Tötungsgebote und Strafgebote in AT von Gott angeordnet?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Der Hebräer-Brief verneint die Gnade Gottes und schreibt sinngemäss, dass derjenige, der schon ein mal gläubig war - aber wieder vom Glauben abgefallen war, dass der nicht (mehr) errettet werden könne!
      Das sieht man den 2 unevangelischen Bibelstellen:
      1. Hebräer 6,4-6: 4 Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist
        5 und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt
        6 und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.


      2. Hebräer 10, 26-31: 26 Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt hinfort kein Opfer mehr für die Sünden,
        27 sondern ein schreckliches Warten auf das Gericht und ein wütendes Feuer, das die Widersacher verzehren wird.
        28 Wenn jemand das Gesetz des Mose missachtet, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin.
        29 Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht?
        30 Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35-36): »Die Rache ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.«
        31 Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

    • Bogi111 schrieb:

      renato23 schrieb:

      Den Israeliten wurde aber nichts von bevorstehenden Kriegen gesagt, sondern hiess, es sie würden befreit werden und in ein Land geführt, indem Milch und Honig fliessen. Vorerst in die Wüste geschickt wurden sie ja, dass sie nicht erkannten, dass sie zu Kriegszwecken aus Aegypten gelockt wurden, wie diese Stelle klar sagt.
      Da sagt Gott aber ziemlich klar was zu machen war! (5.Mose 71- )Warnung vor Gemeinschaft mit den Heiden
      1 Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du,
      2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben
      3 und sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen für eure Söhne.
      4 Denn sie werden eure Söhne mir abtrünnig machen, dass sie andern Göttern dienen; so wird dann des HERRN Zorn entbrennen über euch und euch bald vertilgen.
      5 Sondern so sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr einreißen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen Pfähle abhauen und ihre Götzenbilder mit Feuer verbrennen.
      6 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.
      7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –,
      8 sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat der HERR euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
      ieg und Völkermord als Befehle von Gott?



      Du hast wohl übersehen Bogi111, dass Mose, respektive sein Auftraggeber solches erst dann sagte, als er sie längst in die Wüste geschickt hat. Dorthin lotste er sie gerade deswegen, weil er befürchtete sie könnten umkehren, wenn er sie schon zu Anfang in Kriege verwickelte. 2. Mose 13.17 ist wohl unmissverständlich.

      Was war wohl schlimmer für das Volk Israel? Arbeiterknechtschaft in Aegypten (wo sie sogar eigene Häuser und eigene Tierherden besassen und reichlich gutes, abwechslungsreiches Essen bekamen?) oder Kriegsknechtschaft, in die sie sich haben unwissentlich manövrieren lassen, eigentlich voller Hoffnung auf ein fortan friedliches Leben in einem Land in dem Milch und Honig fliessen?

      Apropos Stiftshütte. Mose musste die offenbar so nachbauen lassen, wie er sie auf dem Berg gesehen hat. Du weisst sicher wie luxuriös diese ausgestattet werden musste. Es gibt ja kapitelweise Anordnungen, was da alles berücksichtigt werden musste. Ich glaubte immer, Gott wohnt nicht in Hütten oder Häusern sondern dort, in Herzen von Menschen, wo Liebe und Barmherzigkeit gelebt wird.

      Jesus war die Bescheidenheit in Person. Er verlangte weder eine luxuriöse Unterku ft, Behausung kostbare Kleider für seine Jünger, noch mussten sie sich mit Blut an Ohrläppchen, Daumen, Zeh besudeln, wie die Priester bei Mose.

      Gesegnete Grüsse renato23
    • renato23 schrieb:

      Du hast wohl übersehen Bogi111, dass Mose, respektive sein Auftraggeber solches erst dann sagte, als er sie längst in die Wüste geschickt hat. Dorthin lotste er sie gerade deswegen, weil er befürchtete sie könnten umkehren, wenn er sie schon zu Anfang in Kriege verwickelte. 2. Mose 13.17 ist wohl unmissverständlich.
      Lieber Renato,ich kann mir vorstellen das es schwer ist,das geschriebene im AT als Gottes Wort anzusehen. Du sprichst vom "Auftraggeber",das ist der
      Gott der sich in Jesus uns zeigte!!! Gerade diese Stiftshütte sollte uns zeigen wie Gott die Vielfallt und Schönheit benutzt um uns seine Herrlichkeit näher zu bringen.

      Vermuttlich hätten viele Protestanten und paar STA die Hütte als "Gotteslästerung" verbrannt...

      Beim Fall von Jericho,reichte der Schall der Trompeten... Wenn sie Gott vertraut hätten, siehe die Schlacht durch Gideon,wären nur paar Männer nötig gewesen.
      Ich studiere das AT seit meinen Kindertagen,das sind mittlerweile über 60 Jahre,also habe Geduld und vertraue auch dem liebenden Gott des AT.. ;)
    • Was vielen "schwer im Magen liegt" im AT sind die 7 kanaanitischen Völker, welche "der Kriegsgott" JAHWEH vernichtet hat, damit sein ausERwähltes Volk Israel "das gelobte Land" erhalten konnte. Aber warum hat JAHWEH diese Völker geschlagen? Weil sie die abscheulichsten Sitten und Gebräuche verübten, die total satanisch und unmenschlich waren! Sie haben ihre Kinder im Feuer verbrannt für ihre abscheulichen Götzen, was durch archäologische Funde bewiesen wurde! Das war der Grund warum diese Völker ausgerottet wurden und zwar m.E. zu Recht!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Der Hebräer-Brief verneint die Gnade Gottes und schreibt sinngemäss, dass derjenige, der schon ein mal gläubig war - aber wieder vom Glauben abgefallen war, dass der nicht (mehr) errettet werden könne!
      Das sieht man den 2 unevangelischen Bibelstellen:
      1. Hebräer 6,4-6: 4 Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist
        5 und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt
        6 und dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.


      Mal unabhängig davon, ob evangelisch oder unevangelisch.................

      Warum sollte jemand, der einmal geglaubt hat, nicht mehr glauben?
      Ich kann mir's nicht vorstellen. Dann hat er vorher nicht wirklich geglaubt!?

      2. Paulus schrieb das an die Hebräer.
      Warum nur an die Hebräer?
      Warum schrieb er das nicht auch in seinen anderen Briefen?
      Such mal in seinen anderen Briefen, ob da nicht vielleicht Gegenteiliges steht!?
      (Du kennst dich besser aus als ich)
      Paulus schrieb seine Briefe gezielt an bestimmte Bevölkerungsgruppen.
      Er hätte auch einen einzigen Brief an alle schreiben können.
      Paulus wußte damals höchstwahrscheinlich nicht, daß seine Briefe auch von anderen und später von der ganzen Welt gelesen werden.
      Er muß m.E. einen Grund gehabt, sowas Wichtiges nur an die Hebräer zu schreiben?
      Was für einen weiß ich nicht. Ebensowenig was damals bei den Hebräern alles abging.
      Ich kann' s mir nicht vorstellen, daß er so etwas ohne einen bestimmten wichtigen Grund nur an die Hebräer schrieb!?
    • Hebräerbrief wohl nicht von Paulus geschrieben!

      Yppsi schrieb:

      2. Paulus schrieb das an die Hebräer.
      Hallo Yppsi!
      Die überwiegende Mehrheit der Bibelgelehrten bestreitet, dass Paulus den Hebräerbrief geschrieben hat, da wie Du ja selbst erkannt hast, die 2 von mir zitierten Stellen, der Gnadenlehre des Paulus in seinen Äußerungen in den anderen Briefen zu widersprechen scheinen. Dies ist damit auch ein Argument für die These, dass der Hebräerbrief .. n i c h t .. von Paulus geschrieben worden ist.
    • Hallo Yppsi!

      Ein argumentativer Beitrag von mir aus dem Blog vom 7.Mai 2016:

      "Neben Paulus werden als mögliche Verfasser auch Barnabas, Stephanus, Silas oder Apollos genannt. Aus Stellen wie 8,13; 9,9 ist zu schließen, daß zur Zeit der Abfassung der Tempel in Jerusalem noch steht....Vermutet wird 67 n.Chr., nach dem Tod des Petrus und des Paulus in der Verfolgung unter Nero."
      Auf Grund dieses letzten Satzes müsste somit Paulus(der ca. 65 n.Chr. enthauptet wurde!) eigentlich ausscheiden. Gegen Paulus als Verfasser spricht auch das Wort "hegeomai" in Hebr.13,7+17+24, das "Führer, im Sinne von Gemeindeleiter" bedeutet(--->siehe NR. 2213 im Sprachschlüssel [des Neuen Testaments der Elberfelder Übersetztung!] auf Seite 829). Paulus hat für "Gemeindeleiter" in seinen Briefen aber immer "presbyteros" oder "episkopos" geschrieben!
      Für Paulus als Verfasser spräche Hebr.10,34("Denn ihr hattet Mitleid mit mir in meinen Ketten bewiesen") Aber vielleicht war auch der Apostelkollege des Paulus, Barnabas damals (67 n.Chr.) Gefangener Neros?

      Stephanus als Verfasser scheidet aus, da er 35 n.Chr. schon gesteinigt wurde. Deshalb halte ich persönlich Barnabas für den Verfasser des Hebräerbriefes, der als "Levit, aus Zypern gebürtig" (Apostelgeschichte 4,36), als Verfasser doch besonders in Frage kommt, da im Hebräerbrief v.a. vom Opferdienst und vom Hohenpriestertum gesprochen wird; das passt auf den Leviten(!!!) Joses Barnabas doch in ganz hervorragender Weise! Und als in Zypern Geborener, sprach er selbstverständlich auch Griechisch!===> Daher deuten alle Indizien auf Barnabas als Verfasser des Hebräerbriefes hin!"
    • Im "Neuen Testament" gibt es sehr wohl drastische Aussagen (auch von Jesus) über das "zukünftige Gericht" (keine heutige parallele oder gar ewige Hölle!).

      Sogar der "Evangelist" Paulus sprach davon (Apostelgeschichte 24:25.).

      "Welchen der HErr lieb hat, den weist er zurecht und erzieht er." (Hebräer 12:6. Offenbarung 3:19.)

      Das zeigte er auch in der Geschichte seines Volkes Israel.

      In der Bibel will Gott zu mir sprechen, aber nur, wenn ich zuhöre und meine "Anklagen" nicht in das Buch "schreie.
    • renato23 schrieb:

      Mir gleichgesinnte treue Anhänger unseres Erlösers Jesus Christus und ich finden es himmeltraurig, wenn man Jesus Christus offenbar nicht zu glauben scheint, dass man sich bezüglich wahrem Gottverständnis einzig und allein an dem von ihm gelehrten und gezeigten orientieren soll, will man den Willen seines/unseres Vaters im Himmel tun.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Insofern möchte ich Renato 23 in Schutz nehmen; auch viele evangelische Christen haben mit diesen alttestamentlichen Texten große Schwierigkeiten.
      Dabei ist mir der heutige Text aus unserer Predigt eingefallen:

      Johannes 5/31 Wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis nicht glaubwürdig2.
      32 Ein anderer ist es, der von mir Zeugnis ablegt; und ich weiß, dass das Zeugnis glaubwürdig ist, das er von mir bezeugt.
      33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben.
      34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen an, sondern ich sage das, damit ihr gerettet werdet.
      35 Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen.
      36 Ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat.
      37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen;
      38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat.
      39 Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.
      40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.
      41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen,
      42 aber bei euch habe ich erkannt, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.
      43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen.
      44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht?
      45 Denkt nicht, dass ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist einer, der euch anklagt: Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.
      46 Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben; denn von mir hat er geschrieben.
      47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben



      Die Schriften von denen Jesus spricht sind die Schriften des Alten Testaments, mehr gab's ja damals nicht.

      Diese Schriften zeugen von Jesus, von seinem Wirken mit seinem Volk. Auch wenn ich manches nicht verstehe und aus meiner persönlichen Sicht ungerecht oder lieblos erscheint, so ist es dennoch diese Schrift, die nicht von irgendwem, sondern von Jesus zeugt. Es geht in der Bibel darum zu Jesus zu kommen (V.40) und das gelingt schon allein damit, dass man Jesus im Alten Testament findet.
    • tricky schrieb:

      Johannes 5/

      39 Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.
      ...
      46 Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben; denn von mir hat er geschrieben.

      ---> siehe z.B. 1.Mose 3,15 / 4.Mose 24,17 / 5.Mose 18,15+18 u.v.a.

      tricky schrieb:

      Es geht in der Bibel darum zu Jesus zu kommen (V.40) und das gelingt schon allein damit, dass man Jesus im Alten Testament findet.
      Es gibt dort 334 Prophetien auf den Messias Jesus bzw. nach anderer Zählung sogar 400 Messianische Prophezeiungen! ----> siehe meinen Beitrag von Die Glaubwürdigkeit der Bibel vom 18.11.2015 mit 2 angehängten Dateien!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Es gibt dort 334 Prophetien auf den Messias Jesus bzw. nach anderer Zählung sogar 400 Messianische Prophezeiungen!
      Mir geht es in meinem Beitrag mehr um das Wirken Jesu, das im AT beobachtet werden kann. Jesus geht mit dem Volk, "begegnet" Jakob am Jabbok, verhandelt mit Abraham um Sodom und erweist sich als Gesetzgeber. Hieraus kann man Jesus erkennen. Natürlich auch in dem Opfervorschattungen auf den Kreuzestod hin oder eben in den Prophezeiungen, aber in erster Linie doch in der Praxis.

      "Sie sind es, die von mir Zeugnis geben" beschreibt Schriften, die aus der Praxis sprechen, nicht aus der Theorie.

      Es gibt aus meiner Sicht kein hartes AT und liebevolles, weiches NT. Es gibt nur eine Bibel in zeitlichen Abschnitten der Geschichte.
    • renato23 schrieb:

      Ich weiss nicht genau, was Deine Ausführungen bezüglich Johannes 1.18 ausdrücken wollen.
      Meine Ausführungen wollen ausdrücken, dass anhand von Begriffen, welche die Wahrnehmung Gottes beschreiben, das NT nicht gegen das AT ausgespielt werden kann. Auch wenn im AT Personen beschrieben werden, die eine Erscheinung Gottes wahrnahmen, so ist mit deren Wahrnehmung nicht die Wahrnehmung erfüllt, die in Johannes 1,18 gemeint ist. Wenn in Johannes 1,18 gesagt wird, dass der Sohn den Vater verkündet hat, ist damit wohl kaum eine Bekanntgabe über eine äussere Form der Erscheinung gemeint, sondern Jesu Darstellung des Wesens des Vaters durch die Hingabe seines Lebens und die Fürsorge für die Menschen. Jesu gelebte Liebe ist die Offenbarung dessen, was der Vater im Himmel ist.

      Johannes 14,7 Wenn ihr mich erkannt hättet, so würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; und von jetzt an erkennet ihr ihn und habt ihn gesehen.

      Hier ist wohl nicht gemeint, dass die Jünger die ganze Zeit durch Jesu Leib hindurch gesehen hätten, als wäre er unsichtbar. Seine Erscheinung haben sie sehr wohl gesehen, aber noch nichts über seine Person verstanden.

      Johannes 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! 9 Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater?

      Noch mal : Es geht hier nicht um das oberflächliche Betrachten, sondern um das Sehen dessen, was jemand in Wort und Tat darstellt. Es reicht nicht Jesu Kleidung, Haare und Augenfarbe zu beschreiben um daran würdige Rückschlüsse über die Person zu ziehen, schon gar nicht über den Vater. Das Sehen meint hier die Wahrnehmung Jesu in Wort, Tat und Lebenswandel.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • freudenboten schrieb:

      Es gab zwei Arten der "Gnosis" nach Jesus. Er war "scheinbar" Gott oder "scheinbar" Mensch, aber nicht beides zugleich und wirklich. Die Apostel lehrten aber genau das letztere.
      Jesus selber bekennt sich dazu, dass der Vater, also der alleine wahrer Gott ist, in Jesus und Jesus in ihm ist, also geistlich komplett verbunden und eines Sinnes, ausnahmslos heilsame Wunder wirkend, und auferweckend, Jesus tötete nicht und verlangte/befahl auch von niemanden jemand für dies oder das zu töten.


      Wenn man Jesus Verhaltensweisen, göttlichweisen Lehren während seiner etwa 3-jährigen Gottesoffenbarungszeit genauestens studiert, dann sieht man, wie Gott wirklich ist, da Jesus nur das tut, was sein Vater in und durch ihn wahrhaft göttlich wirkt. Jesus wandte sich ja deshalb wohl auch gegen das Gesetz, Gleiches mit Gleichem zu vergelten oder wie Mose lehrte, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Beim Vater im Himmel zählt somit, Böses nicht mit Bösem vergelten sondern mit Gutem überwinden, was sogar Paulus übernahm und weitergab, der ja früher der AT-Gesetzlichkeit vollkommen unterworfen war.

      Nach einer Heilung empfahl Jesus wohl dem Geheilten deshalb, seine Heilung dem Priester zu zeigen, und zu opfern, wie Mose geboten habe. Dies wohl, um nicht Ärger zu erwecken.

      Die Beschneidung war früher und ist noch bei den Juden und Muslimen gang und gäbe mitunter mit einer Festivität verbunden. Für Christen ist sie nicht vorgeschrieben. Jesus ordnete die Beschneidung nicht einmal Mose zu, somit auch nicht dessen Herrn:

      Mose hat euch darum gegeben die Beschneidung, nicht daß sie von Mose kommt, sondern von den Vätern, und ihr beschneidet den Menschen am Sabbat. Johannes 7.22
      Gesegnete Grüsse, renato23
    • Azatoth schrieb:

      sondern Jesu Darstellung des Wesens des Vaters durch die Hingabe seines Lebens und die Fürsorge für die Menschen. Jesu gelebte Liebe ist die Offenbarung dessen, was der Vater im Himmel ist.

      Johannes 14,7 Wenn ihr mich erkannt hättet, so würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; und von jetzt an erkennet ihr ihn und habt ihn gesehen.

      Hier ist wohl nicht gemeint, dass die Jünger die ganze Zeit durch Jesu Leib hindurch gesehen hätten, als wäre er unsichtbar. Seine Erscheinung haben sie sehr wohl gesehen, aber noch nichts über seine Person verstanden.

      Johannes 14,8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! 9 Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater?

      Noch mal : Es geht hier nicht um das oberflächliche Betrachten, sondern um das Sehen dessen, was jemand in Wort und Tat darstellt. Es reicht nicht Jesu Kleidung, Haare und Augenfarbe zu beschreiben um daran würdige Rückschlüsse über die Person zu ziehen, schon gar nicht über den Vater. Das Sehen meint hier die Wahrnehmung Jesu in Wort, Tat und Lebenswandel.
      Sehr treffend formuliert, vor allem, was ich oben fettgedruckt habe, stimmt mit meiner Gottesvorstellung in der Bibel vollkommen überein. Ich wiederhole gerne: Jesu gelebte Liebe ist die Offenbarung dessen, was der Vater im Himmel ist.

      Und Jesus opferte im Gehorsam gegenüber seines Himmlischen Vaters, diesen - den insbesondere von ihm bezeichneten Verlorenen Schafen Israels- volllkommen und wahrhaftig erfahrbar zu machen sein Leben, und ihnen gar als Mittler zwischen dem Vater im Himmel und ihnen dienen zu wollen, was ihm wohl viele überzeugte Anhänger ermöglichte, was aber wiederum Zorn und Neid in den Jüngern Mose (Pharisäer und Schriftgelehrten, Hohepriestern) erweckte, sie immer wieder suchten, womit sie Jesus von Nazareth gefangennehmen und hinrichten lassen konnten (. (seltsamerweise bezeugten sie dann vor Pilatus, sie dürften niemanden töten, wollten also die Finger nicht schmutzig machen)

      Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen niemand töten. Johannes 18.31

      Bei der Steinigung der Ehebrecherin wurde vermutlich auch normales, ihnen höriges Fussvolk damit beauftragt, wie auch bei andern Steinigungsvorschriften, die es an Gnade und Barmherzigkeit mehr als ermangeln lassen.

      Jesus sagte, er sei gekommen die Sünder zur Umkehr zu rufen.....(denn...wo keine Sünder, keine Sühnensühne-Opfer, keine Steinigungsgesetze, sondern gelebte Liebe, Barmherzigkeit und das war und ist ja unabdinglich für Jesus Christus Evangelium vom Reich Gottes. Apropos Evangelium Jesus. Auch das wird oftmals nicht im Sinne, nach klaren biblischen Vorgaben von Jesus übernommen und weitergelehrt. Auch diesbezüglich wurden Priesterdogmen fälschlicherweise über solche von Jesus unmissverständlich klar geäusserten Lehren erhöht, Jesus Licht damit überschattet.
    • tricky schrieb:

      Die Schriften von denen Jesus spricht sind die Schriften des Alten Testaments, mehr gab's ja damals nicht.

      Diese Schriften zeugen von Jesus, von seinem Wirken mit seinem Volk. Auch wenn ich manches nicht verstehe und aus meiner persönlichen Sicht ungerecht oder lieblos erscheint, so ist es dennoch diese Schrift, die nicht von irgendwem, sondern von Jesus zeugt. Es geht in der Bibel darum zu Jesus zu kommen (V.40) und das gelingt schon allein damit, dass man Jesus im Alten Testament findet.
      Ja sicher gibt es im AT Aussagen, wie auch von Mose, der prophezeite: Einen Propheten wie mich wird EUER GOTT (nicht unser oder mein Gott übrigens) aus euch erwecken ihn sollt ihr hören

      Einen Propheten wie mich wird der HERR, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen. 5. Mose 18.15

      Denn Moses hat gesagt zu den Vätern: "Einen Propheten wird euch der HERR, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleich wie mich; den sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird. Apostelgeschichte 3.22
      Mose sagte offenbar nicht, einerseits sollen sie den hören und gleichsam auch an seinen Gesetzen festhalten.

      Während der Wüstenodysee war Jesus garantiert nicht unter ihnen. Sie bekamen Manna, und starben doch, sie mussten töten in Form von Steinigen, Kriege führen und Kriegsbeute machen (trotz Gebot: Du sollst nicht töten, nicht stehlen, und lass dich nicht gelüsten nachdem was Dein Nächster hat)

      Jesus erwähnte aus dem AT Jesaja 61.1

      Und auch diese Worte von Jesaja stimmen mit Jesus späterem Wirken und Wesen, Verhalten überein.
      auf welchem wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Jesaja 11.2

      Matthäus 11.1 Und es begab sich, da Jesus solch Gebot an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von da weiter, zu lehren und zu predigen in ihren Städten. 2 Da aber Johannes im Gefängnis die Werke Christi hörte, sandte er seiner Jünger zwei 3 und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines anderen warten? 4 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr sehet und höret: 5 die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein und die Tauben hören, die Toten stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt; (6 und selig ist, der sich nicht an mir ärgert

      Also mit den immensen Tötungsgesetzen hatten weder Jesus noch Gottes Geist in ihm zu schaffen. Und statt Aarons allfälligen Nachkömmlinge, welche ein Gebrechen hatten vom Hüttendienst zu diskriminieren hätte Jesus dieselben ja geheilt und zum Dienst zugelassen, findest Du nicht auch?

      Ist schon schlimm was für Schandtaten man Jesus mancherorts unterstellt. Ich kann mir vorstellen, dass Jesus zu seinem Vater im Himmel sagt, wenn er solches vom Himmel her sieht: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun (welch grossen Fehler sie damit begehen)

      .
    • renato23 schrieb:

      denn mit Taten, wie sie das Gesetz verlangt, kann kein Mensch vor Gott bestehen.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Nun sagen aber wiederum andere Sprachwissenschaftler/Bibelgelehrte, dass es in den Geboten gar nicht heiße, „Du sollst nicht töten!”, sondern dass hier im Urtext stehen würde: »Du sollst nicht morden!«
      ===> Damit - so wird gesagt - habe somit Gott sowohl die Steinigung als auch das Töten im Krieg (gegen die 7 kanaanitischen Heidenvölker) - damit also einen »gerechten Krieg« erlaubt!
      Was soll man nun eigentlich glauben und dazu sagen?
      Lieber Norbert, ein Aufruf zum Töten, sei es durch Verbrennung oder Steinigung ist doch immer Mord, Anstiftung zur Tötung. Ich las sogar, dass derjenige, welcher Mose all die Tötungsgesetze für das Volk auferlud und die Israeliten dann ja von der Arbeiterknechtschaft in eine Kriegsknechtschaft trieb, sehr viel Ähnlichkeit mit dem kanaanitischen Wettergott habe, einem Baal der mit Blitz in der Hand dargestellt wird. Donner und Blitz kamen ja aus der lärmigen Wolke in welcher Moses Herr ja herumfuhr wie in einem UFO (ich erinnere mich gerade an einen Buchtitel von Erich von Däniken: Die Götter müssen Astronauten gewesesen sein ;) . Das Buch habe ich nicht gelesen nur der Titel liess mich überlegen, warum er wohl darauf kam) Also Menschen umzubringen, nur weil sie was Anderes glauben..... das ist leider heute noch dem Irrglauben verfallen, dass sowas in göttlicher Übereinstimmung geschehe. Da hat Mohammed sich halt auch am falschen Gottverständnis orientiert, statt an demjenigen von Jesus Christus, Gottes Sohn, der wohl den allein wahren Gott am Besten gekannt hat.

      Zudem zeigte Jesus ja sogar im Gleichnis vom Barmherzigen Samariter dass der Andersgläubige gottgefälliger handelte als der Priester, von dem man Hilfestellung gegenüber dem Überfallenen hätte erwarten können.Und da Jesus nichts Anderes tat, oder sagte, als Gott, der Vater im Himmel ihm eingab, da kam dies Gleichnis ja auch vom wahren Gott.
    • renato23 schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Was soll man nun eigentlich glauben und dazu sagen?
      Lieber Norbert, ein Aufruf zum Töten, sei es durch Verbrennung oder Steinigung ist doch immer Mord, Anstiftung zur Tötung. Ich las sogar, dass derjenige, welcher Mose all die Tötungsgesetze für das Volk auferlud und die Israeliten dann ja von der Arbeiterknechtschaft in eine Kriegsknechtschaft trieb, sehr viel Ähnlichkeit mit dem kanaanitischen Wettergott habe, einem Baal der mit Blitz in der Hand dargestellt wird.
      Hallo Renato! Könntest Du mir bitte diese Quelle mitteilen, in der Du das gelesen hast? Da wäre ich Dir sehr dankbar! Gerne auch per PN!
      Lieber Gruß
      Norbert
    • renato23 schrieb:

      Das ist doch ganz einfach: AT-Gesetzlich musste getötet/gesteinigt werden, wer z.B. Ehebruch beging (trotz immer geltenden Gebot, Du sollst NICHT töten.
      So einfach, wie falsch!

      Das Gebot heist nicht "Du sollst nicht töten", sondern "Du sollst nicht morden". Der Vollzug der Todesstrafe ist kein Mord.
      Liebe Grüße, Heimo