Taufe

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    • Hallo!

      Habe mal eine Frage zur Taufe.
      Also, ich selbst wurde als Kind evangelisch getauft. Hab aber erst als Erwachsener und durch eigenes Bibelstudium und Beschäftigung mit der Reformation zu einem lebendigen und wachsendem Glauben an Jesus Christus gefunden.
      Ein Bekannter sagte mir nun dass meine vorherige Taufe vor Gott nicht gültig sei und ich ohne nochmalige Taufe auf den Namen Jesus keine Erlösung erlangen würde.
      Mich hat das irgendwie betroffen gemacht. Nicht dass ich irgendetwas dagegen hätte mich nochmal taufen zu lassen, aber ich war mir meiner sehr persönlichen und intensiven Beziehung zu Christus eigentlich ganz sicher. Auch war ich überzeugt davon dass der Heilige Geist in mir wirkt, oft habe ich noch während eines Gebetes die Antwort auf Probleme und Fragen erkannt die mich bewegt haben. Jetzt bin ich aber doch verunsichert.
      Kann ein Mensch Christus nicht erkennen und den Heiligen Geist empfangen ohne (nochmalige) Taufe?


      Vielen Dank für eure Antworten & Gottes Segen,
      Nicolas
    • Hallo Nicolas,

      Erst mal Willkommen im Forum.

      Nicolas schrieb:

      Ein Bekannter sagte mir nun dass meine vorherige Taufe vor Gott nicht gültig sei und ich ohne nochmalige Taufe auf den Namen Jesus keine Erlösung erlangen würde.


      Ganz abgesehen davon welcher Meinung ich zu dem Thema bin. Es zählt nicht was dir ein Bekannter sagte, sondern nur das, was du selbst aus der Bibel erkennst. Und nur wenn du selbst aus der Bibel erkennst, das die nochmalige Taufe hinsichtlich Mt. 28,19 notwendig ist, dann wird es auch Sinn machen.

      Ich vermute, dass sich dein Bekannter auf folgenden Vers beruft:

      Mk 16/16 Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden.

      Stell dir selbst die Frage, ob dieser Text für dich zutrifft.


      Nico schrieb:

      Nicht dass ich irgendetwas dagegen hätte mich nochmal taufen zu lassen, aber ich war mir meiner sehr persönlichen und intensiven Beziehung zu Christus eigentlich ganz sicher. Auch war ich überzeugt davon dass der Heilige Geist in mir wirkt, oft habe ich noch während eines Gebetes die Antwort auf Probleme und Fragen erkannt die mich bewegt haben. Jetzt bin ich aber doch verunsichert.
      Kann ein Mensch Christus nicht erkennen und den Heiligen Geist empfangen ohne (nochmalige) Taufe?


      Natürlich wirkt der hl. Geist auch in kindsgetauften Gläubigen, er wirkt in jedem Menschen, der ihn wirken lässt. Trotzdem sollte man sich die Frage stellen, ob die Kindstaufe der richtige Weg ist für einen Christen.

      viele Grüße

      Tricky

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tricky ()

    • Hallo,

      da hat Dien Bekannter mMn übertrieben. Wer es nicht besser weiß, kann auch ohne Taufe gerecht gesprochen werden. Die Taufe ist keine Eintrittskarte in den Hinmel. Aber wen die Erwachsenentaufe erkannt hat, sollte mMn auch danach handeln und sich taufen lassen. So, wie man nach allem, was man als Gottes Willen erkennt, handeln sollte. Es ist nicht mehr, und auch nciht weniger.

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • oliver schrieb:

      Ist bei euch die Taufe nicht heilsentscheidend. Das lehren doch die Adventisten, dass jeder getauft werden muß, der errettet werden will.


      Lehrt das nicht die Bibel?

      Mk 16/16 Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden.
    • Erstmal vielen Dank für eure Antworten.

      tricky schrieb:

      Ganz abgesehen davon welcher Meinung ich zu dem Thema bin. Es zählt nicht was dir ein Bekannter sagte, sondern nur das, was du selbst aus der Bibel erkennst. Und nur wenn du selbst aus der Bibel erkennst, das die nochmalige Taufe hinsichtlich Mt. 28,19 notwendig ist, dann wird es auch Sinn machen.
      Da hast du natürlich recht, andererseits hilft es mir aber oft auch die Bibelauslegung anderer Leute zu berücksichtigen, jedenfalls solange sie für mich plausibel sind.
      Ich hielt die Taufe durch Wasser für das "offiziell machen", sich vor allen Anderen zu Jesus zu bekennen, und das Bewusst werden der eigenen Sündhaftigkeit, die Erkenntnis und Annahme Christus als einzigen Erlöser für die eigentliche, "Geistige" Taufe.
      Aber ich sehe keinen Grund der gegen eine neue Taufe spricht, und die ist dann wirklich Bewusst und aus Glauben heraus, so wie ich Mt. 28,19 auch verstehe.
      War nur ein seltsames Gefühl, so als ob ich etwas ganz Wesentliches nicht verstanden hätte und ohne es zu ahnen die ganze Zeit in Sünde gelebt hätte.

      Liebe Grüße,
      Nicolas
    • sanfterengel schrieb:

      Aber wen die Erwachsenentaufe erkannt hat, sollte mMn auch danach handeln und sich taufen lassen. So, wie man nach allem, was man als Gottes Willen erkennt, handeln sollte. Es ist nicht mehr, und auch nciht weniger.
      Sehe ich auch so. Hab mich halt nur gefragt, was wäre wenn.. wäre ich in Sünde gestorben, wenn ich ohne aus Glauben getauft zu sein gestorben wäre? Ich hab die Bibel gelesen, aber eben nicht so verstanden.

      Liebe Grüße,
      Nicolas
    • es ist keine Sünde gläubig zu leben und nicht getauft zu sein. Wichtig für den Fall ist fest zuhalten dass eine Kindertaufe keine Taufe ist und somit eine Erwachsenentaufe keine Wiedertaufe darstellt sondern nur DIE einzige Taufe dann wäre.


      Gott hat uns ein Beispiel gegeben in der Hochzeit. Du lernst jemanden zu lieben und mit ihm einen Weg zu gehen aber irgendwann sollte es offiziell gemacht werden.
      Irgendwann ist der Höchste Tag bereit gefeiert zu werden zwischen zwei Menschen. Die Taufe ist die Hochzeit zwischen Gott und dem Menschen. Der Bund wird besiegelt und eine Freude. Ich kann jeden nur ermutigen sich für Gott zu entscheiden und sich taufen zu lassen. Ungetauft gläubig leben zu wollen ist wie nichts ganzes und nichts halbes. Eine wilde Ehe ist nicht optimal.

      Aus meiner eigenen Erfahrung ist die Taufe wirklich wie eine Hochzeit. Keiner wirds bereuhen das offiziell gemacht zu haben sondern es ist eine Freude für sich selbst und für die Gemeinde.

      Gottes Segen bei deiner Entscheidung.


      Und ja die Taufe ist fürs Heil notwendig UND NEIN die Taufe ist nicht zum Heil notwendig :) Widersprüche aber wenn mans mal begriffen hat der kann das Wort Jesu über die Taufe absolut verstehen aber ebenso den Erlösten Verbrecher am Kreuz der nichtmehr in der Lage dazu gewesen ist. Wer ohne besseres Wissen gläubig aber ungetauft gestorben wäre der ist ebenfalls erlöst. Das gilt für alle Christen.
      Der Narr spricht in seinem
      Herzen:
      "Es gibt keinen Gott!"
      Psalm 14: 1
    • Hallo Nico,

      es freut mich, dass du hier einige Anregungen für dein Leben findest.

      Nico schrieb:

      Da hast du natürlich recht, andererseits hilft es mir aber oft auch die Bibelauslegung anderer Leute zu berücksichtigen, jedenfalls solange sie für mich plausibel sind.


      Ich wollte auch mit meiner Antwort nicht sagen, dass anderer Leute Meinung nichts zählt. Es ist oft wichtig von anderen gewisse Wahrheiten vermittelt zu bekommen. Nur ist es dann genauso wichtig diese Wahrheiten zu den eigenen Wahrheiten zu machen und nicht aufgrund von "fremder" Wahrheit etwas zu tun. Denn das hält dann nicht. Es zählt die persönliche Erkenntnis und natürlich die daraus resultierende Praxis.
    • Naja das eine Kindstaufe keine Taufe ist lehren zwar die Adventisten, aber es ist Gott der in dieser Sache entscheidet. Die Taufe ist wie gesagt einen Bund zwischen Gott und den Menschen, warum soll ein Kind diesen Bund nicht eingehen können. Jesus selbst nennt doch die Kinder als Vorbilder, da sie bedingungslos glauben können. Meiner Meinung nach ist deswegen keine zweite Taufe notwendig.

      Gruss
      DonDomi
    • Hallo Nico.

      Ich weiß nicht, in welchem Alter und mit welchem Bewußtsein du getauft wurdest. Mir fallen da die Worte von Paulus ein:

      Apg 19.3 Und er sprach: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sagten: Auf die Taufe des Johannes. 19.4 Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er dem Volk sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das ist an Jesus. 19.5 Als sie es aber gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen.

      Frage dich selbst, worauf du wirklich getauft wurdest, als du klein warst. Was hast du dir dabei damals gedacht? Welche Beziehung hattest du zu Jesus?

      Es ist nicht verkehrt, mit einer neuen Taufe ein neues Leben in Christus anzufangen, indem deine vorherige Sünden abgewaschen werden. Entscheide selbst durch das Gebet, wie du am besten vorgehen sollst.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • DonDomi schrieb:

      Naja das eine Kindstaufe keine Taufe ist lehren zwar die Adventisten, aber es ist Gott der in dieser Sache entscheidet.

      Und warum lehren das unter anderem auch die Adventisten? Weil es das biblische Verständnis ist!


      Die Taufe ist wie gesagt einen Bund zwischen Gott und den Menschen, warum soll ein Kind diesen Bund nicht eingehen können.
      Du selbst sprichst von der Taufe als einem Bund zwischen Gott und den Menschen. Ein Bündnis muss von beiden Seiten erkannt und akzeptiert, also angenommen werden. Das erfordert mündige - zumindest zu einer Entscheidung fähigen - Bundespartner. Das ist bei einem Baby und auch bei einem Kleinkind nicht der Fall. Daher will es - wie es Jakob der Suchende schon erwähnt hat - durch Gebet geprüft sein, wieweit man bei der Taufe als Kind wirklich eine Beziehung zu Jesus hatte, ob man sich wirklich selbst für die Taufe entschieden hat, und ob man sich der Bedeutung der Taufe im Klaren war. Entscheiden kann und muss sich jeder selbst. Diese Antworten sollen eventuell als Entscheidungshilfe dienen.

      Jesus selbst nennt doch die Kinder als Vorbilder, da sie bedingungslos glauben können. Meiner Meinung nach ist deswegen keine zweite Taufe notwendig.

      Na ja... In welchem Zusammenhang erwähnte Jesus die Kinder als "Vorbild"? Das bedingungslose Vertrauen eines Kindes, das Jesus hier anspricht, betrifft eben das kindliche Vertrauen zum Vater. Nicht aber als Beispiel für Babytaufen.

      Für mich persönlich war es wichtig, weil ich für mich erkannt habe, dass ICH mich selbst für oder gegen Jesus entscheiden muss und dass niemand stellvertretend für mich das tun kann. Außerdem weiß ich gar nicht, was mein Taufpate bei meiner Babytaufe für mich gesprochen oder versprochen hat. Ich weiß nicht, ob ich damit Konform gehen kann. Mit der Lehre dieser Kirche kann ich nicht in Einklang kommen. Daher sehe ich die Babytaufe bei mir als Ungültig an und bin sogar sehr froh darüber, dass ich diese Möglichkeit habe und nicht durch das Versprechen eines Taufpaten an (falsche) Lehren gebunden bin. Das ist meine Ansicht. Andere mögen das wieder anders sehen.

      Ich hoffe, die vielen Ansichten irritieren Nico nicht zu sehr. Denn die Entscheidung liegt letztendlich bei ihm.

      Nico, ich wünsche dir Gottes Segen für deine Überlegungen.

      ***
    • @Nachtperle:

      Ich weiss, dass die Adventisten Kindstaufe als unbiblisch ansehen, ich sehe das anders.
      Ich möchte aber noch anmerken, dass bei vielen Evangelischen Kirchen nach der Kindstaufe noch die "Konfirmation" erfolgt. Die Konfirmation ist dabei der Zeitpunkt an dem das junge Erwachsene den Glauben in die eigene Hände nimmt und vor Gott bezeugt, dass es nach der Lehre Jesu nachfolgen möchte. Es ist also so etwas wie eine Art Taufe. Das die Kinder schon vorher getauft werden beruht auf der Annahme, dass man diese benötigt um in das ewige Himmelreich zu kommen und um Teil der Gemeinschaft zu sein. Wohlgemerkt es wird keiner ausgeschlossen, wenn er nicht getauft ist.

      Gruss
      DonDomi
    • @DonDomi

      Ich weiß, dass nicht nur Adventisten das so lehren. Ich weiß auch, dass es das biblische Verständnis ist....

      Deshalb ist es auch gut, wenn jeder selbst unter Gebet nachforscht, wie er tun soll. Und es ist gut, wenn sich ein Mensch auf Grund seiner Prüfungen und unter Gebet erkannten Ansichten handelt. Niemand soll für einen anderen Entscheiden. Das betrifft im Besonderen auch die Taufe!

      Ich respektiere das voll und ganz, dass du Kindertaufen akzeptierst...
    • Hallo,

      nu hab ich meinen Beitrag ausversehen gelöscht, also nochmal von vorne. -.-

      oliver
      Ist bei euch die Taufe nicht heilsentscheidend. Das lehren doch die Adventisten, dass jeder getauft werden muß, der errettet werden will.


      Nein, das lehren wir so nicht.
      Die Taufe an sich ist eine "Regel" wie jede andere. Es geht hierbei darum, ob ich Gott gehorsam bin. sie ist kein Sakrement oder Ritual, dass einen per se rettet. Wenn ich die Taufe erkannt habe, aber sie nicht praktiziere, so muss ich das selsbt verantworten können. Ich verstoße dann abein gegen ein gebot Gottes. Wenn ich sie aber nciht erkannt habe, aber sonsbt nach meinen Erkenntnissen versuche, Gottes Willen zu praktizieren, ist das völlig o.k. Sie ist kein übergeordnetes Gebot, somndern gleichweirtig, sie trotz Erkenntis abzulehnen, ist sünde, wie wir auch alle lügen, mopsen, sticheln,oder auch manchmal morden, ehebrechen, etc. Ich glaube nicht, dass das uns das Heil nimmt...
      Das beste beispiel dafür ist folgendes Szenario. Tiefgläubige Person will sich taufen lassen, stirbt aber auf dem Weg zum Taufgottesdienst bei einem Autounfall. Ist sie jetzt verloren? Ich denke, dass wir das alle abstreiten würden. Die Taufe hat nichts errettendes an sich. Sie ist ein zusätzlicher Segen, den man sich entgehen lässt, aber sie ist nicht heilsnotwendig. Heilsnotwendig ist die Bereitschaft zum Gehorsam Gott gegenüber. Darum geht es dann viel eher, wenn man die Taufe trotz Erkenntnis ablehnt. Und das kann nur Gott beurteilen.

      Ansonsten hat Baptist eigentlich alles gesagt, was ich hätte schreiben wollen. Danke Dir! (hug)

      Baptist
      Ich kann jeden nur ermutigen sich für Gott zu entscheiden und sich taufen zu lassen.

      Bei mir hst Du das ja erfolgreich geschafft. Und ich bereue keine Minute, dass ich den Schritt gewagt habe. Ich hatte nen genialen Taufunterricht, die Taufe war toll, und Gott ist einem einfach besonders nah, das ist eien Erfahrung für sich. Auchw enn meien Gottesbeziehung noch sehr ausbaufähig ist...

      Und ja die Taufe ist fürs Heil notwendig UND NEIN die Taufe ist nicht zum Heil notwendig

      Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Welche Nouancen oder Sinnesänderungen willst Du durch die Verwendung verschiedener Präpositionen deutlich machen? Erklärst Du mir das bitte? blusgfrsge

      Nico
      Danke dir, dass Beispiel mit der Hochzeit ist wirklich gut.

      Wenn mich nciht alles täuscht, stammt das Beispiel von jesus selnsbt. Auf jeden Fall ist es in der Bibel zu finden. :)

      DonDomi
      Die Taufe ist wie gesagt einen Bund zwischen Gott und den Menschen, warum soll ein Kind diesen Bund nicht eingehen können.

      Du hast schon recht. Aber einen Bund geht man bewusst ein. Ab wekchem Alter sind Kinder also in der Lage? Kann das ein Säugling? Ein Kleinkind? M.E. bezweifle ich das. Ein fünfjähriges Kind kann das mMn möglicherweise schon selbst entscheiden udn auch die Konsequenzen dessen abschätzen, aber kein Kleinkind oder Säugling, wie es in den Kirchen praktiziert wird. Zumal ein bisschen Wasser drauftrofen keine taufe ist. Der symbolische Gehalt geht dabei völlig verloren. Auch fehlt einem einfach diese ganz spezielle Erfahrung, dieser Segen, sich bewusst entschieden zu haben.
      Ich finde inzwischen auch den Ausdruck "Glaubenstaufe" sinnvoller. Dieser drückt das ganze viel besser aus. Es geht nicht um das Alter, sondern darum, dass die Taufe aus Glauebn udn Überzeugung des Täuflings begangen worden ist. Das kann m.E. kein Säugling.

      @Jacob Danke für den interessanten Text. Beim Lesen fiel mir auf, dass die Jünger die Glaubenstaufe des Johannes nicht anerkannten. Da frag ich mich, wieso? Es war doch eine Taufe, die allen Ansprünge genüge tat, oder? Warum sollten sich die Betroffenen nochmals taufen lassen? Was war der Sinn, was haben die Jünger sich dabei gedacht? Warum amchten sie das?

      Liebe Grüße

      Kathrin
      Lass mich am Morgen hören Deine Gnade, denn ich hoffe, HERR, auf Dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehn soll, denn mich verlangt nach Dir. (Ps 143,8 )

    • Hi

      @Sanfter Engel: Die Kinder übernehmen erst mit der Konfirmation die eigene Verantwortung, das ist also so etwas wie eine Art Taufe.

      Dann wegen den Wassertropfen: Gemäss Bibel haben die Jünger resp. Apostel sogar nur die Hände aufgelegt. Das untertauchen im Wasser ist ein rein symbolischer Akt und hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit der Taufe.

      Diese zweite Taufe der Jünger war die Geistestaufe, so haben die Jünger den heiligen Geist gespendet. Das konnte mit der Johannestaufe nicht getan werden, da dieser dazu gar nicht berechtig war.

      Gruss
      DonDomi
    • Das die Kinder schon vorher getauft werden beruht auf der Annahme, dass man diese benötigt um in das ewige Himmelreich zu kommen und um Teil der Gemeinschaft zu sein.
      - Die Taufe hat ihre Wurzeln noch bei Johannes (und vielleicht noch viel früher). Johannes taufte die Menschen, indem sie ihre Sünden bekannten und so sich so auf den Weg mit dem Herrn vorbereiteten. Die Taufe schloss anschließend die Führung eines gerechten Lebens mit ein (Lk 3.7-14). Hier entsteht also die erste Frage: inwieweit war der Mensch bei seiner Kindertaufe darauf vorbereitet, ein gerechtes Leben zu führen?

      - Wenn die Kindstaufe notwendig wäre, müsste auch Jesus in Seinem Kindsalter getauft werden. Und hier ist nicht sogar die Entscheidung der Eltern entscheidend, denn schon mit 12 Jahren, als er nach judischer Tradition verantwortungsvoller Mensch wurde und anfing, durch eigene Entscheidung die Schriften im Tempel zu studieren, würde er - wenn es aus Seiner Sicht notwendig wäre - auch getauft werden. Jesus trifft diese Entscheidung jedoch erst direkt vor Seinem Weg mit Gott.

      - Paulus begründet die Taufe als den Tod in Christus und ein neues Leben in Christus, ohne sündiges Leben und im Bestreben zur Heiligkeit. Wenn man ein kleines Kind fragt, was er davon versteht, bzw. sein Leben nach seiner Kindertaufe in der Praxis anschaut, dann ist hier nur wenig von "in Christus gestorben" spürbar.

      - Jesus sagte sehr deutlich, dass das Himmelreich den Kindern gehört. Kleine Kinder, die noch nicht verstehen, dass sie etwas böses tun, können dafür auch nicht gerichtet werden. Selbst die Juden setzten hier den Mindestalter von 12 Jahren.

      Aus den genannten Punkten komme ich zu der Meinung, dass die Kinder weder Buße tun können, noch verstehen, worauf sie sich taufen, noch die Bedeutung der Taufe im Nachhinein, das Leben danach praktisch nachvollziehen. Damit braucht ein kleines Kind die Taufe nicht.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo Don

      DonDomi schrieb:

      @Sanfter Engel: Die Kinder übernehmen erst mit der Konfirmation die eigene Verantwortung, das ist also so etwas wie eine Art Taufe.

      Ich weiß nicht, ich fühle mich komisch, wenn ich zu etwas in der Bibel direkt aufgefordert werde (aus Wasser und Geist, heißt es beim Gespräch mit Nikodemus) und dann mache ich etwas "so wie eine Art...". Das ist mir persönlich zu relativ. So in der Art habe ich eh jeden lieb, ABER in der Praxis...
      das passt irgendwie nicht.


      DonDomi schrieb:

      Dann wegen den Wassertropfen: Gemäss Bibel haben die Jünger resp. Apostel sogar nur die Hände aufgelegt. Das untertauchen im Wasser ist ein rein symbolischer Akt und hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit der Taufe.

      Für alles, das wir als Christen tun, sollten wir ein klares "es steht geschrieben" vorweisen können. Johannes taufte im Jordan nicht mit Wassertropfen, sondern mit Untertauchen. Wo steht hier, dass Säuglinge getauft wurden? Es gibt eine einzige Stelle in der Apostelgeschichte wo man das ansatzweise ableiten könnte, mit sehr viel Bemühen der Worte wenn und womöglich.


      DonDomi schrieb:

      Diese zweite Taufe der Jünger war die Geistestaufe, so haben die Jünger den heiligen Geist gespendet. Das konnte mit der Johannestaufe nicht getan werden, da dieser dazu gar nicht berechtig war.

      Die Ausstattung mit dem Heiligen Geist, die Befähigung und Berufung zum Dienst ist keine zusätzliche Taufe, da ja bei der richtigen Taufe, wie sie uns biblisch vorgestellt wird (Mt. 28,19) der hl. Geist bereits mit dabei ist.


      DonDomi schrieb:


      Naja das eine Kindstaufe keine Taufe ist lehren zwar die Adventisten, aber es ist Gott der in dieser Sache entscheidet.

      DonDomi schrieb:

      Ich weiss, dass die Adventisten Kindstaufe als unbiblisch ansehen, ich sehe das anders.

      Gibt es für diese Gottesentscheidung bzw. für das "anders sehen" eine biblische Begründung? Bitte nicht als Angriff sehen, ich würde das nur gerne lesen.

      adventistische Position ist:
      Mk 16/16 Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber nicht gläubig geworden ist, wird verdammt werden.

      es sind genau betrachtet 2 Positionen. Und sie zeigen mir auch wie Gott handelt.


      viele Grüße

      tricky