Tattoos und Piercings: Aufnahmeverweigerung bei der STA?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo @Daniels,
      das mit der Litfaßsäule ist ein guter Vergleich zu mir :rocks: ,leider fehlt mir noch die Grösse aber daran arbeite ich gerade. Zumindest am Umfang :D Dieses Anschauen stört mich auch gar nicht, denn wen es stört, tättoowiert sich auch nicht so. Was ich eigentlich sagen wollte ist: das ich auf eine große Akzeptanz gestoßen bin, es hat mich noch nie ein Adventi wegen meines Aussehen abgelehnt.
      Hardy :greet:
      Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
      Matthäus 28 / 20
    • Grundsätzlich haben sich doch auch die Zeiten total geändert. Tätowiert sind doch längst nicht mehr nur Zuhälter, Gangster, Rocker, Seeleute. Wenn ich heute so in der Fußgängerzone genau drauf achte dann ist das doch längst etabliert auch bei ganz normalen Leuten. Ich würds jetzt für mich nicht machen lassen, aber wer auf eine dezente Tätowierung nicht verzichten möchte, warum nicht...
    • Pinoy Klaus schrieb:

      Grundsätzlich haben sich doch auch die Zeiten total geändert. Tätowiert sind doch längst nicht mehr nur Zuhälter, Gangster, Rocker, Seeleute. ... nicht verzichten möchte, warum nicht...

      Also, ich persönlich halte es immer noch für Selbstverstümmelung...
      Liebe Grüße, Heimo
    • Bibelstelle

      Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rundherum abschneiden noch euren Bart stutzen. 28 Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch euch Zeichen einätzen; ich bin der HERR.
      So, gerade hatte ich meinen Nachbarn hier bei mir sitzen. Er ist überall tätowiert. Er liebt seine Famile, seine Tiere...kümmert sich um alles und ist ein netter Nachbar.
      Er muss sich die Haare nicht rundherum abschneiden, er hat keine mehr.Übrigens stutzen sich alle Männer um mich herum ihre Bärte und tätowieren lassen sich die Leute aus völlig anderen Gründen.
      Neben mir steht ein Haus leer, dort möchte des Nachbars Freund, ein hervorragend talentierter Tätowierer ,einziehen. Ich soll das vermitteln, denn ich habe Einfluss auf die Hausbesitzerin, sie ist wie eine Schwester für mich, aber was den Glauben betrifft trennt uns Bibelwissen und eine "bewusste" Entscheidung. Formulier ich jetzt so.
      Was soll ich jetzt machen? Was würdet ihr tun?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Mit diesem Bibelvers wurden früher Tätowierungen in der Gemeinde strikt abgelehnt. Wie gesagt, früher. Heute treffe ich solche schon häufiger mal an, und man versteckt sie auch nicht, sondern stellt sie öffentlich auch im Gottesdienst zur Schau. Mich gruselt dabei. Aber was soll´s?

      Si neben bei: Soviel ich weiß, werden Tätowierungen auch als Erkennungs-Merkmal bei der Behörde gespeichert. Man fällt damit direkt auf. Das ist nichts für mich. Ich brauche mich nicht zu "verschönern".

      Liebe Grüße von benSalomo.
    • Ja. Es ist ein Stammes- und Ahnendenken, das dort anklingt.

      Südseevölker bewahren die Knochen der Verstorbenen auf; sie sind Teil des "Wohnzimmers". So behielt man die Ahnen bei sich und gedachte ihrer.

      Andere (wie im Bibelvers angedeutet) machten ein Zeichen der Entbehrung: ein Schnitt für einen geliebten Verstorbenen. Das war kein depressives Ritzen, wie es das heute gibt, sondern Totenklage (ähnlich dem Zerreißen der Kleider). Man fügte sich den Einschnitt in der Biografie, im Stamm, der Familie, an sich selbst zu.

      Das will Gott nicht. Das Gedenken soll im Geist stattfinden, nicht in den Sinnen. Man soll nicht den eigenen Körper schänden, wegen dem Verlust eines Menschen (darüber sollte man heute mal mit einigen Leuten reden).

      Das Ätzen der Haut wird wohl sogar mehr oder weniger kultische Gründe haben. Man machte Zeichen in den Körper; eine "Gedenktafel" am eigenen Leib.

      Die Tattoos stammen ursprünglich aus dem Südseeraum, von polynesischen Stämmen, und hatten eher mit Zugehörigkeit zutun. Jeder Stamm hat ein eigenes Tattoo und je nach Rang kommen unterschiedliche Zeichen hinzu; so erkennt man Häuptling, Krieger, Hausvorstand, Stammesrat, usw. Die Seefahrer entdeckten es damals bei der Erkundung der Welt. Daher auch das Klischee, dass Seeleute tätowiert sind; sie haben es daher.
      und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
      (Psalm 23)
    • Motivationen

      Es gibt so viele Gründe warum Menschen etwas tun. Ich finde es aus deren Sicht immer verständlich. Deshalb finde ich es auch so schlimm, wenn es Menschen in der Kirche gibt, die sich aufgrund von Äußerlichkeiten ein Bild von Menschen machen und manchmal auch dafür sorgen, dass sich die "Vorverurteilten" dann auch noch schlecht fühlen , weil sie nicht einem Ideal-Bild entsprechen, dass sich ein anderer Mensch! gemacht hat. Zudem sind die "Beurteiler" oft die am wenigsten Selbstkritischen. Das sag ich jetzt nicht als Beurteilung, sondern aus der Erfahrung heraus.
      Ich bin sehr gespannt, ob ich einen neuen Nachbarn bekomme und wie es weiter geht. Niemand kommt in unsere Nähe ohne Grund.
      Es ist eigentlich witzig, dass wir das Thema : sich nicht den Bart zu stutzen nicht mit gleicher Leidenschaft diskutieren......
      Oder das Kopftuchgebot der Frau.....

      Ihr habt mir aber noch nicht beantwortet was ihr tun würdet oder was ihr Gott jetzt bitten würdet. Es ist immer so einfach zu sagen, dass Gottes Wille geschehen soll, aber .....
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Ich würde mich raushalten.

      Tatoos halte ich ebenso wie z.B. gestochene Ohrringe oder Ähnliches für eine Verstümmelung des eigenen Körpers und daher nicht gottgewollt.

      Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr. (1 Kor 3,16.17.)
      Liebe Grüße, Heimo
    • Pfingstrosen schrieb:

      Deshalb finde ich es auch so schlimm, wenn es Menschen in der Kirche gibt, die sich aufgrund von Äußerlichkeiten ein Bild von Menschen machen

      Äusserlichkeiten gehören auch zum Menschen und sind Teil seines Gesamten, daher tragen sie legitimerweise zu dem Bild bei, das man sich von einem Menschen macht. Dass es für jemanden "Sinn macht" etwas zu tun ist, für sich allein genommen, keine Legitimation.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ich finde Piercings, Tattoos und Ohrringe muss jeder mit sich selbst abmachen. Ich würde es jetzt nicht als Verstümmelung bezeichnen, auch wenn mir selbst Tattoos nicht besonders gefallen. Ohrringe finde ich völlig ok, auch Piercings, wenn sie in einem gewissen Rahmen bewegen. Wichtig finde ich halt, dass man sich bewusst ist, dass man die meisten Dinge ein Leben lang mit sich rumträgt, ok Tattoos kann man mittlerweile auch wieder wegmachen lassen, kostet halt einfach einiges. Letzten Endes ist der Körper sowieso nur etwas vergängliches und der Mensch darf damit machen, was er will, aber er muss dann auch die Konsequenzen tragen.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Pfingstrosen schrieb:

      @Heimo
      Dass es für jemanden "Sinn macht" etwas zu tun ist, für sich allein genommen, keine Legitimation.
      Für sich allein genommen eben schon.


      Nein, damit etwas legitim ist., bzw. um die Legitimität zu prüfen, bedarf es einer externen Referenz, sonst ist es ein Zeichen von Autonomie, Selbstherrlichkeit oder was auch immer.

      Beispiel: für mich mag es - in einer bestimmten Situation - durchaus "Sinn machen" etwas zu stehlen, es ist aber noch lange nicht legitim. Die externe Referenz (Gebote Gottes, Strafgesetzbuch) definiert es als illegitim.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Seele1986 schrieb:

      @HeimoW:
      nur was heißt das nun? Also jemand mit Tätowierung(en) wird nicht in die Gemeinde aufgenommen? Also mit der Begründung: "weil du tätowiert bist"?

      Nein das heisst es nicht. Zumal ich es als "meine Meinung" ausgewiesen habe.

      Eine quasi offizielle Stellungnahme habe ich schon gepostet:

      HeimoW schrieb:

      Dazu gab es kürzlich einen Artikel in Adventisten Aktuell:
      aktuell.adventisten.at/home/ad…ell-November-2012_296/44/
      "Sagt die Bibel etwas über Tätowierungen?" (Seite 26) von Angel Manuel Rodríguez

      sollte es auch in D geben, da habe ich aber kein link. Wenn es jemanden aus D interessiert und er es nicht findet, kann ich es wo hochladen...
      ...

      Die Aufnahme ist aber eine autonome Entscheidung der jeweiligen lokalen Gemeinde, die in solchen Fragen nicht direkt an Bestimmungen gebunden ist. Wir haben Menschen mit Tattoos/Piercings bei uns, deshalb heisse ich Tattoos/Piercings aber nicht für gut.
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Also, wenn Menschen der dritten Welt sich "bemalen, Hals, Lippen oder Ohren bis zum Geht nicht mehr dehnen oder sich bestimmte Zeichen einritzen, dann belächelt(e) man das als Primitiv oder ähnlich. Wenn ich mir heute so manche Menschen ansehe, denke ich, wir machen gewaltige Rückschritte in diese primitive Welt, die wir jedoch in der modernen Welt als Modern, als Mutig oder sogar als "ein Zeichen setzen" gesellschaftsfähig machen (wollen). Was genau unterscheidet den modernen Menschen von dem Menschen eines Stammes? Das mal zu meiner Ansicht, was das Piersen und Tätovieren betrifft.

      Auf die Frage von Pfingstrose:

      Wenn du versprochen hast zu vermitteln, solltest du dir die Frage stellen: Was sind meine Versprechen wert? Ansonsten solltest du deine persönliche, deine christliche Ansicht, sowie dein Gewissen sprechen lassen.

      Ein Tatoo sagt nicht unbedingt etwas über einen Menschen aus. Außerdem kommt es darauf an, WANN tätoviert wurde. Das kann genauso mit einer abgeschlossenen Vergangenheit zusammenhängen, wie mit einem "Zeichen setzen" für eine moderne, ach so tolerante Welt.

      Ich kenne viele tätovierte Menschen. Aber ich muss auch ehrlicher Weise sagen, dass sich diese "Zeichen" meist (nach meiner persönlichen Erfahrung eigentlich immer) in bestimmten Kreisen bewegen. So kenne ich z.B. keinen Arzt oder Pfarrer, der sichtbar tätoviert ist. Das finde ich vermehrt in anderen Kreisen. Also nicht unbedingt Leute, die sich die meisten Menschen als Nachbarn so wünschen. Dass dann vermehrt solche Leute in der Nachbarschaft anzutreffen sein werden, ist wohl logisch. Alleine von daher wäre zu überlegen, ob man einer guten Bekannten zureden soll, ihr Haus für "vorprogrammierte Probleme" zur Verfügung zu stellen. Es sei denn, es betrifft eine Gegend, in der man in jeder Hinsicht "offen", modern und tolerant ist. Denn die Probleme, die eventuell auftauchen, bleiben bei der Bekannten hängen.

      Du schreibst, diese Dame ist wie eine Schwester zu dir? Würdest du deiner Schwester dazu raten, wenn sich eventuelle Probleme, wie Ablehnung, Drogen, u.ä. in die eigene Familie einschleichen?

      Sie das bitte nicht als Vorurteil, oder als ewig gestrig an. Tatsache ist nun mal, dass Tätovierungen in nicht sehr beliebten Kreisen üblich sind.

      Wenn du das alles unter Gebet bedenkst, brauchst du keine konkrete Antwort, was der andere an deiner Stelle tun würde. Er kann es dir nicht 100% sagen. Denn der Andere ist nicht in deiner Situation. Ein Grund vielleicht, warum du noch keine konkrete Antwort auf diese Frage bekommen hast.

      ***
    • Es ist auf jeden Fall auch eine Frage der Generation, ob aus Tätowierungen überhaupt noch ein Thema gemacht wird.
      Ich finde die Äußerlichkeiten sind höchstens ein Anlass mehr über den Menschen zu erfahren, weil man ins Gespräch kommt.

      Der Punkt ist, dass Leute sofort merken, dass sie so wie sie sind entweder neutral aufgenommen sind oder nicht.
      Ein sensibler Mensch will nicht sein, wo man ihn aburteilt aufgrund von Äußerlichkeiten.

      @Nachtperle
      Danke, dass du auf die Frage geantwortet hast. Finde ich typisch, dass die "Männer" das nicht in empathischer Weise tun ;)
      Ich war einfach daran interessiert, ob jemand ähnliche Gedanken hat wie ich.
      Die Vorgehensweise ist jetzt erst einmal, dass wir den Menschen kennen lernen werden.
      Am Land ist das auch nochmal anders als in der Stadt.Ich bin schon sehr gespannt. :)
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!