Noah und die Bedeutung der 120 Jahre

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    • Ja, aber keine unfehlbare Lehrprophetin, wenn man ihr selbst, in dem, was sie über sich selbst sagt, nicht widersprechen möchte.

      Auch ein inspirierter Petrus, musste sich z. B. laut Gal.2, 11-14 von einem inspirierten Paulus korrigieren lassen! Da gäbe es auch noch andere Beispiele in der Bibel. Fragt mal die Theologen in Friedensau zu dem Thema, die alle noch die Anerkennung der GK haben!

      Auch von Ellen White wissen wir, dass sie es nicht als gegen das biblische Inspirationsverständnis gerichtet verstand, sich damals selbst über biblische Wahrheiten auch mit sogar fehlerhaften Brüdern zu besprechen und sich beraten und auch korrigieren zu lassen. Das Beispiel ihrer Veränderung der Trinitätslehre, und das sogar erst nach über 50 Jahren der Inspiration in ihrem 70igsten Lebensjahr beweist das mehr als deutlich.

      Welche Vorstellung haben wir also von Inspiration? Wäre wohl noch wert, noch etwas weiter darüber nachzudenken!

      Armin
    • Inspiration, ist weiterführend, es bewegt und belebt den Geist, bringt Klarheit, führt zu tiefern Verständnis, führt zum Ausgangspunkt.
      Inspiration belebt den den Geist, der Hl. Geist wird lebendig, der Glaube wird aktiv, belebt. Man kann auch sagen eine kleine Offenbarung im Menschen, aus der Bibel ein weiter führendes Verständnis um mehr und tiefer zu sehen.
      Das ist meine Erfahrung mit Inspiration und mein Verständnis. Aber ich glaube auch das auch das gegenüber offen dafür sein muß, den wenn ich mich dem verschließe kann keine stattfinden.
      Und was auch wichtig ist der Glaube an Gott und für ihn offen sein, dann kann uns Gott mit seinen Wort inspirieren.
    • Armin Krakolinig schrieb:


      Bei diesem Thema hier über das Problem der 120 Jahre würde ich aber gerne, dass Du Deine Frage nicht nur an mich stellst, sondern nun auch an Heimo, der ja hier auch als Moderator und somit meine ich auch als vertrauenswürdiger Vertreter der STA-Gemeinde und auch der STA-Theologie zu fungieren scheint. Oder sind das nicht Kriterien für einen Moderator in diesem Forum?


      Nein, ich denke nicht, dass das die Kriterien für einen Moderator hier sind: "vertrauenswürdiger Vertreter der STA-Gemeinde und auch der STA-Theologie" ...
      Dieses Forum ist keine offizielle Plattform der Kirche der Siebenten Tags Adventisten und erhebt diesen Anspruch auch nicht unterschwellig. Das Verhalten eines Moderators ist "eigenverantwortlich" und in keiner Weise eine Repräsentation der Kirche die über das hinausgeht, wie jeder Siebenten Tags Adventist seine Kirche "repräsentiert".
      Liebe Grüße, Heimo
    • Heimo,

      danke mal für diese Präzision der Rolle eines Moderators in diesem Forum. Nur damit sind meine Fragen, die auf #20 auch an Dich gerichtet waren, noch nicht beantwortet. Könntest Du dazu noch etwas Konkretes sagen? Das würde dem Formlauf der Diskussion zu diesem Thema sehr helfen!

      Danke und einen gesegneten Sabbat nach Wien!

      Armin
    • Armin,

      was ist Deine Frage genau? Die nach der Inspiration bei EGW?

      Für mich ist aus dem Bibeltext nicht eindeutig abzuleiten, wie lange an der Arche gebaut wurde (siehe oben)

      Wenn EGW sich nun festlegt, dann könnte sie meines Erachtens Recht haben, oder auch nicht. Nach meinem Textverständnis in diesem Fall eher nicht.
      Für mich gibt es nach dem Bibeltext keine Gnadenzeit, nach dem Gerichtsspruch Gottes. Und dieser Gerichtsspruch fand auch seine Erfüllung. Sollte mein Verständnis nicht korrekt sein, ändert das auch nichts an den Fakten.

      Ein zweiter Punkt im Zusammenhang mit Noah ist ja auch die Auslegung des Wortes Jesu "Wie in den Tagen Noahs..."
      Häufig wird das ausgelegt hin auf "Völlerei etc." als Vergleichspunkt...
      Eine andere, von mir bevorzugte, Auslegung ist die, dass der Vergleichspunkt auf den Jesus hinauswill, die Plötzlichkeit der Flut bzw. des Gerichts Gottes ist. Die Menschen sind so beschäftigt mit ihrem "Leben", dass sie den kairos Gottes übersehen, von seinem Gericht überrascht werden (wie die Menschen in den Tagen Noahs und Lots). Das passt in meinen Augen viel besser in den Kontext, als moralische Empörung über das "Essen und Trinken, Kaufen und Verkaufen Heiraten und Geheiratet werden". Denn das ist weder gut noch schlecht - Gott übersehen und nicht achten, das aber ist Sünde!


      Liebe Grüße und einen gesegneten Sabbat nach Kärnten!
      Liebe Grüße, Heimo
    • I) Die "120 Jahre":

      Ebenso wie @tricky:, @Armin Krakolinig: und @HeimoW: sehe ich in den "120 Jahren" auch das Lebensalter und nicht die Spanne der/einer Gerichtszeit/Gnadenzeit. (Ich habe lange nicht mitbekommen, dass viele Geschwister bzw. die "breite Mehrheit" hier eine andere These glauben. Führe das m.M. auf zu ungenaues Bibelstudium und den Faktor Tradition zurück...).

      Nebenbei: Noah war 500 Jahre als er seinen (erstgeborenen oder letzten) Sohn zeugte/bekam (1. Mose 5,32). Die Verheißung zu Beginn galt Noah und seinen Söhnen (1. Mose 6,10-13).
      Als Noah 600 Jahre alt war, also 100 Jahre nach Geburt seiner Söhne, kam die Flut (1. Mose 6,6).
      Somit gehen sich 120 Jahre sowieso nie aus! Es sind maximal 100 Jahre in der Theorie möglich, wahrscheinlich aber weniger.



      II) "Noahs Predigt"

      Ja es war natürlich nicht nur eine Gerichtsbotschaft allein, sondern auch ein Aufruf zur Buße, Umkehr und Rettung (Logische Folge: In die Arche gehen) aller damaligen Gläubigen. Leider war es am Ende nicht mehr als die Familie Noahs (, wobei erwähnt werden muss, dass einige Gläubige wie z.B. Metuschelach, Lamech, .... die sicher in der Arche gewesen wären wenige Jahre vor der Flut verstorben sind bzw. "zur Ruhe gelegt wurden".)

      Lamech, Noahs Vater starb ca. 5 Jahre vor der Flut.
      Metuschelach, Noahs Großvater starb im oder 1 Jahr vor der Flut.
      Alle drei (Metuschelach, Lamech und Noah) sind leiblich und geistlich Stammväter Jesu (Lukas 3,36+37) und sinnbildlich der Gläubigen.


      III) "Das Gericht":

      Das Gericht ist m. M. n. bedingt (wie bei Jona und Ninive) und hätte abgewandelt, vielleicht sogar abgewandt, werden können. - Natürlich nur, wenn es, - wie auf die Reaktion von Jonas Gerichtspredigt - , zu Buße, Umkehr, Bekehrung und Reformation und Erweckung zur Zeit Noahs gekommen wäre.
      Eigentlich logisch für Jeden, der die Bibel mit offenen Augen und interesse studiert... Oder?

      IV.) "Nohas Erwählung":

      Nohas Erwählung, war sicherlich nicht vorherbstimmt bzw. "beschlossen" oder gar willkührlich. Siehe:

      1. Mose 6, 8 "Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn."
      1. Mose 6, 9 "... Noah war ein gerechter Mann und ohne Tadel ... er wandelte/lebte mit Gott."
      1. Mose 6, 14-22 Gottes Gebote/Auftrag an Noah = Noahs Werke(!) V.22 "Und Noah tat alles was ihm Gott gebot."

      Fazit: Hier haben wir die sogenannten neutestamentlichen Elemente (z.B. der Paulusbriefe): Gnade, Gerechtigkeit, untadelig, Gottes Auftrag, Gottes Gebote und die guten Werke in der Geschichte/Person Noahs.
      Wenn Jesus sagt, dass es wie in den Tagen Noahs sein wird (Matt. 24,38ff; Luk. 17,26ff), so hat dies m.M.n. große Bedeutung auch für die Gläubigen(!)


      ---------

      Sorry @tricky: und @HeimoW:, aber hier habt ihr euch m. M. n. nicht genau genug beschäftigt. In der Tat ist hier @Armin Krakolinig: wesentlich näher an der Wahrheit.
      Zwei Dinge habe/möchte ich nicht behandelt [wissen] (und daher ausklammern): a.) "Ellen White zu den 120 Jahren" und die alternativen "Tod Jesu" Gedanken Armins.

      Schönen Sabbat,
      franz

      PS: Was ist "es" aus Beitrag #6 ? :whistling:
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • John Q. Public schrieb:



      [b]III) "Das Gericht":


      Das Gericht ist m. M. n. bedingt (wie bei Jona und Ninive) und hätte abgewandelt, vielleicht sogar abgewandt, werden können. - Natürlich nur, wenn es, - wie auf die Reaktion von Jonas Gerichtspredigt - , zu Buße, Umkehr, Bekehrung und Reformation und Erweckung zur Zeit Noahs gekommen wäre.
      Eigentlich logisch für Jeden, der die Bibel mit offenen Augen und interesse studiert... Oder?



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      Sorry @tricky: und @HeimoW:, aber hier habt ihr euch m. M. n. nicht genau genug beschäftigt. In der Tat ist hier @Armin Krakolinig: wesentlich näher an der Wahrheit.
      Zwei Dinge habe/möchte ich nicht behandelt [wissen] (und daher ausklammern): a.) "Ellen White zu den 120 Jahren" und die alternativen "Tod Jesu" Gedanken Armins.

      Schönen Sabbat,
      franz

      .


      Naja, ob die Tatsache, dass ich zu einem anderen Schluß komme und für mich das Geschehen um Noah nicht an Ninive sondern an das Endgericht erinnert, wo auch einmal die Gnadenzeit zu Ende geht und Gottes Gerichtsurteil endgültig ist, wirklich mangelnde Genauigkeit im Bibelstudium, oder einfach eine andere Erkenntnis ist - darüber könnte man jetzt streiten 1723jef

      Gesegneten Sabbat!
      Liebe Grüße, Heimo
    • @John Q. Public
      Zwei Dinge habe/möchte ich nicht behandelt [wissen] (und daher ausklammern): a.) "Ellen White zu den 120 Jahren" und die alternativen "Tod Jesu" Gedanken Armins.

      Warum denn das???? Willst Du über Informationen, die wir in der Bibel finden, einfach nicht diskutieren, weil Du veilleicht meinst, dass die Bibel darüber nichts sagt? Oder welche anderen Gründe hast Du, dass Du diese beiden Fragen ausklammern möchtest?

      Hier meine Erklärung, warum ich glaube, dass Ellen White in der Frage der 120 Jahren von 1. Mo. 6, 3 die traditionelle Sichtweise vertrat, wie sie allgemein zu ihrer Zeit von Auslegern interpretiert wurde und noch nicht erkannte, dass dies nicht dem biblischen Text entspricht! .

      Was ist mit den 120 Jahren gemeint - Gnadenfrist oder Lebenslänge der Menschen?

      Beachtet zunächst schon mal die unterschiedlichen Übersetzungen!

      Lutherübersetzung (1937): Ich will ihnen noch Frist geben 120 Jahre."

      Übersetzung von 1977 : "Ich will ihm (dem Menschen) als Lebenszeit geben 120 Jahre."

      Elberfelder Bibel: "und seine Tage seien 120 Jahre!"

      Hebräische Text: "...und seine (des Menschen) Tage werden 120 Jahre sein."

      Das „Ich will“ steht nicht im Grundtext! Das bedeutet, dass dies nicht unbedingt direkt von Gott zu einer ganz bestimmten Zeit in der Zukunft zu dieser Herabsetzung des Alters der Menschen kommen würde. Das kann bedeuten, dass es einfach durch die Sintflut und ihre nachfolgenden Veränderungen zu einer Verminderung und Degeneration des Alters der Menschen kommen würde. Ab welcher Zeit sich diese vorsintflutliche, prophetische Ankündigung der 120 Jahre erfüllen soll, steht nicht im Text! Es bleibt also offen, wie sich diese Prophetie erfüllen sollte.

      Ein Vergleich mit den Altersangaben der Menschen vor und nach der Sintflut nach den Geschlechtsregistern in 1.Mo. 5 und 1. Mo. 11 zeigen, wie es zu diesem Altersverfall kam. Es dauerte von der Sintflut bis zu Moses Zeiten, bis das Alter der Menschen sich von über 900 Jahre auf 120 Jahre durch gewisse Entwicklungen nach der Sintflut, wie durch die Ereignisse der Sintflut selbst, dann durch die Zerteilung der Erde und der damit wohl folgenden Veränderungen in der Natur, Klima und atmosphärischen Veränderungen zum Teil sprunghaft und dann graduell verlaufend herabentwickelte.

      Der sprachliche Befund der Altersangaben der Menschen in den Geschlechtsregistern:

      Die Formulierung in 1. Mo. 6,4 "...und seine (des Menschen) Tage werden 120 Jahre sein" entspricht der Art der Ausdrucksweise, wie es in den Altersangaben der Menschen vor der Flut in 1.Mose 5 üblich ist!

      In machen Übersetzungen wird das hebräische Wort „Yom“ 1. Mo. 5, das eigentlich „Tag“ bedeutet mit „Alter“ übersetzt. Die Mehrzahlform dieses Wortes Yom ist in 1. Mo. 5 „yemei.

      In der Lutherbibel 1545 heißt es in 1. Mo. 5,5: daß sein ganzes Alter (yemei) ward 930 Jahre.

      In der Elberfelderübersetzung wird das Wort „yemei“ nicht mit Alter, sondern wörtlich mit Tage (Mhzl) wiedergegeben, wie es auch im Grundtext steht.

      Und alle Tage (yemei) Adams, die er lebte, waren 930 JahreDas soll wörtlich heißen: daß alle seine Tage (yemei) 930 Jahre waren!

      Das Wort „yemei“ das Luther in 1.Mo. 5 richtiger Weise mit Alter übersetzt hat, obwohl es wörtlich Tage (yemei) meint, wurde von ihm allerdings in 1 Mose 6:3 einfach mit Frist übersetzt!

      „Da sprach der HERR: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist (yemei = Mehrzalform für Tage) geben 120 Jahre.“ (Luther 1545)


      Richtig übersetzt sollte es heißen: „Und Jehova sprach: Mein Geist soll nicht ewiglich mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist und seine Tage = (yom) seien 120 Jahre.“


      Fortsetzung folgt

    • Josephus Flavius um (37 n. Chr. – etwa 110) der bekannte jüdische Geschichtsschreiber vertrat zu seiner Zeit noch die Meinung, dass die 120 Jahre in 1. Mose 6,3 nichts mit einer Gnadenzeit vor der Sintflut zu tun haben, sondern mit der verkürzten Lebenserwartung der Menschen nach der Sintflut.

      „Gott beschloss, das ganze Menschengeschlecht zu vertilgen und ein anderes, sündenreines an seine Stelle zu setzen. Vorher noch kürzte er die Lebenszeit ab, die sich nicht mehr über 120 Jahre ausdehnen sollte. (Jüdische Altertümer Bd. I S. 25; Verlag Benjamin Harz, Berlin – Wien, 1923; übersetzt von Dr. Heinrich Clementz)

      Das bedeutet, dass die Aussage über die 120 Jahre in 1. Mo. 6,3 keinesfalls im Sinne einer von Gott gewährten Gnadefrist für die Menschen vor der Sintflut genommen werden kann, sondern als Zeitangabe für das Alter der Menschen, dass sich von über 900 Jahren vor der Sintflut auf 120 Jahre nach der Flut degenerativ abfallen wird. Die folgende Aussage von Ellen White entspricht daher nicht dem Grundtext, wohl aber der zu ihrer Zeit und schon zu Luthers Zeiten üblichen Tradition der Interpretation von 1. Mo. 6,3:
      "Doch obwohl die Menschen so böse waren, wollte Gott sie nicht ungewarnt vernichten.“›Mein Geist soll nicht für immer mit dem Menschen rechten“, sagte er, sondern „seine Tage [sollen] 120 Jahre betragen“. Während dieser Gnadenzeit gellte die Warnungsbotschaft, die Noah gegeben wurde, in ihren Ohren.« (Signs of the Times, 9. Oktober 1901)
      Ein Gespräch mit Dr. Jacques Doukhan, mein hebräisch Professor damals in Collonges, und 1997 bei meinem Aufenthalt an der Andrews, bestätigte mir, dass es vom Grundtext her nicht möglich sei, aus diesem Text eine Gnadenzeit für die Menschen vor der Sintflut abzuleiten!

      Die nächste Frage wäre nun, wie lange vor der Sintflut Gott dem Noah die Flut ankündigte? Um diese Frage biblisch zu beantworten, müssten wir herausfinden, wie alt Noah zu dieser Zeit schon war, ob seine Kinder schon geboren waren als Gott ihm die Flut ankündigte und ihm den Auftrag zum Bau der Arche gab, oder ob die Kinder erst während des Baus geboren wurden?

      Wer von Euch kann dieses Rätsel mit der Bibel lösen?

      Armin

    • Gleich noch welche Fragen als sonntägliches Bibelrätsel zu Noahs Familie:


      In 1.Mo. 5,32 lesen wir: „Noah war 500 Jahre, und zeugte Sem, Ham und Japhet.“


      Hat demnach Noah alle 3 Söhne im Alter von 500 Jahren gezeugt? Waren sie eventuell Drillinge?

      Wenn nicht, wer war dann der älteste und wer der jüngste Sohn, und wie viel Jahre vor der Sintflut wurden sie eventuell geboren?

      Lebten die Frauen der Söhne Noahs schon, als Gott Noah den Auftrag gab, die Arche zu bauen? Wenn ja, wie alt könnten sie zu dieser Zeit sogar schon etwa gewesen sein?

      In welchem Alter etwa heirateten und zeugten die Menschen vor der Sintflut ihre ersten Kinder zum Unterschied der Zeit nach der Sintflut? (Siehe 1. Mose 5 und 11)

      Wenn ihr diese Fragen mit der Bibel beantworten könnt, dann solltet ihr kein Problem mehr haben in etwa zu wissen, wie lange in etwa Noah wirklich die Arche baute, und wie lange die letzte Zeit der Gnade und Umkehrmöglichkeit für die Menschen vor der Flut noch gewesen sein könnte!


      Wer also weiß es? Alle Infos dazu findet ihr übrigens in 1.Mo.5 - 11.

      Viel Spaß beim Studium!

      Einen schönen Tag, Armin

    • In 1.Mo. 5,32 lesen wir: „Noah war 500 Jahre, und zeugte Sem, Ham und Japhet.“ Hat demnach Noah alle 3 Söhne im Alter von 500 Jahren gezeugt? Waren sie eventuell Drillinge?
      Nein!


      Armin Krakolinig schrieb:

      Wenn nicht, wer war dann der älteste und wer der jüngste Sohn, und wie viel Jahre vor der Sintflut wurden sie eventuell geboren?
      Sem war der älteste, Ham der Jüngste.


      Armin Krakolinig schrieb:

      Lebten die Frauen der Söhne Noahs schon, als Gott Noah den Auftrag gab, die Arche zu bauen?
      Ja, sie lebten nicht nur, sie waren auch schon verheiratet, denn Gott sagte, Noah soll mit seiner Frau, seinen Söhnen und dessen Frauen in die Arche gehen.


      Wenn ja, wie alt könnten sie zu dieser Zeit sogar schon etwa gewesen sein?
      Auf jeden Fall im heiratsfähigem Alter der damaligen Zeit.


      Armin Krakolinig schrieb:

      In welchem Alter etwa heirateten und zeugten die Menschen vor der Sintflut ihre ersten Kinder zum Unterschied der Zeit nach der Sintflut? (Siehe 1. Mose 5 und 11)
      Vom Heiratsalter zur Zeit vor der Sintflut spricht die Bibel nicht (wortwörtlich). Die Kinder, die eine wichtige biblische Rolle spielten wurden gezeugt als die Väter zwischen 70 und fast 200 Jahre waren. Wie lange sie Zeugungsfähig waren, sagt die Bibel nicht.


      Armin Krakolinig schrieb:

      Wenn ihr diese Fragen mit der Bibel beantworten könnt, dann solltet ihr kein Problem mehr haben in etwa zu wissen, wie lange in etwa Noah wirklich die Arche baute, und wie lange die letzte Zeit der Gnade und Umkehrmöglichkeit für die Menschen vor der Flut noch gewesen sein könnte!
      Das geht wieder in den Bereich „Spekulieren“. Diese zu beantworten überlasse ich den spekulationsfreudigen Usern.

      Was ich nicht verstehe ist:

      Armin Krakolinig schrieb:

      Hier meine Erklärung, warum ich glaube, dass Ellen White in der Frage der 120 Jahren von 1. Mo. 6, 3 die traditionelle Sichtweise vertrat, wie sie allgemein zu ihrer Zeit von Auslegern interpretiert wurde und noch nicht erkannte, dass dies nicht dem biblischen Text entspricht!
      Das verstehe ich insofern nicht, denn wenn E. White eine Botin Gottes war, hat sie sich doch sicher auf die Stimme Gottes verlassen und nicht auf die damals übliche Interpretation oder Tradition von Auslegern.

      ***
    • Nachtperle schrieb:

      In 1.Mo. 5,32 lesen wir: „Noah war 500 Jahre, und zeugte Sem, Ham und Japhet.“ Hat demnach Noah alle 3 Söhne im Alter von 500 Jahren gezeugt? Waren sie eventuell Drillinge?
      Nein!


      ***


      Bibelserver
      1,Mose,5,32 Noah war 500 Jahre alt und zeugte Sem, Ham und Jafet.

      Ist eine berechtigte Frage!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ingeli ()

    • ingeli schrieb:

      Bibelserver
      1,Mose,5,32 Noah war 500 Jahre alt und zeugte Sem, Ham und Jafet. Ist eine berechtigte Frage!
      Du hast die Möglichkeit, diese Frage an Hand der Bibel zu beantworten. Das habe ich gemacht. Ich habe an Hand der Bibel feststellen können, dass Sem, Ham und Jafet keine Drillinge sind.

      Für dieses Nein gibt es also berechtigten Grund! Bibeltexte habe ich bewusst ausgelassen, um niemanden die Lust am Forschen zu nehmen.

      ***
    • Man kann die Söhne reihen: Sem Jafet Ham (aufgrund von 1Mo 9,24 und 1Mo 10,21) allerdings gibt es auch bei Zwillingen (Esau und Jakob) den älteren, Erstgeborenen, obwohl sie Zwillinge sind. Ob das daher Drillinge *sicher* ausschliesst weiss ich nicht.

      Die Jahresangaben sind aber nicht exakt, denn in 1Mo 11,10 heisst es, dass Sem 100 Jahre alt war und Arpachschad zeugte, 2 Jahre nach der Flut. Das passt nicht ganz exakt mit Noah der 500 Jahre alt war als er seine Söhne zeugte und 600 Jahre alt war, als die Flut kam. Da Sem jedenfalls der Älteste war, ist das aber keine Aussage zu Frage "Drillinge".

      .
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von HeimoW ()

    • Es ist ja kaum zu fassen, dass selbst ein solch neutrales Thema schon wieder zu solchen emotionalen Äußerungen führt. Geht denn das wirklich nicht anders??????

      Nachtperle,
      ich habe ganz sachliche Fragen zu dem Thema der 120 Jahre gestellt, um den Lesern hier zu helfen, ein interessantes Rätsel zu lösen, über das sich meinen Informationen nach noch keine mir bekannte STA-Studie Gedanken gemacht hat. Es kann ja sein, dass für Dich das alles schon bekannt war, und Du schon längst die Antworten hattest, die Du nun gegeben hast. In diesem Fall wärst Du die erste Person, die ich kennen würde, die auf diese Antworten von selbst gekommen wäre. Wie auch immer es ist, ich habe ganz sicher von Dir nicht erwartet, dass Du hier an einem Thema mitdiskutierst, bei dem Du nun gleich schon wieder einen Anlass findest, einen solchen unnötigen Seitenhieb – an wen auch immer – auszuteilen.
      Das geht wieder in den Bereich „Spekulieren“. Diese zu beantworten überlasse ich den spekulationsfreudigen Usern.

      Ich habe in meiner Fragestellung ausdrücklich erkennen lassen, dass wir aus den Sintflutberichten keinen genauen Zeitpunkt erfahren können, wie lange vor der Flut Gott dem Noah die Flut ankündigte und ihm den Auftrag gab, die Arche zu bauen. Ich sprach ausdrücklich davon, wann „IN ETWA“ das gewesen sein könnte. Das hat doch wirklich nichts mit Spekulationsfreudigkeit zu tun.

      Außerdem bist Du ja selbst durch die biblischen Angaben, auf die meine Fragen hinlenken sollten, sehr nahe an die tatsächliche Zeit herangekommen, wo Gott den Noah berief, die Arche zu bauen, wenn Du auch nicht alle Fragen richtig beantwortet sind. Wozu also eine so unnötige Bemerkung?

      Es wäre wirklich an der Zeit, dass wir normal miteinander kommunizieren können. Würdest Du wirklich alle Zusammenhänge recht berücksichtigen, könnte man erst recht nicht von Spekulierfreudigkeit reden, sondern einfach aufgrund von gewissen Informationen, die uns Gott in den Texten gegeben hat, von einem Versuch reden, so nahe als möglich, an die Wahrheit der Geschichte heranzukommen.

      Zitat Nachtperle: Sem war der älteste, Ham der Jüngste.
      Zu dem Schluss kam auch Heimo, der jedoch mit Recht eine Unstimmigkeit in Zusammenhang mit der Information in 1. Mose 10,21 ortete.
      Man kann die Söhne reihen: Sem Jafet Ham (aufgrund von 1Mo 9,24 und 1Mo 10,21) allerdings gibt es auch bei Zwillingen (Esau und Jakob) den älteren, Erstgeborenen, obwohl sie Zwillinge sind. Ob das daher Drillinge *sicher* ausschliesst weiss ich nicht.
      Die Jahresangaben sind aber nicht exakt, denn in 1Mo 11,10 heisst es, dass Sem 100 Jahre alt war und Arpachschad zeugte, 2 Jahre nach der Flut. Das passt nicht ganz exakt mit Noah der 500 Jahre alt war als er seine Söhne zeugte und 600 Jahre alt war, als die Flut kam. Da Sem jedenfalls der Älteste war, ist das aber keine Aussage zu Frage "Drillinge".

      Heimo, Du hast das Problem gut erkannt, und es lässt sich sehr einfach lösen, wenn Du eine richtige Übersetzung aus dem Grundtext zu Rate ziehst. Schau mal anderen Übersetzungen nach, da findest Du sicher ganz selbst die Lösung., dass die Reihenfolge der Geburt seiner Söhne eine andere war, als Sem, Ham und Japhet. Eigentlich leicht zu finden, aber ja, diese Übersetzungsteufelchen machen uns immer wider einen Strich durch die Rechnung!
      Nachtperle: Du bemerkst:

      Was ich nicht verstehe ist:Zitat von »Armin Krakolinig«Hier meine Erklärung, warum ich glaube, dass Ellen White in der Frage der 120 Jahren von 1. Mo. 6, 3 die traditionelle Sichtweise vertrat, wie sie allgemein zu ihrer Zeit von Auslegern interpretiert wurde und noch nicht erkannte, dass dies nicht dem biblischen Text entspricht!
      Das verstehe ich insofern nicht, denn wenn E. White eine Botin Gottes war, hat sie sich doch sicher auf die Stimme Gottes verlassen und nicht auf die damals übliche Interpretation oder Tradition von Auslegern.


      Da würde mich nun interessieren, wie Du selbst das Problem löst, wenn Du nun weißt, das EGW über 80 Mal davon spricht, das Gott 120 Jahre vor der Sintflut Noah diese ankündigte und er 120 Jahre lang gepredigt und die Arche gebaut hat? Hier noch eine dieser Aussagen: »Als Noah die ernste Botschaft verkündigte, nur noch 120 Jahre, dann würden die Gerichte Gottes in einer Wasserflut die Welt und ihre Bewohner vernichten, wollten die Menschen nicht daran glauben.“ (Signs of the Times, 3. Januar 1878 ) Du selbst scheinst nun anhand von Texten im biblischen Sintflutbericht zu einem andern Schluss gekommen, wenn ich folgende Antwort recht verstehe:


      Zitat von »Armin Krakolinig«Lebten die Frauen der Söhne Noahs schon, als Gott Noah den Auftrag gab, die Arche zu bauen?Antwort von Nachtperle:Ja, sie lebten nicht nur, sie waren auch schon verheiratet, denn Gott sagte, Noah soll mit seiner Frau, seinen Söhnen und dessen Frauen in die Arche gehen.
      Wenn das stimmt, dann passen doch die 120 Jahre auf keinen fall mehr. Welchen Vorschlag machst Du also, um diesen Widerspruch zu lösen, wenn Du noch all das berücksichtigst, was ich oben in meinen Erklärungen schon an Informationen gegeben habe, und worauf zumindest Du und auch Heimo selbst gekommen seit.
      Kannst Du Dir trotzdem nicht denken, dass Ellen White vielleicht doch auch noch Fehler im Bibelstudium unterlaufen sein könnten? Oder meinst Du wirklich, dass Gott sie auf jeden geringsten und auch noch größeren Denkfehler in der Deutung biblischer Text aufmerksam machen hätte müssen?

      Diese Frage wirst Du nur dann recht beantworten können, wenn Du noch etwas mehr darüber weißt, was EGW selbst über sich und die Autorität all ihrer Schriften dachte und schrieb!

      Bitte im Weiteren um eine wirklich sachliche Diskussion. Wir sind doch alle noch nicht am Ende unserer Erkenntnisse angelangt!

      Armin

    • Armin Krakolinig schrieb:

      Es ist ja kaum zu fassen, dass selbst ein solch neutrales Thema schon wieder zu solchen emotionalen Äußerungen führt. Geht denn das wirklich nicht anders??????
      Von meiner Seite waren es keine emotionalen Äußerungen. Was daraus gemacht wurde, liegt nicht an mir.

      Armin Krakolinig schrieb:

      Nachtperle,
      ich habe ganz sachliche Fragen zu dem Thema der 120 Jahre gestellt, um den Lesern hier zu helfen, ein interessantes Rätsel zu lösen, über das sich meinen Informationen nach noch keine mir bekannte STA-Studie Gedanken gemacht hat.
      Richtig! Und ich habe ganz sachliche Antworten gegeben. Dass diese als emotionale Anmache verstanden wurden, tut mir wirklich Leid.

      Es kann ja sein, dass für Dich das alles schon bekannt war, und Du schon längst die Antworten hattest, die Du nun gegeben hast.
      War mir nicht alles bekannt. Und ich empfand (nicht mehr) das Thema gut und interessant.


      In diesem Fall wärst Du die erste Person, die ich kennen würde, die auf diese Antworten von selbst gekommen wäre.
      Ich denke, Antworten bedürfen einer Frage. Die hast du gestellt und ich habe (leider) darauf geantwortet.


      Wie auch immer es ist, ich habe ganz sicher von Dir nicht erwartet, dass Du hier an einem Thema mitdiskutierst, bei dem Du nun gleich schon wieder einen Anlass findest, einen solchen unnötigen Seitenhieb – an wen auch immer – auszuteilen.
      Ich frage mich, warum du meine Antworten als "Seitenhieb" verstanden hast. Denken kann ich es mir. Eigentlich empfinde ich diese Aussage ebenfalls als emotionale Anmache. Von Sachlichkeit keine Spur!


      Armin Krakolinig schrieb:

      Ich habe in meiner Fragestellung ausdrücklich erkennen lassen, dass wir aus den Sintflutberichten keinen genauen Zeitpunkt erfahren können, wie lange vor der Flut Gott dem Noah die Flut ankündigte und ihm den Auftrag gab, die Arche zu bauen. Ich sprach ausdrücklich davon, wann „IN ETWA“ das gewesen sein könnte. Das hat doch wirklich nichts mit Spekulationsfreudigkeit zu tun.
      Habe ich etwas dagegen gesagt? Ich sagte, dass Vermutungen (um das Teufelswort "Spekulation" nicht mehr zu nennen.) und das Diskutieren über Vermutungen nicht mein Ding ist. Aber ich weiß - wie auch du - dass es Leute gibt, die das gerne machen. Also meinte ich, diese werden die "Vermutungsfragen" auch gerne beantworten. Was ist daran so verwerflich? So schlimm?


      Armin Krakolinig schrieb:

      Außerdem bist Du ja selbst durch die biblischen Angaben, auf die meine Fragen hinlenken sollten, sehr nahe an die tatsächliche Zeit herangekommen, wo Gott den Noah berief, die Arche zu bauen, wenn Du auch nicht alle Fragen richtig beantwortet sind. Wozu also eine so unnötige Bemerkung?
      Das kann schon sein, dass ich aus deiner Sicht nicht alles richtig beantwortet habe. Meine Gedanken hatte ich von der Bibel abgeleitet. Irren ist natürlich drin. Und wie gesagt: Das Thema hätte mir so gefallen. Und das "Andere" habe ich einfach anderen Usern überlassen. Das es aus deiner? Sicht unnötig war, dies zu erwähnen, tut mir Leid. Fehler in der Kommunikation auf Grund von mangelnden Kennen passieren sicher auch dir.


      Armin Krakolinig schrieb:

      Es wäre wirklich an der Zeit, dass wir normal miteinander kommunizieren können.
      Du wirst es eventuell nicht glauben. Aber dieses Thema war nach meinem - wie ich erkennen muss falschen - Empfinden eine Möglichkeit dazu.


      Würdest Du wirklich alle Zusammenhänge recht berücksichtigen, könnte man erst recht nicht von Spekulierfreudigkeit reden, sondern einfach aufgrund von gewissen Informationen, die uns Gott in den Texten gegeben hat, von einem Versuch reden, so nahe als möglich, an die Wahrheit der Geschichte heranzukommen.
      OK! Nennen wir es in Zukunft nicht Spekulation - ich wusste nicht, dass dies so ein Unwort ist. Mach einen Vorschlag, wie du das gerne nennen würdest.

      An die Wahrheit der Geschichte bin ich ja auch näher heran gekommen, ohne diese ***. Das war eigentlich das, was mir am Thema gefallen hat. Aber leider ...


      Armin Krakolinig schrieb:

      Zitat
      Zitat Nachtperle: Sem war der älteste, Ham der Jüngste.
      Zu dem Schluss kam auch Heimo, der jedoch mit Recht eine Unstimmigkeit in Zusammenhang mit der Information in 1. Mose 10,21 ortete.
      Ja, meine Antwort an ihn wurde leider als emotionale Anmache gelöscht. Denn eigentlich hätten es ja auch Zwillinge und ein Einzelkind sein können. Oder eben drei Einzelkinder. Die Bibel sagt es eben nicht genauer. Wahrscheinlich müssen wir das nicht so genau wissen. (meine Ansicht)


      Zitat
      Was ich nicht verstehe ist:Zitat von »Armin Krakolinig«Hier meine Erklärung, warum ich glaube, dass Ellen White in der Frage der 120 Jahren von 1. Mo. 6, 3 die traditionelle Sichtweise vertrat, wie sie allgemein zu ihrer Zeit von Auslegern interpretiert wurde und noch nicht erkannte, dass dies nicht dem biblischen Text entspricht!
      Das verstehe ich insofern nicht, denn wenn E. White eine Botin Gottes war, hat sie sich doch sicher auf die Stimme Gottes verlassen und nicht auf die damals übliche Interpretation oder Tradition von Auslegern.

      Da würde mich nun interessieren, wie Du selbst das Problem löst, wenn Du nun weißt, das EGW über 80 Mal davon spricht, das Gott 120 Jahre vor der Sintflut Noah diese ankündigte und er 120 Jahre lang gepredigt und die Arche gebaut hat? Hier noch eine dieser Aussagen: »Als Noah die ernste Botschaft verkündigte, nur noch 120 Jahre, dann würden die Gerichte Gottes in einer Wasserflut die Welt und ihre Bewohner vernichten, wollten die Menschen nicht daran glauben.“ (Signs of the Times, 3. Januar 1878 )


      Ich löse das "Problem" gar nicht, weil es für mich kein Problem ist. Für mich zählt in erster Instanz die Bibel. Und dann die Bibel ...

      Meine Frage ging in diese Richtung: Jeremia, Jesaja, Hesekiel oder sonst einen Propheten würde man nie anzweifeln. Wenn nun White eine Prophetin ist, wieso wird sie dann angezweifelt? Für mich persönlich ist E. White kein Problem, weil ich eben die Bibel als Massstab habe und nehme.

      Armin Krakolinig schrieb:

      Zitat

      Zitat von »Armin Krakolinig«Lebten die Frauen der Söhne Noahs schon, als Gott Noah den Auftrag gab, die Arche zu bauen?Antwort von Nachtperle:Ja, sie lebten nicht nur, sie waren auch schon verheiratet, denn Gott sagte, Noah soll mit seiner Frau, seinen Söhnen und dessen Frauen in die Arche gehen.
      Wenn das stimmt, dann passen doch die 120 Jahre auf keinen fall mehr. Welchen Vorschlag machst Du also, um diesen Widerspruch zu lösen, wenn Du noch all das berücksichtigst, was ich oben in meinen Erklärungen schon an Informationen gegeben habe, und worauf zumindest Du und auch Heimo selbst gekommen seit.

      Gar keinen! Weil für mich die Bibel zählt. Ich habe diese Aussagen von White noch gar nicht gelesen. Es war und ist für mich (noch) nicht nötig. Weil mir die Bibel bei diesem Thema genügt.


      Kannst Du Dir trotzdem nicht denken, dass Ellen White vielleicht doch auch noch Fehler im Bibelstudium unterlaufen sein könnten? Oder meinst Du wirklich, dass Gott sie auf jeden geringsten und auch noch größeren Denkfehler in der Deutung biblischer Text aufmerksam machen hätte müssen?
      Na ja.... zumindest gibt es Probleme mit der Anerkennung. Kann man die Aussagen eines Propheten halb anerkennen und das andere, was grad nicht so passt einfach ablehnen? Da bekommen wir ein Problem. Was soll man dann als von Gott kommend verstehen, und was als menschlicher Irrtum des Propheten?


      Armin Krakolinig schrieb:

      Diese Frage wirst Du nur dann recht beantworten können, wenn Du noch etwas mehr darüber weißt, was EGW selbst über sich und die Autorität all ihrer Schriften dachte und schrieb!
      Ich weiß, was White über sich und ihre Schriften schrieb. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass sich sich selbst nie als Prophetin verstand. Zumindest habe ich das bis jetzt so verstanden. Vielleicht gibt es ja doch Schriften von ihr, wo sie sich dann doch als Gottes Prophetin verstand. Aber dann haben wir das Problem erst recht wieder: Was ist jetzt von Gott und daher Absolut und was ist ein Irrtum ihrerseits?


      Armin Krakolinig schrieb:

      Bitte im Weiteren um eine wirklich sachliche Diskussion. Wir sind doch alle noch nicht am Ende unserer Erkenntnisse angelangt!
      Ich werde unter diesen Umständen sicher nicht mehr weiter diskutieren. Zum einem, weil auch du vom Sachlichen zur emotionale Anmache abgleitest, aber es nicht merkst. Und zum anderen, weil ich mich nicht gerne von einem User ständig benörgeln lasse. Irgendwie tut es ja doch nicht so gut, wenn man so viele und so krasse Unterstellungen schlucken soll. Eventuell sage ich ja wieder ein Wort, was einem von Euch gegen den Strich geht und dann sofort wieder hoch geschaukelt wird! Was dann? Soll ich mir das Wirklich antun? Das geht mir gegen den Strich, falls es jemanden interessiert.

      Der Versuch ein Thema mit und von dir zu Besprechen ist eben daneben gegangen. Macht nichts! Wieder dazu gelernt!

      ***

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von tricky () aus folgendem Grund: zitierter Tippfehler auf Wunsch korrigiert

    • Hallo Freunde,
      es tut mir echt leid, dass ich mit diesem Thema einen solchen Anlass zur Emotionalität bei verschiedenen Personen gegeben habe. Ich weiß zwar nicht, worum es dabei in einigen Reaktionen nach meinem Beitrag ging, außer durch das, was mir Nachtperle noch schrieb, und was der eigentliche Grund war, dass Heimo gleich einige Beiträge gelöscht hat. Sollten es aber Aussagen sein, die etwas von dem betrafen, was ich geschrieben habe, und sich jemanden darüber geärgert hat, sodass er mir gegenüber seinen Unmut zum Ausdruck bringen wollte, dann hätte ich das in einer PN gerne gewusst. Das nur damit ich weiß, wie ich dran bin, und ich mir auch Gedanken darüber machen kann, wie ich dieses für mich noch immer sehr interessante Thema weiterführen könnte. Ich würde nämlich unter anderem noch aufzeigen wollen, welche tiefere Bedeutung diese Thematik für mich gewonnen hat, und vor allem auch, wie dieses Problem um die 120 Jahre sogar bei der Enttäuschung von 1844 bei den Milleriten mit involviert war!

      Hier aber zunächst einige grundsätzliche Hintergrundinformationen, zu den Umständen, die mich überhaupt dazu führten, dies Fragen um das Thema der 120 Jahre zu stellen, die ich nun Euch stellte. Es sind Fragen, die mir im Zuge einer Studie über Schöpfung gegen Evolution gekommen waren, als ich mir dort so manche Frage stellte, wie wir den Schöpfungs- und Sintflutbericht der Bibel noch besser und mit vernünftigen Argumenten gegen die Evolution verteidigen können. Dabei kam mir unter anderem auch die Frage, wie man es aus der Bibel heraus beweisen kann, dass Menschen vor der Sintflut über 900 Jahre alt werden konnten, und warum heute die Höchstgrenze der menschlichen Lebenserwartung in etwa um 120 Jahre liegt, und das erst etwa seit etwa Moses Zeiten. 900 Jahre Lebenserwartung ist ja für evolutionistisch denkende Menschen ein absolutes Märchen.


      In diesem Zusammenhang stand ich vor über 20 Jahren schon vor der Frage, ob eben die Ankündigung Gottes der 120 Jahre in 1. Mo. 6,3 als eine vorsintflutliche Prophetie über eine besondere Gnadenzeit für die vorsintflutliche Welt verstanden werden soll, wie es für mich von Kind auf aus den Kindergeschichten und Kinderbibeln, aber auch aus vielen Predigten und Vorträgen und eben auch aus vielen Aussagen im Schrifttum von Ellen White bekannt war, oder ob es sich dabei um eine prophetische Vorhersage handelte, in der Gott ankündigte, dass eben Menschen nicht mehr über 900 Jahre leben werden können, wie sie es damals vor der Sintflut noch konnten, sondern eben nur mehr um die 120 Jahre, wie es auch noch heute bei einzelnen Menschen der Fall ist.Als ich damals dann anfing, die Ergebnisse meiner Studien darüber mit einigen Predigerkollegen zu besprechen und es dann auch mal an einem Freitagabend in meiner Gemeinde zum Thema machte, wurde das mit großem Interesse bei all denen aufgenommen, die bei meinen Ausführungen persönlich anwesend waren.

      Ein gewisser Widerstand kam aber schon damals von Leuten, die das Ganze nur von zweiten und dritten Personen hörten, und es selbst bis heut noch nicht notwendig fanden, sich mal bei mir selbst zu melden, um zu sehen, wie ich zu meinen Ergebnissen gekommen bin. Doch seither kenne ich dieses Verhalten vieler auch bei so manchen anderen Themen.

      Als ich 1997 für nur ein Trimester an der Andrews Universität studierte und bei dieser Gelegenheit auch eine schriftliche Ausarbeitung über dieses Problem der 120 Jahre beim E. G. White Estat abgegeben habe, wurde diese zunächst vom dortigen Leiter Br. Fagal mit großer Skepsis in Empfang genommen. Als er sich dann jedoch während 14 Tagen meine Argument näher ansah, und alles überprüfte, meinte er, dass an dieser Sache tatsächlich etwas dran sei. Er machte mich dabei noch auf andere Aussagen von Ellen White aufmerksam, die meine Argumente noch unterstützten, und versprach mir dann, der Sache noch weiter nachzugehen. Leider blieb das aber offensichtlich bisher in einer Schublade liegen, was ich sehr bedauernswert finde. Vor allem deshalb, weil seit der Zeit, wo ich auf dieses Thema kam, und diese Fragen zu stellen begann, ich von vielen als jemand hingestellt werde, der den Geist der Weissagung bezweifelt und ablehnt. Würde ich das aber wirklich tun, dann müsste man mir mit der Bibel in der Hand beweisen, dass meine Argumente in diesem Thema falsch sind.

      Aber nur weil ich bei gewissen Themen auf Unstimmigkeiten in Ellen White's Erklärungen zur Bibel aufmerksam mache, lehne ich weder EGW als Prophetin bzw. Botin Gottes ab, noch und schon gar nicht lehne ich damit den Geist der Weissagung ab, weil für mich Ellen White ganz einfach nicht identisch mit dem Geist der Weissagung ist. Gott hat diese Gabe der Weissagung gemäß der Bibel nicht nur einer Person in der Gemeinde verheißen und gegeben, sondern Paulus ermutigte in 1. Kor. 14,1-2 schon damals die Gemeinden: „Strebet nach der Liebe; eifert aber um die geistlichen Gaben, vor allem aber, daß ihr weissaget. Ich wollte aber, daß ihr alle in Sprachen redetet, vor allem aber, daß ihr weissagtet. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, daß er es auslege, auf daß die Versammlung Erbauung empfange.”

      Das Wirken des Geistes der Weissagung sollte gemäß Off. 12, 17 auch ein besonderes Zeichen für die gesamten Gemeinde der Übrigen sein, durch die Gott der Welt die letzte Botschaft zugänglich machen möchte. Aus der Praxis aber wissen wir, dass auch Menschen, die an sich stets um die Führung des Geistes Gottes und auch um diese Gabe des Geistes Gottes in Vorbereitung ihrer Predigten und schriftlichen Ausarbeitungen bitten, trotzdem noch irren können, außer Gott schenkt ihnen eine spezielle Vision darüber, wie es eben bei besonderen Propheten und auch bei Ellen White der Fall war. Persönlich kenne ich aber bisher keinen einzigen Text von Ellen White, wo sie darüber spricht, dass ihr das Thema der 120 Jahre in einer Vision offenbart wurde.

      Außerdem war ja Ellen White nicht die erste Person in der Kirchengeschichte, die solche Erklärungen zu den 120 Jahren gab. Ich habe ganz ähnliche Erklärungen in den Büchern an der Andrews Universität gefunden, die EGW in ihrer Bibliothek hatte, und mit allen möglichen Kommentaren und Anmerkungen von ihr persönlich versehen sind. Das gesamte Problem hat demnach nur mit dem zu tun, dass gewisse Theologen, Prediger und so auch viele einfach Glieder der Gemeinde der Überzeugung sind, dass alles, was Ellen White z. B. in den Büchern der sogenannten Entscheidungsserie wie PP, PK, LJ, WA und GK etc. geschrieben hat, und was nicht in allen Details so gesondert in der Bibel zu finden ist, ihr das alles in Visionen offenbart wurde, oder sie es direkt so von Gott im Gedanken inspiriert bekam. Wer das wirklich so glaubt, der ist wohl nicht darüber informiert, wie diese Bücher tatsächlich entstanden sind, und der möge sich auch mal selbst beim EGW-Estat informieren, um zu sehen, wie es wirklich war!

      Das soweit auch zu den Rückfragen, die auch Nachtperle diesbezüglich in ihrem letzten Beitrag an mich richtete. Ich werde die offensichtlich noch bestehenden Missverständnisse mit ihr persönlich zu klären versuchen. Es war für mich einfach schwer zu erkennen, dass nach all den negativen Bemerkungen und Vorwürfen der Spekulation in den letzten Monaten sie es diesmal mit der Bezeichnung „spekulationsfreudige User“ nicht negativ gemeint haben sollte. Wenn das aber diesmal tatsächlich anders gemeint war, was nur sie selbst wissen kann, dann entschuldige ich mich auch öffentlich hier bei ihr, dass ich sie daraufhin persönlich ansprach.

      Nun aber genug dieser hoffentlich auch etwas klärenden Worte, und damit wieder zurück zum Thema selbst in meinem nächsten Beitrag.

      Einen schönen Tag noch und liebe Grüße, Armin
    • Hallo Armin, der Auslöser war ich, da ich das Wort spekulieren von der positiven Seite beleuchten wollte, das es ja schon durch mehrere Threads ins negative gerutscht ist, das es durchaus angebracht ist In Dingen, wo man wohl weiß das es sie gibt, zu hinterfragen, vermuten und zu spekulieren.
    • Warum die Sintflut:

      1.Mose 6 - "Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar,
      da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen
      und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe."

      Da unser Himmlischer Vater aber:

      Hes 18,23 Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?

      Hes 18,32 Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht Gott der HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.


      ... handelt Er immer fair. ER räumt JEDEM Menschen eine "Bedenkzeit" ein, eine Gnadenzeit, die der Mensch, "wie Gott hofft", zur Umkehr nutzt. Daher:

      Am 3,7 - Gott der HERR tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten. (hier Noah)


      Die Ankündigung der Sintflut war NEBEN dem ewigen Evangelium die "GEGENWÄRTIGE WAHRHEIT", die ausschließlich für die damaligen Menschen bestimmt (aktuell) war. Zu jeder Zeit ist neben dem Ewangelium auch noch die Gegenwärtige Wahrheit zu verkündigen. (Bsp. Luther-Rechtfertigung aus dem Glauben, EGW - u.A. Sabbat, Elia - gegen den Sonnenkult, STA - die 3 Eng.Botschaft, usw.)

      Logische Schlussfolgerung: WENN der Grund für die Sintflut nicht mehr bestünde, da sich alle Menschen (von Klein bis Groß, von Jung bis Alt - wie bei Ninive) wieder zu Gott wenden würden, ......


      Aber Gott wusste, dass sich nicht ein mal die Bauarbeiter der Arche besinnen werden. (und es ist mir, ehrlich gesagt, ziemlich egal, wie lange Noah diese gegenwärtige Wahrheit gepredigt hat.)

      Die Bibel und ihre "Geschichten" sollen unser Gottesbild prägen. Anstatt Spekulationen anzustellen über Dinge, die nur die Gemüte UNNÖTIG aufreizen (was dem Charakter nicht dienlich ist), sollen wir aus den Berichten über z.B. Sintflut den Charakter Gottes erkennen. Seine Liebe, Barmherzigkeit aber auch Gerechtigkeit und Gericht. Was UNS wiederum in unseren Lebenssituationen stärkt, ermutigt und auf dem Glaubensweg nach vorne bewegt.


      Die Bibel haben wir heute. Zur Zeiten Noahs hatten sie sie nicht. Sie soll uns dienen, Gott zu erkennen, und den Weg, den wir gehen sollen, damit wir zurück zum Vater können. Gott bietet IMMER einen Rettungsweg an!!

      .(sorry, falls es nicht zum Thema passt, aber ich musste es gesagt haben verwirrtwegr )


      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Ich habe dieses etwas problematisches Thema mit Interesse verfolgt, dabei ist mir noch folgendes aufgefallen:

      Kann man im 1 Mose 6,3 100% sicher sein dass es sich nicht um eine Verheißung handelt?
      "Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und dein Weib und deiner Söhne Weiber mit dir."
      (Auf den ersten Blick könnte man auch denken, dass in der Zukunft Noah Söhne haben wird und mit denen und deren Ehefrauen in die Arche gehen wird?!?)
      In diesem Zusammenhang möchte ich auch den Psaml 90,10 zitieren "Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon".
      Ist es nicht so, dass nur sehr wenige Menschen um die 120 herum alt geworden sind und nur "wenige" Jahre später die Norm bei 70-80 lag, die über Jahrtausende bis heute aktuell ist? (die über 100-Järige gelten statistisch als eine Ausnahme und es gibt auch viele die mit 45 sterben)
      Hätte Gott nicht sagen müssen, "sondern seine Tage sollen "80" Jahre betragen!" wenn Er die langfristige Entwicklung kannte?
      Viele Grüße,
      h264