Judentum für die Erlösung ausreichend?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Judentum für die Erlösung ausreichend?

      Hallo,

      ich meine, da Juden früher (v.Chr.) gerettet wurden, denn es war der Glauben Gottes, müssten sie heute auch noch gerettet werden. Christen sind Juden, die eben einen Schritt weitergehen, aber im Grunde müsste es doch ausreichen, den Glauben des AT zu haben.
      Nun vermute ich aber, dass es dazu auch andere Ansichten gibt und die würde ich gerne hören oder einfach eure Meinung.

    • Bin mir nicht sicher

      Ich bin mir nicht sicher, aber die orthodoxen Juden sagen doch bis heute, dass der Erlöser (Jesus) noch nicht gekommen ist und sie darauf warten. Jesus war "nur" Prophet. Meiner Meinung nach empfinde ich das als "Ohrfeige" Gottes gegenüber, denn ER hat Seinen Sohn für unsere Sünden geschickt, ER starb für uns und dadurch dürfen wir seine Gnade und Errettung annehmen. Die orthodoxen Juden sagen einfach, "Pff, das interessiert uns nicht, wir kochen unser eigenes Süppchen, und machen, was wir meinen!"Letztendlich glauben Sie Gott nicht! Und das ist sicher nicht gut! Aber Jesus bereitet viele Wohnungen vor, daher weiss ich wirklich nicht, ob die gerettet sind oder nicht...
      Eph. 2:8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es!
    • Die geistliche Schicht im Judentum hatte die Aufgabe, das Volk Israel im Blick auf Messiah zu erziehen. Das heißt, sie haben sich zwar durch das Zeremonielle gerechtfertigt (natürlich war die innere Reue und Buße der erste Schritt der Sündenvergebung), aber dies sollte als Vorschattierung auf Christus verstanden werden. David ruft in seinen Psalmen den Messia auf, Der ihn von der Sünde befreien sollte. Johannes der Täufer predigte von dem, der mit dem Heiligen Geist taufen sollte. Jesus sagte von sich, es steht von ihm in den Schriften geschrieben und der Sohn des Menschen muss getötet und auferstanden werden, um die Erlösung geben zu können:

      Mt 20.28 gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

      Lk 24.46 und sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und so mußte der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten 24.47 und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem.

      Joh 3.14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, 3.15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.

      Jünger Jesu verweilten vierzig Tage mit Jesus zusammen, nachdem er auferstanden war. Natürlich hat ihnen Jesus keine falsche Theologie beigebracht, daher konnte die Jünger auch nichts falsches predigen. Das bedeutet, wenn wir im NT lesen, dass die Vergebung nur durch das vergossene Blut Jesu bzw. nur durch Glauben an Ihn geschehen kann, dann ist es auch so, und das hat Jesus ihnen zu wissen gegeben:

      Joh 3.14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, 3.15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe. 3.16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. 3.17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn errettet werde. 3.18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.

      Warum die Juden an Jesus nicht glauben, weil sie einfach das Alte Testament anders ausgelegt haben (entgegen den Propheten Mose, Jesaja, Jeremia, Johannes dem Täufer...), um den leidenden und für uns sterbenden Messias aus den Büchern auszuschließen. Wie sie damit klar kommen, ist ihre Sache.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jan schrieb:

      Hallo,

      ich meine, da Juden früher (v.Chr.) gerettet wurden, denn es war der Glauben Gottes, müssten sie heute auch noch gerettet werden. Christen sind Juden, die eben einen Schritt weitergehen, aber im Grunde müsste es doch ausreichen, den Glauben des AT zu haben.
      Nun vermute ich aber, dass es dazu auch andere Ansichten gibt und die würde ich gerne hören oder einfach eure Meinung.

      Gott ist der Richter, damit ist alles was wir dazu sagen letztlich "Spekulation"

      Allerdings wäre z.B. die Pfingstpredigt des Petrus, die durch das Wirken des Heiligen Geistes eindrucksvoll bestätigt wurde unnötig, ja sogar falsch, wenn man als Jude ohne an Jesus Christus zu glauben, errettet werde könnte.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Was wird an der Pfingspredigt des Petrus falsch? z.B. "David nämlich sagt von ihm: >>Ich sah den Herrn allezeit vor mir, denn er ist zu meiner Rechten, daß ich nicht wanke..." (Apg 2,25) und hat sich da etwas geändert? Gott hat uns nicht verlassen.
      "Und es soll geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden." (Apg 2,21)

      David war schon Christ (wie es Petrus in seiner Rede deutlich macht); da das Judentum eigentlich ja Christentum ist, denn es glaubt auch an den Herrn und seinen Gesalbten, wann und wo auch immer er komme, und sie Gottes Willen tun wollen, müssten sie errettet werden. Man kann niemanden damit verurteilen, dass sie sich den Messias größer vorgestellt haben, weil schließlich ist es doch richtig zu erwarten, dass Gott ein GROSSER König ist und kein einfacher Zimmermann. Gott ist groß und herrlich. Auf seine Herrlichkeit zu warten dürfte nicht falsch sein


      Da Muslime fast das gleiche wie Juden sind, denn ein wahrer Muslim wird doch durch den Qur'an zu Thora und Inji(Evangelium) geführt, er soll also der Bibel glauben, sage ich:
      Juden sind Christen
      Muslime sind Christen

      Christen sind Juden
      Muslime sind Juden

      Juden sind Muslime
      Christen sind Muslime

      aber demnach, sind übrigens diejenigen, die das AT ablehnen, also viele Evangelikale, keine Christen

      meine oben genannte Frage (im Titel), soll sich also nicht nur auf das Judentum, sondern auch auf den Islam beziehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jan ()

    • Jan schrieb:

      Was wird an der Pfingspredigt des Petrus falsch?


      Es ist nichts falsch, es "wäre falsch" habe ich geschrieben.
      Petrus sagt u.a.: "Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört."

      Das glauben Juden nicht, ein Jude der das glaubt(e) wird zum Christen. David wird (nur) zitiert um aufzuzeigen, dass von Jesus schon im AT die Rede ist.

      Jan schrieb:

      ... da das Judentum eigentlich ja Christentum ist, denn es glaubt auch an den Herrn und seinen Gesalbten, ...

      Nein, Christ ist der, der glaubt und bekennt, dass Jesus von Nazareth, der um die Zeitenwende lebte und auf Golgatha starb, dann auferstand bzw. auferweckt wurde, der Messias ist. Christ ist nicht der, der im allgemeinen "glaubt an den Herrn und seinen Gesalbten" (nämlich an einen der noch kommen soll, wie das der gläubige Jude heute tut).
      Liebe Grüße, Heimo
    • Warum die Juden an Jesus nicht glauben, weil sie einfach das Alte Testament anders ausgelegt haben (entgegen den Propheten Mose, Jesaja, Jeremia, Johannes dem Täufer...), um den leidenden und für uns sterbenden Messias aus den Büchern auszuschließen. Wie sie damit klar kommen, ist ihre Sache.


      Ich finde es sehr interessant, dass hier proklamiert wird, dass die Erretung nur im Tod Jesu liegt. Denn wenn das wirklich der Fall wäre, dann müssten die Juden ja an einen leidenden und sterbenden Messias glauben, der kommen sollte und diese Vorstellung sollte schon im alttestamentarischen Tempeldienst vorgeschattet sein. Dementsprechened sind die Juden nur gerettet worden, da sie an das vorgeschattete Opfersystem geglaubt haben, das den sterbenden Messias ankündigen sollte, da das ja der einzige Weg der Erlösung ist. Das müsste ja dann auch die Botschaft aus dem Tempeldienst gewesen sein und die, der ganzen Propheten im AT. Diese Botschaft müsste dann auch dem Volk jahrhundertelang gelehrt worden sein.

      Komischerweise hatte keiner solch eine Vorstellung vom kommenden Messias zur Zeit Jesu. Egal ob es die einfachen Menschen damals waren, die Priester oder Schriftgelehrten. Sie wussten, dass der Messias zu Bethlehem geboren werden sollte aber dass dieser sterben sollte, dass diese so EINDEUTIG anscheinende Botschaft des Sterbens des Messias nie in den Köpfen der ganzen Juden war, obwohl es nicht nur die Propheten anscheinend so EINDEUTIG vorausgesagt haben sondern diese so EINDEUTIGE Botschaft auch schon im Tempeldienst das A und O war, ist dann wirklich schon super ertaunlich.

      Also wenn der Tod Jesu wirklich der einzige Maßstab der Erlösung ist, dann sind alle anderen Menschen die nie etwas von Jesus gehört haben, egal wie Tod und haben keine Hoffnung. Nur der Glaube des sterbenden Mssias kann diese Menschen ja retten. Da sie ja nie etwas davon gehört haben, fehlt ihnen am Gerichtstag der Schlüssel zum Himmel. Mit den Juden und Moslems wäre es das Gleiche.

      Naja jeder kann glauben was er will. Ich persönlich denke, dass viele Menschen, die in anderen Religionen sind oder noch nie etwas von Jesus gehört haben, trotzden unbewusst Diener Gottes sind. Der zweite Teil des vorigen Satzes bestätigt Ellen White in ihren Büchern ganz sicher. Das weiß ich. Solche Menschen werden auch gerettet obwohl sie zum Teil komplet falsche Vorstellungen von Gott hatten oder noch nie etwas von ihm gehört haben. Martin Luther z.B. hatte auch in einigen Bereichen wirklich sehr irrige und gefährliche Vorstellungen vom Glauben. Trotzdem denke ich, dass er gerettet wird. Deshalb ist es für mich persönlich sehr schwer beurteilen zu können, welcher Maßstab Gott wirklich hat um zu entscheiden, ob jemand gerettet wird oder nicht. Ich denke, Menschen die einfach bewusst oder unbewusst Gottes Moral im allgemeinen im Herz tragen, sind auf jedenfall potentielle Kanditaten für die Errettung. Aber auch hier muss man wieder aufpassen, dass man nicht zu viel liberal wird. Es ist einfach ne schwierige Angelegenheit. Zum Glück wird uns Gott spätestens im Millenium alles aufzeigen, damit wir ihn besser verstehen können umso auch sein Gesetz besser nachvollziehen und ausleben zu können.
    • Hi

      Ich glaube nicht, dass das Judentum ausreichend ist. Sie glauben nicht an Jesus und somit auch nicht an die Sündenvergebung durch ihn. Ebenso können sie nicht auf sein Wiederkommen warten. Allerdings bin ich nicht sicher, ob der himmlische Vater nicht auch bei dem einen odern Juden Gnade walten lässt, so dass er auch auf ewig erlöst werden kann. Aber wenn es prinzipiell genügen würde das alte Testament zu glauben, dann wäre Jesus vergebens gestorben.

      Gruss
      DonDomi
    • Ellen White hat einmal eine Erklärung zu ihren Schriften abgegeben. Darin sagte sie, dass ihre Schriften eigentlich garnicht nötig gewesen wären, wenn die Menschen zu ihrer Zeit die Bibel mehr studiert hätten.

      Das sollte nur ein kleiner Gedankenanstoß sein. ;)
    • DonDomi schrieb:

      Sie glauben nicht an Jesus und somit auch nicht an die Sündenvergebung durch ihn.
      Besonders mit der adventistischen Heiligtumslehre wird doch deutlich, dass Juden an die Sündenvergebung glauben, sie war Zentrum des isaelischen Volkes. Sie haben geopfert und damit anerkannt, dass sie Sünder sind und jemand anders für sie unschuldiges Blut vergießen muss (das Opferlamm). Heutzutage opfern sie nur noch sehr wenig und das ist doch ein gutes Zeichen, weil jeder weiß, dass dies nicht mehr nötig ist und sowieso sagte Gott dann am Ende, dass das Opfern der Israeliten ihm ein Greuel ist (also wenn ich mich frage, warum sie aufgehört haben zu opfern)


      DonDomi schrieb:

      Aber wenn es prinzipiell genügen würde das alte Testament zu glauben, dann wäre Jesus vergebens gestorben.
      Nein, weil Jesu Tod schon entscheidender Glauben im AT ist, was das Opfern anbelangt. Die Heiligtumslehre ist das Evangelium und basiert ziemlich auf dem Alten Testament mit der Stiftshütte. Jesu Tod war für jeden notwendig und ist thematisch nichts Neues, nur dass eben erst seitdem die Sünden von der Menschheit genommen/vergeben wurden. Er hätte auch in Form eines Lammes kommen und von den Juden geöpfert werden können. Gott wird Lamm und stirbt für uns. Dann hätte man zwar nicht die postiven Nebeneffekte von Vorbildfunktion usw., aber es hätte vergebungstechnisch den gleichen Effekt (solange GOTT hier inkarniert) und zeigt, dass es keinen Unterschied zwischen Juden- und Christentum gibt.

      Sie warten auf den Messias oder auch den Menschensohn aus Daniel, wie auch Christen auf die Wiederkunft des Erlösers warten

    • Warum die Juden an Jesus nicht glauben, weil sie einfach das Alte Testament anders ausgelegt haben (entgegen den Propheten Mose, Jesaja, Jeremia, Johannes dem Täufer...), um den leidenden und für uns sterbenden Messias aus den Büchern auszuschließen. Wie sie damit klar kommen, ist ihre Sache.
      Ich finde es sehr interessant, dass hier proklamiert wird, dass die Erretung nur im Tod Jesu liegt.


      Nein, weil Jesu Tod schon entscheidender Glauben im AT ist, was das Opfern anbelangt. ... Jesu Tod war für jeden notwendig und ist thematisch nichts Neues, nur dass eben erst seitdem die Sünden von der Menschheit genommen/vergeben wurden. Er hätte auch in Form eines Lammes kommen und von den Juden geöpfert werden können. Gott wird Lamm und stirbt für uns.





      ...ich denke eher so wie ich geschrieben habe: Jesu Leben, Tod und Auferstehung - die Anerkennung Jesu als den geweissagten Mesias, unterscheidet den Christen vom Juden.

      .
      Liebe Grüße, Heimo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jan () aus folgendem Grund: Zitate korrigiert, falsch angegebene Autoren

    • Jan schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Sie glauben nicht an Jesus und somit auch nicht an die Sündenvergebung durch ihn.
      Besonders mit der adventistischen Heiligtumslehre wird doch deutlich, dass Juden an die Sündenvergebung glauben, sie war Zentrum des isaelischen Volkes. Sie haben geopfert und damit anerkannt, dass sie Sünder sind und jemand anders für sie unschuldiges Blut vergießen muss (das Opferlamm). Heutzutage opfern sie nur noch sehr wenig und das ist doch ein gutes Zeichen, weil jeder weiß, dass dies nicht mehr nötig ist und sowieso sagte Gott dann am Ende, dass das Opfern der Israeliten ihm ein Greuel ist.


      DonDomi schrieb:

      Aber wenn es prinzipiell genügen würde das alte Testament zu glauben, dann wäre Jesus vergebens gestorben.
      Nein, weil Jesu Tod schon entscheidender Glauben im AT ist, was das Opfern anbelangt. Die Heiligtumslehre ist das Evangelium und basiert ziemlich auf dem Alten Testament mit der Stiftshütte. Jesu Tod war für jeden notwendig und ist thematisch nichts Neues, nur dass eben erst seitdem die Sünden von der Menschheit genommen/vergeben wurden. Er hätte auch in Form eines Lammes kommen und von den Juden geöpfert werden können. Gott wird Lamm und stirbt für uns. Dann hätte man zwar nicht die postiven Nebeneffekte von Vorbildfunktion usw., aber es hätte vergebungstechnisch den gleichen Effekt (solange GOTT hier inkarniert) und zeigt, dass es keinen Unterschied zwischen Juden- und Christentum gibt.

      Sie warten auf den Messias oder auch den Menschensohn aus Daniel, wie auch Christen auf die Wiederkunft des Erlösers warten
      Hi
      Erstens glaube ich nicht, dass es genügt hätte wenn Jesus als Tier gestorben wäre. Denn nur ein Mensch kann die Schulden aller Menschheit auf sich nehmen und so der Schlange den Kopf zertreten. Sonst kannst Du auch einen Baum fällen und den töten. Der ist dann auch unschuldig gestorben, trotzdem genügt dies nicht.
      Dann zu der Heiligtumslehre: ja das ist die Meinung der adventisten, ich glaube aber nicht daran. Es ist eben schon entscheidend, was mit dem Opfer Jesu geschehen ist. Es gibt auch einen entscheidenden Unterschied zwischem der Sündenvergebung im alten und im neuen Testament: Im alten Testament war man darauf angewiesen, dass Gott entscheidet dir die Sünden zu vergeben. Heute ist es anders. Heute ist es notwendig, dass Du Dich entscheidest Busse zu tun und Dir die Sündenvergebung "zu holen". Die Sündenvergebung ist heute für alle und zu jeder Zeit da. Das war im alten Testament nicht so, da konnte Gott auch einmal sagen, sorry die nächsten 10Jahre gibt es für Dich keine Sündenvergebung.
      Drittens: Jesus sagte klar: Ich bin der Weg und durch mich allein kommt man zu seinem Vater (sinngemäss). Die Juden glauben das aber nicht. Sie halten weiterhin an alten Rythen fest. Wie sollen sie also zu Gott kommen. WOhlgemerkt ich kann mir gut vorstellen, dass es da auch solche gibt die den Weg finden, allerdings sind die Startvoraussetzungen denkbar schlecht.

      Gruss
      DonDomi
    • Ich denke, hier werden Sachen miteinander vermischt. Zwei Fragen

      - War Jesu Tod notwendig für unsere Erlösung?
      - Werden nur an Jesus gläubige Menschen gerettet sein?

      sind eben zwei ganz unterschiedliche Fragen. Jan hat hier in seinem Eingangspost die Abgrenzung nicht ganz genau formuliert, und wie ich ihn verstanden hatte, bezog er sich eher auf die erste Frage. Meine Antwort war: der Tod Jesu war bzw. ist notwendig, damit wir durch Ihn gerettet werden können.

      Die zweite Frage ist aber: was ist mit denen, die von Jesus noch nie gehört haben? Paulus sagt zum Beispiel:

      Rö 2.13 - es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden. 2.14 Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur dem Gesetz entsprechend handeln, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz. 2.15 Sie beweisen, daß das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen - 2.16 an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen richtet nach meinem Evangelium durch Jesus Christus.

      woraus ersichtlich wird, dass Nationen, die nicht mal eine richtige Vorstellung von Gott hatten und an Gott mit ihrem ganzen Herzen glaubten und sich bemühten gerecht zu leben, gerettet sein werden.

      Es wird genau so denen heute ergehen, die Gott mit ihrem ganzen Herzen gesucht und Jesus als ihre Erlöser doch nicht erkannt haben, darunter auch Juden und Moslems. Aber hierbei kann man nicht nur von Unwissenheit von Jesus reden, sondern auch von anderen christlichen Lehren. So, zum Beispiel, habe viele Christen nicht erkannt, dass Sabbat oder Speisegesetze immer noch gültige Gebote des Herrn sind, oder nicht jeder versteht die Trinität so wie der andere, nicht jeder versteht unter Babylon dasselbe wie der andere. Gott wird ebenso nicht einen Menschen richten, der versucht hat, die Wahrheit zu erkennen und diese doch anders versteht als wie man richtig verstehen sollte. Wichtig ist allein die Herzenseinstellung Gott gegenüber, die Bereitschaft, Ihm nachzufolgen, Seinen Willen zu tun, Selbstverleugnung lernen, alles auf dem Weg Störende beseite legen..

      Andere Frage ist allerdings, wie ich mich verhalte, wenn ich etwas erkannt habe, dies jedoch nicht auslebe. Wir haben zum Beispiel erkannt, dass Jesus unser Erlöser ist, also müssen wir von Ihm predigen. Wenn wir das nicht tun, dann handeln wir gegen unser Wissen und Gewissen, und so stellen uns als Übertreter bzw. Nicht-Nachfolger dar. Paulus sagte, dass es zur Sünde wird, wenn wir etwas entgegen unserem Gewissen tun, selbst wenn die Tat an sich nicht sündig wäre. Von Jesus als unserem Erlöser kein Zeugnis zu geben wäre die größte Sünde.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • DonDomi schrieb:

      Erstens glaube ich nicht, dass es genügt hätte wenn Jesus als Tier gestorben wäre. Denn nur ein Mensch kann die Schulden aller Menschheit auf sich nehmen und so der Schlange den Kopf zertreten. Sonst kannst Du auch einen Baum fällen und den töten. Der ist dann auch unschuldig gestorben, trotzdem genügt dies nicht.
      Kann 1 Mensch für Milliarden Menschen sterben? Nur Gott kann für alle Menschen sterben und da Gott nicht sterben kann, muss er fleischlich werden um sterben zu können. Ob Mensch oder Tier, ich würde sagen, das ist doch alles nicht genug und nur seine göttliche Herkunft dafür entscheidend ist. Ob ein Baum genügen würde, ist eine andere schwierige Frage, die ich nicht beantworten kann.


      DonDomi schrieb:

      Es gibt auch einen entscheidenden Unterschied zwischem der Sündenvergebung im alten und im neuen Testament: Im alten Testament war man darauf angewiesen, dass Gott entscheidet dir die Sünden zu vergeben. Heute ist es anders. Heute ist es notwendig, dass Du Dich entscheidest Busse zu tun und Dir die Sündenvergebung "zu holen". Die Sündenvergebung ist heute für alle und zu jeder Zeit da. Das war im alten Testament nicht so, da konnte Gott auch einmal sagen, sorry die nächsten 10Jahre gibt es für Dich keine Sündenvergebung.
      Gott ist gerecht, jeder bekommt die gleichen Chancen , aber irgendwie hast du in dieser Richtung schon Recht. David betete in seinen Psalmen oft um Gnade, dass Gott ihn nicht verwerfe und im helfe usw.. es wurde viel darum gefleht und die Hilfe oder Vegebung hing davon ab, ob du gerecht gelebt hast

      Theoretisch darf es, weil Gott immer derSelbe ist, zwischen AT und NT keinen Unterschied geben und ich glaube, dass durch die uns überlieferten Texte mit den ganzen Darstellungen im jeweiligen Kulturzusammenhang und der dazugehörigen Prägung das Bild von Gott in verschiedene Richtungen verklärt wird

      DonDomi schrieb:

      Drittens: Jesus sagte klar: Ich bin der Weg und durch mich allein kommt man zu seinem Vater (sinngemäss). Die Juden glauben das aber nicht. Sie halten weiterhin an alten Rythen fest. Wie sollen sie also zu Gott kommen.
      Niemand kommt zum Vater als durch Jesus. Jesus existierte schon im AT, er wohnte im Heiligtum unter den Menschen.
      Lies mal 1.Korinther 10,1-4:
      "Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind; und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und durch das Meer und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus."

      Die Wolke mit der Herrlichkeit des Herrn kam bei der Einweihung der Stiftshütte und des Tempels in das Heiligtum. Salomo stellte fest, dass Gott, der ja so unendlich groß ist, nicht in diesem Haus auf der Erde wohnen konnte, darum muss es sich hier um Gott handeln, der diesmal nicht zu einem Menschen wird, sondern die Bundeslade und das Heiligtum bewohnt, also der Vater bleibt im Himmel, der Sohn kommt auf die Erde um die Verbindung zwischen Mensch und Gott zu liefert, "Niemand kommt zum Vater als durch mich (das Heiligtum, später Jesus)".

      "Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe!" (1.Könige 8,27)
      "Laß deine Augen Tag und Nacht offenstehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll dort sein, daß du das Gebet erhörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet." (V.29)
      "Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren wieder zu dir um und bekennen deinen Namen, beten und flehen zu dir in diesem Haus, so höre du es vom Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel.." (V.33.34)
      "was immer dann irgendein Mensch von deinem ganzen Volk Israel bittet und fleht, wenn jeder von ihnen die Plage seines Herzens erkennen wird, und sie ihre Hände ausbreiten zu diesem Haus hin, so höre du es im Himmel," (V.38.39)

      Man kann hier fast sagen, ihnen wurde eine Gebetsrichtung vorgeschrieben. Bei Gebeten sollten sie immer zum Heiligtum beten, denn "es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des Herrn," (V.10) und nach 1.Korinter 10, siehe oben, müsste das der Fels Christus gewesen sein (die Wolke, die das Heiligtum erfüllt) und wo wir dort sogar lesen:
      -Taufe im Meer
      -Abendmahl mit dem Trank und der Speise, die ihnen vom Himmel gegeben wurden, vom Erretter aus der Knechtschaft Ägyptens (der Sünde)

      Die Juden waren und sind Christen, nur daß es ein wenig anders aussieht.

    • Hi

      @Jan:
      Ich sehe da vieles anders: Klar war Gott im Tempel gegenwärtig, aber das ist er heute auch. Wenn Du ins Haus Gottes gehst dann hoffentlich um Gott zu erleben. Er sagte nicht umsonst: Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sitzen so will ich mitten unter ihnen sein.
      Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Weg Jesu und dem Weg des alten Testamentes: Erst Jesu ebnete den Weg der Liebe, die alles durchdringen kann. Im AT gab es ganz klare Anweisungen, welche Strafe für welches vergehen folgte. Das war auch notwendig, weil es eben noch nicht möglich war die Sünden alleine durch Busse begleichen zu können. Dies wurde erst durch das Opfer Jesu möglich. Jesus selbst hat vorgelebt, was es heisst die Sünden den grössten Sündern zu vergeben. All dies waren ganz neue Aspekte und deswegen wurde er letzten Endes auch von den Juden ans Kreuz geschlagen. Wer nun sagt, das sei falsch, weil Gott sich nicht ändert, der macht meiner Meinung nach eine falsche Schlussfolgerung. Gott hat sich nicht geändert, aber die Möglichkeiten haben sich geändert, eben durch das Opfer Jesu. Selbst wenn das Opfer Jesu rückwirkend wirkt, ändert das nichts an den Rythen die damals vollzogen werden mussten, es war damals die einzige Möglichkeit die Sünden vergeben zu bekommen und teilweise reichte ja nicht einmal das. Es gibt Stellen, wo Gott ausdrücklich sagte, dass gewissen Juden für eine bestimmte Anzahl Jahre die Sünden nicht mehr vergeben werden konnten. Heute gibt es das nicht mehr, die Tür zur Erlösung ist offen und jeder kann davon nehmen, so oft er will. Heute liegt es an uns zu unentscheiden, wieviel Sünden uns vergeben werden sollen, das war im alten Testament nicht so. Der Weg Jesu ist nämlich letzten Endes nur die konsequente Fortsetzung des alten Weges, aber eine Fortsetzung bedeutet nicht dass alles noch genau gleich ist, und die genau gleiche Gültigkeit hat.
      Zu der Korintherstelle: Ja das ist richtig dass sie Tranken vom Felsen Jesu, ich verstehe aber damit viel mehr dass sie das Wort Jesu bekamen.

      Gruss
      DonDomi
    • Ich wollte mich erstmal bei Jan bedanken, der für mich persönlich super Gedanken aus dem Heiligtum gebracht hat und diese dann auf Jesus übertragen hat. Das find ich immer echt ein wenig aufregend. "grins" nummer 1xD3

      Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Weg Jesu und dem Weg des alten Testamentes: Erst Jesu ebnete den Weg der Liebe, die alles durchdringen kann.


      Ich gebe dir DonDomi recht, dass die Menschwerdung Jesu, sein Leben, sein Tod und seine Auferstehung der größte Liebesbeweis war, den Gott je machen konnte. Obwohl Gottes Liebe im AT die Gleiche ist wie im NT, ist diese Liebe erst in Jesus am stärksten geoffenbart worden, was die ganze Menschheit bis heute beeinflusst. Dadurch haben sich einfach neue Wege eröffnet, die davor nicht möglich waren, weil die Menschen das noch nicht richtig verstanden haben.

      Im AT gab es ganz klare Anweisungen, welche Strafe für welches vergehen folgte. Das war auch notwendig, weil es eben noch nicht möglich war die Sünden alleine durch Busse begleichen zu können.


      Ich denke nicht, dass die Gesetze aus dem AT so zu verstehen sind. Jede Sünde hat seine Konsequenzen sogar wenn sie einem vergeben worden sind. Das ist Fakt. Die Sünde hat einfach eine unheimlich zerstörerische Macht und das wollte uns Gott vorallem im AT zu verstehen geben. Das ist heute noch immer so! Bei Jesu Wiederkunft wird das auch jeder ganz klar erkennen können und heute kann man das auch erkennen. Die Gesetze aus dem AT widersprechen denen nicht im NT sondern ergänzen diese und beleuchten diese besser. Außerdem sollte man die Gebote Gottes im NT genauso betrachten wie man es mit denen aus dem AT macht, da man sonst sehr schnell den gleichen Fehler wie die Juden zur Jesu Zeit macht! Man darf das eine nicht gegen das andere ausspielen. Sonst kommt man auf solche komischen Schlussfolgerungen, dass die Juden z.B. durch ihre Werke gerettet werden und die Christen durch den Glauben. Oder dass die Juden schwere Gesetze auf ihre Schultern geladen bekamen nur um des Gesetzes Willen und dass die Christen in Gnade und deshalb auch in Freiheit leben können. Damit werden sie aufgerufen aus Liebe und nicht mehr wegen des Gesetzes Willen Gottes Gebote zu halten. Für mich persönlich sehr komische Gedanken die ein seltsames Gottesbild aufwerfen.

      Es gibt Stellen, wo Gott ausdrücklich sagte, dass gewissen Juden für eine bestimmte Anzahl Jahre die Sünden nicht mehr vergeben werden konnten. Heute gibt es das nicht mehr, die Tür zur Erlösung ist offen und jeder kann davon nehmen, so oft er will.


      Jetzt musst du mir aber zeigen, wo man das lesen kann. Dann bin ich sicher, dass diese Bibelstelle so zu verstehen ist, dass die Menschen keine Buße tun wollten und dass dadurch ihnen für eine gewisse Zeit keine Vergebung gewährt worden ist. Und als letztes findet man den gleichen Gedanken in Offenbarung wieder wenn die Zeit gekommen ist und die Gottlosen keine Möglichkeit mehr zur Buße haben.

      Man muss unheimlich aufpassen, wie man den Plan der Erlösung und das Wesen Gottes + seine Vorgehensweise verstehen soll. Jetzt nichts gegen dich DonDomi. Es soll einfach für die Allgemeinheit sein.
    • Die Nächstenliebe ist das zentrale Gebot der Juden. Der Mensch ist für sich selber verantwortlich und nach Gotteswillen bestimmt seinen Nächsten zu dienen. Die Welt wird als Gottes Schöpfung verstanden, die der Mensch bewahren soll, und durch die er Gott erfahren kann. Am Ende der Zeit wird nach jüdischer Überzeugung der aus dem Geschlecht Davids stammende Messias das Reich Gottes als Reich des Friedens für die Juden und den "gerechten aus allen Völkern errichten".

      zitiert aus. mitmischen.de/index.php/Informativ/UnserThemaDetail/id/19802



      Ich glaube das sagt sehr viel aus und ist das nicht auch das Ziel der Christen, :?: ich glaube das Juden und Christen sehr nahe beieinander sind. :!: ich möcht nicht spekulieren ob es genügt bzw. was fehlt, vielleicht wirkt Christus im Judentum stärker als im Christentum, wer Mose Gebote ernst nimmt und sich verpflichtet so zu leben, da wird Christus lebendig, da er ja von Anfang an da ist, im AT :?:

      Nur durch das leben der Gebote, kann ihre Überzeugung an den Messias wahr werden, das das Reich des Friedens entsteht und dies nur durch den Messias geschehen kannn.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ingeli ()

    • Die Stelle ist 4.Mo.14,34. Die Menschen mussten dort 40Jahre lang ihre Sünden tragen, sprich sie wurden für 40Jahre nicht mehr vergeben.


      Ich denke eher, dass das Volk die Konsequenzen ihrer Sünden schmecken sollte. Ein natürliches Gesetz was auch noch immer heute passiert. Gott wird dieses Gesetz auch nicht unbedingt außer Kraft setzen, wenn wir ihn um Vergebung bitten. Er wird uns jedoch in dieser Zeit beistehen.
    • Jonajim schrieb:

      Die Stelle ist 4.Mo.14,34. Die Menschen mussten dort 40Jahre lang ihre Sünden tragen, sprich sie wurden für 40Jahre nicht mehr vergeben.


      Ich denke eher, dass das Volk die Konsequenzen ihrer Sünden schmecken sollte. Ein natürliches Gesetz was auch noch immer heute passiert. Gott wird dieses Gesetz auch nicht unbedingt außer Kraft setzen, wenn wir ihn um Vergebung bitten. Er wird uns jedoch in dieser Zeit beistehen.

      Doch heute eben schon, durch das Opfer kann Dir jede Sünde vergeben werden ohne dass Du 40 Jahre darauf warten musst. Das hat nichts mit dem Gesetz sondern vielmehr mit dem Opfer Jesu zu tun. Das schlimme an der Sünde ist ja, dass sie von Gott trennt und eben dieses trennende wurde durch Jesus überwunden. Daher ist das Opfer auch so zwingen notwendig, denn nur dadurch hatte die Menschheit überhaupt wieder die Möglichkeit zu Gott zurückzukehren.