Wie liest man die Bibel "richtig"?

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    • Wie liest man die Bibel "richtig"?

      hallo zusammen,

      es passiert mir nun mal sehr oft, nicht nur in diesem Forum, dass ich feststelle, dass ich so meine eigene Umgehensweise mit der Bibel habe und sich daraus ein doch zum Teil persönlich definierbares Verständnis ergibt. Leider führt dies oftmals zu - ich nenne es mal - Spannungen zwischen einigen usern und mir, weil mir vorgehalten wird, dass ich nicht jedem Satz voranstelle, dass dies meine persönliche Erkenntnis- oder Verständnislinie ist, was ich persönlich für überflüssig halte, weil ich nun mal davon ausgehe, dass jeder, der hier seine Meinung vertritt dies auch tut, weil es seine persönliche Meinung ist, seine persönliche Erkenntnis und seinem Verständnis entspringt - alles andere empfinde ich eigentlich nur als ein hineinkopieren und ewiges zitieren - wovon ich persönlich auch nicht so viel halte.

      In meiner nun etwas tiefer gehenden Diskussion zwischen Yokurt und mir im Evolutionsthread wird dies auch wieder ein augenscheinliches Problem, weil ich nun mal merke, dass ich die Bibel anders lese und verstehe als er, der er ganz offensichtlich auch eine klare theologische Schulung hinter sich hat, oder sich dies angeeignet hat (ich weiß es nicht).

      was also ist die richtige Vorgehensweise, wie man die Bibel zu verstehen hat. Wer jetzt nicht so genau weiß, was ich meine, den bitte ich, sich diese Konversation zwischen Yokurt und mir im betreffenden thread anzuschauen: Evolutionstheorie - Wie lange ist es her seitdem Adam geboren wurde? . Vor allem die letzten Seiten.

      ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, was richtig ist, wie man die Bibel zu lesen hat. ob es hier überhaupt auch aus der Bibel selbst entnehmbar eine klare Richtlinie gibt und somit auch das sich daraus ergebende Verständnis eben nicht subjektiver Natur ist, sondern nur objektiv sein kann und muss. wenn Yokurt möchte, kann er ja als Veranschaulichung des entsprechenden problems hier die Diskussion mit mir weiter führen und Verwendung der im anderen thread bereits genannten Argumente. Dies hilft vielleicht auch dem einen oder anderen an richtiger Stelle mit einzusteigen.

      Gruß
      Seeadler
    • Die Bibel fängt mit vielen Geschichten an. Erst gegen Ende kommen die "theologischen" Bücher über die man meistens viel streitet wie man sie verstehen soll. Meine Erfahrung ist es zuerst die Geschichten der Bibel zu lesen um den Gott der Bibel besser zu verstehen und wie dieser handelt. Aus diesen Geschichten lassen sich viele Charakterzüge herauslesen wenn man sie gut durchdacht liest. Die "theologischen" Bücher dienen zur Kontrolle oder Hilfe. Meiner Meinung nach sollten sie jedoch nicht als Basis dienen. Zuerst macht man ja auch Erfahrungen mit Gott im eigenem Leben. Aufgrund dessen macht man sich dann Gedanken wie Gott ist und wie er handelt. Wenn man jedoch zuerst die "theologischen" Bücher studiert, dann läuft man sehr schnell in die Gefahr sich sein eigenes Gottesbild aufzubauen, das mit dem wahren Gott nicht übereinstimmt. Das ist so weil solche Bücher meistens auch oft schwer zu verstehen sind und man sie oft sogar missversteht. Dadurch kommt es dann zu Streitigkeiten.

      Das ist mein persönliches Grundgerüst weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe und die Bibel nach diesem Gerüst aufgebaut ist.
    • Hallo, Jonajim

      Ein interessantes Thema, das Seeadler hier auf Grund aktueller Gegebenheiten ausgewählt hat.
      We ich (er) ahne wird das u.U. ein Thread mit vielen Beiträgen werden.

      Deshalb sollten wir auch darauf achten, was mit bestimmten Begriffen/Wörtern etc gemeint ist---schon das mal würde unnötige Verständnisschwierigkeiten vemeiden helfen.

      So will ich gleich mal damit schon beginnen und würde gerne festgelegt wissen:

      +) Welche biblischen Bücher gelten für dich als "theologische" Bücher, die dir zur "Kontrolle" und/oder "Hilfe" Wessen dienen?

      +) Welche Kriterien sind für dich maßgeblich, wenn Du einerseits ein biblisches Buch als "theologisch" bzw. "nicht theologisch" einstufst?

      +) Wie benennst Du dann also "nicht theologische Bücher"?
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      und noch einen Schritt weiter zu den Wurzeln, wenn es um das Verständnis von "Biblischer Theologie" gehen soll--und zuerst auch muß!!

      +) Was ist eigentlich das "Ziel"der biblischen Theologie" ? (Brauchen wir sie überhaupt? oder nur fallweise etc?)

      +) was ist unter Exegese und systematischer Theologie zu verstehen? sind das unterschiedliche Bezeichnungen für ein und denselben inhaltlichen Gedanken?, oder stehen sie für unterschiedliche Inhalte? Wenn ja, in welchem Zusammenhang stehen sie dann.

      Die Klärung dieser Fragen erachte ich für wichtig, weil wir--siehe oben--schon so ganz salopp darüber befinden, bei welchen Büchern/Texte etc "darf" oder hat die Theologie uns etwas anzubieten und wo "verbieten" wir deren "Mitreden", wenn wir ein biblisches Buch lesen. Wer "Lehrt" uns dann (begleitend?). Der Prediger?. ein Komentar? Ich? Du?

      Ich denke das alles hat Gewicht bei der Frage "Wie lese (verstehe) ich die biblischen Aussagen richtig
      -------und wo bringt mich schon allein die falsche "Methode des Bibelstudiums" zu unbiblischen Ergebnissen?

      Theologen stehen auf dem Standpunkt:
      Die Methode (des Bibelstudiums) entscheidet über das (richtige/falsche(unterschiedliche) Ergebnis.
      denn--jedes Glaubenskonzept einer bestimmten Glaubensgruppe (auch das der STA!!) beruht letzen Endes auf den Grundlagen ihrer Glaubenspunkte, diese aber sind das Ergebnis ihres Bibelverständnisses, dieses aber ist wieder das Ergebnis ihres Textverständnisses---und dieses wieder ist letztlich das Ergebnis ihrer Art und Weise die Bibel zu lesen.
      Das jeweilige persönliche Bibelverständnis ist also (nicht unerheblich!!) von "meiner Methode" des Bibelstudiums abhängig.
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      das nur schon als einige notwendige Gedanken zum einstimmen auf das vorgegebene Thema.

      Zunächst: Wer hat Antworten zu meinen o.a. Fragen?
      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • "Theologische Bücher" sind für mich z.B. die Briefe des Paulus und die der anderen Apostel. Im AT sind das die Sprüche, Psalmen usw. Alles was eben keine Geschichtsbücher sind. Das 1.Buch Mose und z.T. das zweite Buch Mose, Josua, die Samuelbüche usw. sind für mich die Geschichtsbücher. Alles was in die Richtung geht. Am Anfang sollte man diese Geschichten einfach gut kennen und sich darüber viele Gedanken machen. Erst danach sollten für mich die anderen Bücher dran kommen. Um bei der biblischen Sprache zu bleiben. Die Geschichten sind das Milch und die anderen Bücher gehören zur festen Speise obwohl auch das Milch für uns oft eine sehr feste und zähe Speise sein kann. Beides ist wichtig. Nur sollte man eine gewisse Reihenfolge rein bringen. Ansonsten passiert genau das was den Juden passierte.

      (Hebräer 5:11-14) 11 Darüber hätten wir noch viel zu sagen; aber es ist schwer, weil ihr so harthörig geworden seid. 12 Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht feste Speise. 13 Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind. 14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.
    • Hallo, Seeadler,

      gute Themenwahl---

      die ersten Gedanken dazu sind ja schon nachlesbar, wobei auf meine Fragen noch nicht wirklich eingegangen wurde.
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      aber im Zuge des Nachdenkiens zu deiner Fragestellung glaube ich ist es auch wichtig deine Frage womöglich zu ergänzen.

      unter "Bibel RICHTIG lesen, kann jeder von uns was anderes verstehen.---einige Beispiele dazu

      Der Eine kann meinen, er liest die Bibel richtig, wenn es ihm ganz warm ums Herz wird----
      Der Andere mag meinen er liest die Bibel richtig, wenn er seine (Vor) Vorstellungen von Gott bestätigt oder eben widerlegt "nachliest"
      Du könntest, z.B. meinen, du liest die Bibel richtig, weil sie deinen wissenschaftlich/philosophischen Erkenntnissen entgegenkommt
      Ein weiterer könnte meinen, er liest die Bibel richtig, weil sie seinem bisherigen philosophisch orientierten Weltbild "Recht" gibt.
      Der Nächste könnte meinen, er liest die Bibel richtig, wenn er sie dort "umzuschreiben hat", wo sein Verstand und seine Erfahrungen nicht mehr "mitkommen"
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      Also----ich denke wir brauchen zunächst ein vorgegebenes "Ziel", ein Motiv, ein Argument, warum wir überhaupt die Bibel "richtig" lesen wollen.

      d.h:
      1. Ziel: warum wollen wir die Bibel lesen---zu welcher Thematik soll sie uns Auskunft geben, was soll sie uns "offenbaren" ? was oder worüber soll sie uns "informieren?

      2. Ziel
      : ist dein Thema: wie gehe ich also dann !! möglichst richtig vor, damit mir die Bibel--zum vorher definierten "was will ich wissen?" --die biblisch richtige Antwort gibt---
      mit anderen Worten: wie lese ich die Bibel "richtig" damit die Bibel mir offenbart worüber ich informiert sein möchte.

      Bevor wir uns hier nicht über Ziel 1 einig sind, werden wir beim Ziel 2 womöglich auch unterschiedliche "Methoden" anwenden--gegenseitiges Unverständnis ist vorprogrammiert.
      Das klingt ev. alles "so kompliziert" und vor allem scheint es völlig unnötig zu sein---ist es aber nicht!!

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Ich staune, wie Philosophisch und kompliziert Euch über die Basics unterhalten könnt. Gelle haben einige von Euch moderne "neue Theologie" studiert oder zumindest rein geschnuppert. ..... brauche keine Antwort darauf :rolleyes:

      Die Bibel sagt es doch selber, wie man sie richtig lesen soll. Mit Fasten und Gebet. Weil nur der HG kann zur EInheit und in die Wahrheit führen.

      Die Apostel haben so lange gebetet und gefastet und studiert, bis sie im Geiste zur EINHEIT gekommen sind.

      Nix jedem das Seine, nix jeder hat eine andere Interpretation, nix Vielfalt in der Wahrheit. Der HG kann sich nicht widersprechen!!

      Vonwegen am Anfang der Bibel sind nur Geschichten! Bei Mose ist die ganze Wahrheit und die Säule unseres Glaubens ganz detailliert beschrieben. Die ganze Ideologie, die ganze Wahrheit! Das Wesen Gottes, der große Kampf, alles, worum es hier auf Erden überhaupt geht. Wenn, dann ist die ganze und einzige Theologie im AT, vor allem in den Büchern Mose drin und fängt schon richtig in den ersten Kapiteln im Genesis an. Es ist unsere (STA) Identität. Alle anderen Kirchen und Gemeinden haben nur Paulus und seine humanen Predigten. Er ist die Religion der anderen Kirchen. Aber die STA, bitteschön, haben da einen großen Schatz.......... wenn man ihn nicht schon längst verworfen hat, wie ich behaupte. Heute findest Du nur selten einen Adventisten, der dir sagen kann, warum das Heiligtum, warum Opfer, warum Kampf zwischen Satan und Jesus, was macht Jesus gegenwärtig und wo, warum genau.....? Das wird heute kaum gepredigt. "Die STA braucht keine Identität mehr, wozu auch"..... sagte mal ein Prediger zu mir. Na dann, aller hopp.


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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Stofi schrieb:

      Ich staune, ...Die Bibel sagt es doch selber, wie man sie richtig lesen soll. Mit Fasten und Gebet. Weil nur der HG kann zur EInheit und in die Wahrheit führen. .

      JA, das ist fundamental und korrekt!

      Stofi schrieb:

      Nix jedem das Seine, nix jeder hat eine andere Interpretation, nix Vielfalt in der Wahrheit. Der HG kann sich nicht widersprechen!! Versteht Ihr das!

      Nein, versteh ich nicht - vielmehr: das halte ich für falsch.
      Das Wunder des Heiligen Geistes und des Glaubens ist, dass es "Einheit in Vielfalt" gibt. Das übersteigt unsere menschlichen Begrifffe. Menschen möchten alles einheitlich, am Besten "Klonen".
      GOTT schafft in der Vielfalt, auch in der Vielfalt der Erkenntnis! GOTT ist gross! yeah2ewfef
      Liebe Grüße, Heimo
    • Stofi, dein Argument hat Yokurt leider nicht im Repertoire aufgenommen, darum ist es gut, dass du es ansprichst. Ich denke, wir werden darauf etliche Male zurückgreifen. Das immer wieder auftretende Problem ist auch, dass man bei der biblischen Analyse sehr oft allzu schnell bereit ist, von Philosophie zu sprechen, und damit dem Thema eine bestimmte ursächliche Denkrichtung gibt.

      Ich muß ehrlich gestehen, ich habe mit Philosphie nur "ausversehen" etwas zu tun, aber nicht generell, meine aber ganz bestimmt nicht, mich dabei vordergründig mit Philosophie zu beschäftigen. Wer meine Beiträge liest, und weiß, was man unter Philosophie versteht, der wird merken, dass es mir hier nicht um Philosophie geht. Darum hat ja auch Yokurt ganz offensichtlich Probleme, meine Beiträge in diesem Sinne zuzuordnen.
      Ich sehe mich als Wissenschaftler im Sinne des Wortes aber nicht in der exakten Bedeutung einer daraus resultierenden lehrenden Tätigkeit. Denn um heute als Wissenschaftler anerkannt zu werden, im Sinne promoviert zu haben, mußt du nun mal bestimmte Kriterien erfüllen, die ich genauso wenig erfülle, wie bei der Philosophie.

      Stofi, nimm als Beispiel die Schöpfungstage. Wie liest du sie denn? So, wie sie hier immer wieder verteidigt und verlautbart werden, als einen 24-Stunden-Tag? Wo bitte steht irgendwo in der Bibel etwas über die Dauer des Tages von 24 Stunden? Damit fängt es schon mal an. Gut, vernachlässigen wir hier die 24 Stunden und behaupten es sind 23 Stunden und 56 Minuten und ein paar zerquetschte Sekunden. Wo aber lesen wir in der Schöpfung, dass der Schöpfungstag einen Tag dauert? ich behaupte nirgends! Wir haben also hier ein weiteres Problem, warum ich die Frage stellen muss, wie lese ich die Bibel richtig?

      Und dies war jetzt nur mal auf deinen Einwand bezogen.

      du siehst also, es ist schon notwendig, sich darüber näher Gedanken zu machen.

      Gruß
      Seeadler
    • @Seeadler

      Weil der Tag heute auch 24 Stunden dauert. Und weil Gott es gleich am ERSTEN Tag so eingerichtet hat: "es war Abend und es war Morgen, der erste Tag". Von den Naturgesetzen hat sich doch nichts geändert. Es ist nur die Sünde dazu gekommen, die einiges pervertierte, aber nicht die Naturgesetze, bzw. die Kosmischen Gesetze.

      Ich glaube, wir machen uns es oft alles selber zu kompliziert. Weil wir nicht sehen, dass diese Welt - mit Natur und Lebewesen, so existieren, weil Gott es vor tausenden von Jahren geschaffen hat. Blos ist alles durch die Sünde schäbig und krank geworden.
    • Die Methode, wie ich an die Bibel herangehe, habe ich schon erklärt.

      Das Ziel dieser Methode ist den großen Kampf zwischen gut und böse zu erkennen. Wer ist Gott? Wer ist Satan? Warum sollte ich lieber Gott gehorchen? Ist Gott wirklich gerecht? Wie macht Gott mich gerecht? Alles was in die Richtung geht. Alle anderen Themen bauen auf diesem Fundament auf, da ich weiß, dass dieser Kampf wirklich existiert. Das ist die Realität. Das passiert jeden Tag. Sobald man das Fundament jedoch vergisst, kann alles Folgende in eine selbsterdachte Religion führen die mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Darin liegt die Gefahr wenn man zuerst die schwere Kost zu sich nimmt anstatt zuerst die Milch zu trinken.
    • @ Hallo Seeadler,
      Stofi, nimm als Beispiel die Schöpfungstage. Wie liest du sie denn? So,-----
      wurde dir ja schon beantwortet--"unter Fasten, Gebet UND Schriftstudium (was im Beitrag v. HeimoW großzügig ausgeblendet wurde.)

      also doch Studium , oder nicht? damit sind wir wieder bei meinen auch von dir unbeantwortetn Fragen--
      aber Du bist ja bereits wieder bei einem deiner bevorzugten Themen---soll so sein.

      @stofi
      Ich staune, wie Philosophisch und kompliziert---
      ich staune auch-----wie ihr zu biblisch fundierten Textaussagen --vor allem zu gleichlautenden Aussagen) ohne Beachtung theologische Grundlagen kommen wollt.
      Schon jetzt widersprechen sich doch eure Ergebnisse.

      Theologie: Die Lehre von Gott:

      +) Für Jonanim ist in # 4das 1. Buch Mose ein "Geschichtsbuch (ohne theologische Aussagen??) sagt das Buch nichts über Gott aus?

      +) bei dir ist in #6 "Bei Mose die ganze Wahrheit und die Säule unseres Glaubens ganz detailliert beschrieben" (mit Theologie oder nicht?)

      auf solcher Basis soll Exegese, als Textauslegung betrieben werden? viel Erkenntnis wünsche ich----

      und da wird von Seeadler tatsächlich noch ernsthaft gefragt, warum so viele unterschiedliche "Lesarten" das Ergebnis sind?
      Vorschlag: Fasten und beten und der hl. Geist wird die Frage beantworten

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • stofi :
      Weil der Tag heute auch 24 Stunden dauert. Und weil Gott es gleich am
      ERSTEN Tag so eingerichtet hat: "es war Abend und es war Morgen, der
      erste Tag".
      Nicht ohne Grund habe ich irgendwo entweder im besagten Evolutionsthread oder einem artverwandten thread darauf verwiesen, dass diese doch sehr merkwürdige Definition, über die ich eigentlich recht schnell gestolpert bin, die du ja hier wiederholst, richtiger Weise: es war Abend und es war Morgen, der
      erste Tag,
      oder einfach die Pauschaldefinition "Abende und Morgen" noch ein weiteres mal, eigentlich ein einziges Mal in der Bibel vorkommt, als ein prophetischer Zeitrahmen.. Daniel 8,14: Und er antwortete mir: Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen
      vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden.
      Warum steht hier sowohl bei den schöpfungstagen als auch bei diesem prophetischen Zeitraum nicht, dass es ein tag oder 2300 tage seien? Nein, es steht hier ausdrücklich "Abend und Morgen" - so können wir es lesen und so sollten wir es auch annehmen, und nicht daraus etwas machen, was wir wollen, weil wir es so gewohnt sind. das ist auch nicht kompliziert gedacht, sondern ich halte mich in diesem Fall an das, was ich lese.
      Und ich denke, wir dürfen davon ausgehen, dass Gott seinen Grund gehabt haben mag, als er dies so "diktierte", dass der Schreiber eben nicht es war ein Tag schreiben soll, sondern es wurde Abend und Morgen. Ist schon irgendwie komisch, das, was dasteht wird nicht angenommen, und wenn man darauf hinweist ist es kompliziert gedacht. Mmhm.

      Wie gesagt Stofi, es steht nun mal einiges in der Bibel eben nicht so da, wie es von vielen interpretiert wird. Darum denke ich, ist meine Frage berechtigt und auch nicht kompliziert, wenn ich frage: wie liest man die Bibel. Es steht in diesem beispiel nirgendwo, dass der Schöpfungstag 24 Stunden dauerte! Es steht nicht einmal da, dass es ein Tag selbst war - auch wenn es dann irgendwo im Neuen Testament der Einfachheit halber wiederum als Tage definiert wird - allerdings soll auch da etwas vollkommen anderes ausgedrückt werden.

      Gruß
      Seeadler
    • yokurt, du wirfst immer sehr schnell die Flinte ins Korn?. Warum lässt du dich von den bisherigen paar Antworten in deiner exegetischen Vorgehensweise beeinflussen. Du bist doch nun mal der jenige, der davon eine Ahnung hat, ansonsten sehe ich hier bisher keinen, der dies könnte. Dann lass dich doch nicht irritieren, sondern zeige mir, uns, wie man hier richtig herangeht. Erlaube mir und anderen aber trotzdem in der Zwischenzeit so zu reagieren und zu agieren, wie wir es gewohnt sind.
      Es ist nun mal nicht so einfach, was du erwartest! Vielleicht nimmst du darauf Rücksicht und gehst in diesem Sinne auch nachsichtig sowohl mit mir als auch mit anderen um.
      Dies ist ein Forum, und keine Seminarstunde. Und du selbst erlaubst dir ja auch, zu kommen und zu gehen, wann es dir passt. das ist ja auch ok und bedingt sich von selbst, aber erwarte nicht, dass wir in der Zwischenzeit nun nur auf deine Beiträge einzugehen versuchen. Das ist in einem öffentlichen Forum nicht angesagt. Wenn du jedoch richtig liest, bin ich mit meinen Antworten auf Stofi auf deine Argumente eingegangen.

      Gruß
      Seeadler
    • Hallo Seeadler,
      yokurt, du wirfst immer sehr schnell die Flinte ins Korn?
      DARUM!

      +) Warum lässt du dich von den bisherigen paar Antworten in deiner exegetischen Vorgehensweise beeinflussen.
      Weil --auch Du--trotz meinen mehrmaligen Hinweisen und Bitten auf meine Fragen einzugehen, nicht diese Richtung des Gespräches zu erkennen gibst.

      +) Dann lass dich doch nicht irritieren, sondern zeige mir, uns, wie man hier richtig herangeht
      Meine Bereitschaft dazu habe ich erkennen lassen---auf Intgeresse bin ich nicht gestoßen---ist eher für mich "offenbarend" denn irritierend

      +) Erlaube mir und anderen aber trotzdem in der Zwischenzeit so zu reagieren und zu agieren, wie wir es gewohnt sind.
      aber klar doch--------

      +) Es ist nun mal nicht so einfach, was du erwartest!
      Du erwartest etwas mit deinem Thema---nämlich eine Antwort wie man "richtig" Bibel liest, ----willst aber auf die Bedingungen dafür nicht reagieren,--- gut so

      +) Vielleicht nimmst du darauf Rücksicht und gehst in diesem Sinne auch nachsichtig sowohl mit mir als auch mit anderen um.
      Ja klar---deswegen engagiere ich mich dort nicht mehr , wo kein Interesse signalisiert wird.

      +) Dies ist ein Forum, und keine Seminarstunde.---
      Es war dein Wunsch (zu zeigen wie man richtig herangeht--siehe oben) wenn die dazu nötige Disziplin bzw. Bereitschaft fehlt--ok,

      +) ---erwarte nicht, dass wir in der Zwischenzeit nun nur auf deine Beiträge einzugehen versuchen.
      Nur???-ich sehe keine einzige Antwort auf meine methodisch aufgebauten Fragen------
      ohne aber auf meine Methodik einzugehen, wirst Du nie erfahren, warum wir beide zu gravierend anderen biblischen Textergebnissen gekommen sind--oder auch inZukunft immer wieder kommen werden. :) Ich kenne die Gründe ja---

      liebe Grüße aus Wien
      Yokurt
    • Yokurt schrieb:

      ... Also----ich denke wir brauchen zunächst ein vorgegebenes "Ziel", ein Motiv, ein Argument, warum wir überhaupt die Bibel "richtig" lesen wollen.

      d.h:
      1. Ziel: warum wollen wir die Bibel lesen---zu welcher Thematik soll sie uns Auskunft geben, was soll sie uns "offenbaren" ? was oder worüber soll sie uns "informieren?
      Ich lese in der Bibel um herauszufinden, was mir Gott sagen / offenbaren möchte.

      Yokurt schrieb:


      2. Ziel
      : ist dein Thema: wie gehe ich also dann !! möglichst richtig vor, damit mir die Bibel--zum vorher definierten "was will ich wissen?" --die biblisch richtige Antwort gibt---
      mit anderen Worten: wie lese ich die Bibel "richtig" damit die Bibel mir offenbart worüber ich informiert sein möchte.
      Abgesehen von Gebet ist eine gewisse Offenheit einerseits und Einfachheit anderseits nötig. "Wie die Kinder" um Jesus (zugegebenermassen frei) zu zitieren...


      Darüberhinaus kann man auch profitieren, wenn man sich "weitergehend" damit beschäftigt, d.h. evtl. gute Kommentare liest und (auch dadurch) zusätzliche Dimensionen des Textes erschliesst. Persönlich finde ich auch stukturelle Analysen recht zielführend, nicht zuletzt weil sie eine kunstvolle Komposition der Heiligen Schrift (primär nicht durch die Autoren, sondern durch den Geist Gottes) erkennen lassen. Keine Auslegugn ist für mich "sakrosankt" egal von wem sie stammt, solange ich sie nicht selbst in der Bibel nachvollziehen kann. Dinge, die ich nicht verstehe bringen mich nicht aus der Ruhe, denn ich kann noch lernen und wenn Gott mir Verständnis geben will, wird ER es tun. Mein Motto: "Lieber keine Auslegung, als eine schlechte, an den Haaren herbeigezogene"....

      Ich denke es ist hilfreich sich den historischen Kontext klarzumachen, ich bin aber in meinem Ansatz insoweit "fundamentalistisch", als ich davon überzeugt bin, dass das Selbstzeugnis der Heiligen Schrift korrekt ist, d.h. Prophetie ist Prophetie und die Annahmen der historisch kritischen Schule hinsichtlich der "späten" Verfassungszeiten und/oder "Quellen" sind für mich üble Spekulation und ein wesentlicher Grund dafür, dass die "Sprache der Theologen" heute nicht mehr Deutsch, sondern Englisch ist. Also: Mose hat die Bücher Mose im wesentlichen selbst geschrieben bzw. redigiert, dasselbe trifft sinngemäß für Jesaja oder Daniel bzw. die Evangelien zu. Es ist nicht die Mythenbildung der NT Gemende, sondern es sind Berichte von Zeitgenossen, überwiegend Augenzeugen.
      (ok ich brech meinen Exkurs mal hier ab...) winkexD13nei
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Seeadler schrieb:

      stofi :
      Zitat

      Weil der Tag heute auch 24 Stunden dauert. Und weil Gott es gleich am
      ERSTEN Tag so eingerichtet hat: "es war Abend und es war Morgen, der
      erste Tag".
      Nicht ohne Grund habe ich irgendwo entweder im besagten Evolutionsthread oder einem artverwandten thread darauf verwiesen, dass diese doch sehr merkwürdige Definition, über die ich eigentlich recht schnell gestolpert bin, die du ja hier wiederholst, richtiger Weise: es war Abend und es war Morgen, der
      erste Tag, oder einfach die Pauschaldefinition "Abende und Morgen" noch ein weiteres mal, eigentlich ein einziges Mal in der Bibel vorkommt, als ein prophetischer Zeitrahmen.. Daniel 8,14: Und er antwortete mir: Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen
      vergangen sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden.
      Warum steht hier sowohl bei den schöpfungstagen als auch bei diesem prophetischen Zeitraum nicht, dass es ein tag oder 2300 tage seien? Nein, es steht hier ausdrücklich "Abend und Morgen" - so können wir es lesen und so sollten wir es auch annehmen, und nicht daraus etwas machen, was wir wollen, weil wir es so gewohnt sind. das ist auch nicht kompliziert gedacht, sondern ich halte mich in diesem Fall an das, was ich lese.
      Und ich denke, wir dürfen davon ausgehen, dass Gott seinen Grund gehabt haben mag, als er dies so "diktierte", dass der Schreiber eben nicht es war ein Tag schreiben soll, sondern es wurde Abend und Morgen. Ist schon irgendwie komisch, das, was dasteht wird nicht angenommen, und wenn man darauf hinweist ist es kompliziert gedacht. Mmhm.
      Ach komm´. so ein Schmarn, bist du wirklich so "eingestellt" oder tust du nur so?. Bloß nicht die Bibel so verstehen, wie sie geschrieben ist, gelle? Was macht man(n) da aus Gott?!! Einen Narren oder was? Er kann nicht reden? Er kann sich nicht verständigen?

      Wieso vermischst du wieder normale Aussagen mit Prophetischer Rede? (rhetorisch). Was wäre daran soooo schlimm, dass die Tage mit: es war abend und es war morgen, der nächste Tag als normale 24 Stunden Tage beschrieben würden? Die Natur lebt doch aus einem Morgen und einem Abend... Tiere, Pflanzen, die ganze Schöpfung ist so eingestellt, so programmiert. Das kann niemals prophetisch gemeint sein, niemals!! DAS MUSS nur tatsächlich so gemeint sein, wie es Gott gesagt hat, stell dir vor.

      Wenn ihr nicht werdet wie Kinder......., sagte Jesus. Und Kinder glauben, was Gott sagt.

      Seeadler schrieb:

      Wie gesagt Stofi, es steht nun mal einiges in der Bibel eben nicht so da, wie es von vielen interpretiert wird. Darum denke ich, ist meine Frage berechtigt und auch nicht kompliziert, wenn ich frage: wie liest man die Bibel. Es steht in diesem beispiel nirgendwo, dass der Schöpfungstag 24 Stunden dauerte! Es steht nicht einmal da, dass es ein Tag selbst war - auch wenn es dann irgendwo im Neuen Testament der Einfachheit halber wiederum als Tage definiert wird - allerdings soll auch da etwas vollkommen anderes ausgedrückt werden.
      Siehe oben! Doch, die Bibel steht genau so da, wie sie geschrieben wurde. Entweder man glaubt Gott und vertraut Ihm, oder man(n) kann es gleich ganz sein lassen.

      Eine Frage hätte ich doch noch:

      Wo steht es in der Bibel, dass Adam und Eva 2 und nicht 3 Arme hatten? Es kann ja auch nur prinzipiell so gemeint sein, dass sie etwas zum Greifen hatten, vllt. Tentakel oder sowas, aber nirgends steht, wie viele Arme und nirgends lese ich, wie viele Finger an einer Hand sie hatten? Es steh nirgends in der Bibel, das Gott die Erde nicht als eine Scheibe schaffte. Und dass Adam tatsächliche Tiere benennen sollte?? Wer weiß, vllt. war das nur Prophetie an den Menschen, dass er mal so klug sein wird, dass er Tiere erkennen und benennen würde... in der Zukunft...

      .... Wootfewf Wootfewf Wootfewf patschnief
    • +) bei dir ist in #6 "Bei Mose die ganze Wahrheit und die Säule unseres Glaubens ganz detailliert beschrieben" (mit Theologie oder nicht?)
      Ich meine nicht die große, verwinkelte und verknotete Theologie der neuzeitlichen Pharisäer und Schriftgelehrten! Die aufgeblasene Philosophie über Gott und die Welt.

      Natürlich kann man die Wahrheit auch Theologie nennen. Die Bibel schreibt aber nicht über Theologie (terminus technicus), sondern immer nur über die Lehre und die Wahrheit. Denn die Wahrheit Gottes ist etwas mehr, als nur eine Lehre über IHN.

      ..
    • Stofi, du reagierst wie viele, die nicht wirklich sachlich argumentieren können , so wie mit dieser Antwort:
      Ach komm´. so ein Schmarn, bist du wirklich so "eingestellt" oder tust
      du nur so?. Bloß nicht die Bibel so verstehen, wie sie geschrieben ist,
      gelle? Was macht man(n) da aus Gott?!! Einen Narren oder was? Er kann
      nicht reden? Er kann sich nicht verständigen?
      es wird dann persönlich anzüglich und beleidigend... irgendwoher kenne ich das ;) . Die 2300 Tage aus Daniel 8,14 wird allgemein von den Asventisten als eine prophetische Zeit verstanden, so auch die sieben mal erwähnten 1260 tage, oder 42 Monate oder 3,5 Jahre. Vielleicht wärst du dann so nett und würdest dein Urteil auch auf alle Adventisten anwenden, hier in diesem Forum?! Denn auf dieser Grundlage basiert das berühmte Jahr 1843/44.
      Wieso vermischst du wieder normale Aussagen mit Prophetischer Rede?
      (rhetorisch). Was wäre daran soooo schlimm, dass die Tage mit: es war
      abend und es war morgen, der nächste Tag als normale 24 Stunden Tage
      beschrieben würden
      wie gesagt, wer lesen kann, hat mehr Vorteile, und wird hier keine Falschaussagen machen. Erstens geht es um den Begriff Abend und Morgen, der kein wirklicher Zeitbegriff ist, sondern etwas grundsätzliches ausdrücken möchte, und in diesem Sinne muss man dann auch den Vergleichstext der Prophetie, also zweitens, in Daniel 8,14 bewerten. Denn der eigentliche Morgen der Erkenntnis kam nach dem Jahre 1843 und wird in Offenbarung 10 und 11 beschrieben. Aber so nebenbei, der Zeitraum zwischen Abend und Morgen beträgt keine 24 Stunden, sondern wenn´s hoch kommt, je nach Jahreszeit zwischen 8 und 12 Stunden. So viel zur genauen Textinterpretation, wo ich immer noch nichts von 24 Stunden lesen kann.

      Der "Abend" und die anschließende "Nacht" drückt das Verborgene aus, das Unsichtbare!
      Der Morgen und der anschließende Tag drückt bei der Schöpfung aus, dass das, was geschaffen wurde, sichtbar wird im Licht des Tages, durch das Sehen und Erkennen.

      Der Morgen eines heutigen Menschen beginnt mit seiner Geburt!, es erlebt quasi einen 280 tägigen Abend. Der Morgen dessen, was Gott gepflanzt und ausgesät hat, begann für das alles im Frühjahr, in der Zeit des Spätregens (Beachte hier Kapitel 2 der Genesis, wo ausdrücklich geschrieben steht.... "Und es war noch nicht gewachsen, denn es hatte noch nicht geregnet" - für das Wachstum und der Geburt aus der erde ist der Regen im Frühjahr notwendig, so, wie dieser gleiche Regen symbolisch auch für die geistige Reife später verwendet wird.

      Wenn ihr nicht werdet wie Kinder......., sagte Jesus. Und Kinder glauben, was Gott sagt.
      ich glaube was Gott sagt, und ich kann lesen! Und was ich lese scheint nicht das zu sein, was du lesen möchtest, was aber nicht da steht.


      Gruß
      Seeadler