Heiraten: Adventist und nicht Adventist

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    • Ich wollte hier keine Aufruhr schaffen , tut mir leid . Ich hatte auf hilfe gehofft , die ich hier auch bekommen habe ...

      Danke

      Noch eine Bemerkung : Meine Frau und ich kommen aus der R.K. Kirche ... Wir dort geheiratet und die Heirat wurde vom S.T.A. anerkannt . Denn die Ehe wurde vor Gott geschlossen

      Gott Sei Mit Euch

      Lothar
    • Guten Morgen,

      @Anton: nein, ich glaube es ging nicht um die "Triebhaftigkeit" des Paares, das hatte andere Gründe. Finde ich schade, wenn so etwas vermutet wird.
      Tatsache ist, dass sein Herz bei Jesus war, dass er sich entschieden hatte. Die Taufe ist nur die Konsequenz darauf, und wenn klar ist, dass diese stattfinden wird, dann kann ich eine Ablehnung eines Pastors, das Paar zu trauen nicht nachvollziehen. Man sollte sich auch mal fragen, was man bei einem Menschen auslöst, der noch jung im Glaubensleben steht, eine freudige Entscheidung getroffen hat und dann seine Herzensdame heiraten möchte - und dann ist die erste gravierende Erfahrung in unserer Kirche, dass er abgelehnt wird, dass er noch nicht Adventist genug ist um hier heiraten zu dürfen. Das ist jetzt überspitzt gesagt, aber es macht mich einfach traurig, zumal ich selber in der Situation bin einen Katholiken zu heiraten, der aber mein Glaubensleben teilt und sich ernsthafte Gedanken macht. Ich habe damals Gott gefragt, ob das alles so richtig ist und eine eindeutige Antwort erhalten, und ich habe mir das sicherlich nicht einfach gemacht.

      Und vielleicht wäre das auch gut, wenn manche Pastoren, egal ob in Deutschland, Österreich oder sonst wo, die so eine strikte Haltung vertreten, sich trotzdem den Einzelfall anschauen, und nicht pauschal entscheiden: Keine zwei Adventisten - Keine Ehe. Das kann man doch so nicht sagen. Und das hat doch auch nichts damit zu tun @Anton, ob irgendwo die "Welt noch in Ordnung ist" und "wo anders was im Argen liegt" Das sind keine sehr netten Unterstellungen.

      @franz.at: Sätze wie "ihr habt die Ehe nicht verstanden" stellen immer so Totschlagargumente dar, wo einem die Lust auf eine Diskussion vergehen kann, weil man sowieso als "unwissend" abgestempelt wird, denk bitte mal darüber nach.

      gruß, Caro

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ladylockenlicht777 ()

    • @Lothar

      Lothar schrieb:

      Ich wollte hier keine Aufruhr schaffen , tut mir leid . Ich hatte auf hilfe gehofft , die ich hier auch bekommen habe ...

      Ich glaube nicht, dass du einen Aufruhr geschaffen hast. Die Reaktionen zeigen mir nur all zu deutlich, dass diese Sache "Ehe mit einem religiös anders orientierten Partner" gar nicht so klar ist. Daher finde ich es gut, dass du dieses Thema angesprochen hast. Verständlich, dass dein momentanes Problem anders gelagert ist. Daher empfindest du die Reaktionen vielleicht auch schlimmer als sie sind. Weil du dich mit jedem Beitrag irgendwie angesprochen fühlst.

      Ich muss gestehen, auch mir ist durch deinen Hilferuf erst klar geworden, dass ich nicht genau weiß, was es heißt "Im Herrn zu heiraten".

      Du hast Hilfe bekommen. Darüber freue ich mich. Vielleicht bekommen gerade durch deinen Beitrag viele Unsichere eine biblisch fundierte genaue Antwort auf die Fragen, die hier aufgekommen sind.

      Eines ist für mich klar: Nicht die Beispiele, wie Menschen die Ehe leben ist der Massstab, sondern der Wille Gottes. Und den dürfen wir trotz der Wellen schlagenden Emotionen nicht auf die Seite schieben.

      Lothar schrieb:

      Noch eine Bemerkung : Meine Frau und ich kommen aus der R.K. Kirche ... Wir dort geheiratet und die Heirat wurde vom S.T.A. anerkannt . Denn die Ehe wurde vor Gott geschlossen
      Ich habe noch nicht gehört, dass eine legal geschlossene Ehe von seiten der Adventisten nicht anerkannt wurde. Klar seid ihr ein Ehepaar und fein, dass ihr als Ehepaar den Weg Gottes gehen wollt!

      Lothar schrieb:

      Gott Sei Mit Euch
      Gottes Segen auch dir, das Brautpaar mit eingeschlossen.

      Die Nachtperle
    • @Dondomi

      ich stimme Anton dort absolut zu, die Kindertaufe ist und wird nie eine gültige Taufe vor Gott darstellen. Eine Säuglingstaufe wird von Adventisten NIE annerkannt werden bzw. wurde nie. Wie sollten wir dass auch anders handhaben in dem Fall da es nunmal einfach keine Taufe ist.

      "Naja in den meisten Fällen ist es ja so, dass ein Teil zwar nicht adventistisch ist, aber zumindest Christ ist. Das heisst dieser ist auch getauft, ok die Adventisten erkennen in vielen Fällen diese Taufen nicht an, aber das ist ein Problem der Adventisten und nicht von Gott."

      Das Problem liegt eben nicht bei uns sondern allein bei Gott da sein ewiges Wort eine Säuglingstaufe nicht kennt und nicht befielt. Hier bist du mit deiner Neuapostolischen Ausirchtung eben auf eurer Tradition und das Problem ist nicht nur bei uns Adventisten sondern bei ALLEN Täuferbewegungen seien es nun Adventisten,Baptisten,Pfingstlern und viele andere.

      Die biblische Taufe spricht IMMER von "wer glaubt UND getauft wurde...." es ist ok wenn du das anders siehst aber bitte belasse es doch in eurer Tradition und behaupte nicht es sei gar so biblisch.
      ....das Vermögen des Einen sind die Schulden des Anderen.
    • @franz.at, warum ich um Antwort von dir, ja, vielleicht durch die Rufezeichen gefordert habe ist, weil du etwas reingestellt hast, was wie ein Hammerschlag an uns alle Beteiligten war, weißt du mit viel Wissen und solchen Argumenten die du da eingebracht hast, da kann man sehr viel verletzen. Ist sicher nicht im Geiste Gottes, den der Geist Gottes ist Verständnis, Anteilnahme und hineinfühlen, wie ginge es mir, wenn ich in solcher Situation bin, was täte ich.

      Du sagst man kann was offen lassen, man muß nicht immer antworten, dem stimme ich dir voll zu, nur dieser Beitrag der hat nichts offen gelassen, weil es im Grunde eine Verurteilung an alle Beteiligten war.
      Aber trotzdem sind wir alle Geschwister, und jeder macht Fehler, wer ohne Fehler ist werfe den ersten Stein, natürlich mich einbezogen.

      Friede
    • @Anton

      Ja ich weiss, die Adventisten wissen immer was vor Gott zählt oder nicht. Das finde ich ehrlich gesagt recht überheblich, man kann anderer Auffassung sein, das finde ich völlig ok, aber zu behaupten, man wisse genau, was vor Gott zählt und was nicht ist vermessen. Oft gibt es ebenso Gründe, dass man die Bibel in einigen Punkten anders verstehen kann. Glaubst Du wirklich Gott hat es nötig so "pedantisch" zu sein. Ich habe Gott schon vielfältig erleben dürfen und wenn mein Glaube derart falsch wäre, warum hat er mir das dann nicht schon längst gezeigt? Gott müsste doch schon recht gemein sein, wenn er mir falsch Zeichen gibt. Das sellbe gilt übrigens für die Partnerschaft mit meiner Freundin, alleine wie wir uns gefunden haben und wie es sich immer wieder bestätigt hat, dass da einer ja dazu sagt, lässt mich nicht zweifeln dass wir zusammengehören und das nicht nur vor den Menschen sondern auch vor Gott. Meine Freundin sieht das ebenso, allerdings steht sie unter einem permanenten Druck der Gemeinde und deren Mitglieder. Es ist doch einfach nicht richtig, wenn Menschen sich herausnehmen über etwas zu entscheiden, das Sache Gottes ist. Letzten Endes ist es nämlich Gott, der den Segen zu einer Hochzeit gibt oder nicht. Deswegen finde ich, sollte man solche Dinge auch Gott überlassen und nicht selbst Richter zu spielen.

      Gruss
      DonDomi
    • Irgendwie kann ich die ganze Aufregung um das Heiraten zwischen Adventisten und Nicht-Adventisten nicht verstehen. Wenn die beiden heiraten wollen, wird es ihnen kein gläubiger Adventist verbieten.
      Sie müssen sich nur einen Termin beim Standesamt ausmachen und die nötigen Formalitäten erledigen und die beiden sind ein Ehepaar.

      Mir ist nicht bekannt, dass wegen einer solchen Heirat jemals ein/e Adventist/Adventistin ausgeschlossen wurde. Als Adventisten haben wir aber klare, biblisch begründete Ansichten was eine Eheschließung betrifft ( adventisten.at/ueber_uns/glaubenspunkte.php#23 ). Unter anderem heißt es: "Eine Ehe sollte nur zwischen Partnern gemeinsamen Glaubens geschlossen werden."


      Wie bestimmt allen bekannt sein dürfe, halten die Adventisten das 4. Gebot (2. Mo 20,8-11). Allein die unterschiedliche Ansicht bezüglich des Ruhetages muss zwangsläufig zu Spannungen führen. Anfänglich mag man sich vielleicht darüber "einig sein" wie man damit umgehen wird, aber spätestens wenn es um die Erziehung der Kinder geht wird es "eng". Da muss dann einer seine Glaubensüberzeugung aufgeben (oder er/sie hatte nie eine ... ). Würde man eine vollständige Liste solcher "Reibungspunkte" zusammenstellen, würde sie Aufgrund ihrer Länge wahrscheinlich keiner mehr lesen wollen ...


      Es ist also nur vernünftig, wenn die verantwortlichen Prediger hier ihr "Hirtenamt" ausüben, und einer solchen Verbindung nicht mit dem "kirchlichen Segnen" die "offizielle Zustimmung" zu einer solchen Vorgehensweise geben.


      Wie gesagt, es wird niemandem verwehrt eine Ehe zu schließen. Aber eine Ehe ist ein Bund auf Lebenszeit. Und wenn da andere Menschen, die einen "emotionalen Abstand" zu dem geplanten Ehebündnis haben, nicht alles durch die "rosarote Brille" sehen, dann sollte man sie deswegen nicht als "kaltherzig" hinstellen. Und so manch einer hat vor der Ehe Versprechungen gemacht, an die er sich später nicht mehr so genau erinnern konnte, nachdem er sein Ziel erreicht hatte. "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" Mt 7,16 (ELB) - nicht an ihren Versprechungen ...


      Warum nicht zuerst Taufe und dann Ehe?
    • Es kommt irgendwie heraus von einigen, das es besser ist das nur Adventisten, Adventisten heiraten sollen. Das klingt mir zum einen dann doch wie eine Sekte, so wie, wir lassen niemand hinein in unser adventistisches Leben, und das ist für mich nicht Weltoffen, sondern irgendwie doch Sekten ähnlich, tut mir leid wenn ich das sagen muß, so fühle ich es.

      Letzt endlich ist Gott der alles lenkt und führt und auch Menschen zusammen führt. Alles andere ist von Menschen gewollt und gemacht, was genauso so wenig Bestand hat.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ingeli ()

    • Was Gott zusammen gefügt hat, soll der Mensch nicht trennen.

      Fügt Gott Menschen zusammen oder Menschen, Menschen.
      Da ist meine Frage, wie kann man wirklich sagen Gott hat uns zusammen gefügt, gebracht, verbunden.
      Was war die Motivation bei der Heirat, da gibt es viele davon.

      Denn Gott weiß um uns, auch um unsere Motivationen, Gedanken und er möchte sicher nicht das wir uns an vorgegebene Regeln von Religionsgemeinschaften halten, sondern an seine Gebote und an seine Liebe, Christus soll der Mittelpunkt von jeden sein, dann wird es keine Grenzen geben.
    • ingeli schrieb:

      Es kommt irgendwie heraus von einigen, das es besser ist das nur Adventisten, Adventisten heiraten sollen. Das klingt mir zum einen dann doch wie eine Sekte, so wie, wir lassen niemand hinein in unser adventistisches Leben, und das ist für mich nicht Weltoffen, sondern irgendwie doch Sekten ähnlich, tut mir leid wenn ich das sagen muß, so fühle ich es.
      Du hast richtig erkannt: Adventisten sollen nur Adventisten heiraten, so sagt es Ellen White. Und warum das so sein soll hat (unter anderen) Klaus.at sehr schön ausgeführt.
      Weltoffen wollen wir auch nicht sein. Wir sind offen für jeden Menschen, dass er zu uns kommt und unsere Sicht von Gott und den Dingen übernimmt und sich taufen läßt. Wir brauchen aber niemanden, der versucht, seine Lehren (oder ethischen Entscheidungen) in unserer Gemeinde einzuführen. Und das ist auch nicht ungewöhnliches. Ein St. Pauli Fan wird nicht für den HSV werben dürfen bei St. Pauli.

      ingeli schrieb:

      Letzt endlich ist Gott der alles lenkt und führt und auch Menschen zusammen führt. Alles andere ist von Menschen gewollt und gemacht, was genauso so wenig Bestand hat.
      Wenn ein Adventist und ein Nichtadventist heiraten ist es immer Gottes Wille?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Anton ()

    • Anton schrieb:

      Also ich bin über die Postings von Lothar und Dir sehr dankbar. Anscheinend ist in Österreich noch einiges in Ordnung, :) was in den Deutschen Verbänden schon im Argen liegt.


      UNSINN, ich kenne einen Fall sehr gut, wo schon 1954 in Österreich eine Frau, die damals der Gemeinde (nur) nahe gestanden ist, einen Adventisten in der Gemeinde geheiratet hat. Und ich nehme jede Wette an, dass das nicht der einzige Fall ist, weder damals noch seither.

      Der Regelfall (bzw. regelkonforme Fall) ist das aber nach der Ordnung unserer Gemeinde nicht und wenn ein Prediger in einem bestimmten Fall eine Ausnahme macht, dann muss er das verantworten und wird das (hoffentlich) zu verantworten wissen. Und wenn er oder ein anderer Prediger es in einem anderen Fall nicht tut ist es schade, wenn er das "warum" den Betroffenen nicht vermitteln kann.

      Das hat nichts mit Österreich oder Deutschland zu tun. Es gibt in Deutschland (vor allem unter Einwanderern) Adventisten die so konservativ und den alten "Gundsätzen" und Gebräuchen verbunden sind, wie das in Österreich nicht ärger zu finden ist und es gibt umgekehrt in Österreich Adventisten, die sich in ihren Ansichten komplett im anderen Extrem bewegen, wei es in Deutschland nicht ärger sein könnte. Dieses Österreich gegen Deutschland oder Bogehofen gegen Friedensau und vice versa ist eien christlichen Kirche unwürdig!
      Als Österreicher frage ich:
      Müsst ihr Euch immer als deutsche "Nestbeschmutzer" betätigen?
      Warum so lieblos der eigenen Gemeinschaft gegenüber?
      Ist das wirklich der "Geist Christi", so wie ihr ihn versteht?

      sadewfrg
      Liebe Grüße, Heimo
    • @Anton von dem gehe ich aus, das wenn jemand in die Gemeinde kommt, sei es Adventisten oder sonst eine, er sich dem Glauben anschließt, aber welche Lehren, die Lehre des Jesus Christus und seine Gebote oder die Lehre der Gemeinschaft,welche ihre eigenen Regeln aufgestellt hat.

      Mit Weltoffen habe ich mich nicht richtig ausgedrückt, aber meine Frage dazu, wenn die Adventisten eine offene Kirche sind bzw. sein wollen und Offen für Menschen sind.
      Was ist ihre Aufgabe? sie sollen sie zu Gott hinführen, zum Wort Gottes und zu Christus.
      Was meinst du mit ethischen Entscheidungen einführen ?

      Und noch eine Frage, wie geht ihr mit solchen Menschen um, die in die Gemeinde kommen, aber schon verheiratet sind, aber eben nicht adventistisch sind.
      Ist das überhaupt möglich dann, das ein Teil Katholisch ist und der andere adventistisch wird, ?
      Solche Leute könnt ihr auch nicht brauchen, ? Ist ja echt intressant ?

      Und das Beispiel von St. Pauli das hättest du wirklich nicht bringen müssen, das ist ein bisschen weit hergeholt, weiß nicht was du dir da bei gedacht hast oder diesen Vergleich gezogen hast.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ingeli ()

    • Dann verstehe ich aber eins nicht ??
      Meine Frau und ich sind R.K. geboren und bis zu unseren 25 Lebensjahr sind wir auch R.K. geblieben . Demensprechend haben wir so auch Kirchlich geheiratet. Wir haben vor Gott geheiratet und das ist auch anerkannt worden von der Adventistischen Gemeinde . Sonst hätten wir nocheinmal geheiratet ..
      Aber wenn ein Adventist jemand Heiratet , der R.K. ist , hat er nicht vor Gott geheiratet ????

      Das gibt mir aber jetzt doch zudenken !!

      Gottes Segen mit Euch

      Lothar
    • ingeli schrieb:

      @Anton von dem gehe ich aus, das wenn jemand in die Gemeinde kommt, sei es Adventisten oder sonst eine, er sich dem Glauben anschließt, aber welche Lehren, die Lehre des Jesus Christus und seine Gebote oder die Lehre der Gemeinschaft,welche ihre eigenen Regeln aufgestellt hat.

      Liebe ingeli,

      ich glaube nicht, dass die Adventgemeinde ihre eigenen Regeln aufstellt. Sondern dass diese "Regeln" biblisch begründet sind. Wo weicht die Lehre der Adventisten von der Lehre Christi ab?

      Ich glaube auch nicht, dass sich jeder der Lehre anschließt, der in die Gemeinde kommt.

      ingeli schrieb:

      Mit Weltoffen habe ich mich nicht richtig ausgedrückt, aber meine Frage dazu, wenn die Adventisten eine offene Kirche sind bzw. sein wollen und Offen für Menschen sind.
      Was ist ihre Aufgabe? sie sollen sie zu Gott hinführen, zum Wort Gottes und zu Christus.
      Was meinst du mit ethischen Entscheidungen einführen ?

      Die Aufgabe eines Christen sollte sein: Menschen zu Jesus Christus führen und ihnen helfen. Kurz gesagt, sie dahin zu führen, dass sie sich für Christus entscheiden. Das beinhaltet natürlich auch den Willen Gottes zu akzeptieren und zu leben.

      Die Frage ist nun: Lässt sich die "Offenheit" mit biblischen Grundlehren, mit den Geboten Gottes vereinbaren?


      ingeli schrieb:

      Und noch eine Frage, wie geht ihr mit solchen Menschen um, die in die Gemeinde kommen, aber schon verheiratet sind, aber eben nicht adventistisch sind.
      Solche Leute könnt ihr auch nicht brauchen, ? Ist ja echt intressant ?

      Ich denke, das hat niemand so behauptet. Weil es auch so nicht stimmt. Was meinst du mit: Solche Leute könnt ihr auch nicht brauchen? Warum sprichst du besonders verheiratete Menschen an? In die Gemeinde kommen ledige, verheiratete, geschiedene und verwitwete Menschen. Warum sollte man eine Gruppe davon aus der Gemeinde weisen?

      Was findest du interessant? Deine Vermutung, dass verheiratete Nichtadventisten in der Gemeinde nicht gebraucht werden? So stimmt das ja nicht, liebe ingeli.

      Ich dachte, du gehst in eine Adventgemeinde?


      Ich finde es auch schade, dass hier Adventisten Gemeinden und Gläubige gegenseitig ausspielen. Das sollte nicht sein. DAS ehrt Gott nicht!
    • Lothar schrieb:

      Dann verstehe ich aber eins nicht ??
      Meine Frau und ich sind R.K. geboren und bis zu unseren 25 Lebensjahr sind wir auch R.K. geblieben . Demensprechend haben wir so auch Kirchlich geheiratet. Wir haben vor Gott geheiratet und das ist auch anerkannt worden von der Adventistischen Gemeinde . Sonst hätten wir nocheinmal geheiratet ..
      Aber wenn ein Adventist jemand Heiratet , der R.K. ist , hat er nicht vor Gott geheiratet ????
      @Lothar,

      die Ehe wird ja anerkannt von den Adventisten. Aber sie wird nicht durch einen "Festakt" unterstützt. Gültig Geheiratet wird ohnehin vor dem Standesbeamten.

      Ich habe mich heute mit diesem Thema intensiv beschäftigt und komme nun zu dem Schluss, dass diese kirchliche "Regelung" seine Berechtigung hat.

      Denn auch wenn man meint, den selben Herrn zu dienen, hat man doch verschiedene Ansichten, die sich nicht vereinbaren lassen. Mir kommt da z.B. in den Sinn:

      Jesus ist der Herr des Sabbats!

      Nicht aber für einen Katholiken. Wenn nun beide die Anbetung ernst nehmen und mit Überzeugung leben, lässt sich das einfach nicht vereinbaren.

      Was ist, wenn Kinder da sind? In welchem Glauben werden sie erzogen. In beiden geht nicht, weil es widersprüchlich wäre.

      Ich gehe mal davon aus, dass beide aktiv gläubig sind. Denn nur aktiv gläubige Christen haben Jesus zum Herrn.

      Aber ich denke, das Problem hat sich eh gelöst. Die Hochzeitsfeierlichkeiten werden von einem Prediger unterstützt, wenn ich richtig verstanden habe.
    • Hi

      Etwas finde ich komisch. Wenn Adventisten untereinander verschiedene Ansichten in Bezug auf den Glauben haben, ist das kein Problem. Wenn aber ein Nichtadventist und eine Adventist zusammen sein wollen, ist das ein ganz grosses Problem. Schlimm daran finde ich, wenn man das eigene Mitgeschwister von Aktivitäten ausschliesst und als Mitglied zweiter Güte behandelt. Ich kann ja damit leben, wenn man das von mir sagt oder denkt, aber wenn man das mit einem eigenen Geschwister macht, habe ich echt meine Mühe. Das geht dann fast schon in Richtung Mobbing, sorry dass ich das so krass sage, aber so dünkt es mich zumindest.

      Gruss
      DonDomi
    • Immer fein unterscheiden!

      Lothar schrieb:

      Dann verstehe ich aber eins nicht ??
      Meine Frau und ich sind R.K. geboren und bis zu unseren 25 Lebensjahr sind wir auch R.K. geblieben . Demensprechend haben wir so auch Kirchlich geheiratet. Wir haben vor Gott geheiratet und das ist auch anerkannt worden von der Adventistischen Gemeinde . Sonst hätten wir nocheinmal geheiratet ..
      Aber wenn ein Adventist jemand Heiratet , der R.K. ist , hat er nicht vor Gott geheiratet ????
      Natürlich gilt diese Ehe vor Gott auch.
      Wenn man sich scheiden lassen würde, wäre das Ehebruch.
      Die Frage ist nur, ob Gott diese Ehe recht ist.
      In meinem Bekanntenkreis haben wir so eine Ehe: Sie ist die sozial sschwächere und er ist sehr dominant. Sie soll jeden Sonntag zu ihm in den Gottesdienst gehen und er geht ca. 4x im Jahr in die Adventgemeinde mit. Und ab und zu unter der Woche in den adv. Bibelkreis.
      Ich habe den Eindruck, dass sie in ihrem adv. Glaubensleben gehemmt ist, weil sie ihren Mann nicht vor den Kopf stossen will.
      Adventismus und Katholizismus sind nun mal die beiden Extreme wie man das Christentum leben kann.
      Und die zweite Engelsbotschaft spricht ja über dieses Problem. Wenn jemand also ein treuer Adv. ist, kann er sich gar nicht mit einem feurigen Katholiken verbinden wollen.


      Lothar schrieb:

      Gottes Segen mit Euch
      Und mit Dir!
    • Lothar schrieb:

      Dann verstehe ich aber eins nicht ??
      Meine Frau und ich sind R.K. geboren und bis zu unseren 25 Lebensjahr sind wir auch R.K. geblieben . Demensprechend haben wir so auch Kirchlich geheiratet. Wir haben vor Gott geheiratet und das ist auch anerkannt worden von der Adventistischen Gemeinde . Sonst hätten wir nocheinmal geheiratet ..
      Aber wenn ein Adventist jemand Heiratet , der R.K. ist , hat er nicht vor Gott geheiratet ????

      Das gibt mir aber jetzt doch zudenken !!

      Gottes Segen mit Euch

      Lothar

      @Lothar:


      Lothar,

      eine Ehe wird von der Kirche der siebenten Tags Adventisten (global) dann anerkannt, wenn sie in der jeweils gesetzlich vorgegebenen Weise (also bei uns vor dem Standesbeamten) geschlossen wurde. Es gibt eigentlich keine "Eheschliessung" in der und durch die Gemeinde.
      Übrigens setzt auch die Katholische Kirche - soweit ich weiss - die standesamtliche Eheschliessung vor einem Spenden der Ehesakramente (in unseren Ländern) voraus. Wenn ihr wo auch immer Euer Eheversprechen auch in einer christlichen Zereemonie vor Gott bekräftigt habt, dann ist das üblicherweise nicht zu hinterfragen. Swoeit zum Thema der "Anerkennung".

      Ein anderes Thema ist, ob eine Segensfeier für ein junges Ehepaar, denn darum handelt es sich wenn wir korrekt sind, in der Gemeinde stattfindet bzw. abgehalten wird. Der mir bekannte Brauch ist, so etwas nur in Ausnahmefällen in der Gemeinde zu machen - bei meinem Sohn war das übrigens so, denn er war im Gegensatz zu unserer Schwiegertochter zum Zeitpunkt der Eheschliessung noch nicht getauft. Also haben wir die Segensfeier in einem öffentlichen Raum abgehalten, der Prediger, der schon meine Frau und mich gesegnet hat, führte die Zeremonie durch. Später hat sich unser Sohn zur Taufe entschieden, aber wir wollten weder das eine mit dem anderen zusammenpressen, noch die Gemeinde in die Verlegenheit bringen, etwas zu tun, was eigentlich unseren allgemeinen Regeln widerspricht. Der Grund für diese Regelung ist (salopp ausgedrückt): eine Ehe ist schon schwierig genug (ich muss hier nicht auf Scheidungszahlen verweisen), man sollte sie nicht durch konfessionelle Unterschiede noch schwieriger machen. Dazu gibt es entsprechende Auslegungen biblischer Texte und Geschichten, sowie recht deutliche Aussagen von Sr. White die selbstverständlich unsere Gemeinderegeln prägen.

      Falls ein junges (im Sinn von gerade standesamtlich getraut) Ehepaar in religiösen Dingen im Grunde einig ist und einer der beiden Partner (noch) nicht getauft ist, kann eine Ausnahme vermutlich gerechtfertigt sein. Ich denke aber nicht, dass die "Zustimmung" oder "Entscheidung" des Predigers dazu ausreicht. Es müsste meines Erachtens der Gemeindeausschuss darüber beraten - wahrscheinlich wird er sich der Entscheidung des Predigers anschliessen. Der Prediger selbst entscheidet autonom ob er eine Segensfeier abhält, die Gemeinde, ob in ihren Räumlichkeiten.

      Soweit ich die Verantwortlichen in Bogenhofen kenne, ist man normalerweise zu einer offenen Kommunikation bereit. Vielleicht kann man Euch die massgeblichen Gründe für die getroffene Entscheidung vermitteln, wenn Ihr noch einmal fragt. Das mag vielleicht schwierig sein (zu fragen), aber wenn Euer Sohn so lange dort gearbeitet hat, ist es das doch wert. Vielleicht will man dort einfach keine Ausnahmen machen - eine Unionsschule ist doch besonders im Blickpunkt der Gemeindeöffentlichkeit, ich weiss es nicht; aber ob man einen Vorwurf machen kann wenn jemand regelkonform vorgeht - ich denke eigentlich nicht, selbst wenn man selbst wahrscheinlich anders entscheiden würde.

      Zustzanmerkung: In der katholischen Kirche war es übrigens lange so, dass jemand der einen (eine) Nichtkatholiken geheiratet hat automatisch exkommuniziert war. Aktuell unterscheidet das Kirchenrecht zwischen konfessionsverschiedenen Ehen (z.B. Katholik/Adventist) und religionsverschiedenen (z.B. Katholik/Mormone, oder auch Katholik/Buddist). Erstere führt nicht zur Exkommunikation, letztere schon (Quelle, falls es dich interessiert). Derartige Regeln kenne ich bei uns (jedenfalls im deutschsprachigen Raum) nicht.

      Ich wünsche Euren Kindern jedenfalls, dass Ihre Ehe - und die scheint ja kurz bevorzustehen, eine von Gott gesegnete Ehe ist und dass sie beide den Glauben an unseren Erlöser ihr ganzes Leben hindurch teilen und leben können, und darauf kommt es doch an.
      Liebe Grüße, Heimo