Diesseits, Jenseits, Menschen und Geister, vielleicht ist alles ganz einfach?

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  • Ich möchte Euch gerne unterbreiten, was mir schon einige Zeit im Kopf herumgeht, Bitte entschuldigt, wenn es evt. noch unausgegoren ist.

    Evt. ist das AT die fleischlische Vorlage, der irdische Anschauungsunterricht für die geistige Bedeutung, die global gilt. So würde jedenfalls alles Sinn machen.
    Ich wurde kürzlich gefragt, ob ich die Bibel wörtlich oder im übertragenen Sinne auslegen würde. Ich denke schon, dass das alles so passiert ist, wie im AT geschildert, wir es aber trotzdem auch geistig verstehen/durchdenken sollen, also im übertragenen Sinn. Das würde doch gut zur Genialität Gottes passen, dass er so ein "Lehrstück" als real passiert im AT ablaufen lässt, aus dem dann die ganze Welt, auch die jenseitige, nachfolgend lernen kann.

    Ich habe da so eine "Theorie":
    Gott möchte seine Engel, die Satan verführt hat, wiederhaben. Schließlich werden sie auch nicht aufgezählt bei denen, die am Ende im Feuersee landen werden. Es werden ja die Schafe zur Rechten Gottes gesammelt und die Böcke zur linken. Wer also hier auf der Erde bzw. im Fleisch, "bockig" bleibt und sich auch auf der Erde bzw. im Fleisch, sozusagen in der Bewährungszeit nicht belehren lassen will, sich nicht bekehren lassen will, der kommt wohl am Ende auf die Seite zu den Böcken. Gott hat also die Erde und den Menschen (Adam) geschaffen. Und diejenigen Engel, die sich von Satan verführen ließen, bekommen so ihre Chance, zu Gott zurückzukehren, wenn sie bereit sind, als Mensch auf Erden den "Anschauungsunterricht" mitzumachen. Damit sie Einblick erhalten, was passiert, wenn man Gott nicht glaubt, dass seine Ordnung die richtige ist und er es mit seinen Geschöpfen gut gemeint hatte. Wenn also einer, wie Satan, meint, er müsste sich gegen Gott auflehnen und rebelliert, so soll er sehen, was passiert, Letztendlich geht nämlich alles "den Bach runter" (der Jordan ist auch der Fluss, der gaaaanz tief runter geht ins Tote Meer), wenn man den Ungehorsam gegen Gott, die Sünde, auslebt.

    Im Übrigen sagt auch der Engel, der Johannes die Offenbarung mitteilt, dass Johannes nicht vor ihm niederfallen solle, weil auch er nur ein Mitknecht und unser Bruder sei!! Dann könnte es also tatsächlich so sein, dass wir Menschen "inkarnierte" Engel sind, Oder zumindest geistige Wesen, die im Fleisch leben. Und da es im Himmel auch eine Hierarchie gibt, wäre Jesus eben nach Gott der oberste Geist. Und auch er kam hier im Fleisch als Mensch auf die Erde. Vielleicht ist es auch so zu verstehen, dass Jesus schon lange bei Gott beschlossene Sache war, also nicht präexistierte in der Form wie wir das üblicherweise so annehmen, sondern lediglich als Erlöser im Erlösungsplan vor Langem schon, jedenfalls vor Abraham, beschlossene Sache war. Zwar wird er als Sohn Gottes bezeichnet aber auch wir werden als seine Brüder (und Schwestern??) bezeichnet und er geht zu seinem Vater und Gott, der auch unser Vater und Gott ist!!!
    Und wenn wir Geschwister Jesu sind und er hat eine Präexistenz, vielleicht habe wir dann auch eine?!

    Und vielleicht ist alles ganz einfach: Es gibt das Jenseits, das Geistige und das Diesseits, wo Geister inkarnieren könne. Gute und schlechte Geister können hier inkarnieren. Und der "Kampf" im Himmel zwischen den Geistern (gute, göttliche, und schlechte, satanische) wurde auf die Erde verlagert, wo er weniger Schaden anrichtet. Denn im "Himmel" bzw. den Himmeln, geschieht, was man denkt. Hier auf Erden ist das nicht zwangsläufig gleich so. Es ist mehr eine Probe für's Jenseits. Deswegen werden auch die Sanftmütigen, Friedfertigen das Himmelreich erben, weil sie keine destruktiven bösen Gedanken haben.

    Andererseits, was gegen unsere Präexistenz als Engel oder Geister spräche: Ein Tag bei Gott ist erst Abend, dann Morgen, erst das Dunkel, dann das Licht. Und so könnte es also sein, dass man durch Wasser und Feuer geboren sein muss, Wasser ist Fruchtwasser und Feuer ist, wenn der fleischliche Tempel unseres irdischen Körpers bis auf die Grundmauern abgerissen wird und beim Tod die Elemente unseres Körpers mit Krachen vergehen. Dann wird bei Eintritt des irdischen Todes der Himmel wie eine Buchrolle entweichen. Möglicherweise sind diese Bibelstellen so zu verstehen. Vielleicht aber auch als tatsächliches Ende der Welt, wenn mal ein Komet einschlägt, oder ein Polsprung kommt oder ein Atomkrieg oder die Sonne sich an ihrem Lebensende aufbläht und die Planeten verbrennt, wie uns die Astronomie lehrt.

    Sollten wir aber wie Jesus geistig vor unserm Erdenleben schon gelebt haben, was die Bibel zwar nicht ausdrücklich sagt, aber auch nicht bestreitet,, dann würde das auch erklären, warum uns Gott "zumutet" auf einem Planeten zu leben, wo Satan herrscht, wo er doch eigentlich ein liebender Gott ist. Wenn wir nun die ehemaligen Engel sind, die im Jenseits versagt haben, die sich hier bewähren müssen, dann macht alles ein Sinn!!! Und vielleicht sind auch noch Engel inkarniert, die sich nicht bewähren mussten, aber aus Liebe, um uns zu helfen, hier Gottes Willen getan haben.

    Ausserdem, wenn man sich das Schaubild in der Galerie ( sta-forum.de/gallery/index.php…02abc965a0543d3734722b4a0 ) anschaut, ist die eine Hälfte ab dem ersten Frühlingsfest, nämlich Passah, bis nach Yom Kippur ein halbes Jahr. Ab dem Laubhüttenfest, welches uns aus der Sklaverei (des fleischlichen Körpers) führt, beginnt das andere halbe Jahr. Das könnte man so verstehen, dass mit dem Passahfest das irdische Leben beginnt, also wir hier im fleischlichen Körper immer Opfer bringen sollen, und nach der Versöhnung mit Gott bei Yom Kippur dann mit dem Laubhüttenfest der Abschied aus der Sklaverei und das Eintreten ins Jenseits gefeiert wird.
    Ich schwanke noch, ob Jesus bei seinem ersten Kommen nur die Frühlingsfeste erfüllt hat oder auch schon einen Teil der Herbstfeste. Mehr Sinn würde es machen, wenn er bei seinem ersten Kommen die Frühlingsfest erfüllt hätte, dann folgt die Bewährung der Menschen unter der Gnade, nachdem es unter dem Gesetz nicht geklappt hat und dann kommt Jesus wieder und erfüllt noch die Herstfeste, Das Posaunenfest, das die Herbstfeste einleitet, könnte also die Verkündigung der Dreiengelsbotschaft sein. Dann folgen die vielen Opfer vor Yom Kippur, die Weltkriege, auch der Holocaust, schließlich kann man auch mal versuchen, auch das NT mal mehr aus jüdischer Perspektive zu sehen. Und vor Yom Kippur werden auch sehr viele Stiere geopfert. Die stehen für die Priester, die falsche Lehren verbreitet haben.

    Womöglich kann aber Jesus auch so verstanden werden, dass er gar nicht mehr real körperlich hier auf die Erde kommt sondern nur noch bildlich/geistlich für jeden von uns spätestens wenn wir sterben. Denn auch unser Körper wird ja als Tempel bezeichnet.
    Für so eine rein geistliche Auslegung spräche, dass wir ja auch beim Abendmahl nicht das reelle Blut und Fleisch von Jesus zu uns nehmen, obwohl er es aber lt. Bibel so formuliert hatte, wir es aber im übertragenen Sinn verstehen sollen.

    Bestimmt hatte hier auch schon einmal jemand ähnliche Gedankengänge und ein Austausch darüber bringt mich bestimmt weiter. Und Euch vielleicht auch.
    Tut mir aber leid, dass ich es nicht geschafft habe, mich kürzer zu fassen.

    276 mal gelesen

Kommentare 5

  • Rosen -

    Im Thema "Ist das Neue Testament antisemitisch?"
    sta-forum.de/index.php?thread/…&postID=116604#post116604
    ergab sich noch eine Anregung, die zu meinem obigen Blog-Thema passt:
    Es ging um die Stelle:
    Mt 25,33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.

    Ich verstehe die Stelle so, dass alle "Bockigen" = Rebellischen/Sich Auflehnenden aussortiert werden.

    Übrigens, da folgt dann noch die Stelle: "...das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!"

    Da ist nur vom Teufel und seinen Engeln die Rede obwohl doch hier alle Nationen gerichtet werden! Da ist nicht von auferstandenen Menschen die Rede, sondern nur noch von Engeln. Das bedeutet doch wohl, dass ein Mensch, wenn er aufersteht, zum Engel wird. Das bestärkt mich in der Vermutung, dass wir in der Tat ehemalige Engel sind oder zumindest nach dem dieseitigen Leben als Mensch zu Engeln werden. Im Jenseits sind wir Engel, im Diesseits Menschen.

    Wir können hier gute oder schlechte Menschen sein und dort gute oder schlechte Engel. So oder so werden die schlechten am Ende aussortiert und vernichtet. Und um hier gute Menschen zu sein, dürfen/sollen wir den guten Geist Gottes (auch der Engel) "in Anspruch nehmen.". Auch hier in Diesseits sind wir natürlich Geist, aber eben "eingesperrt" im Körper, der zur Sünde und zum Egoismus neigt.
    Aber auch die Engel sind eben vor der Sünde nicht völlig gefeit, wie man an Satan und den "gefallenen" Engeln sieht.
    Und nochwas: Satan wurde hier auf die Erde verbannt und die gefallenen Engel ja sicherlich auch. In Jenseits gibt es eine Trennung, die guten Engel bei Gott im Himmel/in den Himmeln udn die bösen Engel bei Satan in einem anderen (tieferen) Himmel? Auf jedenfall eben in einer Art Reich.
    Auf der Erde im Diesseits wächst das Unkraut zusammen mit dem Weizen bis zur Ernte. Im Himmel/im Jenseits wird getrennt. Und auch wenn die Bösen nicht zu den Guten "rübermachen" können, so können sie aber anscheinend miteinander kommunizieren oder sehen sich zumindest, siehe die Geschichte vom reichen Mann und dem Bettler Lazarus nach dem irdischen Tod.

  • Rosen -

    Nun sind aus meinen Gedanken vom vorigen Kommentar noch mehr Fragen entstanden:
    Ich habe mich schon oft gefragt, ob es im hebräischen ein Geschlecht für Sonne und Mond gibt. Die romanischen Sprachen sagen ja, der Sonne und die Mond, genau anders herum wie bei uns. Aber wie ist es im hebräischen? Ich habe schon mal mit einer Russin gesprochen, wenn sie mich richtig verstanden hat, ist es im Russischen so, dass Sonne und Mond kein Geschlecht haben? Ist das so? Aber vorrangig interessiert es mich für die hebräische Sprache.
    Und davon ausgehend habe ich dann gedacht: Es ist verständlich, dass Völker, denen der israelische Glaube, ober bereits schon der abrahamitische Glaube, nicht gegeben wurde, die Sonne (El Sol, Il Sol/Sul usw.) angebetet haben. Die Sonne gibt das Licht und der Mond (die Mond, La Luna, la lune usw.) empfängt es "nur". Also der oder die Sonne spendet Energie/zeugt Leben und der oder die Mond (und alle anderen nicht selbst leuchtenden Gestirne und Dinge) empfangen Energie.
    Da aber beim israelischen Glauben ausdrücklich nicht die Sonne angebetet werden soll würde es mich schon sehr interessieren, ob dort die Sonne weiblich oder männlich ist.

  • Rosen -

    Mal eine Frage: Ich hatte ja versucht, zu "vereinfachen" bzw. den Gedanken angestellt, ob nicht Engel "umgewandelte" Menschen sind und Menschen "umgewandelte" Engel.
    Aber nun habe ich neulich von unterschiedlichen Flügelformen gehört. In Sacharja 5 heißt es "und sie hatten Flügel wie Flügel des Storches". Die schützenden Cherubim haben ja bedeckende Flügel, die zumindest in den Darstellungen, z.B. die beiden auf der Bundeslade, keine Flügel wie Storche sind. Sind denn dann die mit den Storchflügeln Serafim? Und sind dann vielleicht "umgewandelte" Frauen Serafim und "umgewandelte" Männer Cherubim? Bitte entschuldigt meine naiven Fragen und mein mangelndes Wissen, aber ich mache mir eben Gedanken über alles, ist ja erlaubt und wenn ich Gott richtig verstanden habe, sogar erwünscht.
    Interessant auch folgender Text in Sacharja: "...und da war eine Frau, die saß mitten im Efa. Und er sprach: Dies ist die Gottlosigkeit. Und er warf sie wieder mitten in das Efa8 hinein und warf den Bleideckel auf dessen Öffnung..."
    Also wieder einmal eine Frau (wie die Hure Babylon) nicht nach Gottes Geschmack, diesmal verkörpert sie die Gottlosigkeit.

    Und dann wird das Land Schinar erwähnt. Ich finde ja, Schinar und China klingt recht ähnlich... Und da hier das Efa (Gefäß/Maßeinheit) herumfliegt und im Lande Schinar landet, wo ihm ein Haus gebaut wird, fiel mir spontan ein, dass auch in der chinesischen Frühgeschichte Erzählungen von "göttlichen" Flugkörpern existieren. Es gibt ja auch in China Pyramiden aus aaaalter Zeit. Das wird heute nicht mehr bestritten.

  • Rosen -

    Danke HeimoW, ich bin froh, dass mal jemand antwortet und auf meine Fragen/Gedanken eingeht.

    Dass es eine Auferstehung geben wird, habe ich nie bezweifelt, wie ich überhaupt das, was Jesus gesagt hat, niemals anzweifeln würde! Nur ob wir uns die Auferstehung evt. falsch vorstellen, hab ich mich gefragt.
    Und Jesu Auferstehung war die erste. Unsere muss aber nicht genau so ablaufen. Und wenn doch, stell Dir vor, wir würden nach unserem Tod unseren vorigen Gefährten erscheinen wie Jesus den Jüngern, da wären doch die Adventisten die ersten, die da von Dämonen reden würden, oder?

  • HeimoW -

    [quote='Rosen','https://www.sta-forum.de/blog/index.php?entry/291-diesseits-jenseits-menschen-und-geister-vielleicht-ist-alles-ganz-einfach/']Womöglich kann aber Jesus auch so verstanden werden, dass er gar nicht mehr real körperlich hier auf die Erde kommt sondern nur noch bildlich/geistlich für jeden von uns spätestens wenn wir sterben. Denn auch unser Körper wird ja als Tempel bezeichnet.
    [/quote]

    Das kann ich so nicht verstehen, denn die Auferstehungstexte im NT sind dafür viel zu klar.
    „Männer von Galiläa, was steht ihr und seht hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel“ (Apg 1,11)
    Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Chris-tus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube.(1 Ko 15,14)
    Petrus wiederum spricht von den Spöttern, die „sagen: Wo ist die Verheißung seiner Ankunft? Denn seit-dem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so von Anfang der Schöpfung an. (2Petr 3,4)
    Aber in jenen Tagen, nach jener Bedrängnis, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben; und die Sterne werden vom Himmel herabfallen, und die Kräfte in den Himmeln wer-den erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit gro-ßer Macht und Herrlichkeit. (Mk 13,24-26)

    Die Wiederkunft Jesu ist also ein universell von allen Lebenden (und Toten) gleichzeitig erlebtes Ereignis.