Mormonen: Merkmale für die Auswahl richtiger Schriften

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    • @Orrin

      (Folgende Zitate von Orrin sind in dem Beitrag <hier> zu finden.)

      Ich denke, du verwechselst da etwas.

      Was macht die "Heilige Schrift" zur scheinbaren Grundlage aller christlichen Schriften? Nur weil die Katholische Kirche sie kanonisiert hat? Nein, die Bibel ist für mich nicht mehr verbindlich: es fehlt in ihr bekanntlich sehr viel, z.B. das Thomasevangelium, oder das Judasevangelium, dessen Aussage äußerst interessant und zugleich prekär ist: nämlich daß Jesus seinen Weg vorausbestimmte und Judas als einziger Apostel Jesus wirklich verstand und deshalb von Jesus zum scheinbaren Verrat bestimmt worden ist.
      Also sucht ihr euch selber die Schriften aus, die euch passen? Und wie geht ihr mit dem Problem um, dass damals viele Schriften von falschen Aposteln unter den Namen echter Aposteln erstellt wurden? Wie unterscheidet ihr, welche Schriften wirklich von Gott inspiriert wurden und welche eine Fälschung darstellen? Mich würden diese Unterscheidungsmerkmale sehr interessieren.

      Und haltet ihr euch heute für klüger, mit einem besseren Überblick als damals die Kirche, die genau untersucht hat, welche Schriften welche Autorenschaft hatten?

      kann sich eine heilige Schrift oder können sich heilige Schriften auf etwas reduzieren lassen, das in ihrer Entstehung dem alleinigen Machtanspruch einer Kirche diente, die furchtbarste Verbrechen an "Ungläubigen" auf dem Gewissen hat und bis heute noch existent bzw. institutionalisiert ist?
      Warum die katholische Kirche so schnell verteufeln? Die Verfolgungen geschahen später, die Menschen, die bei der Verfolgung mitgemacht haben, waren nicht die gleichen, die die Schriften kanonisiert haben. Mit deinem Argument kann man noch 3 Jahrhunderte zurückgehen und sagen: das ganze Christentum ist falsch, weil sie die Menschen verfolgt haben. Du weißt aber, dass die Aposteln niemanden verfolgt haben, und für die Verfolgungen, die durch die Kirche später kamen, nicht verantwortlich sind.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

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    • Orrin schrieb:

      ... Was macht die "Heilige Schrift" zur scheinbaren Grundlage aller christlichen Schriften? Nur weil die Katholische Kirche sie kanonisiert hat? Nein, die Bibel ist für mich nicht mehr verbindlich: es fehlt in ihr bekanntlich sehr viel, z.B. das Thomasevangelium, oder das Judasevangelium, dessen Aussage äußerst interessant und zugleich prekär ist: nämlich daß Jesus seinen Weg vorausbestimmte und Judas als einziger Apostel Jesus wirklich verstand und deshalb von Jesus zum scheinbaren Verrat bestimmt worden ist. Also: kann sich eine heilige Schrift oder können sich heilige Schriften auf etwas reduzieren lassen, das in ihrer Entstehung dem alleinigen Machtanspruch einer Kirche diente, die furchtbarste Verbrechen an "Ungläubigen" auf dem Gewissen hat und bis heute noch existent bzw. institutionalisiert ist? Die greuelreiche Kirche ist es.




      Die Antwort auf Deine Frage ist relativ einfach:
      Der Glaube von ca. 2 Mrd. derzeit lebenden Menschen und einer unbeaknnten - noch grösseren Zahl bereits verstorbener Menschen - macht den bekannten Kanon (in seinen zwei Formen) als Selbstoffenbarung Gottes konstituierend für die christlichen Kirchen. Wer diesen Kanon ablehnt ist kein Christ.

      Es steht Dir natürlich frei, den Kanon der Bibel nicht zu akzeptieren und irgendwelchen mehr oder weniger obskuren apokryphen Schriften Offenbarungscharakter zuzusprechen. Erwarte aber nicht, dass Dir informierte, gläubige Christen (generell oder global) darin folgen werden. Ebenso wie für diese ca. 2 Mrd. Menschen das Buch Mormon keinen Offenbarungscharakter hat.

      Nachdem dies hier ein "christliches" Forum ist werden daher weder Zitate aus dem Buch Mormon, noch Zitate aus dem "Thomas- oder Judasevangelium" als gültige Argumente Anerkennung finden.

      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Autorenschaft usw.

      Jacob der Suchende schrieb:

      @Orrin

      Ich denke, du verwechselst da etwas.

      Orrin schrieb:

      Was macht die "Heilige Schrift" zur scheinbaren Grundlage aller christlichen Schriften? Nur weil die Katholische Kirche sie kanonisiert hat? Nein, die Bibel ist für mich nicht mehr verbindlich: es fehlt in ihr bekanntlich sehr viel, z.B. das Thomasevangelium, oder das Judasevangelium, dessen Aussage äußerst interessant und zugleich prekär ist: nämlich daß Jesus seinen Weg vorausbestimmte und Judas als einziger Apostel Jesus wirklich verstand und deshalb von Jesus zum scheinbaren Verrat bestimmt worden ist.
      Also sucht ihr euch selber die Schriften aus, die euch passen? Und wie geht ihr mit dem Problem um, dass damals viele Schriften von falschen Aposteln unter den Namen echter Aposteln erstellt wurden? Wie unterscheidet ihr, welche Schriften wirklich von Gott inspiriert wurden und welche eine Fälschung darstellen? Mich würden diese Unterscheidungsmerkmale sehr interessieren.

      Und haltet ihr euch heute für klüger, mit einem besseren Überblick als damals die Kirche, die genau untersucht hat, welche Schriften welche Autorenschaft hatten?



      Das mit dem "klüger" sein möchte ich nicht behaupten. Die Schriften, die von Gott inspiriert niedergeschrieben worden sind, mögen existieren. In unserem Glaubenskontext ist das Buch Mormon eine verbindliche heilige Schrift. Ferner "Lehre und Bündnisse" und einige andere Schriften, so z.B. "Journal of Discourses", wo einige Autoritäten der Kirchengeschichte bestimmte Glaubensansichten verkündeten. Wir glauben, daß das Christentum durch die Kirche Jesu Christi in dieser Evangeliumszeit wiederhergestellt worden ist. Wir glauben an göttliche Offenbarungen. Wir glauben an gegenwärtige Propheten. Wir glauben an den lebendigen Christus. Wir glauben an Vergebung durch sein Sühnopfer. Wir glauben an einen ewigen Fortschritt, die Wiederherstellung in der ersten und später in der zweiten Wiederauferstehung, nach dem Gericht. Die Bibel war für mich persönlich in meinen Jugendjahren relativ unattraktiv, wie ich gestehen muß. Sie hat keine inspirative Anziehung auf mich gehabt. Ich denke auch nicht, daß man sich Gott ausschließlich durch die Schriften nähern kann. Es gibt auch andere Wege. Es ist die Liebe zu Gott. Aber ich bin ein Gegner derjenigen, die diese Liebe mit absoluter Hingabe verwechseln. Im Alten Testament ist bekanntlich davon die Rede, daß Gott den Opfertod des Sohnes forderte. Es ist aber töricht, solch einer Aufforderung Folge leisten zu wollen, da sie im Gegensatz zu dem von Gott erlassenen Gebot steht, nämlich nicht zu morden. Also, wenn Gott ohnehin allmächtig und allwissend ist, so kann er doch auf derart theatralische "Prüfungen" verzichten. Es kommt auf andere Dinge an ...

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    • weshalb diese Kirche verteufeln?

      Orrin schrieb:

      kann sich eine heilige Schrift oder können sich heilige Schriften auf etwas reduzieren lassen, das in ihrer Entstehung dem alleinigen Machtanspruch einer Kirche diente, die furchtbarste Verbrechen an "Ungläubigen" auf dem Gewissen hat und bis heute noch existent bzw. institutionalisiert ist?

      JdS schrieb:

      Warum die katholische Kirche so schnell verteufeln? Die Verfolgungen geschahen später, die Menschen, die bei der Verfolgung mitgemacht haben, waren nicht die gleichen, die die Schriften kanonisiert haben. Mit deinem Argument kann man noch 3 Jahrhunderte zurückgehen und sagen: das ganze Christentum ist falsch, weil sie die Menschen verfolgt haben. Du weißt aber, dass die Aposteln niemanden verfolgt haben, und für die Verfolgungen, die durch die Kirche später kamen, nicht verantwortlich sind.


      Weil sie sich institutionalisiert hat. Und weil sie gegenwärtig ist. Und weil sie falsche Lehren vertritt, die dem Christentum konträr laufen. In jener Kirche hat sich zudem ein Klerus herausgebildet, der über die Jahrhunderte hinweg mehr als gut lebte und Macht ausüben konnte, zudem die Menschen von Gott hinwegführte und verblendete. Resultat: Folter und Abscheulichkeiten. Weiteres Resultat: die Schismen und der Dreißigjährige Krieg. Weiteres Resultat: sie sind immer noch gegenwärtig und infiltrant, wie ich behaupten möchte.

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    • @Orrin

      Weil sie sich institutionalisiert hat. Und weil sie gegenwärtig ist. Und weil sie falsche Lehren vertritt, die dem Christentum konträr laufen.

      Was bedeutet "institutionalisiert"?

      Was bedeutet "gegenwärtig" in diesem Zusammenhang?

      Welche falsche Lehren vertritt sie?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      @Orrin

      Weil sie sich institutionalisiert hat. Und weil sie gegenwärtig ist. Und weil sie falsche Lehren vertritt, die dem Christentum konträr laufen.

      Was bedeutet "institutionalisiert"?

      Was bedeutet "gegenwärtig" in diesem Zusammenhang?

      Welche falsche Lehren vertritt sie?
      Nun ja, sie hat sich eben zum integrativen Bestandteil unserer Kultur und Gesellschaft entwickelt. "Gegenwärtig" heißt somit in dieser Evangeliumszeit, also zu unserer Zeit, also eben gegenwärtig. Sie vertritt insofern falsche Lehren, als sie eine synkretistische Religion darstellt, was man am Beispiel der Marienverehrung leicht erkennen kann. Außerdem hat sie den Isis-Kult aus dem alten Ägypten integriert, was sich durch das Vorgenannte manifestiert. Es gibt noch Anderes, so z.B. die Hostienverehrung, und so etwas Geschmackloses, wie das Blut von Kirchenführern, wie dem Papst, zu konservieren etc.
    • @Orrin

      Es wurden einige Beispiele der Lehren in der katholischen Kirche genannt, die in der Bibel nicht enthalten sind.

      Ich weiß nicht, ob es dir bewußt ist, aber diese Lehren wurden nicht aus der Luft genommen, sondern sie werden in unterschiedlichen Manuskripten erwähnt, denen sich die katholische Kirche bedient.

      Warum ich diese Frage gestellt habe: was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mormonen und der katholischen Kirche? Beide meinen, außer der kanonisierten Bibel sind zusätzlich noch andere Schriften für den richtigen Glauben maßgebend. Und damit entstehen viele Lehren, die allein aus der kanonisierten Bibel niemals entstanden wären.

      In diesem Sinne unterscheiden sich die Mormonen von der katholischen Kirche nicht. Oder?
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Orrin schrieb:

      In unserem Glaubenskontext ist das Buch Mormon eine verbindliche heilige Schrift.
      Warum hält Ihr Euch (weltweit) dann nicht an sie???????? !!!!!!!!!!!

      Ich weiß, dass das Einhalten der "10 Gebote" für Euch sehr, sehr wichtig ist. Aber daran hält Ihr Euch eben nicht. In Mosia 13 sind sie auch nieder geschrieben:

      Mosia 13,16-19:
      "Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst.
      Sechs Tage sollst du arbeiten, und alle deine Arbeit verrichten; aber am siebenten Tag, am Sabbat des Herrn, deines Gottes, sollst du keine Arbeit verrichten, du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, dein Knecht noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren weilt; denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt."


      Als ich das entdeckt habe, staunte ich nicht schlecht. Auf meine Nachfrage bei den Vertretern der KJCDHDLT (Mormonen), erklärten sie mir nach einer Diskussion, dass sie deshalb den Sonntag feiern, anstatt des Sabbats, weil ihr Herr Schmith es das ganze Leben auch so getan hat. Und dass man keinen Grund oder Beweis oder Stelle in den sog. Hl. Schriften findet, die eine Verschiebung des Sabbats auf Sonntag rechtfertigen würde.

      Interessant ist noch, dass bei der Aufzählung der "10 Gebote" das ERSTE Gebot ganz fehlt (... du wirst KEINE ANDEREN GÖTTER neben mir haben). Die Gebote sind dort als "Gebote Gottes" genannt.

      Ich denke, eindeutiger geht es gar nicht. ............

      Außerdem werden Okkulte Lehren darin (im Buch Mormon) gelehrt. Es ist die Rede von Toten und ihrem Leben im sog. Totenreich. Und vieles mehr, was absolut konträr zur Bibel steht. (deshalb müssen sie die Bibel relativieren).


      .
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    • Im Buch Mormon heißt es auch:

      2. Nephi 29,

      3, ... und weil meine Worte hinzischen werden, da werden viele von den Andern sagen: Eine Bibel! Eine Bibel! Wir haben eine Bibel, und es kann nciht noch mehr Bibel geben!
      6, Du Narr, der du sagst: Eine Bibel, wir haben eine bibel, und wir brauchen nicht noch mehr Bibel. Habt ihr eine Bibel erlangt, außer durch die Juden?
      7, Wißt ihr nicht, dass es mehr Nationen als eine gibt? Wisst ihr nicht, dass ich, der Herr, euer Gott, alle Menschen erschaffen habe und dass ich derergedenke, die auf den Inseln des Meeres sind, und dass ich in den Himmeln oben und auf der ERde unten herrsche; und ich bringe mein Wort für die Menschen kinder hervor, ja, selbst für alle Nationen der Erde?
      8, Warum murrt ihr, weil ihr noch mehr von meinem Wort empfankgen sollt? Wisst ihr nicht, dass das Zeugnis zweier Nationen für euch ein Beweis ist, dass ich Gott bin, dass ich der einen Nation ebenso gedenke wie der anderen? Darum rede ich zu der einen Nation dieselben Worte wie zu der anderen. Und wenn die zwei Nationen zusammenkommen werden, wird auch das Zeugnis der zwei Nationen zusammenkommen ...

      ... Und weil ich ein Wort gesprochen habe, braucht ihr nicht zu meinen, dass ich nicht noch ein anderes sprechen könne? Mein Werk ist noch nicht beendet und wird es auch nicht sein, bis zum Ende des Menschen, auch nicht von der Zeit an und für immer.

      ...Darum, weil ihr eine Bibel habt, braucht ihr nicht zu meinen, sie enthalte alle meine Worte; ihr braucht auch nicht zu meinen, ich hätte nicht noch mehr schreiben lassen.

      und noch viel mehr solcher Texte finden wir im Buch Mormon.

      Was mich interessiert ist: Setzt das Buch Mormon die "Bibel von den Juden" außer Kraft? Denn das Buch Mormon spricht nicht die selbe Sprache wie die Bibel.

      Ist das Buch Mormon wichtiger als die Bibel? Hat es den gleichen Stellenwert? Oder ist es unter die Bibel zu platzieren?

      -) Was ist die Hauptaussage (der rote Faden) des Buches Mormon?

      -) Was ist das Ziel im Buche Mormon?

      -) Wer sind die Amlissiten? Wer sind die Nephiten? Bei den Lamaniten scheint auch nicht alles so zu stimmen, wie es bisher angenommen wurde, oder?

      ***
    • So viel ich weiß und es auch von ihnen live gehört habe, dass sie das Buch Mormon der Bibel weit vorziehen. Die Bibel ist für sie nur ein unsicheres, unpräzises, eigentlich ein nicht soooo wichtiges Buch (siehe auch Beiträge oben in diesem Tread). Sie haben mir zwar behauptet, dass die Bibel für sie gleichwertig ist, die Praxis sah aber anders aus. Sie hatten sie zur Gesprächen kaum mit dabei, sie kannten sich darin logistisch schon nicht aus, und angeblich biblische Wahrheiten haben sie total falsch im Gedächtnis (z.B., dass beim Tod Jesu durch das Erdbeeben viele, viele Menschen umgekommen sind... Die Bibel sagt grade das Gegenteil: es sind einige von den Toten Auferstanden).

      Die Bibel spricht gegen ihre Lehre. Deshalb wird sie nur ab und zu zu allgemeinen oder "lieblichen" Themen zitiert: Psalme, Prediger. Oder ab und an nur zur Info über die Geschichte. Sie wird aber nicht zur Wahrheitsfindung eingesetzt...eher schnell versteckt und abgelehnt. Das Buch Mormon ist für sie definitiv wichtiger, als die Bibel.


      .
    • ganz offen und ehrlich erkennt man die Wichtigkeit des Buches Mormon vrs. der Bibel wenn ihr Mormonen damit arbeiten seht.(meine Erfahrung mit mehreren 2er Teams und Abenden)

      Meine Erfahrung damit ist dass die Bibel überhaupt nur sekundären Charakter besitzt. Gut studiert und markiert sind das Buch Mormon Lehre und Bündnisse und die köstliche Perle von Smith.
      Die Bibel hingegen ist lediglich dort markiert wo ihre Lehre der Totentaufe oder sonstige Randthemen als Beweis angeführt werden.
      Seht euch wenn ihr mit Mormonen sprecht einfach mal ihre Schriften im Vergleich der Bibel an und ihr werdet erkennen was ich meine. Es ist eine ähnliche Situation wie wenn du mit gewissen Freikirchlern zu tun hast, dort gibt es Gemeinden die studieren das NT intensiv durch aber beim AT knacken die Seiten als wäre der Teil des Buches noch neu(total ungelegesen)

      Der Sabbat wird aus Gründen der "neuen Erkenntnis" abgelehnt weil Smith dort selbst gesagt habe dass der Sabbat nicht mehr wichtig wäre aber der Sonntag gut ins Bild passen würde. Meine Gäste damals haben zugegeben dass wenn sie die Bibel alleine aktzeptieren müssten dass der Sabbat gültig wäre.

      In meinen Augen ist es eine neuoffenbarende außerchristliche(biblische) Religion,aber das ist nur meine theologische Sicht der Dinge.
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Hallo @Orrin:,

      es gab (und gibt) bei der Kanonisierung der Heiligen Schrift 2 bis 3 wichtige Hauptregeln/-bedigungen und noche einige weitere Regeln. Alle diese mussten (bzw. müssen) erfüllt sein um ein (neues) Buch als inspiriertes Wort Gottes für die = alle Gläubigen zu erklären.

      Falls du ehrliches Interesse an den immerwährenden, universalen Regeln der Kanonisierung und Inspirationsprüfung hast, so kann ich hierzu Information geben/darlegen.

      Ich meine wirklich ehrliches, vorurteilsfreies Interesse.


      Lg, franz

      PS: An der (bereichts erfolgtem) "Mormonen-Schlechtmache" beteilige ich mich nicht..
      Ich gebe bei den Themen des Kanons/Inspiration immer allgemein, universelle gültige Information/Regeln weiter und stelle es Jedem frei, die Bewertung mit diesen Information/Regeln zu vollziehen...

      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • @Stofi (und allgemein)

      Hinsichtlich deiner (berechtigten) Kritik, daß das erste Gebot nicht im Buch Mormon zu finden sei, möchte ich auf LuB (Lehre und Bündnisse) verweisen. Dies ist die zweite heilige Schrift der Kirche Jesu Christi. Dort unter Abschnitt 59:5 - ...24. Es heißt:"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit all deiner Macht, ganzem Sinn und aller Kraft, und im Namen Jesu Christi sollst du ihm dienen."

      Allerdings ist im Buch Mosia 13: ... davon die Rede, daß ein gewisser Abinadi die zehn Gebote lehrt, wie sie ihm offenbart worden sind. Man muß dies im Kontext sehen. Wenn Abinadi die zehn Gebote nicht exakt so wiedergibt, wie wir sie aus der Bibel kennen, zeugt dieser Umstand für mich eher auf eine gewisse Authentizität des Buches Mormon. Aber wie gesagt, es gibt ja noch das oben Genannte.

      Allgemein vertreten die Priester der Kirche Jesu Christi die Auffassung, daß eben dieses erste Gebot am schwierigsten zu befolgen sei. Und natürlich ist auch die Bibel heilige Schrift für uns.
    • Stofi schrieb:

      Orrin schrieb:

      In unserem Glaubenskontext ist das Buch Mormon eine verbindliche heilige Schrift.
      Warum hält Ihr Euch (weltweit) dann nicht an sie???????? !!!!!!!!!!!

      Ich weiß, dass das Einhalten der "10 Gebote" für Euch sehr, sehr wichtig ist. Aber daran hält Ihr Euch eben nicht. (...)Interessant ist noch, dass bei der Aufzählung der "10 Gebote" das ERSTE Gebot ganz fehlt (... du wirst KEINE ANDEREN GÖTTER neben mir haben). Die Gebote sind dort als "Gebote Gottes" genannt.

      Ich denke, eindeutiger geht es gar nicht. ............

      Außerdem werden Okkulte Lehren darin (im Buch Mormon) gelehrt. Es ist die Rede von Toten und ihrem Leben im sog. Totenreich. Und vieles mehr, was absolut konträr zur Bibel steht. (deshalb müssen sie die Bibel relativieren).

      Hinsichtlich der "okkulten Lehren" möchte ich anführen: Wenn eine Kirche durch ihre Propheten Offenbarungen erhält, die dem Gläubigen die Dinge nach seinem physischen Tod darlegen, so ist dies für mich ein Indiz dafür, daß es gegenwärtige Offenbarungen gibt und Gott uns damit sagt, was uns erwartet. Nach dem physischen Tod folgt der Eintritt in die Geisterwelt. Dort existieren wir als Individuum fort, aber als Geistwesen, bis zum Tag des Gerichts. Dann erfolgt die zweite Auferstehung, die Wiederherstellung, in einem vollkommenen physischen Zustand in einer Welt, die sich unserer Vorstellung entzieht.

      Die Sog. Totentaufe gibt dem bislang Ungetauften nach seinem physischen Tode in der Geisterwelt noch einmal die Chance, diese stellvertretende Taufe anzunehmen oder nicht. Er kann entscheiden. Die Entscheidungsfreiheit ist wichtigstes Merkmal. Er (sie) kann es annehmen oder nicht. Er kann sich für den Christus entscheiden oder nicht. Ich halte dies für eine große Gnade im Rahmen des Planes, den Gott für jeden von uns erstellt hat.
    • Hans1963 schrieb:

      Hallo,
      mal eine Frage.Im Gegensatz zu den meisten anderen christlichen Konfessionen lehren die Mormonen das der Mensch bevor er auf der Erde geboren wurde als Geistwesen im Himmel existierte.Anhand welcher Bibelstellen wird diese Lehre begründet.
      danke

      Es tut mir leid, aber ich kenne keine entsprechenden Bibelpassagen. Unsere vorirdische Existenz bzw. die Annahme einer solchen oder der Glaube an einer solchen basiert auf neuzeitlicher Offenbarung. Meine These: wenn die Seele unzerstörbar erscheint, und daran glauben wir Christen ja alle, wie kann sie dann irgendwann einmal nicht existiert haben? Wir müssen uns die Dinge weitaus komplexer vorstellen. Mein Lieblingsthema ist eigentlich immer, die moderne Naturwissenschaft in Einklang mit meiner Religion zu bringen. Die WIRKLICHKEIT der Dinge ist uns unbegreiflich, aber wir sollten anfangen, uns langsam mit ihr vertraut zu machen. Gott will keine folgsamen und sich nicht weiterentwickelnden Menschen. Überhaupt bin ich der Überzeugung, daß wir uns in einem Zwischenstadium befinden.


      Dieses irdische Leben erscheint mir wie ein Intermezzo. Gott prüft uns. Davon bin ich überzeugt. Auch bin ich manchmal zutiefst betroffen und voller Traurigkeit, wenn ich mir die Schicksale einiger Menschen vor Augen halte: Die junge Frau in der Schweiz, die blind und taub geboren wurde, Menschen, die an den Folgen der Contergan-Schädigung leiden (fast hätte es mich auch treffen können, jahrgangsmäßig...), das Mädchen auf Rügen, das am zweiten Weihnachtstag von einer Schlammlawine erfasst worden ist usw. usw. usw... Ich aber glaube, daß Gott alles revidieren kann, wenn er will. Viele meiner Glaubensbrüder verstehen meine Ansichten nicht. Ich bin auch nicht mehr aktiv in der Gemeinde.
    • Hallo Orrin,

      zuerst mal ein Danke, dass du uns als Mitglieder Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Einblick in deine Glaubenslehre gibst. Somit fällt das"Vermuten und Meinen" weg, was ich sehr positiv empfinde.

      Meine Fragen stehen noch offen:

      Im Buch Mormon heißt es:

      2. Nephi 29,

      3, ... und weil meine Worte hinzischen werden, da werden viele von den Andern sagen: Eine Bibel! Eine Bibel! Wir haben eine Bibel, und es kann nciht noch mehr Bibel geben!
      6, Du Narr, der du sagst: Eine Bibel, wir haben eine bibel, und wir brauchen nicht noch mehr Bibel. Habt ihr eine Bibel erlangt, außer durch die Juden?
      7, Wißt ihr nicht, dass es mehr Nationen als eine gibt? Wisst ihr nicht, dass ich, der Herr, euer Gott, alle Menschen erschaffen habe und dass ich derergedenke, die auf den Inseln des Meeres sind, und dass ich in den Himmeln oben und auf der ERde unten herrsche; und ich bringe mein Wort für die Menschen kinder hervor, ja, selbst für alle Nationen der Erde?
      8, Warum murrt ihr, weil ihr noch mehr von meinem Wort empfankgen sollt? Wisst ihr nicht, dass das Zeugnis zweier Nationen für euch ein Beweis ist, dass ich Gott bin, dass ich der einen Nation ebenso gedenke wie der anderen? Darum rede ich zu der einen Nation dieselben Worte wie zu der anderen. Und wenn die zwei Nationen zusammenkommen werden, wird auch das Zeugnis der zwei Nationen zusammenkommen ...

      ... Und weil ich ein Wort gesprochen habe, braucht ihr nicht zu meinen, dass ich nicht noch ein anderes sprechen könne? Mein Werk ist noch nicht beendet und wird es auch nicht sein, bis zum Ende des Menschen, auch nicht von der Zeit an und für immer.

      ...Darum, weil ihr eine Bibel habt, braucht ihr nicht zu meinen, sie enthalte alle meine Worte; ihr braucht auch nicht zu meinen, ich hätte nicht noch mehr schreiben lassen.

      und noch viel mehr solcher Texte finden wir im Buch Mormon.

      Was mich interessiert ist: Setzt das Buch Mormon die "Bibel von den Juden" außer Kraft? Denn das Buch Mormon spricht nicht die selbe Sprache wie die Bibel.

      Ist das Buch Mormon wichtiger als die Bibel? Hat es den gleichen Stellenwert? Oder ist es unter die Bibel zu platzieren?

      Hat das Buch Mormon und die anderen Schriften, (die ich nicht so gut kenne) die Bibel abgelöst? Gab es dadurch Offenbarungen, die konträr zur Bibel stehen?

      -) Was ist die Hauptaussage (der rote Faden) des Buches Mormon?

      -) Was ist das Ziel im Buche Mormon?

      -) Wer sind die Amlissiten? Wer sind die Nephiten? Bei den Lamaniten scheint auch nicht alles so zu stimmen, wie es bisher angenommen wurde, oder?

      Noch ein Punkt zur Richtigstellung:

      Die Seele ist nach meinem Glaubensverständnis nicht "unzerstörbar" und es glauben auch nicht alle Christen daran.


      LG Die Nachtperle
    • Nachtperle schrieb:

      Was mich interessiert ist: Setzt das Buch Mormon die "Bibel von den Juden" außer Kraft? Denn das Buch Mormon spricht nicht die selbe Sprache wie die Bibel.

      Ist das Buch Mormon wichtiger als die Bibel? Hat es den gleichen Stellenwert? Oder ist es unter die Bibel zu platzieren?

      Hat das Buch Mormon und die anderen Schriften, (die ich nicht so gut kenne) die Bibel abgelöst? Gab es dadurch Offenbarungen, die konträr zur Bibel stehen?

      -) Was ist die Hauptaussage (der rote Faden) des Buches Mormon?

      -) Was ist das Ziel im Buche Mormon?

      -) Wer sind die Amlissiten? Wer sind die Nephiten? Bei den Lamaniten scheint auch nicht alles so zu stimmen, wie es bisher angenommen wurde, oder?

      Noch ein Punkt zur Richtigstellung:

      Die Seele ist nach meinem Glaubensverständnis nicht "unzerstörbar" und es glauben auch nicht alle Christen daran.


      LG Die Nachtperle

      Das Buch Mormon hat die Bibel nicht abgelöst, aber es ist eine der Bibel gleichwertige heilige Schrift.
      Hauptaussage und Ziel des Buches Mormon ist es, die Menschen Gott näherzubringen. Nephiten und Lamaniten standen sich konträr, da dem Buch Mormon zur Folge die Nephiten die Nachfahren der Israeliten sind und die Lamaniten die Ureinwohner Amerikas. Es gab Kriege, Bekehrungen, und letztendlich überwog das sprichwörtlich Böse und löschte die Nephiten aus. Doch kurz davor konnte das Buch Mormon, ein Bericht über diese Vorgänge, in Form von goldenen Platten versteckt werde, um es der Nachwelt zu bewahren, was einst geschah. Joseph Smith fand diese Platten in einem Hain am Fuße des Berges Cumorah im Staate New York mittels Offenbarung und Wegweisung des Engels Moroni.

      Aber bitte, dies ist alles im Internet recherchierbar. Ich bin es müde, immer wieder darauf eingehen zu müssen. Und was die Seele anbelangt: Dann darf man eben nicht Begriffen wie "Unendlichkeit", "Ewigkeit" usw. nachhängen. Früher glaubte man ja auch, das Atom sei unzerstörbar. Mitnichten, wie man heute weiß. Aber was ist mit den subatomaren Teilchen, was ist mit den Erkenntnissen der Quantenphysik? Viele Fragen, keine ausreichenden Antworten. Aber die Unzerstörbarkeit der Seele als Ausdruck ewiger Individualität ist doch eine herrliche Vorstellung? Oder sollte dies uns beängstigen? Auf jeden Fall hat es bislang jede Kirche und Religion geschafft, die Gläubigen in die Knie zu zwingen, wenn ihnen mit dem sprichwörtlichen Seelenheil gedroht wird... und dem Fegefeuer oder Ähnlichem ...
    • Hallo zusammen

      Wie ich an anderer Stelle schon einmal schrieb, waren unter unsern Nachbarn auch eine Mormonenfamilie. Auch später, als meine Eltern aus der Straße Weg zogen, hatten wir noch Kontakt, und ich war dann auch mit meiner Frau dort mal zum Gottesdienst.

      Natürlich erfolgten auch weiterhin immer mal neue Kontakte durch die netten jungen Ausländer, die in Deutschland auf eigene Kosten als Missionare arbeiten. Und es gab auch einige "Bibelstunden" mit dem Leiter der örtlichen Gemeinde.

      Ich bin also nicht ganz unbedarft. Außerdem verdanke ich der Mormonenkirche den Namen und die Daten meines bisher ältesten, bekannten Vorfahren aus dem 16. Jahrhundert.

      Allgemein bekannt ist ja, dass Joseph Smith der Leiter einer Freimaurer-Vereinigung war, bevor er "aufs Religiöse" kam. Eine ganze Reihe von kritischen Handlungen der Freimaurer finden sich später in der Mormonenkirche wieder.

      Ein enger Mitarbeiter von Joseph Smith arbeitete in einer Druckerei und entwendete dort das Manuskript eines historischen Romans eines christlichen Predigers. Es war eines von der Sorte, wie sie damals in den USA üblich waren, als man auf der Suche nach einer historischen Identität in einem Land war, wo Menschen aus aller Welt zusammengewürfelt worden waren.

      Dieses Manuskript wurde zum Buch Mormon. Eine kleinere Abspaltung der großen Mormonenkirche ist heute im Besitz dieses Original-Manuskriptes.

      Aber es sind im Grunde genommen nicht die Lehren des Buches Mormon, die die Mormonenkirche prägen, sondern das, was im Buch "Lehren und Bündnisse" steht. Die bisherigen Präsidenten der großen und auch der kleinen Mormonenkirche sind alle Nachkommen von Joseph Smith und werden als "Propheten" bezeichnet. Ihre Worte sind gegenwärtige Lehre.

      So wurden über viele Jahrzehnte hinweg farbige Menschen als verworfen betrachtet und nicht würdig, eine leitende Stelle in der Kirche ein zu nehmen. Es gab aber eine ganze Anzahl farbiger Menschen, die gerne Mormonen geworden wären. Deshalb bekam der "Prophet" eine Botschaft von Gott (angeblich), dass sich dies jetzt geändert habe, und am nächsten Tag wurde eine große Anzahl von Südsee-Insulanern in die Mormonenkirche auf genommen.

      Außerdem glauben die Mormonen an die Evolutionstheorie, die in ihrer Gründungszeit gerade auf kam. Sie haben sie aber auf das geistliche Gebiet übertragen und lehren dementsprechend, dass sich jedes Kind Gottes immer höher entwickeln kann. Adam war einst ein Mensch. Er hat sich nach seinem Tod aber immer weiter entwickelt und ist heute schon Gott. Dies ist jedem Menschen möglich.
      Außerdem war der Sündenfall von Gott geplant, damit sich die geistigen Kinder Gottes, die in die Menschenkinder "geschlüpft" waren, bewähren konnten. Dies ist für die Höherentwicklung unbedingt notwendig. Gott bekommt im Himmel fortwährend neue geistige Kinder. Sie alle benötigen Menschen, um sich zu vervollkommnen. Deshalb haben die Mormonen auch die Vielweiberei (heute nur noch heimlich und nicht mehr offiziell, sonst wären sie nicht Bundesstaat der USA geworden) , um möglichst viele Kinder in die Welt zu setzen.

      Übrigens wurde ein Nachkomme eines der Apostel um Joseph Smith vor Jahren Adventist und Prediger. Er hat ein interessantes Buch über seine Erfahrungen geschrieben. Leider hat mit ein Mormone, dem ich es lieh, nicht zurück gegeben.

      Liebe Grüße von benSalomo