würde. Während sich hier in Europa bereits massiv einiges im Sinne der Prophetie verändert.

      Es ist so meine ich ja auch ein kluger Schachzug Satans, den Blick vom wirklichen Wirkungsbereich der Prophetie abzulenken in Richtung Asien, Amerika und Israel. Letzteres hatte ich ja schon ausführlich erklärt, mit dem Holocaust. Die raffinierteste Finde Satans, damit alle Welt seither auf Israel blickt. genauso sehe ich dies mit unserem angestrengten Blick in Richtung Amerika und ebenso das Säbelrasseln des einstigen Babylon, Saddam Husseins Iraks, oder dem nachfolgenden Reich Persien, dem Iran. Auch hier soll uns ebenfalls der Blick ablenken von Europa, um das es ausschließlich in der Prophetie geht. Europa wird zum Herzstück der Welt, der religiösen Weltgeschichte, und nicht Amerika oder Asien und auch nicht Afrika.

      Gruß
      Seeadler

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seeadler ()

    • Die Endzeitprophetie ist sehr komplex und mit Sicherheit können wir noch nicht alles, weder in seiner Bedeutung noch zeitlich genau, einordnen und verstehen. Deshalb ist es legitim mehrere Bedeutungen und Meinungen als möglich anzusehen, sofern sie nicht direkt der Bibel widersprechen und alles anhand der Bibel zu prüfen und zu überdenken.

      Deshalb ist es legitim das @Seeadler Gedanken zum Standbild einbringt, die bislang neu sind und es braucht Zeit, Prüfung anhand der Bibel und Nachdenken. Jemand der sich neu mit diesem Thread beschäftigt (@Jojajim) wundert sich erst einmal über die neuen Gedanken und braucht Zeit zur Prüfung und zum Nachdenken und auch das ist legitim. Deshalb kann eine Diskussion trotzdem freundschaftlich sein, selbst wenn man in der Sache zumindest zum Teil, anderer Meinung ist.

      Seeadler schrieb:

      Ich meine die Wiederholung der Geschichte in symbolischer weise seit 1798, oder biblisch ausgesprochen, seit dem Ende der "Zeiten". Denn in Offenbarung 10,6 lesen wir, dass hinfort keine Zeit mehr sein wird. Mit den prophetischen Zeitraum von den sieben mal erwähnten 1260 Jahren, die sich aus adventistischer Sicht auf die Zeit zwischen 533/538 bis 1793/1798 bezieht, in denen auch die 3,5 Zeiten aus Offb 11,9 eingebettet sind (1793 bis 1797) schließt die eigentliche vorgemerkte feststehende zeit ab. Es kommt dann noch zu einer Übergangszeit von 45 Jahren gemäß der Differenz der 1290 Jahre aus Daniel 12,11 und den 1335 Jahren aus Daniel 12,13. (Was in einem anderen thread näher behandelt wurde (wird).)

      Das wichtige dieser Zeitrechnung ist wohl das das Papsttum 1798 diese tödliche Wunde erlitten hat und sich mit der franz. Revolution auch die politische und gesellschaftliche Ordnung änderte. Die Aristokratie war auf dem absteigenden Ast und verlor in den meisten europäischen Ländern schließlich ganz an Bedeutung und die Menschen wurden, auch durch mehr persönliche Freiheiten, gottloser oder sie sahen die großen Kirchen kritischer, was schließlich mit der Zeit auch zur Gründung neuer Glaubensgemeinschaften, auch unserer, führte.

      Seeadler, du betonst die 40 Jahre und von 40 Jahren ist in der Bibel oft die Red,. Israel z. B. wanderte 40 Jahre durch die Wüste. Das die 40 Jahre in der es zwei deutsche Staaten gab eine besondere bibl. Bedeutung haben konte ich so nicht sehen, aber der Fall des Kommunismus hat die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse wieder verändert. Wichtig finde ich in diesem Zusammenhang das die Menschen, für die der Kommunismus als "Ersatzreligion" herhalten musste jetzt die Freiheit und Möglichkeit haben, den richtigen Gott zu finden.

      Zu dem Beitrag von @Jojajim
      Wir müssten wirklich erst einmal überdenken wer die Könige von Norden und Süden sind. Und vor allem welche Bedeutung in der Endzeit Europa, Amerika, der Islam, China usw. haben. Deshalb wäre es wirklich interessant wenn wir das unter diesem Thread besprechen könnten, ebenso die Bedeutung des "Austrocknen des Euphrats".

      Ich hoffe auf interessante Gespräche und grüsse euch

      Wartende
    • hallo liebe Wartende,

      leider bin ich erst einmal für längere Zeit wegen einem Trauerfall in meiner Familie nicht dazu in der Lage, hier zu schreiben. Also nicht wundern, wenn auch mal "Totenstille" von meiner Seite kommt.

      Bei meinem angesprochenen Aspekt mit der DDR und BRD ging es mir um die "für mich" auffällige Ziet der Existenz beider Staaten für exakt 40 Jahre. Für mich also Grund genug, gerade weil diese 40 Jahre in der Bibel in einem ähnlichen in sich geschlossenen Kontext auftreten, dies auch so zu bewerten - nämlich als ein Hinweis: "Leute, gebt acht, Gott gibt uns Zeichen, damit wir seine Nähe, sein Wirken auch erkennen können"
      Denn es ist schon ein unterschied, ob ich pauschaliert und allgemeingültig daher Plappere, "wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen" und es trotzdem nicht sonderlich ernst nehme, oder ob ich weiß, Gott wirkt in der gegenwärtigen Geschichte aktiv mit wie im jahre 1989 geschehen, wo Honnecker noch meinte "Und diese Mauer wird noch weitere 100 Jahre bestehen!".

      Wie ich näher in meinem Seeadlerblog aufgeführt habe, den man unter meinem Avatar erreichen kann, sind jene 40 Jahre ebenso strukturiert, wie auch andere vergangene Zeiten im Zusammenhang mit der biblischen Geschichte. Denn auffallend ist ja hier die konkrete zeit des Bestehens der Mauer von 28 Jahren. Und diese in sich geschlossenen 28 Jahre entsprechen in ihrer vergleichenden Aussage den 1260 prophetischen Jahren von 538 bis 1798. Darum entspricht dann wiedreum die "Vorzeit" von 12 Jahren, die sich zwischen 1949 und 1961 abspielte, jener Vorzeit vor den 1260 Jahren zwischen der Geburt Christi und dem Jahre 538, bzw. zwischen dem Tod Christi und jenem Jahr. Und ebenso finden wir eine solche Einteilung in Vorzeit und Kernzeit im wesentlich größeren rahmen von Adam bis zur Sintflut = Vorzeit und von der Sintflut bis zum Ende der prophetischen Zeitrechnung = Kernzeit, auch hier in genau dem gleichen Zahlenverhältnis. der Mauerbau entspricht somit von seiner symbolischen Bedeutung sowohl dem Beginn des Papsttums, und damit der Spaltung des Christentums (wie die Spaltung von DDR und BRD), aber auch dem Zeitpunkt der Sintflut, und auch hier wieder einer Spaltung zwischen Gott und dem Menschen, oder einer klaren Differenzierung zwischen dem gläubigen und dem ungläubigen Menschen.
      und sich mit der franz. Revolution auch die politische und gesellschaftliche Ordnung änderte.
      hier sprach oder spreche ich vom Beginn der "Roten Ära" der Erde, also gleich wie bei der Blutungszeit, oder in diesem Fall die charakteristische Endzeit einer in sich geschlossenen biblischen Epoche. Die "rote Ära" beginnt mit dem "roten Sozialismus", beginnt mit der Französischen Revolution und endet auffallend im jahre 1989 mit dem Niedergang des ebenso roten Kommunismus. Diese 200 jahre zwischen 1789 und 1989 weisen ebenfalls die vorher genannte Struktur auf, von Vorzeit und Kernzeit. Denn auch hier fällt auf, dass der Kommunismus seit seiner geistigen Gründung im jahre 1848/49 (Marx und Engels : Kommunistisches Manifest) exakt 140 jahre währte bis zum ereignisreichen Jahr 1989. Und wenn wir uns die vorangegenagenen angesprochenen Zeiten ansehen in bezug auf die DDR und dem Papsttums, wo wir dann erkennen dass es einmal 12 + 28 Jahre und einmal 540 und 1260 Jahre sind, so sind es in diesem Fall in der Differenzierung zwischen Sozialismus und Kommunismus wiederum zunächst 60 Jahre Vorzeit von 1789 bis 1849 mit einer folgenden Kernzeit von 140 Jahren bis 1989, also auch hier das exakt gleiche Zahlenverhältnis, das sich auch im großen biblischen Maßstab zwischen Adam und der Sintflut und zwischen der Sintflut und dem Zeitende ergibt.

      Dies sind alles überprüfbare nachvollziehbare Gedanken..... Darum, wenn wir verstehen, was am Ende der biblischen Zeitrechnung kommen und passieren mußte, also die biblische Endzeit, so können wir auch verstehen, was mit dem jahre 1989 begann. denn auch seit jener zeit erleben wir einen auffallenden Prozess in der Weltgeschichte der vollkommen konform mit der Prophetie geht....


      soweit mal
      lieben Gruß
      Seeadler
    • Hallo Seeadler

      Zunächst einmal meine aufrichtige Anteilnahme zum Trauerfall in deiner Familie. Ich hoffe dieser Familienangehörige ist in der Hoffnung auf die Auferstehung eingeschlafen.

      Mir ist das mit den exakt 40 Jahren BRD und DDR zwar nicht besonders aufgefallen, aber ich empfand das auch als einen "Wegweiser" in Bezug auf die Wiederkunft Jesu, als die Mauer und der Kommunismus fiel. Ich dachte damals eher daran das es jetzt nur noch eine Weltmacht gibt (Amerika), weil die UDSSR als zweite Weltmacht weggefallen ist und Amerika nun sehr mächtig werden kann. Deshalb war ich anschließend überrascht das Amerika sich (noch?) nicht als dieses Tier entpuppte das alle Welt zur Anbetung des Bildes des 1. Tieres zwang. Ich habe deine Gedanken auch nicht abgelehnt, sondern nur von Prüfung (biblisches Prinzip) und Überdenken gesprochen. Den Gedanken das der Islam (hier meine ich nur den extremistischen) nur eine Ablenkung vom Wesentlichen und ein "Zünglein an der Waage" ist habe ich auch schon gehabt. Der 11. September hat die Augen der Welt auf die islamische Welt gerichtet, aber lt. Bibel spielt der Islam am Ende der Zeit keine Rolle, (es sei denn jemand kann das biblisch doch begründen).

      Eine Frage zu Zeitangaben in der allerletzten Zeit habe ich. Sie wurde mir nirgends wirklich beantwortet. Ich stelle sie dir hier als persönliche Nachricht.

      Ich wünsche dir Gottes Segen und liebe Grüße

      Wartende
    • Hallo Seeadler

      Mit meiner Kritik, dass ich dir einfach nicht mehr folgen konnte, wollte ich dich nicht beleidigen. Ich wollte dir nur aufzeigen, dass das im Allgemeinen ziemlich willkürlich rüberkommt, wenn du die Prophetie mehrdeutig auslegst. Im Sinne des Heiligtums z.B. erkenne ich auch eine mehrdeutige Auslegung. Bei Prophetie jedoch ist es das Problem, dass sich auf einmal jeder das Seine hinein interpretieren kann und dadurch die Prophetie als etwas willkürliches, nach gutdünkenmäßig rüberkommt und das die Kraft der Prophetie für mich persönlich abschwächt. Prophetie sollte klar und deutlich sein. Wenn man jedoch alles das hineinlesen kann, was man irgendwie in der Geschichte wiederfindet, dann relativiert das meiner Meinung nach einfach. Vielleicht könnte das mitunter ein Grund sein warum viele sich hier in diesem Thread enthalten. Außerdem wenn wir bei der einfachen Prophetie anfangen, damit wir diese mal zuerst richtig verstehen, bevor wir dann zur schwereren Prophetie hinübergehen, finden wir auch nur eine Auslegung wieder und keine mehrdeutige. Das Standbild mit den verschiedenen Metallen wird ganz einfach und klar erklärt. Hier wird von 5 Weltreichen geredet. Die Erklärung ist nicht diese, dass es hier 5 Reiche sind und dann woanders andere 5 Reiche und es dann einmal nur geistlich zu verstehen ist und es um keine Weltreiche geht, woanders geht es dann wiederum um Weltreiche. Also schon beim Einfachen hat man eine klare Linie erkannt und deshalb denke ich, ist es bei der schwierigeren Prophetie auch nur eine Auslegung, die man eventuell nur in kleinen Mini-Details mehrdeutig auslegen kann aber vom Grundmuster her nur eine Struktur ist.

      In Seeadlers Beiträgen erkenne ich jedoch gewisse Muster und Prinzipien wieder, die sich in der Geschichte ständig wiederholen und dem stimme ich auch voll zu. Im Buch Prediger bringt das Salomo ja auch zum Ausdruck, dass es nichts Neues unter der Sonne gibt sondern sich alles wiederholt. Aber die Prophetie hat für mich eine einzige richtige Auslegung aus der man jedoch auch gewisse Prinzipien auf andere Teile in der Geschichte übertragen kann weil sich immer die selben Muster wiederholen aber diese hergeleiteten Prinzipien sind nicht die richtigen geschichtlich-prophetischen Auslegungen. Da mache ich schon einen Unterschied.

      Was den falschen Propheten angeht, den ich mit dem zweiten Tier in Offenbarung 13 aus der Erde gleichstelle, ist es einfach Fakt, dass es sich hier um die gleiche Macht handelt nur, dass man einmal die politische Seite beim Tier betrachtet und auf der anderen Seite beim Falschen Propheten die religiöse Macht betrachtet. Offenbarung 13:11-14 und Offenbarung 19:20 sprechen für sich, dass es hier ein und das selbe ist. Und das Tier aus der Erde kann niemals Europa sein weil schon das erste Tier aus dem Wasser kommt und Europa mit dem päpstlichen Rom darstellt. Außerdem sieht das zweite Tier wie ein Lamm aus, etwas sehr unschuldiges und täuschende genau wie im Bild des falschen Propheten wogegen all die anderen Tiere eher furchteinflößend und angstmachend wirken. Und Amerika war lange Zeit dieses unschuldaussehende Tier und kam aus der Erde. Jetzt jedoch in der letzten Phase wo es dem ersten Tier ein Bild macht, muss es kriegerischer auftreten obwohl noch immer in erster Linie die Bewahrung des Friedens als Rechtfertigung angegeben wird. Und meiner Meinung nach sind die momentan turbulenten Zeiten in Amerika genau der Prozess, der nötig ist, damit Amerika endgültig die Prophetie erfüllen kann und dieses Bild aufrichtet. Denn gerade jetzt in Krisenzeiten schalten die Menschen ihren Kopf ab und legen ihr Vertrauen in religiöse Führen, die viele gefährliche Gesetze einführen um damit den angeblichen Frieden und die Sicherheit zu bewahren.

      Was den König des Nordens und des Südens angeht, bestätigst du ja, dass man das mit Rom und Ägypten gleichstellen kann. Rom glaubt an den einen wahren Jahwe-Gott aber will seinen eigenen Mittlerweg einführen. Ägypten dagegen verleugnet, diesen einen wahren Jahwe-Gott (siehe Pharao bei Mose 2.Mose 5:2) und glaubt nur an seine eigenen Götter. Die Einheit davon ist dann Babylon, wo es einen Mehrgötterkult gibt jedoch mit dem glauben an den einen wahren Jahwe-Gott als obersten Gott und dass es eine gewisse Tradition benötigt um zu diesem Gott zu kommen. Also eine ziemliche Verwirrung hat man am Ende, eine Behausung der Dämonen, so nennt es ja auch die Bibel. Und Rom, der König des Nordens hat schon ansatzweise dieses babylonische Wesen in sich, jedoch muss er erst den König des Südens besiegen damit das dann in vollem Umfang, weltweit verbreitet werden kann. Und auch hier wiederum sehe ich eine Parallele zu der Geschichte in Daniel 3 wo das ganze babylonische Reich an seinen Göttern festhalten konnte, jedoch stand der babylonische Gott im Bild dieser Statue über all den anderen Göttern und dieser musste angebetet werden. Und dagegen haben sich ja die 3 Freunde Daniels gewehrt. Und im Bild des ersten Tiere von Offenbarung 13 erkennen wir genau das gleiche Muster wieder und damit schließt sich der Kreis. Deshalb finde ich meine Auslegung vom König des Nordens und des Südens im ganzen biblisch-prophetischen Kontext sehr einleuchtend und stimmig aber ich bleibe offen für Kritik und Bedenken. ;)

      Als letzten Gedanken wollte ich noch anführen, dass in dieser Darstellung des wilden Tieres, des falschen Propheten und des Drachens als Babylon für mich persönlich auch die ganze Welt dargestellt wird. Europa steht für das wilde Tier, Amerika für den falschen Propheten und Asien für den Drachen. Damit hat man die 3 großen Machtblöcke auf der Welt vereinigt. Soweit ich das jedoch erkannt habe, Seeadler beschränkst du deine Auslegungen sehr stark auf Europa.

      Das sind mal meine Gedanken dazu.

      Gilles :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jonajim ()

    • Als letzten Gedanken wollte ich noch anführen, dass in dieser Darstellung des wilden Tieres, des falschen Propheten und des Drachens als Babylon für mich persönlich auch die ganze Welt dargestellt wird. Europa steht für das wilde Tier, Amerika für den falschen Propheten und Asien für den Drachen. Damit hat man die 3 großen Machtblöcke auf der Welt vereinigt. Soweit ich das jedoch erkannt habe, Seeadler beschränkst du deine Auslegungen sehr stark auf Europa
      hallo Jonajim.

      Ich gehe von dem aus, wie ich die Prophetie verstehe, bzw. was sie mir vorgibt. Und hier wird das endzeitliche Gebiet des irdischen Geschehens auf die zehn Zehen der Statue gelenkt, die aus dem West- und Oströmischen Reich (den beiden Beinen) hervorgehen, und bekannter Maßen mit Europa schon mittlerweile seit Jahrhunderten identifiziert wird, und dies sicherlich zu recht.

      Und hier wird keine Erweiterung eingebaut, sondern gesagt, dass der Stein, der vom Himmel fällt, dieses Europa treffen wird, also auf die Zehen der Statue einschlägt. Das bedeutet für mich, dass hier Europa bis zur Wiederkunft Jesu (der Stein) die entscheidende rolle spielt im Endzeitgeschehen; und nicht Amerika oder Asien.
      Vergessen wir auch nicht, von wem letztendlich Amerika besiedelt wurde! Von den Europäern, also den zehn Zehen der Statue. Aber auch hier haben wir ja Offenbarung 12, wo darauf verwiesen wird, warum es dieses Amerika für eine zeit geben sollte, und wie lange dieses Land von Bedeutung sein sollte. :
      Und es wurden der Frau gegeben die zwei Flügel des großen Adlers, dass sie in die Wüste flöge an ihren Ort, wo sie ernährt werden sollte eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe
      Zeit fern von dem Angesicht der Schlange.
      Also dieser Zufluchtsort sollte lediglich innerhalb dieser 3,5 Zeiten oder 1260 prophetischen Jahren eine Rolle spielen, so lange, bis das "andere Tier" seine tödlichen Wunde erhielt, was im jahre 1798 geschehen ist. Ab diesem Moment spielt Amerika keine Rolle mehr, weil der Weg zurück, nach Europa nun nicht mehr versperrt war. Und nach wie vor geht und ging es in der weiteren Prophetie um dieses Europa - dem Abbild des einstigen Römischen Reiches.
      Alles, was mit jenen sieben mal erwähnten 3,5 Zeiten in Zusammenhang steht fand auch seine Erfüllung innerhalb dieser Zeit. Nichts davon ist auf die Zeit danach übertragbar! Und deshalb steht dann auch das Tier mit den zwei Hörnern nicht für Amerika, wie verbreitet wurde, es steht für das Neue heutige jetzige Europa.

      Europa stellt, wenn man es sich genauer ansieht, das negative Abbild des Tempels da = den babylonischen Tempel. Wie ich in meinem Blog beschrieb und auch schon an anderen Stellen erwähnte, steht das Westtor dieses Tempels für Frankreich, (die Französische Revolution 1789); das Osttor dieses Tempels für die Revolution im Osten des Jahren 1989, für das Berliner Tor mit seiner Quadriga, den vier Pferden.

      Das endzeitliche religiöse Geschehen findet in Europa seinen Abschluss, zumal wir ja auch hier den Sitz des Drachen, nämlich Rom haben. Von Europa aus geht sowohl das positive "Evangelium" in alle Welt, wie auch das falsche Evangelium. Der falsche Prophet kommt somit aus Europa, genauso wie derjenige, den mal als den endzeitlichen Elia bezeichnen kann.

      Es ist für mich einleuchtend, dass Satan ausgerechnet da am meisten wütet und für Verwirrung stiftet, und alles auf den Kopf stellt und hinterfragt, selbst innerhalb der Gemeinden, wo sich auch der wahre Christ aufhält und predigt - und dies ist nun mal Europa, und nicht Amerika.

      Gruß
      Seeadler
    • Die Offenbarung des Wesens der Menschen als Zeichen der Zeit

      Ich glaube, dass wir in der Endzeit immer weniger imstande sind, uns zu verstellen, also etwas anderes darzustellen, als wir innerlich wirklich sind. Sowohl unser "Böses" als auch unser "Gutes" wir offenbart werden, so auch für andere klar ersichtlich.

      Es dient ja auch letztendlich dazu, dass man das Böse lässt und Gott um Gnade bittet; ihn bittet, derart böse Gedanken und Handlungen von einem zu "entfernen". Damit wir mehr und mehr gereinigt werden. denn letztendlich soll keine Sünde mehr zwischen uns und Gott stehen, auch keine unwissentliche.
      Sicherlich wird es das eine oder andere noch geben, was wir beim besten Willen nicht mehr wissen und somit auch nicht wirklich offenbart werden kann - aber dies wird dann auch von uns genommen, so dass wir dann trotzdem als rein und "vollkommen" gelten.

      jedenfalls erkenne ich schon immer mehr, wie wenig sich die Menschen heute noch wirklich hinter ihren negativen Neigungen und Gelüsten verstecken, sondern sie auch heraus lassen. Das trifft sowohl die Gläubigen genauso, wie die Ungläubigen. Die Ungläubigen benutzen dann solche Phrasen, wie einst der Bürgermeister von Berlin "ich bin schwul, und das ist gut so!" und nehmen solche Sätze auch noch als positive Lebenseinstellung. Die Frucht solcher Aussagen sind dann derartige Auswüchse wie der "Christoper-Street-day" wo man ohne Hemmungen, ohne ethisch moralisches Gefühl und ohne Scheu sich ganz und gar offenbart und das mit übertriebener Deutlichkeit. Ich meine hier vor allem das Zurschaustellen seiner Leidenschaften, auf der Straße als halb- oder ganz nackter herumlaufen um andere Menschen zu schockieren. ganz egal ob das Heranwachsende und Kinder sind, .....

      Genauso aber wird dies mit den Süchten gehandhabt, in allen Richtungen. "Was man nicht bekämpfen kann, das legitimiert man oder macht es zu etwas harmlosen"

      Wir zeigen immer mehr unser wahres Gesicht, unsere wahre innere Einstellung und Gesinnung. Und das gehört nun mal zum Wesen der Endzeit. Denn der Weizen reift aus, wie auch das Unkraut ausreift; beides wird offenbart, erkennbar gemacht, damit man schließlich nicht doch noch das falsche herausreißt. :



      Vom Unkraut unter dem Weizen Matthäus 13,24ff
      24 Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
      25 Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.
      26 Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut.
      27 Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?
      28 Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, dass wir hingehen und es ausjäten?
      29 Er sprach: Nein! Damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet.
      30 Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.
      So schlimm es auch klingt, aber beides muß offenbart werden, damit man es klar und deutlich unterscheiden kann. Während des Holocaust wurde dem Juden der Davidstern verpasst, den vermeintlich Bösen, und die "Guten" trugen als Gegenzeichen das Hakenkreuz. Ein ebensolches Zeichen ist auch unter den heutigen Menschen immer mehr erkennbar nämlich das Zeichen

      Hes 9,4 und sprach zu ihm: Geh durch die Stadt Jerusalem und zeichne mit einem Zeichen an der Stirn die Leute, die da seufzen und jammern über alle Gräuel, die darin geschehen.
      es ist unser Zeichen, es ist das Zeichen der Versiegelten der letzten Tage. Denn auch wir "jammern" und "seufzen" über all das, was um uns herum passiert, so auch in unseren Gemeinden und der Welt ohnehin. denn die wahren Gläubigen, die wahren Christen stellen sich nicht als etwas Besonderes und besseres hin, sondern sie weinen um das, was um sie herum passiert und trauern um die verlorenen Seelen.....

      Gruß
      Seeadler
    • Seeadler ich habe eine Frage zu deinem zweitletzten Beitrag.

      Du sagst, dass das zweite Tier aus Offenbarung 13, das Tier mit den zwei Hörnern, das wiedererstarkte Europa nach der französischen Revolution wäre. Ich hoffe, ich habe dich da richtig verstanden?

      1.) Meine erste Frage ist nun, was bedeudetet für dich, das Symbol "Erde", aus dem das zweite Tier kommt im Hinblick auf die Wasser aus dem das erste Tier in Offenbarung kommt?

      2.) Meine zweite Frage ist nun, wie das zweite Tier dem ersten Tier ein Bild aufrichten kann und dieses zweite Tier die Menschheit dazu auffordern kann, das erste Tier und sein Bild anzubeten (Off.13:12; 15) wenn das erste Tier und das zweite Tier an sich die gleiche Macht ist nur mit einem anderen Bild dargestellt? Damit würde der Falsche Prophet einen aufforden ihn selber anzubeten, laut dieser Überlegung.

      Freue mich schon auf deine Antworten.
    • diese Frage nach dem Tier aus der "Erde" interessiert mich auch @Seeadler und @Jonajim. Ein Tier das aus der "Erde" kommt muß, falls mein Verständnis der biblischen Symbole nicht völlig falsch ist, zwangsläufig aus einem Erdteil kommen der schwach besiedelt und deshalb "Erde" ist, im Gegensatz zu "Meer" das dicht besiedelt und (Völker)meer ist. Am dichtesten besiedelt ist Europa und deshalb kan man davon ausgehen das Europa wirklich das Tier aus dem "Meer" ist. Amerika ist zwar inzwischen auch besiedelt worden, aber hauptsächlich in Megacities. Es gibt aber noch soviel Land oder Erde dort, das man stundenlang fahren kann ohne eine Menschenseele zu begegnen.

      Soweit meine Gedanken dazu.

      LG Wartende
    • Symbole nicht völlig falsch ist, zwangsläufig aus einem Erdteil kommen der schwach besiedelt und deshalb "Erde" ist, im Gegensatz zu "Meer" das dicht besiedelt und (Völker)meer ist.
      Aus der Erde empor kommen, heißt nicht zwangsläufig, aus einem schwach oder gar nicht besiedelten Land. Ich denke dies ist ein falscher Umkehrschluß aus der entgegengesetzten Stelle, wo das Wasser in der Offenbarung (17,15) mit Völkerscharen gedeutet wird. Prinzipiell hat auch wasser in der Bibel eine vielschichtige und somit unterschiedliche Bedeutung; Darum ist es denn auch ratsam nur die Bibelstellen als deutung zuzulassen, die sich auch zugleich selbst deuten, wie eben Offb 17,15. Doch im falle von Offenbarung 13,11, wo ein Tier aus der Erde empor steigt, fehlt diese eindeutige Zuweisung. darum wäre ich hier vorsichtig diesen Umkehrschluss zuzulassen.
      Denn Erde hat zugleich in der Bibel auch den Aspekt, das etwas vollkommen neues geschaffen wird, während zugleich durch die Erde auch Altes zugedeckt wird. Auch der mensch, wie all die Tiere der Erde wurden aus Erde geschaffen. Gleichzeitig wird aber auch alles andere durch Erde begraben. Siehe hierzu Offb 12,16 oder aber auch typisch 4.Mose 16,30.

      ich denke also, wenn wir verstehen wollen was und wer mit dem Tier aus Offenbarung
      Offb 13,11 Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner wie ein Lamm und redete wie ein Drache.
      begreifen wollen, so müssen wir uns zunächst mit dem ersten Tier und dann auch mit dem Bild des Tieres aus Offenbarung 13,14 beschäftigen. Denn ganz offensichtlich ist es ja das zweite Tier, dass anordnet, dass ein Bild gemacht wird nach dem Vorbild des ersten Tieres, und nicht nur das, sondern dieses Bild soll denn auch zugleich "lebensodem" bekommen und reden können:
      Offb13,15 Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten,
      getötet würden
      Das auffallendste beim ersten Tier ist ja, dass eines seiner Häupter tödlich getroffen wurde. Damit kann nicht das Papsttum gemeint sein, denn das Papstum hat mit den sieben Häuptern nicht direkt etwas zu tun. Das siebte Haupt ist schlicht und einfach das Römische Reich, als letztes der sieben Großen Reiche, aus dem das Tier besteht, welches es von Anfang an gab. das Römische Reich fand sein Ende in der Zeit der Entstehung der zehn Zehen. Eines dieser Häupter wurde also tödlich getroffen, es wurde aber später wieder heil, worüber sich die gesamte Erde wunderte. das Papsttum gehört zum Geist dieses Tieres und bekommt dann anstelle des tödlich verwundeten Tieres für exakt 1260 jahre Macht, die zuvor das Tier selbst hatte, bzw das siebte Haupt. Aber wie gesagt, (wie ich vorher schon beschrieb) diese Macht ist auf 1260 jahre begrenzt.

      Das tödlich verwundete Tier kam später wieder zum Vorschein, als das neue Europa nach dem zweiten Weltkrieg, nach 1948 allmählich wieder aufgebaut wurde und Formen annahm und dann mit den endgültigen Verträgen von Maastricht 1993, Amsterdam 1999, Nizza 2003 und Lissabon 2009 verifiziert wurde. dadurch wurde die tödliche Wunde des siebten Hauptes wieder heil und Rom erblühte als das Neue Europa wieder auf. Dieses heutige Europa ist das Bild des ersten Tieres. Es beinhaltet so zusagen all die Weltreiche die im ersten Tier von Bedeutung waren und hat das denken und Wesen des ersten Tieres in sich.

      Somit stellt sich nun die Frage, wer oder was ist hier das zweihörnige Tier? welches denn aus der Erde kommt?

      Gruß
      Seeadler
    • wenn ich zum letztgeschriebenen noch etwas "gewagtes" hinzufügen darf:

      Die 1260 jahre trennen praktisch zunächst einmal das Römische Reich vom später nach den 1260 Jahren neu errichteten Antitypus, nämlich dem modernen Römischen Reich, unser heutiges Europa. Zu Beginn der 1260 Jahre erhielt Rom seine tödliche Wund, die aber nach den 1260 Jahren wieder heilte, nach der zeit des geistigen Roms, welches nur für diese Zeit die entsprechende macht hatte.

      Wie war das nun mit dem einstigen physischen Israel, sprich den Juden. Auch sie erhielten eine tödliche Wunde.... und wurden ebenfalls nach den 1260 Jahren wieder aufgebaut im Sinne des einstigen alten Israels. Wir haben unter anderem bei Nebukadnezar die Weissagung mit dem Baum, der für sieben Zeiten abgehauen dastehen soll und quasi in Ketten gelegt:

      Daniel 4,11 Der rief laut und sprach: Haut den Baum um und schlagt ihm die Äste weg, streift ihm das Laub ab und zerstreut seine Frucht, dass die Tiere, die unter ihm liegen, weglaufen und die Vögel von seinen Zweigen fliehen.

      12 Doch lasst den Stock mit seinen Wurzeln in der Erde bleiben; er soll in eisernen und ehernen Ketten auf dem Felde im Grase und unter dem Tau des Himmels liegen und nass werden und soll sein Teil haben mit den Tieren am Gras auf der Erde.

      13 Und das menschliche Herz soll von ihm genommen und ein tierisches Herz ihm gegeben werden, und sieben Zeiten sollen über ihn hingehen.
      wenn wir nun dies erweitern und auf Israel übertragen, so würden die sieben Zeiten im jahre 722 vor Christus beginnen, mit dem Ende Israels und im Jahre 1798 enden ( zwei mal 3,5 zeiten = 2 mal 1260 jahre) Und nach dem Jahre 1798 begann allmählich wieder die Sammlung des physischen israel und gipfelte dann in der erneuten Gründung Israel im Jahre 1948 (150 biblische prophetische jahre nach 1798 - Mit den Heuschrecken aus Daniel 9 werden unter anderem auch im Alten Testament das Volk Israel bezeichnet )

      dies nur als Gedankenanstoß

      Gruß
      seeadler
    • Hallo Seeadler.

      Danke für deine Erklärungen. Ich probiere einfach deinen Gedankengängen zu folgen und wir schauen einfach mal wo wir herauskommen. ;)

      Du schriebst:
      Denn Erde hat zugleich in der Bibel auch den Aspekt, das etwas vollkommen neues geschaffen wird, während zugleich durch die Erde auch Altes zugedeckt wird. Auch der mensch, wie all die Tiere der Erde wurden aus Erde geschaffen. Gleichzeitig wird aber auch alles andere durch Erde begraben.


      Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Ich muss aber sagen, dass die Methodik ein wenig ungewöhnlich für mich ist. Normalerweise legt man ein prophetisch-zunkünftliches Buch durch ihre eigenen Aussagen aus oder man benutzt andere prophetisch-zukünftliche Bücher wo die gleichen Symbole benutzt worden sind. Du verlässt diesen Rahmen mit deiner Auslegung damit.

      zusätzlich schreibst du dann:
      Aus der Erde empor kommen, heißt nicht zwangsläufig, aus einem schwach oder gar nicht besiedelten Land. Ich denke dies ist ein falscher Umkehrschluß aus der entgegengesetzten Stelle, wo das Wasser in der Offenbarung (17,15) mit Völkerscharen gedeutet wird.... Darum ist es denn auch ratsam nur die Bibelstellen als Deutung zuzulassen, die sich auch zugleich selbst deuten, wie eben Offb 17,15. Doch im Falle von Offenbarung 13,11, wo ein Tier aus der Erde empor steigt, fehlt diese eindeutige Zuweisung.


      Ich will ein paar Beispiele aufzählen um meine Bedenken dazu aufzulisten.

      Die Tierdeutungen:
      In Offenbarung 13 wird nirgendwo mit einem Wort erklärt, was ein Tier ist. Trotzdem würde kein Mensch hier auf die Idee kommen, dass es sich hier um wirkliche Tiere handelt. Warum? Wahrscheinlich hat noch keiner eine plausible Deutung in diesem Rahmen gefunden. Aber ob eine Auslegung auch in diesem Fall plausibel wäre oder nicht, wäre für mich persönlich weniger von Bedeutung weil es sehr wichtig ist einfach die Bibel sich selber auslegen zu lassen. Und in diesem prophetischen Kontext, in dem wir uns befinden, wo symbolische Tiere auftauchen, wissen wir einfach, dass es sich hier um politische Mächte handelt, wo wir diese Deutung im Danielbuch herbekommen.

      Die Zeiten:
      In Offenbarung 13 werden wir auch mit Zeiten konfrontiert. Hier gibt es die weitläufige Deutung im evangelikalen Bereich, dass es sich hier um tatsächliche Jahre oder Monate handelt weil gesagt wird, dass die Erklärung vom Jahr-Tag-Prinzip nicht in diesem Kontext stehen würde und man deshalb diese Zeiten buchstäblich nehmen müsste. Bei den 70 Jahrwochen dagegen machen sie eine Ausnahme obwohl auch da nirgendwo das Jahr-Tag-Prinzip steht. Diese Argumentstruktur hast du ja auch, Seeadler, für deine Deutungsalternative der Erde benutzt. Jedoch auch hier sage ich mir, dass wir diese Regel gezeigt bekommen haben um sie zu benutzen. Nur in den Fällen, in den prophetischen Büchern, wo wir ausdrücklich gesagt bekommen, dass man nicht diese Methodik benutzen sollte oder es keinen Sinn aus dem Kontext macht, benutzt man nicht das Jahr-Tag-Prinzip.

      In Offenbarung 13 ist das für mich einfach ziemlich klar, dass die Tiere (= politischen Mächte) aus verschiedenen Teilen der Erdoberfläche (= Wasser oder Erde) hervorkommen. [Wasser = viele Völker / Erde = wenig Völker]. Für mich war das immer klare und einfache Botschaft. Auch die Eigenschaften der Tiere passen sehr gut auf die nachher identifizierten Völker, die aus ihren verschiedenen Weltteilen kommen, dazu.

      Deine Erklärungen, Seeadler, sind interessant, da sie neu sind aber für mich einfach, aus dem Kontext her betrachtet, unwahrscheinlicher als die traditionelle Auslegung. Wahrscheinlich hat das damit zu tun, dass ich nicht probiere die ganze Prophetie, hauptsächlich in den großen Zügen, auf Europa zu beschränken.

      In Offenbarung 12 ist die Frau ja auch in die Wüste (= Südafrika, Australien, Amerika, etc. / wenig Völker) geflohen wo die Wasser (= Europa / viele Völker) sie nicht erreichen konnten. Hier steht auch nirgendwo was genau die Wasser oder die Wüste bedeutet aber aus anderen Kapiteln und prophetisch-zukünftlichen Büchern wissen wir das einfach und das macht Sinn, ist klar, einfach und hat sich in der Geschichte so erfüllt.

      Ich hätte noch so einige Fragen zu deinem Beitrag um einfach deine Überlegungen besser verstehen zu können aber ich will mich vorerst nur auf dieses eine Symbol "Erde/Wasser" in Offenbarung 13 beschränken.

      Ich hoffe, wir kommen uns in unseren Ansichten irgendwie näher. ;)

      Jonajim
    • Jonajim,
      ich hatte das mit dem zweiten Tier noch bewusst ausgeklammert, wie du sicherlich bemerkt hast. Denn wenn ich gleich von vornherein das zweite Tier bestimme, so erhält die umliegende geschichte eine gänzlich andere Bedeutung, als, wenn ich das erste Tier und das Bild des Tieres zunächst einmal zu ergründen versuche.

      denn wenn ich beispielsweise, wie in der adventistischen traditionellen Auslegung erfolgt, Amerika als das zweite Tier nehme, wegen der merkwürdigen zwei Hörner, die man dann auf die religiöse und politische Freiheit bezog... dann bin ich quasi gezwungen, die Geschichte so lange zu modulieren, dass sie um diesen Kern, nämlich Amerika wieder stimmig wird. Und eine tatsache ist, dass das mit dem Bild sich nach wie vor so, wie man es prophezeit hat, nicht erfüllte. Wohin gegen ich mit meiner Darlegung im Trend der Zeit bin und die Gegenwart als Erfüllung der Prophetie erkenne.

      Was hier ebenfalls bei der traditionellen adventistischen Auslegung dabei einfach negiert wird, ist die Rolle der Statue, die bis zum Schluss, also bis zum Kommen Jesu eine Rolle spielt - und dies hat mit Amerika absolut nichts zu tun.

      Soweit mal

      Gruß
      seeadler

      In Offenbarung 12 ist die Frau ja auch in die Wüste (= Südafrika, Australien, Amerika, etc. / wenig Völker) geflohen wo die Wasser (= Europa / viele Völker) sie nicht erreichen konnten. Hier steht auch nirgendwo was genau die Wasser oder die Wüste bedeutet aber aus anderen Kapiteln und prophetisch-zukünftlichen Büchern wissen wir das einfach und das macht Sinn, ist klar, einfach und hat sich in der Geschichte so erfüllt.
      wenn wir diese Flucht wörtlich nehmen, so wie es getan wird unter den Adventisten, dnan sollten wir der Richtigkeit halber dazu sagen, dass diese Flucht erst mit den Pilgervätern gegen Ende des 18.ten jahrhunderts begann, und eben nicht mit beginn der 1260 Jahre. Da war von Amerika noch lange nicht die Rede. Aber es wird ja gesagt, dass sie mit Beginn der 1260 jahre in die wüste flohen und dort für 1260 jahre verweilten. Tatsache ist, die großen Fahrten irgendwelcher religiöse Gruppen begann erst viele Jahrhunderte später.

      Sich in die Wüste begeben kann auch etwas ganz anderes bedeuten, worauf ich hier jetzt allerdings noch nicht eingehen möchte

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Seeadler ()

    • Seeadler schrieb:


      Wohin gegen ich mit meiner Darlegung im Trend der Zeit bin und die Gegenwart als Erfüllung der Prophetie erkenne.


      Politisch betrachtet hast du recht, dass Europa viel mehr in Richtung weltweites Babylon hinsteuert als das Amerika tut. Aber Fakt ist auch, dass in Amerika viele religiöse Bewegungen im Hintergrund agieren und es nur noch eine Sache der Zeit ist bis aus diesem Eck strengere und religiöse Gesetze eingefordert werden. Sowas gibt es gar nicht in dieser Form in Europa. Das passt auch wunderbar zu dem Bild des falschen Propheten, der ausschließlich religiös agiert. Europa dagegen baut das politische Fundament dieses weltweiten Babylons auf und Amerika wird m.M.n. diesem politischen Fundament den religiösen Geist einhauchen. Man darf bei der ganzen Angelegenheit nicht vergessen, dass Gott die Winde noch zurückhält. Gott bestimmt, wann der Zeitpunkt soweit ist und weil wir in einer Verzögerung sind, wundert es mich gar nicht, dass einige Entwicklungen nur sehr schwer und langsam vor sich gehen.

      Seeadler schrieb:


      Was hier ebenfalls bei der traditionellen adventistischen Auslegung dabei einfach negiert wird, ist die Rolle der Statue, die bis zum Schluss, also bis zum Kommen Jesu eine Rolle spielt - und dies hat mit Amerika absolut nichts zu tun.


      Ich sehe darin kein Problem. Das Bild in Offenbarung 13 ist eine gute Erweiterung zu Daniel 2 und zeigt die äußerrahmliche Situation von Daniel 2 auf. Aber ich weiß noch immer nicht ganz genau ob sich die Füße vom Standbild in Daniel 2 nur auf Europa beschränken. Das Haupt der Statue "Babylon" hatte ja auch nie etwas mit Europa zu tun sondern war im Nahen Osten und kam nie bis nach Europa. Gerade in den Füßen von Eisen und Ton (für mich persönlich in erster Linie die römisch-katholische Kirche) hat man einen gewissen Spielraum und kann dieses Herrschaftsgebiet bis in unsere Zeit ziemlich weiten.

      Seeadler schrieb:


      wenn wir diese Flucht wörtlich nehmen, so wie es getan wird unter den Adventisten, dann sollten wir der Richtigkeit halber dazu sagen, dass diese Flucht erst mit den Pilgervätern gegen Ende des 18.ten Jahrhunderts begann, und eben nicht mit Beginn der 1260 Jahre.

      Sich in die Wüste begeben kann auch etwas ganz anderes bedeuten, worauf ich hier jetzt allerdings noch nicht eingehen möchte


      Ich habe die Wüste vorhin, ja nicht nur auf Amerika beschränkt sondern auch von Südafrika, Australien und etc. geschrieben. Die Waldenser haben sich in Europa z.B. in die Berge versteckt. Ich wollte lediglich aufzeigen, dass es sich hier um eine völkerarme Region handelt und aus einer völkerarmen Region steigt ein Tier auf, was dem ersten Tier seine Macht im Bild wiedergibt laut Offenbarung 13. Und geschichtlich wissen wir, dass die meisten Christen (Frau) in Amerika ihre Zuflucht fanden. Auch das klingt für mich einleuchtend und passend in den Kontext der Prophetie.

      Als die frühen Adventisten mit dieser Auslegung kamen, dachten viele in Amerika, dass das unmöglich sein kann, weil Amerika zu dieser Zeit weltweit nicht viel zu sagen hatte sondern Europa die führende Kraft der Welt war. Nach dem ersten Weltkrieg sah das jedoch ganz anders aus. Deshalb ist auch das für mich ein Indiz, dass diese Auslegung wahr ist weil man sich nicht zu viel auf äußerliche Geschehen fixiert hatte und probierte alles aktuell-mögliche in die Prophetie hineinzulegen sondern wirklich die Bibel sich selber auslegen gelassen hatte auch wenn die Umstände zu deren Zeit nicht so aussahen. Die prophetischen Auslegungen von der Bibel, die sich am öftesten revidieren mussten, waren die, die sich zu viel auf geschichtlich-aktuelle Phänomene zu ihrer Zeit fixiert hatten und zu wenig biblisch-exegetisch an die Sache herangingen. Das will ich dir jetzt auf keinen Fall vorwerfen Seeadler sondern das ist einfach meine bisherige Beobachtung gewesen.
    • Seeadler schrieb:

      denn wenn ich beispielsweise, wie in der adventistischen traditionellen Auslegung erfolgt, Amerika als das zweite Tier nehme, wegen der merkwürdigen zwei Hörner, die man dann auf die religiöse und politische Freiheit bezog... dann bin ich quasi gezwungen, die Geschichte so lange zu modulieren, dass sie um diesen Kern, nämlich Amerika wieder stimmig wird. Und eine tatsache ist, dass das mit dem Bild sich nach wie vor so, wie man es prophezeit hat, nicht erfüllte. Wohin gegen ich mit meiner Darlegung im Trend der Zeit bin und die Gegenwart als Erfüllung der Prophetie erkenne.



      Was hier ebenfalls bei der traditionellen adventistischen Auslegung dabei einfach negiert wird, ist die Rolle der Statue, die bis zum Schluss, also bis zum Kommen Jesu eine Rolle spielt - und dies hat mit Amerika absolut nichts zu tun.


      Amerika redet oft "mit gespaltener Zunge". Einerseits werden Menschenrechte und Freiheit hervorgehoben, andererseits gibt es in Amerika immer noch die Todesstrafe und das Amerika andere Länder wirtschaftlich boykotieren kann wissen wir auch. Auch das könnte man den beiden Hörnern zuordnen. Wenn man bei der Auslegung "Wasser/Erde" bleibt kann ich mir nicht vorstellen das Afrika, Australien etc. die Macht bekommen könnten die Amerika hatte und noch hat. Der Schritt zum teilweisen Abbau der religiösen und politischen Freiheit aus Angst vor Terrorismus ist schon fast getan, siehe Vorratsdatenspeicherung. Falls noch einmal ein "11. September" statt finden würde wäre es mit dieser Freiheit sicher bald vorbei.

      Traditionell wurden die 10 Zehen immer als Europa gesehen, aber könnte es nicht auch die UNO sein? Da würde mich Eure Meinung interessieren. Und das Tier aus der Erde lässt sich nicht selbst anbeten, sondern hebt das Tier aus dem Wasser bzw. sein Bild quasi wieder auf den Thron, bleibt also im Hintergrund, deshalb könnte es bei dem Standbild auch nicht offensichtlich werden.