Ist die Adventgemeinde eine Sekte?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • @DonDomi:

      Du weisst doch gar nicht ob jemand sündigen will oder nicht, das weiss nur der Sünder und Gott.

      Aus diesem Grund sucht man ein ehrliches Gespräch mit dem Sünder, um herauszufinden, woran es liegt, dass er sündigt.

      Aber hier nimmt sich die Gemeinde das Recht zu entscheiden, ob jemand willentlich sündigt oder nicht.

      Nein, tut sie nicht. Die Gespräche und Gebete miteinander werden die Wahrheit ans Licht stellen.

      Ehrlich gesagt wissen wir ja oft nicht einmal ob etwas eine Sünde ist oder nicht.

      Doch, wenn Gott zeigt, was Sünde ist.

      Wir machen viele Sünden und merken es nicht einmal.

      Der Heilige Geist zeigt uns die Sünden.

      Ah das ist also der wahre Grund: Das Bild das die Gemeinde gegen Aussen vorgibt. Weisst Du was, aus meiner Sicht gibt es nichts heuchlerisches als das. Man soll nicht versuchen gegen Aussen ein Bild zu machen, es ist ehrlicher, wenn man sich so gibt wie man ist, mit all seinen Fehlern.

      Heuchelei ist das, was du nicht bist, aber dich anders zeigst. Die Gemeinde der Christen haben das gemeinsame Ziel mit Gott zu sein und nicht zu sündigen. Wenn jemand nicht der Lehre Christi nachfolgen will, ist es eine Gotteslästerung, ein Christ zu heißen und bewußt in Sünden zu leben. Paulus sagte, dass die willentlich Sündigenden aus der Gemeinde ausgeschlossen werden sollen, da sie der Lehre Christi nicht mehr folgen. Die Gemeinde folgt diesem Rat. Warum sollen ehrliche Nachfolger Heuchler sein?

      Dieses Bild nach Aussen führt nämlich genau dazu, dass man wegen Kleinigkeiten ausgegrenzt oder sogar ausgeschlossen wird.

      Wegen Kleinigkeiten wird niemand ausgegrenzt.

      ...man spielt eine heile Welt vor, die gar nicht existiert.

      Nein, das ist wieder ein falscher Eindruck. Die Gemeinde sieht sich im Zustand des Abfalls. Zumindest theologisch gesehen.

      Du kannst Dir ja denken, was eines Tages geschehen ist, es kam zu einem riesigen Knall und alles Ungelöste und alle Probleme traten hervor, viele wechselten die Gemeinde oder kehrten Gott gleich ganz den Rücken zu.

      Man sündigt nicht gegen die Gemeinde, sondern gegen Gott. Beachte es. Es nützt nichts, in der Gemeinde Mitglied zu sein. Aufrichtiges Herz und die Nachfolge sind entscheidend.

      Bei einer Gemeinde geht es doch nicht darum, dass man sich gegen Aussen schön präsentiert, für das benötigt niemand eine Gemeinde, sondern dass man sich genau jenen annimmt, die in grossen Nöten stecken und seien es Mörder, Lügner Ehebrecher etc.

      Ich habe nicht von "außen schön präsentieren" gesprochen. Es geht darum, dass man bewußt gegen die in Sünde lebende Menschen nichts unternimmt. Man heißt damit die Sünde gut, und das ruft gegenüber dem Bild Gottes falsche Vorstellungen hervor. Man muss alle annehmen, den Weg der Wahrheit zeigen, ändern, umgestalten, helfen, niemanden verstossen. Aber wenn ein Mitglied die Wahrheit erkannt hat und sich bewußt in großen Sünden verstrickt und nicht umkehren will, dann hat dieser Mensch nicht mit der Gemeinde ein Problem, sondern mit Gott. Möchte er nicht der Mitglied der Adventgemeinde sein, warum soll er Adventmitglied heißen?

      Wenn Du ein wenig das Leben Jesu anschaust, so siehst Du, dass er sich genau dieser Seelen angenommen hat, warum sollten wir das nicht auch tun. Eine Gemeinde die so handelt macht nach aussen nämlich viel mehr Eindruck als eine scheinbar "perfekte Gemeinde"

      Ein aus der Gemeinde ausgeschlossener wird (oder soll..) auch nicht von Menschen verstossen (werden). Er ist jede Zeit angenommen. Aber ein Adventist kann er nicht heißen, weil er praktisch nicht die Lehre teilt. Jesu hat die Sünder angenommen, aber sie waren noch nicht "Seine Gemeinde". Noch mal zur Erinnerung. Paulus sprach vom Ausschluss der Sünder. Seine Aussage stand nicht verkehrt mit den Worten Jesu.

      diese Strafen haben heute keine Gültigkeit mehr, weil wir unter der Gnade Jesu stehen. Dank dem Opfer Jesu können alle Sünden vergeben werden.

      Gott ändert sich nicht. Die Sünde bleibt Sünde, wer in Sünde lebt, ist nicht von Gott - schrieb Johannes. Das Gericht wird lediglich auf die Zukunft übertragen.

      die Gemeinde entscheidet was eine grosse und was eine kleine Sünde ist. weisst Du das wirklich?

      Die Bibel betont uns die Wichtigkeit der 10 Gebote und ihre Folgen. Da muss ich selber nichts entscheiden.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • @Jacob:

      Was Du schreibst mag ja gut und schön klingen, aber es ist überhaupt nicht praktikabel weil es zu dieser inkonsequenz führt. Wäre man nämlich konsequent müsste man fast jeden Ausschliessen, fast jeder hat, wenn er denn ehrlich zu sich selbst ist, so seine Lieblingssünden, die er nicht gerne aufgibt. Im weiteren führt es dazu, dass man wegen Sünden oder Verfehlungen, die man äusserlich sieht, ausgeschlossen wird, aber heimliche Sünder werden nicht erkannt. Der heilige Geist vermag zwar Sünden zu zeigen aber oft wird dies auch mit eigenen Vorstellungen und Meinungen gemischt, und dann ist es eben kein Entscheid mehr vom heiligen Geist, sondern von der eigenen oder der gesellschaftlichen Vorstellungen. Ich erachte dieses vorgehen als äusserst gefährlich, denn so diskriminiert und grenzt Menschen aus. Die Menschen, und auch viele Gläubige, funktionieren nun mal so und deswegen sollte man gar nicht etwas vorsehen, dass Gefährlich ist und letzten Endes Menschen sogar in Versuchung führt. Ich erachte den liebevollen Umgang immer noch viel besser als diese Rechthaberei und auf diese läuft es nämlich letzten Endes hinaus. Vielleicht nimmt man das als Adventist weniger wahr, aber als Aussenstehender nimmt man solche Dinge durchaus wahr. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

      Gruss
      DonDomi
    • @DonDomi

      Dass jeder seine Sünden hat, ist mir verständlich. Ich sehe in der neutestamentlichen Gemeinde jedoch die Analogie zu dem alttestamentlichen Israel. Zwar haben die Menschen dort auch Sünden begangen, aber es gab Sünden, die beim willentlichen, bewußten, wiederkehrenden Vergehen fast unmöglich verziehen werden konnten. Nicht die Menschen, Gott selbst hat dafür gesorgt, dass diese nicht unter Seinem Heiligen Volk verbleiben durften. Aposteln schreiben, dass wer den Christus angezogen hat, der Sünde nicht mehr dient. Bitte hier noch mal unterscheiden. Nicht jeder, den man bei einer schweren Sünde "erwischt", soll sofort ausgeschlossen werden. Es bedarf eines intensiven Gesprächs und gemeinsamen Gebets um diesen Menschen, damit er die Sünde lasse. Der Heilige Geist gibt immer die Kraft, die Sünde zu lassen, wenn man um sie bittet. Entsprechend soll Gott die Antwort geben, ob dieser Mensch in der Gemeinde bleiben soll. Alle seriöse Fragen soll man Gott überlassen. Wenn man aber nicht von der Sünde läßt, dann sündigt man primär gegen den Heiligen Geist, der unsere einzige Führung zur Gnade ist. Die Gemeinde selbst ist hier ein schon nebensächliches Problem. Wo ich allerdings gegenüber dir das Problem der Adventgemeinde sehe, wie wenig liebevoll viele Geschwister miteinander umgehen, indem sie in Gesetzlichkeit verfallen, und zum anderen wie wenig sie die Kraft und den Willen des Heiligen Geist achten. Denn würde man gemeinsam den Raum für die Wirkung des Heiligen Geistes geben, wäre die Gemeinde als Ganzes stark, und es gäbe weniger Sünde und Sünder. Desweiteren, soll man die Fragen vom Auschluss immer Gott überlassen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • @Jacob:

      Machen wir doch ein Beispiel, dann siehst Du worauf ich raus will:
      Nehmen wir mal an, in Deiner Gemeinde ist ein Mann der Alkoholiker ist, im höchsten Grad. Warum sei einmal dahingestellt. Nun spricht man mit ihm und sagt er solle das lassen. Aber er kann gar nicht anders. Er bleibt Alkoholiker, er rutscht ab auf die Strasse kommt aber immer noch am Sabbat in die Kirche. Wie verfährt man nun mit einem solchen Mann. Ich glaube man gibt ihm wohl etwas Zeit, aber wenn sich die Situation nicht ändert wird man ihn wohl ausschliessen, oder liege ich da falsch.

      Nehmen wir auf der andern Seite eine Frau, die hat ein geregeltes Leben kommt gesittet daher und hat äusserlich keinen Makel:
      Nehmen wir mal an, diese Frau hat einen grossen Hass auf ihre Eltern, wegen irgend einer Kleinigkeit, allerdings weiss das keiner. Sie möchte dies aber nicht ändern, da sie nicht vergeben will. Obwohl diese Frau offensichtlich gegen eines der 10 Gebote mutwillig verstösst wird sie nicht ausgeschlossen werden, da dieser Fehler nicht sichtbar wird.

      Die Gemeinde wird mit grösster Wahrscheinlichkeit in den beiden Fällen unterschiedlich entscheiden und das obwohll die Sünde des Alkohlikers nicht grösser als die der hassenden Frau ist. Ja er will das vielleicht sogar ändern und kann nicht, die Frau könnte will aber nicht. Und nun haben wir doch bereits diese Willkür und weswegen? Ganz einfach, weil wir Menschen mit unserer beschränkten Wahrnehmung Vieles ja das Meiste gar nicht wahrnehmen können. Wir sehen letzten Endes nur an den Menschen ran, aber in den wenigsten Fällen in ihn hinein. Ich möchte mich nicht vor der Gemeinde blossstellen müssen, nur weil ich irgend etwas falsch mache oder gemacht habe, ich möchte mich auch nicht vor Mitgeschwistern rechtfertigen müssen. Solche Dinge bleiben immer eine Sache zwischen mir und Gott, er weiss wie ich es meine und ob ich Anstrengungen unternehme oder nicht, das geht sonst niemanden etwas an. Aber mit dieser Ausschlussmöglichkeit fördert man das sektiererische und die schnüffelei, ja es geht soweit, dass man, wenn etwas nicht dem eigenen Weltbild entspricht, davon ausgeht, dass da sicher etwas besonders schlimmes geschehen ist. Kannst mal meine Freundin fragen. Sie wird dauernd ausgefragt, was zwischen uns gelaufen ist und dass das sicher ganz schimm gewesen sei und ich sie nur wegen dem S.ex nach Europa eingeladen habe. Man kann nicht verstehen, das man Dinge auch aus Liebe tun kann, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Dies alles entsteht eben dadurch, dass man offiziell von der Kirche propagiert, dass man das Bild das man abgibt wichtig ist. Das ist doch ein völlig falscher Ansatz, man sollte nichts wegen dem Eindruck sondern wegen der eigenen Überzeugung machen. Und genau so sollte es sich auch mit der Gemeinde verhalten, es ist doch egal was andere denken, die wissen sowieso immer alles besser. Aber oft habe ich bei Adventisten das Gefühl, dass man sich derart mit all diesen Kleinigkeiten, die man schnell sehen kann, beschäftigt, dass das wesentliche, das Evangelium auf der Strecke bleibt. Und genau die Versessenheit auf diese Kleinigkeiten führen dann dazu, dass man von aussen das Gefühl hat, das ist eine Sekte.

      Gruss
      DonDomi
    • Hey,

      na dann sündigt wohl kein Adventist? Zu den 10 Geboten gehört es auch nicht zu lügen( nur als Beispiel, und wer von sich sagt, er lügt nicht.....naja!)
      Natürlich merken es Außenstehende nicht unbedingt, wenn die friedliche gute Welt vorgespielt wird....aber wehe, die gucken dann hinter die Kulissen!

      Ich kenne eine Schwester, die wurde wegen einen unehelichen Kind ausgeschlossen.....warum sie zu dem Kind unter welchen Umständen kam und wie es ihr dabei ging, das fragte keiner...

      Sie kam immer brav in die Gemeinde, bis sie irgendwann sogar wieder aufgenommen wurde.

      Wieso maßen sich Menschen an, zu entscheiden, welche Sünden "salonfähig" sind und welche nicht?!

      Naja, eigentlich dürfte ich das ja gar nicht mehr so schreiben oder beurteilen, weil ich ja ausgetreten bin....

      LG Kira
    • Kira schrieb:



      Naja, eigentlich dürfte ich das ja gar nicht mehr so schreiben oder beurteilen, weil ich ja ausgetreten bin....

      LG Kira


      Was hat das mit Deinem Austritt zu tun? Wenn Du meinst berechtigt Kritik üben zu müssen, nur zu, solange es höflich bleibt und faktenorientiert ist. Berechtigte Kritik gibt immer die Möglichkeit Fehler zu erkennen und zu ändern. Schade, dass Du keine andere sinnvolle Möglichkeit gesehen hast als auszutreten.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Kira schrieb:

      Hey,

      wieso schade? Ich bin deswegen doch weiterhin Christ, bete, lese die Bibel, geh zum Gottesdienst und Hauskreis und engagiere mich in der Gemeinde. Ich gebe meinen Zehnten, nur das der Empfänger die EFG ist, am Ende doch aber derselbe Gott!

      LG Kira


      Weil es (in meinen Augen) schade ist, wenn jemand von der Gemeinde enttäuscht wird. Aber, es ist schön, daß Du den Glauben an Jesus nicht verloren hast..
      .
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ich habe mich jetzt einige Tage zurückgezogen aus diesem Thread.

      Nun möchte, ja muss ich sogar laut meinem Gewissen, Stellung beziehen.

      @DonDomi:
      Du schreibst hier schon die ganze Zeit im "Sekten-Thread" private Dinge und Meinungen die nicht hierher gehören, sondern z.B. in den "Ausschluss-Thread". Das ergibt, dann natürlich billige Polemik, auch wenn es ungewollt in den falschen Thread gepostet wurde, denn es ist somit für Jederman im Internet öffentlich verknüpfbar, dass die "Adventisten" eine "Sekte sind" weil sie die biblischen Aussagen "zum Ausschluss aus der Gemeinschaft" ernstnehmen/anwenden.

      Seien wir ganz ehrlich worum geht es (dir) wirklich? Warum soviel Energie? Warum soviel Emotion deinerseits?
      Sage mir bitte im Namen Jesu Chrtisti ob es um das Thema welches die Bibel "Unzucht" nennt bei: dir, deiner Freundin und der Adventgemeinschaft geht?
      Habt ihr "rumgemacht", im Sinne von Dingen wo die Bibel klar sagt das gehört in die Ehe? Und die Gemeinschaft hat gesagt, dass ist nicht Recht so; - wir müssen da leider dem pastoralen Worten Gottes, welches er vorallem dem Apostel Paulus für die Gemeinden und Gemeidegründung, -erhaltung und -erbauung gegeben hat, nachgehen?


      Du bist "neuapostolisch", also sollten dir/euch der Apostel Paulus und seine pastoralen Themen vertraut und wichtig sein.

      Zum Thema "das schränkt mich ein in meiner persönlichen Meinungsfreiheit und meinen Gefühlen" versus "Gemeindezucht" folgende Gedanken:
      -) Die Bibel sagt man kann alles sagen, aber nicht alles ist klug,
      -) Die Gedanken sind laut Bibel nicht frei, wir werden eines Tages Rechenschaft abgeben müssen von jedem unnützen Wort oder Tat vor Gottes Richterstuhl,
      -) Man kann seine private Meinung immer privat vertreten, jedoch in der/den Gemeinden Gottes sollen wir den Gedanken und der Meinung des Heilige Geistes nachgeben, daher gibt es auch biblische Ausschlussgründe, die im Extremfall angewendet werden müssen.
      -) Man soll Vorbild sein, in Wort, in Tat, in den Beziehungen.

      Lg, franz

      ps: Falls du antworten möchtest, kannst das gerne auch per PN tun...
      .

      » Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)

      Team: » Entweder heilen wir als Team, - oder wir gehen als Individualisten / Einzelgänger unter.«
    • @Franz:

      Mit Deinem Beitrag bestätigst Du genau das, was ich soeben beschrieben habe. Es wird sofort geschnüffelt und vermutet. Es geht niemanden etwas an, ob wir etwas gemacht haben oder nicht. Wenn dem so ist, dann sagt jeder: Hab ichs doch gewusst, wenn dem nicht so ist: Sagt jeder: Das glaub ich nicht. Es ist diese Vorveruteilung, über private Dinge, die die Gemeinde nichts angehen. Es ist mein Leben und das Leben meiner Freundin. Aber damit zerstört man Beziehungen und schliesst Beziehungen aus, die über die Religionsgrenze hinweg gehen. Der Partner oder die Partnerin könnte das Adventistische Miglied ja verführen, ja man ist also lieber unter sich, das hat schon sehr stark sektiererische Züge, man akzeptiert offensichtliche Fehler nicht, entweder man beseitigt sie (das kann auch verheimlichen sein) oder man wird ausgeschlossen, weil man sich anscheinend nicht ändern will. Das führt zu einem glattpolierten Bild hinter dem sich aber viele Risse verbergen. Aber was schreib ich hier, anscheinend, wäre es Dir lieber ich schreibe nichts mehr, ich erzähle sowieso nur Unwahrheiten.
      Und weisst Du warum ich so viel dazu schreibe? Weil ich Direktbetroffener bin, so einfach ist das, und ich kann nicht verstehen, wie eine Kirche mit solchen Aktionen Beziehungen zerstört. Nach dem Motte: Entweder Beziehung oder Glaube, beides geht nicht, das hat halt schon starke Züge, man will sich abschotten und scheint als das Ausserhalb, zu dem ich ja auch gehöre, prinzipiell schlecht ist.

      Gruss
      DonDomi
    • @DonDomi:

      DonDomi schrieb:

      Mit Deinem Beitrag bestätigst Du genau das, was ich soeben beschrieben habe. Es wird sofort geschnüffelt und vermutet. Es geht niemanden etwas an, ob wir etwas gemacht haben oder nicht. Wenn dem so ist, dann sagt jeder: Hab ichs doch gewusst, wenn dem nicht so ist: Sagt jeder: Das glaub ich nicht. Es ist diese Vorveruteilung, über private Dinge, die die Gemeinde nichts angehen. Es ist mein Leben und das Leben meiner Freundin. Aber damit zerstört man Beziehungen und schliesst Beziehungen aus, die über die Religionsgrenze hinweg gehen. Der Partner oder die Partnerin könnte das Adventistische Miglied ja verführen, ja man ist also lieber unter sich, das hat schon sehr stark sektiererische Züge, man akzeptiert offensichtliche Fehler nicht, entweder man beseitigt sie (das kann auch verheimlichen sein) oder man wird ausgeschlossen, weil man sich anscheinend nicht ändern will. Das führt zu einem glattpolierten Bild hinter dem sich aber viele Risse verbergen. Aber was schreib ich hier, anscheinend, wäre es Dir lieber ich schreibe nichts mehr, ich erzähle sowieso nur Unwahrheiten.
      Und weisst Du warum ich so viel dazu schreibe? Weil ich Direktbetroffener bin, so einfach ist das, und ich kann nicht verstehen, wie eine Kirche mit solchen Aktionen Beziehungen zerstört. Nach dem Motte: Entweder Beziehung oder Glaube, beides geht nicht, das hat halt schon starke Züge, man will sich abschotten und scheint als das Ausserhalb, zu dem ich ja auch gehöre, prinzipiell schlecht ist.

      Gruss
      DonDomi


      Ich denke auch, dass das Privatleben von zwei Menschen niemanden was angeht; es sollte auch niemand irgendjemanden nachschnüffeln - abgesehen davon, denke ich, hat niemand das Recht, jemanden auf Vermutungen hin einfach auszugrenzen und mehr als Vermutungen können es ja wohl nicht sein, wer weiß schon was zwischen zwei Menschen ist und was nicht, außer Gott allein. Das Wort Gottes gibt klare Empfehlungen an jedes Liebespaar, wie eine Beziehung gelingen kann; Gott freut sich, wenn sich zwei Menschen lieben und zusammen bleiben wollen; Gott möchte glückliche tragfähige Partnerschaften und dies wünscht sich ja, denke ich einmal, auch jedes Paar; gewisse Moralapostel, die glauben andere einfach verurteilen zu müssen, haben oft selbst die größten Probleme und wollen damit einfach von sich ablenken. Jeder Christ, weiß was in Gottes Augen Segen bringt für eine Beziehung und wird sich nach den Empfehlungen in der Schrift sicher gerne richten. sta_hisf
      Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser. :)
    • @Kira:

      Ich kenne eine Schwester, die wurde wegen einen unehelichen Kind ausgeschlossen.....warum sie zu dem Kind unter welchen Umständen kam und wie es ihr dabei ging, das fragte keiner..

      Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass mit den Problemen anderer falsch umgegangen wird. Die Gemeinde hat in diesem Fall völlig falsch reagiert. Die betreffende Person sollte nicht ausgeschlossen werden. Was geschehen ist, ist geschehen. Der Ausschluss bietet hier absolut keine Lösung.

      na dann sündigt wohl kein Adventist? Zu den 10 Geboten gehört es auch nicht zu lügen( nur als Beispiel, und wer von sich sagt, er lügt nicht.....naja!

      In den 10 Geboten steht, "du sollst kein falsches Zeugnis geben..". Das ist etwas anderes als eine Lüge. Die Lüge wie du sie meinst, ist natürlich schlecht, aber nicht so, wie die Übertretung der 10 Gebote.


      @DonDomi:

      Nehmen wir mal an, in Deiner Gemeinde ist ein Mann der Alkoholiker ist, im höchsten Grad. Warum sei einmal dahingestellt. Nun spricht man mit ihm und sagt er solle das lassen. Aber er kann gar nicht anders. Er bleibt Alkoholiker, er rutscht ab auf die Strasse kommt aber immer noch am Sabbat in die Kirche. Wie verfährt man nun mit einem solchen Mann. Ich glaube man gibt ihm wohl etwas Zeit, aber wenn sich die Situation nicht ändert wird man ihn wohl ausschliessen, oder liege ich da falsch.

      Nein, man soll und darf diesen Mann nicht ausschliessen. Denn dieser Mann ist in der Sünde verstrickt, gegen seinen Willen. Er ist nicht schuldig, dass er sich in dem Zustand befindet. Die Gemeinde soll stattdessen für diesen Mann beten, dass er von seiner Alkoholsucht befreit wird.

      Nehmen wir auf der andern Seite eine Frau, die hat ein geregeltes Leben kommt gesittet daher und hat äusserlich keinen Makel:
      Nehmen wir mal an, diese Frau hat einen grossen Hass auf ihre Eltern, wegen irgend einer Kleinigkeit, allerdings weiss das keiner. Sie möchte dies aber nicht ändern, da sie nicht vergeben will. Obwohl diese Frau offensichtlich gegen eines der 10 Gebote mutwillig verstösst wird sie nicht ausgeschlossen werden, da dieser Fehler nicht sichtbar wird.

      Diese Frau wird von Gott verurteilt. Eine Gemeinde, die vom Heiligen Geist geführt wird, wird darauf von Gott hingewiesen sein, dass etwas nicht stimmt. So habe ich neulich in einem Buch über E.White gelesen, dass ihr Gott gezeigt hat, welche Menschen in der Gemeinde in Sünde lebten. Diese Menschen hat E.White dann persönlich oder öffentlich angesprochen, je nach Fall. Wenn die Gemeinde sich der Führung des Heiligen Geistes übergeben würde, nach der Kraft und Wille Gottes würde man die Sünden der Gemeindemitglieder aufdecken.


      Zuletzt möchte ich nochmal wiederholen. Nicht jede Sünde, nicht jede schlimme Sünde soll den Ausschluss als Folge haben. Stattdessen muss man auf die Person und die Probleme eingehen und gemeinsam lösen. Der Ausschluss ist nur dann sinnvoll, wenn jemand momentan willentlich in Sünden lebt und von diesen nicht lassen will, obwohl er dies kann.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • @stephan:

      Wer will sich denn anmaßen zu entscheiden (urteilen), ob die Person von der Sünde lassen kann oder nicht ?

      Ich möchte eine Gegenfrage stellen. Wieso befahl Gott in der Zeit des AT, dass die Israeliten die Übertreter der 10 Gebote richten dürften? War es falsche Entscheidung Gottes, den Menschen die Entscheidung über Gut und Böse zu überlassen?

      Ich habe auch mehrmals gesagt, dass solche Probleme die Gemeinde nicht allein, sondern immer und NUR MIT GOTT lösen darf und soll. Niemals sollen die Gemeindemitglieder zu der Entscheidung allein kommen, jemanden auszuschliessen, sondern sollen diese Fragen immer mit Gott klären.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jeder kann gerne auf seiner Meinung beharren, irgendwie muss er sie halt mit den schon zitierten Aussagen der Bibel ins Einvernehmen bringen - falls die Bibel für ihn Wort Gottes ist:

      Biblischer Beleg / Beispiel

      Mt 18,15-18 schrieb:

      Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein.

      oder:

      1.Kor 5,9-13 schrieb:

      Ich habe euch in dem Brief geschrieben, nicht mit Unzüchtigen Umgang zu haben; nicht überhaupt mit den Unzüchtigen dieser Welt oder den Habsüchtigen und Räubern oder Götzendienern, sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen. Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit einem solchen nicht einmal zu essen. Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind? Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!


      Und zum Thema Alkoholiker fragt Paulus nicht nach den Ursachen, oder ob wer aufhören kann - er verlangt den Ausschluss!

      Ähnliches mit Unzucht, Betrug etc. Wenn man eine Sünde nicht sieht, dann kann man halt nicht reagieren, das heisst aber nicht deshalb Sünden die man sieht zu ignorieren. Schwierig, vor allem wenn man selbst in so einer Angelegenheit entscheiden muss, aber nicht zu ändern ohne das Wort Gottes zu ignorieren.
      Liebe Grüße, Heimo
    • Keine Mißverständnisse !

      Das Wort "Sekte" meint zunächst einmal nichts Negatives. Ein neutrales Wort für eine Gruppe von Menchen, die eine Mindermeinung vertritt gegenüber der gängigen historisch-kritischen Theologie der Universitäten in Europa, die zudem die theistische Evolutionslehre unterrichten und ein Mißtrauen gegenüber der Bibel pflegen. In Deutschland gibt es nicht viele Adventisten, aber weltweit Millionen und aber Millionen -eine große Freikirche ! Es kommt darauf an, ob es sich um eine destruktiv-negative Psychogruppe handelt, die ihre Opfer sucht wie z.B. Fiat Lux mit Uriella, dem Sprachrohr Gottes, Universelles Leben, der Mun-Sekte, Scientology und vielen anderen "Vampirpsychogruppen" in Deutschland, die letztlich auch auf den Geldbeutel des Opfers aus sind. Ich habe in Erinnerung, dass um die 80 "gefährliche" religiöse Sekten in Deutschland gibt, um die man "einen großen Bogen" machen sollte. Die Adventisten sind auf jeden Fall eine konstruktiv-positive Gemeinschaft, die sich wie keine andere Glaubensgemeinschaft in Deutschland für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzt (siehe Deutscher Verein für Gesundheitspflege u.a.m. wie Gesundkostwerke, Antiraucher- und Antialkoholinitiativen).

      Die ersten Christen haben ja auch als "Sekte" angefangen und sich dann weltweit mehr und mehr verbreitet. Es gibt übrigens auch politische Sekten, die durchaus fanatisch sein können. Ich denke da an die Marxisten-Leninisten in Deutschland, die Stalinisten und Maoisten sind (mlpd.de). Sie müssen sich aber nicht an die Heilige Schrift halten, an die 10 Gebote usw. und können selbst entscheiden, ob jemand z.B. der "gerechten" Todesstrafe zugeführt wird, weil er z.B. der Lehre des Herrn Leo Trotzki anhängt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 10Veith2010 ()

    • Zur Anfangsfrage, was meiner Meinung nach die Definition für eine Sekte ist, sage ich mal:
      Siehe Offenbarung 22, 18 + 19:
      Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört:
      Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind;
      und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist.
      Das heißt für mich: Die biblische Definition für eine Sekte ist jede Bibel-Plus/Bibel-Minus Lehre (z.B. Bibel plus Papsttum, Bibel plus körperliche Heilung als heilsnotwendig ansehen, Bibel minus z.B. Lehre über die unsichtbare Welt, Engel und Dämonen usw.). ;)
      D.h., solange Ellen White nicht zum Götzen erhoben bzw. mehr als Bibelverse zitiert wird, sind die Adventisten für mich definitiv KEINE Sekte sondern eben ganz normale bibeltreue Christen. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 7Christin7 ()

    • Hallo 7Christin7,
      Das heißt für mich: Die biblische Definition für eine Sekte ist jede Bibel-Plus/Bibel-Minus Lehre
      ...
      D.h., solange Ellen White nicht zum Götzen erhoben bzw. mehr als
      Bibelverse zitiert wird, sind die Adventisten für mich definitiv KEINE
      Sekte sondern eben ganz normale bibeltreue Christen. ;)
      Ich glaube nicht, dass Jesus ein Problem damit hat, wenn ich viele Bücher (darunter die von Ellen White) lese und zitiere. Das Problem entsteht erst dann, wenn ich diese Bücher neben der Bibel zum Masstab für gottgefälliges Leben mache und sie damit als heilsnotwendig ansehe, oder daraus offizielle christliche Lehren definiere.

      Dass im Forum Ellen White oft zitiert wird, und an manchen Stellen sogar mehr als die Bibel, ist offensichtlich. Das soll aber nicht so verstanden werden (auch wenn manche etwas anderes behaupten sollten), dass Ellen White' Schriften neben der Bibel zum Masstab erhoben werden. Richtige Anwendung ist, die dem Prinzip "Sola Scriptura" nicht widerspricht:

      - Themen, wo Ellen White vom rechtschaffenen Leben spricht, sind - laut ihren Worten - im Grundsatz auch immer in der Bibel zu finden. D.h., der Leser wird durch Ellen White auf bestimmte Aussagen in der Bibel aufmerksam gemacht. Der Leser entscheidet dann selber, ob er diese Grundsätze in der Bibel findet, und wenn ja, diese befolgt. Ellen White erklärt auch, wie diese biblischen Grundsätze heute richtigerweise befolgt werden können / müssen. Jeder Leser sollte wiederum ganz gewissentlich prüfen, ob die beschriebene Anwendung biblisch korrekt ist. Weil ich persönlich glaube (wie auch Adventisten es offiziell tun), dass Ellen White ein wahrer Prophet Gottes ist und ihre Schriften zum Thema gerechtes Leben von Gott inspiriert sind, glaube ich daran, dass ihre Aussagen biblisch sind. Denn ein Prophet Gottes kann und darf der Bibel nicht widersprechen, sonst wäre dieser Mensch kein Prophet Gottes.

      - Themen, wo Ellen White über nicht-heilsentscheidende Themen schreibt (z.B. Endzeitereignisse, Verständnis von vielen Bibelstellen), können wir als hilfreiches Material ansehen und davon profitieren. Das muss man nicht glauben, um vor Gott zu bestehen, auch wird daraus keine offizielle adventistische Lehre gemacht. Aber "intern" halten (viele) Adventisten diese Beschreibungen für von Gott inspiriert und damit für wahr, und ziehen daraus großen Nutzen, sowohl fürs praktische Leben, als auch für das bessere theologische Verständnis.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Sekte ? Sektiererisch ?

      Lassen wir einmal die "biblisch - historische" Argumentation über den Begriff "Sekte" nach Apg. 5, 12. , 15, 5., 24, 5. - - - bei Seite samt der Etymologie des Wortes, das angeblich von "sequor" = "nachfolgen" abgeleitet ist.

      Fragen wir uns, was man heute unter "Sekte" versteht und nehmen wir gleich das Eigenschaftswort "sektiererisch" ( zum Nachdenken !) dazu.

      Man schaue sich einmal die Architektur Frienmdsaus an : Mit dem historizierenden Stil samt "Rosette" bemühte man sich gezielt um Anpassung an das Establishment. - Nach den USA brauchen wir ganricht zu blicken. Wir wollen es Friedensau und all den US - Universitäten mit ihrem ganzen Kostüm - Brimborium - verschiedenster Roben, Mortarboard etc - nicht übelnehmen.

      Sektierer sind anders, justament anders. Legt man Wert auf eine Dresscode - SIE nicht ! Legt man keinen Wert auf Dresscode - SIE schon - -Wer sich zufällig daran erinnert : In seiner "Paradies" - Trilohgie schildert Seidl auch in "Paradies Glaube" eine katholsche Sekte. Meine Tante Malktschi - gegenmüber wohnend, Pater Tüchtig kam immer zum Treffen - da brauche ich erst keinen Seidl.

      Sektierer gibt es unter den STA, den Katholiken, den Sozialdemokraten - - - Diese überall absurde Exklusivitätshaltung samt sektierischer Rituale - - - - und kein Streben nach Erkenntnis, Vertiefung, intellektueller Redlichkeit simpler Wissenserweiterung - - nein, WIR sind die Wahren, die noch an Marx glauben - nein , gelesen haben wir seine Werke - NICHT.