Milch und Milchprodukte

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    • Grundwahrheiten Ii

      Schon in 1. Mose 2, 7ist der Mensch in seiner Leiblichkeit eine besondere, respektgebietende Schöpfung Gottes - doch anders, als die Aussage über die Tiere in Vers 10. Im Buch Hiob wird der Gedanke explizit wiederaufgegriffen (Hiob 10, 8., 9.; 14, 15.33., 6.)

      Paulus greift diese Heiligkeit dreimal, jeweils etwas variierend, auf: 1. Kor.3, 16., 619., 2. Kor.6, 16. Dies wohl - ehrlich gesagt - im Zusammenhang mit der Unzucht, aber wohl auch als Widerrede gegen Sokrates/Platon mit der Aussage, der Leib sei ein Kerker der Seele - wer liebt und pflegt und achtet schon seinen Kerker. Ich mag keine Milch, verteidige also nicht meine Lieblingssünde. Es gibt auch Milchunverträglichkeiten. Gut. Aber glaubt einer, nur aufgrund in keiner Weise in der Bibel zu findenden Vorstellungen, Gott zu ehren, indem er Milch und Milchprodukte meidet, so komme ich einfach nicht mit.

      Dabei ist 1.Kor. 3, 17. durchaus rechtens im weiteren Sinn anzuwenden durch das Einbringen des Begriffes "Verderben". Nur: Verdirbt jemand seinen Leib durch die Milch, womöglich aus jenem Land der Verheißung, wo Milch und Honig fließt?

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    • RE: Grundwahrheitten

      philoalexandrinus schrieb:

      Manche kommen mir schon so vor wie Musterschüler in der Volksschule: Die Frau Lehrerin gibt als Hausaufgabe einen Aufsatz. Der Musterschüler malt noch Blümchen um den Text herum, um die Faru Lehrerin zu ehren.

      Guter Vergleich, da stellt sich dann die Frage nach dem Gottesbild, das jemand hat.... :S
      Liebe Grüße, Heimo
    • Gesund Essen, kann pathologisch sein...

      für die, die es interessiert, aus der FAZ:
      Ein Leben nach dem Speiseplan
      Der Zwang, gesund zu essen, ist noch keine offizielle Diagnose. Dennoch brauchen Betroffene ärztliche Hilfe.
      "Ein bis zwei Prozent der Menschen davon betroffen
      Immer wichtiger wurde für Rubnitz das Essen und der Gedanke daran, bald beanspruchte das Thema fast ihre gesamte freie Zeit: Wenn sie nicht bei der Arbeit war, saß sie entweder im Auto, um ihre Spezial-Mehlsorten in einer achtzig Kilometer entfernten Mühle zu kaufen, oder sie stand in ihrer Küche, um Mahlzeiten zu planen oder ihre Spezialspeisen zuzubereiten: „Spaghetti“ aus Möhren oder Zucchini zum Beispiel, hergestellt mit dem Gemüseschneider aus frischem Gemüse. „Ich war ziemlich fanatisch“, sagt Rubnitz.
      ...
      Die Einschätzungen in dem Test lauten zum Beispiel: „Dass ich gesunde Nahrungsmittel zu mir nehme, ist mir wichtiger als Genuss.“ Oder: „Wenn ich etwas Ungesundes gegessen habe, mache ich mir große Vorwürfe.“ Doch längst nicht alle Menschen, die in dem Test eine hohe Punktzahl erzielen, leiden unter dem, was sie tun. Und dann sind sie, sagt Barthels, auch keine Orthorektiker."

      Ein Leben nach dem Speiseplan
      Liebe Grüße, Heimo
    • philoalexandrinus schrieb:




      Dabei ist 1.Kor. 3, 17. durchaus rechtens im weiteren Sinn anzuwenden durch das Einbringen des Begriffes "Verderben". Nur: Verdirbt jemand seinen Leib durch die Milch, womöglich aus jenem Land der Verheißung, wo Milch und Honig fließt?

      Interessant bei der Beschreibung ist auch, dass Milch und Honig gewonnen wird, ohne dass dabei Leben genommen werden muss. Und diese Lebensmittel dabei doch sehr nahrhaft sind.

      Selbst bei vegetarischer Ernährung werden ja die Gemüse oder das Getreide kaputt geschnitten, zermahlen usw.
      Also rein vom ethischen Standpunkt aus ist Milch also ein durchaus gutes Lebensmittel. Noch besser sind in der Hinsicht nur Früchte oder Gemüse, bei denen man nur Teile abschneidet und die Pflanze weiter wachsen lässt ....

      Dass Milch in unserer heutigen Ernährung von manchen Experten als nicht optimal angesehen wird, hängt vielleicht mehr mit unserer sonstigen Überversorgung zusammen bei gleichzeitig fehlender Bewegung.
      Mir ist bei einem Indienbesuch aufgefallen, dass unter den armen Leuten diejenigen am gesündesten aussahen, die eine Kuh hatten - und damit durch die Strassen zogen, das Kalb im Schlepptau, und Milch direkt von der Kuh verkauften. Bei ihnen traten offensichtlich weniger Mangelerscheinungen auf als bei den anderen Armen, die sich wenig oder keine Milch leisten konnten; Vegetarier waren sie sowieso alle.

      Wir dagegen sind mit vielem überversorgt, direkt überfüttert.
      Dass sich da so ein stark nährstoffhaltiges Nahrungsmittel wie Milch und Milchprodukte ungünstig auswirken kann, das kann ich mir schon vorstellen.

      Allerdings finde ich die Alternative, Reismilch zu verwenden und die künstlich mit industriell erzeugtem Kalzium anzureichern, nicht unbedingt vorteilhafter ;) .
      Gerade die künstlichen Vitamine und sonstige Nahrungsergänzungsmittel sind doch auch schon in Verruf geraten.

      Ich denke, bei der Ernährung ist es in der Regel so, dass die Menge das Gift macht.
      Wer sich wenig bewegt, sollte sich nicht mit Kalorien- und Nährstoffbomben überfüttern, sondern eher Nahrung essen, mit hohem Ballaststoffanteil, die nicht so konzentriert ist.
      Dann ergibt sich von allein eine angemessene, gesunde Zusammensetzung der Ernährung.
      Milch nicht zwanghaft meiden und zu ersetzen versuchen, aber eben auch nicht im Übermass essen.

      Was viel eher gemieden werden sollte - wie ich finde - sind die ganzen künstlichen Zusätze in unserer Nahrung, vor allem in den Fertigprodukten;
      Denn die sind erwiesenermassen ungesund und bringen das natürliche Körpergefühl für Sättigung durcheinander und ebenso das natürliche Bedürfnis nach bestimmten Nährstoffen, an denen der Körper wirklich Mangel hat.
      Weil er durch Mogelpackungen total getäuscht wird. ZB durch Erdbeerjoghurt, der nur ein kleines Scheibchen Erdbeere enthält und der restliche Erdbeergeschmack durch eingefärbte und mir künstlichem Aroma versetzte Gelatine zustande kommt. .... Hier sehe ich ein viel grösseres Ernährungsproblem ;) .
    • Beschenkte schrieb:

      hängt vielleicht mehr mit unserer sonstigen Überversorgung zusammen bei gleichzeitig fehlender Bewegung.
      Am Wochenende war ich zu Gast bei einer Familie. Ich habe keine Ahnung, wie sie ihre Kinder ernähren - wahrscheinlich vegetarisch. Die Eltern wurden beim Sozialamt (?) "angeschwärzt", weil sie ihre Kinder angeblich nur von Obst ernähren würden. Dem anonymen Kläger kam der Lebenstil wohl einfach suspekt vor. Eigentlich ist es eine miese Verleumdung, denn die Kinder machten mir einen gesunden und normalen Eindruck. Nun müssen sie mit ihren Kindern zum Hausarzt um die Blutwerte kontrollieren zu lassen. Mitarbeiter vom Sozialamt haben auch schon den Kühlschrank inspiziert. Mag man von diesem Eingriff in die Privatsphäre halten was man will... ich fragte mich aber, wann greift das Sozialamt mal bei Eltern mit übergewichtigen Kindern so drastisch ein? Wer würde diese Eltern "anschwärzen"?
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • Bemo schrieb:

      Eigentlich ist es eine miese Verleumdung, denn die Kinder machten mir einen gesunden und normalen Eindruck.
      Ich habe mir auch schon mal überlegt, ob und wie man in so einem Fall am besten "hilft". Kinder, die einen mangelernährten Eindruck machen müssen nicht mangelernährt sein. Trotzdem, ist man verantwortlich für die Ernährung der Kinder seines Nächsten?

      Manchmal ist es Anschwärzen und hat eigentlich andere Gründe, als die Sorge um die Kinder. Das ist klar abzulehnen. Ich kenne selbst so eine Familie, wo das passiert ist, ich weiß nicht, ob es aus Sorge um die Kinder, oder aus Anfeindung gegenüber den Eltern geschah.

      Aber was tun, wenn man wirklich der Ansicht ist, dass hier in der Ernährung verknappende Fehler gemacht wurden und werden? Die Eltern selbst interviewen, was sie ihren Kindern zu essen geben? Das klingt ja schon wie ein Vorwurf, auch wenn man nur ganz normal fragt.

      Oder sollen wir das den Kinderärzten mit ihren Routineuntersuchungen überlassen?

      Gibt es eigentlich konkrete Fälle von übertriebenem Veganismus oder anderes, das wirklich gesundheitsgefährlich wurde oder vielleicht sogar tödlich ausging? Irgendwann habe ich mal von jemandem gehört, der sich fast nur mehr von Mandeln ernährt hat - kann aber keine Details nennen. Das ist aber ein klarer Fall von Störung im Essverhalten und hat nichts mit veganer Ernährung zu tun!
    • Beschenkte schrieb:

      Selbst bei vegetarischer Ernährung werden ja die Gemüse oder das Getreide kaputt geschnitten, zermahlen usw.
      Also rein vom ethischen Standpunkt aus ist Milch also ein durchaus gutes Lebensmittel.


      Damit die Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb austragen. In der Milchindustrie werden Kühe extrem viel und schnell hintereinander befruchtet, die geborenen Kälber aber sofort von der Mutterkuh getrennt, damit sie für den Menschen wieder Milch geben kann. Die Kälber gehen zur Schlachtung (männliche sowieso) oder es werden daraus neue Milchkühe unter katastrophalen Bedingungen und Ernährung angezüchtet.


      .
    • tricky schrieb:

      Gibt es eigentlich konkrete Fälle von übertriebenem Veganismus oder anderes, das wirklich gesundheitsgefährlich wurde oder vielleicht sogar tödlich ausging? Irgendwann habe ich mal von jemandem gehört, der sich fast nur mehr von Mandeln ernährt hat - kann aber keine Details nennen. Das ist aber ein klarer Fall von Störung im Essverhalten und hat nichts mit veganer Ernährung zu tun!
      Ich kenne auch jemand, der sich eine Zeitlang nur von Bananen ernährte.
      Wäre auch um ein Haar tödlich ausgegangen.
      Ansonsten denke ich, daß Mangelernährung eher durch unkontrollierten Süssigkeitengenuß entsteht, als durch Veganismus.
      Bei Veganismus kann ich mir nur einen eventuellen Eiweißmangel vorstellen, wenn man nicht darauf achtet, eiweißreiche Sachen zu essen. Also z.B. bei reiner Obsternährung.
      Wenn sich Kinder aber nur oder hauptsächlich von Süssigkeiten ernähren, sind sie zwar höchstwahrscheinlich nicht dünn, aber mangeln tut ihnen garantiert alles Mögliche.
    • Stofi schrieb:

      Beschenkte schrieb:

      Selbst bei vegetarischer Ernährung werden ja die Gemüse oder das Getreide kaputt geschnitten, zermahlen usw.
      Also rein vom ethischen Standpunkt aus ist Milch also ein durchaus gutes Lebensmittel.
      Damit die Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb austragen. In der Milchindustrie werden Kühe extrem viel und schnell hintereinander befruchtet, die geborenen Kälber aber sofort von der Mutterkuh getrennt, damit sie für den Menschen wieder Milch geben kann. Die Kälber gehen zur Schlachtung (männliche sowieso) oder es werden daraus neue Milchkühe unter katastrophalen Bedingungen und Ernährung angezüchtet.


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      Du vermischt hier etwas, die Haltung von Tieren hat nichts damit zu tun, ob Milch resp. Milchprodukte gesund sind oder nicht. Gemüse ist auch nicht per se schlecht, obwohl es grösstenteils in Monokulture mit vielen Pestiziden gezüchtet wird.
      Btw. Kühe geben auch noch Milch, wenn das Kalb schon lange keine mehr benötigt, man darf einach nicht aufhören mit melken, das selbe konnte z.B. bei Kamelen festgestellt werden.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Stofi schrieb:

      Beschenkte schrieb:

      Selbst bei vegetarischer Ernährung werden ja die Gemüse oder das Getreide kaputt geschnitten, zermahlen usw.
      Also rein vom ethischen Standpunkt aus ist Milch also ein durchaus gutes Lebensmittel.
      Damit die Kuh Milch geben kann, muss sie ein Kalb austragen. In der Milchindustrie werden Kühe extrem viel und schnell hintereinander befruchtet, die geborenen Kälber aber sofort von der Mutterkuh getrennt, damit sie für den Menschen wieder Milch geben kann. Die Kälber gehen zur Schlachtung (männliche sowieso) oder es werden daraus neue Milchkühe unter katastrophalen Bedingungen und Ernährung angezüchtet.


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      Ja, das ist dann wieder ein anderes Thema - artgerechte Milchwirtschaft.

      Natürlich ist die heutige, künstlich herbeigeführte Massenproduktion nicht optimal. Das ist sie aber in keinem Bereich unserer Lebensmittelproduktion mehr, auch nicht beim Obst und Gemüseanbau, ganz zu schweigen von Eiern oder Fleisch.

      Am besten wäre es wohl, jeder würde sein eigenes Obst/Gemüse ziehen, hätte ein paar Hühner und (falls er nichts gegen Milch einzuwenden hat ;) ) , auch ein Schaf oder eine Kuh .....
      So war es bei meinen Grosseltern, mein Opa hatte dazu auch noch Bienen; keine Kuh, aber Schafe. Alles nebenher, zur Selbstversorgung. Und nicht etwa in einem Dorf, sondern am Rande eine Grossstadt.

      Oder man kauft in Bio-Kleinbetrieben, von denen es aber auch nicht genug gibt, um die gesamte Bevölkerung zu ernähren.

      Wenn man das wollte - so die gesamte Bevölkerung ernähren - dann müsste man quasi die Zeit zurückdrehen und die Ansprüche runterschrauben.
      Das scheint mir doch ziemlich utopisch. Ich wäre schon dabei ...... ;)