Die Bibel der Adventisten

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    • Adventisten haben keine eigene Bibel(überstzung), wie z.B die Zeugen Jehovas eine haben; entscheidend ist sowieso der Urtext, und an dem möchten wir uns orientieren.
      Es werden eigentlich wahrscheinlich fast alle Überstzungen benutzt, oft natürlich die Lutherbibel, auch Schlachter- oder die moderne "Hoffnung für alle"-, die mehr in unserer heutigen Sprache und besser verständlich, dafür aber leider ungenauer geschrieben ist.
      Die beste Bibel? Hier haben schon einige Adventisten von ihren Bibeln erzählt.
      Aber was du mit z.B. Makkabäer meinst: Adventisten haben die "normle" Bibel ohne Apokryphen, wie alle anderen auch, außer die katholische Kirche, weil diese Schriften zu fragwürdig/unsicher sind.

      Die Bücher im Neuen Testament ohne die Apokryphen sind:
      Matthäus___________Römer_____________Philipper___________2.Timotheus______1.Johannes_______Judas(Brief)
      Markus_____________1.Korinther________Kolosser____________Titus_____________2.Johannes_______Offenbarung
      Lukas ______________2.Korinther________1.Thessalonicher_____Philemon_________3.Johannes
      Johannes____________Galater___________2.Thessalonicher_____1.Petrus__________Hebräer
      Apostelgeschichte____Epheser___________1.Timotheus_________2.Petrus_________Jakobus

    • Danke!

      Jan schrieb:

      Adventisten haben keine eigene Bibel(überstzung), wie z.B die Zeugen Jehovas eine haben; entscheidend ist sowieso der Urtext, und an dem möchten wir uns orientieren.

      Aber was du mit z.B. Makkabäer meinst: Adventisten haben die "normle" Bibel ohne Apokryphen, wie alle anderen auch, außer die katholische Kirche,

      weil diese Schriften zu fragwürdig/unsicher sind.

      Die Bücher im Neuen Testament ohne die Apokryphen sind:
      Matthäus___________Römer_____________Philipper___________2.Timotheus______1.Johannes_______Judas(Brief)
      Markus_____________1.Korinther________Kolosser____________Titus_____________2.Johannes_______Offenbarung
      Lukas ______________2.Korinther________1.Thessalonicher_____Philemon_________3.Johannes
      Johannes____________Galater___________2.Thessalonicher_____1.Petrus__________Hebräer
      Apostelgeschichte____Epheser___________1.Timotheus_________2.Petrus_________Jakobus


      jop

      welche Schriften sind fragwürdig? Makk.?

      ok, habt ihr ja das gleiche wie wir :D

      PS: hab noch Probleme mit dem korrekten Zitieren!
    • "adventistische" Bibel

      Es gibt eine Bibelübersetzung von Einem Adventisten namens Dr. Simon, kurz Simon-Bibel genannt.
      Spaßeshalber hat sie den Spitznamen "Traubensaft-Übersetzung" weil der Übersetzer etwas eigenwillig häufig das Wort Traubensaft anstelle von dem Begriff Wein verwender, der duchaus den vergorenen wie auch den unvergorenen Saft der Reben-Frucht bezeichnen kann.

      Diese Übersetzung enthält Anmerkungen / Erklärungen, die die adventistische Lehrauffassung relativ kompakt wieder gibt, aber diese Übersetzung wird selbst von den STA nur bedingt verwendet.
      Ich habe ein paar mehr Bibeln bzw. Bibelübersetzungen im Schrank stehen und verwende hauptsächlich die Elberfelder während ich mit der Luther groß geworden bin, aber ich lese auch in der Jerusalemer, die die Apokryphen enthält oder anderen 6-9 Übersetzungen. Inzwischen greife ich auch immer häufiger auf die wissenschaftlichen Orginal-Ausgaben in Hebräisch und Griechisch zurück weil - egal in welcher Übersetzung - manche Feinheiten der Orginal-Sprachen nicht übersetzt werden können.

      maranatha Stephan

      ps die Alte Luther meiner Oma enthielt noch die Apokryphen zwischen AT und NT mit der Bemerkung, daß sie daß diese Bücher "nützlich zu lesen aber nicht der Schrift gleichzusetuen sind". Diese Auffassung teile ich.
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stephan Zöllner () aus folgendem Grund: Tippfehler

    • Jan schrieb:

      Adventisten haben keine eigene Bibel(überstzung), wie z.B die Zeugen Jehovas eine haben;
      wie kommt es eigentlich dass die Bibeln so unterschiedlich sind
      Auf welche Urtexte z B beziehen sich die Zeugen? Oder wurde da etwas "dazuerfunden"?

      Meine erste Bibel war eine Hoffnugn für alle, weil die Sprache da am gängigsten ist.
      Da die Urtextbedeutung und das einzelne Wort allerdings oft viel ausmacht und es mir scheint dass darin eher der "Geist weht" als in dem direkten Versuch, in die heute verständliche menschlische Denkweise zu übertragen - ohne die damalige Denkweise zu verstehen
      (und so dermaßen unterschiedlich sind die Menschen ja gar nicht in ihren Motivationen und konstellationen früher und heute) -
      lese ich auch schonmal gerne urtextnähere wie z B die Elberfelder.
      find ich ja sympathisch dass das bei den Adventisten so ähnlich zu sein scheint.

      mfg
      jonasnichte
    • Fragwürdige Schriften sind

      neben den Apokryphen, die von bestimmten Gruppen u.U. als Inspiriert angesehen werden, vor allem die viel später geschriebenen Pseudoepigraphen wie z.B das Thomas- oder Judas-Evangelium ...

      Die Übersetzungs-Problematik und die vielen Übersetzungen
      Die alten Sprachen der Bibel: das Hebräische und das Koine-Grichisch (Umgangs- und Weltsprache zur Zeit des NT) sind in ihren Wort-Bedeutungen meistens vielschichtiger als unsere modernen Sprachen.
      Beim Hebräisch kommt noch hinzu, daß sie eine orientalische und damit sehr bildhafte Sprache ist.

      Als relativ bekannte Beispiel sei das Wort SCHALOM, das gewöhnlich mit Friede übersetzt wird.
      Die Vielschichtigkeit des Begriffes Friede ist schon im Deutschen wichtig wir aber im hebräischen noch viel breiter wie der kurze Wiki Atrikel unter http://de.wikipedia.org/wiki/Schalom_(Hebräisch zeigt.

      Ähnliches kann man mit vielen Worten des AT aber auch des NT finden.

      Daraus folgt, daß jede Übersetzung auch eine Verengung der Bedeutung enthalten muß, die durch den Glauben und den Sprachgebrauch des Übersetzers beeinflußt wird.

      Ein mir eindrücklich gewordenes Beispiel für einen vielschichtigen Text, der in keiner Übersetzung gleich wiedergegeben wird ist Micha 6,8;
      Macht mal die Probe aufs Exempel und vergleich den Text in allen Übersetzungen, die Euch zur Verfügung stehen.

      Interessanterweise hat es der Inhalt wirklich in sich: es geht um ganz elementare Dinge des Glaubens und der Gottesbeziehung.

      maranatha Stephan

      PS: ich habe die Elberfelder, Luther, Züricher, Menge, Simon, Jerusalemer verglichen. Außerdem noch die King James und über Kommentare auch einen Bezug zur Französischen Übersetzung. Die Hausarbeit von Damals kann ich auf Wunsch auch in digitaler Form zur Verfügung stellen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Jonas () aus folgendem Grund: Fehlerhafter Link

    • Urtext, Grundtext und die Überlieferung ...

      Der Urtext existiert nicht, denn Urtexte wären z.B. die orginalen Handschriften von Johannes, Paulus oder Petrus bzw. den Schriften, die sie direkt diktiert haben und die in ihrem Beisein niedergeschrieben wurden.

      Diese Schriftstücke existieren nicht mehr und wir müssen immer aus jüngere Abschriften davon zurückgreifen.
      Häufig findet man die Briefe, Evangelien usw. nicht an einem Stück sondern manches muß aus mehreren Schriftstücken mit Überschneidungen rekonstruiert werden.
      Außerdem kommen kleine Abschreibfehler oder Hörfehler der Ab-Schreiber vor (typischerweise: i statt e).

      Die Wissenschaftlichen Textausgaben des AT und NT stellen alle wichtigen vorhandenen Quellen zusammen und notieren auch die kleinen Abweichungen der verschiedenen Quellen.
      Diesen aktuellen Forschungs-Stand nennt man den Grundtext. Luther hatte einen Grundtext der durch sehr viel weniger Quellen abgesichert war als wir heute, denn seit Luther die Bibel übersetzt hat sind viele wichtige Entdeckungen gemacht worden. Erwähnen möchte ich davon nur die Funde von Qumran und den Codex Sinaiticus, der durch Tischendorf im Sinai-Kloster gefunden wurde.

      Für das NT kommt außerdem noch der Streit hinzu ob nun der Textus Rezeptus (Wissensstand zur Zeit der Reformatoren!) oder der modernere Grundtext unter Einfluß der sogenannten Bibelkritik der maßstab ist. Darum verwenden Manche den alten und Andere den neuen Grundtext ...

      Was sich logischerweise an manchen Stellen auch auf die Inhalte auswirken kann obwohl die meisten Unterschiede nur sehr gering ausfallen.

      maranatha Stephan
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • vielen Dank für die Antworten, habt mir weitergeholfen, v.a. stephan; aber die Makkabäerbücher sind schon echt nicht schlecht, heilige Schrift. Es gehört zu den Geschichtsbüchern, Israels Geschichte während der griechischen Herrschaft, also ein nahtloser Übergang im nachexilischen Israel von Nehemia bis hin zu Chistus.
    • Stephan Zöllner schrieb:

      neben den Apokryphen, die von bestimmten Gruppen u.U. als Inspiriert angesehen werden, vor allem die viel später geschriebenen Pseudoepigraphen wie z.B das Thomas- oder Judas-Evangelium ...

      ps die Alte Luther meiner Oma enthielt noch die Apokryphen zwischen AT und NT mit der Bemerkung, daß sie daß diese Bücher "nützlich zu lesen aber nicht der Schrift gleichzusetuen sind". Diese Auffassung teile ich.
      Apokryphen zwischen AT und NT? Welche? Das Thomasevangelium? Das habe ich noch nie gehört mit den Apokryphen dazwischen. Das AT hat doch einen nahtlosen Übergang zum NT: in Maleachi wird am Ende von der Wiederkunft des Elija geredet, und Johannes der Täufer ist der erste, der im Evangelium auftritt (also bei Markus, bei Matthäus ist die Kontinuität der Stammbaum).
      Also wozu Apokryphen dazwischen? Und die Petrusapokalypse am Schluß oder was (Scherz)?
    • Natürlich sind die Makkabäer historisch hoch interessant, aber sie bringen nichts Inhaltlich Neues was den Glauben an sich anbelangt - sie sind tatsächlich Geschichte(n).

      Bei Judith handelt es sich übrigens um eine Erzählung und diese Ereignisse haben nie stattgefunden, die Frau hat es nie gegeben. Es ist eine alegorische Erzählung, die sehr viel über das Selbstverständnis der Juden sagt, aber nicht wirklich über Gott.
      Einige Abschnitte im Daniel sind umstritten und unterschiedlich bewertet: de.wikipedia.org/wiki/Buch_Daniel Die Juden selbst haben die Apokryphen Abschnite schon nicht als kanonisch bewertet ...

      maranatah Stephan
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • In der ganz alten Luther meiner Oma standen alle Apokryphen, die in der katholishen Bibel enthalten sind gesondert zwischen den Testamenten.


      Die Apokryphen, die Du kennst sind die des AT aber es gibt auch entsprechende zum NT.

      Wenn Du sie nicht kennst verpaßt Du nicht wirklich etwas, denn sie sind aus gutem Grund nicht Teil des NT und wurden zum Teil Jahrhunderte später geschrieben als die biblischen Evangelien.

      vergl. z.B. de.wikipedia.org/wiki/Judasevangelium
      maranatha Stephan
      bibelarbeit.info
    • Stephan Zöllner schrieb:

      Natürlich sind die Makkabäer historisch hoch interessant, aber sie bringen nichts Inhaltlich Neues was den Glauben an sich anbelangt - sie sind tatsächlich Geschichte(n).

      Bei Judith handelt es sich übrigens um eine Erzählung und diese Ereignisse haben nie stattgefunden, die Frau hat es nie gegeben. Es ist eine alegorische Erzählung, die sehr viel über das Selbstverständnis der Juden sagt, aber nicht wirklich über Gott.
      Einige Abschnitte im Daniel sind umstritten und unterschiedlich bewertet: de.wikipedia.org/wiki/Buch_Daniel Die Juden selbst haben die Apokryphen Abschnite schon nicht als kanonisch bewertet ...

      _______

      In der ganz alten Luther meiner Oma standen alle Apokryphen, die in der
      katholishen Bibel enthalten sind gesondert zwischen den Testamenten.
      Die Apokryphen, die Du kennst sind die des AT aber es gibt auch entsprechende zum NT.

      Wenn Du sie nicht kennst verpaßt Du nicht wirklich etwas, denn sie sind aus gutem Grund nicht Teil des NT und wurden zum Teil Jahrhunderte später geschrieben als die biblischen Evangelien.

      vergl. z.B. de.wikipedia.org/wiki/Judasevangelium
      Ich habe Teile des Thomasevangeliums und das Protoevangelium des Jakobus gelesen. Ich teile Deine Meinung, dass man nicht wirklich was verpasst hat, wenn man sie nicht gelesen hat!
      Ich habe desweiteren mal reingeschnuppert in Schriften wie Hirt des Hermas, Didache, (Pseudo-) Dionysos Areopagita oder Clemens. Ist aber alles schon ein
      paar Jahre her, vielleicht mal wieder auffrischen ...
    • hallo aimbot. Du hast gesagt "außer die Apokryphen und die katholischen Briefe", sie nennen sich katholische Briefe in der Einheitsübersetzung. Aber katholisch heißt (korriegiert mich) so viel wie umfassend. Diese Briefe haben letztlich mit Katholisch als solches nicht viel zu tun. Lies mal. Die Kathos müssten sich ganz schön umstellen.
      Gut ist, wenn man immer wieder mal verschiedene Bibeln miteinander vergleicht. Die Apokryphen gehören nicht zur Bibel. Die sind und bleiben apokryph, d.h. geheim. Und vieles ist auch nicht eins mit der Schrift, man findet darin einen "anderen" Geist. Das hatte ich schon gespürt, bevor ich wusste, dass die Apos apokr. sind. :)
    • @ nadia -- gut gebrüllt löwe. 'aber' wieso muß sich die kath. kirche ändern? Die hure babylons ist ja genau wie vorhergesagt mit purpur und gold geschmückt, sie ist trunken vom wein ihere hurerei,...verläuft alles nach plan. pupillenefwd

      hatte lange zeit das thomasevangelium zuhause....es stellte sich als pantheistisch raus...als esotheriker passte das noch ganz gut, aber als christ.....
    • die meisten apokryphen des neuen Testament(Thomas,Judas und Maria Magdalena Evangelium ) sind gnostische Bücher. die Gnosis ist eine Vermischung Christentum mit griechischer Philosophie dazu gehören unbiblische lehren wie Erlösung aus Erkenntnis,der geist ist im Fleisch gefangen und sie sind circa 200 Jahre nach den biblischen
      Evangelien geschrieben worden
      Ich mochte nur mit ungetrübten blick die Wahrheit sehen
      Ashitaka
      Prinzessin Mononoke
    • aimbot schrieb:

      ok, habt ihr ja das gleiche wie wir

      Ich habe gerade angefangen diesen Thread zu lesen. Weiß jemand, was er mit "wir" meinte, welche Kirche oder Gemeidne er damit meinte?
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • exokultist:
      Ich habe hier überhaupt nicht gesagt, dass die Katholiken sich ändern müssen. Sie "müssten", sagte ich. Wenn! es katholische Briefe gewesen wären,...In dem Sinne, dass die Kathos diese Briefe ja nicht geschrieben haben und ihr Glaubensleben - das der zentralen kath. Lehre - auch nicht mit den Briefen in Einklang zu bringen sind. Ansonsten, ich bin derselben Meinung.....
    • Leute, Ihr bringt da einiges durcheinander!

      Im Neuen Testament sind 7 Briefe, die zum ersten Mal vom Kirchenvater Euseb (ca. 264-340) als "katholische Briefe" bezeichnet wurden. Er wollte damit ausdrücken, daß sie an die gesamte Christenheit gerichtet seien (καθολικός/ katholikos – allgemein). Die "katholischen Briefe" sind:

      • Der Jakobusbrief
      • Der 1. und der 2. Petrusbrief
      • Die 3 Johannesbriefe
      • Der Judasbrief

      Alle diese "katholischen Briefe" gelten in der gesamten Christenheit (also auch bei den Adventisten) als Teil des Neuen Testaments.

      So wie überhaupt das Neue Testament hinsichtlich seines Umfangs in der Regel unbestritten ist. Die "Apokryphen" des NT werden auch katholischerseits nicht als Bestandteil der Bibel gesehen.



      Anders ist es beim AT, da gibt es Bücher, die in der protestantischen Welt als "Apokryphen" bezeichnet werden aber Teil der "katholischen Bibel" sind. Es sind dies Bücher, die sich in der griechischen Übersetzung des Tannach (der hebräischen Bibel) finden, nicht aber im hebräischen Kanon selbst.



      http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/altes-testament/ schrieb:


      Im Judentum übliche Bezeichnungen sind Tanach nach den Anfangskonsonanten der hebräischen Bezeichnungen für die drei Teile der Bibel תּוֹרָה נְבִיאִים וּכְתוּבִים (tôrāh, nebî’îm ûketûbîm) = Weisung, Propheten und Schriften) oder Mikra = geschriebene Tora (von קרא [qārā’], lesen) im Unterschied zur späteren Auslegung, der Mischna = mündliche Tora (von שׁנה [šānāh], wiederholen). ...

      Nach den ältesten erreichbaren Zeugnissen hat die hebräische Bibel einen Umfang von 22 oder 24 Büchern gehabt (Josephus, Contra Apionem I,8; 4.Esra 14,42ff.). Um auf die Zahl 24 zu kommen (so 4.Esra), gelten die Samuelis-, Königs- und Chronikbücher als ein Buch, ebenso Esra/ Nehemia und das Dodekapropheton (Zwölfprophetenbuch). Zusätzlich konnten noch Richterbuch und Rut sowie Jeremia und Klagelieder zusammengezogen werden (22 Bücher, so Josephus). Nach heute üblicher Zählung kommt man auf 39 Schriften. Auch in den Bibelübersetzungen im Bereich der protestantischen Kirchen enthält das AT 39 Schriften, was dem Umfang des hebräischen Kanons entspricht.

      Die griechische Bibel (Septuaginta, abgekürzt: LXX), in ihrem Gefolge die Vulgata sowie die Bibelübersetzungen verschiedener christlicher Kirchen haben bis heute einen deutlich umfangreicheren Kanon. Die Septuaginta bietet über die hebräische Bibel hinaus 15 zusätzliche Bücher: 3.Esra, Judit, Tobit, 1.-4. Makkabäer, Oden, Weisheit Salomos, Jesus Sirach, Psalmen Salomos, Baruch, Brief Jeremias, Susanna, Bel und der Drache. Diese Schriften werden im protestantischen Bereich als apokryph bezeichnet. Im katholischen Sprachgebrauch gelten sie dagegen als deuterokanonisch, also als doch zum alttestamentlichen Kanon gehörig. Dies liegt daran, daß die offizielle Bibel der katholischen Kirche die Vulgata ist, die den Kanon der Septuaginta weitgehend beibehalten hat. Als apokryph benennt dagegen katholische Literatur Schriften, die im protestantischen Bereich pseudepigraph genannt werden (z.B. Henoch, 4.Esra, syrischer Baruch). Diese Bücher sind ihrerseits in manchen christlichen Kirchen Bestandteil des Kanons, beispielsweise das Buch Henoch in der Äthiopischen Kirche.
      Liebe Grüße, Heimo