Wer ist Michael?

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      Atze schrieb:

      Seele1986 schrieb:

      Sagt Paulus nicht, Mose habe das Gesetz von Engeln empfangen?
      Ich glaube erst einmal, dass die Schrift Wahrheit ist und sich nicht widerspricht. In diesem Sinne muss ich davon ausgehen, dass es der Wahrheit entspricht, dass Gott sein Gesetz mit seinem eigenen Finger in die Tafeln geschrieben hat und sie Mose (persönlich) übergeben hat wie in 2 Mo 31 beschrieben. Aber auch die Aussage von Paulus oder Stephanus muss natürlich stimmen…….wenn nicht können wir uns von der Schrift als Wahrheit verabschieden.Offensichtlich waren bei der Übergabe des Gesetzes Engel anwesend. Darauf deutet 5 Mo 33. Wie kann Galater 3 „Gott gab seine Gesetze Engeln, und diese gaben sie Mose, dem Mittler zwischen Gott und dem Volk.und 2 Mo 31 nun in Einklang gebracht werden? Nun, Mose hat nicht nur die Tafeln empfangen sondern auch die Rechtsbestimmungen. Ich gehe davon aus, dass Gott Mose die Tafeln (persönlich) übergab und die weiteren Erklärungen und Ausführungen dazu (die Mose auf Papyrus aufschrieb) von den Engeln bekam die Moses 40 Tage lehrten.
      Ja, auch ich gehe davon aus, dass die 10 Gebote vom FINGER GOTTES geschrieben worden sind! Nun vermute ich aber - da Gott niemand je gesehen hat (Ex. 33,20) - dass es der SOHN war, der Moses .. p e r s ö n l i c h .. die Gesetzes-Tafeln übergeben hat. Im Korintherbrief wird ja Christus »DER FELS« genannt, der mit Israel in der Wüste mitgereist war. (1.Kor.10,4).
      Dass Moses von den Engeln die weiteren 603 Gebote - Rechtsbestimmungen - erhalten hatte, wird wohl so gewesen sein, wie Du geschrieben hast. ---> Was theologisch gesehen daher mMn. deren „niedere” Bedeutung ausdrückt! Die 603 Gesetze galten m.E. nur speziell für die Nation/ das Volk Israel! Deshalb wurden sie ja auch nicht in die Bundeslade gelegt, sondern nur daneben (---> siehe auch 5. Mose 31,26).
      Derjenige der mit Moses „von Angesicht zu Angesicht” gesprochen hatte (Ex. 33,11 ), war daher auch der Sohn, nicht aber der Vater! ---> somit kann der vermeintliche Widerspruch zwischen Ex.33,11 und Ex.33,20 aufgelöst werden!

      Vermutlich war es auch der Sohn, der im Garten Eden mit Adam und Eva gesprochen hat!
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      Norbert Chmelar schrieb:

      somit kann der vermeintliche Widerspruch zwischen Ex.33,11 und Ex.33,20 aufgelöst werden!
      Nein, der vermeintliche Widerspruch ist sprachlicher Natur. Es gibt verschiedene Qualitäten des Sehens, die im Hebräischen und Griechischen betont und auseinander gehalten werden, die im Deutschen aber, geprägt vom profanen und materialistischen Vorverständnis, weitgehend untergehen.

      Was Mose sehen wollte, war die sogenannte "Herrlichkeit" Gottes. Das ist kein Ding, dass man in einem flüchtigen Augenblick mal eben so betrachten kann, so wenig wie man Biografie und daraus hervor gehenden Charakter eines Menschen mal eben in würdiger Weise in einem Wort oder Satz zusammen fassen darf. Das Wort "Herrlichkeit" (hebr. Kabud, gr. doxa) bedeutet so viel wie Schwere, Last, Gewicht, Wichtigkeit. Es steht für das Wesen, Zweck, Ziel und Absicht einer Sache schlechthin (vergl. 1. Korinther 15,40-41).

      Wenn Johannes schreibt, dass niemand Gott gesehen hat, drückt er das mit zwei verschiedenen Begriffen aus. Johannes 1,18 meint, dass niemand Gott je begriffen und verstanden hat. Erst durch den Sohn wurde uns seine Absicht kundgemacht. In 1. Johannes 4,12 dagegen ist von einem Schauen die Rede, als würde der Mensch sich Gott als Anschauungsobjekt verfügbar machen, als sei der Mensch Subjekt und Gott Objekt. Das kann niemals funktionieren. Deswegen ist Theologie auch ein Widerspruch in sich. Schon an diesem Wort wird das klar. theo- wie das "sehen" in 1. Johannes 4,12 : Gott ist nach diesem griechischen Begriff selbst der Schauende, der Betrachter von Außen. Die Menschen sind nach dieser Vorstellung nur die Darsteller in seinem "Theatron". Das ist zwar eine Vorstellung nach griechischer Art, aber sie scheint der hebräischen wenigstens nicht fundamental zu widersprechen, sonst hätte man sich dem Begriff Theos für das hebräische Elohim verweigert. Die Bedeutung ist nicht wörtlich deckungsgleich, meint aber vom Grunde her das einzig säuveräne Subjekt. Man darf hier den Theos eben nicht gleichsetzen mit den Gestalten der olympischen und anderen Göttern, die nicht selten auch als Dämonen bezeichnet werden, was darauf hinweist, dass sie ihre Macht nur in Köpfen und Gedanken derer entfalten, die an sie glauben.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.