Vollkommene Liebe und die Polygamie

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    • Vollkommene Liebe und die Polygamie

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      1.Johannes 4,16 "GOTT IST LIEBE, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
      1.Joh. 2,5 "wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind."
      ...

      Die Liebe ist ein Teil der Frucht des Hl.Geistes (Gal.5,22) , höchstes Gebot und wichtigstes Prinzip, denn ohne die Liebe ist alles andere nichtig (1.Kor.13,..). Gott möchte, dass seine Liebe durch den Geist in uns wachsen kann, er schenkt uns seine vollkommene Liebe
      Epheser 5,25 "Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat,..."
      Ich würde auch sagen, dass die Liebe zwischen Mann und Frau genauso von Gott kommt, denn Gott ist Liebe und kann sich und seine Liebe und Güte auch hier verherrlichen. Zwar haben auch Ungläubige Liebe, aber der Geist Gottes möchte überall wirken, sodass er sich niemandem verwehrt und eben bei den Gläubigen mehr Vollkommenheit in der Liebe hervorruft; denn wenn es z.B. Beziehungsprobleme gibt, können wir Gott wieder um mehr Liebe bitten.


      Nun möchte ich auf folgene Problematik hinaus:
      Wenn jemand tiefen, wahren Glauben in Christus an unseren gütigen Gott der Liebe hat und duch die Frucht des Geistes er voll von Liebe ist, Liebe dann sogar auch zu den Feinden, sodass er alle Menschen (und Geschöpfe) auf Erden gleich liebt, also bedingungslos (bedingungslose Liebe Christi, der für uns starb "als wir noch Sünder waren") liebt er jeden, und es gibt niemanden, den er nicht lieben könnte, denn er nimmt ganz natürlich an und liebt so wie auch Gott sie liebt,
      dann kann es doch passieren, dass er auch starke Liebe zu mehreren Frauen hat, also nicht nur eine so sehr liebt, sondern wegen dieser vollkommenen Liebe, die in ihm ist, liebt er die andere genauso. sprich Polygamie

      Ich denke da z.B. an David und Salomo, die sehr viele Frauen hatten, weil ich einfach nicht glauben kann, dass sie so gottlos gelebt haben, wenn doch David so tolle Psalmen geschrieben hat und Salomo Sprüche, Prediger (und Hohelied).
      Viele Frauen und Nebenfrauen zu haben war in der Bibel (besonders im AT) übrigens immer normal. Ich weiß nicht wie viele Frauen David hatte,
      In 2.Samuel 5,13 heißt es "Und David nahm sich noch mehr Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war, und es wurden ihm noch mehr Söhne und Töchter geboren."
      Wenn z.B. der Mann von Abigail (Nabal) gestorben war, nahm David sie als Frau. Er war ein gütiger und lieber Mann, vor dem sich sogar Abigail mit dem Angesicht zur Erde verneigte und dessen Knechten sie die Füße waschen würde, obwohl sie selber eigentlich angesehen und wohlhabend war (sie hatte 5 Dienstmädchen). (1.Samuel 25)

      Salomo war ein sehr weiser Mann, der sehr viel Liebe hatte, auch gegenüber den Feinden (verpöhnte Heiden):
      "Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr viel Verstand und Weite des Herzens, wie der Sand, der am Merresufer liegt." (1.Könige 5,9)
      "Aber der König Salomo liebte viele fremde Frauen neben der Tochter des Pharao; moabitische, ammonitische, edomitische, zidonitische und hetitische, aus den Heidenvölkern, von denen der Herr den Kindern Israels gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und laßt sie nicht zu euch kommen, denn sie werden gewiß eure Herzen zu ihren Göttern wenden! An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte 700 fürstliche Frauen und 300 Nebenfrauen;" (1.Könige 11,1-3)


      Mir scheint es so, dass je mehr Liebe ich habe, desto mehr Frauen darf ich auch haben, solange ich für jede auch genug da bin und sie alle glücklich sind.

      Denn ich persönlich sehe da eine große Schwierigkeit, dass wenn ich durch die Kraft Gottes viel Liebe bekomme, nur eine Frau haben und lieben darf. Oder darf man das eh? Weil wo steht denn das Verbot mehrere Frauen zu haben? Solange keine der Ehen wieder gebrochen wird, ist es auch kein Verstoß gegen das 6.Gebot.

    • Erstens, betrifft das Lieben nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer.
      Zweitens, soll man Gott mehr lieben als die Menschen.

      Ein Mann kann einen anderen Mann nicht zu seinem Gefährten machen. Das verbietet die Bibel sehr deutlich.
      Genau so kann man Gott nicht zu seiner Frau haben.

      Daraus ziehe ich folgende Konsequenz, dass bei der genannten Liebe in der Bibel um eine andere Liebe geht, als um geschlechtliche Anziehung. Die Liebe zu eigener Frau ist eine Art intime Liebe. Diese Liebe ist anders als die Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Wenn die Bibel sagt, dass wir uns gegenseitig lieben sollen, dann nicht auf intime Art, sondern auf die Art wie Brüder und Schwester. Und diese Liebe soll keine Grenzen haben. Eine intime Liebe gehört allein einer Person an.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jacob der Suchende ()

    • Jacob der Suchende schrieb:

      Erstens, betrifft das Lieben nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer.
      Der Mann ist der Herrscher über die Frau und deswegen gab es keine Vielmännerei, sondern nur Vielweiberei. Und natürlich geht ein Mann aufgrung der schöpfungsbedingten Veranlagung keine Beziehung zu einem Mann ein, denn das macht keinen Sinn mehr.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Zweitens, soll man Gott mehr lieben als die Menschen.
      Natürlich, sicher! Gott ist der Herr im Himmel, dem wir gehören und von dem alles kommt; ihn sollen wir lieben und anbeten, aber nach dem DOPPELgebot der Liebe soll man aber auch den Nächsten lieben.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Genau so kann man Gott nicht zu seiner Frau haben.
      Doch, das ist was bei Paulus resultiert, wenn er sagt, dass man am besten nicht heiratet, damit man sich ganz Gott widmen kann. Aber ich sehe jetzt keinen Zusammenhang dieser Aussage (Zitat von dir) zur Problematik. Man kann zwar nicht Gott zur Frau haben, weil er der Herr/Mann ist, und wir Menschen als Gemeinde Gottes Frau, aber der gläubige Mann und die gläubige Frau können in dieser Sichtweise Gott als Herrn /Mann haben, sind also die Frau (geistlich gesehen).



      Ich würde schon sagen, dass auch diese Liebe gemeint ist. Wenn ich nämlich die Liebestat Jesu anschaue, der sich für seine Frau bis zum Tod hingegeben hat (Eph.5), dann sehen wir dort in einer scheinbar geschlechtlich gepolten Liebe diese Liebe, die den Gläubigen mit Leben, Liebe und Freude erfüllt. Wenn ich mich genauso wie Jesus hingeben möchte, wo Rettung gebraucht wird, dann tue ich das nicht nur bei meiner Frau, sondern ich würde auch für eine andere Frau sterben.

    • Jan schrieb:

      Mir scheint es so, dass je mehr Liebe ich habe, desto mehr Frauen darf ich auch haben, solange ich für jede auch genug da bin und sie alle glücklich sind.
      nein, eben nicht, und das Alte Testament zeigt auch, dass es zu Eifersucht und Traurigkeit bei den Frauen gekommen ist (siehe die Geschichte um Abraham).
      Die vielen Frauen die die Männer im AT teilweise hatten, waren von Gott nur geduldet, nicht für richtig befunden, die Schöpfungsordnung zeigt doch klar, was Gott eigentlich wollte. Sonst hätte er ja wohl gleich mehrere Frauen für Adam erschaffen, weil - wenn die reine Liebe im Überfluss noch irgendwo vorhanden war, dann wohl im Paradies oder?

      Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist doch so etwas einzigartiges, intimes, wertvolles, ich finde es eine schreckliche Vorstellung, diese Beziehung mit einer anderen Frau teilen zu müssen, nicht die Einzige zu sein. Das AT wiegesagt bestätigt diese Sichtweise, siehe Sara und Hagar.

      p.s: noch was: Lieber Jan: eine Frau ist ein ebenso wertvolles Geschöpf wie ein Mann, kein Gegenstand den man "haben darf"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jan () aus folgendem Grund: Beiträge zusammengeführt

    • Das ist ein guter Hinweis von Dir: Warum hat Gott für Adam nur eine Frau geschafen?

      -Ich würde das so beantworten: Neben dem Leben Jesu (,der komischerweise angeblich keine Ehefrau hatte) sehen wir im Paradies das perfekte Vorbild des Lebens. Die Beziehungen und Zustände aus dem Garten Eden galten vielen als Vorbild, Beziehungen ohne Störung und wo einer den anderen liebt.
      Normalerweise hat ein Mann nur die Kraft und Liebe um eine Frau genug zu lieben und ihr alles zu geben was sie braucht; und dementsprechend gilt für den das Vorbild von Adam und Eva. Stellt man sich vor, dass Gott Adam 2 oder mehr, vielleicht 100 Frauen gegeben hätte, dann wäre das für jeden Mann die Begründung es genauso machen zu dürfen, obwohl er gar nicht genug Liebe für alle Frauen hat und hier die Frauen vielleicht nur als Mittel oder Besitz benutzt. Für den Normalfall eines ungläubigen Menschen (denn nur eine kleine Gemeinde hat den wahren Glauben an Gott) ist EinEhe das vernünftigste Vorbild.
      Wenn nun jemand gläubig ist, Jesus nachfolgt und von Gott durch die Kraft des Glaubens die Standards und üblichen Ressourcen der Welt übersteigt, wie z.B. Salomo mit seiner niegekannt großen Weisheit, dem weiten Herzen, usw. , dann ändert sich die Situation und indem z.B. Jesus gar keine Frau hatte, auch das Vorbild. Man könnte dann ja sagen, dass die Frau, für die man geschaffen war, jetzt leider ohne ihren Partner bleiben muss obwohl sie ihn vielleicht bräuchte, weil man sich mehr für den Dienst Gottes entscheidet. Aber Gott lässt dem Gläubigen da Freiheit und Spielraum es am sinnvollsten in der individuellen Situation zu machen, was vielleicht häufig die Ehelosigkeit ergäbe, aber wenn genug Liebe da ist, könnte es auch Polygamie sein (zur Ehre Gottes). Wer weiß denn, ob Gott im Paradies mehrere Frauen geschaffen hätte, wenn er gewusst hätte, dass die Erde nie die Kraft des Glaubens an den liebenden Gott verleugnen würde (sodass es keine Mangelerscheinungen bei VielEhe gäbe)?!


      Der Fall mit Sara und Hagar bestätigt deine Sichtweise nicht, weil (-ich habe gerade nachgelesen-) Sara gab Abram die Magd Hagar zur Frau. Sara war die Initiatorin und also damit einverstanden. Es kam auch kein Eifersuchtsproblem auf (-denn wenn alle Frauen durch die Heiligung mit dem Geist keine Eifersucht mehr hätten, dann gäbe es auch nicht dieses Problem-) ; der Grund für das Scheitern war dann nur, dass Hagar überheblich wurde, weil sie einen Sohn bekommen hatte und Sara nicht, und sie beleidigte. Da ging es nicht um Aufmerksamkeit von Abram, sondern um die Verletzungen Hagars an Sara wegen dem Kind.


      Selbstverständlich sind Frauen sehr wertvolle Geschöpfe, die kein Besitz, kein Gegenstand sind, sondern zu ehrende und heiligende Königinnen. Das darf nie verletzt werden, auch nicht wenn man mehrfach verheiratet ist.
      Mit dem heutigen europäischen Denken und unserer Kultur wäre die einzige Möglichkeit natürlich nur, 1fach verheiratet zu sein, weil die Frau einem anderes gleich übel nehmen würde. Man könnte auch anders denken, was uns allen aber äußerst schwer fällt und eigentlich unmöglich ist.

    • Jan schrieb:

      Sara war die Initiatorin und also damit einverstanden.
      also: ich sitz zwar grad in der Vorlesung :whistling: und hab keine Bibel zur Hand, aber soweit ich die Geschichte in Erinnerung habe, war Sara nur deswegen damit einverstanden, weil Sie nicht schwanger geworden war und weil die Gesellschaft das damals als ziemlich schlimm betrachtete, wenn man keinen Erben hatte. Sie wollte das nur aus Not und aus einer Drucksituation der gesellschaftlichen damaligen Umstände heraus. Glücklich war sie gewiss damit nicht.
      Es ist ja nicht die einzige Geschichte mit zwei Frauen im AT wo es solche Probleme gab.
    • Die Liebe zu allen Menschen, die Innigste Liebe kommt von Herzen, kommt von Gott, hat aber nichts mit Sexualität zu tu, sondern ist die reine Bruderliebe und die Geschwisterliebe, die bedingungslose Liebe, Gott verschenkt sich im Nächsten, das ist ein Geben und Nehmen der Liebekraft. In jeden Wort ist die Liebe Gottes spürbar. Die reine Gottesliebe verschenkt sich in allem, durch die Schöpfung, durch Menschen, durch die Tiere und Blumen.

      Aber nicht so wie bei den Davidianern, das so manche glauben sie können Sexulität mit vielen Frauen und Kindern haben.

      Das Ziel wieder zu de Liebe hinzureifen wie sie im Paradies war, im Grunde auch die Aufgabe.
    • wenn ihr meint, dass es nicht die gleiche Art von Liebe ist, dann frage ich: Welche Arten von Liebe gibt denn Gott - Agape oder/und Eros oder/und Philia?
      Und welche braucht man für eine Ehebeziehung?

      Klärung der Begriffe:
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      Liebe besitzt im Griechischen drei Bedeutungen:
      a) Eros
      ist die leidenschaftliche Liebe, die den anderen begehrt (vgl. Erotik).
      Sie will alles bekommen und nichts geben. Der erotisch Liebende sucht sich wahllos seine Liebesobjekte, strebt nach inniger Verschmelzung mit ihnen (immer seelisch, oft auch körperlich) und will im Sinnenrausch seinen eigenen Lebenshunger stillen. Erotische Liebe ist wesensmäßig untreu. Der Rausch wurde bei den Griechen in der Verehrung des Gottes Eros zur Religion. (>Platon u. a. versuchten, den Eros einem höheren Humanitätsideal unterzuordnen. So bezeichnete Platon die körperliche Schönheit, an der sich der Eros entzündet, als Wegweiser zum Göttlichen. Dennoch bleibt der Eros im griechischen Denken ein naturhafter Trieb zur eigenen Lebenssteigerung.)

      b) Philia
      ist die fürsorgende Liebe zwischen Freunden oder zwischen Göttern und Menschen.
      Sie ist nicht Trieb, sondern Aufgabe und Bestimmung. Hinter ihr steht der Gedanke der wechselseitigen Hilfe und Zuwendung ("Do, ut des" = "Ich gebe, damit du gibst"; geben, um zu bekommen).

      c) Agape
      ist die auswählende, tätige und treue Liebe, die sich dem anderen bedingungslos schenkt.
      Sie will nichts und gibt alles. Sie ist nicht auf leidenschaftlichen Genuss aus, sondern will dem, den sie erwählt hat, helfen und für ihn da sein. Im vorbiblischen Griechisch ist kaum oder nur in sehr verschwommener Bedeutung von Agape die Rede (manchmal sogar gleichlautend mit Eros oder Philia gebraucht), während im neutestamentlichen Griechisch Agape der zentrale Liebesbegriff ist.
      Das neutestamentliche Wort Agape steht (wie Echthros) in der Tradition des AT. Wo in der Septuaginta mit "Agape" übersetzt wird, steht im Hebräischen fast durchweg Ahaba. Ahaba bezeichnet:

      c.a) die leidenschaftliche Liebe zwischen Mann und Frau: "Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich" (Hhld 8,6); ferner Hos 3,1 u.a.;
      c.b) die selbstlose Freundestreue: "Und Jonathan ließ nun David schwören bei der Liebe zu ihm; denn er hatte ihn so lieb wie sein eigenes Herz" (1. Sam 20,17);
      c.c) das treue Festhalten an der Gerechtigkeit: "Du liebst Gerechtigkeit" (Ps 45,8 ); u. a.;

      Das alttestamentliche, hebräische Wort Ahaba (bzw. das griechische Agape in der Septuaginta) umschließt somit den Reichtum aller drei Begriffe des weltlichen Griechisch für "Liebe" (Eros, Philia und Agape). Es weist aber auch gewichtige Unterschiede – sowohl Einschränkungen als auch Erweiterungen – gegenüber ihnen auf:

      c.d) Das alttestamentliche Wort für "Liebe" ist streng von den orgiastischen Fruchtbarkeitskulten der heidnischen Umwelt Israels abgesetzt. Deshalb gibt es keine religiöse Verehrung des Eros.
      c.e) Die alttestamentliche Liebe ist keine Allerwelts-Liebe wie der griechische Eros, sondern eine streng ausschließliche, exklusive Liebe. Gottes Liebe gehört seinem auserwählten Volk. Ihm bleibt er treu, wenn es seinen Bund und seine Gebote hält (1. Mose 20,2ff; 5. Mose 7,12f; Hos 1ff; u. ä.) Für das Verhältnis des Israeliten zu seinem Volksgenossen gilt:" Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (3. Mose 19,18 ).
      c.f) Die tätige, rücksichtsvolle Liebe wird aber ausgedehnt auf den Fremden, der dem Volk Gottes angegliedert ist (2. Mose 20,10; 22,20; u.a.).
      c.g) Sie wird auch ausgedehnt auf den Feind, wenn er auf konkrete Hilfe angewiesen ist. Es handelt sich allerdings nur um einzelne Liebeserweise, die situationsgebunden bleiben: "Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zuführen ..." (2. Mose 23,4 f); "Hungert deinen Feind, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser!" (Spr 25,21).

      Hier ergeht Liebe vor Recht, hier steht der Mensch vor der Rechtsperson, aber es gibt keine umfassende, allgemeingültige Feindesliebe. Im Gegenteil: Grundsätzlich wird gegen die Feinde Gottes, des Gottesvolkes und des Frommen das göttliche Gericht beschworen (2. Mose 34,12f; 5. Mose 7,1ff; Ps 109; u. a.). Die Liebe macht in der Regel an der Grenze des Gottesvolkes halt. Erst das NT bringt das radikal Neue:die Feindesliebe, die grundlegend gilt, die völlig selbstlos und opferbereit ist. Sie wird von Jesus vorgelebt und gelehrt. Eine "Allerweltsliebe" oder gar "religionsvermischende" Liebe im Sinne einer alles offen lassenden "Toleranz" gibt es im Neuen Testament nicht.


      Quelle: bible-only.org/german/handbuch/Liebe.html


      Agape und Phila ist doch etwas, was vom Herrn kommt, glaube ich und Eros entsteht sowiso nur aus den Gefühlen

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    • Früher war halt alles anders.

      Das steht zum Beispiel auch drin:

      Wenn du vor eine Stadt ziehst, sie zu bestreiten, so sollst du ihr den Frieden anbieten. Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf, so soll das Volk, das darin gefunden wird dir zinsbar und untertan sein. Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir kriegen, so belagere sie.

      Jetzt geh mal und belagere München und verlange Zinsen...............und wenn man dich dann in die Klappse sperren will, berufe dich auf die Bibel: "so steht´s da drin"


      Man kann nicht alles auf die heutige Zeit übertragen.
      Manche Dinge sollte man einfach so stehen lassen, wie sie stehen.
    • Schöpfungsmäßige Ein-Ehe!

      Lichtkrieger84 schrieb:

      In 5.Mose 21.15 steht :"Wenn einer ZWEI Frauen hat..." Ich dachte die Polygamie wäre da längst abgeschafft
      Jesus hat selbst im Evangelium gesagt: "Wegen ihres Herzens Härtigkeit!" Tatsächlich hat Gott die Vielehe eine Zeit lang geduldet - weil es eben die Menschen wollten. Und man erinnere sich wie Jakob, der Rahel liebte von seinem Schwiegervater Laban betrogen wurde und zuerst die ältere Tochter Lea heiraten mußte und dann nach weiteren 7 Jahren "seine große Liebe" Rahel heiraten durfte. Dies war sicher nicht im Sinne Gottes, der von Anfang an die Ein-Ehe als verbindlich festgelegt hatte! (---> siehe Gen.1,27 + Gen.2,24 + Gen.4,1)
      Man erinnere sich auch, dass David mindestens 9 Frauen hatte und Salomo sogar deren 1.000 ["Und er hatte 700 Frauen und 300 Nebenfrauen." (1.Könige 11,3)]
      Jesus hat aber im NT die schöpfungsmäßige Ein-Ehe zwischen Mann und Frau eindeutig wiederhergestellt und als göttlich bezeichnet! (---> siehe Markus 10,6-9)
    • Ach, "dulden" tut Gott das immernoch; oder wird irgendein Polygamer vom Blitz erschlagen? Er duldet ganz viel...

      Die Bibel erzählt sehr häufig, ohne eine Meinung dazu zu geben. Wie das zu sehen ist, wird aus der Gesamtsicht dann klar.

      Wie Norbert schon sagte: Spätestens bei Jesus werden alle Fragwürdigkeiten zunichte gemacht.
      Das ist die Frage der "Gewichtung" der Bibeltexte, die ja manche nicht sehen wollen.

      Salomo ist kein Leitpfaden, David auch nicht, die archaische Denke aus alten Zeiten auch nicht. Deshalb machen wir ja einen Unterschied: Jesus.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Seele1986 schrieb:

      Ach, "dulden" tut Gott das immernoch; oder wird irgendein Polygamer vom Blitz erschlagen? Er duldet ganz viel...

      ...ganz viel, aber nicht immer alles. Im AT wurden Gesetzesübertetungen nach den Vorschriften des Gesetzes bestraft, in unserer Zeit etscheidet Gott situativ (z.B. Hananias u. Saphira Apg. 5 wurden - zwar nicht wegen Poligamie - doch vom Blitz erschlagen...).

      Seele1986 schrieb:

      Die Bibel erzählt sehr häufig, ohne eine Meinung dazu zu geben. ...


      Salomo ist kein Leitpfaden, David auch nicht

      Ich würde gerne sagen: so ist es... Problematisch wird allerdings, wenn Gott doch eine Meinung dazu gibt und diese Meinung abweichend ist von Seinen eigenen Grundlagen. Für David nämlich sagt Gott, dass die zahlreiche Frauen ER gegeben hat - ganz geschwiegen sie waren second hand Frauen... :rw:

      So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazu tun.
      2.Sam.12;7-8.


      ...und hier hilft der Kontext auch nicht weiter, es bleibt was Du schreibst

      Seele1986 schrieb:

      Wie Norbert schon sagte: Spätestens bei Jesus werden alle Fragwürdigkeiten zunichte gemacht.

      Das Prinzip der Monogamie fangt mit der Schöpfung an, macht einen für mich unerklärbaren Umweg und wird endgültig befestigt mit dem Gesetz der Liebe (siehe die bekannte Definition von Jesus - auch in meiner Signatur)!

      Es klingt verblüffend, aber es waren Zeiten, wo Gott die Polygamie förderte und die Monogamie duldete... Z.B. Uria, der Soldat hatte nur eine Frau.

      Für mich ist eins klar: wenn jemand eine Frau wirklich liebt :kiss: wünscht keine zweite dazu..

      LG
      Peter
      Jesus:
      "Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten."

      Mat.7:12.
    • @Epafroditus

      ja, grundsätzlich stimme ich dir zu; das ist ja das Problem vieler dann: "Gott hat es doch selbst geboten oder angeordnet!"
      -Was König David angeht: Was sagte Gott denn überhaupt zum Königsamt? Wollte er das oder wollte das Volk dies, obwohl Gott doch ihr Herr war.

      Gott hat sie ihm gegeben bzw. gelassen, wie Jesus dann sagen wird: Wegen der Härte eures Herzens! (nicht nur, was den Scheidebrief angeht, sondern diese Kultur überhaupt! Gott hat ihnen auch die zahlreichen Gebote und Gesetze gegeben, wegen ihrer Herzenshärte; denn hätten sie ein weiches Herz, bräuchten sie diese Gebote nicht! Darum geht es ja.)

      Er hat auch Abraham mit Reichtümern ausziehen lassen, nachdem er den Pharao wegen Sara feige belogen hat, um seine Haut zu schützen; bekommt noch Gold dafür!
      Damit ist aber über Gottes Meinung noch nichts gesagt, sondern das ist Geschichtsbildung: Gott formt Geschichte.

      Die Meinung Gottes, die eigentliche Meinung, finden wir bei und in Jesus; wie du ja auch schon sagtest.

      LG
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Lichtkrieger84 schrieb:

      Habe jetzt noch einmal das ganze mosaische Gesetz ab den 10 Geboten durchgeblättert tatsächlich nirgends ein Hinweis darauf dass nur eine Frau erlaubt wäre.

      Du, vergiß nicht, das hier ist ein öffentliches Forum!..............Und mit aller Gewalt lächerlich machen, müssen wir uns doch wirklich nicht, oder? :patsch: