Kleine Bücherrezension und die Sache mit dem Gesetz - Teil 1

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Wiedermal ein Buch aus der Auflösung einer Sammlung. Der Titel lautet:

    "Antwort auf 125 biblische Fragen - Arbeitsbuch für den biblischen Unterricht"

    Es scheint die 20. Auflage dieses 135seitigen Büchleins zu sein. Das Vorwort ist aus dem Jahre 1975 und erschienen ist diese Auflage in der Christlichen Verlagsgesellschaft, Dillenburg. Das ganze Buch zeichnet sich besonders durch seine Anschaulichkeit aus. Beinahe auf jeder Seite lassen sich Skizzen und Schemata finden, die ich wirklich sehr gut finde. Ich vermute, dieses Buch war seiner Zeit dabei weit voraus. Die Struktur und der Inhalt sind sehr leicht zugänglich, so dass man schnell die direkten und unklomplizierten Antworten der aufgeworfenen Fragen versteht. Ich werde in dieses Buch sicherlich häufiger hineinschauen, vorallem wegen der Illustrationen.

    Doch wie steht es um den Inhalt? Welche Theologie wird vertreten? Wie man schon am Verlag erkennen kann, stammt dieses Buch aus einen evangeliakalen, darbyistisch bzw. dispensationalistisch geprägten Haus. Dies wird vorallem im 15. Kapitel deutlich, in dem es um die "zukünftigen Dinge" geht. Es wird zwischen Israel und Gemeinde unterschieden und die Auslegung der Offenbarung folgt dem Ansatz des Futurismus. Dies hat beispielsweise die Konsequenz, dass die "Siebener-Reihen" (Siegel, Posaunen, Zornesschalen) noch komplett aussstehen - und weil "die Gemeinde" schon heimlich entrückt wurde, sie nur noch das das Volk Israel und die übrigen Menschen auf der Erde betreffen. Die Lehre von einen irdischen tausendjährigen Reich darf natürlich auch nicht fehlen. Alles in allen also die typisch darbyistisch-dispensationalistische Sicht der Dinge.

    Nichts destotrotz enthält dieses Buch einige, eher allgemeinere Lehren, die sich in allen Kirchen und Konfessionen finden lassen. Im zweiten Teil möchte ich besonders auf das 5. Kapitel eingehen: Vom Gesetz und der Sünde. Ich muss ehrlich zugeben, mich als Adventisten, interessiert dieses Thema natürlich besonders. Wie werden die 10 Gebote verstanden, insbesondere der Sabbat? Welche Argumentationskette wird entfaltet? In diesen Fall muss ich auch fairer zugeben: Dieses Buch ist keine ausführliche Darlegung einer allgemeingültigen, evangelikalen Sicht. Es wird nur verkürzt wiedergegeben, was geglaubt wird. Das Buch erhebt den Anspruch möglichst einfache Antworten zu geben. Dass bei so einen Unterfangen vieles unter den Tisch fällt ist sicherlich unbestritten.
    Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

    Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!

    743 mal gelesen