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  2. Norbert Chmelar’s Blog

DER 1. JOHANNESBRIEF – DAS 2. KAPITEL

  • Norbert Chmelar
  • 26. Juni 2025 um 19:39
  • 398 Mal gelesen
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. I.) DER ERSTE JOHANNESBRIEF
  2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29
    1. 2.1 – Das 2. Kapitel: Christus als Sühne für Sünde der ganzen Welt!: 1. Joh. 2 , 1 – 2
    2. 2 – Das 2. Kapitel: Wahre Gotteserkenntnis: 1. Joh. 2 , 3 – 6
    3. 2.3 – Das 2. Kapitel: Das neue Gebot: 1. Joh. 2 , 7 – 11
    4. 2.4 – Das 2. Kapitel: Christ und Welt: 1. Joh. 2 , 12 – 17
    5. 2.5 – Das 2. Kapitel: Das Auftreten von Irrlehrern: 1. Joh. 2 , 18 – 27
    6. 2.6 – Das 2. Kapitel: Mahnung zur Treue: 1. Joh. 2 , 28 – 29
  3. 2.1 – Christus als Sühne für Sünde der ganzen Welt!: 1.Joh.2,1–2
    1. Erste 2 Bibelverse
    2. Der erste Brief des Johannes, Kapitel 2
    3. Christus als Sühne für Sünde der ganzen Welt!
  4. 2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29
  5. 2.2 – Das 2. Kapitel: Wahre Gotteserkenntnis: 1. Joh. 2 , 3 – 6
    1. Wahre Gotteserkenntnis
  6. 2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29
  7. 2.3 – Das 2. Kapitel: Das neue Gebot: 1. Johannes 2 , 7 – 11
    1. Das neue Gebot
  8. 2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29
  9. 2.4. – Das 2. Kapitel: Christ und Welt: 1. Joh. 2 , 12 – 17
    1. Christ und Welt
  10. 2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29
  11. 2.5. Das 2. Kapitel: Das Auftreten von Irrlehrern: 1.Joh. 2,18–27
  12. Die Bewährung des Glaubens: 2,18 - 3,24
    1. Das Auftreten von Irrlehrern
  13. 2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29
  14. 2.6. – Das 2. Kapitel: Mahnung zur Treue: 1. Joh. 2 , 28 – 29
    1. Mahnung zur Treue

I.) DER ERSTE JOHANNESBRIEF

2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29

2.1 – Das 2. Kapitel: Christus als Sühne für Sünde der ganzen Welt!: 1. Joh. 2 , 1 – 2

2.2 – Das 2. Kapitel: Wahre Gotteserkenntnis: 1. Joh. 2 , 3 – 6

2.3 – Das 2. Kapitel: Das neue Gebot: 1. Joh. 2 , 7 – 11

2.4 – Das 2. Kapitel: Christ und Welt: 1. Joh. 2 , 12 – 17

2.5 – Das 2. Kapitel: Das Auftreten von Irrlehrern: 1. Joh. 2 , 18 – 27

2.6 – Das 2. Kapitel: Mahnung zur Treue: 1. Joh. 2 , 28 – 29


2.1 – Christus als Sühne für Sünde der ganzen Welt!: 1.Joh.2,1–2


Erste 2 Bibelverse

Der erste Brief des Johannes, Kapitel 2

Christus als Sühne für Sünde der ganzen Welt!

1 Joh 2,1Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten.
1 Joh 2,2Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt.

Meine Auslegung:

▶️ 1 Joh 2,1: Apostel Johannes nennt die Empfänger seines Briefes „Meine Kinder”; damit ist Johannes deren „geistlicher Vater”. Man soll nicht sündigen! Aber da das menschliche Fleisch durch die Konkupiszenz geschwächt ist, sündigt man immer wieder – auch als Christ, der nach der Heiligung strebt – und „Wenn aber jemand sündigt”, so „haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten.” – Jesus Christus tritt als unser Fürsprecher („Beistand”) und Vermittler (1 Tim 2,5) beim Vater ein, wenn wir ihm unsere Sünden bekennen (1 Joh 1,9) und Buße tun.

▶️ 1 Joh 2,2: Denn Jesus Christus ist die Sühne für unsere Sünden! Aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt! Dieser Teilvers aus 1. Johannes 2,2b) steht daher meiner Meinung nach eindeutig für die Lehre der Apokatastasis Panton, die dann später auch der große Theologe Origines (185 – 254) in der Christenheit vertreten hatte.

2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29

2.2 – Das 2. Kapitel: Wahre Gotteserkenntnis: 1. Joh. 2 , 3 – 6


Nächste 4 Bibelverse

Wahre Gotteserkenntnis

1 Joh 2,3Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben.
1 Joh 2,4Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm.
1 Joh 2,5Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet. Wir erkennen daran, dass wir in ihm sind.
1 Joh 2,6Wer sagt, dass er in ihm bleibt, muss auch leben, wie er gelebt hat.

Meine Auslegung:

▶️ 1 Joh 2,3: Wer die Zehn Gebote Gottes hält, wird erkennen, dass man dann Gott erkannt hat. Denn DER EWIGE gab diese vor fast 3.500 Jahren! Damals stiftete ER mit seinem Propheten Mose am Berg Horeb (»Berg Sinai«) 1446 v.Chr. den »Mosaischen Gottesbund« dessen Kern "das Heiligtum" (Dan.8,14) – die Bundeslade der 10 Gebote – war.

▶️ 1 Joh 2,4: Wer behauptet Gott erkannt zu haben, aber seine Gebote nicht hält, der ist ein Lügner. Eine solche Formulierung gab es schon im 1. Kapitel des Johannesbriefes. Und die Wahrheit ist nicht in ihm.

▶️ 1 Joh 2,5: Wer sich aber an »sein Wort« – und da zum Zeitpunkt als der Apostel Johannes diesen Brief (um 90 n.Chr.) geschrieben hatte, es noch kein Neues Testament gab, kann mit "sein Wort" nur das »Wort des hebr. Thanach«, also »das Alte Testament«, gemeint sein! – hält, „in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet”! Daran erkennt ein Jeder, dass wir in ihm – in Gott – sind.

▶️ 1 Joh 2,6: Wer sagt, dass er in IHM – in Gott und Jesus Christus – bleibt, der muss auch so leben wie Jesus von Nazareth gelebt hatte! Und wie lebte Jesus? Voller Barmherzigkeit und Liebe! Er praktizierte eine Nähe und Liebe zu den Armen, Aussätzigen, Benachteiligten und Kranken und vom Leben Geplagten, die seinesgleichen suchte! Zugleich war er voller Demut und betete täglich intensiv zu seinem Vater im Himmel! Die Liebe zu Gott dem HERRN und zum Nächsten hat uns Jesus vorbildlichst vorgelebt! Diesen hohen Anspruch an uns, können wir oft so trägen Menschen den wirklich immer erfüllen? Scheitern wir nicht viel mehr allzu oft am Vorbild Jesus und an unseren eigenen Ansprüchen?

2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29

2.3 – Das 2. Kapitel: Das neue Gebot: 1. Johannes 2 , 7 – 11

Die nächsten 5 Bibelverse

Das neue Gebot

1 Joh 2,7Liebe Brüder, ich schreibe euch kein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt.
1 Joh 2,8Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, etwas, das in ihm und in euch verwirklicht ist; denn die Finsternis geht vorüber und schon leuchtet das wahre Licht.
1 Joh 2,9Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder hasst, ist noch in der Finsternis.
1 Joh 2,10Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht; da gibt es für ihn kein Straucheln.
1 Joh 2,11Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Finsternis. Er geht in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht; denn die Finsternis hat seine Augen blind gemacht.
.

Meine Auslegung:

▶️ 1 Joh 2,7: Johannes verkündet den Empfängern seines Briefes kein neues Gebot, sondern „ein altes Gebot”! Das deutet daraufhin, dass wohl Juden die Empfänger seines 1. Briefes waren. Denn dieses "alte" Gebot haben sie von Anfang an gehabt! „Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt.” – und das war das Alte Testament, der hebräische Thanach! (siehe NR. 34 – die Auslegung zu 1. Joh. 2, Vers 5)

▶️ 1 Joh 2,8: Und doch sieht sich nun der Apostel Johannes veranlaßt, ein neues Gebot zu schreiben. Dieses ist in IHM – in Jesus Christus – und in ihnen („in euch”) verwirklicht. Das wahre Licht – Jesus Christus (siehe 1 Joh 1,5) scheint auf, denn „die Finsternis vergeht!” (was meiner Meinung nach auch ein Argument für apokatastasis ist, da die Finsternis der Hölle nicht ewig bestehen bleibt, sondern vergehen wird!)

▶️ 1 Joh 2,9: Denn wer behauptet, er sei im Licht, aber seinen Bruder (und natürlich dito seine Schwester) hasst, der ist noch in der tiefsten Finsternis!

▶️ 1 Joh 2,10: Aber nur wer seinen Bruder (und seine Schwester) liebt, der ist wirklich im göttlichen Licht! Wer in der Liebe Jesu Christi bleibt, der wird nicht straucheln! A m e n.

▶️ 1 Joh 2,11: Hier in Vers 11 wiederholt Johannes nochmals die Warnung von Vers 9: „Wer aber seinen Bruder hasst, ist in der Finsternis.” In dieser Finsternis weiß Jener nicht mehr wohin er geht! Denn diese „geistige” Finsternis hat Menschen blind gemacht! Blind für seinen Nächsten, blind für die Nöte seiner Mitmenschen, blind für Gott, seinen Schöpfer!

▶️ Fazit  der Verse 7 – 11: Das "neue Gebot" von dem hier die Rede ist, ist also die Liebe! Die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten! Diesen Grundsatz Jesus Christus schon Zeit seines Lebens gelebt und eingefordert hat – das Doppelgebot der Liebe!

2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29

2.4. – Das 2. Kapitel: Christ und Welt: 1. Joh. 2 , 12 – 17


6 nächste Bibelverse

Christ und Welt

1 Joh 2,12Ich schreibe euch, ihr Kinder, dass euch durch seinen Namen die Sünden vergeben sind.
1 Joh 2,13Ich schreibe euch, ihr Väter, dass ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, dass ihr den Bösen besiegt habt.
1 Joh 2,14Ich schreibe euch, ihr Kinder, dass ihr den Vater erkannt habt. Ich schreibe euch, ihr Väter, dass ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, dass ihr stark seid, dass das Wort Gottes in euch bleibt und dass ihr den Bösen besiegt habt.
1 Joh 2,15Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht.
1 Joh 2,16Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
1 Joh 2,17Die Welt und ihre Begierde vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.
.

Meine Auslegung:

▶️ Prolog zu den Versen 12–17: Diesen Abschnitt könnte man auch als die "christliche Haustafel" überschreiben! Denn Johannes wendet sich explizit an die Familien, an die Kinder, an die Väter und an die jungen Männer.

▶️ 1 Joh 2,12: Wort an die Kinder: Auch ihnen sind im Namen Jesu Christi die Sünden vergeben. //

▶️ 1 Joh 2,13: Wort an die Väter: Sie haben DEN EWIGEN – der der von Anfang an ist – erkannt: Also (auch wenn es hier direkt nicht steht) den ewigen Sohn Gottes, Jesus Christus! //

Wort an die jungen Männer: Johannes geht davon aus dass diese den Bösen, also Satan, bereits besiegt haben. Will Johannes damit andeuten, dass die Jungen in der Gemeinde im Glauben mehr fortgeschritten sind als deren Väter?

▶️ 1 Joh 2,14: In diesem Vers werden noch einmal alle drei Personengruppen erwähnt. Die Kinder haben Gott den Vater erkannt; die Väter der Kinder haben den der von Anfang an war, erkannt also den DreiEinen Gott. Dies ist eine glatte Wiederholung von Vers 13; den jungen Männern schreibt Johannes dass sie stark sind – stark im Glauben an den Herrn Jesus! Und da Johannes weiß, welchen Gefahren die Jugend (damals wie auch heute!) ausgesetzt ist, ergeht von ihm die Warnung, dass sie am Wort der Heiligen Schrift dranbleiben sollen. Dass das Wort Gottes in Ihnen („in euch”) bleiben möge (durch den Heiligen Geist). Und er wiederholt mit der Aussage „und dass ihr den Bösen besiegt habt” die Formulierung aus Vers 13.

▶️ 1 Joh 2,15: Alle sollen nicht die Welt lieben und auch nicht das was in der Welt ist ! (Man denke hier an den Reichtum, an Macht und Ehre und so weiter) Denn wer die Welt liebt, hat keine Liebe zum Vater. Vertritt der Apostel Johannes hier eine radikale Weltabgewandtheit?

▶️ 1 Joh 2,16: Hier in Vers 16 wird er nun deutlich welche Gefahren von der Welt ausgehen:

  • Begierde des Fleisches – also die "Fleischeslust" um dieses altmodische Wort zu verwenden; man könnte auch sagen die sexuelle Lust.
  • Begierde der Augen – also das zu sehen, was es alles an Begehrenswertem gibt in der Welt und das Begehren haben zu wollen alles dessen was andere haben. Man erinnert sich an das Zehnte Gebot! Oder an die Augenlust der Eva, als sie sah wie schön die verbotene Frucht im Paradiesgarten Eden war ...
  • das Prahlen mit dem Besitz – dieses sich über Andere erheben zu wollen nur weil man reicher oder vermeintlich besser ist als andere – das ist alles nicht im Sinne Gottes des Vaters im Himmel! Das alles ist von der ( bösen ) Welt.

▶️ 1 Joh 2,17: Johannes zieht das sicher wahrhaftige Fazit: Die Welt und ihre Begierde werden vergehen! Wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit! ----> Was ist der Wille Gottes? Nun, wir könnten hier das Moralgesetz Gottes, die Zehn Gebote erwähnen, die ja auch so gesehen im Doppelgebot der Liebe Jesu Christi zusammengefasst wurden: Gott und seinen Nächsten lieben wie sich selbst. Oder denken wir an Micha 6,8: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben[1] und demütig sein vor deinem Gott. (LUTH2017) ... [1] – Wörtlich: »nichts als Recht tun und Güte lieben«.

2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29

2.5. Das 2. Kapitel: Das Auftreten von Irrlehrern: 1.Joh. 2,18–27


nächste 10 Bibelverse

Die Bewährung des Glaubens: 2,18 - 3,24

.

Das Auftreten von Irrlehrern

1 Joh 2,18Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichristen gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.
1 Joh 2,19Sie sind aus unserer Mitte gekommen, aber sie gehörten nicht zu uns; denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben. Es sollte aber offenbar werden, dass sie alle nicht zu uns gehörten.
1 Joh 2,20Ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist, und ihr alle wisst es.
1 Joh 2,21Ich schreibe euch nicht, dass ihr die Wahrheit nicht wisst, sondern ich schreibe euch, dass ihr sie wisst und dass keine Lüge von der Wahrheit stammt.
1 Joh 2,22Wer ist der Lügner - wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist: wer den Vater und den Sohn leugnet.
1 Joh 2,23Wer leugnet, dass Jesus der Sohn ist, hat auch den Vater nicht; wer bekennt, dass er der Sohn ist, hat auch den Vater.
1 Joh 2,24Für euch gilt: Was ihr von Anfang an gehört habt, soll in euch bleiben; wenn das, was ihr von Anfang an gehört habt, in euch bleibt, dann bleibt ihr im Sohn und im Vater.
1 Joh 2,25Und seine Verheißung an uns ist das ewige Leben.
1 Joh 2,26Dies habe ich euch über die geschrieben, die euch in die Irre führen.
1 Joh 2,27Für euch aber gilt: Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch und ihr braucht euch von niemand belehren zu lassen. Alles, was seine Salbung euch lehrt, ist wahr und keine Lüge. Bleibt in ihm, wie es euch seine Salbung gelehrt hat.

Meine Auslegung:

▶️ 1 Joh 2,18: Johannes meint, „dass die letzte Stunde der Weltgeschichte angebrochen ist”; wie Paulus und die anderen Apostel Jesu auch, rechnete Johannes, der Lieblingsjünger Jesu, mit der baldigen Wiederkunft Jesu noch zu seinen Lebenszeiten. „Der Antichrist kommt!” so höre man überall; dabei sind bereits schon „jetzt viele Antichristen gekommen!” erklärt Johannes! Das sei das "Zeichen", dass es „die letzte Stunde ist”. An was für "Antichristen" denkt Johannes hierbei? Nun, sicherlich zum einen an den einst grausamen Christen-Verfolger Kaiser Nero oder auch an den Kaiser Domitian (der sich als »Kaiser und Gott« verehren hat lassen!), der ihn auf die Insel Patmos verbannt hatte im Jahr 95 n.Chr. Dann wird Johannes wohl auch die frühchristliche Strömung der Gnostiker damit gemeint haben. Vertreter der Gnosis behaupteten, dass Jesus Christus nur einen "Scheinleib" gehabt habe.

▶️ 1 Joh 2,19: Ja, diese Antichristen sind aus den eigenen Reihen der Christenheit gekommen. Aber sie gehören nicht zur Gemeinde Jesu, weil sie sich von der Gemeinde getrennt und eigene "Sekten-Gemeinden" gegründet haben. „denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben.” erklärt Johannes. So „sollte aber offenbar werden, dass sie alle nicht zu uns gehörten.” stellt der Apostel klar.

▶️ 1 Joh 2,20: Die wahre Gemeinde Jesu, die hat die Salbung durch den Heiligen Geist erfahren! Und sie wissen es alle, dass es so war!

▶️ 1 Joh 2,21: Mit dem Stilmittel einer 'negativen doppelten Verneinung' („Ich schreibe euch nicht, dass ihr die Wahrheit nicht wisst”) setzt Johannes seinen Brief fort. Er schreibt der Gemeinde, weil diese die Wahrheit kennt und dass keine Lüge von der Wahrheit stammt. Und diese "Wahrheit" ist eine Person! Jesus Christus selbst ist . d i e s e . Wahrheit! (siehe Johannes 14,6).

▶️ 1 Joh 2,22: Johannes stellt fest: Derjenige, der leugnet, dass Jesus der Christus, also der Messias ist, der ist ein Lügner! So jemand ist nicht nur ein Lügner, sondern dieser ist der Antichrist in Person selbst! Johannes sagt: „Wer ist der Lügner - wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist: wer den Vater und den Sohn leugnet.” – Exkurs: Daher kann – laut dieser Legaldefinition wer ein Antichrist ist, – der Papst in Rom nicht »der Antichrist« sein! Denn der Bischof von Rom, der Papst leugnet weder Gott den Vater noch Gott den Sohn!

▶️ 1 Joh 2,23: Denn derjenige bzw. diejenige der/die leugnet, dass Jesus der Sohn ist, die haben auch den Vater nicht! Der himmlische Vater und sein eingeborener Sohn lassen sich nicht trennen! „Gleicher Macht und gleicher Ehren, steht er über Engelsheeren” heißt es in einem Kirchenlied! ----> »Gleicher Macht und gleicher Ehren / sitzt er unter lichten Chören / über allen Cherubim ...« so heißt der Vers 2 aus dem Lied "Jesus Christus herrscht als König" (EG 123) genau. Wer dagegen aber bekennt, dass Jesus Christus DER SOHN ist, der hat auch den Vater!

▶️ 1 Joh 2,24: Für uns Christen (damals und heute) gilt: „Was ihr von Anfang an gehört habt, soll in euch bleiben!” // Wenn dieses gute Wort »vom Anfang« („Am Anfang war das Wort ...!” – Joh.1,1) in uns bleibt, dann bleiben wir im Sohn und im Vater!

▶️ 1 Joh 2,25: Gottes Verheißung an uns ist das ewige Leben! (----> siehe auch Johannes 3,16!)

▶️ 1 Joh 2,26: Hier im Vers 26 weist Johannes wieder auf die Antichristen hin, die er bereits in den Versen 18 und 22 beschrieben hatte; es sind „die euch (uns und die ganze Christenheit) in die Irre führen.

▶️ 1 Joh 2,27: Für die Gemeinde Jesu zur Zeit des Johannes am Ende des 1. Jahrhunderts und für die Christen aber gilt: Die Salbung (durch Gott, den Heiligen Geist) die wir von IHM (Jesus Christus) empfangen haben, bleibt in uns Christen und wir brauchen uns von niemand belehren zu lassen. Exkurs: Das bedeutet in der Praxis: Wir brauchen keinen Bischof und keinen Papst die uns belehren wollen! Wir haben das Wort Gottes die Heilige Schrift und das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus! Mehr brauchen wir nicht, um selig zu werden! Die Christengemeinde braucht kein Lehramt, das meint nur es (oder nur der Papst!) sei in der Lage die Bibel richtig auszulegen! Das ist meines Erachtens die Quintessenz aus diesem Vers aus 1. Johannes 2, 27a)! Der Heilige Geist mit dem wir Christen gesalbt sind (siehe Epheser 1,13) und das was ER uns lehrt, ist wahr und keine Lüge! Also sollen wir Christen in IHM (dem dreieinen Gott) bleiben, so wie es uns sein Heiliger Geist gelehrt hat. Die Hoffnung für Alle - übersetzt den Vers 27 so: „Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist in allen Fragen euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt: Bleibt mit Christus verbunden.

2. Kapitel: Das Leben in der Gemeinschaft mit Gott: 2 , 1 – 29

2.6. – Das 2. Kapitel: Mahnung zur Treue: 1. Joh. 2 , 28 – 29


Die letzten 2 Bibelverse aus Kapitel 2

Mahnung zur Treue

1 Joh 2,28Und jetzt, meine Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er erscheint, die Zuversicht haben und bei seinem Kommen nicht zu unserer Schande von ihm gerichtet werden.
1 Joh 2,29Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, erkennt auch, dass jeder, der die Gerechtigkeit tut, von Gott stammt.

Meine Auslegung:

▶️ 1 Joh 2,28: Johannes setzt den wichtigen Appell an die „Kinder im Glauben”: »Bleibt in ihm!« Denn Christen sollen die Zuversicht haben bei der Erscheinung („Parusie”) des Herrn Jesus, also bei seinem zweiten Kommen („Wiederkunft Jesu”) nicht gerichtet zu werden! Denn das Gericht über Christen wäre eine Schande für deren Glauben!

▶️ 1 Joh 2,29: Christen (wie auch vor ihnen bereits die Juden!) wissen dass Gott gerecht ist! Daher werden Christen auch erkennen, dass jeder der selbst Gerechtigkeit übt „von Gott stammt.” Denn „die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht erben!” (1Kor 6,9) „Denn die Ungerechten nehmen ein schlimmes Ende!” (Weis 3,19)

„Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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