Daniel 12: 1290 und 1335 Tage

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    • Lieber John,

      das ist ja schon klar, was Du geschrieben hast!
      Entscheidend ist:
      • Sind z.B. die 1.260 Tage immer nur prophetische Jahre? Oder können sie für den letzten Antichristen auch nur tatsächliche 3½ Jahre sein, wie viele Bibelausleger das so sehen?
      • Wenn in Daniel 4 von "Sieben Zeiten" die Rede ist sind das dann nur 7 Jahre wie wohl bei Nebukadnezar oder sind dies 7 prophetische Zeiten, also 7 x 360 = 2.520 Jahre oder / und sogar 2.555 Jahre (7 x 365 Jahre) oder / und womöglich 2.557 Jahre (7 x 365,2422 Jahre)?
      • Kann man die 1.290 Tage aus Daniel 12,11 und die 1.335 Tage aus Daniel 12,12 auch als prophetische Jahre ansehen? Und kann man diese ab 606 v.Chr. (Dan.1,1) addieren (wobei man dann auf das Jahr 2020 n.Chr. kommt!)?
      • Sind die 2.300 Abend-Morgen:
      • a) 1.150 Tage, also 3 Jahre, 1 Monat (31 Tage) und 24 Tage? (Vielfache Jüdische Auslegung, die uns in die Zeit von 167 - 164 v.Chr. führt)?
      • b) 2.300 Tage, also 6 Jahre, 3 Monate (31+30+31 Tage) und 17 Tage ? (Wobei fast 6½ Jahre hier geschichtlich sehr schwer unterzubringen wären!)?
      • c) 2300 prophetische Jahre ? Und wann beginnen diese? 457 v.Chr. wie Dan.9,24 oder 281 v.Chr. (wegen Dan.8,8-10)?
      • In welcher Beziehung stehen die Zahlen 1.260, 1.290 und 1.335 zueinander? Z.B. folgendermaßen:
      • a) z.B. 1.335 - 1.260 = 75 Jahre (= Dauer der letzten Generation seit 1948 (-2023) oder seit 1967 (-2042)?
      • b) z.B. 1.335 - 1.290 = 45 Jahre (= Dauer von der Staatsgründung Israels - 1948 bis zum Oslo Friedensvertrag von 1993)?
      • c) z.B. 1.290 - 1.260 = 30 Jahre (= Dauer vom Osloer Friedensvertrag 1993 bis zur Wiederkunft Jesu 2023???)?


      ===> Also Fragen, Unklarheiten, Spekulationen voller Zahl ... Wer soll da noch prophetisch durchblicken?
    • John Q. Public schrieb:

      3.) Besonderheiten:
      a) Die "42 Monate" (Offenb. 11,2; 13,5) sind in ihrer Beschreibung durchwegs negativ für Gott bzw. die Gläubigen.
      b) Die "1260 Tage" (Offenb. 11,3; 12,6) sind in ihrer Beschreibung hoffnungsvoll (Vollmacht zum Weissagen bzw. Schutz in der Wüste).
      c) Die "3 1/2 Zeiten" werden in Daniel 7,25; 12,7 und Offb. 12,14 erwähnt.
      Ich finde diese Erklärung nachdenkenswert!
      Sind die „Tage", „Zeiten" und „Monate" in Offenbarung 12 und 13 wörtlich oder symbolisch zu verstehen? :: bibelkommentare.de
    • Hallo Norbert,
      ich habe mir erlaubt einzufärben:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Lieber John,
      das ist ja schon klar, was Du geschrieben hast! Entscheidend ist:


      • Wenn in Daniel 4 von "Sieben Zeiten" die Rede ist sind das dann nur 7 Jahre wie wohl bei Nebukadnezar oder sind dies 7 prophetische Zeiten, also 7 x 360 = 2.520 Jahre oder/und sogar 2.555 Jahre (7 x 365 Jahre) oder/und womöglich 2.557 Jahre (7 x 365,2422 Jahre) ?

      ===> Also Fragen, Unklarheiten, Spekulationen voller Zahl ... Wer soll da noch prophetisch durchblicken?
      Ich versuche am Beispiel von Daniel 4 zu beginnen:

      a) Was meiner Meinung nach gar nicht geht, - weil es meines Wissens in der Bibel kein Beispiel dafür gibt -, ist eine "Zeit[angabe]" prophetisch anzuwenden und dabei mit 365 Tagen umzurechnen... - Logisch?


      b) Eine prophetische "Zeit" mit einem realen Jahr 1:1 auszulegen, dass kann (theoretisch) möglich sein.

      --> Die überwiegende Mehrheit der prophetischen Zeitangaben erzählt aber [sehr] lange Zusammenhänge, z.B. "von XYZ bis zur Endzeit" (z.B. Daniel 8,17+19; 10,14; 12,4.7-.12) oder "von A zum 1. Messiasauftreten" (Daniel 9c), und ist daher und aus dem Bibeltextzusammenhang dann am Besten mit diesem biblischem Schlüssel auszulegen:

      1 prophetischer Tag = 1 reales Jahr
      (siehe diverse Forumsbeiträge mit der Forumssuchfunktion)

      Als praktisches Demonstrationsbeispiel eine kurze Zeitangabe, - die "10 Tage"-Verfolgungszeit zur Zeit der "Gemeinde Smyrna" (=2. Gemeinde von insgesamt 7 Gemeinden) aus Offenbarung 2,10:

      Offenbarung 2 schrieb:

      "Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst!
      Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Bedrängnis haben 10 Tage.
      - Sei treu bis zum Tod! Und ich werde dir den Siegeskranz des Lebens geben."
      "10 Tage" Verfolgung/Gefängnis als "Treuprüfung bis zum Tod" vor der man sich "nicht fürchten soll"?

      Wenn man die Dynamik des Textes liest (Tod, Teufel, Fürchten, Leid, Leben, Prüfung, ...) und die/alle Möglichen Auslegungsschlüssel kennt ("1:1" oder "1 Tag zu 1 Jahr"):

      ... dann machen "10 Tage" (von Offb.2,10) eigentlich nur als 10 reale Jahre Sinn. - Oder?


      c) Doppel-/Zweifach- oder Mehrfachanwendungen...

      Dieses Thema hatten wir schon öfter (siehe Forumsbeiträge)...
      ... meiner Meinung nach die vernüftigste Antwort war ein klares "Nein", weil wir kein nachfolziehbares Beispiel in der Bibel haben, Gott klare Linien kommuniziert und es auch logisch nirgends einen Sinn macht.

      Hier in Daniel 4 gibt es eine klare Anwendung (siehe z.B. Vers 22):
      "Man wird dich (=König Nebukadnezzar) [...]wird deine Wohnung sein. Man wird dir Gras [...] lässt man dich benetzen. Und es werden 7 Jahre über dir vergehen, bis du erkennst [...]"

      Es geht in erster und einziger Linie um König Nebkadnezzar und seine Herrscher-Demütigung durch/unter Gott als letzlichen Herrscher.
      In einer protestantischen Schule würde ich, wäre ich Religionslehrer, das Kapitel ausgedruckt mal als fächerübergreifende Gruppenübung im Religionsunterricht aufgeben ("Unterstreiche die persönlichen Fürwörter: du, dir, dich, dein, usw.").


      d) Biblische Zeitangaben Berechnen tun wir nur wenn wir es müssen/sollten...

      ... und nicht einfach als Hobby zum Taschenrechner + Geschichtsbuch greifen und schauen "was könnte sein" oder was "wird passend gemacht"...

      Umrechnen tun wir eigentlich nur wenn der Bibeltext uns darauf hinweist oder wir es müssen.

      "Wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN und es wird nichts daraus und es trifft nicht ein, dann ist das ein Wort, das der HERR nicht geredet hat. Der Prophet hat's aus Vermessenheit geredet; darum fürchte dich nicht vor ihm." (5. Mose 18,22)

      Wir wollen auch vor den Menschen außerhalb der Gemeinde ein gutes (Lebens)Zeugnis abgeben und nicht durch fragliche Rechenkünste oder fälschliche Spekulationen auffallen :
      " [...] damit das Wort Gottes nicht verlästert werde!" (Titus 2,5c)


      e) interssante Links im Forum zu den "7 Zeiten" aus Daniel 4 (dort bitte entsprechende Details weiterdiskutieren):

      für die Stichwortsuche im Forum folgende Begriffe (mit Anführungszeichen) eingeben: "Daniel 4" bzw. "7 Zeiten" bzw. "sieben Zeiten" bzw. .......


      Bis zum nächsten Mal!
      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von John Q. Public ()

    • Einwand zu der These, nach Hes. 4,6 sei mit 1 Tag ein prophet. Jahr gemeint:

      Hes 4:
      1 Und du, Menschenkind, nimm dir einen Ziegelstein; den lege vor dich hin und ritze darauf die Stadt Jerusalem (...) 4 Du aber, lege dich auf deine linke Seite und lege die Schuld des Hauses Israel auf dich. So viele Tage du so daliegst, so lange sollst du auch ihre Schuld tragen.
      5 Ich will dir aber die Jahre ihrer Schuld auflegen, für jedes Jahr einen Tag, nämlich dreihundertneunzig Tage. So lange sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen.
      6 Und wenn du dies vollbracht hast, sollst du danach dich auf deine rechte Seite legen und sollst tragen die Schuld des Hauses Juda vierzig Tage lang; denn ich gebe dir hier auch je einen Tag für ein Jahr.

      Für mich liest sich das so: Israel hat 390 Jahre, Juda 40 Jahre Schuld auf sich geladen. Für jedes Jahr soll sich das "Menschenkind" 1 Tag auf die Seite legen. So simpel sich das liest, so simpel scheint es mir auch zu sein. Ich würde nie auf die Idee kommen, daraus die o..g. generalisierende Gleichung abzuleiten.

      Deshalb würde ich die 1260 Tage der Offenbarung wörtlich nehmen (und die geringe Abweichung bei Daniel nicht überbewerten)

      Man sehe mir nach, wenn ich mich aus einem anderen Thread wiederhole: Das Kalifat des sog. Islamischen Staates wurde am 29.06.2014 ausgerufen und vom irakischen Regierungs-Chef am 09.12.2017 für besiegt und beendet erklärt. Das sind exakt 1260 Tage, incl. des Schalttages in 2016!

      Die Offenbahrung mahnt zur Wachsamkeit. Wenn DAS kein Anlass dafür ist ....

      LG Hajo
    • Hallo Hajo/Hnitschke :) ,

      Du zitierst einen Teil von "meinem" Punkt b).

      In Punkt b) ging es bei mir um folgende Schritte:

      1. Schritt: Nachweis der erstmaligen symbolischen Verwendung einer prophetischen Zeit-Zahlenangabe. Zitat: "Die 1. prophetisch-symbolische Zahlenangabe taucht bei [...] auf".

      Mein Conclusio: Es gibt in der Bibel prophetische Zeit-Zahlenangaben die symbolischen Charakters sind. - Ein Fakt.

      Im Beispiel hier (1.Mose 41): Eine "Kuh" im Traum = 1 reales Jahr.

      2. Schritt: Erwähnung von weiteren Beispielen.
      Hier als Beispiel 1 (wurde damals bewusst fett hervorgehoben von mir): "die 40 Tage der Auskundschaftung Kanaans, welche zu 40 Jahren Wüstenwanderung werden (4.Mose 14,34)."

      Mein Conclusio: Es gibt in der Bibel prophetische Zeitangaben die symbolischen Charakters sind und es gibt die Jahr-Tag-Beziehung.
      Im Beispiel hier (4.Mose 14,34): Ein "Tag" Kundschaftung ==> wird prophetisch-zukünftig zu einem (weiterem) realen Jahr in der Wüstenwanderung.

      In weiterer Folge erwähne ich nebenbei (nämlich nicht fett und ohne Versangabe und ohne Erklärung):
      "Und das Schaubeispiel bei Hesekiel in Kapitel 4."

      Wie und was in Hesekiel Kapitel 4 gemeint ist, ist ein anderes sehr komplexes Thema...
      Soviel kann ich andeuten: Die Zahlen zusammen 390+40 = 430 sind eine historische Anspielung auf die 430 Jahre Gefangenschaft in Ägypten (2.Mose 12,40+41; Gal.3,17) und sollen als Ziel+Zweck die [bald] kommende Zeit der Gefangenschaft unter dem Babylon Nebukadnezzars darstellen... Also dass sie Gefangenschaft/Knechtschaft haben werden wie damals in Ägypten... ca. 5-10 Jahre nach diesem "Hesekiel 4 Schauspiel" fiel Jerusalem wirklich, - wurde [systematisch] zerstört und sehr viel Volk wurde umgesiedelt, deportiert bzw. kam in Gefangenschaft/Knechtschaft ... (Nebenbei erwähnt: damit ist diese Hesekiel-Prophezeiung damals prinzipell+real erfüllt worden und nicht mehr für weitere Anwendungen/Doppelanwenungen/etc. offen.)
      Die "40 Tage" spielen auf die damalige 40 Jahre selbstverschuldete Extra-Wüstenwanderungszeit an... Hier wird ausgesagt, dass die [bald kommende] babylonische Gefangenschaft ebenso selbstverschuldet ist und ebenso Gott Gericht übt...

      John Q. Public schrieb:

      b) Die 1. prophetisch-symbolische Zahlenangabe taucht bei den Pharao-Träumen in Ägypten (1.Mose 41) zur Zeit Josefs in der sogenannten "Kuh-Jahr-Beziehung" auf:


      1 Mose 41,26: Die 7 schönen Kühe sind 7 Jahre, und [...]

      Weitere Beispiele sind die 40 Tage der Auskundschaftung Kanaans, welche zu 40 Jahren Wüstenwanderung werden (4.Mose 14,34). Und das Schaubeispiel bei Hesekiel in Kapitel 4.

      Du schreibst dass du einen Einwand hast, dass laut/nach Hesekiel 4,6 ein prophetischer Tag ein reales Jahr sei bzw. gemeint sei:

      hnitschke schrieb:

      Einwand zu der These, nach Hes. 4,6 sei mit 1 Tag ein prophet. Jahr gemeint:

      Hes 4:
      1 Und du, Menschenkind, nimm dir einen Ziegelstein; den lege vor dich hin und ritze darauf die Stadt Jerusalem (...) 4 Du aber, lege dich auf deine linke Seite und lege die Schuld des Hauses Israel auf dich. So viele Tage du so daliegst, so lange sollst du auch ihre Schuld tragen.
      5 Ich will dir aber die Jahre ihrer Schuld auflegen, für jedes Jahr einen Tag, nämlich dreihundertneunzig Tage. So lange sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen.
      6 Und wenn du dies vollbracht hast, sollst du danach dich auf deine rechte Seite legen und sollst tragen die Schuld des Hauses Juda vierzig Tage lang; denn ich gebe dir hier auch je einen Tag für ein Jahr.

      Für mich liest sich das so: Israel hat 390 Jahre, Juda 40 Jahre Schuld auf sich geladen. Für jedes Jahr soll sich das "Menschenkind" 1 Tag auf die Seite legen. So simpel sich das liest, so simpel scheint es mir auch zu sein. Ich würde nie auf die Idee kommen, daraus die o..g. generalisierende Gleichung abzuleiten.
      Und ich bestätige dir, dass Hesekiel Kap. 4 nicht das Beste/Stichhaltigste Beispiel für die Auslegung "ein prophetischer Tag = 1 reales Jahr". Daher habe ich ihn nur am Rande erwähnt.
      Die besseren Indizien sind die "Kuh-Jahr-Beziehung" für die allgemeine Möglichkeit des symbolischen Zeit-Charakters in Prophezeiungen und vor allem die "40-Tage-40-Jahre"-Prophezeiung in 4.Mose 14,34, sowie die ganz reale Propblematik der kleinen Zahlen bei anhaltenden Ereignissen (z.B. "10 Tage Verfolgung" in Offb.2,10).

      :greet:

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Die Zulässigkeit der Anwendung der »prophetischen Grundregel«!

      Bogi111 schrieb:

      John Q. Public schrieb:

      3.) Besonderheiten:
      a) Die "42 Monate" (Offenb. 11,2; 13,5) sind in ihrer Beschreibung durchwegs negativ für Gott bzw. die Gläubigen.
      b) Die "1260 Tage" (Offenb. 11,3; 12,6) sind in ihrer Beschreibung hoffnungsvoll (Vollmacht zum Weissagen bzw. Schutz in der Wüste).
      c) Die "3 1/2 Zeiten" werden in Daniel 7,25; 12,7 und Offb. 12,14 erwähnt.
      Ich finde diese Erklärung nachdenkenswert!Sind die „Tage", „Zeiten" und „Monate" in Offenbarung 12 und 13 wörtlich oder symbolisch zu verstehen? :: bibelkommentare.de
      Hier möchte ich den Schluss dieses Artikels zitieren, dem ich in Sachen "Endzeit" voll und ganz inhaltlich zustimme:
      „Man kann deutlich sehen, dass diese unterschiedlichen Beschreibungen sich alle auf denselben Zeitabschnitt beziehen - nämlich auf die große Drangsal, auf die letzte Hälfte der siebzigsten Jahrwoche Daniels.
      Da diese Ausdrücke sich alle auf dieselbe Zeitspanne beziehen, auf 3½ Jahre (die „zur Hälfte der Woche" beginnen; Dan 9,27), müssen wir den Schluss ziehen, dass diese Zeitangaben wörtlich und nicht symbolisch zu verstehen sind. Jede andere Interpretation führt zu endloser Verwirrung und leitet den Leser prophetischer Schriften irre.”

      Aber gleichzeitig muss ich auch dem folgenden, was John geschrieben hatte Recht geben:

      Hallo Hajo/Hnitschke :) ,

      Du zitierst einen Teil von "meinem" Punkt b).



      In Punkt b) ging es bei mir um folgende Schritte:

      1. Schritt: Nachweis der erstmaligen symbolischen Verwendung einer prophetischen Zeit-Zahlenangabe. Zitat: "Die 1. prophetisch-symbolische Zahlenangabe taucht bei [...] auf".

      Mein Conclusio: Es gibt in der Bibel prophetische Zeit-Zahlenangaben die symbolischen Charakters sind. - Ein Fakt.

      Im Beispiel hier (1.Mose 41): Eine "Kuh" im Traum = 1 reales Jahr.

      2. Schritt: Erwähnung von weiteren Beispielen.
      Hier als Beispiel 1 (wurde damals bewusst fett hervorgehoben von mir): "die 40 Tage der Auskundschaftung Kanaans, welche zu 40 Jahren Wüstenwanderung werden (4.Mose 14,34)."

      Mein Conclusio: Es gibt in der Bibel prophetische Zeitangaben die symbolischen Charakters sind und es gibt die Jahr-Tag-Beziehung.
      Im Beispiel hier (4.Mose 14,34): Ein "Tag" Kundschaftung ==> wird prophetisch-zukünftig zu einem (weiterem) realen Jahr in der Wüstenwanderung.

      In weiterer Folge erwähne ich nebenbei (nämlich nicht fett und ohne Versangabe und ohne Erklärung):
      "Und das Schaubeispiel bei Hesekiel in Kapitel 4."

      Wie und was in Hesekiel Kapitel 4 gemeint ist, ist ein anderes sehr komplexes Thema...
      Soviel kann ich andeuten: Die Zahlen zusammen 390+40 = 430 sind eine historische Anspielung auf die 430 Jahre Gefangenschaft in Ägypten (2.Mose 12,40+41; Gal.3,17) und sollen als Ziel+Zweck die [bald] kommende Zeit der Gefangenschaft unter dem Babylon Nebukadnezzars darstellen... Also dass sie Gefangenschaft/Knechtschaft haben werden wie damals in Ägypten... ca. 5-10 Jahre nach diesem "Hesekiel 4 Schauspiel" fiel Jerusalem wirklich, - wurde [systematisch] zerstört und sehr viel Volk wurde umgesiedelt, deportiert bzw. kam in Gefangenschaft/Knechtschaft ... (Nebenbei erwähnt: damit ist diese Hesekiel-Prophezeiung damals prinzipell+real erfüllt worden und nicht mehr für weitere Anwendungen/Doppelanwenungen/etc. offen.)
      Die "40 Tage" spielen auf die damalige 40 Jahre selbstverschuldete Extra-Wüstenwanderungszeit an... Hier wird ausgesagt, dass die [bald kommende] babylonische Gefangenschaft ebenso selbstverschuldet ist und ebenso Gott Gericht übt...

      John Q. Public schrieb:

      b) Die 1. prophetisch-symbolische Zahlenangabe taucht bei den Pharao-Träumen in Ägypten (1.Mose 41) zur Zeit Josefs in der sogenannten "Kuh-Jahr-Beziehung" auf:


      1 Mose 41,26: Die 7 schönen Kühe sind 7 Jahre, und [...]

      Weitere Beispiele sind die 40 Tage der Auskundschaftung Kanaans, welche zu 40 Jahren Wüstenwanderung werden (4.Mose 14,34). Und das Schaubeispiel bei Hesekiel in Kapitel 4.
      Du schreibst dass du einen Einwand hast, dass laut/nach Hesekiel 4,6 ein prophetischer Tag ein reales Jahr sei bzw. gemeint sei:

      hnitschke schrieb:

      Einwand zu der These, nach Hes. 4,6 sei mit 1 Tag ein prophet. Jahr gemeint:

      Hes 4:
      1 Und du, Menschenkind, nimm dir einen Ziegelstein; den lege vor dich hin und ritze darauf die Stadt Jerusalem (...) 4 Du aber, lege dich auf deine linke Seite und lege die Schuld des Hauses Israel auf dich. So viele Tage du so daliegst, so lange sollst du auch ihre Schuld tragen.
      5 Ich will dir aber die Jahre ihrer Schuld auflegen, für jedes Jahr einen Tag, nämlich dreihundertneunzig Tage. So lange sollst du die Schuld des Hauses Israel tragen.
      6 Und wenn du dies vollbracht hast, sollst du danach dich auf deine rechte Seite legen und sollst tragen die Schuld des Hauses Juda vierzig Tage lang; denn ich gebe dir hier auch je einen Tag für ein Jahr.

      Für mich liest sich das so: Israel hat 390 Jahre, Juda 40 Jahre Schuld auf sich geladen. Für jedes Jahr soll sich das "Menschenkind" 1 Tag auf die Seite legen. So simpel sich das liest, so simpel scheint es mir auch zu sein. Ich würde nie auf die Idee kommen, daraus die o..g. generalisierende Gleichung abzuleiten.
      Und ich bestätige dir, dass Hesekiel Kap. 4 nicht das Beste/Stichhaltigste Beispiel für die Auslegung "ein prophetischer Tag = 1 reales Jahr". Daher habe ich ihn nur am Rande erwähnt.Die besseren Indizien sind die "Kuh-Jahr-Beziehung" für die allgemeine Möglichkeit des symbolischen Zeit-Charakters in Prophezeiungen und vor allem die "40-Tage-40-Jahre"-Prophezeiung in 4.Mose 14,34, sowie die ganz reale Propblematik der kleinen Zahlen bei anhaltenden Ereignissen (z.B. "10 Tage Verfolgung" in Offb.2,10).

      :greet:
      [/quote]

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Warum die »prophetische Grundregel« zweimal im Danielbuch angewandt werden kann!

      JOHN Q. PUBLIC schrieb:
      Soviel kann ich andeuten: Die Zahlen zusammen 390+40 = 430 sind eine historische Anspielung auf die 430 Jahre Gefangenschaft in Ägypten (2.Mose 12,40+41; Gal.3,17) und sollen als Ziel+Zweck die [bald] kommende Zeit der Gefangenschaft unter dem Babylon Nebukadnezzars darstellen... Also dass sie Gefangenschaft/Knechtschaft haben werden wie damals in Ägypten...


      PS: Die 430 Jahre kommen übrigens nochmals vor, was die Bibel betrifft und zwar gibt es auch eine Zeit zwischen dem Ende des Alten Testaments (AT) und dem Beginn des Neuen Testaments (NT) mit der Geburt Jesu. Um das Jahr 435 v.Chr. endet das AT mit dem Buche Maleachi! ----> Hier wird bereits »der kommende Elijah« - also somit Johannes der Täufer - prophezeit! Und 430 Jahre später kommen wir zum Jahre 5 v.Chr., zum wahrscheinlichen Geburtsjahr des Jesus von Nazareth!

      Die, ich möchte sie hier mal die „prophetische Grundregel” nennen, nach der in der biblischen Prophetie »ein Tag für ein Jahr zu gelten habe« (4.Mose 14,34 / Hes. 4,6) kann z.B. im speziell "prophetisch seiendem" Buche Daniel auf folgende Stellen angewendet werden:
      1. Die 3 und eine ½ halbe Zeit in Daniel 7,25 (24 ... Nach ihnen aber wird ein anderer aufkommen, der wird ganz anders sein als die vorigen und wird drei Könige stürzen.
        25 Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern. Sie werden in seine Hand gegeben werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit.)
      2. Die 2.300 Abende und Morgen - also 2.300 Tage in Daniel 8,14 (14 Und er antwortete mir: Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder sein Recht erhalten.)
      Nun zu den Auslegungen und zur Begründung, warum man hier 'die prophetische Grundregel' anwenden kann:
      1. Dieser "andere" ist der römische Papst! Warum? Weil er .... a) "drei Könige stürzen" wird; es sind dies die 3 arianischen Stämme der Germanen, die Heruler, Vandalen und Ostgoten, welche der Papst in der Zeit zwischen XXX und 538 aufgerieben und besiegt hatte. Diese 3 Germanen-Stämme sind untergegangen! .... b) "den Höchsten lästern wird" . Durch die Behauptung, der Papst sei der Stellvertreter des Sohnes Gottes auf Erden hat der Papst Gott gelästert! .... c) "die Heiligen des Höchsten vernichten wird" ; es ist historisch nachgewiesen, dass das mittelalterliche Papsttum rund 50 Millionen andersgläubige Christen grausam ermorden ließ, ob es die Katharer, die Albigenser, die Waldenser, die sogen. "Hexen", Inkas , Mayas, Lutheraner oder Hugenotten waren! ..... d) "Festzeiten und Gesetz ändern wird" ; fest steht auch, dass der Papst das Sabbatgebot 364 auf einer Versammlung in Laodicea verboten hatte und den Sabbat durch den Sonntag ersetzt hatte; und auch das zweite der 10 Gebote, das Bilderverbot, wurde vom Papst 787 auf dem II. Konzil von Nicäa ersatzlos gestrichen und die Anbetung/Verehrung von Heiligenstatuen und Ikonen wurde zugelassen. Damit ist bewiesen, dass der Papst das Gesetz Gottes (=die 10 Gebote) geändert hat! Und auch die "Festzeiten" - also den Kalender hat der Papst geändert, er hat im Jahre 1582 den Julianischen Kalender durch den Gregorianischen Kalender ersetzt und die "jüdischen Festzeiten", wie das Passahfest, das von den Urchristen immer am 14.Nisan gefeiert wurde, hat der Papst geändert und stattdessen jährlich den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlings-Vollmond zum christlichen Osterfest umgewandelt, mit der Folge, dass es viele verschiedene Ostertermine gibt! Da wir nun also nachgewiesen haben, dass in Dan.7,25 dieser "andere" der römische Papst ist, können also hier die "eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit" keine 3½ Jahre sein, denn die durch Rom verfolgten Christen wurden nicht nur 3½ Jahre verfolgt, sondern - wenn wir hier in die Offenbarung schauen müssen es 1.260 prophetische Tage (---> siehe Offb.13,5 [„5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ihm wurde Macht gegeben, es zu tun zweiundvierzig Monate lang.” ===> Ein Monat hat in der Bibel 30 Tage! 42 Monate sind also 42 x 30 Tage, was 1.260 Tage ergibt!] sein, was gemäß "prophetischer Regel" (---> siehe oben!) = 1.260 Jahre sind! Und da das Papsttum tatsächlich von 538 bis 1798 diese 1.260 Jahre "regiert" hat, trifft die Anwendung der „prophetischen Grundregel” hier auf Daniel 7,25 zu!
      2. Schwieriger wird es um auch bei Daniel 8,14 die „prophetische Grundregel” anwenden zu können, weil die Urtext-Formulierung »2.300 Abend-Morgen« - laut jüdischer Bibelausleger auch 1.15O Tage sein könnten; wenn wir aber die Formulierung aus der Schöpfungsgeschichte („Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag” - 1Mo 1,5) berücksichtigen, so könnten es also sehr wohl 2.300 Tage sein. Da wir, wenn wir historisch im Zusammenhang mit Daniel Kapitel 8 aber keine Zeitspanne - jedenfalls ist mir keine bekannt! - von ca. 6 Jahren und 3½ Monaten feststellen können, spricht daher Dan.8,14 dafür hier bei den 2.300 Tagen auch 'die prophetische Grundregel' anzuwenden und aus den 2.300 prophetischen Tagen 2.300 prophetische Jahre zu machen. Was nun aber die Frage bleibt, ist die, wann diese 2.300 Jahre begonnen haben; also entweder ..... a) wegen Dan.8,8-10 im Jahre 281 v.Chr. (= das Ende der Diadochenkämpfe, die man m.E. in den Versen 8-10 erkennen könnte!) oder ..... b) nach adventistischer Auffassung, dass man wegen Dan.9,24ff. die 490 prophetischen Jahre von den 2.300 prophetischen Jahren abtrennen muß, wobei aber beide Zeitperioden, also Dan.8,14 und Dan.9,24 - 27 den selben Anfangspunkt umfassen würden - wodurch man dann nach adventistischer Auffassung zum Jahr 457 v.Chr. kommt. ------> Je nachdem, welcher Auffassung man zuneigt, kommt man dann daher auf die »Endtermine« der 2.300 Jahre entweder ...... für .... a) auf 2020 n.Chr. ..... oder ..... für b) auf 1844 n.Chr. !

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Allees gelesen und zur Kenntnis genommen, aber nicht alles wirklich verstanden.

      Auch wenn es noch so versiert abgehandelt ist - ich kann mich damit nicht recht anfreunden und kann z.B. die 2300 Tage/Jahre nicht nachvollziehen. Deshalb sagen mir auch Endzeittermine wie 1844 oder 2020 nichts.

      Die Beispiele aus dem AT für das sog.. prophet. Jahr mag ich nicht verabsolutieren und denke, wenn die 1260 Tage der Offenarung wirklich Jahre wären, hätte es ja auch so geschrieben stehen können.

      Vieles war damls für ein "Medium" wie Johannes nicht begeiflich und musste , damit er es überhaupt verstehen und beschreiben konnte, mit damals verständlichen Bildern umschrieben werden (z.B. die Heuschrecken als Kampf-Hubschrauber? oder das sprechende Bild des 1. Tieres als Satellitenfernsehen?) Der Begriff "Jahr" dagegen war nichts, was der Umschreibung bedurft hätte.

      Mir sind daher die 1260 Tage IS-Staat immer noch wichtiger als ein möglicher Ausschnit von 1260 Jahren aus der gesamten Dauer des bisherigen Papsttums. Da ich aber die Auslegung Papst = 1260 Jahre kenne und sie ja nicht unbegründet ist, würde ich beide Meinungen nebeneinander stehen lassen. Ob 1260 Tage oder Jahre- es scheint auf jedenfall allmählich "eng" zu werden, und zu dieserr Annahme haben wir dank des Fortschrittes "weiß Gott" bestimmt mehr Anlass als frühere Ausleger.
      LG Hajo
    • 1260 Tage oder Jahre?

      Nachtrag
      (immer unterstellt, auch Daniels 1290 / 1335 Tage gehörten zum selben Thema und die kleine Abweichung sei zu vernachlässigen):

      Obwohl eigentlich nur das Papsttum die Details von Off 13 erfüllt (Antichrist als Tier aus dem Meer in Rom), müssen die 1260 Jahre päpstlicherMachtfülle von

      538 (Justinian erobert Rom, was Papst Vigilius zwar Schwächung seiner kirchenpolitischen Macht, dafür aber Stärkung seiner weltlichen Macht beschert)
      bis 1798 (die Franzosen setzen den Papst ab und nehmen in später gefangen)

      nicht zwangsläufig gemeint sein. Das Argument hat aber Gewicht. Warum ich dennoch die 1260 TAGE als gleichfalls denkbare Alternative sehe:

      Lt. Off 11 dauert der Auftritt der beiden "Zeugen" 1260 Tage. Es ist m.E. auch bei noch so viel Phantasie ausgeschlossen, sie als prophet. 1260 Jahre auszulegen, das wäre absurd.
      Warum aber sollte Off 11 von 1260 TAGEN, Off 13 dagegen von 1260 JAHREN sprechen? (ausgeschlossen ist es natürlich nicht.)

      Und ein Letztes: Die Prophetie besagt, dass man nur noch (ver)kaufen kann, wenn man das Zeichen des Tieres (also des Antichristen) an der rechten Hand oder auf der stirn trägt.. Es mag durchaus sein, dass der schleichend einsetzende bargeldlose Zahlungsverkehr so was vorberiet, aber wie auch immer: GESCHEHEN isr das bisher m.W. noch nicht: ein weiteres Argument GEGEN die 1260 Jahre von 538 bis 1798.

      (Aber auch OHNe genau diese 1260 Jahre kann mit dem Tier/Antichrist nur das Papsttum in Rom gemeint sein)

      LG Hajo

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hnitschke ()