Zeit der Großen Trübsal - was verstehen wir darunter?

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    • Seeadler schrieb:

      hallo Manfred, aus eben diesem Gedanken heraus habe ich anfangs noch einen für mich doch bezeichnenden Vers hier reinkopiert: Denn diesen kannst du wunderbar auf die Zeit der "sechs Posaunen" zunächst, und dann auf die zeit der siebten Posaune mit den "sieben Zornschalen" übertragen . Denn der Unterschied zwischen der ersten sechs Posaunen und dann der siebten Posaune mit den sieben Zornschalen wird durch die Zeitspanne wiedergegeben, die du angesprochen hast. Und bei der Definition in diesem Vers: Es wird dich kein Übel anrühren kann es sich ja nur um die Zeit des versiegelten Volkes handeln. Das andere bezieht sich auf die Zeit davor. Wobei man hier korrekter Weise korrigieren müßte, dass die Bibel mit "großer Trübsal" ganz sicher keine lange Zeit meint, sondern eine sogar sehr kurze zeit mit schweren Folgen. Große Trübsal im Sinne von enorm, überwältigend, zu groß, um es ohne Schutz auszuhalten (wie es Yokurt geschrieben hat).

      Gemäß meinem gedankenkomplex handelt es sich ja bei der Beschreibung von und um Hiob nicht nur um eine einzelne Gestalt, sondern um die gläubige menschheit schlechthin, von Anfang bis Ende. Wir alle sind somit "Hiob". Und darum beschreibt auch die Geschichte um und mit Hiob die Geschichte des Kampfes der gläubigen Menschheit. Jedegliche alttestamentarische Geschichte ist aus meiner Sicht zugleich ein Synonym für die Entwicklungsgeschichte des phyisischen und geistigen Israels.
      Interessanter Gedanke. Ich kann das nicht so in Worte fassen, aber ich habe öfter das Gefühl, das sich Ereignisse grundsätzlich in größerem Kontext wiederholen, spiegeln,aufgehen.....im kleinen eigenen Leben in Phasen erlebt wird.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      nteressanter Gedanke. Ich kann das nicht so in Worte fassen, aber ich habe öfter das Gefühl, das sich Ereignisse grundsätzlich in größerem Kontext wiederholen, spiegeln,aufgehen.....im kleinen eigenen Leben in Phasen erlebt wird.
      Ich merke auch bei mir je Älter ich werde und auch viel Zeit mich mit dem wort Gottes zu beschäftigen, dass vieles einem sehr nahe ist, als wenn man es selbst wäre, von dem die Bibel spricht.

      Eigentlich hat Gott bei mir schon von Kindesbeinen an die Regie geführt. Auch meine Sehnsuch nach Liebe war schon als Kind deutlich zu spüren...

      Habe ich mich schon mit 8 in meine Lehrerin verliebt... :D
    • Die prophetische Bedeutung des 22.10.1844

      benSalomo schrieb:Zu Deiner Überlegung über den Beginn des Vor- oder Untersuchungsgerichtes:
      Die Bezeichnung ist ja rein menschlich-adventistisch. In der Bibel heißt es, wie ich in den Zitaten im Thread "Untersuchungsgericht" feststellte, einfach "Gericht", Es ist aber in der Bibel 100%ig belegt.

      Nach meinem Verständnis und auch nach der Lehre unserer Gemeinde dient es in erster Linie der Rechtfertigung Gottes vor dem gesamten Weltall.


      Ein Nebenprodukt ist die Feststellung, wessen Name im Lebensbuch bleibt und wessen Name getilgt wird. Diese Gericht wird f ü r die Gläubigen gehalten, nicht g e g e n sie, wie das bei menschlichen Gerichten oft geschieht.

      Zum Termin fällt mir folgerndes ein:
      In der Parallelität zwischen Schatten und Wesen bestand die Notwendigkeit einer ganz großen und genauen Herzensprüfung für den Einzelnen am Jom Kippur. Hier sehe ich eine gewisse Parallele zum Vor-Gericht.
      Der große Versöhnungstag lief nicht über einen längeren Zeitraum, sondern dauerte nur einen einzigen Tag. So kann ich mich mit dem Gedanken, dass er schon 2000 Jahre dauern soll und bei der Himmelfahrt Jesu begann (die ja noch "schattenmäßig" zum täglichen Opferdienst gehörte), nicht so recht anfreunden. Es war ein Tag am Ende des Kirchenjahres, Die Parallelität zwischen Schatten und Wesen erfordert einfach, dass es sich um eine Periode am Ende der Welt handeln muss.

      Diese letzte Periode der Welt begann nach meiner Vorstellung im Jahr 1844 . Darin stimme ich mit Dir überein.
      Da vor Gott so wie so alles offenbar ist, bringt das Vor-Gericht für seine Person natürlich keine neuen Erkenntnisse. Diese Gedanke wäre viel zu kurz gesprungen. Aber es geht um die Ehre Gottes und das Vertrauen, das ihm alle erschaffenen Wesen entgegen bringen. Und dieses wird im Vor-Gericht vor aller Welt offenbar. Es wird sich für jeden, selbst den Teufeln, als völlig klar heraus stellen, dass Gott die Liebe und Gerechtigkeit in Person ist, und Satan der große Lügner und Betrüger.
      In diesem Sinne sehe ich keine Notwendigkeit für eine Verschiebung des Beginns des Vor-Gerichtes.

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      Zu bedenken ist ja, wie auch Ellen White schreibt, dass der Heilige Geist hier auf der Erde eine große Bremse für das Wirken Satans ist.
      Andernfalls hätte er nämlich diese Erde schon zu Grunde gerichtet, schreibt sie.


      Jedenfalls entfällt während dieser letzten Verfolgungszeit der Trost und der Beistand des Heiligen Geistes. Da steht jeder Gläubige für kurze Zeit ganz allein auf sich gestellt da. Es gab mal vor einiger Zeit eine Novelle über diese Zeit, die in der Gemeinde kursierte. Ich fand sie sehr beeindruckend.

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      Noch eine ganz andere Frage ist es, wie man die 7 letzten Plagen versteht. Vieles ist ja in der Offenbarung symbolisch gemeint. Bisher habe ich die Plagen aber eher wörtlich verstanden,. Auch in Richtung Veränderung der Natur. Dass die Sonne 7 x heißer scheinen soll, ist im Zeitalter des Klimawandels schon vorstellbar.
      [/quote]

      NCH: Ja, weil der Versöhnungstag (= Jom Kippur) nur an einem Tag stattfand, so sehe ich die Bedeutung des 22. 10.1844 ebenfalls als einmalig prophetisch an, indem nämlich Jesus Christus am 22.10.1844 wohl zum ersten Mal nach seiner Himmelfahrt das Allerheiligste betreten hat; hier hat er dann die Sünden der Welt für die ER am 3.4.33 sein kostbares Blut vergossen hatte im Sinne des Alttestamentlichen Versöhnungstages ein für alle Mal endgültig ausgetilgt! Insofern wäre die Prophezeiung von Daniel 8,14 auf 1844 richtig. An diesem Tag - am 22.10.1844 - wurde das "himmlische Heiligtum" insofern symbolisch gereinigt, weil Jesus alle Sünden endgültig ausgetilgt hat!


      Ob es aber seit 1844 auch noch ein dauerndes Gericht ("Untersuchungsgericht") geben wird, ist trotz der Stelle in. Dan.7, 10 nicht zwangsläufig richtig, da das Gericht für jeden Menschen unmittelbar nach dessen Tod stattfinden wird (Hebr.9,27). Wenn Jesus aber 1844 alle Sünden ausgetilgt hat, so sind wir ja bereits in jedem Fall gerettet! Ich lasse es offen, ob es seit 1844 auch ein

      Vor-Untersuchungsgericht im Himmel gibt; wenn dann allenfalls für die Ungläubigen. Denn es gibt in der Bibel mindestens drei Gerichte, die exakt beschrieben werden:

      1. Gericht nach dem Sterben! (---> siehe oben! ---> Die Christen kommen vor den Richterstuhl Christi! ---> siehe 2.Kor.5,10!)
      2. Gericht bei/nach der Wiederkunft Jesu! (---> siehe Matthäus 25!)
      3. Jüngstes Gericht/ Weltgericht nach den 1.000 Jahren! (---> siehe Offb.20,11-13!)
      Adventisten sprechen wegen Offb..20,4 noch von einem anderen 4. Gericht während der 1.000 Jahre! Das "Vor-Untersuchungsgericht" seit 1844 wäre dann sogar das 5. Gericht! Bischen viel Gericht, finde ich!


      Wir Christen dürfen uns aber doch auch an die Aussage Jesu halten: »Wer glaubt, kommt nicht in das Gericht!« (Johannes 5,24 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile)


      Ob mit 1844 die Endzeit begonnen hat? Andere Christen sind der Meinung, dass es 1882 (= Beginn der Masseneinwanderung der Juden nach Israel) oder 1948 (Staatsgründung Israels) war.

      Der Heilige Geist - verkörpert in seiner Gemeinde - hält in der Tat das Auftreten des letzten Antichrist noch zuruck! Erst wenn dieser durch die Entrückung der Gemeinde hinweggenommen sein wird, kann dieser die Weltbühne betreten! Und dann beginnt die letzte, 70. Jahrwoche (= 7 Jahre).



      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Satan wird zur Fußmatte Gottes

      armin-krakolinig schrieb:

      Es ist schon klar, dass man einerseits die gesamte Zeit nach dem Sündenfall als für uns Menschen eine Trübsalszeit verstehen könnte, denn in jeder Generation auch schon vor der Sintflut und erst recht unmittelbar vor der Sintflut gab es große Trübsalszeiten. Doch wenn in Daniel 12,1 von einer Trübsalszeit die Rede ist, wie sie noch nie war und Jesus dann auch in Mt. 24, 21-22 (die Stelle hast Du übersehen?) diese Zeit noch mit dem Zusatz ergänzt, dass eine solche Zeit auch nie wieder mehr sein wird, dann kann das wohl nur die Zeit der 7 Plagen gemeint sein , wie sie in der Offenbarung beschrieben sind. Und vor diesen Plagen findet die endzeitliche Versiegelung der 144.000 statt, die wohl nur aus Menschen bestehen kann, die in dieser Zeit durch ihre besondere Versiegelung vor Gott ohne Fürsprecher, aber nicht ohne Hilfe Gottes und auch nicht ohne den Beistand des Hl. Geistes bestehen werden.

      Nach dieser Trübsal werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren Mt. 24, 29 und Off. 6, 12.13 und dann kommt Jesus wieder.


      NCH: Dem oberen fettmarkiertem Satz stimme ich zu! So sehe ich das auch! Die "endzeitliche Versiegelung" sehe ich in der sogenannten Entrückung, die vor der Zeit dieser Großen Trübsalszeit stattfinden wird, entweder vor Beginn der letzten 70. Jahrwoche aus Dan.9,27, die deshalb von den 69 Jahrwochen abgetrennt gehört; zwischen der 69. und der 70. Jahrwoche wurde von Gott das Zeitalter der Gemeinde Jesu - hoffentlich auf 2.000 Jahre begrenzt (33 - 2033) - eingeschoben; vor Gott sind diese 2.000 Jahre, nur wie 2 Tage! ---> Somit wäre die Aussage des Herrn : „Siehe, ich komme bald!” damit auch logisch erklärbar. Oder aber die Entrückung findet in der Mitte dieser letzten 7 Jahre statt, nach den ersten 3½ Jahren.

      Nach dieser beispielslosen allerschlimmsten Verfolgungszeit durch den Weltdiktator, den Antichrist, unter dem im besonderen die Juden zu leiden haben werden - die aber in Gottes Güte auf 3½ Jahre beschränkt wird - wird Jesus Christus - wohl vermutlich mit seiner Gemeinde - vom Himmel herab kommen, Israel aus der Schlacht von Harmagedon - bei der laut Sach. 12,3 + 14,2 die ganze - vom Antichristen aufgestachelte - Welt gegen Israel marschieren wird [schon deswegen muss die Gemeinde Jesu vorher entrückt worden sein, da echte Christen niemals gegen Gottes aus - und ersterwähltes Volk marschieren würden!] erretten, den Antichristen beseitigen und die Bösen und Ungerechten umbringen. Und er wird den Teufel von einem Engel mit Ketten für 1.000 Jahre fesseln lassen. Die Bösen bleiben für 1.000 Jahre tot, ehe sie zur 2. Auferstehung nach den 1.000 Jahren wieder lebendig werden; dann wird der Satan nochmals ein letztes Mal auf die Menschheit losgelassen werden und es kommt dann hoffentlich dann sehr bald zur endgültigen Niederlage von Satan, der dann zur Fussmatte Gottes wird und sich nie mehr wird erheben können, so wie er es vor der Schöpfung der Welt im Himmel als Erzengel Luzifer getan hatte, denn »es wird das Unglück nicht zweimal kommen« [Nahum 1,9c)!] Nahum 1,9 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile



    • Norbert Chmelar schrieb:

      Nach meinem Verständnis und auch nach der Lehre unserer Gemeinde dient es in erster Linie der Rechtfertigung Gottes vor dem gesamten Weltall.


      Ein Nebenprodukt ist die Feststellung, wessen Name im Lebensbuch bleibt und wessen Name getilgt wird.

      Zum 1. Daß sich Gott vor seiner eigenen Schöpfung rechtferigen müsse, ist eine der abstrusendsten Bibelauslegungen, die ich je hörte.
      Zu 2: Das würde heißen, Gott hätte sich geirrt!? ?(
      Gott irrt sich nie, und man kann ihn auch nicht entäuschen! Daß er entäuscht wäre, würde voraussetzen, daß er sich in jemandem getäuscht hätte.

      Ich weiß, du hast geschrieben "nach meinem Verständnis". Das ist ok. Ich schreibe auch oft meine Gedanken.
      Das sind dann aber auch in aller Regel meine ganz eigenen Gedanken, und nicht Gedanken, die ich von jemand anderem gelesen habe.

      Norbert: Es gibt kein Untersuchungsgericht! Man kann das auch nirgends herauslesen. Höchstens reinlesen.........und das ist nicht dasselbe! Denn das kann man alles.
    • Die Bedeutung des Versöhnungstages

      Seeadler schrieb:

      Fortsetzung:

      Zum Termin fällt mir folgerndes ein:

      In der Parallelität zwischen Schatten und Wesen bestand die Notwendigkeit einer ganz großen und genauen Herzensprüfung für den Einzelnen am Jom Kippur. Hier sehe ich eine gewisse Parallele zum Vor-Gericht.

      Der große Versöhnungstag lief nicht über einen längeren Zeitraum, sondern dauerte nur einen einzigen Tag. So kann ich mich mit dem Gedanken, dass er schon 2000 Jahre dauern

      soll und bei der Himmelfahrt Jesu begann (die ja noch "schattenmäßig" zum täglichen Opferdienst gehörte), nicht so recht anfreunden. Es war ein Tag am Ende des Kirchenjahres, Die Parallelität zwischen Schatten und Wesen erfordert einfach, dass es sich um eine Periode am Ende der Welt handeln muss.
      Im Grunde ist es ja auch mein Gedanke, dass sich der "Große Versöhnungstag" real, also nicht geistig /geistlich erst sehr viel später nach Jesu Tod ereignet hat, und man demzufolge auch die biblischen Feststage irgendwie im großen Zeitrahmen unterordnen kann, so, wie mit Jesus Christus sich unmittelbar das Passahfest erfüllte, dann mit dem Ausgießen des Heiligen Geistes (Feuerzungen) wenig später auch zugleich das Fest der "Erstlingsfrüchte / Pfingsten (als Erstlingsfrüchte konnten all jene angesehen werden, die damals die Feuerzunge erhielten).. und so stand dann noch nach dieser kalendarischen Einteilung der feiertage zunächst noch der Neujahrstag aus und dann der Versöhnungstag, wie auch später das Laubhüttenfest, welches aber erst gefeiert werden kann, wenn es die "Neue Erde" gibt, also der Einzug "ins Gelobte Land".Als "Mathematiker und Astronom" neige ich dazu, dies dann auch gleich im Maßstab zeitlich übertragen zu wollen. Darum fällt mir bei dieser Überlegung auf, dass wir zwar den Versöhnungstag anpeilen und unterzubringen versuchen, nicht aber den vorausgehenden Tag des "Neuen Jahres", womit ja dann die zeit des Posaunenblasens beginnt. Es sei denn, wie machen es hier wie mit dem Pfingstfest und setzen den Neujahrstag ebenfalls in die zeit unmittelbar nach Christus an.
      ich denke schon, dass es wichtig ist, zunächst einmal diesen Neujahrstag also den "Neuen Abschnitt" einer entsprechend "Neuen Epoche" auch klar zu erkennen und zu benennen. In diesem Fall bietet sich mir hier Daniel 9, 27 an mit den 490 Jahren, dass dessen Ende dann auch zugleich der Beginn einer "Neuen Epoche" oder eines "Neuen Zeitabschnittes" ist. So gesehen wäre dann das "Alte jahr" im Jahre 34 bereits abgelaufen, und seither hätten wir die zeit des Posaunenblasens was ja mit der Verbreitung auch des Evangeliums zu tun hat, respektive der Mission und der Kundgabe des Wortes Gottes grundsätzlich. All dies ist ja bis dahin gar nicht geschehen, es begann ja erst konkret mit dem Missionsbefehl zuvor an Petrus dann an Paulus.

      Du merkst, es ist ein wenig schwierig, solche Gedanken auch umzusetzen. Jedenfalls bin ich persönlich schon eine Zeit lang auf der Suche nach diesem "Neuen Jahr", weil ich davon überzeugt bin, dass wir auch dieses Ereignis in irgend einer Weise merken müssten. Anfangs dachte ich ja, dass dieses Neue Jahre das Ende der 1260 bzw 1290 Jahre darstellte, und das Ende der daruffolgenden Restzeit von 1335 - 1290 also 45 Jahren dann wiederum die Zeit des Posaunenblasens sei, der "Mitternachtsruf" und somit 1843/44 auch den Versöhnungstag darstellte. Dies ist auch die "gute alte adventistische Schulung", die ich da intus hatte


      Ich meine, deine Argumentation mit dem Vorschatten und der Erfüllung nach dem Bilde des Kreuzes macht ja schon irgendwie Sinn, muss aber nicht so interpretiert werden, dass der Versöhnungstag dann auch real wesentlich später als der Tod Christi erfolgen sollte, wenn ich mir die diesbezüglichen Bibelstellen mit Gottes Versöhnung mit dem Menschen durch den Tod Christi ansehe hier noch einmal entsprechende Bibelstellen:
      Röm 5,11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
      Röm 11,15 Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten!
      2Kor 5,18 Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.
      2Kor 5,19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.
      1Joh 2,2 Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.
      1Joh 4,10 Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
      wenn man sich diesen Verseblock ansieht, so habe ich schon den Eindruck, dass der Tod Christi zugleich auch einen Versöhnungstag darstellt. Denn damit erfüllt sich ja schon mal die eine Hälfte der Prozession des Versöhnungstages durch die Opferung des Einen Bockes, der auf Jesus Christus hinweisen sollte : wir erinnern uns der zwei Böcke durch das Los : 3.Mose 16,5 Und er soll von der Gemeinde der Israeliten zwei Ziegenböcke entgegennehmen zum Sündopfer... II ... 8 und soll das Los werfen über die zwei Böcke: ein Los dem HERRN und das andere dem Asasel, ...III ... 9 und soll den Bock, auf welchen das Los für den HERRN fällt, opfern zum Sündopfer.

      Also hat sich mit dem Tod Christi bereits der eine Teil des Versöhnungstages erfüllt. Was noch aussteht ist die Übertragung der Schuld auf den Bock von Asasel, dem anderen Bock, auf dem das andere Los fiel. Und dieses geschieht bei und mit der Wiederkunft Christi, wenn Christus auf Satan (Asasel) die Sünden überträgt und ihn für 1000 jahre in die Wüste schickt.

      Darum hat auch meiner Meinung nach (mittlerweile) der Versöhnungstag bereits mit Christus begonnen und wird vollendet sein, wenn Christus seine Sündenlast auf Satan überträgt zu Beginn der 1000 Jahre.

      Interessante Gedanken! Nun, für mich als Evangelischen, hat der Karfreitag als der echte Versöhnungstag grundlegende Bedeutung, was ja auch die angegebenen Bibelverse nahelegen!


      Man könnte folgende Gegenüberstellung machen:

      Passahfest .......... = Jesu Tod und Auferstehung
      Pfingsten ............. = Ausgießung von Jesu Heiligem Geist
      Neujahrstag ......... = Die Neue Erde - eingeleitet durch Jesu Wiederkunft
      Versöhnungstag .. = Die Versöhnung aller Menschen = Allversohnung (=Apokatastasis)***
      Laubhüttenfest .... = Blätter des Lebensbaumes dienen zur Heilung (=ewiges, immer wieder erneuertes Leben)



      *** Der Karfreitag als echter Versöhnunstag ist schon das Zeichen der Allversöhnung! Jesu Tod auf Golgatha - was wir dieses Jahr am 19. April bedenken - hat unsere des Christen Sünden mit seinem Blut gereinigt, aber nicht nur die der Gläubigen, sondern auch die der ganzen Welt! ( ----> siehe 1.Joh.2,2 ----> 1.Johannes 2,2 - Lutherbibel 2017 :: BibleServer Mobile)
    • "Allversöhnung", ein widerchristlicher Gedanke!
      Zwar ist Jesus stellvertretend für alle Menschen gestorben/auferstanden, aber NICHT ALLE (der schmale Weg) nehmen die Rechtfertigung aus Gnaden an.
      Und genau deshalb gibt es ein Endgericht.

      Dessen erster Abschnitt hat schon 1844 begonnen (Daniel 8-12/Offb. 10-14). Dabei geht es ums "Lebensbuch des Lammes". Während dem Abschnitt des Tausendjährigen Gerichts werden die Ungläubigen gerichtet "nach ihren Werken" (Offb. 20)

      Bei Jesu erstem Kommen wurde KEIN ENTSÜHNUNGSTAG erfüllt, sondern das Passah/Erstlingstag. Entsühnung/Reinigung wird erst geschehen, wenn er in Herrlichkeit erscheint.
    • Yppsi schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Nach meinem Verständnis und auch nach der Lehre unserer Gemeinde dient es in erster Linie der Rechtfertigung Gottes vor dem gesamten Weltall.


      Ein Nebenprodukt ist die Feststellung, wessen Name im Lebensbuch bleibt und wessen Name getilgt wird.
      Zum 1. Daß sich Gott vor seiner eigenen Schöpfung rechtferigen müsse, ist eine der abstrusendsten Bibelauslegungen, die ich je hörte.
      Zu 2: Das würde heißen, Gott hätte sich geirrt!? ?(
      Gott irrt sich nie, und man kann ihn auch nicht entäuschen! Daß er entäuscht wäre, würde voraussetzen, daß er sich in jemandem getäuscht hätte.

      Ich weiß, du hast geschrieben "nach meinem Verständnis". Das ist ok. Ich schreibe auch oft meine Gedanken.
      Das sind dann aber auch in aller Regel meine ganz eigenen Gedanken, und nicht Gedanken, die ich von jemand anderem gelesen habe.

      Norbert: Es gibt kein Untersuchungsgericht! Man kann das auch nirgends herauslesen. Höchstens reinlesen.........und das ist nicht dasselbe! Denn das kann man alles.
      Lieber Yppsi!
      Du hast mich falsch zitiert! Das was Du mir in den Mund gelegt hast, schrieb benSalomo! Ich habe seinen Beitrag nur kommentiert, und deshalb auch mein Kürzel NCH gebracht und alles in blauer Schrift markiert , um hier für Klarheit zu sorgen! ---> schau nochmals genau auf die Nummer 23!

      Ob es seit 1844 ein Untersuchungsgericht gibt, lasse ich mal offen und empfehle Dir als Lektüre das Buch “1844 - leicht gemacht" , damit Du dir selbst ein Bild machen kannst! Kostet nur 9,90€ . ---> siehe auch hier meine Buchbesprechung ----> Was liest Du gerade?

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Ich erinnere daran, dass 1844 die "Restoration of the Jews" (M. E. Noah) eingeleitet wurde.
      Der spätere "Zionismus" ist eine rein politisch motivierte Bewegung.
      "Die Völker sind zornig geworden" Offb. 11, Siebte Posaune.

      Die 70 "Jahrwochen" (Dan. 9) sind vollständig für Daniels Volk erfüllt (Apg. 13).
      Wir werden seitdem "eingepfropft" in den "Ölbaum". (Römerbrief 11).

      Auf diese Weise wird "ganz Israel", die Gläubigen, errettet werden.
    • Norbert Chmelar schrieb:




      Ob es seit 1844 ein Untersuchungsgericht gibt, lasse ich mal offen und empfehle Dir als Lektüre das Buch “1844 - leicht gemacht" , damit Du dir selbst ein Bild machen kannst! Kostet nur 9,90€ . ---> siehe auch hier meine Buchbesprechung ----> Was liest Du gerade?

      Nein, das werde ich nicht tun.
      Ich weiß, daß das Untersuchungsgericht in die Bibel reingelesen wird.

      Norbert, nirgends in der Schrift steht etwas davon, daß Gott einen Namen aus dem Lebensbuch wieder löscht!
      Nicht mal eine diesbezügliche Warnung findest du irgendwo in der Schrift!
      Warum? Weil Gott sich nie irrt! Und das hätte er sich, müßte er einen Namen wieder löschen!
      Ab wann ein Name drin steht, weiß ich nicht. Auch nicht ob meiner oder deiner drin steht
      Aber wenn er einmal drin steht, dann bleibt er auch drin! Da bin ich mir 100% sicher. Das kann nicht anders sein! Sonst hätte Gott sich geirrt, und das tut er sich nicht!
    • Yppsi schrieb:

      nirgends in der Schrift steht etwas davon, daß Gott einen Namen aus dem Lebensbuch wieder löscht!
      das nicht, aber es stehen welche im Lebensbuch gar nicht erst drin. Das steht sehr wohl in der Bibel.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Seele1986 schrieb:

      Yppsi schrieb:

      nirgends in der Schrift steht etwas davon, daß Gott einen Namen aus dem Lebensbuch wieder löscht!
      das nicht, aber es stehen welche im Lebensbuch gar nicht erst drin. Das steht sehr wohl in der Bibel.

      Ja natürlich!
      Deshalb schrieb ich auch, wir wissen nicht wessen Name drin steht und ab wann Gott einen Namen rein schreibt
      Aber wenn Gott einen Namen rein geschrieben hat, dann bleibt er auch drin
      Etwas anderes kann ich mir einfach nicht vorstellen. Etwas anderes wäre es, die Schrift würde etwas Diesbezügliches sagen.
    • Yppsi schrieb:

      Deshalb schrieb ich auch, wir wissen nicht wessen Name drin steht und ab wann Gott einen Namen rein schreibt
      Aber wenn Gott einen Namen rein geschrieben hat, dann bleibt er auch drin
      Etwas anderes kann ich mir einfach nicht vorstellen. Etwas anderes wäre es, die Schrift würde etwas Diesbezügliches sagen.
      Die Schrift sagt dazu auch was :

      Psalm 139,16 Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben; während vieler Tage wurden sie gebildet, als nicht eines von ihnen war.

      Psalm 69,29 Laß sie ausgelöscht werden aus dem Buche des Lebens, und nicht eingeschrieben mit den Gerechten!

      Lukas 10,20 Doch darüber freuet euch nicht, daß euch die Geister untertan sind; freuet euch aber, daß eure Namen in den Himmeln angeschrieben sind.

      Offenbarung 3,5 Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buche des Lebens und werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

      Offenbarung 17,8 Das Tier, welches du sahest, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buche des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, daß es war und nicht ist und da sein wird.


      Daraus verstehe ich, der Mensch kommt sündlos ins Dasein und steht direkt im Buch des Lebens drin. Man kann sich die Einschreibung nicht erwerben. Wohl aber kann man dazu wirken, heraus getrichen zu werden. Jesu Jünger sollten sich nicht freuen, weil sie es geschafft hätten, dort eingeschrieben zu werden, sondern sie sollten wertschätzen, dass sie drin stehen und darauf achten, dass es so bleibt.

      Darüber hinaus, gibt es die Deutung, dass Jesus bei der Geschichte mit der Ehebrecherin (Johannes 8,1-12), als er was auf dem Boden schrieb, auf das Buch des Lebens anspielte.

      Jeremia 17,13 Hoffnung Israels, Jahwe! Alle, die dich verlassen, werden beschämt werden. Und die von mir weichen, werden in die Erde geschrieben werden; denn sie haben den Born lebendigen Wassers, Jahwe, verlassen.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Yppsi schrieb:

      Etwas anderes kann ich mir einfach nicht vorstellen.
      Sehe ich auch nicht, denn Jesus sagt: Niemand wird mir die meinen aus meiner Hand reißen.

      Azatoth schrieb:

      Daraus verstehe ich, der Mensch kommt sündlos ins Dasein und steht direkt im Buch des Lebens drin.
      Ja durchaus.
      Die Verheißung ist euch und euren Kindern gegeben, sagt Petrus.
      Der Mensch ist gerufen und soll antworten.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Ich weiß, dass ich im Buch des Lebens stehe!

      Yppsi schrieb:

      Norbert, nirgends in der Schrift steht etwas davon, daß Gott einen Namen aus dem Lebensbuch wieder löscht!
      Nicht mal eine diesbezügliche Warnung findest du irgendwo in der Schrift!
      Warum? Weil Gott sich nie irrt! Und das hätte er sich, müßte er einen Namen wieder löschen!
      Ab wann ein Name drin steht, weiß ich nicht. Auch nicht ob meiner oder deiner drin steht
      Aber wenn er einmal drin steht, dann bleibt er auch drin! Da bin ich mir 100% sicher. Das kann nicht anders sein! Sonst hätte Gott sich geirrt, und das tut er sich nicht!
      Ab wann ein Name drin steht, weiß ich nicht. Auch nicht ob meiner oder deiner drin steht
      Aber ich weiß es!
      Warum ? Weil ich Heilsgewissheit habe (***) und weil es mein Heiland gesagt hat! ---> „Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind!” (Lk 10,20)

      Und »ich weiß, dass mein Erlöser lebt!« (Hiob 19,25)

      Ja, wer im Buche des Lebens - nur Dank des für uns vergossenen Blutes Jesu Christi! - eingeschrieben ist, der/die wird für immer drinnen stehen bleiben! Halleluja!

      ***

      Bibelstelle

      Gute Nachricht Bibel Röm 8,38 Ich bin ganz sicher, dass nichts uns von seiner Liebe trennen kann: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen noch andere gottfeindliche Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,Röm 8,39 weder Himmel noch Hölle. Nichts in der ganzen Welt kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn