Die unsterbliche Seele

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    • tricky schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Daß Jesus voller Angst war, wegen seines bevorstehenden Todes, habe ich noch nie so gesehen. ?(


      Ich bin überzeugt, davor hatte er Angst!? Aber nicht vor dem Sterben!?
      Aus meiner Sicht war Jesu größte Angst davor, vom Vater getrennt sein zu müssen, weil er vom Vater zur Sünde gemacht wurde und dadurch keine Gemeinschaft mit seinem Vater mehr haben könnte. In seinem Tod wurde diese Trennung noch tiefer als am Kreuz.

      Ja gut, das ist das, in das wir uns nicht reinversetzen können.
      Zur Sünde gemacht oder die ganze Sündenlast der Menschheit aufgebürtet bekommen.
      Wer will sich das vorstellen?
    • HeimoW schrieb:

      Weiters, dass diese Idee ihre Überzeugungskraft verloren hat, und den Tod nicht ernst nimmt.
      Naja, aber man muss schauen, woran das liegt.

      Richtig, den Platon zitiert heute wohl keiner mehr, obwohl er sozusagen der Urvater der Philosophie ist ("Das steht alles bei Platon; der Rest ist eine Fußnote");
      das ist aber vor allem einem zunehmend materialistischen Weltbild geschuldet, das den Menschen lediglich Materie sein lässt und sein Geist ebenfalls Hervorbringung der Materie sei.

      Ich fand es interessant, dass Adventisten das Thema "Seele" oder auch Nahtoderlebnisse beispielsweise erläutern, indem sie die moderne Wissenschaft zitieren und bedienen.
      Die gleiche Wissenschaft, die ansonsten ach so atheistisch und antigöttlich ist.

      Die Frage ist letztlich: wenn ein Sokrates bei Platon seinen Jüngern sagt, da sei etwas Unzerstörbares in ihm, das der Tod nicht antasten könne; die Richter machen sich letztlich lächerlich mit ihrem Urteil, er werde in eine Welt gehen, wo seine wahren Richter warten; er werde all seine geliebten Freunde wiedersehen, usw.
      Die Frage ist letztlich: wo ist da eigentlich der Unterschied?

      Man kritisiert bei Platon ständig die Seelenlehre; nun, das war halt die Vorstellung bei den Hellenen damals.
      Was ist letztendlich der Unterschied?
      Der Mensch hat den Glauben und die Hoffnung, dass dies hier nicht das Ende ist.

      Der Materialismus - der gleichbedeutend mit dem neuen Atheismus ist - will das alles auf Haut und Knochen eindampfen, eine geistlose und seelenlose Lehre, und den zitiert man dann auch noch. Interessant.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • “Hintschke“ schrieb:

      aber ich vermute, es hilft Stofi nicht weiter. denn der könnte fragen, warum das überhaupt so in der Schrift (im AT) vorausgesagt wurde. Warum musste Jesus für uns sterben, wenn unsere Seele doch sowieso unsterblich ist?
      Oder anders gefragt….warum sollte uns Jesus ewiges Leben geben wollen, wenn es so oder so keinen (richtigen) Tod gibt? Man siehe Joh. 3, 16 oder….

      “ Johannes 10 - 28“ schrieb:

      und ich (Jesus) gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

      “Norbert Chmelar“ schrieb:

      Meiner Meinung nach kann es dann auch keinen "zweiten Tod" (Offb.20,6) mehr geben,
      Ich verstehe nicht ganz….in dem von Dir zitiertem Vers steht es doch geschrieben?

      HeimoW schrieb:

      kann der Tod als Folge der Sünde verstanden werden:
      Dem stimme ich zu.

      HeimoW schrieb:

      Nicht das Sterbenmüssen als solches, der biologische Tod, ist also eine Folge der Sünde;
      Dem nicht.
      Folge der Sünde war der verwehrte Zugang zum Lebensbaum (damit die Sünde sich nicht verewigen konnte). Das betraf auch den "biologischen Tod".
      Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)
    • Diese Gedanken sind in der Tat sehr ernst zu nehmen!

      HeimoW schrieb:



      Der christliche Glaube ist weit entfernt davon, den Tod zu bagatellisieren. Er nimmt ihn in seiner ganzen Härte und Fremdheit ernst; die christliche Gottesrede ist mit einer Verharmlosung des Todes schlechterdings unvereinbar. Im Zentrum des christlichen Glaubens steht die Überzeugung, dass in Jesus von Nazareth Gott selbst sich der Realität des Todes schonungslos ausgesetzt hat. Nach dem Neuen Testament ist Jesus angesichts seines bevorstehenden Todes voller Angst, und er schwitzt Blut (Lk 22,44). Hier wird die ganze menschliche Schwere des Todes sichtbar.

      Der Tod in theologischer Perspektive

      Schaut man in traditionelle theologische Handbücher, so stößt man vor allem auf drei Aussagen über den Tod. Er wird dort zum einen verstanden als Trennung von Leib und Seele, zum zweiten als das Ende des Pilgerstandes und zum dritten als Folge der Sünde. Wie sind diese drei Aussagen zu verstehen und zu beurteilen? Das Verständnis des Todes als Trennung von Leib und Seele stammt aus der griechischen Philosophie und wurde von dort ins Christentum übernommen. Dieses über lange Zeit in Kirche und Theologie gültige Todesverständnis wurde allerdings infolge der Krise des metaphysischen Denkens problematisch in dem Maße, wie eine metaphysisch-dualistische Aufteilung des Menschen in einen sterblichen Leib und eine unsterbliche Seele ihre Überzeugungskraft verlor. Das jedoch vermag den Blick neu dafür zu schärfen, dass mit diesem Verständnis auch eine Verharmlosung und Verdrängung, ja in gewisser Weise sogar eine Verleugnung des Todes einhergeht.

      Denn wenn ein Teil des Menschen, seine unsterbliche Seele, nach ihrer Trennung vom Leib weiter zu existieren vermag, kann sie selbst vom Tod nicht ganz und voll betroffen sein. Man wird deshalb bezweifeln müssen, ob dieses Verständnis den Tod als eine radikal negierende Macht ernst nimmt, durch die der Mensch als ganzer sich selbst vollständig genommen wird.[1]

      Schließlich wird der Tod als Folge der Sünde verstanden. Das geht auf Paulus
      zurück, der den Tod als „Sold der Sünde“ bezeichnet (Röm 6,23). Eine besondere Bedeutung hat das im Zusammenhang mit der Lehre von der Erbsünde bekommen. So verkündete das Konzil von Trient als verbindliche kirchliche Glaubensüberzeugung: Adam, der erste Mensch, hat sich durch die Übertretung des göttlichen Gebotes im Paradies den Tod zugezogen; dieser ist dann von Adam auf seine Nachkommenschaft, also das ganze Menschengeschlecht, übertragen worden. Damit war in der kirchlich-theologischen Tradition eindeutig der natürliche Tod gemeint. So lehrt bereits im Jahre 418 die in diesem Zusammenhang wichtige Synode von Karthago unter dem Einfluss des Augustinus, Adam sei nicht sterblich geschaffen worden; er hätte somit nicht sterben müssen, wenn er nicht gesündigt hätte. Noch das II. Vatikanum geht davon aus, dass der Mensch ohne den Sündenfall dem leiblichen Tod entzogen gewesen wäre.[3]
      Das bleibt jedoch mit einem naturwissenschaftlich informierten Weltbild unvereinbar. Diese Einsicht kann den Blick für den eigentlichen theologischen Zusammenhang zwischen Sünde und Tod neu schärfen. Denn die Sünde besteht darin, dass der Mensch sich von Gott abwendet und so die Gemeinschaft mit seinem Schöpfer zerstört. Dadurch verändert sich auch das Verhältnis des Menschen zu seinem Tod. Als Sünder, in der Abwendung von Gott, lebt der Mensch auf sich selbst bezogen; er vertraut ganz auf seine eigenen Kräfte und Möglichkeiten. Im Tod kommen nun aber gerade diese menschlichen Kräfte und Möglichkeiten an ihr Ende. So sieht sich der Mensch dann dem unweigerlich auf ihn zukommenden Tod hoffnungslos ausgeliefert. In diesem Sinne kann der Tod als Folge der Sünde verstanden werden: Durch seine Abwendung von Gott in seiner schöpferischen Macht verhilft der Mensch dem Tod zu einer uneingeschränkten, absoluten Macht über ihn selbst und liefert sich ihm damit ohne jede Hoffnungsperspektive aus. Nicht das Sterbenmüssen als solches, der biologische Tod, ist also eine Folge der Sünde; Folge der Sünde ist vielmehr ein verändertes Verhältnis zum Tod, infolgedessen der Mensch sich dem Tod als der letztgültig über ihn entscheidenden Macht ausliefert.


      kurzer Auszug aus "Tod wo ist dein Sieg" aus Geist und Leben 82 (2009), Heft 2 März/April 2009 von Markus Knapp (Hervorhebungen von mir)


      [1] So wird nach H.Urs von Balthasar mit diesem Verständnis „das Todesphänomen im entscheidenden Punkt verfehlt“ (vgl. Ders., Verbum Caro. Einsiedeln 31990, 283).
      [2] L. Ott, Grundriß der Dogmatik. Freiburg 101981, 564.
      [3] Vgl. ›Gaudium et spes‹, art. 18.
      Ganz abgesehen davon, ob nun die Geistseele oder die Seele oder der Geist - die Trennung von Seele und Geist lässt sich theologisch nicht eindeutig klären, m.E. - nun den Tod überlebt oder nicht, so stimme ich selbstverständlich dem ersten Absatz zu: Der Tod ist das schlimmste und grausamste, was einem Menschen passieren kann! Niemand wird den Tod bagatellisieren! Dieser ist und bleibt der schlimmste Feind des Menschen (---> siehe 1. Kor.15, 26). Und doch gibt uns gerade unser Herr und Heiland Jesus Christus, der diesen Tod in seiner schrecklichen leidvollsten Gegenwart durchlitten hat, Hoffnung über den Tod hinaus:
      a) durch seine Worte an den Schächer am Kreuz („Heute wirst Du mit mir im Paradiese sein!” - Luk.23,43) und
      b) durch seine eigene AUFERSTEHUNG, wodurch ER bzw. sein Vater im Himmel klar gemacht hat, dass der Tod nicht das letzte Wort haben wird und auch nicht haben darf!


      Die Aussage des Urs von Balthasar muss deshalb ernsthaft durchdacht werden!

      Und auch der unterstrichene Satz, dass „Das Verständnis des Todes als Trennung von Leib und Seele aus der griechischen Philosophie stammt und von dort ins Christentum übernommen wurde” stimmt natürlich! ---> Aber warum wurde dieser Satz denn vom Christentum übernommen? Doch nicht aus rein philosophisch-platonischen Überlegungen heraus, sonder wegen a) und wegen Jesu Worten aus Luk.16,19ff. und v.a. wegen Matthäus 10,28.


      Und klar ist der Tod kein rein biologisches Ereignis - das können nur Leute sagen, die einer entarteten Evolutionstheorie anhängen und welche Gott aus ihrem Denkhorizont ausgeschlossen haben - sondern "der Sünde Sold”, wie es Paulus gesagt hat.

      Aber dem blauen Satz kann nicht voll zugestimmt werden, weil er die Hoffnungsperspektive auf ein Leben nach dem Tode vollkommen auszuschließen scheint!
      Denn nicht umsonst sagt Paulus, dass er lieber mit dem neuen Auferstehungsleib überkleidet werden möchte (---> siehe 2Kor 5,2-4)! ===> Das ist auch unsere allernächste Hoffnung, dass wir so umgestaltet werden mögen noch zu unseren Lebzeiten! Darum rufen wir auch: MARANATHA! (Und wir wollen hoffen, dass wir diese Generation sein mögen, die dies alles noch erleben wird!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Aber warum wurde dieser Satz denn vom Christentum übernommen? Doch nicht aus rein philosophisch-platonischen Überlegungen heraus, sonder wegen a) und wegen Jesu Worten aus Luk.16,19ff. und v.a. wegen Matthäus 10,28.
      Auch. Diese Bibelstellen halten natürlich dann her.
      Es ging - so hat es der Humanist Pico della Mirandola erläutert - mit der platonischen Seelenlehre vor allem auch darum, die Einzigartigkeit des Menschen hervorzuheben.

      Das sehe ich auch, wenn Platon Sokrates reden lässt vom Tod.
      Er versichert seinen Freunden - die um ihn weinen - dass da doch etwas ist, was nicht vernichtet werden kann; dass da etwas ist, das ist nicht vergängliche Natur, sondern von Gott/ den Göttern, und das kehrt zurück zum Ursprung.
      Der Text von Platon ist sehr schön, ich mag ihn sehr.

      In der Bibel gibt es zwar auch die Einzigartigkeit jedes Menschen, aber Leben gibt es nur in Relation zu Gott. Der Mensch kann ohne Gott nicht leben oder sich durchhalten und das bildet uns die Natur eigentlich auch ab:
      wenn ein Mensch im Alter langsam auch geistig nachlässt oder gar derart verwirrt wird, dass man die Person, die man einmal kannte, nicht mehr vor sich hat, dann sieht man, dass dort nichts ist, was sich durchhält wie ein Stück Eisen, sondern das Wesen ist Kräften ausgeliefert. Nur Gott kann dies bewahren und wieder erwecken.
      Die Bibel ist realistischer als die teilweise selbstherrliche Philosophie der Griechen.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Und klar ist der Tod kein rein biologisches Ereignis -
      Es versucht halt alle Lehre, sich irgendwie mit dem Tod auszusöhnen.
      Ein Platon wäre heute immer noch besser, als dieser klägliche Versuch der Forschung, irgendwie eine Unsterblichkeit zu erschaffen und die Lebenszeit krampfhaft hochzuprügeln, was dann gar kein Leben mehr ist, sondern Leichenschlepperei.

      Als Empfehlung: Alexander Schmemann: Tod, wo ist dein Sieg?, Johannes-Verlag
      Er erklärt dort sehr eindrücklich, was der große Unterschied der christlichen Lehre zu den anderen ist.
      Keine Versöhnung mit dem Tode, sondern Überwindung des Todes durch den Sohn.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Atze schrieb u.a.:

      HeimoW schrieb:

      kann der Tod als Folge der Sünde verstanden werden:
      Dem stimme ich zu. Ich auch!

      HeimoW schrieb:

      Nicht das Sterbenmüssen als solches, der biologische Tod, ist also eine Folge der Sünde;
      Dem nicht. Folge der Sünde war der verwehrte Zugang zum Lebensbaum (damit die Sünde sich nicht verewigen konnte). Das betraf auch den "biologischen Tod".[/quote]
      Das sehe ich genauso wie Atze! Wer an Gott glaubt für den ist auch das biologische Sterben die Folge der Sünde, so sagt es uns klar Paulus in seinen Briefen!
      Wer aber an eine Evolutionstheorie glaubt, der muss den Tod als Voraussetzung aller Entwicklung ansehen! ---> Gerade darin zeigt sich m.E. der diabolische Charakter einer solchen Evolutionstheorie!
    • Yppsi schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Der Tod ist das schlimmste und grausamste, was einem Menschen passieren kann!
      Nee!
      Also nicht, daß ich jetzt sterben möchte, aber Angst habe ich keine davor.
      Ja, weil wir die christliche Hoffnungsperspektive haben, dass wir - wie auch immer und mit was auch immer - sofort nach dem Tode beim Herrn sein werden, wie es uns Paulus in Phil.1,23 gesagt hat!
    • Die christliche Hoffnungsperspektive ist keine "kindische", sofort nach dem Sterben,

      Sie ist eher eine "kindliche", wenn es ZEIT ist.

      Offb. 6:11.

      "Und ihnen (den gestorbenen Gläubigen) wurde gegeben einem jeden ein weißes Gewand, und ihnen wurde gesagt, dass sie RUHEN müssten noch eine geringe Zeit, bis vollzählig dazukämen ihre Mitknechte und Brüder..."

      Offb. 14:13.

      "Selig sind die Toten, die in dem HErrn sterben... sie sollen RUHEN von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen mit."

      Die "Belohnung" ist sicher, kann warten, unsere Glaubensentscheidung in diesem Leben kann NCHT "verschoben" werden.

      Matth. 24:42. "Darum wachet..."
    • Seele1986 schrieb:

      HeimoW schrieb:

      Weiters, dass diese Idee ihre Überzeugungskraft verloren hat, und den Tod nicht ernst nimmt.
      Naja, aber man muss schauen, woran das liegt.
      Richtig, den Platon zitiert heute wohl keiner mehr, obwohl er sozusagen der Urvater der Philosophie ist ("Das steht alles bei Platon; der Rest ist eine Fußnote");
      das ist aber vor allem einem zunehmend materialistischen Weltbild geschuldet, das den Menschen lediglich Materie sein lässt und sein Geist ebenfalls Hervorbringung der Materie sei.
      @seele, nach Platon hatte auch jeder Mensch einen "Daimon" - und dieser Daimon schafft etwa auch Musik - STA - Interpretation "Salvation&Service", Luise Schneeweiss einen bekehrten Rock - Musiker aus Californien zitierend.) bezieht dies wieder NUR auf die abgelehnten Stile, Platon meint aber ganz offensichtlich das Rechtshirnige, den akustischen Ausdruck von Emotion, Gefühll, Befindlichkeit - -
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Neu

      Das Problem ist die dialektische (Schwarz-Weiß-) Betrachtung.

      "Grau ist alle Theorie", gerade die materialistische Weltbetrachtung, weil man die Farben ausschließt.

      In meiner Kindheit musste ich mir oft den Spruch anhören: "Ich GLAUBE, dass ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe ergibt."

      Diese scheinbare Rechtfertigung materialistischen Denkens ist eben nur SCHEINBAR logisch.
    • Neu

      philoalexandrinus schrieb:

      Platon meint aber ganz offensichtlich das Rechtshirnige, den akustischen Ausdruck von Emotion, Gefühll, Befindlichkeit - -
      Nun, da ist ja ohnehin einiges eine "Übersetzungsfrage" bzw. die Frage, in welchen Bildern man spricht.
      Die hellenistische Mythologie und Philosophie ist schon manchmal selten genial.

      Den Daimon verstand ich bisher - wenn Sokrates vor dem Gericht von seinem Daimon redet - sozusagen als "Urbild" des Menschen; also nach Platons Ideenlehre das Ideal oder das Wahre und Gute des Menschen.
      Sokrates beruft sich auf ihn und von ihm (oder Platon?) wird der Satz stammen: "Man kann nicht gegen sein Gewissen handeln!"

      Das kann man zwar schon, aber gut gehts einem dann nicht.

      Was die Unsterblichkeit angeht, so ist das Denken der Hellenen sehr simpel:
      da unsere Seele, unser Geistiges, unser Wesen vom Göttlichen ist, wie soll dieses Göttliche sterben können?
      Die Seele ist wie ein Vögelchen, gefangen im Käfig, der sich Leib nennt, und mit dem Tode fliegt sie davon in die Lüfte.

      Das ist so ganz anders als in der biblischen Lehre, hat sich aber sehr etabliert, weil es sehr eingängig ist.
      Dieses Empfinden: In mir ist doch etwas anderes, verschieden von dem Leib, den ich trage, - das scheint irgendwie auch immer im Menschen zu sein; das Empfinden von Dualität.
      Und die Wahrnehmung der Permanenz seit Kindertagen: etwas, das da ist, kann nicht weg sein!
      Wir können uns nicht Nicht-existent denken, das geht nicht.
      Wir machen zwar die Erfahrung, dass wir "bewusst-los" sind (Schlaf, Ohnmacht, Unfälle, starker Flüssigkeitsmangel, Übermüdung),
      aber wir kehren immer wieder; wir erwachen wieder.
      Deshalb ist das für uns so schwer zu begreifen.
      "Ich habe Dir doch gesagt, Anando, dass all dies Liebgewonnene, zu Herzen Gegangene, verschieden werden, anders werden, aus werden muss." (Siddhartha Gautama)

      Allgemein aber muss man sagen - in unseren Breitengraden - steht es um Platon mehr als schlecht. Gemeinhin wird der Ganztod propagiert.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Unsterblichkeit der Seele lehrt schon das Alte Testament!

      Neu

      Seele1986 schrieb:

      Was die Unsterblichkeit angeht, so ist das Denken der Hellenen sehr simpel:

      1. da unsere Seele, unser Geistiges, unser Wesen vom Göttlichen ist, wie soll dieses Göttliche sterben können?
      2. Die Seele ist wie ein Vögelchen, gefangen im Käfig, der sich Leib nennt, und mit dem Tode fliegt sie davon in die Lüfte. Das ist so ganz anders als in der biblischen Lehre, hat sich aber sehr etabliert, weil es sehr eingängig ist.
      3. Allgemein aber muss man sagen - in unseren Breitengraden - steht es um Platon mehr als schlecht. Gemeinhin wird der Ganztod propagiert.

      Die Unsterblichkeit der Seele lehrt schon das Alte Testament in 1. Samuel 28! ---> Das ist eindeutig! Und auch Jesus lehrt im Neuen Testament die unsterbliche Seele, wenn er in Matthäus 10,28 feststellt: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können” ; Gleiches sagt Jesus in Lukas 16,19ff. und in Lukas 23,43 kann man nichts anderes daraus folgern! Diese drei Worte Jesu sind an Eindeutigkeit durch nichts zu widerlegen!
      1. Diesem Gedanken ist absolut zuzustimmen und biblisch belegt durch die oben angeführten Bibelstellen, was immer hierzu auch Seelenleugner, Zeugen Jehovas oder Siebenten-Tags-Adventisten und andere Irrlehrer dazu auch sagen mögen!
      2. Sterbeforscherin Kübler-Ross hat hier das schöne Bild vom Schmetterling und der Raupe gebracht! ---> Und genauso wird es bei unserem Sterben auch sein! ---> so wie die Raupe sterben muss so wird der menschliche Leib sterben! Und so wie aus dem toten Raupenleib der Schmetterling wird, so wird aus dem toten Leibe die Geistseele "herauskommen" und ähnlich dem vorerwähntem Vögelchen sich in die himmlischen Spähren erheben! Paulus schreibt: „Es gibt irdische Körper und himmlische Körper!” (1Kor 15,40) ---> genauso ist es mit dem sterblichen Leib und der unsterblichen Geist-Seele!
      3. Ganztod = Eine schlimme Irrlehre! Wer im heutigen 21. Jahrhundert die Realität der "Nach-Tod-Erfahrungen" und der wissenschaftlich untersuchten "Out-of-Body" - Erscheinungen nicht wahrhaben will und diese mit der christlichen Lehre, dass sich im Tode die Seele vom Leibe trennt (---> so zu Recht im Katechismus der Katholischen Kirche!) nicht in Übereinstimmung bringen kann, dem ist nicht zu helfen!
    • Neu

      Norbert Chmelar schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Was die Unsterblichkeit angeht, so ist das Denken der Hellenen sehr simpel:

      1. da unsere Seele, unser Geistiges, unser Wesen vom Göttlichen ist, wie soll dieses Göttliche sterben können?
      2. Die Seele ist wie ein Vögelchen, gefangen im Käfig, der sich Leib nennt, und mit dem Tode fliegt sie davon in die Lüfte. Das ist so ganz anders als in der biblischen Lehre, hat sich aber sehr etabliert, weil es sehr eingängig ist.
      3. Allgemein aber muss man sagen - in unseren Breitengraden - steht es um Platon mehr als schlecht. Gemeinhin wird der Ganztod propagiert.

      Die Unsterblichkeit der Seele lehrt schon das Alte Testament in 1. Samuel 28! ---> Das ist eindeutig! Und auch Jesus lehrt im Neuen Testament die unsterbliche Seele, wenn er in Matthäus 10,28 feststellt: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können”

      Nein, es steht dort nur, daß "Diejenigen" die Seele nicht töten können, aber nicht, daß sie nicht getötet (unsterblich ist) werden kann.
      Ich denke, man darf ruhig das glauben, was in der Schrift steht............und das auch so glauben, wie es drinsteht.
      Aber man sollte nicht mehr hinein interpretieren als da steht, auch wenn die Schlußfolgerungen naheliegend sind!
    • Neu

      Ja , Sokates / Platon hielten die Seele im Körper als "erkos" gefangen. Unsere kritische Frage war damanls : Warum hat er nichtgelich Selbstmorg begangen ? - Aberzu sehen, wie Paulus Platon s "Höhlengleichnis" in 1. Korinther 13 widers pricht ! - Da sind wir nicht verdammt, ewig gegen die Wand, wauf welcher nur Schatten der Wirklichkeit zu sehen sind, zu starren !


      Zum"Daimwn" _ ich sehe da überhaut keine n srtrinegnten Bezug zu den "Dämonen" der Bibel - des NT. Und die Schlussfolgerun, eines - natrlich bekehrter - Jazz / Pop/ Roch /Hevay Mtal - Musiker in Californien habe jetzte etwas von den Ursprüngen seiener ehemaligen Musik gefunden - Nach Platon sei Musik einEement des "Daimwn" - halte ich schlechtweg für Missbrauch eines so oder so zu interpretierenden Begriffs.

      Ich wünsche uns allen den Daimwn, im Alltag, in Glückwnshen , Laudationes, der Lyrik, in dem Feiern von Festen, im Lobpresit, und der Anbetung

      Ich bin in gerade bei meiner Steuererklärung - da brauche ich keine DAimwn,da gehtes iu nackte Zahlen. Aber eine Grabrede ohne Daimwn erspare ich meinen Nachkommen.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von philoalexandrinus ()

    • Neu

      freudenboten schrieb:

      Die Kirchenväter meinten, Platon hätte die mosaische Anthropologie vertreten, zu Unrecht.

      Sie ersetzten die mosaische Lehre vom Menschen/Sündenfall/Erlösung durch eine "griechische".
      Belege ! Zitate ! (was keie Rechtfertigung des Platonismus / Neuplatonismus sein soll, sonder präziser Beleg eine Ansculdigung !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
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      Yppsi schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Jesus lehrt im Neuen Testament die unsterbliche Seele, wenn er in Matthäus 10,28 feststellt: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können
      Nein, es steht dort nur, daß "Diejenigen" die Seele nicht töten können, aber nicht, daß sie nicht getötet (unsterblich ist) werden kann.
      Ich denke, man darf ruhig das glauben, was in der Schrift steht............und das auch so glauben, wie es drinsteht.
      Aber man sollte nicht mehr hinein interpretieren als da steht, auch wenn die Schlußfolgerungen naheliegend sind!
      Wenn man die Seele nicht töten kann - diese also "untötbar" ist, so kann nur die Schlussfolgerung bleiben, dass sie "unsterblich" ist! ----> Diesen Schluss zieht auch Gerhard Bergmann in seinem lesenswerten Buch: „Und es gibt doch ein Jenseits!” (ist wohl nur noch antiquarisch zu erhalten!)
    • Neu

      Norbert Chmelar schrieb:

      Wenn man die Seele nicht töten kann - diese also "untötbar" ist, so kann nur die Schlussfolgerung bleiben, dass sie "unsterblich" ist! ----> Diesen Schluss
      diesen Schluss kann man ziehen, wenn man nur den ersten Teil des Verses zitiert... Soll das eine ernste Auseinandersetzung mit dem Thema sein, oder werden wir hier veralbert?
      Liebe Grüße, Heimo
    • Neu

      Norbert Chmelar schrieb:

      Yppsi schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Jesus lehrt im Neuen Testament die unsterbliche Seele, wenn er in Matthäus 10,28 feststellt: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können
      Nein, es steht dort nur, daß "Diejenigen" die Seele nicht töten können, aber nicht, daß sie nicht getötet (unsterblich ist) werden kann.Ich denke, man darf ruhig das glauben, was in der Schrift steht............und das auch so glauben, wie es drinsteht.
      Aber man sollte nicht mehr hinein interpretieren als da steht, auch wenn die Schlußfolgerungen naheliegend sind!
      Wenn man die Seele nicht töten kann - diese also "untötbar" ist, so kann nur die Schlussfolgerung bleiben, dass sie "unsterblich" ist! ----> Diesen Schluss zieht auch Gerhard Bergmann in seinem lesenswerten Buch: „Und es gibt doch ein Jenseits!” (ist wohl nur noch antiquarisch zu erhalten!)
      Ich habe schon wiederholt diesen Text aus dem griechischen Grundtext zitiert (ohne kirchenväterliche "Umdeutung")

      "Fürchtet euch nicht vor den Tötenden, den Körper, die Seele vermögen sie nicht zu töten (weil es die Auferstehung am jüngsten Tag geben wird, Johannes 5:28.f./11:23.f.).
      Fürchtet euch aber vielmehr vor dem (Singular, gemeint ist Satan), der Leib und Seele vernichten kann in der Gehenna (Vernichtungsfeuer, Offb. 20:9./Maleachi 3:19./2. Petrus 3:10.ff.)

      Warum benutze Matthäus wohl NICHT den griech. Begriff Hades? Weil dieser für hebr. "Sheol"=Grab/Erde benutzt wurde.