Wer ist Herold?

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    • @Armin
      Ändert das für einen Adventisten etwas, wenn er jetzt weiß, dass es schon vor Ellen White Propheten gab, die aber nicht "durch" kamen?

      Mit der Seite fange ich leider nichts an, weil ich einer der Wenigen bin, die kein Englisch beherrschen.

      Ich habe es auch so gehört, dass vor E. White schon Propheten erweckt wurden, die aber den Mut nicht hatten, ihre Visionen weiterzutragen.

      Wie kann man Gottes Erwählung diesbezüglich ablehnen? Und wie weiß ein Christ heute, dass er nicht nur geträumt hat?
      Ich denke, das ist eine Gradwanderung. Denn letztendlich bestimmen dann doch einzelne Menschen, ob es sich um einen "echten" Propheten handelt, oder? Wie wird dieser Status bestimmt? Wer ist dafür zuständig? Ich habe das auch schon in dem Parallelthread gefragt. Denn eigentlich sind das ja zwei Threads mit gleichem Thema?
    • Armin Krakolinig schrieb:

      Ich habe über beide Propheten schon vor vielen Jahren eine zusammenfassende Geschichte geschrieben. Wer sich dafür interessieren würde, kann sich bei mir melden.




      Hallo Armin

      also mich würde diese Geschichte interessieren! Kannst du mir da was zukommen lassen?

      Liebe Grüße
    • @Nachtperle
      Ändert das für einen Adventisten etwas, wenn er jetzt weiß, dass es schon vor Ellen White Propheten gab, die aber nicht "durch" kamen?

      Es könnte sein, dass wir die selben Fehler wiederholen, wenn wir diese Geschichte nicht kennen. Wie die Milleriten, so lehnen auch heute viele Christen aber leider auch Adventisten Ellen White aus den selben Gründen ab, wie damals die Milleriten. Sie sagen ja auch, wozu brauchen wir Ellen White, wenn wir die Bibel haben? Doch es könnte sein, dass Gott uns auch durch solche Propheten helfen möchte die Bibel besser zu verstehen und uns auf Irrtümer in unserer Auslegung der Schrift aufmerksam machen möchte, auf die wir sonst nicht drauf kommen würden.

      Wie schon erwähnt, hätte so die Enttäuschung damals von 1844 verhütet werden können.

      Es könnte auch sein, dass wir gewisse Irrtümer in der prophetischen Auslegung der Offenbarung, auf die Gott in diesen Visionen damals aufmerksam machen wollte, bis heute noch nicht ausgeräumt haben, weil wir diese Geschichte zu wenig kennen! Persönlich bin ich davon fest überzeugt, dass es so ist.

      Wie kann man Gottes Erwählung diesbezüglich ablehnen? Und wie weiß ein Christ heute, dass er nicht nur geträumt hat?
      Ich denke, das ist eine Gradwanderung. Denn letztendlich bestimmen dann doch einzelne Menschen, ob es sich um einen "echten" Propheten handelt, oder? Wie wird dieser Status bestimmt? Wer ist dafür zuständig?
      Ich kann Dir mal sagen, wie Hazen Foss die Erwählung ablehnte. Er hatte ja nach der Enttäuschung noch mal von Gott den Auftrag bekommen, von seinen Visionen zu erzählen, die er schon vorher hatte. Er verweigerte aber auch diesmal. Einige Zeit später hat Gott Ellen White erwählt und bei einer ersten Gelegenheit, wo sie von ihrer ersten Vision erzählte, war auch Hazen Foss in einem Nebenraum dabei und hörte, wie Ellen White die selbe Vision erzählte, die er Monate vorher hatte und die ihr Gott gegeben hatte.
      Am nächsten Morgen nach dieser Versammlung traf E. G. White mit Hazon Foss zusammen, der mit ihr reden wollte. Er sagte folgende Worte zu ihr:

      „Ellen, ich möchte mit dir sprechen. Der Herr gab mir eine Botschaft für das Volk und nachdem er mir auch die Konsequenzen offenbarte, verweigerte ich es zu tun. Ich war stolz, ich war unversöhnt mit der Enttäuschung! Ich murrte gegen Gott und wünschte, ich wäre tot. Dann kamen eigenartige Gefühle über mich. Ich werde hinfort geistlichen Dingen gegenüber tot sein. Ich hörte dich gestern Abend reden. Ich glaube, daß die Visionen von mir genommen sind und dir gegeben wurden. Verweigere nicht Gott zu gehorchen, denn es würde den Untergang deiner Seele bedeuten. Ich bin ein verlorener Mann. Du bist eine Auserwählte Gottes; sei treu in deinem Werk, und die Krone, die ich hätte haben können, wird dir gegeben werden.“ („The Unknown Prophet“ v. Delbert W. Backer S.138)
      Anstatt Gott um Vergebung zu bitten, tat Hazon Foss wie Kain. Er sah sich als verlorener Mensch und versank in völliger Verzweiflung. ("Entstehung und Fortschritt" S. 21, J. N. Loughborough / Wegbereiter Verlag)
      H. Foss verlor daraufhin immer mehr seinen Glauben an Gott und sein Wort und starb 50 Jahre später im Jahre 1893 in seiner Gottferne.
      Kurz vorher, nachdem Gott ihn seiner Berufung bereits entledigt hatte, und auch schon Ellen White berufen hatte, berief er noch mal eine
      Versammlung ein, und wollte von seinen Visionen berichten. Doch dann musste er vor der vollen Versammlung folgendes bekennen:


      Ich kann mich an kein Wort der Vision mehr erinnern!“ Er rang seine Hände in großer Angst und sagte: „ Gott hat sein Wort an mir erfüllt. Er hat die Vision von mir genommen. In großer Verwirrung sagte er: „Ich bin ein verlorener Mann!“ ("Entstehung und Fortschritt" S. 21, J. N. Loughborough / Wegbereiter Verlag)

      Ellen G. White sagte von dieser Versammlung: „Die Leute, welche bei dieser Versammlung anwesend waren und die Situation erlebten, sagten, daß es die fürchterlichste Versammlung war, die sie je erlebten.“ „ (The Unknown Prophet“ v. Delbert W. Backer S.139"

      Von William Foy wissen wir, dass der ebenfalls einen großen Kampf hatte, um über seine Visionen zu berichten. Er selbst schilderte es so:

      "Die Botschaft war so viel anders und die Art und Weise, wie der Befehl gegeben wurde so unterschiedlich gegenüber allem, was ich bisher darüber gehört hatte, und wissend, über das Vorurteil gegenüber Leuten meiner Hautfarbe, wurde das Ganze für mich sehr verwirrend.Folgende Fragen kamen mir immer wieder in den Sinn: Warum sollten gerade mir all diese Dinge gegeben werden, um sie der Welt mitzuteilen? Warum werden sie nicht den Gebildeten gegeben, oder jemanden, der in einer anderen Situation als der meinigen (als schwarzer!) ist? Aber ich konnte keine Ruhe in diesem Zustand des Ungehorsams finden. „Wehe mir, wenn ich diese Dinge nicht weitergebe!“ So lastete es schwer auf meiner Seele.“ (The Christian Expierience of William E.Foy“ S. 13+14)
      Foy organisierte allerdings sehr wohl große Versammlungen und es gibt von E. G. White ganz deutliche Zeugnisse über die Vortragstätigkeit von W. Foy. Sie schreibt, daß sie William Foy als 15/ 16 jähriges Mädchen des Öfteren in Versammlungen in „Beethoven Hall“ in Portland, (Main) hörte.
      Sie schreibt diesbezüglich wörtlich: „Wir gingen nach Cape Elisabeth um ihn (Foy) reden zu hören. Mein Vater nahm mich immer mit sich wenn er hinging. Er fuhr mit einem Pferdeschlitten und er lud mich ein, mit ihm zu fahren und ich kam mit ihm. Das war bevor ich selbst mit ihm (William Foy ) bekannt wurde. „The Unknown Prophet“ v. Delbert W. Backer S. 123

      Propheten sind also nie gezwungen die Botschaften Gottes weiterzugeben. Sie haben immer noch frei Wahl, es zu tun oder auch nicht. Jeder muss aber auch für sich selbst anhand der Bibel den Inhalt der Visionen prüfen und auch bereit sein, eigene Vorstellungen und Traditionen zu hinterfragen, und sie wenn nötig auch zu korrigieren.

      So weit mal zu dem Thema!

      Mit Grüßen,

      Armin
    • Armin Krakolinig schrieb:

      Es könnte sein, dass wir die selben Fehler wiederholen, wenn wir diese Geschichte nicht kennen. Wie die Milleriten, so lehnen auch heute viele Christen aber leider auch Adventisten Ellen White aus den selben Gründen ab, wie damals die Milleriten. Sie sagen ja auch, wozu brauchen wir Ellen White, wenn wir die Bibel haben? Doch es könnte sein, dass Gott uns auch durch solche Propheten helfen möchte die Bibel besser zu verstehen und uns auf Irrtümer in unserer Auslegung der Schrift aufmerksam machen möchte, auf die wir sonst nicht drauf kommen würden.
      Ich kann dir hier nicht ganz folgen. Meine Frage war eigentlich:

      Ändert das für einen Adventisten etwas, wenn er jetzt weiß, dass es schon vor Ellen White Propheten gab, die aber nicht "durch" kamen?

      Es geht also gar nicht darum, E.G. White abzulehnen oder auch nicht. Ich wollte wissen, was für uns anders ist, wenn wir wissen, dass Gott vor White auch Propheten erweckt hat. Diese Männer wurden ja nicht abgeleht, weil sie gar nicht als Propheten gewirkt haben. Daher bleibt uns ja nur das Wissen, dass es sie gab und dass sie einen Auftrag hatten, den sie zu erfüllen nicht im Stande waren.


      Wie schon erwähnt, hätte so die Enttäuschung damals von 1844 verhütet werden können.
      Und wie?



      Es könnte auch sein, dass wir gewisse Irrtümer in der prophetischen Auslegung der Offenbarung, auf die Gott in diesen Visionen damals aufmerksam machen wollte, bis heute noch nicht ausgeräumt haben, weil wir diese Geschichte zu wenig kennen! Persönlich bin ich davon fest überzeugt, dass es so ist.
      Ich verstehe immer noch nicht, was das mit diesen beiden Männern zu tun hat.



      Ich kann Dir mal sagen, wie Hazen Foss die Erwählung ablehnte. Er hatte ja nach der Enttäuschung noch mal von Gott den Auftrag bekommen, von seinen Visionen zu erzählen, die er schon vorher hatte. Er verweigerte aber auch diesmal. Einige Zeit später hat Gott Ellen White erwählt und bei einer ersten Gelegenheit, wo sie von ihrer ersten Vision erzählte, war auch Hazen Foss in einem Nebenraum dabei und hörte, wie Ellen White die selbe Vision erzählte, die er Monate vorher hatte und die ihr Gott gegeben hatte.
      Welche Vision war das? Was war die Botschaft?




      Anstatt Gott um Vergebung zu bitten, tat Hazon Foss wie Kain. Er sah sich als verlorener Mensch und versank in völliger Verzweiflung. ("Entstehung und Fortschritt" S. 21, J. N. Loughborough / Wegbereiter Verlag)
      H. Foss verlor daraufhin immer mehr seinen Glauben an Gott und sein Wort und starb 50 Jahre später im Jahre 1893 in seiner Gottferne.
      Vielleicht hat er diese Information von Gott bekommen. Sünde gegen den Heiligen Geist? Sah sich Kain als verlorener Mann?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Kurz vorher, nachdem Gott ihn seiner Berufung bereits entledigt hatte, und auch schon Ellen White berufen hatte, berief er noch mal eine
      Versammlung ein, und wollte von seinen Visionen berichten. Doch dann musste er vor der vollen Versammlung folgendes bekennen: Ich kann mich an kein Wort der Vision mehr erinnern!“ Er rang seine Hände in großer Angst und sagte: „ Gott hat sein Wort an mir erfüllt. Er hat die Vision von mir genommen. In großer Verwirrung sagte er: „Ich bin ein verlorener Mann!“ ("Entstehung und Fortschritt" S. 21, J. N. Loughborough / Wegbereiter Verlag)
      Komisch, dass er sich nach der Erweckung von White dann doch traute. Da wurde er anscheinend nicht mehr gebraucht, weil E. White diese Vision eh schon bekannt gemacht hatte. Was war diese Botschaft? Weiß man das?

      Welches Wort hat Gott an diesem Mann erfüllt?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Ellen G. White sagte von dieser Versammlung: „Die Leute, welche bei dieser Versammlung anwesend waren und die Situation erlebten, sagten, daß es die fürchterlichste Versammlung war, die sie je erlebten.“ „ (The Unknown Prophet“ v. Delbert W. Backer S.139"

      Verständlich! So etwas erlebt man auch nicht alle Tage.

      Armin Krakolinig schrieb:

      Von William Foy wissen wir, dass der ebenfalls einen großen Kampf hatte, um über seine Visionen zu berichten. Er selbst schilderte es so: Zitat "Die Botschaft war so viel anders und die Art und Weise, wie der Befehl gegeben wurde so unterschiedlich gegenüber allem, was ich bisher darüber gehört hatte, und wissend, über das Vorurteil gegenüber Leuten meiner Hautfarbe, wurde das Ganze für mich sehr verwirrend.Folgende Fragen kamen mir immer wieder in den Sinn: Warum sollten gerade mir all diese Dinge gegeben werden, um sie der Welt mitzuteilen? Warum werden sie nicht den Gebildeten gegeben, oder jemanden, der in einer anderen Situation als der meinigen (als schwarzer!) ist? Aber ich konnte keine Ruhe in diesem Zustand des Ungehorsams finden. „Wehe mir, wenn ich diese Dinge nicht weitergebe!“ So lastete es schwer auf meiner Seele.“ (The Christian Expierience of William E.Foy“ S. 13+14) Foy organisierte allerdings sehr wohl große Versammlungen und es gibt von E. G. White ganz deutliche Zeugnisse über die Vortragstätigkeit von W. Foy. Sie schreibt, daß sie William Foy als 15/ 16 jähriges Mädchen des Öfteren in Versammlungen in „Beethoven Hall“ in Portland, (Main) hörte. Sie schreibt diesbezüglich wörtlich: „Wir gingen nach Cape Elisabeth um ihn (Foy) reden zu hören. Mein Vater nahm mich immer mit sich wenn er hinging. Er fuhr mit einem Pferdeschlitten und er lud mich ein, mit ihm zu fahren und ich kam mit ihm. Das war bevor ich selbst mit ihm (William Foy ) bekannt wurde. „The Unknown Prophet“ v. Delbert W. Backer S. 123
      Ach jetzt bin ich etwas verwirrt. Dann war dieser Prophet ja doch als Prophet unterwegs. Wieso hört man heute nichts mehr von ihm? War er als Prophet anerkannt?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Propheten sind also nie gezwungen die Botschaften Gottes weiterzugeben. Sie haben immer noch frei Wahl, es zu tun oder auch nicht.
      Das ist mir schon klar, dass ein Prophet nicht gezwungen wird. Ich wollte eben nur wissen, WIE sie diesen Auftag abgelehnt hatten. Ich dachte ja, dass beide sich geweigert hatten.


      Jeder muss aber auch für sich selbst anhand der Bibel den Inhalt der Visionen prüfen und auch bereit sein, eigene Vorstellungen und Traditionen zu hinterfragen, und sie wenn nötig auch zu korrigieren.

      Hm ... das ist so eine Sache! Man kann eigentlich nicht alles prüfen. White schrieb einiges, was in der Bibel so nicht zu erkennen ist. Wie sollte man das dann prüfen, ob es echt ist oder eben nicht? Wenn es eine neue Vision ist, eine neue oder erweiterte Informaiton? Sie kann von Gott stammen, sie kann aber auch in der Fantasie eines Menschen entstehen.

      Ich denke, dass es sicher einige Christen gibt, die meinen von Gott als Bote auserwählt zu sein, Ob sie es wirklich sind? Wer bestimmt das?
    • @Nachtperle,

      Du stellst wichtige Fragen zu dieser beachtenswerten aber leider sehr wenig bekannten Geschichte von diesen zwei Propheten, die ich in meiner Ausarbeitung, zu dem Thema, von der ich sprach, im wesentlichen beantworte. Ich biete sie jedem an, der sich näher dafür interessiert. Falls Du das möchtest, gib mir Bescheid.

      Wichtig ist mal zu beachten, dass nicht beide Männer die Berufung nicht annahmen, sondern nur einer davon. Von der Millerbewegung wurde aber auch William Foy aus den genannten Gründen offensichtlich nicht beachtet, obwohl er über seine Visionen berichtete.

      Seine ersten beiden Visionen mit einigen Infos über die Umstände in denen er sich befand, hat er sogar schriftlich verfasst. Du kannst sie aber leider nur in englischer Sprache über folgenden Link finden: sta-forum.de/forum/index.php?form=PostAdd&threadID=953

      Über die Visionen von Hazen Foss gibt es kein Aufzeichnungen von ihm. Aus den Begegnungen mit Ellen White ist aber zu erkennen, dass es sich um eine Vision handelte, die mit der ersten Vision von Ellen White identisch gewesen sein musste, die sie sehr bald nach der Enttäuschung hatte. Den Bericht darüber kannst Du in dem deutschen Buch von EGW "Frühe Schriften" ab S. 12 lesen.


      In diesem Buch auf Seite 229 und 236 am weist sie auch auf wiederholte Warnungen und Botschaften hin, die Gott den Milleriten sandte, die sie dazu führen sollten, sich selbst von gewissen Traditionen und Irrtümern zu befreien, die sie von Menschen, "Heiden und Papisten" angenommen hatten, und weil sie diese Botschaften offensichtlich nicht beachteten, war das auch mit ein Grund dafür, warum sie in ihren Erwartungen enttäuscht wurden.

      Was das für Irrtümer waren und ob all diese Irrtümer dann auch von der frühen Adventbewegung schon ausgeräumt wurden, bleibt uns wohl heute noch zu erforschen übrig. Damit hat diese Geschichte auch sehr wohl für uns heute noch eine Bedeutung. Wen aber interessiert das noch, was damals geschah?

      Liebe zur Wahrheit war immer gefragt und wird immer so gefragt bleiben!

      Mit Grüßen,

      Armin
    • und ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR; sondern sie weissagen falsch in meinem Namen, auf daß ich euch ausstoße und ihr umkommt samt den Propheten, die euch weissagen. Jeremia 27.15

      Ihr könnt wohl alle weissagen, einer nach dem andern, auf daß sie alle lernen und alle ermahnt werden.
      1 Korinther 14.31



      Zwischen diesen zwei Stellen liegt, die Tatsache nur wer Jesus nachfolgt, seine Gebote und die Bergpredigt in seinen Leben wahr macht, dem schenkt Gott sein Wort und auch Visionen und wenn Ellen White schreibt wie die Gemeinde aussieht wenn sie sich nicht an Christus orientiert, das es Abfall geben wird,
      das es Ausschlüsse geben wird in seiner Gemeinde, das es immer wieder Erweckungen braucht.
      Das große Bedürfnis der Gemeinde so schreibt Ellen White:
      Eine Erweckung wahrer Frömmigkeit unter uns ist das größte und dringendste aller Bedürfnisse. Danach zu streben soll unsere vorrangige Aufgabe sein.

      Aber es ist unsere Aufgabe durch Bekenntnis (der Sünden) Demut, Reue und ernsthaftes Gebet die Bedingungen zu erfüllen, unter denen Gott versprochen hat, uns seinen Segen zu geben. Eine Erweckung kann nur als Antwort auf Gebet erwartet werden.

      Ellen White schreibt, in Bezug auf das Wirken des Geiste Gottes auf der letzten Generalkonferenz 1893 und auf dem College wurden mir Dinge beschrieben, die klar zeigen, dass Menschen verwirrt wurden, weil man die Segnungen nicht ins tägliche Leben umsetzte.
      Was Licht vom Himmel war wurde Erregung genannt. Ich war traurig, das diese Angelegenheit in diesen Licht gesehen wurde. Wir müssen darauf bedacht sein den hl.Geist nicht zu betrüben, in dem wir seinen Dienst als eine Art Fanatismus darstellen, wenn es nicht aus so klare und eindeutige Weise offenbart worden wäre - nicht nur in Battle Creek, sondern auch an anderen Orten?

      Wenn ein gesegneter Mensch nachlässig und achtlos wird, wenn er nicht im Gebet wachsam bleibt, wenn er nicht das Kreuz nimmt Luk 9,23 und das Joch Christi trägt Mt. 11,29.30
      wenn die Liebe zum Vergnügen und der Ehrgeiz der Erste zu sein, seine Kräfte und Fähigkeiten völlig in Anspruch nehmen, dann wird nicht Gott zum Ersten, Besten und Letzten in allen gemacht, und dann tritt Satan auf den Plan, um seine Rolle beim Spiel des Lebens um den Menschen zu übernehmen.....
      Aus unser Größtes Bedürfnis von Werner E.Lange Adventverlag

      Und genau das ist das Problem die die sogenannten Propheten dann haben, weil sie nicht mit Christus das Joch und das Kreuz tragen und nicht im Gebet wachsam bleiben, dann wird es Gott auch nicht absegnen und ich glaube auch das Gott trotzdem einen Schutz darauf gibt, kein Prophet zu sein. Gott verlangt einen hohen Anspruch darauf.

      und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.
      Apostelgeschichte 2.18

      ihr könnt wohl alle weissagen, einer nach dem andern, auf daß sie alle lernen und alle ermahnt werden.
      1 Korinther 14.31

      Und ich bin überzeugt das dies für jeden gilt, der es ernst nimmt und in seinen Leben ernst macht. Dann brauchen wir nicht in die Vergangenheit zurück, sondern können getrost in die Zukunft gehen und die Menschen mitnehmen, die am Wegrand stehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ingeli ()

    • @Armin

      Armin Krakolinig schrieb:

      Du stellst wichtige Fragen zu dieser beachtenswerten aber leider sehr wenig bekannten Geschichte von diesen zwei Propheten, die ich in meiner Ausarbeitung, zu dem Thema, von der ich sprach, im wesentlichen beantworte. Ich biete sie jedem an, der sich näher dafür interessiert. Falls Du das möchtest, gib mir Bescheid.
      Wenn deine Ausarbeitung eine plausible Erklärung dafür hat, warum ein "Prophet" trotz seinem Nachkommen seiner Aufgabe nachgekommen ist, einfach in der "Versenkung" verschwindet, hingegen ein anderer "Prophet" quasi eine neue Religionsgemeinschaft gründet, dann interessiert mich deine Ausarbeitung auf jeden Fall.

      Was ich verstehen möchte aber noch nicht beantwortet wurde:

      -) Wer bestimmt, dass jemand ein echter oder falscher Prophet ist?

      -) Wie weit muss die Prophetie mit der Bibel im Einklang sein?

      -) Was ist dieser Einklang? Denn klarer Weise wird ein Prophet nicht nur schon vorhandenes prophezeien.

      -) Inwiefern ist ein solch "echter Prophet" sobald er von - keine Ahnung von wem - als ein wahrer Prophet befunden wurde.

      Ich habe bis jetzt von diesen zwei "Propheten" noch nichts gehört. Bis auf das, dass sie die Erwählung abgelehnt haben. Jetzt höre ich, dass einer ja gar nicht abgelehnt hat. Eventuell habe ich - als ich davon hörte, ist ja schon länger her - falsch verstanden.

      Überhaupt erhebt sich die Frage: Warum hat fast jede Glaubensgemeinschaft ihren eigenen Propheten? Wenn Gott den Menschen was sagen möchte, dann doch allen Menschen das Selbe, oder?

      Ich zweifle kein bisschen daran, dass Gott auch heute noch Menschen zum Prophezeien auserwählt. Es ist ja biblisch vorhergesagt. Mein Problem liegt eher darin: Warum verstehen wahre Christen - die ja in allen christlichen Kirchen und Gemeinden zu finden sind - die wahren, von Gott gesandten Propheten nicht? Warum verstehen z. b. nur Adventisten E. White als Propheten oder Boten Gottes?

      Armin Krakolinig schrieb:

      Wichtig ist mal zu beachten, dass nicht beide Männer die Berufung nicht annahmen, sondern nur einer davon. Von der Millerbewegung wurde aber auch William Foy aus den genannten Gründen offensichtlich nicht beachtet, obwohl er über seine Visionen berichtete.
      Habe ich etwas überlesen? Was waren die genannten Gründe? Ich glaube, ich bin jetzt etwas verwirrt! glotzXDhhdf


      Armin Krakolinig schrieb:

      Seine ersten beiden Visionen mit einigen Infos über die Umstände in denen er sich befand, hat er sogar schriftlich verfasst. Du kannst sie aber leider nur in englischer Sprache über folgenden Link finden: sta-forum.de/forum/index.php?…dd&threadID=953
      Das kann ich leider nicht lesen. Komisch, dass so eigentlich wichtige Schriften nur in englisch verfasst sind.


      Armin Krakolinig schrieb:

      Über die Visionen von Hazen Foss gibt es kein Aufzeichnungen von ihm. Aus den Begegnungen mit Ellen White ist aber zu erkennen, dass es sich um eine Vision handelte, die mit der ersten Vision von Ellen White identisch gewesen sein musste, die sie sehr bald nach der Enttäuschung hatte. Den Bericht darüber kannst Du in dem deutschen Buch von EGW "Frühe Schriften" ab S. 12 lesen.
      War der einzige Fehler dieser ungehörten Propheten, dass sie nichts schriftlich aufzeichneten?

      Was ich auch nicht verstehe: Diese große Enttäuschung 1844 traf doch auch E. White. Wie hätte diese durch Annahme der Prophetenerweckung dies verhindert werden können? Anscheindend gab es vor dieser Enttäuschung ja keine andere Vision als eben die, dass Jesus wiederkommt. Aber so gut kenne ich mich mit dieser "Adventgeschichte" nicht aus. Vielleicht bringe ich da jetzt einiges durcheinander.


      Armin Krakolinig schrieb:

      In diesem Buch auf Seite 229 und 236 am weist sie auch auf wiederholte Warnungen und Botschaften hin, die Gott den Milleriten sandte, die sie dazu führen sollten, sich selbst von gewissen Traditionen und Irrtümern zu befreien, die sie von Menschen, "Heiden und Papisten" angenommen hatten, und weil sie diese Botschaften offensichtlich nicht beachteten, war das auch mit ein Grund dafür, warum sie in ihren Erwartungen enttäuscht wurden.
      Das war aber nach der großen Enttäuschung 1844, oder? Wer hatte eigentlich diese Vision, dass Jesus da wiederkommt? Oder war es einfach falsche biblische Berechnung. Warum berechnet man überhaupt immer wieder die Wiederkunft Christi? Steht es nicht ohnehin deutlich in der Bibel, dass von dem Tag und der Stunde absolut niemand Bescheid weiß? Solche Berechnungen müssen dann einfach daneben gehen. Gott lässt sich doch nicht verspotten!?!


      Armin Krakolinig schrieb:

      Was das für Irrtümer waren und ob all diese Irrtümer dann auch von der frühen Adventbewegung schon ausgeräumt wurden, bleibt uns wohl heute noch zu erforschen übrig. Damit hat diese Geschichte auch sehr wohl für uns heute noch eine Bedeutung. Wen aber interessiert das noch, was damals geschah?
      Aha, diese Irrtümer kennt man also gar nicht? Diese Geschichte hat für mich dann Bedeutung, wenn sie mein Leben mit Gott in irgendeiner Weise berührt. Ansonsten ist es eben Geschichte. Mich interessiert sehr wohl, was damals geschah. Auch wenn ich sehr vorsichtig bin und nicht alles 1:1 übernehme, ist es doch wichtig, sich ein rechtes Bild zu machen. Egal, wie das Bild dann ausfällt.


      Armin Krakolinig schrieb:

      Liebe zur Wahrheit war immer gefragt und wird immer so gefragt bleiben!
      Ja, Wahrheit! Eventuell kommt man der wahren Wahrheit ja wirklich auf die Spur!

      Gibt es eigentlich ein Buch oder sonstige Aufzeichnungen, wo man chronologisch geordnet die Visionen von Ellen White erfahren kann? Und natürlich auch den Inhalt dieser Visionen?

      Gibt es deutschsprachige Literatur über die Prophetenerwählungen, ob angenommen oder auch nicht?

      Das wären mal tolle Hilfsmittel, um dieses Rundum um die Propheten besser zu verstehen.

      ***