Bruce Metzger und die New-World-Translation (Teil 1)

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  • In meinem letzten Blog-Beitrag bin ich auf die Kritik des deutschen Theologen Dr. Dietrich Hellmund an der "Neuen-Welt-Übersetzung" der Zeugen Jehovas eingegangen. Ein anderer Forenteilnehmer hat mich darauf hin gefragt, warum ich den "ziemlich unbedeutenden Artikel" von Dr. Hellmund besprochen habe, anstatt auf "prominente "Kritiker der NWT/NWÜ einzugehen. Dabei sind die Namen "Metzger" und "Barclay" genannt worden. In diesem Artikel werde ich mich mit Bruce Metzgers Kritik an der Wiedergaben von Johannes 1, 1 in der New-World-Translation befassen. Wer war Bruce Metzger?

    Wikipedia schrieb:

    Bruce Manning Metzger (* 9. Februar 1914 in Middletown, Pennsylvania; † 13. Februar 2007 in Princeton) war ein US-amerikanischer Bibelwissenschaftler. Er war Professor für Neutestamentliche Sprache und Literatur am Princeton Theological Seminary. Metzger war einer der führenden Experten für die Textkritik des Neuen Testaments und hat an mehreren Bibelübersetzungen mitgewirkt. Er gehörte zu den Herausgebern des Novum Testamentum Graece von Nestle und Aland. [...] Bruce Metzger beendete das Lebanon Valley College mit einem Bachelor of Arts 1935 und schloss 1938 am Princeton Seminary mit einem Bachelor of Theology ab. 1939 wurde er ordinierter Pfarrer der Presbyterian Church. 1942 promovierte er in Altphilologie an der Princeton University. 1938 begann er am Princeton Theological Seminary zu lehren. Er gehörte dort während 46 Jahren zur Abteilung für Neues Testament.

    Es steht außer Frage, dass Bruce Metzger ein kompetenter Kenner der griechischen Sprache war, der in der Lage gewesen sein dürfte, zu beurteilen, ob eine Übersetzung möglich oder nicht möglich, richtig oder falsch ist. Es ist also nicht verwunderlich, dass viele Menschen der Meinung Metzgers große Bedeutung beimessen.

    Die nachfolgenden Zitate von Bruce Metzger sind dem Artikel „The Jehovah’s Witnesses and Jesus Christ“ entnommen, welcher im April 1953 in „Theology Today“ auf den Seiten 65-85 erschienen ist. Ich habe diese Zitate (sowie andere englische Zitate) frei übersetzt, damit jeder nachvollziehen kann, worum es geht. In Metzgers Artikel wurde unter anderen die Wiedergabe von Johannes 1, 1 in der "New-World-Translation" thematisiert. In den meisten Bibelübersetzungen liest sich dieser Vers wie folgt:

    Johannes 1,1 (Einheitsübersetzung 2016): Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.

    Die Zeugen Jehovas kennen den Vers aus ihrer eigenen Übersetzung in der folgenden Fassung:

    Johannes 1,1 (Neue-Welt-Übersetzung 1986): Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott.

    Nachfolgend gebe ich frei wieder, wie die Übersetzer der NWT/NWÜ ihre Übersetzungsart begründet haben:

    1. Das griechische Wort für "Gott" (theos) findet sich drei mal im griechischen Text von Johannes 1, 1-2. Das erste "theos" hat den bestimmten Artikel (wörtlich: "der Gott"). Auch das dritte "theos" ist mit dem Artikel versehen, so dass derjenige bei dem sich "das Wort" im Anfang befand als "der Gott" bezeichnet wird. Im gesamten NT ist "ho theos" (=der Gott) die übliche Identifikation des einen wahren Gottes. Wenn nun aber im Vers 1 "das Wort" selbst ebenfalls als "theos" bezeichnet wird, geschieht das ohne den Gebrauch des Artikels. Das Weglassen des Artikels konnte im Griechischen darauf hinweisen, dass eine Sache unbestimmt war. Da es im Griechischen keinen unbestimmten Artikel gab, muss ein Übersetzer entscheiden, wann er diesen einfügt. Um den Unterschied zwischen "ho theos" und "theos auch im Englischen und im Deutschen erkennbar zu machen, wurde hier "ho theos" mit "GOD / GOTT" und "theos" mit "a god / ein Gott" übersetzt.

    2. Es herrscht generell Einigkeit darüber, dass "ho logos" (=das Wort) das Subjekt des Satzes ist, während "theos" (=Gott / ein Gott) als Prädikat dem Satz vorangestellt wurde. Man muss im Neuen Testament nicht lange nach vergleichbaren Satzstrukturen suchen. In solchen Fällen wird durch das Prädikat häufig eine Qualität des Subjektes ausgedrückt, oder eine Kategorie genannt, zu welcher das Subjekt zählt. Um das auszudrücken, fügen Übersetzer häufig den unbestimmten Artikel ein ("ein Prophet"; "ein Dieb"; "ein Teufel"), so dass es naheliegend ist, auch hier entsprechend vorzugehen. Beispiele für vergleichbare Satzstrukturen werden im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung noch genannt werden.

    3. Der Kontext spricht dagegen, sowohl "ho theos", als auch "theos" mit "Gott" zu übersetzen, als gäbe es keinen Unterschied zwischen diesen beiden. Sowohl im Vers 1, als auch im Vers 2 heißt es ausdrücklich "...und das Wort war BEI Gott". Natürlich war "das Wort" nicht einfach nur bei sich selbst, sondern bei einem anderen. Auch im weiteren Verlauf des Johannesevangeliums unterscheidet sowohl der Evangelist, als auch Jesus selbst ganz klar zwischen Gott und Jesus Christus als dem fleischgewordenen "Wort" (siehe u. a. Johannes 5,19; 6,38; 7,16; 8,54; 17,3; 20,17). Und während "der Vater" an hunderten von Stellen als "ho theos" bezeichnet wird, gibt es nicht eine einzige Stelle an welcher dieser Titel auf Jesus angewandt wird.

    Bruce Metzger weiß natürlich all diese Dinge. Trotzdem ist er der Meinung, dass es sich bei der Wiedergabe der NWT/NWÜ um eine "schreckliche Falschübersetzung" handelt. Er begründet das mit einer "grammatischen Regel":

    Bruce Metzger schrieb:

    As a matter of solid fact, however, such a rendering is a frightful mistranslation. It overlooks entirely an established rule of Greek grammar which necessitates the rendering, “… and the Word was God.” Some years ago Dr. Ernest Cadman Colwell of the University of Chicago pointed out in a study of the Greek definite article that, “A definite predicate nominative has the article when it follows the verb; it does not have the article when it precedes the verb. … The opening verse of John’s Gospel contains one of the many passages where this rule suggests the translation of a predicate as a definite noun. The absence of the article [before θεος] does not make the predicate indefinite or qualitative when it precedes the verb; it is indefinite in this position only when the context demands it."

    Übersetzung:
    Solch eine Wiedergabe ist jedoch eine schreckliche Falschübersetzung. Dabei wird eine etablierte Regel der griechischen Grammatik völlig übersehen, welche die Wiedergabe "... und das Wort war Gott" erforderlich macht. Vor einigen Jahren wies Dr. Ernest Cadman Colwell von der Universität in Chicago in einer Studie über den griechischen bestimmten Artikel darauf hin: "Ein bestimmtes Prädikatsnomen hat den Artikel, wenn es dem Verb folgt; es hat den Artikel nicht, wenn es dem Verb vorausgeht... Der erste Vers des Johannesevangeliums enthält eine der vielen Stellen, wo diese Regel die Übersetzung eines Prädikats als definiertes Nomen nahelegt. Die Abwesenheit des Artikels [vor θεος] macht das Prädikat nicht unbestimmt oder qualitativ, wenn es dem Verb vorausgeht; es ist in dieser Position nur dann unbestimmt, wenn der Kontext es erfordert."

    Metzger tätigt hier 3 Aussagen:

    1. Die Wiedergabe von Johannes 1, 1 in der NWT ist eine "schreckliche Falschübersetzung"!
    2. Es gibt eine von den Übersetzern "übersehene" grammatische Regel, welche in Johannes 1, 1 Anwendung findet!
    3. Diese Regel ist eine "etablierte Regel der griechischen Grammatik".

    Man könnte sagen, dass der Wahrheitsgehalt von Aussage 1 vom Wahrheitsgehalt der Aussagen 2 und 3 abhängig ist. Was hat es mit der sogenannten "Colwell's Rule" auf sich? Der Gelehrte E. C. Colwell veröffentlichte 1933 einen Artikel, dessen Überschrift man mit "Eine feste Regel für den Gebrauch des Artikels im griechischen Neuen Testament" übersetzen kann. Darin stellte er die These auf, dass ein bestimmtes Prädikatsnomen im Griechischen nur dann den bestimmten Artikel hat, wenn es nach dem Verb kommt, während es keinen Artikel hat, wenn es dem Verb vorangestellt ist. Das würde bedeuten, dass das unartikulierte "theos" in Johannes 1, 1 gar keinen Artikel haben kann, weil es im Griechischen vor dem Verb steht. Wort für Wort übersetzt steht dort:

    "...und Gott (Prädikat) war (Verb) das Wort (Subjekt)!"

    Dazu sind zwei Dinge anzumerken:

    Feststellung 1:
    Selbst wenn die "Colwell's Rule" tatsächlich eine "feste" oder "etablierte" Regel wäre, würde das noch nichts darüber aussagen, ob "theos" in Johannes 1, 1 für "(der) Gott" oder "(ein) Gott" steht. Wir wüssten dann nur, dass der Artikel auch dann nicht vor "theos" stehen würde, wenn das Wort eigentlich bestimmt wäre. Das würde aber nicht die Möglichkeit ausschließen, dass Johannes den Artikel wegließ, um den Logos als "einen Gott" zu bezeichnen, denn genauso hat man im Griechischen die Bestimmt- oder Unbestimmtheit einer Sache ausgesagt. Man gebrauchte den Artikel für etwas bestimmtes, oder ließ ihn weg für etwas unbestimmtes.

    Feststellung 2:
    Die "Colwell Rule" ist falsch!

    Es gibt in den griechischen Schriften des Neuen Testaments zahlreiche Stellen, an denen Prädikatsnomen vor dem Verb stehen, aber trotzdem mit dem bestimmten Artikel versehen wurden. Beispiele dazu hatte ich bereits in dem Blog-Beitrag "Johannes 1, 1 und grammatische Regeln" genannt:

    Johannes 1, 21: „Bist du der Prophet“? Das Prädikatsnomen „Prophet“ (προφήτης) steht im Griechischen vor dem Verb „bist“ (εἶ), hat aber trotzdem den bestimmten Artikel „der“ (Ὁ).

    Johannes 21, 7: „Es ist der Herr“! Auch hier steht das Prädikatsnomen „Herr“ (κύριός) vor dem Verb „ist“ (ἐστιν), trotzdem steht der bestimmten Artikel „der“ (Ὁ) vor „Herr“!

    Johannes 6, 51: ὁ ἄρτος δὲ ὃν ἐγὼ δώσω, ἡ σάρξ μού ἐστιν (Wort-für-Wort: Das Brot nun das ich werde geben das Fleisch von mir ist). Das Prädikatsnomen „Fleisch“(σάρξ) hat den bestimmten Artikel „das“ (ἡ), obwohl es vor dem Verb „ist“ (ἐστιν) steht.

    Weitere Beispiele findet man u.a. hier: Lukas 4, 41; Johannes 15, 1; Römer 4, 13; 1. Korinther 9, 2; 1. Korinther 11, 3; 1.Korinther 11, 25; 2. Korinther 1, 12; 2. Korinther 3, 17; 2. Petrus 1, 17; Offenbarung 19, 8; Offenbarung 20, 14.
    Man kann also schlecht behaupten, dass "theos" in Johannes 1, 1 gar keinen bestimmten Artikel hätte haben können.

    Der Religionswissenschaftler Professor Dr. Jason David BeDuhn hat sich in seinem Buch "Truth in Translation" (2003) auch mit der Übersetzung von Johannes 1,1 befasst und schreibt dort auf den Seiten 118 und 119 folgendes über die "Colwell's Rule":

    Jason David BeDuhn schrieb:

    Colwell himself found fifteen exceptions to his "definite rule" in the New Testament, fifteen predicate nouns that did have the definite article even though they were before the verb. [...] These fifteen exceptions alone show that "Colwell's Rule" is not a "rule" at all.

    Übersetzung:
    Colwell selbst fand fünfzehn Ausnahmen von seiner "festen Regel" im Neuen Testament, fünfzehn Prädikatsnomen die den bestimmten Artikel hatten, obwohl sie vor dem Verb standen. [...] Allein diese fünfzehn Ausnahmen zeigen, dass "Colwells Regel" überhaupt keine "Regel" ist.

    Auf der Seite 120 geht er auch auf Gelehrte ein, welche sich auf die "Colwell's Rule" berufen, wenn es um Johannes 1, 1 geht. Dabei nennt er u. a. Bruce Metzger:

    Jason David BeDuhn schrieb:

    Even if "Colwell's Rule" were true, it would at most allow the possibility that an article-less predicate nominative before a verb is definite. It could never prove that the word is definite. But since the rule leaves no way to distinguish between a definite and indefinite predicate nominative before a verb, many have mistaken it as making all pre-verb predicate nominatives definite. So Bruce Metzger mistakenly writes that "Colwell's Rule" "necessitates the rendering '. . . and the Word was God" (Metzger 1953, page 75). Sakae Kubo and Walter F. Specht, in their book So Many Versions? Twentieth-century English Versions of the Bible, say "It is true that the Greek does not have the article before 'God' here. However, since in this verse in Greek theos (God) is a predicate noun and precedes the verb and subject, it is definite, since a definite predicate noun when it precedes the verb never takes an article in Greek" (Kubo and Specht, page 99). Even Colwell recorded fifteen examples from the New Testament that go against Kubo and Specht's "never." Since many Bible readers rely on the opinions of people like Metzger, Kubo, and Specht, it is easy to understand why the public remains ill-informed about assessing Bible translations.

    Übersetzung:
    Selbst wenn "Cowell's Regel" korrekt wäre, würde sie bestenfalls die Möglichkeit zulassen, dass ein artikelloses Prädikatsnomen vor einem Verb bestimmt ist. Sie könnte niemals beweisen, dass das Wort bestimmt ist. Aber da die Regel es nicht ermöglicht zwischen einem bestimmten und einem unbestimmten Prädikatsnomen vor einem Verb zu unterscheiden, sind viele irrtümlich davon ausgegangen, dass sie alle vor einem Verb stehenden Prädikatsnomen bestimmt sein lässt. So schreibt Bruce Metzger fälschlicher Weise, dass "Colwells Regel" die Wiedergabe "... und das Wort war Gott" erforderlich macht (Metzger 1953, Seite 75). Sakae Kubo und Walter F. Specht schreiben in ihrem Buch "So Many Versions? Twentieth-century English Versions of the Bible": "Es stimmt, dass hier im Griechischen der Artikel vor "Gott" nicht steht. Wie auch immer, da in diesem Vers im Griechischen theos (Gott) ein Prädikatsnomen ist und dem Verb und dem Subjekt vorausgeht , ist es bestimmt, da ein bestimmtes Prädikatsnomen, welches dem Verb vorausgeht, im Griechischen niemals eines Artikels bedarf"(Kubo und Specht, Seite 99). Sogar Colwell hat fünfzehn Beispiele aus dem Neuen Testament genannt, die dem "niemals" von Kubo und Specht widersprechen. Da sich viele Bibelleser auf die Meinungen von Leuten wie Metzger, Kubo und Specht verlassen, ist es leicht zu verstehen, warum die Öffentlichkeit schlecht über die Bewertung von Bibelübersetzungen informiert ist.

    Sogar diverse Gelehrte, die selbst die Trinitätslehre vertreten (z. B. Murray J. Harris, James Hope Moulton, Nigel Turner, Paul M. Dixon u. a.) haben darauf hingewiesen, dass die "Colwell's Rule" einerseits von vielen Autoren falsch verstanden (und falsch wiedergegeben) wird, andererseits nichts zur korrekten Übersetzung von Johannes 1,1 beiträgt.
    Um so interessanter ist es, dass zahlreiche evangelische und katholische Theologen den Vers auch nicht anders übersetzt haben als die Zeugen Jehovas. Die folgende Auflistung beschränkt sich auf einzelne deutschsprachige Beispiele aus den letzten zwei Jahrhunderten:

    Johann Joachim Bellermann (1807): "und ein Gott war der Logos."
    Johann Joachim Bellermann war ein deutscher Theologe, Semetist und Professor der Theologie.

    Adolf Hilgenfeld (1849): "und der Logos war (ein) Gott."
    Adolf Hilgenfeld war ein deutscher evangelischer Theologe und Professor für Neues Testament.

    Karl August von Hase (1869): "und ein Gott war der Logos."
    Karl August von Hase war evangelischer Theologe und Professor der Theologie.

    Otto Pfleiderer (1902): "und ein Gott war der Logos"
    Otto Pfleiderer war ein deutscher evangelischer Theologe und Professor für praktische Theologie.

    Otto Moritz Schmiedel (1906): "und ein Gottwesen war der Logos."
    Otto Moritz Schmiedel war ein ein deutscher evangelischer Pfarrer, Religionslehrer und Doktor der Theologie.

    Oskar Holtzmann (1926): "und ein Gott war der Gedanke"
    Oskar Holtzmann war ein deutscher Theologe, Neutestamentler und Gymnasiallehrer.

    Jürgen Becker (1979): "und ein Gott war der Logos"
    Jürgen Becker ist ein deutscher evangelischer Theologe und Professor für Neues Testament und Judaistik.

    Siegfried Schulz (1987): "und ein Gott (oder: Gott von Art) war das Wort"
    Siegfried Schulz war ein Doktor der Theologie, Privatdozent für Neues Testament und Professor für neutestamentliche Wissenschaft.

    Karl Jaroš (1995): "und (ein) Gott war der Logos."
    Karl Jaroš ist ein österreichischer Theologe, der Philosophie, Theologie, alttestamentliche Bibelwissenschaft und arabische Religionsgeschichte in Linz, Graz, Freiburg im Üechtland und Jerusalem studiert hat.

    Stefan Schreiber (2000): "und (ein) Gott war der Logos"
    2000 Stefan Schreiber ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe und Hochschullehrer für Katholische Theologie.

    Den akademischen Rängen dieser Herren zufolge sollte man davon ausgehen können, dass diese durchaus in der Lage waren, einen griechischen Text korrekt ins Deutsche zu übersetzen. Und wer meint, dass sich diese Autoren u. Übersetzer auf einem niedrigeren "wissenschaftlichen Niveau" bewegt haben als irgendwelche NWT/NWÜ Kritiker, der müsste erst einmal darlegen, woran genau er so eine Aussage festmacht!

    Metzger hatte auch an dem Anhang der NWT etwas auszusetzen:

    Bruce Metzger schrieb:

    In a lengthy Appendix in the Jehovah’s Witnesses’ translation, which was added to support the mistranslation of John 1:1, there are quoted thirty-five other passages in John where the predicate noun has the definite article in Greek. 20 These are intended to prove that the absence of the article in John 1:1 requires that θεος must be translated “a god.” None of the thirty-five instances is parallel, however, for in every case the predicate noun stands after the verb, and so, according to Colwell’s rule, properly has the article.

    Übersetzung:
    In einem längeren Anhang in der Übersetzung der Zeugen Jehovas, der hinzugefügt wurde, um die falsche Übersetzung von Johannes 1: 1 zu stützen, werden fünfunddreißig weitere Stellen aus dem Johannesevangelium zitiert, wo das Prädikatsnomen im Griechischen den bestimmten Artikel hat. Diese sollen beweisen, dass das Fehlen des Artikels in Johannes 1: 1 es erforderlich macht, dass θεος mit "ein Gott" übersetzt werden muss. Allerdings stellt keiner der fünfunddreißig Fälle eine Parallele dar, denn in jedem Fall steht das Prädikatsnomen hinter dem Verb und hat in Übereinstimmung mit der Colwell's Rule korrekter Weise den Artikel.

    Auch hier argumentiert Metzger noch immer mit einer angeblich "festen" Grammatik-Regel, die keine ist. Zu den 35 Textstellen, welche im Anhang der Erstauflage der NWT angeführt wurden, kann ich nichts sagen, denn mir liegt diese Erstauflage nicht vor (und Metzger nennt diese Textstellen auch nicht). Aber ich kann etwas zum Anhang der Studienausgabe der NWÜ (aus dem Jahre 1986) sagen, denn dort werden im Anhang 6A insgesammt 10 Textstellen aus den Evangelien von Markus und Johannes genannt, in denen die von Metzger geforderte Parallelen zu finden sind. Das Präikatsnomen steht in allen 10 Versen unartikuliert vor dem Verb, genau wie das dritte "theos" in Johannes 1, 1! Die gängigen Übersetzungen dieser Verse kann jeder in seinen eigenen Bibeln nachlesen!

    Markus 6, 49: "ein Gespenst"
    Markus 11, 32: "ein Prophet"
    Johannes 4, 9: "ein Prophet"
    Johannes 6,70: "ein Teufel"
    Johannes 8, 44: "ein Menschenmörder"
    Johannes 9, 17: "ein Lügner"
    Johannes 10, 1: "ein Prophet"
    Johannes 10, 13: "ein Mietling"
    Johannes 10, 33: "ein Mensch"
    Johannes 12, 6: "ein Dieb"

    Nun steht es den Kritikern der NWT/NWÜ ja frei, entsprechende Gegenbeispiel zu nennen. Wo findet sich die gleiche Satzkonstruktion mit einem unartikulierten Prädikatsnomen, welches trotz des fehlenden Artikels eindeutig als bestimmt aufzufassen ist?

    Ein weiteres Argument Metzgers nimmt darauf Bezug, dass die Wiedergabe "das Wort war ein Gott" angeblich die Existenz mehrerer Götter voraussetzt:

    Bruce Metzger schrieb:

    It must be stated quite frankly that, if the Jehovah’s Witnesses take this translation seriously, they are polytheists. In view of the additional light which is available during this age of Grace, such a representation is even more reprehensible than were the heathenish, polytheistic errors into which ancient Israel was so prone to fall.

    Übersetzung:
    Es muss ganz offen gesagt werden, dass die Zeugen Jehovas, wenn sie diese Übersetzung ernst nehmen, Polytheisten sind. Angesichts des zusätzlichen Lichtes, das während dieser Zeit der Gnade zur Verfügung steht, ist eine solche Darstellung noch verwerflicher als die heidnischen, polytheistischen Fehler, für die das alte Israel anfällig war.

    Hier kommt Metzgers Polemik deutlich zum Ausdruck. Laut dem "Greek-English Lexicon of the New Testament" von Joseph Thayer (welches auch von Metzger zitiert wird), kann "theos" im NT für alles gebraucht werden, was "in irgendeiner Hinsicht mit Gott verglichen werden kann, oder ihm in irgendeiner Weise ähnelt". Hebraistisch ist es "gleichbedeutend mit Gottes Vertreter oder Statthalter" und wird auch von "Magistraten und Richtern" gebraucht (siehe Joseph Henry Thayer, "Greek-English Lexicon of the New Testament" 1889, Seite 2884). So wird Moses als Gottes Gesandter zu einem "Gott" (siehe 2. Mose 4,16; 7,1). In Psalm 8, 6 werden die Engel als "Götter" bezeichnet, während die gleiche Bezeichnung in Psalm 82, 6 auf menschliche Richter angewandt wird. Ein Gelehrter wie Professor Metzger kennt diese Texte natürlich. Auch ist er sich völlig im Klaren darüber, dass die Wiedergabe von Johannes 1, 1 weder von Polytheisten stammt, noch von den ZJ im polytheistischen Sinne verstanden wird. Genauso gut hätte er Jesus auf Grund seiner Worte aus Johannes 10, 34-36 als Polytheisten bezeichnen können.

    Wenn Metzger nun einerseits fälschlicher Weise behauptet, es gäbe eine Regel, welche die traditionelle Wiedergabe von Johannes 1, 1 "erforderlich" mache, andererseits fälschlicher Weise die Wiedergabe der NWT als eine "schreckliche Falschübersetzung" bezeichnet, dann kann man sich fragen, wieviel Seriösität man seiner NWT-Kritik noch zugestehen kann. Noch nicht einmal Colwell selbst hat behauptet, dass seine Regel den Beweis für eine bestimmte Übersetzungsart darstellt. Stattdessen schrieb er, dass seine Regel die traditionelle Übersetzung von Johannes 1, 1 "nahelegt"! Metzger hingegen bestreitet mit seinen Aussage ja, dass auch nur die Möglichkeit besteht, den griechischen Wortlaut mit "das Wort war ein Gott" zu übersetzen. Im Gegensatz dazu haben weder die Übersetzer der NWT/NWÜ, noch die Zeugen Jehovas generell jemals behauptet, dass die Wiedergabe "und das Wort war ein Gott" zwingend sei, wenngleich sie korrekter Weise darauf verweisen, dass diese Übersetzung eine wörtliche Wiedergabe ist. Das folgende Zitat aus einer Wachtturm Ausgabe vom 15.02.1979 ist offensichtlich eine Reaktion auf die Kritiken von Metzger und anderen Gelehrten, die ihre akademischen Titel für die Verteidigung der Trinitätslehre einerseits, sowie für eine Verunglimpfung der NWT andererseits nutzten.

    Der Wachtturm schrieb:


    Verstößt die Wiedergabe von Johannes 1:1 in der Neuen-Welt-Übersetzung nicht gegen die Regeln der griechischen Grammatik und gegen die Anbetung eines einzigen Gottes?

    Johannes 1:1 lautet nach der Neuen-Welt-Übersetzung wie folgt: „Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott.“ Einige haben die Wiedergabe „ein Gott“ im letzten Teil dieses Verses beanstandet. Ihrer Meinung nach haben die Übersetzer das Wörtchen „ein“ zu Unrecht vor „Gott“ gesetzt. Ist diese Übersetzung aber tatsächlich inkorrekt?
    Die griechische Sprache hat im Unterschied zur deutschen Sprache keinen unbestimmten Artikel. Sie hat aber einen bestimmten Artikel, ho, der im Deutschen oft mit „der“ wiedergegeben wird, zum Beispiel ho Christós, „der Christus“, ho kýrios, „der Herr“, oder ho Theós, buchstäblich „der Gott“.

    Im Griechischen kommen Nomina oder Hauptwörter aber oft ohne Artikel vor. Grammatiker bezeichnen diese Nomina als artikellos. Interessanterweise steht vor dem im letzten Teil von Johannes 1:1 mit „Gott“ wiedergegebenen griechischen Wort theós der bestimmte Artikel ho nicht. Wie geben Übersetzer solche artikellose griechische Nomina im Deutschen wieder?
    Oft fügen sie den deutschen unbestimmte Artikel bei, um den richtigen Sinn der Stelle wiederzugeben. Zum Beispiel lautet der letzte Teil von Johannes 9:17 im Griechischen nach der zwischenzeiligen Übersetzung des Theologen Alfred Marshall, D. Litt.: „Und er sagte[,] — Ein Prophet er ist.“ Hier steht vor dem mit „Prophet“ wiedergegebenen griechischen Wort kein bestimmter Artikel. Der Übersetzer hat dieses Wort daher mit „ein Prophet“ wiedergegeben und auch andere Übersetzer haben dies getan.
    Das heißt jedoch nicht, daß ein artikelloses Nomen jedesmal, wenn es im griechischen Text steht, im Deutschen mit dem unbestimmten Artikel wiedergegeben werden sollte. Die Übersetzer geben diese Nomina unterschiedlich wieder; manchmal fügen sie sogar den bestimmten Artikel bei, obwohl er im Griechischen fehlt. In Matthäus 27:40 findet sich zum Beispiel in einigen deutschen Bibelübersetzungen der Ausdruck „der Sohn Gottes“, obwohl im Griechischen das mit „Sohn“ wiedergegebene Wort ohne den bestimmten Artikel steht.

    Wie verhält es sich nun mit Johannes 1:1? Marshalls zwischenzeilige Übersetzung dieses Textes lautet: „In [dem] Anfang war das Wort, und das Wort war mit — Gott, und Gott war das Wort.“ Wie bereits erwähnt, steht im letzten Teil dieses Verses kein „der“ vor „Gott“. Das Neue-Welt-Bibelübersetzungskomitee beschloß, hier den unbestimmten Artikel „ein“ beizufügen. Dadurch kann Jesus Christus, „das Wort“, als ein Gott oder eine göttliche Person mit großer Macht besser von Jehova, dem allmächtigen Gott, „bei“ dem er war, unterschieden werden. Gewisse Leute, die sich in der griechischen Sprache auskennen, behaupten, daß die Übersetzer dadurch gegen eine wichtige Regel der griechischen Grammatik verstoßen hätten. Wieso?

    Das Problem sei die Wortstellung, sagen sie. Im Jahre 1933 veröffentlichte der Gräzist E. C. Colwell einen Artikel unter dem Titel „Eine feste Regel für den Gebrauch des Artikels im griechischen Neuen Testament“. Darin schrieb er: „Bei einem bestimmten Prädikatsnomen steht, wenn es dem Verb folgt, der Artikel; geht es dem Verb voraus, so steht der Artikel nicht. . . . Ein Prädikatsnomen, das dem Verb vorausgeht, kann nicht als ein unbestimmtes Nomen oder ein Nomen, das eine Eigenschaft bezeichnet, übersetzt werden, nur weil es artikellos ist. Wenn aus dem Zusammenhang hervorgeht, daß es sich um ein bestimmtes Prädikatsnomen handelt, sollte es, obwohl artikellos, als bestimmtes Nomen übersetzt werden.“

    In Johannes 1:1 geht das artikellose Prädikatsnomen theós dem Verb voraus, denn im Griechischen ist die Wortstellung wie folgt: „Gott [Prädikatsnomen] war [Verb] das Wort [Subjekt].“ Hinsichtlich dieses Verses kam Colwell zu folgendem Schluß: „Der erste Vers des Johannesevangeliums enthält eine der vielen Stellen, wo nach dieser Regel ein Prädikatsnomen als ein bestimmtes Nomen übersetzt werden sollte.“ Deshalb behaupten einige Gelehrte, die einzig richtige Übersetzung dieses Satzes laute: „Und das Wort war Gott.“

    Beweisen diese Erklärungen Colwells aber, daß die Übersetzung „ein Gott“ in Johannes 1:1 nicht korrekt ist? Vielleicht hast du bemerkt, daß nach den Darlegungen dieses Gelehrten ein artikelloses Prädikatsnomen, das dem Verb vorausgeht, als bestimmt aufzufassen ist, wenn dies „aus dem Zusammenhang hervorgeht“. Colwell führt weiter aus: „Das Prädikatsnomen . . . ist in dieser Stellung nur unbestimmt, wenn der Zusammenhang es verlangt.“ Er sagt nirgends, daß im Griechischen alle artikellosen Prädikatsnomina, die dem Verb vorausgehen würden, bestimmte Nomina seien. In solchen Fällen muß sich „der Übersetzer vom Zusammenhang, nicht von einer unumstößlichen Grammatikregel leiten lassen.

    Der griechische Text der christlichen Schriften enthält viele Beispiele von dieser Art Prädikatsnomina, denen andere Übersetzer den unbestimmten Artikel beigefügt haben. Betrachten wir zum Beispiel Marshalls zwischenzeilige Übersetzung folgender Verse: „Sagt zu ihm die Frau: Herr, ich merke[,] daß ein Prophet [Prädikatsnomen] bist [Verb] du [Subjekt]“ (Joh. 4:19). „Sagte deshalb zu ihm — Pilatus: Nicht wirklich ein König [Prädikatsnomen] bist [Verb] du [Subjekt]? Antwortete — Jesus: Du sagst[,] daß ein König [Prädikatsnomen] ich bin [Verb einschließlich Subjekt]“ (Joh. 18:37).

    Hast du die Ausdrücke „ein Prophet“ und „ein König“ (zweimal) bemerkt? Es handelt sich dabei um artikellose Prädikatsnomina, die im Griechischen dem Verb vorausgehen. Der Übersetzer gibt sie jedoch mit dem unbestimmten Artikel „ein“ wieder. Solche Beispiele gibt es in deutschen Bibelübersetzungen viele. Zur weiteren Veranschaulichung mögen folgende Beispiele aus dem Johannesevangelium nach der Übersetzung von Hans Bruns dienen: „ein Teufel“ (6:70), „ein Sklave“ (8:34), „ein Mörder . . . ein Lügner“ (8:44), „ein Dieb“ (10:1), „ein Mietling“ (10:13) und „ein Verwandter“ (18:26).

    Alfred Marshall begründet den Gebrauch des unbestimmten Artikels in seiner zwischenzeiligen Übersetzung der in den zwei vorangehenden Absätzen erwähnten Verse und in vielen anderen Fällen wie folgt: „Sein Gebrauch ist der persönlichen Entscheidung des Übersetzers überlassen. . . . Wir haben ,ein‘ als selbstverständlich eingefügt, wo es uns erforderlich erschien.“ Natürlich haben weder Colwell (wie oben erwähnt) noch Marshall es für erforderlich gehalten, in Johannes 1:1 das Wörtchen „ein“ vor „Gott“ zu setzen. Doch das ist nicht auf eine unumstößliche Grammatikregel zurückzuführen, sondern auf die „persönliche Entscheidung“, auf die Gelehrte und Übersetzer ein Recht haben. Das Neue-Welt-Bibelübersetzungskomitee hat sich an dieser Stelle für die Übersetzung „ein Gott“ entschieden.

    Hier findet man eine sachliche Argumentation, in welcher anderen Übersetzern zugestanden wird, den Vers gemäß dem eigenen Verständnis zu übersetzen. Anstatt auf die Verse zu verweisen, welche aufzeigen, dass die "Colwell's Rule" keine konstante Regel ist, hat man stattdessen mit eben dieser Regel argumentiert und aufgezeigt, dass die Wiedergabe der NWT/NWÜ dieser Regel noch nicht einmal widerspricht.

    Metzger hingegen gebrauchte reißerische Ausdrücke wie "schreckliche Falschübersetzung" und bescheinigt den Übersetzern etwas noch "verwerflicheres" getan zu haben, als die Israeliten, welche heidnische Götter anbeteten. Das ist nicht die Sprache eines sachlichen Wissenschaftlers, sondern die eines emotionalen Apolegeten, der bei der Verteidigung seines Gottesbildes jede Objektivität verloren hat. Er hätte auch einfach sachlich begründen können, warum er die von den ZJ genutzte Übersetzungsmöglichkeit für unwahrscheinlich hält. Stattdessen hat er Behauptungen aufgestellt, die sich leicht widerlegen lassen. Abschließend lässt sich folgendes über Metzgers Ausführungen zu Johannes 1, 1 sagen:

    1. Metzgers Darstellung der "Colwell's Rule" ist falsch, denn diese "Regel" sagt nur aus, dass ein bestimmtes Prädikatsnomen vor dem Verb keinem Artikel hat, während es nach dem Verb sehr wohl den Artikel hat. Colwell hat nicht behauptet, dass ein artikelloses Prädikatsnomen auf jeden Fall bestimmt sei, wenn es vor dem Verb steht. Stattdessen verwies er darauf, dass in so einem Fall der Kontext entscheidend sei.

    2. Nicht nur Metzgers Darstellung der "Colwell's Rule", sondern auch die tatsächliche Regel ist falsch. Zahlreiche Beispiele im NT (außerbiblische Beispiele noch nicht mitberücksichtigt) zeigen, dass bestimmte Prädikatsnomen auch vor dem Verb einen Artikel haben, wenn es dem Autor darum ging von einer ganz bestimmten Sache oder Person zu sprechen.

    Tatsächlich brachte Metzger nur ein einziges "linguistisches" Argument gegen die Wiedergabe von Johannes 1, 1 in der NWT/NWÜ vor. Da dieses eine Argument nachweisbar nicht haltbar ist, verliert seine Kritik an diese Übersetzungsart jede Bedeutung.

    Es ging mir in dieser Ausarbeitung nicht darum Bruce Metzger zu verunglimpfen oder seine Kenntnis der griechischen Sprache generell in Frage zu stellen. Vielmehr glaube ich, dass seine schriftliche Kritik an der NWT deutlich aufzeigt, wie selbst der klügste Gelehrte seine Objektivität verlieren kann, bis sich eben dieser Verlust in unsachlichen und unwahren Aussagen widerspiegelt. Es ist offensichtlich, worum es Metzger in seinem Artikel eigentlich ging. Er war ein eifriger Verfechter der Dreieinigkeitslehre, der die Lehren der Zeugen Jehovas unbedingt widerlegen wollte.

    Gane MacShowan

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