Wer kommt in den Himmel? Nur die, die an Jesus glauben, oder auch Andersgläubige?

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    • @Junker
      Sorry, du kannst doch nicht den Glauben eines Menschen beurteilen mit dem Glauben an die Bibel. Das funktioniert so nicht. Ich habe Freunde in Iran und ich habe dort Dinge kennengelernt, die hätte ich nie erwartet. Man muss die Menschen und ihre Kultur kennenlernen um sich überhaupt ein Bild machen zu können. Ich bin ein weitgereister Mensch ubd habe durch meine Offenheit sehr viel von anderen Kulturen kennenlernen dürfen. Und vieles hat mich tief beeindruckt und mich zum Nachdenken gebracht.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Junker schrieb:

      Schön dass Du meine Beweggründe so genau kennst und weißt was ich kennengelernt habe oder nicht. Du lehnst Dich gegen das Fällen von Urteilen über andere auf, Urteilst aber in Deiner allwissenden Pseudopsychologie beständig.
      Entschuldige Junker, ich kann nur von dem ausgehen, was hier geschrieben wird, und dazu schreibe ich dann was.

      Du schreibst von Moslems, die die Schrift nicht anerkennen, die Jesus nicht anerkennen, die einen anderen Geist haben und die vermeintliche Wahrheit nicht sehen wollen (im Rahmen deiner Begegnungen und Gespräche) ...
      Darauf habe ich reagiert.

      Wenn du einfach nur Austausch wolltest und sie kennenlernen wolltest, dann weiß ich nicht, warum du sowas wie oben schreibst.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • DonDomi schrieb:

      Sorry, du kannst doch nicht den Glauben eines Menschen beurteilen mit dem Glauben an die Bibel.
      Dass "Glaube" ,Gottvertrauen außerhalb des erwählten Volkes gefunden wird, haben wir in der Bibel bezeugt.
      Nur kann ich jetzt wirklich nicht die Gottesinformationen anderer Religionen mit dem Gott der Bibel gleichsetzen, weil es einfach ein anderes Bild ist....wonach soll ich denn, deiner Meinung nach, Wahrheit , die sich personifiziert in der Bibel zeigt,beurteilen......ER offenbart sich und hat aufgerufen Kultur, Familie etc. hinter sich zu lassen, wenn es nötig wäre....
      das spricht doch für sich....schließlich war Israels Welt multinational, also wusste Jesus genau, was er da von sich gab.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Ich weiss ja nicht, aber vielleicht verlange ich zu viel, wenn man seine eigene Sicht, seinen eigenen Glauben hintenanstellt und einfach zuhört und beobachetet, wie sich andere Gläubige und andere Kulturen verhalten. Ich finde das eine unabdingbare Eigenschaft, wenn man andere Menschen, Kulturen und Meinungen nicht nur kennenlernen, sondern auch verstehen will. Nur so hat man die Möglichkeit vielleicht einen flüchtigen in das Herz eines anderen Menschen erhaschen zu können. Erst dann kann man den Glauben eines Menschen erahnen, diese Einstellung hilft auch in der Seelsorge, ich bin da recht gut darin, dafür eher schwach wenn es um das Zeigen von Gefühlen geht und das obwohl ich ein totaler Gefühlsmensch bin.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Seele1986 schrieb:

      Du schreibst von Moslems, die die Schrift nicht anerkennen, die Jesus nicht anerkennen, die einen anderen Geist haben und die vermeintliche Wahrheit nicht sehen wollen (im Rahmen deiner Begegnungen und Gespräche) ...
      Darauf habe ich reagiert.
      Ich kann es deshalb nicht anders schreiben, weil es eben so war (Jesus als „Propheten“ erkannten sie natürlich schon an) – ich will hier ja nichts schönreden, nur weil ich auch Muslime ebenso achte wie Evangelische oder Katholiken. Dass kann Du natürlich glauben oder nicht. Die dort anwesenden Muslime könnten Dir das aber wohl bestätigen. Und fix zu behaupten Christus sei nicht am Kreuz gestorben ohne Beweise dafür zu haben, ist natürlich so eine Sache. Ich denke auch nicht, dass sie ein Problem hätten zu sagen, dass sie nicht den selben Glauben oder Geist haben wie Christen – weil ihrer eben von Gott kommt. Ach ja, das waren überwiegend keine Ökumenemoslems – obwohl auch der Imam sich daran beteiligte.
      Das Ganze wurde von mir (also nicht von christlichen Kirchen) veranstaltet, bezahlt und moderiert. In der Diskussion habe ich mich als Moderator neutral verhalten und mich sogar mehr auf die Seite der Moslems gestellt, auch weil sie von den Christen nicht immer fair behandelt wurden und gewisse Argumente der "Christen" einfach falsch waren, was mir persönlich unangenehm ist und das Klima giftig macht. Ich denke daher nicht, dass meine Einschätzung dem muslimischen Geist gegenüber sehr von meinen Gefühlen, oder einer Rücksichtname auf Christen getrübt waren. Auch bin ich niemand der das mehrheitliche Christentum positiver beurteilt als den Islam, die Kriege die sie führen spricht ihre eigen Sprache. Aber der Glaube Jesu Christi (so er in der Bibel zu finden ist) ist eben nicht der selbe Glaube und Geist wie der von "tief gläubigen" Muslimen. Und wenn es darauf ankommt ob wir Christus (in Geist und Wahrheit) annehmen, ihm (oder an ihm) glauben, um in den Himmel zu kommen, dann ist es sehr wichtig ob wir diesen Glauben haben oder nicht.

      Liebe Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Seele1986 schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Nämlich dann wenn, diese wirklich gläubig sind, und an einen Schöpfer, egal wie dieser genannt wird, glauben, aber noch nie etwas von Jesus hörten, oder zumindest keine reelle Chance hatten, sich mit Jesus und dem Evangelium zu befassen.

      Yppsi schrieb:

      Aber hier in Mitteleuropa Lebende, die an einen Buddha glauben? Da habe ich persönlich wirklich sehr starke Zweifel.
      Hallo Yppsi,
      zunächst einmal: wenn Lothars Schwiegersohn Thailänder ist, sind es keine "mitteleuropäischen Buddhisten". Thailand ist zutiefst buddhistisch.
      Es ist ihre Kultur, ihre Prägung, ihre Geschichte.


      Zum anderen: dieses Zugeständnis "wenn man noch nie von Jesus gehört hat" oder "wenn man das Evangelium noch nicht kennt" halte ich für anmaßend.
      Ab wann, ab welchem "Informationsgrad" muss denn jemand Christ werden und seiner Religion, seiner Kultur, seiner gesamten Familie abschwören?
      Wir sind ziemlich eingebildet.

      Sorry, ich habe überlesen, daß er Thailänder ist.

      Ansonsten denke ich auch weitgehend so, wie in diesem Thread weiter geschrieben wurde.
      Es ist nicht dasselbe, ob man einen Glauben hat, mit dem man aufgewachsen ist, oder ob man eine Ersatzreligion sucht, weil man mit der Bibel nicht klar kommt/klar kommen will.

      und alle Völker werden vor ihm versammelt werden.
      Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.

      Nach was für Kriterien er unterscheidet, müssen wir ihm überlassen, und sollten eigentlich nicht spekulieren.
      Das habe ich halt doch getan.
    • DonDomi schrieb:

      @Junker
      Sorry, du kannst doch nicht den Glauben eines Menschen beurteilen mit dem Glauben an die Bibel.
      Es geht mir nicht darum jemanden persönlich beurteilen zu müssen, das überlasse ich liebend gerne Gott, sondern um die Frage, ob ein Buddhist oder Moslem, der nicht an Christus glaubt, in den Himmel kommen kann?
      So wie ich die Bibel verstehe (z. B. Joh 3,18: „Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“) kann "niemand" der nicht an Christus glaubt in den Himmel kommen. Wenn Du glaubst, dass Buddhisten und Moslems "ohne Glauben an Christus" in den Himmel kommen, dann möchte ich dies einfach so stehen lassen.
      In Römer 2 steht nicht, dass irgendjemand "der noch nichts vom Christentum gehört" hat ohne Glauben an Christus gerettet werden kann. Es kann aber biblisch begründet werden, dass "jeder" Mensch – auch wenn taub und blind und im Keller lebenslang eingesperrt – Kontakt mit dem H/heiligen Geist und damit mit Christus hat (bis er ihn zurückweist), da Gott niemanden fern ist. Nimmt er diese Stimme an, dann hört er auf die Stimme Jesu und wird ihm (in seinem begrenzten Bereich) treu sein. Das ist der wirklichen Glauben an Christus, der seinen Willen tut. Und dieser wahre Glaube steht jedem Menschen offen und ohne diesen Glauben kann kein Mensch in den Himmel kommen.

      Ist das nicht eine wirklich gute Botschaft, dass jeder die Möglichkeit hat an Christus zu glauben, auch ohne Missionar (obwohl gute Mission natürlich überaus wertvoll ist)?

      Liebe Grüße
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Es kann anhand einzelner Bibelverse so gut wie alles begründet werden.
      Mit anderen Bibelversen aber auch so gut wie alles widerlegt werden.

      Was sagst du, wenn jemand kommt und sagt, der Bibelvers Joh. 3.18 kann nicht so verstanden werden, weil irgendwo anders steht, jeder komme vor's Gericht. Und wenn jemand schon gerichtet ist, dann braucht er ja nicht nochmal gerichtet werden.

      Z.B. "niemand kommt zum Vater, denn durch mich"

      Der Eine sagt, nur wer an Jesus glaubt, kommt zum Vater.
      Der Andere sagt, nee nur wessen Jesus sich annimmt kommt zum Vater.
      Der Dritte sagt, Beides ist möglich. Das würde dann heißen, daß auch Menschen, die nicht an Jesus glauben, (aus welchen Gründen auch immer), zum Vater kommen können! Weil Jesus sich deren annimmt, aus welchen Gründen auch immer.
    • Yppsi schrieb:

      Es kann anhand einzelner Bibelverse so gut wie alles begründet werden.
      Mit anderen Bibelversen aber auch so gut wie alles widerlegt werden.
      Das zitieren von einzelnen Bibelversen ist natürlich oft zu wenig. Ich würde auch niemanden empfehlen nur aufgrund eines oder weniger Verse etwas als Wahrheit anzunehmen. Immer selber genau nachstudieren – nichts anderes zählt.

      Yppsi schrieb:

      Was sagst du, wenn jemand kommt und sagt, der Bibelvers Joh. 3.18 kann nicht so verstanden werden, weil irgendwo anders steht, jeder komme vor's Gericht. Und wenn jemand schon gerichtet ist, dann braucht er ja nicht nochmal gerichtet werden.
      Zuerst würde ich mich für den interessanten Einwand bedanken (Danke!), um dann darauf hinzuweisen, dass laut Bibel nicht „alle“ (nicht die auf Jesu Worte hören) ins Gericht kommen (Joh 5,24; Lk 6,37; 1Kor 11,31). Ich würde ihn aber auch sagen, dass Joh 5,29 hinzufügt, dass aber die Bösen – bei ihrer „Auferstehung“ – sehr wohl ins Gericht kommen.
      Daher ist es logisch, dass bereits "vor" der Auferstehung der Toten sowohl der Fall der auf Christus Hörenden, als auch der der Bösen entschieden (oder gerichtet) ist. Man könnte dazu auch noch 1Thess 4,16 lesen, damit man versteht, dass unser Fall wirklich schon vor unserer Auferstehung entschieden wurde. Somit müsste man biblisch logisch schlussfolgern, dass das "Gericht" über die Bösen, das erst nach der Auferstehung stattfindet, nicht das "Gerichtet-Sein" von Joh 3,18 meinen kann (das vor der Auferstehung geschehen ist), sondern nur die nicht öffentliche Entscheidung Gottes meint (den Richterspruch) "vor" unserem irdischen Ableben. Es gibt also laut Bibel offenbar zwei Gerichtsformen, eine die Gott in seiner Allwissenheit und Allmacht schon in diesem unseren Leben über uns fällt und eine die nach unserer Auferstehung öffentlich (evtl. mit Einspruchsrecht) – und mit der Zuweisung der persönlich zu tragenden Rechtbruchfolgen –stattfinden wird. So würde sich die Bibel nicht widersprechen. Anderes führt dazu, dass man die Bibel (bzw. das Johannesevangelium) als in sich widersprüchlich qualifiziert.

      Yppsi schrieb:

      Z.B. "niemand kommt zum Vater, denn durch mich"

      A) Der Eine sagt, nur wer an Jesus glaubt, kommt zum Vater.
      B) Der Andere sagt, nee nur wessen Jesus sich annimmt kommt zum Vater.
      C) Der Dritte sagt, Beides ist möglich. Das würde dann heißen, daß auch Menschen, die nicht an Jesus glauben, (aus welchen Gründen auch immer), zum Vater kommen können! Weil Jesus sich deren annimmt, aus welchen Gründen auch immer.
      Die Bibel sagt, dass A) und B) nötig sind, um zum Vater zu kommen. Es muss dabei kein Widerspruch zwischen diesen beiden Aussagen bestehen. Bei C) würde ich daher nicht sagen: beides ist "möglich", sondern beides ist "nötig". Wenn beide Aussagen in der Bibel angeführt sind, um zum Vater zu kommen, dann sollte der gläubige Mensch nicht sagen: Ich nehme nur diese eine Aussage und ignoriere die andere oder umgekehrt (passiert leider sehr oft). Damit würde man Teile der Aussagen der Bibel als irrelevant hinstellen, wo sich jeder aussuchen kann was er will. Entweder man glaubt, dass das Neue Testament (z. B. nur im kleinen Kontext des Johannesevangeliums) durchgehend unfehlbare Aussagen trifft oder man zweifelt daran – das ist eine persönliche Grundsatzentscheidung.

      Liebe Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Junker schrieb:

      Die dort anwesenden Muslime könnten Dir das aber wohl bestätigen. Und fix zu behaupten Christus sei nicht am Kreuz gestorben ohne Beweise dafür zu haben, ist natürlich so eine Sache.

      Junker schrieb:

      Ich denke auch nicht, dass sie ein Problem hätten zu sagen, dass sie nicht den selben Glauben oder Geist haben wie Christen
      Ja, es ist ein anderer Glaube, natürlich.
      Ja, die Moslems sagen, Jesus sei ein Prophet und er sei nicht am Kreuz gestorben.

      Wenn man sich mal damit befasst, dann weiß man das.
      Ich verstehe die Empörung nicht.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • DonDomi schrieb:

      Sorry, du kannst doch nicht den Glauben eines Menschen beurteilen mit dem Glauben an die Bibel. Das funktioniert so nicht. Ich habe Freunde in Iran und ich habe dort Dinge kennengelernt, die hätte ich nie erwartet.

      Doch, denn es geht nicht um "irgendeinen" Glauben, sondern um die Beziehung zu, den glauben an Jesus. Nach dem Zeugnis der heiligen Schrift ist das alleine "seligmachend".

      Das ist keine Abwertung, der Ethik Andersgläubiger, aber die Heilige Schrift lehrt nun einmal nicht, dass der "Gute Mensch" das Heil erlangt, sondern der an Jesus Christus - den Sohn Gottes - glaubende. Was ist mit den "guten Menschen"? Ich weiß es nicht, ich vertraue auf Gott, den gerechten Richter.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Die Bibel macht wesentlich mehr Unterschiede zwischen dem Vermögen, den Umständen und Fähigkeiten, als diese zwei Fronten; doch, das denke ich schon.
      Aber wie immer ist das natürlich Lesart. Ich ersehe das sehr wohl aus der Bibel.

      Das klassische Bild "Gläubige dort / Ungläubige dort" ist natürlich sehr prägend,
      es trifft aber, wenn man aufmerksam liest, auf die Bibel nicht zu, finde ich.
      Das Urmodell, nämlich das "Weltgericht", spricht nicht von Gläubigen und Ungläubigen; das beachtet man aber kaum. Der Text wird nach wie vor für diese Thematik rangezogen.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Junker schrieb:

      Es gibt also laut Bibel offenbar zwei Gerichtsformen, eine die Gott in seiner Allwissenheit und Allmacht schon in diesem unseren Leben über uns fällt und eine die nach unserer Auferstehung öffentlich (evtl. mit Einspruchsrecht) – und mit der Zuweisung der persönlich zu tragenden Rechtbruchfolgen –stattfinden wird.
      Ich denke, es gibt ein Gericht vor der Wiederkunft in der festgestellt wird, wer begnadigt wird und daher "nicht ins Gericht kommt" - der an Christus Glaubende.

      Und dann gibt es das zweite Gericht (in das die vorgenannten nicht kommen), das Gericht nach der Auferstehung. Das ist das Gericht, das auch in Mt 25.32ff beschrieben wird. Auch Rö 2 (besonders vs 16) könnte darauf angewandt werden. Weitere Stellen sind Apg 10,42; 17,31 oder Joh 5,22. und 27.; 2. Tim 4,1; Offb 20,11ff usw.
      Nun geht "man" traditionell oft davon aus, dass bei diesem "Weltgericht" alle verdammt würden. Aber das "degradiert" dieses wichtige Ereignis der Heilsgeschichte zur "Show", die nur die Sündhaftigkeit der nicht Gläubigen (also Begnadigten s.o.) zeigt - ich weiß nicht ob das in der Bibel so gemeint ist. Gerade Mt 25 unterstellt dass auch Menschen in diesem Gericht angenommen werden könnten.
      Liebe Grüße, Heimo
    • ... wollen wir Gott bzw. Jesus überlassen!​

      Seele1986 schrieb:

      Die Bibel macht wesentlich mehr Unterschiede zwischen dem Vermögen, den Umständen und Fähigkeiten, als diese zwei Fronten; doch, das denke ich schon.
      Aber wie immer ist das natürlich Lesart. Ich ersehe das sehr wohl aus der Bibel.

      Das klassische Bild "Gläubige dort / Ungläubige dort" ist natürlich sehr prägend,
      es trifft aber, wenn man aufmerksam liest, auf die Bibel nicht zu, finde ich.
      Das Urmodell, nämlich das "Weltgericht", spricht nicht von Gläubigen und Ungläubigen; das beachtet man aber kaum. Der Text wird nach wie vor für diese Thematik rangezogen.
      Ich verstehe gerade nur wenig! Ich bitte um erhellendere Aussagen und Erklärungen!
      Beim Weltgericht geb ich Dir Recht! ----> Siehe Offenbarung 20,12c)+13b)
      „Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. ... und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.” ----> Hier wird in der Tat generell von »den Toten« geschrieben! Rein vom Text her sind hier ... a l l e ... Toten gemeint! Wenn man aber die Stellen „Wer glaubt, kommt nicht in das Gericht.” (Joh 5,24) und „Wir (hier sind die
      an Jesus Gläubigen gemeint!) müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi!” (2Kor 5,10) heranzieht, so kann theologisch schon gefragt werden, ... w e l c h e ... Toten Offb.20,12f. gemeint hat...? Hierzu hat HeimoW m.E. richtiges ausgesprochen:

      HeimoW schrieb:

      Junker schrieb:

      Es gibt also laut Bibel offenbar zwei Gerichtsformen, eine die Gott in seiner Allwissenheit und Allmacht schon in diesem unseren Leben über uns fällt und eine die nach unserer Auferstehung öffentlich (evtl. mit Einspruchsrecht) – und mit der Zuweisung der persönlich zu tragenden Rechtbruchfolgen –stattfinden wird.
      Ich denke, es gibt ein Gericht vor der Wiederkunft in der festgestellt wird, wer begnadigt wird und daher "nicht ins Gericht kommt" - der an Christus Glaubende.
      Und dann gibt es das zweite Gericht (in das die vorgenannten nicht kommen), das Gericht nach der Auferstehung. Das ist das Gericht, das auch in Mt 25.32ff beschrieben wird. Auch Rö 2 (besonders Vs 16) könnte darauf angewandt werden. Weitere Stellen sind Apg 10,42; 17,31 oder Joh 5,22. und 27.; 2. Tim 4,1; Offb 20,11ff usw.

      Nun geht "man" traditionell oft davon aus, dass bei diesem "Weltgericht" alle verdammt würden. Aber das "degradiert" dieses wichtige Ereignis der Heilsgeschichte zur "Show", die nur die Sündhaftigkeit der nicht Gläubigen (also Begnadigten s.o.) zeigt - ich weiß nicht ob das in der Bibel so gemeint ist. Gerade Mt 25 unterstellt dass auch Menschen in diesem Gericht angenommen werden könnten.
      Die Stellen Apg 10,42 / 17,31 / Joh 5,22+27 / 2. Tim 4,1/ Offb 20,11ff fasst das Apostolische Glaubensbekenntnis mit folgendem Satz zusammen : »Jesus Christus wird kommen zu richten die Lebenden und die Toten.« ----> wie genau und in welchen Formen (himml. Vor-Untersuchungsgericht seit 1844 [teilw. STA-Auffassung]/ Gericht bei Entrückung/Wiederkunft/ Gericht im Millenium/ Gericht nach der sog. "zweiten Auferstehung"/ Welt-Gericht nach den 1000 Jahren usw. ...) dieses GERICHT stattfinden wird, wollen wir Gott bzw. Jesus überlassen!
    • @Norbert Chmelar

      was ist unverständlich?
      Es wird nach Taten beurteilt, nach Worten, nach Gedanken und Gesinnung, nach Glauben, Vertrauen und Hingabe ...
      kurzum: es wird das "offenbar werden" (wie Paulus es sagt), was ein Mensch geworden ist.

      Die Kategorien "Christ / Nicht-Christ" die gibt es nicht. Sondern der Mensch wird angeschaut nach seinem Vermögen.
      Die Sünde birgt ihre eigene Strafe in sich. Die Offenbarwerdung ist Selbsterkenntnis, die kein Ausweichen mehr zulässt.

      Wir alle zitieren so gerne und häufig den berühmten Satz: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich!
      Was bedeutet dieser Satz?
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • HeimoW schrieb:

      Ich denke, es gibt ein Gericht vor der Wiederkunft in der festgestellt wird, wer begnadigt wird und daher "nicht ins Gericht kommt" - der an Christus Glaubende.

      Und dann gibt es das zweite Gericht (in das die vorgenannten nicht kommen), das Gericht nach der Auferstehung. Das ist das Gericht, das auch in Mt 25.32ff beschrieben wird. Auch Rö 2 (besonders vs 16) könnte darauf angewandt werden. Weitere Stellen sind Apg 10,42; 17,31 oder Joh 5,22. und 27.; 2. Tim 4,1; Offb 20,11ff usw.
      Nun geht "man" traditionell oft davon aus, dass bei diesem "Weltgericht" alle verdammt würden. Aber das "degradiert" dieses wichtige Ereignis der Heilsgeschichte zur "Show", die nur die Sündhaftigkeit der nicht Gläubigen (also Begnadigten s.o.) zeigt - ich weiß nicht ob das in der Bibel so gemeint ist. Gerade Mt 25 unterstellt dass auch Menschen in diesem Gericht angenommen werden könnten.
      Wenn man speziell über Joh 3,18 spricht, dann werden dort zwei Gruppen von Menschen erwähnt, die einen werden „nicht gerichtet“ und die, die nicht glauben „sind schon gerichtet“.
      Ich denke, dass diese Aussagen kein "allgemeines" Gericht meinen (wo Stühle gesetzt werden), sondern eine "nicht öffentliche" Gerichtsform, wo Gott alleine die Entscheidung trifft, da sie zeitlich punktuell bzw. individuell – in der Lebzeit dieses Menschen – als gerichtet bzw. verurteilt angesprochen werden.

      Gott will aber offenbar noch eine andere Form des Gerichts, damit jeder Fall offengelegt wird und niemand Gott unterstellen könnte er habe ein falsches Urteil gefällt. Das nenne ich dann ein "öffentliches" Gericht, wo jeder Fall untersucht wird – und zwar durch Christus und bereits erlöste Menschen. Ich glaube, dass es bei dieser zweiten Gerichtsform, durch die anwesenden menschlichen Richter, auch Einspruchsmöglichkeiten gibt, wenn ein Fall irgendwie unklar erscheint – ich meine, dass es der Sinn eines öffentlichen Gerichtsverfahrens ist die Für und Wider abzuwägen und auch die Möglichkeit eines Freispruches (zumindest theoretisch) offen zu lassen. Auch wenn keinem Einspruch stattgegeben wird, würde ich dies nicht als „Show“ bezeichnen.

      Diese zweite Gerichtsform beginnt unmittelbar nach der Wiederkunft Jesu Christi („Und ich sah Throne und sie setzten sich ...“, Offb 20,4) , welche für maximal 1000 Jahre andauert (Offb 20,4). Die Aussage von Joh 5,24 – dass die an ihm glauben nicht ins Gericht kommen – beziehe ich nur auf dieses Endgericht, nicht aber auf das Untersuchungsgericht (ab 1844), da die Aussage von Joh 5,24 sonst nicht stimmen würde.
      Bei Mt 25,31f. denke ich, dass bei der sichtbaren Wiederkunft Jesu Christi, wenn dort von Nationen gesprochen wird (die vor Jesus versammelt werden), damit nicht die Verstorbenen gemeint sind die bei seiner Wiederkunft auferstehen, sondern nur diejenigen aus den Nationen, die dann hier auf Erden noch leben, denn die übrigen Toten – die nicht an der ersten Auferstehung teilnahmen – werden erst nach 1000 Jahren lebendig (Offb 20,5) und nicht bei der Wiederkunft Jesu Christi. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Diskussion „wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen?“ schon ein Vorgeschmack für jene Form darstellt, die beim Endgericht die entscheidende Fragestellung sein wird – wie war der Bezug zu Jesus, wie hat man diese Liebe (zu ihm) im Leben gelebt?
      Von einer Unterstellung in Mt 25, dass Menschen dort angenommen werden können, lese ich da nichts, aber theoretisch wäre dies sicher möglich – darum muss ja jeder Fall genau untersucht werden. Ich denke aber, dass Gottes zuvor gesprochenes "persönliche“ Gericht, trotz evtl. gemachter Einsprüchen zur genaueren Untersuchung, vom öffentlichen Endgericht schlussendlich als gerecht anerkannt werden wird. Sind die 1000 Jahre um, kommt es zur zweiten Auferstehung mit der Übermittlung der Richterspruche an diese Auferstandenen.

      Liebe Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • HeimoW schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Sorry, du kannst doch nicht den Glauben eines Menschen beurteilen mit dem Glauben an die Bibel. Das funktioniert so nicht. Ich habe Freunde in Iran und ich habe dort Dinge kennengelernt, die hätte ich nie erwartet.
      Doch, denn es geht nicht um "irgendeinen" Glauben, sondern um die Beziehung zu, den glauben an Jesus. Nach dem Zeugnis der heiligen Schrift ist das alleine "seligmachend".

      Das ist keine Abwertung, der Ethik Andersgläubiger, aber die Heilige Schrift lehrt nun einmal nicht, dass der "Gute Mensch" das Heil erlangt, sondern der an Jesus Christus - den Sohn Gottes - glaubende. Was ist mit den "guten Menschen"? Ich weiß es nicht, ich vertraue auf Gott, den gerechten Richter.
      Die Bibel lehrt, dass man nur durch Jesus zum Vater findet, dies kann aber viel mehr bedeuten als Christ sein. Wir Menschen haben leider die Eigenschaft in vorgefertigten Schematas zu denken, dabei gibt es viel mehr Möglichkeiten, aber Gott allein kann diese richtig Werten, wir können nur gleiches mit gleichem vergleichen. Darum gibt es auch oft Streit, wie in der Begebenheit, wo die Jünger gestritten haben, wer der grösste ist, dabei spielt das gar keine Rolle...

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Dass nur Jesus rettet!
      Welcher Jesus? Der Religionsstifter, der jüdische Wanderprediger, die Götzenfigur, die in den Kirchen hängt, oder die Namensnennung, die wie eine exorzistische Zauberformel benutzt wird?

      Da kommt ein Mann der sagt, er sei mit Gott verbunden, er nennt ihn "Vater", und er sagt der ganzen religiösen Führung: "Ihr kennt meinen Vater nicht."
      Dieser Gott, von dem er redet, der lebt in seiner Person, und wie er diesen Gott offenbart, ist schlicht: Liebe.

      Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich.
      Er sagt in meinen Augen genau das Gegenteil von dem, was die ganzen Konfessionen sagen.

      Alle Religion tut doch mehr oder weniger das selbe: sie nahen sich furchtsam über Kultus, Formeln und Zeremoniell einer Gottheit, um mit dem Göttlichen in Kontakt zu treten.
      Jesus tut das nicht. Ja, er ist Jude gewesen und hat in dieser Religion gelebt, aber er selbst verhält sich ganz anders. Er redet mit seinem Vater, der ihn liebt; er ist sein Sohn.

      Das ist wirkliche Befreiung. Das Christentum hat aber weiter gemacht wie zuvor ...

      Der wunderbare Satz oben spricht erstmal von diesem Leben hier, nicht vom Endgericht.
      Kann man ohne Liebe, ohne diesen Weg, den er gezeigt und gelebt hat, zum Vater kommen? Nein, natürlich nicht.
      Man wird in den religiösen Wegen keinen "Vater" finden, sondern man verehrt dort eine Gottheit. Das ist Religion.
      Das Christentum auch. Man müsste nur mal auf die Sprache schauen, die dort gepflegt wird, dann sieht man es.

      "Niemand kommt zum Vater, denn durch mich", spricht nicht von einer Entscheidung beim Endgericht, sondern von der Erkenntnis in diesem Leben.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Wir alle zitieren so gerne und häufig den berühmten Satz:
      Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich!
      Was bedeutet dieser Satz?
      Ich versuche mir gerade vorzustellen, was diese Einsicht für Jesus selbst bedeutet hat. Ob er das schon mit 12 Jahren im Tempel wusste? Oder ab seiner Taufe?
      Und als er gemerkt hat;: Ich bin der, der da von den Propheten angekündigt wurde! Kam diese Erkenntnis wohl auf einmal? Oder hat Jesus das erst so nach und nach verspürt und es hat sich dann in ihm auch durch Gebet immer mehr zur Sicherheit entwickelt?
      Wie hat er das wohl mit seiner Familie gehandhabt: Wussten wohl seine Mutter und seine Brüder von seiner bevorstehenden Mission? Wussten sie, dass er sich für den Sohn Gottes und den Messias hielt/dass er der Sohn Gottes war?
      Wie einsam so eine Erkenntnis Jesus gemacht haben muss! Dafür hat er bestimmt eine innigste Verbindung zum Vater gehabt um das aushalten zu können. Und alle Engel standen ihm bei.
      Aber wie das wohl gewesen sein muss, das zu erkennen, dass er derjenige war, auf dessen Leben nun unser aller Heil ruhte!!!