Warum Matthäus 16,18 nicht als Grund für das Papstamt gelten kann! - Teil 2/2

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  • 11.) Das griechische Wort petros bedeutet (kleiner) Stein, während Fels im Griechischen petra heißt. Hier macht Jesus einen Unterschied. Petrus ist nur ein Stein, aber sein Glaubensbekenntnis ist ein Fels.

    12.) Der Auftrag, "die Herde zu weiden" (Joh.21,15-17), galt nicht nur dem Petrus. Alle Apostel hatten diesen Auftrag. Petrus selbst fordert auch die Ältesten der örtlichen Geimeinde auf, die "Herde zu weiden" (1.Pet.5,1-4), wobei Jesus für ihn der oberste Hirte ist. ...

    13.) Nicht nur Petrus erhielt die Vollmacht, zu binden und zu lösen, sondern alle anderen Jünger auch (Mt. 18,18). Der Ausdruck "binden und lösen" bedeutet bei den Juden "verbieten und erlauben" (im Deutschen: verbindlich). Tatsächlich haben die Apostel die Vollmacht gehabt, die Fragen des christlichen Glaubens weiter auszuführen. So klärten sie die Frage der Beschneidung, der zeremoniellen Opfergesetze, des Essens von Götzenopferfleisch oder der Gemeindeorganisation. ...

    14.) Es gibt aber keinen Beweis oder Hinweis, dass die Nachfolger der Apostel [Anm.: also die Bischöfe!] die gleiche Autorität gehabt hätten. Jesus spricht sie nur seinen Jüngern zu (so steht es in der Bibel), nicht irgendwelchen Geistlichen späterer Zeiten. Diese müssen sich vielmehr an die Worte der Bibel gebunden fühlen. Alles, was sie bestimmen, darf nicht im Widerspruch zum Worte Gottes stehen.

    Fazit:
    Alle Versuche mit den angeführten Bibeltexten [also: Mt.16,18/ Luk.22,32/ Joh.21,15-17] die Bedeutung des Papsttums zu beweisen, sind nur Konstruktionen, denn die Bibel kennt keinen unfehlbar lehrenden Papst, keinen obersten menschlichen Hirten. Sie kennt nur einen Herrn und Erzhirten, Jesus Christus, das Fundament der Gemeinde! [Anm.: ----> siehe z.B. 1.Kor.3,11]

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Kommentare 2

  • freudenboten -

    Außerdem war Petrus nie nachweislich in Rom (Legende), Paulus war es. Die Hoch-Zeit des MA (538 - 1789) brachte Legenden und Reliquien hervor, von dem "Christentum" Konstantins bis zu den Eingebungen des Ignatius von Loyola.

    • Norbert Chmelar -

      ====> Manche Theologen und Ausleger sagen, dasss Petrus um 44 n.Chr. daher zum ersten Mal nach Rom gegangen wäre! Im Jahre 48/49 n.Chr. war (---> siehe Apg.15!) Petrus wieder zum Apostelkonzil zurück in der Jerusalemer Urgemeinde, um dann später in den Jahren 64 - 67 n.Chr. sich wieder in Rom aufzuhalten: Dort soll Petrus im Jahre 67 n.Chr. mit dem Kopf nach unten gekreuzigt worden sein. In jüngster Zeit habe man - durch DNA-Tests erwiesen! - übrigens tatsächlich die Gebeine des Petrus unter dem Petersdom gefunden!