Vegetarismus

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    • ... einst war auch ich ein krampfhaft nach biblischen Argumenten und E.White-Aussagen suchender um die Überzeugung fast schon dogmatisch rechtzufertigen.
      Heute - nach 10 Jahren vegetarischer Ernährung sage ich:
      es ist ein großer Fehler stets irgendwelche Argumente zu suchen um Menschen von Vorteilen Dieser Ernährung zu überzeugen!

      Bsp: an meinem jetzigen Wohnort bzw. jetziger Gemeinde bin ich seit 2006. Zu dem Zeitpunkt waren wir die einzigen Vegetarier. In den letzten 8 Jahren habe ich niemandem auch ein Wort erzählt. Auch Seminare oder Vorträge gab es praktisch keine zu diesem Thema.

      Heute sind neben uns 3 weitere Familien, die auf Fleisch (und teilweise Fisch) verzichten.

      Aus meiner Sicht:
      das wahrscheinlich größte Vorurteil ist, daß das vegetarische Essen nicht schmecken würde. Und es gibt zweifelsohne Gründe dafür - die meisten Vegetarier haben keine Ahnung vom Kochen, und essen irgendwelchen nach Nichts schmeckenden Kram. Mit guten Bsp. vorangehend habe ich Gemeindeglieder zu uns Nachhause eingeladen, und sie duften alle möglichen Variationen fleisch- und fischloser Ernährung probieren, von der selbst eingefleischte Fleischesser begeistert waren.
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Johannes der Täufer vegetarisch??

      Jan schrieb:

      Vegetraismus
      [...]
      Johannes der Täufer

      In Matthäus 3.4 ist noch immer nachzulesen, dass sich Johannes der Täufer von Heuschrecken ernährt haben soll, obwohl seit Langem bekannt ist, dass mit den «Heuschrecken» eigentlich die Früchte des Heuschreckenbaumes gemeint waren. Übrigens werden diese Früchte deshalb bis heute «Johannisbrot» genannt! Ursprünglich war dies wohl ein
      Übersetzungsfehler, der jedoch trotz neueren Erkenntnissen gerne beibehalten wird, damit man ein weiteres «Argument» gegen den Vegetarismus hat.

      [...]

      Hatte heute die Kinderbibelschule über den Anfang von "Johannes den Täufer", also:

      +) seine Ankündigung durch den Engel Gabriel (Lk.1,13-17)
      +) Weihe/Heiligung (kein Alkohol, aber Hl. Geist; Lk.1,15)
      +) sein Leben & Lebensstil in der Wüste + öffentl. Auftreten (Lk.1,80; Mt.3,1ff.4ff; Mk.1,2ff)
      +) u.a. auch als Sprung zum Thema Gesundheit
      +) ...

      ------

      Im Selbststudium habe ich für mich noch weitere Bibelstellen, Literatur und EGW-Literatur hinzugenommen.

      Interessant für mich war im Quellenstudium, dass EGW mehrmals "Johannes den Täufer" als "rein pflanzlich/vegetarisch" essend beschreibt.

      z.B. EGW in TH - Tempel des Heiligen Geistes - Seite 98:
      Im Neuen Testament finden wir ein anderes Beispiel, das nicht weniger eindrucksvoll zeigt, wie wichtig Mäßigkeit in den Lebensgewohnheiten ist. {TH 97.4}

      Johannes der Täufer war ein Reformer. Ihm war eine große Aufgabe anvertraut: Er sollte sein Volk auf den Messias vorbereiten. Damit er für diese Aufgabe gut gerüstet war, wurden seine Lebensgewohnheiten sorgfältig geordnet, und das bereits von Geburt an. Der Engel Gabriel wurde vom Himmel gesandt, um die Eltern des Johannes in den Grundsätzen der Gesundheitsreform zu unterweisen. „Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken“, sagte der himmlische Bote, „und er wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem heiligen Geist.“ Lukas 1,15. {TH 98.1}

      Johannes zog sich von seinen Freunden zurück, verzichtete auf die Annehmlichkeiten des Lebens und wohnte allein in der Wüste. Er ernährte sich rein pflanzlich.1 Seine schlichte Kleidung — ein Gewand, das aus Kamelhaar gewebt war — wirkte als Tadel auf die extravagante und pompöse Art, wie sich die Menschen seiner Generation und insbesondere die Priester kleideten. Auch seine Kost, die aus Heuschrecken (oder Johannisbrot) und wildem Honig bestand, war ein Vorwurf gegen die Schwelgerei, die zu jener Zeit überall herrschte. {TH 98.2}

      Das Werk des Johannes wurde vom Propheten Maleachi vorhergesagt: „Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern.“ Maleachi 3,23.24. {TH 98.3}

      Johannes der Täufer ging im Geist des Elia voran, um dem Herrn den Weg zu bereiten und das Volk zur „Weisheit der Gerechten“ zu bringen, also zu einer besonnenen Einstellung, so daß sie das Gute schätzten. Er war ein Vorbild für alle, die in der letzten Zeit leben und denen Gott heilige Wahrheiten anvertraut hat, um sie den Leuten nahezubringen, damit der Weg für die Wiederkunft Christi vorbereitet wird. Und alle, die die Welt hinsichtlich der Wiederkunft des Menschensohns warnen sollen, müssen nach den gleichen Lebensgrundsätzen leben wie Johannes. Gott hat den Menschen zu seinem Ebenbild geschaffen, und er erwartet, daß der Mensch die Kräfte, die ihm der Schöpfer zum Dienst für ihn verliehen hat, vor Schaden bewahrt. Sollten wir deshalb nicht auf seinen Rat hören und versuchen, jede Fähigkeit im allerbesten Zustand zu erhalten, damit wir ihm recht dienen können? Wenn wir Gott das Allerbeste geben, ist es immer noch wenig genug. {TH 98.4}

      Warum gibt es in der heutigen Welt so viel Elend? Liegt es etwa daran, daß Gott sich freut, wenn seine Geschöpfe leiden? Aber nein! Es kommt daher, daß die Menschen durch unmoralische Gewohnheiten geschwächt sind. Wir trauern über Adams Ungehorsam und scheinen zu denken, daß unsere Ureltern sehr willensschwach gewesen sein müssen, weil sie der Versuchung nachgaben. {TH 99.1}

      Wäre Adams Übertretung jedoch das einzige Übel, mit dem wir uns auseinandersetzen müßten, dann würde es in der Welt weit besser aussehen. Seit der Zeit Adams reißt die Kette der Sündenfälle nicht ab.
      Christian Temperance and Bible Hygiene 37-39. {TH 99.2}

      Engl.: https://egwwritings.org/?ref=de_TH.98.2&para=586.824
      Deutsch: egwwritings.org/?ref=de_TH.98.2&para=586.824

      1 Es besteht die Möglichkeit, daß der griechische Begriff „Heuschrecken“ auch im Sinn eines rein pflanzlichen Produkts übersetzt werden kann, z. B. „die Schoten des Johannisbrotbaumes“; siehe SDA Bible Commentary V, 303-306.

      Die Phrase im Englischen:
      John separated himself from his friends, and from the luxuries of life, dwelling alone in the wilderness, and subsisting upon a purely vegetable diet. The simplicity of his dress—a garment woven of camel’s hair—was a rebuke to the extravagance and display of the people of his generation, especially of the Jewish priests. His diet also, of locusts and wild honey, was a rebuke to the gluttony that everywhere prevailed. {CTBH 38.5}

      Übe damit bzw. jetzt keinen Druck aus, sondern finde es einfach ein interessantes Thema, dass mir selbst neu ist.
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Johannes der Täufer vegetarisch??


      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • Hat das Christus gesagt?

      John Q. Public schrieb:

      Und alle, die die Welt hinsichtlich der Wiederkunft des Menschensohns warnen sollen, müssen nach den gleichen Lebensgrundsätzen leben wie Johannes.
      Hat Christus das gesagt? Hat er dies bestätigt in der Schrift? Ich lese davon kein Wort! Johannes hat im Gefängnis ja selbst wieder daran gezweifelt, ob Jesus wirklich der Messias war, obwohl er bei der Taufe Jesu sagte: "Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde tragt!"
      Wohl erwartete Johannes - als guter Jude - schon zu seinen Lebzeiten "das Messianische Friedensreich des Sohnes Davids", welches die römische Gewaltherrschaft beseitigen würde. Dass dieses aber erst nach ca. 2.000 Jahren kommen wird, konnte er da noch nicht wissen.
    • @Norbert Chmelar

      Worum geht es dir ?
      Dass biblisch nicht alles belegt ist, was sich in Kirchen als Schwerpunkt ihrer Seelsorge entwickelt?
      Also bei all den typisch adventischen Themen verstehe ich, wenn man sich stört an Aussagen von Menschen, die einem Menschen die Erlösung absprechen wollen, aufgrund von
      nicht eingehaltenen Lebensregeln. Das steht Menschen nicht zu!!!

      Traut man Gott aber eigentlich zu, dass er eine ganze Gesellschaft so sensibilisiert, dass Gewohnheiten sich so verändern, dass eine Gesellschaft sich verändert?
      Die Diskussion über den Vegetarismus, verbunden mit dem Missbrauch von Tieren und der Vorteile für die Gesundheit, kann den Markt verändern.
      Eine Sensibilisierung auf Schuld....wir machen uns ja schuldig durch falschen Konsum....kann ganze Dörfer verändern....
      Trauen wir Gott zu, dass Ninive im Kleinen statt findet? Welche Schritte und wodurch Menschen angeregt werden ein "sauberes" Leben zu führen....überblicken wir das?Nein, oder?
      Will ich als Mensch (oder als Christ)Gewohnheiten, Rituale,Traditionen verteidigen? Nein. Heiligung ist im Kleinen wie im Großen ein Prozess der Reinigung , oder?

      Vielleicht fängt das auch am Körper an. Was ich esse bin ich. Tote Tiere essen.Wer sie selbst vorher töten muss, der hat einen ganz anderen Zugang zum Thema Vegetarismus.