Wie liest man die Bibel "richtig"?

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    • Bogi111 schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      "wir lesen die Bibel so, we sie geschrieben ist" - ???? (ein STA - Theologe) a so ? In KJV - Version oder nach Luther oder nach Elberfelder ??? wo zum Beispiel "tausend" immer "tausend sind, obwohl es im Grundtext auch "unzählbar viele" beuetet ?
      Philo,aber bei 2300 Tagen werden Jahre gelesen...
      Lieber Bogi, lieber philo, zu den "2300 Tagen" gibt es diverse Auslegungen! -----> siehe hier: -----> 1844 - Ein prophetisches Datum

      Eine weitere dieser Auslegungen fand sich gar im (deutschen) Studienheft zu Daniel auf Seite 74!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Bogi111 schrieb:

      Keine 6 und keine 7, passt auch nicht zu den angegebenen Wochen....
      2.300 Tage als echte Tage, wobei das Jahr = 365,2422 Tage umfasst, was = 6,297 Jahre (= 6 Jahre, 3 Monate und 17 Tage) ergibt.

      Die Auslegung zu Onias III.(Hohepriester): seine Ermordung Herbst 170 v.Chr. + 2.300 reale Tage = 6 Jahre, 3½ Mon. = Jan.163 v.Chr.*


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      * ----> siehe in "Daniel - Studienheft zur Bibel" auf S. 74: „Andere Ausleger gehen von 2300 Tagen aus und sehen darin die Zeit der
      Judenverfolgung, beginnend mit der Ermordung des ehemaligen Hohepriesters Onias III. im Herbst 170 v.Chr.”
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • freudenboten schrieb:

      Der Begriff "Yom" im AT bedeutet primär ZEIT, universell und kalendarisch.

      ER ist nicht festgelegt auf/reserviert für eine Erdachs-Umdrehung!
      ----> Somit könnten also auch die sechs Schöpfungstage längere Zeiträume umfassen und keine wie die Siebten-Tags-Adventisten behaupten 6 mal 24 Stunden Tage sein!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • In Gen. 2:4. wird die GESAMTE Schöpfungszeit als EIN YOM=eine Sieben-Zeit betrachtet. Es ging nicht um 24-Stunden-Tage in der Genesis, das ist nur eine Interpretation des 19. Jahrhunderts GEGEN den DARWINISMUS. Erst im vierten Schöpfungswerk gab es "Himmelskörper"/Kalender.

      Der Darwinismus hat aber mit der Genesis nichts zu tun, weil es vor dem "Sündenfall" kein Sterben/Tod gab.

      Darwins Fehler war die Bezeichnung "ORIGIN" of Species durch lange Zeiträume NACH DEM SÜNDENFALL.

      Treffender wäre "Modification/Adaptation" gewesen,

      Den Materialisten zufolge gab es den Tod SCHON IMMER.

      Der Bibel zufolge ist diese Auffassung ein Trugschluss. Die "Dauer" der Schöpfung hat nichts mit "Erdgeschichte" zu tun.

      Vergl. auch Joh. 16:9.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      ----> Somit könnten also auch die sechs Schöpfungstage längere Zeiträume umfassen und keine wie die Siebten-Tags-Adventisten behaupten 6 mal 24 Stunden Tage sein!
      Ja, wenn zwischen Abend und Morgen jeweils mehr als 12 Stunden liegen ... z.B: tausend Jahre oder so was...
      Was soll der Unsinn?
      Warum sollen "längere Schöpfungstage" das Wunder der Schöpfung plausibler machen?

      Wie liest man die Bibel richtig, lautet hier die Frage.

      Meinst Du man liest sie richtig, wenn man versucht sie mit irgendwelchen außerbiblischen Theorien (wie z.B. der Evolution) zu harmonisieren? Oder mit "wissenschaftlichen Erkenntnissen" über Dinge, die sich der Wissenschaft prinzipiell entziehen (wie die Schöpfung)?

      Ich denke das ist ein absurder Irrweg. Aber wenn Du meinst, Gott will den, der sein Wort einfach nimmt in die Irre führen, indem er längere Zeiträume mit Abend/Morgen charakterisiert, dann kann ich Dir auch nicht helfen.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Eine scheinbar dumme Aufgabenstellung : Übersetzt einmal "mit Kind und Kegel" oder "Wir singen und sagen vom Grafen so gerne - " ins Englische oder Französische : - und drückt bitte auch die Alliteration in der Übersetzung aus !

      Nein, ich habe soeben Walter Bühlmann - Kurt Scherer : "Sprachliche Stilfigureb der Bibel " in der Hand - und zudem ein zweites Exemplar des lange vergriffenen Werkes bei amazon bestellt.

      Aber vielleicht hat man Zugang zu einer Bibliothek, der Thehologen, welche das Buch hat - und schaut es für sich einmal durch.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Da gehe einmal in eine theologische Bibliothek und schaue nach dem von mir zitierten Buch Bühlmann - Scherre verfassten Kompendium der Sprachbilder in der Antike ( ! ) - die in ihrer Fülle wörtlich zu übersetzen ist schlechtweg unmöglich; Luther hat einige in unsere deutsche Alltagssprache ( ! ) eingeführt; "konkordante" Übersetzer stoilpern darüber, fundamentalistisch Wortgläubige deuten Sprachgebilde, welche eine Stimmung, eine tiefe Bedeutung, eine Situation beschreiben, indem sie den Text wortwörtlich "zerfleddern" - - -

      Und übersetze einmal nach den Grundsätzen dieser dem Grundtext gegenüber Resüpektlosen - wie oben schon angegeben - "Kind und Kegel" in das Englische oder Französische - konkordant, bitte !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • STUDIENHEFT – Wie legen wir die Bibel aus? – 5. - 11.4. Sollte hier besprochen werden. Mir gefallen Gedanken gut! Was meint Ihr? Zitate in Auszügen (in Klammern Seite vom Studienheft! Hervorhebung von mir!):


      Ellen White:
      „Es war Gottes Wille, der Welt die Wahrheit durch menschliche Werkzeuge mitzuteilen. Er selbst hat durch seinen Heiligen Geist Menschen befähigt, diese Aufgabe durchzuführen. Was zu reden oder zu schreiben war, zu dieser Auswahl hat er die Gedanken geleitet. Der Schatz war irdischen Gefäßen anvertraut worden, aber nichts-destoweniger ist er vom Himmel“ (1 FGG 26).(S.10)

      Wie Paulus bezeugt auch Petrus den göttlichen Ursprung der Heil.Schrift, ohne den Vorgang der Inspiration näher zu erläutern. Was uns heutzutage besonders interessiert und zu kontroversen Diskussionen führt – nämlich wie (Verbal-, Mental- und Personal-)Inspiration funktioniert –, interessierte die biblischen Schreiber offenbar wenig. Ihnen war wichtig, die Funktion und Bedeutung der Heil. Schrift zu betonen.

      „Die Bibel wurde nicht in einer großartigen, übermenschlichen Sprache gegeben ... Die Bibel musste in menschlicher Sprache geschrieben werden. Alles Menschliche ist unvollkommen ... Die Bibel wurde für praktische Zwecke gegeben.

      Nicht die Worte der Bibel sind inspiriert, sondern ihre Verfasser. Die Inspiration wirkt nicht auf die Worte oder Ausdrücke der Menschen, sondern auf sie selbst. Sie wurden unter dem Einfluss des Heiligen Geistes mit Gedanken erfüllt.

      Doch die Worte tragen den Stempel des individuellen Verstandes. Der göttliche Geist hat sich mitgeteilt. Der göttliche Verstand und Wille verbinden sich mit dem menschlichen Verstand und Willen. ...” (FGG 1, 20f.) (S.15)

      Gottes Wort im Mund der Menschen

      „Daß die Schrift von Gott kommt, das glauben wir, weil die Kraft des Geistes uns erleuchtet, nicht aber auf Grund des eigenen Urteils oder desjenigen anderer ... Wir kommen zu dieser Gewissheit, weil wir empfinden, dass hier die unbezweifelbare Gewalt göttl. Majestät waltet und wirkt – und diese Kraft zieht und entzündet uns zum Gehorsam, mit Wissen und Wollen, aber viel lebendiger und stärker als alles menschliche Wollen und Wissen“ (Calvin, Institutio I, 7, 5) (S 16)

      Welche Parallelen lassen sich zwischen dem inspirierten (Bibel) und dem inkarnierten Wort (Jesus) ziehen?

      Wie Jesus durch den Hl. Geist empfangen, aber von einer Frau geboren wurde, so ist auch die Hl. Schrift göttlichen Ursprungs, wurde aber von Menschen überbracht.

      Jesus wurde Mensch in Zeit und Raum ...in einer bestimmten Kultur; doch dies machte seine Göttlichkeit nicht zunichte. Auch das geschriebene Wort wurde in eine konkrete Zeit .. hineingesprochen, dennoch ist es nicht nur für die damalige Zeit .. von Bedeutung.

      Als Mensch hatte Jesus Schwächen und Grenzen, doch er blieb ohne Sünde. Auch die Bibel wurde nicht in einer übermenschlichen, vollkommenen Sprache geschrieben; ... Sie erhebt nicht den Anspruch, fehlerfrei zu sein, offenbart aber die Botschaft Gottes auf vertrauenswürdige Weise und führt Leser nicht in die Irre.

      „Die Bibel wurde von inspirierten Menschen geschrieben, aber es ist nicht die Art, wie Gott seine Gedanken ausdrückt, sondern wie es Menschen tun. ... Die Autoren der Bibel waren Gottes Schreiber, nicht seine Feder“ (1 FGG 20f.).


      Die Bibel „bildet eine spezielle Verbindung des Göttlichen mit dem Menschlichen. Eine ähnliche Verbindung

      bestand auch in Christus, dem Sohn Gottes und dem Menschensohn. Daher kann man von der Bibel wie auch von Christus sagen: ‚Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns‘ (Joh 1,14 EB)“ (VSL 10). (S.17)
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Darf man die Bibel „wohlwollend-kritisch” betrachten – und was bedeutet das eigentlich?

      Was man beim Vergleich zwischen dem inkarnierten Wort (= der Logos Jesus Christus) und dem inspirierten Wort (= der Heiligen Schrift) meines Erachtens noch berücksichtigen müsste, ist daß Christus direkt von Gott kam und vollkommen und fehlerlos war – die Bibel aber - da von fehlerbehafteten Menschen geschrieben - daher durchaus auch Fehler enthalten kann. Im Studienheft wird auf Seite 17 ja gesagt, dass die Bibel nicht den Anspruch erhebt, fehlerfrei zu sein! Auch Ellen White sieht das wohl so wenn sie sagt, dass „alles Menschliche unvollkommen ist” (Studienheft auf Seite 15). „Die Bibel ist also als das schriftgewordene Wort Gottes nicht[/i] irrtums- und fehlerlos” (SH, Seite 12), wie „manche bibelgläubige Christen über die Heilige Schrift denken. (aaO, S.12) ----> Christen glauben daher auch nicht an die Bibel sondern an den Herrn Jesus Christus!

      Und doch ist die Schrift theópneustos (gottgehaucht), und lat. inspirata (inspiriert)!

      Es bleibt somit die Frage die auch auf Seite 19 im Studienheft gestellt wird: Darf man an die Bibel kritische Fragen stellen?


      Ein Moslem würde hier wenn man eine solche Frage an sein heiliges Buch den Koran stellen würde, diese Frage eindeutig verneinen, denn laut dem Islam stamme der Koran direkt vom Himmel, damit jedes Wort direkt von Allāh (= der Gott des Islam). Der Islam vertritt also eine radikale Verbalinspiration!

      Eine vernünftige Antwort auf diese wichtige Frage steht im Studienheft auf Seite 18. Bevor ich darauf eingehe möchte ich meine Haltung dieser Frage gegenüber darlegen, die selbstverständlich gerne hier diskutiert werden darf! Wer an die Bibel ohne Glauben herangeht und dieses Buch genauso beurteilen will, wie jedes andere Buch auch (---> siehe unten!), der verkennt die einzigartige herausgehobene und einmalige Stellung der Heiligen Schrift! Um der Schrift, die notwendige Ehre zukommen zu lassen, halte ich es für geboten vor dem Lesen der Bibel im Gebet immer um den Beistand des Heiligen Geistes zu bitten, d.h. die Bibel betend lesen! Das ist meines Erachtens ganz wichtig! Pure oft glaubenszersetzende Bibelkritik rein um der Kritik willen, wie oft von der historisch-kritischen Methode angewandt, wird der Bibel absolut nicht gerecht!

      Die überzeugende und ausgewogene Antwort im Studienheft zur o.g. Frage lautet:
      „Das heißt allerdings nicht, dass kritische Fragen nicht erlaubt sind oder dass blinder Glaube verlangt wird. Im Gegenteil ... Deshalb gehört zum ernsthaften Bibelstudium ein methodisches Instrumentarium, das die Texte einer wohlwollend-kritischen Überprüfung unterzieht – nicht, um sie sich vom Leib zu halten und Zweifel zu nähren, sondern um nicht Fehldeutungen zu erliegen. In diesem Sinn ist kritisches Denken für den Glauben unverzichtbar, denn es unterscheidet Bewährtes und Verlässliches von Irrigem und Nebensächlichem.”

      Schließen möchte ich meine Abhandlungen mit einem Zitat des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer:

      „Die Bibel kann man nicht einfach lesen wie andere Bücher. Man muss bereit sein, sie wirklich zu fragen. Nur so erschließt sie sich. Nur wenn wir die letzte Antwort von ihr erwarten, gibt sie sie uns. Das liegt daran, dass in der Bibel Gott zu uns redet.“ (SH, S. 9)

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      Markierungen und Hervorhebungen von mir!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • freudenboten schrieb:

      "Konkordant" bedeutet nicht nur, dass man einen Begriff unter einem bestimmten WORTLAUT findet.

      Es kann auch bedeuten, dass man den gleichen Begriff/Gedanken auch unter einem ANDEREN Wort finden kann.

      "Thematische Konkordanz"
      Und wo gibt es die ? - "konkordante Bibelübersetzungen" habe ich schon in der Hand gehabt : : ein = ein = ein = ein. - dafür gibt es einen eigenen Verlag ! (Schau' nach bei amazon.)

      Und jetzt übersetze einmal schön brav konkordant ins Englische : " ein Hund kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei - -

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      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -